Path:

Full text: Berliner Leben Issue 24.1921

8 
das zum ersten 
mal auf der Insel 
gelaufen wurde und 
teils alsBauern-, teils 
als Herrenreiten eine Trude Hesterberg. 
große Beteiligung anf- 
wies. Eines der Rennen 
gewann eine Berlinerin, Fräulein Hilf, überlegen mit vier 
Längen. Das Bild des Rennplabcs war nicht nur ein 
ungewöhnliches, sondern auch höchst amüsantes. Der von 
der Freiwilligen Feuerwehr gebildete Kordon, aus uralten 
Fischern bestehend, umsäumte den Weg zwischen Westerland 
und Wenningstedt, bunte Fahnen flatterten im Winde und 
bezeichneten das Geläuf, und die unter dem Vorsifj des Ge 
nerals von Reuter stehende Rennlcitung hatte bis zur Ziel- 
Pfiotos : Pförtner, Westerland. 
Strandquartett. 
Trau Kdg Udstein, 
Gewinner in im 
Damen* Einzelspiel 
des Tennis= Turniers. 
Die Moden/iiinstferin 
Tränzis Reyersßacb. 
Photographie alles Er 
denkliche aufgeboteu, 
um das Rennen 
möglichst sportsmäßig 
zu gestalten. Der Renn 
platz in einer Dünen 
niederung war mit pri 
mitiven Holzbänken und 
Stühlen, mit einigen 
Zelten und der Kur- 
kapclle in eine regel 
rechte Rennbahn ver 
wandelt worden, und 
unter dem Publikum 
war eine Reihe be 
merkenswert schöner 
und eleganter Frauen 
Lori Leux in einem 
Badeftostüm aus braunem 
Chiffon. 
D ie Hochflut von 
Gästen,dieindie- 
sem Sommer die Nord- 
scebä 1er überflutete, be 
ginnt abznflauen, aber 
die Ebbe setjt nicht 
plötzlich ein; noch kurz 
vor Toresschluß kommt 
eine Anzahl Berliner per 
Flugzeug oder Dampfschiff angesetjt, um in aller Eile 
noch 14 Tage komprimierter Erholung zu schaffen 
und sich den lebten Schliff für die Winfersaison anzu 
eignen. Und die Badeverwaltungen machen noch 
einmal besondere Anstrengungen, an Vergnügungen 
alles bisher Dagewesene zu überbieten. 
So konnte man in diesem Jahre in Westerland auf 
Sylt die Tatsache eines } 5 ferderennens verzeichnen.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.