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Full text: Berliner Leben Issue 24.1921

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7büfine.ii~ 
E in wahrer Premieren- 
sturm setzte in dieser 
Saison auch auf dem 
Gebiete der leichten 
Muse ein. Überall wurden 
Operettennovitäten an 
gekündigt und gingen 
mit Erfolg über die 
Bretter, die für einen 
großen Teil des Berliner 
Publikums die Welt be 
deuten. Musikalisch ist 
viel Spreu unter dem 
Weizen. Aber alle musi 
kalischen Schwächen 
werden durch eine ge 
radezu feenhafte Aus 
stattung zugedeckt. Wo 
das Ohr zu kurz kommt, 
kann das Auge schwel 
gen. 
Die liebenswürdigen 
Persönlichkeiten unserer 
führenden Operettendiven 
finden den nötigen Kon 
takt mit dem Publikum 
nicht allein durch die 
schmissig hingeworfenen 
Schlager, sondern vor 
allem durch die gerade 
zu unnachahmliche Grazie, 
Alice Hecht/ in der Operette „Königin der Nacht“. 
Phot.: Atelier Schneider. 
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mit der sie die neuesten 
Schöpfungen unserer Mo 
deindustrie vor Augen 
führen. Man sieht, daß 
diese temperamentvollen 
Frauen auch im gewöhn 
lichen Leben gewohnt 
sind, elegante Kleider zu 
tragen. An der Spitze 
marschiert natürlich »un 
sere« Massary, wegen der 
allein es sich schon lohnt, 
das Berliner Theater auf 
zusuchen. Bei ihr fiel be 
sonders die geschmack 
volle Braultoilette im 
lebten Akt auf. — Alice 
Hechy veranstaltet im 
Neuen Operettentheater 
jeden Abend eine richtige 
Modeschau und die Wahl 
fällt schwer, welches der 
Kleider am schönsten ist. 
Im Wallnertheater tritt 
als Gast Frau F.mrny 
Kosary auf, die durch ihr 
Temperament, ihre schöne 
Stimme und durch ihre 
geschmackvollen Toiletten 
das verwöhnteste Publikum 
begeistern muß. H. M. 
Phot.: Sandau. 
Emmy Kosary als „Nixchen“ ■ 
Fritzi Massary als 
Verlag W. J. Marlins. 
„Prinzessin Olala“. 
Phot.: Schenker.
        
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