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Full text: Berliner Leben Issue 27.1924

Jafirg. 27 
Nr, 14 
‘Rundfunk der Xfeöc 
Wenn eine Frau nur an sich denkt, sagt man, sie vergißt 
sich, 
# 
Das erste Unrecht der Männer gegen die Frauen ist, ihnen 
nicht zu sagen, was sie von ihnen denken; und das zweite, 
ihnen zu sagen, was sie nicht denken. 
* 
Es ist ziemlich leicht, eine Geliebte zu finden und sich eine 
Gattin zu erhalten; aber es ist sehr schwer, diese zu finden 
und jene zu erhalten. 
# 
Es gibt Frauen, die ihre Liebhaber wie Spielkarten be 
nutzen; sie brauchen Sie, um einige Zeit damit zu spielen, dann 
werfen sie sie weg und nehmen neue; und am Ende verlieren 
sie mit den neuen alles, was sie mit den alten gewonnen 
hatten. 
* 
Die Frauen beschweren sich oft, daß die Männer sie so 
schnell vergessen. Und doch ist dies das einzige Mittel, um 
der neuen Liebschaft den alten Reiz zu geben. 
Treu zu bleiben ist nur dann ein Verdienst, wenn man be 
ginnt, unbeständig zu werden. 
Mögen die Frauen auch sonst sparsamen Männern den Vorzug 
geben, in der Liebe schätzen sie allein die Verschwender. 
* 
Wenn die Frauen sehr verliebt sind und sich in einer außer 
gewöhnlich glücklichen Situation befinden, äußern sie nicht 
selten den Wunsch, mit dem Geliebten noch in dieser Sekunde 
sterben zu wollen. Wahrscheinlich, weil sie wissen, daß sie mit 
einem einzigen leider nicht zusammen leben können. 
Niemand ist vor seiner Scheidung glücklich zu preisen. 
❖ 
Wer noch niemals an der Liebe verzweifelte, hat sie noch 
nicht kennen gelernt. 
$ 
Nur die Frauen sind die wahren Weisen aus dem Morgen 
lande. Sie sehnen sich alle nach dem „West-Östlichen Diwan“ 
und nach „Tausendundeine Nacht.“ 
* * 
* 
SEHNSUCHT 
ANTON SCHNACK 
Süßes sang ein VogeC in der Nacht, 
Ein fremdfändischer VogeC den der Wind verschCagen, daß er 
mir singe seiner Heimat seCtsame Lieder, 
Daß er mir Sehnsucht tvedie nad) fernem SonnenCand. 
Mit rauschenden Ohren saß ich am Tenster und tauschte dem 
fremden, hunten VogeC. 
GoCdene ‘Federspangen gCühten um seinen HaCs, rotes Rosen* 
feuer prunhte auf seinem Gefieder, 
Aus seinen Augen haßen der Sehnsucht weiße Fieher gehrannt... 
Lange saß er und sang von tiefer Mitternacht Bis zu den hCassen 
Morgenstreifen, 
Dann flog er davon gen Süden, seiner Heimat, von der er mir 
Brachte süßhdngende Kunde, 
SovieC sehnsüchtig Müdes, daß mir springen woß'te der Reif der 
Stirne im wehen Schmerz. 
O, du Bunter seCtsamer VogeC aus Südfand, 
Was du mir Brachtest, waren die siChernen Lieder aus ihrem 
Behenden Mundej 
Was da sang in der Macht, war ihr fernes, hfopfendes Herz!. .. 
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