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Full text: Berliner Leben Issue 26.1923

Nr.14

JaIiYII. 26

zlOiseDl'n Dönhoff und 200.
ijntl'rgrund,
(Das SOlOieso.)
Hl'rren mit 'Iallfen, die seDat:! Dl'tont sind,
mit SeDuhl'n, die spitz, und die Dfani lOfl' geDohnt sind.
Und wl'ibfti:fjl' Wesl'n, pa,fümumwfffl'rt,
die Augen tl'ffs hinter SeDfeiun vergiftert,
tl'ffs frl'i umher in dil' Weite seDwe(fond
UIU/ (SeDätzend lind prüfl'nd) den Mann Deg,,(font(.
Kokeff, mit üDergl'SeDfagl'nen Beinen
sifZen die I?lnl?n
und fassl?n die seidenl'n Strümpft sehl?n
für affe, die sieD auf sowas Vl?rstehen.
Dil? andl?rn, mit föngl?r gl?ratl?nl?m Kfeid,
Sind gfl?li:fjfaffs dureDaus zum 21?igl?n Dl?rl?l't "ur DI/det dii? ModI? I?ln Hindl?rnis:
zu auffaffend wär!? ein Kompromiß·
Man drängt Sli:fj eng, in doppl?ltllT SeDfangl?,
auf seDmafl?m Gangl?,
in Gfanz und Gfoni? Dl?währt sic6. hIer
d l?r Kavaft'l?r:
D l?r Mann SeDr!?iDt Sli:fj Sl?fDst hIer I?in SeDönl?s Affl?st
wl?if ielnl?r die Daml?n - sitzl?n fößt ...
Man fl?hnt sieD Dequl?m in das rotl? Ll?dl?r,
Gl?spröeDe seDwliun lin Raffern dl?r Rödl?r:
, Der DolTar? JeD sag Jhnl?n, ultimo
auf fünf Bifft·onl?n. Es i 0 m m t seDon so . . . '
,JeD faß hl?ute aITl?s rl?allsil?rl?n JeD hab Hl?lnl? Lust, Inl?ln Gl?fd zu verli'eren.'
, Wir stehn SeDon dr!?i Jahr auf dl?r Dringfti:fjHeitsli'ste,
abllT natürfti:fj, so' n WOhnungsamt - - - '
, Also stl?IT dir Dfoß vor: totaf vllTHfammt Wir hl'iZl?n ml't Wllft"Da{tfs BÜeDerRiste . .. '
, Zw!?ihunderffaUSl?nd: 'Faron - ohne 'Fuffer . .. •
• Wir HOtben nOeD immer alTes mit Buffer,
mein Mann sagt - - _.
.JawolT/

92 für 10 ... '

, HudJ nein.r D a muß einer Spaß vl?rstehn

r

• Er ist afso d 0 eh in Manenbad?'
.IdJ tVI?(ß nidJt was meIn Bräutigam hat?
Sel't nl?ufri:fj aDend im Lunapari - - - '
, Wir braudJl?n I?;'II? Rl?gil?r:mg, die starti
und unl?rDifffri:fj und faustgl?wandt ist
und stl?ts mit dl?m ,Nl?ril "~Sagl?n Dl?i dl?r Hand ist . .. "
, Dl?n Hauftll Lappen - was is das sdJon /
Heut hat dodJ jedl?r I1I? fump'gl? 'IriITion

r

, Was I11l?inl'n Sil', Hl?rr SeDl11idt, wie I?S Wird?"
haD mieD SeDon sooft im Ll?bl?n gl'irrt leD sagl? nie fj t s fnl?hr, idJ denH mIT m!?in 'II?I! ..

.Ich

18

.In Osterrl'li:fj rufl?n Sie immer bloß: ,HeilI"
, Wir zahfen seeDzig für vo/fe Pl?nsion . . '
,Nli:fj r f I? ehe 11 kann ieD dii?sl? Pllrson!'
,Dl?visl'n I Gewiß, SIe haDen rl'tbt.
ADer Satbwertl? seDl'lnl'n mir audJ 11I0t sdJfIleDt .
NidJt wel't vom Eingang, im dieDtl?n Getfröngl?,
Inmittl'n dl?r Ml?nge
steht I?inl? Dame »11'1 großl?m Hut,
l'lnl? 'FeseDl?
und ReseDl'.
Die Wangl'n gl?Tötet. (Vom stürmiscljl''' Bfut?
Von Marie Dorin? WI?r wllf I?S l'ntsdJl?itli?n I
Vil?ffeitbt ist es I?inl? MiseDung von bei d e n.J
Die Bl?ffadonnaaugen - im Wandern
vom einem zum andern haften auf l'iltl?»I patl?nfl?n Hl?rrn,
afs woflten Sie sagen: ,Dicli mÖeDt idJ gl?rn
maf lil?nnl?nfl?rnen, wl?nn's mögftm wärl?,
und - wenn I?S mögftm - in afür Ehrl?'
WIe seDat:! verfaufen die Bügl?(faltenl
WIe weiß er das Einglas sieDl?r zu halten I
HOeDragendl'r WUeDS und gl?wöfDte Brust bl?stimmf im Äußun und sefDstDi?wUßt daD!?i fl?ger, aDu nieDt safopp mit !?inem Wort: fotseDidi und Np top.
Jetzt hat aUeD I?r wOhf dil? Dalnl? entdl?dit:
E,n sl?ngl?nder Bfidi maeDt tieftn Effiit.
Sie rieDtl't di, Augl?n Dodenwärts
und preßt ihrl? Tawe ans pOeDl?ndl? Herz.
Da pfötzfidJ SeD,eDt der entzüdipndl? ,Wann
(0, Gottl) Sli:fj fangsam nähl?r hl?ran:
Sil' spürt seines Atl?ms HaueD im Gl?I1idi,
fast iörpl?rfieD fÜhlt sie dl?n sl?l1genden Bftäi.
Jl?fZt strl?(ft sie seIn Arm - nun Derührt Sie sl'in 'Fuß geseDah's aus Versehen? Ist l?oS ,un Gruß?
Dü SeDünenirümmung - ein Stoß - ein Rudi ganz deutfr0 war se,nes Körpers Drudi . . .
ErDI?DI?nd steht SIe, uSeDütfert da
und fragt sieD zagend, was ihr geseDah?
Die Bahnhofthaffl? .• SeDon drängt l'r hinaus,
vl?rseDwindl?t, taucbt unter: Dl?r Traum ist aus . ..
Dann jähl?s ErwaeDl?n - gl?stamml'ltes Wortein ScbTl?dil?nsscbrl?i: ,Meine 'IaseDe ist fort!'
Sie wiIT ihm foful?n - man seDil'Dt sieD herein.
Wl'r aeDtet auf ihre quäfendl? P!?in /
Von draußel1 ein rauher Kommandoifang:
,Si~ I Treten Sie mehr in den Mittefuang I APfahTl?n r Das Rattl?rn und Rassefn Deginnt.
Am 'Fl?nstl?r aDl?r steht I?lnl? und s,nnl:
,Den Mel1SeDen hatt' 10 nun bl?inah Ii'I?D Ein ganz gewöhnfieDl?r TaseDendieD I
DOeD Irog m,m der SdJ!?in, so trog I?r aUeD ihn Er Wird der rädJenden Hand I1Imt I?ntjlieh' n:
Das Ledl?r dl?r 'IaseDe ist erster Güte,
AITnn, ihr lnhaft, '1I'seDt afs lVIi? Blütl? . .. "
        
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