Path:

Full text: Berliner Leben Issue 25.1922

18 
PIERROTS KLAGE 
Laß midi träumen, laß mich singen: 
Pierrette, idi liebe dich! 
Weiß doch, deine Arme sdilingen 
um des Andern Nacken sich. 
Deines Kleides bunte Schleifen 
löse i q h dir nicht zur Nadit, 
und des Andern Hände greifen 
nach dem Sdiatz, den ich bewacht. 
Deines Haares seidne Wellen 
fledit’ ich nicht am Morgen dir — 
nur, wenn Lust du hast, zu quälen, 
dann rufst du gesdiwind nach mir! 
ln allen einschläg. Geschäften sind Gratisproßen zu haben; wo diese nicht er hält l, wolle man sich an die alleinig. TaBrihant. Sanatoi Werbe A. G, Tr an Bf ui t a. M., wenden. 
Drück’ mein Haupt an deine Brüste, 
wühle midi in deinen Schoß, 
mühsam nur verborgne Lüste 
werden flammend in mir groß. 
Und ich pack’ mit beiden Händen 
in die Spitzenflut hinein — 
da läßt jäh das Spiel du enden — 
und bestürzt bleib ich allein . . . 
Nebenan hör’ idi didi lachen, 
geh hinunter an die liir, 
deinem Liebsten aufzumachen, 
und geleite ihn zu dir — — 
Mag ich stumm die Hände ringen, 
ach, dein Bild bleibt doch um midi! 
Laß midi träumen, laß mich singen: 
Pierrette, ich liebe dich! PaulK. Hensef.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.