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Full text: Berliner Leben Issue 26.1923

Janrg. 26

I. eo He Ile r

Das Höchste war s. wa.' ich zu (,,'fIlmen wagte I"
Feliee meint: "Ich zweifle daran nicht,
tust du nur alles, was der Freund dir sagte.
Zur Buße mußt du vierzig Tage fa sten.
Kein Weib berühren während dieser Frist.
Auf einem Breit mußt du die Nächte rasten,
von dem der Himmel aus zu sehen ist.
Zur Buße mußt du vierzig Tage fasten!"
Don Puee/O jauchzte: ,,0, mei1l Freund Feliee,
ist es nur das? Das soll gar bald gescheh'n!
Ich will von meinem Breit nidlt Beatrice
und vierzig Tage keine and're seh'n!" Da lächelte voll Salbung Freund..f'eliee.
Und während Puecio auf seinem Brette
die Nächte lag und sich nicht fortgerührt,
ward süß in Beatrieens Ehebette
des Puecio Heiligkeit z um Sieg geführt.
Es ächzte Pueeio auf seinem Brette.
Die vierzig Nächte waren bald vorbei,
auch eine neue Bußzeit war gar bald ersonnen.
Als Pueeio fragte, ob er heilig sei,
ward ihm gesagt: "Du hast ja erst begonnen I"
Denn Paeeio war alt und dumm dabei.
Eis-Schokolade

Spremberg

InSan Panerazio, hört I Boeeaeeio erzählt,
da lebte einst ein Reimer, Puecio mit Namen,
mit Donna Beatriee war er vermählt
und Beatriee war die smönste aller Damen.
Ich bitte, hört, Boeeaeeio erzählt.

Wie lange Puceio noch auf seinem Brette
sich um den Ruf der Heiligkeit gequält,
wußte Boeeaeeio selbst nicht, denn er hätte
uns das gewiß auch gerne nodl erzählt.
Genug, er kam noch lang nicht in sein Bette,

Don Puecio war reim, dom dumm dabei,
und seine Dummheit kannte keine Grenzen.
Was WUllder, er verfiel der Frömmelei
und griff daher zu manchen Abstinenzen,
denn Puecio war alt und dumm dabei.
Ein junger Klosterbruder, Don Feliee,
war Freund des Pueeio, . wie es schon so Brauch,
er ging im Hause aus und ein und Beatriee
gefiel ihm sehr und - er gefiel ihr auch:
Der junge Klosterbruder Don Felice.
Unbändige Liebe lag in ihren Blicken,
doch küßte er nur ihre feine Hand,
weil, wie ein Posten, hinter ihren Rücken
Don Pueeio auf steter Lauer stand.
Ach, heiße Liebe lag in ihren Blicken.
Feliee schmiedete die tollsten Pläne.
Und eines Tags zog Pueeio er bei Seit'
und /lagte: "Freund, was ich für dich ersehne,
ist nur der Ruf und Ruhm der Heiligkeit."
So schmiedete Feliee tolle Pläne.
Don Pueeio hörte, was der Freund ihm saf(fe.
,.Und meinst du, daß der Papst mich heilig spricht?
Der Pfau

Spremberg

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