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Full text: Berliner Leben Issue 25.1922

kleidet, dann brauchte mein Freund keine blanken Anzüge 
zu tragen. Es ist Ehrensache für ihn, seine Freundin 
erstklassig auszustaffieren. Elfi ist auch so gut und dankbar. 
Sie könnte doch mit einem von den eleganten Filmflaneurs, 
Und dann treffen wir einen Photographen, der gern be 
reit ist, die Elfi im Bilde festzuhalten. Irgend eine Ecke des 
Filmgeländes ist zu einem altdeutschen Städtchen gewandelt. 
Der Photograph plaziert das Mädel in eine Ritterburg, wo 
ln 
alten einschlägigen 
Geschäften sindGratisproBen zu Baben; wo diese nicht erhältlich, wolle man sich an die alleinigen Taßrihanten 
Sanatol Wer he A.G., Tranhfurt a. M„ unter Beifügung des Büchportos wenden. 
die uns dutzendweise begegneten, losgehen un en s a 
bigen Schani stehen lassen. Diese Gedanken ese i 
dem Manne an meiner Seite, der ganz vergessen at, 
was die Kleine ihm verdankt, von der Stirn. Aber ge 
treulich trippelt sie neben ihm her, und doppelt zärtlich 
drückt er ihren Arm. 
aus spitzgiebligem Fenster ein blondes Köpfchen leuchtet. 
Vor das Fenster wird Schatji gestellt. Auf halbem Wege 
begegnet nun ihr himmelblauer Märchenblick seinem dunklen 
Sehnsuchtschimmer. Ich fühlte, daß es Zeit ist, die beiden 
allein zu lassen. Also drücke ich mich und denke, wie gut 
es doch so ein „Süßes Mädel“ hat. Carmen. 
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