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Full text: Berliner Leben Issue 26.1923

N r. 6

Johrg.26

schneiden zu bringen, nur, um dann auch sei ne n Spaß daran
zu haben? end dann. als ich ein Backfisch wurtle. lehrte
man mich ~ da nicht. mit meiner kindhaften Lustigkeit zu
kokettieren, um a11 die ältercn Herren, Freunde des Hauses,
zu ergötzen? War ich da kdn dummer August? Und dann

~esser. cin guter dummer A ugust zu sein, als irgend so ein
Schmierenkomödiant, der auf dcm Vorstadttheater in Kyri tz
an de r Kn at te r de n Romeo spielt. :'\licht ll Uf das fach komm t
es an, sondern auf die Leistungen, dcn Erfolg. Und Sie haben
recht. verehrter Herr: es ist nicht das Schlechteste im Leben,

RO~
v:o~V:O
~

Schöne Frauen!

Friedrichstr. 80

an ihr Behreltstraße

Vornehmster

5_UHR-TEE
Tanz. Kabar.t

,

Ab.

·Friedrichstr.80

an der Behretutraße

11

d. bll,

(f

h r:

In 60 Meiaterbildem auf Kun.tdruck u . vollendeter
Prei.. Mk. 2500.- Nachnabme

Das große
Kabaret-Programm

Buc:hauutattuDlr'

Bumversand Elaner, Stuttgart, Schloßslr. 57 B.

später, als mich die guten Bekannten einluden, mit Worten,
seinen Mitmenschen ein paar vergnügte Stunden zu bereiten,
die gar so 'sehmeichelhaft klangen, war es da nicht auch oft
ihnen Heiterkeit zu schaffen inmitten all der nüchternen
nur das Bestreben, eine gute Nummer in ihrem Programm
Misere des Alltags, ihnen mit einigen dummen Witzen über
zu haben? Das Publikum in ihr e m Zirkus. den sie ganz
Kummer und Sorgen, über Herzeleid und Heimweh hinweg.
fein Salon nannten, wollte uno
zuhclfen. In ihren Augen die
terhalten sein und amüsiert,
Sonne hervorzuzaubern
und
und man engagierte sich ei·
auf ihren Lippen das Lächeln.
Dr. rned. Da m m a D DS Hellaos' aU e n
Hau.- GeschlechtS-. Frauenleiden
Wenn es auch manchmal nur
nen dummen August, der mit
d. Syphilis elUch ohne E i n:; p ritzung
Komödie ist. Man kann so viel
seinem sprühenden Tempera.
S C HNELLKUR
im Leben. wenn man ein Ziel
d. Gonorrhoe u. AusfI. nach PoHze iorz f D r . Dreuw
ment,
mit
seinem
vielen
ohne Beruf55rörun g
hat und einen Zweck, und den
Schnickschnack
und
seiner
Potsdamer SIr. 123b. Friedrlchs'ra.6e 81
Gedanken. es verlohnt sich
1111
,
Könlgslr.56157.
9-12,4-7,
SonntagsiO-12
ungehemmten Lustigkeit die
=
fJSf1llrc ua iII Iiligsml. llign. IDOl;. KiJlit. lra!u. " .... =
der
Mühe. Nich t wahr. Herr
Pausen zweckentsprechend aus·
Chefredakteur?
füllte. Man lachte, man apo
l: nd damit leben Sie wohl, mein Herr! Sie sollen in Zukunft
plaudierte, und man gab ei ne glänzende Rezension. Auch
mit mir zufrieden sein, mit dem dummen August, der seinen
die Mii nner brauchten ihren dummen August, und ihre Ga~e
Beruf e rnst nimmt und d er sein Publikum erfreuen möchte,
war gut.
weil er es lieb hat.
Stets d ie Ihrige !
Abe r schließlich - eine Schande war es nicht, und es ist

SPEZIALARZT

8'''11'

Vorspruch

'Fürs Stammbuch
Venus ßomt dm 'Frauen
affen
eine Perfe in das Leben.
Smönheit hat sie hofd der
Einen,
Anmut - M(1jestät und
Güte ZaUber - rosg' e Tunendbfllte,
Lieoreiz nom lin trotz'gen
Weinen,
einer andern zu gi'./affen,
gnadig 111it zur Welf
gelJeben. ADer Auserior' nen nur
im Lieoen
hat sie Tuue in das Herz
geschrieOen.
J Gf'IIettsleitt

*
Eine 'Frau werdet ihr
nie Ohne eine Antwort
finden, es ware denn, ihr
fandet sie Ohne ZunlJen.
S60MSpeOTt'

*
Die 'Frauen sind IMtse!,
aber nur wenige sind - P",isratsef.

24

Affe

/Ul-clt.elxäk/t

<>0 /1.

.9'rcvrt-cvrt-J

*

WeiSheit meines
Lebens
hat das Eine mim ge#
fehrt:
Lieb' ist sterbfich I Ganz
vergebens
hoffit du, daß die LieDe
währt!
Bist du treu, sie famen
deiner,
andern wie die Moden
s/(fj,

änderst du dim, ie(ji gemeiner,
e{forsiimt'lJer Neid um
di(fj.

*
9,'äc!t.t'fle cf!k,."tattIN'1!
!J'e"ckmaclwo// ~tUeJell'
.9reid, -18000,- 5'ILal'k

Drum vermeide HJ'mens
'Faffe,
hOjfo nie: ein Weib sei
dein I
ADer fleb' und tausme
affe,
Um nicht se/ost getäuslht
zu sein.
Koromsitt

ALMANA C H · VERLA G BERLIN
SW 61. BELLE · ALUANCE·PLA TZ 8

Die 'Frauen neb,n immer
m,hr, afs sie verspremen"
die Manner machiln es
umgei,hrt.
        
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