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Full text: Berliner Leben Issue 27.1924

Jahrg. 27 
Nr. 5 
24 
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6. Q u s t r a 
Die Könige von Frankreich konnten in jeder Weise im 
Mittelalter über die Hofdamen verfügen. Sie besaßen die 
Schlüssel zu ihrem Schlafgemach. Die Ehemänner der Hof 
damen fühlten sich geehrt, wenn Se. Majestät den Damen 
allerlei Gunst bezeugte. Hoff 
ten sie doch dadurch zu hohen 
Stellen zu gelangen. 
Werner von Urslingen hatte 
ein Heer von 3500 Söldnern. 
Tausend Soldatendiruen folgten 
dieser kleinen Armee. Als die 
Damen seinem Vormarsch 
hinderlich wurden, ließ er kur 
zerhand 800 Frauen von ihren 
Liebhabern ertränken. 
„Sehr wohl“, tröstete sich Exzellenz, „Majestät opfern sich 
gewissermaßen dem Staate . . .“ 
• 
Iwan der Schreckliche genoß am Anfang seiner Regierung 
die schöne Frau eines der ersten Würdenträger. Die Ehe 
brecherin machte sich furchtbare Gewissensbisse. „Mein Ge 
mahl wird mich in Stücke reißen“, jammerte sie . . . Schützt 
mich vor dem Unhold!“ 
Der Zar tat es, indem er mit 
den Worten; „Er hat keinem 
Zaren ins Handwerk zu pfu 
schen“, die soeben noch Um 
armte dem Henker überwies. 
stärkt Körper und Nerven, 
Im badischen Land mußte 
eine Ehefrau, die ihren Mann 
verprügelt hatte, auf einem 
Ochsen reiten, das Gesicht der 
hinteren Partie zugedreht. Der 
Ehemann durfte sie am Ziele 
so lange verprügeln, bis sie vor 
Schmerzen heiser wurde. Hier 
auf nahm man an, daß der 
Ehemann die Herrscher-Insig 
nien sich fortan anmaßen 
konnte. 
* 
Der Leibdiener eines thürin 
gischen Grafen (1630) wurde 
jede Nacht, als der Herr krank 
daniederlag, zu seiner Maitresse 
geschickt, damit ihre Treue 
nicht bei Freunden ins Wanken 
käme. Als der Graf wieder 
mobil war, hatte er den Ge 
schmack an der Dame verloren 
und er segnete den Bund der 
Beiden. 
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Nervosität, Schlaflosigkeit, 
Blutarmut, Unterernährung 
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Im 18. Jahrhundert gab es in 
Paris schon vornehme Animier 
häuser. Wer ein Plauderstünd 
chen hinter sich hatte, wunde 
durch ein Klingelzeichen daran 
erinnert, daß das nächste Plau 
derstündchen begonnen habe . 
. . das hieß, ein neuer Louisdor 
war fällig. 
Die Kaiserin Katharina II. wurde von ihrem Kanzler in 
dezenter Weise darauf aufmerksam gemacht, daß weibliche 
Majestäten eigentlich nicht mit der Hefe des Militärs und des 
anderen Volkes flirten sollten . . . Das geschehe weder in 
Österreich bei Maria Theresia, noch in Spanien und Schweden. 
Die Kaiserin aller Reußen entgegnete: „Liebe Exzellenz! 
Frauen können nie auf der Höhe des Thrones brillieren, wenn 
sie nicht in die Tiefen des Volkes, wie ich, herabgestiegen 
sind.“ 
Katharina I. wurde vom Zaren 
Peter bei einer Eheirrung er 
tappt und furchtbar verprügelt. 
Sie schluchzte; „Es sei viel zu 
viel der Züchtigung.“ Peter er 
widerte: „Dies Zuviel ist für 
das nicht erwischte Mal.“ Ka 
tharina beteuerte, sie habe sich 
noch nie vorher vergessen und 
ihren Peter betrogen. 
Peter aber meinte; 
„Du wirst es aber fortan tun, 
du bist auf den Geschmack ge 
kommen und dafür hast du dein 
Plus heute schon weg.“ 
« 
Als zu Beginn des Konzils 
von Konstanz die Kardinälc 
sich zur Sitzung versammeln 
sollten, war kein einziger zur 
Stelle. Man suchte sie und fand sie fast alle bei ihren Ge 
liebten. Papst Johann XXIII. war, oder besser tat empört und 
entrüstet Sein Geheimschreiber aber besänftigte ihn: „Heiliger 
Vater, es ist nur der Anfang . . . vierzehn Tage später haben 
sie alle die Weiber über.“ 
Und nach acht Tagen schon mußten die Frauen Konstanz 
auf Betreiben der Kardinäie, die die Damen wirklich über 
hatten, Konstanz verlassen, um — ihren Nachfolgerinnen Platz 
zu machen. 
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