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Full text: Berliner Leben Issue 26.1923

Nr. 8

.fahrg.26
S chwc i ~cnd <.: n tnahm CI' ein klein es ( ,ram moph o n und C llit'
"-is tc mi t I' hlttc n.
:\hcr C I' heIc h war g(:~p annt, was das hedeu ten sollte
d cu tl'tc mi r. nic ht zu fragen . \~; ir ).!lI1gen wied e r hin auf Ic h
mu ßte mic h in dcn Klubs essel ~et z(' n .
,'v \cin Frt'u nd drehte das Gramm o phon ;tut un d sa!!te :
.,1.conl e. ein .: g roße Blondine mit braull ell c\ug.:n . 22 .l ,ihrc
a lt . T ochter eines Senators in
Hamhurg 6. ;\'\ ai IlJl7"
Friedrichstr. 80
Das (;rammup hon be~ann zu
~
un der ßehrenstra ß('
surren . kh hon;htc !!cspannt.
V orllchfll ,. ,;l e r
Da ertönte plotzlieh ein l.n! 5_UHR-TEE
zückend L'!'. h.: il juhelnder. halb
Tanz - Kabar e r
überra s chter Schrei
,, \Vas war es"''' fragte ich ,
höch st "erwundert.
.. D a s \\ ,I r Leo nJl: I" antwortcte e r ,l nLLl c htlg ...ll:tz t kommt
Liss\'. e me k lt:me. zicrlieh e Elfe. 27 .1 .illrc. au~ .lJussc ldort. Fr,LU
eines I-..unsthandlers. 17. Fehru a r IlJ2j" ",," iedel' erti>n tc nach
kur zer Z e it cil l Schrei , doch der war . ich ITH;ehte ~ " gen . ge I eifter. inn e rli cher ltlS der vorige . U nd so horte Ich nueh eme

.. Ah e r wie so ll ich da s \'crste he n /"
.. ~un. Ich hah e. um d ie Erinnerul1 ).! 1.11 ba n ne n, de n I\ l o me n !
fc~t!!eh"lten . in de nen ic h mell1e Jew e ili ge Freull d m - d u ~ c' h ein k 0 ~ t b a r C S (; es eh e n 'k e n t z u e k t e , ..
.. A ch <; 0 " . sa gte ich. l't W ll ~ zweifelnd . .,Das ist eine e ij,1cl1 'Irti!!c' Idc<.:."
.. i\ch s u') \ V'IS d acht t:st du')"
Ist das nicht der I\ \üh e
wert. l!esammelt zu werd e n '?"
... \lI e rdings .
Dafür
h iit te
Friedrichstr. 80
~e lbst ich Int eresse' Aber wie
l".. '
an d er B e},1cnstr"ß f!
hast du es a ngestellt')"
A b e /l d s 8 0. , U h , :
.. Ich hah e eill en kleinen Ph oDas große
nO l.!r aphen versteckt aU~).!t:st t: llt ,
Kabaret-Programm
d e r im entst:heidendcn ~\oment
le ll e : des Tonst ückes war sie
nirge nd wo zu gcbrauehen
noch nicht fertig. Immerhin,
sind als im Pardon, jemich störte das doch etwas.
der Ma nn wird das se ihst
Gehe n wir 111 ei n K,lharett,
wissen. { lnd des halh mache
sage id 1. Vera am üsie rt e sil:h
ich nur einen Gedanken s ehr, so sehr, daß si(' bei
Ein N ot izbl o,i<. poslka rtengroß, 2 Olm ditttc eine
wähnen, daß Ver" Sommer se hr klu g und gebildct war? Sie
Schwäc he für dunkle Zimmer .. . - Sie beglei tet e mi eh in
konnte übeT a lles sprechen, m e inte, daß Einstein mit seiner
m ein e \ 'v'o hnung. Bei einem Gla~e Lik ör - ich sage höflich.
Verjüngungstheorie U n s inn sei, denn s ie selbst ben~t ze niem als
keitshalber ein e m - klagte sie mir ihr Leid. daß sie so
aufgefrischte Sachen, d aß Dantc ~am: hubsehe Btld er ge malt
viel Lebe ns lust in sich sp üre. daß sie wirklich so viel F;ihighätte und d aß Goethe seinen Don C:arlos nte geschri eben hätte,
ke iten besitze. - aber das ware doeh alles nur Dilettantiswenn e r nicht in R om die span isc he n Ve rh ä ltnisse so gc na u
mus, ~blbheit. sie s uch e imm e r n ach einem Platz, d en sie
studiert hätte_ Sie half d en Männern üb er ihre a nfangli che
ganz ausflillt:n kö nn e, der gal17. ihrer Individualität entspräche.
Scheu hinweg, indem sie sich e infach in di e Gespräche ,mischte
und Fragen s tellte . l md wie
"Gnädige Fl1au", sugte ich,
sie fra gen konnte' [mm <:r stak
.,ich bin glücklich, Ihnen den
ein doppelter Sinn dahinter,
einzigen Pla tz, dl:r Ihren Fähigden s ie uns zu deuten üb e rließ.
keiten entspricht, zeigen zu
Sie war a uch seh r vie lseitig ,
ließen Sie sid, unsere Dümerlis!e,
können". _ . .. { : nd das wäre?"
enthaltend Bibliophiles , Kuriosa,
denn sie ha tte mit jedem im
Siu
engesmimt e, l.exika usw. nom
fraQte sie erstaunt. - Ich
in groBer Auswahl. Man
Klub ein kleines, obedläehnimt komm e n ? Verlangen Sie ~ ofor[
ö ft'nde die Tür zum Schlafverlange Probesendung
liehes Verhältnis. Mit mir auch.
gegen Rückporto . FERD. ACKER
Verlag WOLFACH i. BADENt3
zimmer. -- - " Bitte" , sagte ich.
Außerdem war sie verheiratet.
kbUB81ach 119, Hamburg lI&

HPRINTATOR"

DER DAUER-NOTIZBLO CK

FRED PELZ :::: MAGDEBURG

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1J)arum
        
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