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Full text: Berliner Leben Issue 26.1923

.Janrll·26

Nr.8

Garten. Ein Flüstern, ein leises Stiihnen
und Seufzen nur scheint einige Zeit später
durch die Bü:;che und Bäume zu gehen.
Jctzt nähern sich wieder eilige Schritte.
Hastige Händc pochcn an die Tür des
Pavillons.
,.Madame. Ihre Majestät die Königin - - wartet im blauen Salon."
Die Herzogin zieht die Brauen zusammen. Sie glauhte sich vor jeder Störung sicher. Ihr Gemahl speist zur Nacht
beim Grafen d'Orville. Sie selbst war. wie
sie ihrem Gatten angegeben. im Hotel
Ramb ouillet gewesen. hatte freilich sehr
bald die dort versammelte Gesellschaft
von Schöngeistern verlassen. um in die an
der Straßenecke wartende Sänfte des Marquis von Miossens zu schlüpfen.
Und jetzt dieser unvermutete hohe Besuch! Doch Majestät könnte ungeduldig
werden. Der Atem der Zofe fliegt.
Oie Herzogin schrcitct gefaßt auf ein
Gobclin zu. das die Wand bis zu Manneshöhe bedeckt und schickt sich an. die Hand

Erotische
Edelsteine!

auf einc kaum wahrnehmbare Erhöhung zu
legen .
..Madame. - - hltte Madame. Soll ich
dcn Herrn Marquis nicht lieber durch die
Ga rtenpforte führen?"
Die Herzogin sicht Ninette verwundert
an. schüttelt den Kopf und drückt gleichzeitig auf den unter dem Stoff verborgenen
Knopf. Das Bild schiebt sich zur . Scite,
ein kleines Gemach wird sichtbar. aus dem
- - eine gedrungene Männergestalt langsam heraustritt - der Ht:rzog.
Die Herzogin stiert ihn entsetzt an. Dann
fällt ihr Blick auf Ninette, die lächelnd,
fast schadenfroh die bciden Gatten mustert.
U nd nun leuchttt .es in ihren Augen.
.,Madame!!"
.. Was steht zu Diensten, Sir?"
Ihre Blicke prall en aufeinander.
Dann
ve rläßt dcr Herzog stumm den Pa villon.
Am nächsten Tagc hidt ein hochhepackter Reisewagen 'vor dcm herzoglichen
Palais. Der Ht:rzog von Sevres verließ mit
seiner Gemahlin die Stadt. um sein in der
Pikardie gelegenes Landgut zu beziehcn.

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EIn e o r 19 in e (( e Samm(ung
Es gibt im Leben manches Mal Momente
.. Auch die können einem verloren gehen!"
wo man dies und das und jenes sammel~
antwortete ieh, ohne zu ahnen, daß er es
könnte - .- - Hilder, Briefmarken. A utoernst meinte.
gramme. Geweihe. Lie h esbride, Taschen.
D a führte t:r mich in das Panzergewölbe
seiner Bank und öffnete den geheimsten
tücher, Strumpfhänder, Locken. Blind·
seiner Ceheimschränke.
:lärme. Dollars. Schweizer Franken, - alles
findet seine Liebhaber. Ich hin von
dieser Passion. wie
von jeder anderen
Leidenschaft, vollkommen frei; den
Tropfcn Peda nterie, dc r darin liegt.
geht mir gegen das
Blut.
Viellci eht li egt es
daran. daß ich dic
Sammeltätigkeit
meines Freundes,
des Bankdircktors
D. in B., für ein
wenig verriiekt
haltc. - Die schönen Augen. in denen es jetzt vor
Sch reck jäh aufge c
zuckt hat, mögen ·
sich beruhigen; Ich
nenne keinen Namen; ich bin diskret. Ich h atte für
meine · "Lieder an
Eva" ein unerwartet hohes Honorar
erzielt - einer der
seltcnen Fälle. daß
Amor einem aus
seinem Köcher
Geld a uf den Tisch
ich üttct, statt daß
man es ihm hineinstecken muß! Mautwurfmantel
und fragte nun
mit großem Shalkragen
meinen Freund um
Rat, wie ich mein
Kapital verwenden
sollte.
,.Lege es in ~r­
ROBERT GROSZ
innerungen an ,
sagte er lachend, '
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