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Full text: Berliner Leben Issue 25.1922

Tänzerinnen 
\ Tan hat oft über unser 
JL V X Zeitalterder »tan 
zenden Nymphen« ge 
spottet, sehr mit Un 
recht. Denn ob 
wohl von der un 
geheuren Schar 
der Jüngerinnen 
Terpsichores, die 
sich in jeder Saison 
vor das erstaunte 
Publikum wagt, nur ganz 
wenige den göttlichen Fun 
ken der wirklichen Kunst in 
sich spüren, kann man doch 
von diesen wenigen tief 
empfundene, in Har 
monie aufgelöste 
Musik er 
leben. 
Phot.: 
Verfaß. 
M?. E. Mörfins. 
Lya Mara. 
Die modernen Tänzerinnen, 
die über dem Durchschnitt 
stehen, sind selbst 
künstlerische Indivi 
dualitäten, von de 
nen jede ihren 
eigenen Stil, ihr 
eigenes Motiv 
hat. Ich erinnere 
nur an Tamara 
Karsawina,die uns vor 
einiger Zeit mit allen 
Feinheiten ihrer fabelhaft 
routinierten Kunst beglückte. 
Aber wir brauchen nicht nur auf 
den aufs höchste kultivierten 
Tanz der Russin hinzu 
weisen, auch Frau 
Ellen Pe^ vom Pe^- 
Kainer - Ballett 
zeigt uns voll 
endete Kunst. 
Lucy Kiesel 
hausen, die 
schöne Wie 
nerin Maria 
Ley, deren 
geschmack 
volle Kostüme 
von Professor 
Hedda Siemensen. 
Wimmer, dem Leiter 
der Wiener Werkstätten, entworfen wurden, 
Inge Rosen, das grazile frühere Mitglied des 
Balletts Charell, zeigen uns immer neue Wunder 
auf dem Gebiete der Charaktertänze. Immer neue 
Motive wachsen aus den kapriziösen, oft aber schon
        
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