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Full text: Berliner Leben Issue 25.1922

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E s war gegen 11 Uhr vormittags. — Ich läutete, reizenden, schicken Hilde Ohnesorg hatten wir uns 
mir wohl bewußt, daß die Besuchsstunde noch nicht gesehen, also fast ein Jahr, 
nicht gekommen, aber, du lieber Himmel, bei Freund Nun saßen wir in seinem gemütlichen Zimmer, ich 
ln allen einschlägigen Geschäften sindGratisproBen zu haben; wo diese nicht erhältlich, wolle man sich an die alleinigen Taßrifianten 
Sanatoi Werbe A. G„ Tranbfurt a. M. f unter Beifügung des Rückportos wenden. 
Ernst brauchte ich wahrlich nicht so formell zu sein, 
zudem kam ich direkt von der Bahn, war ausge 
froren und ofenhungrig. — Ernst öffnete selbst, und 
in den Armen lagen sich beide, nämlich Ernst und 
ich. — Die Freude! — Seit Ernsts Hochzeit mit der 
sah immer und immer nach der Tür, erwartend, daß 
die kleine Frau nun eintreten müsse, aber wir saßen 
und erzählten, und Viertelstunde um Viertelstunde 
verging — sie kam nicht. — Ernst verließ alle fünf 
Minuten das Zimmer, kehrte wieder und jedesmal
        
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