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Full text: Berliner Leben Issue 24.1921

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SINKENDE 
GROSSEN 
U ns, die wir inmitten der 
Dreißiger stehn, wird die 
Liebe zu Gerhart Haupt 
mann nicht aus dem 
Herzen zu reißen sein. 
Wir haben, fast 
Kinder noch, die un 
vergeßlichen Weber- 
aufführungen erlebt 
und den „Fuhrmann 
Henschel“ und den 
„Florian Geyer“; und 
als werdende Jüng 
linge genossen wir 
„Das wehe Wunder“ 
Michael Kramers. 
Wir haben, als reife 
Männer schon, aber 
doch mit aller Ein- 
, Orßeffo" im Großen Scßauspiefhaus. 
Pßotos: Zander «£) Laßisdj. 
auch „Die Jungfrauen vom Bi 
schofsberg“ und „Die Ratten“ 
und „Kaiser Karls Geisel“ 
und Schillings „Flucht“ 
seitdem,oftschaudernd, 
mitmachen mußten: 
wir werden nicht irre 
in unserer Liebe. 
Aber am schwer 
sten wars diesmal. 
Dieser„PeterBrauer“ 
- jeder Max Dreyer 
könnte sie verbro 
chen haben, diese 
klägliche Geschichte 
vom schäbig auf 
schneidenden Dilet 
tanten, dem das 
Glück blühen könnte. 
drucksfähigkeit noch der Jugend, „Emanuel wäre er einmal, einmal nur ein Mann. Das 
Quint“, den wohl schönsten Roman unserer kann, von Meisterhand straff geformt, ein 
Zeit, weihebebend miterlebt. Und wenn wir wundervoller Tragikomödienstoff sein. Und 
wurde ein 
klägliches, 
undefinier 
bares dra 
matisches 
Etwas, in 
dem ganz, 
ganz 
selten der 
Dichtender 
menschli 
che See 
lenkünder, 
leise zu 
hören war. 
Im ganzen 
war es ein 
Erdenrest, 
zu tragen 
peinlich, 
ohne see- 
lischeOlie- 
derung, 
Szene aus dem 1. Aßt von m Peter Brauer”. 
Jaßoß Tiedkc. Hermann Vadcntin 
ohne dra 
matischen 
m Die Jremde c lrau 
Rosa Vafetti. 
in der Tnßune. 
Rider.
        
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