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Full text: Berliner Leben Issue 21.1918

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Erinnerungsblatt für Ernst Kraus anlässlich seines 25jährigen 
Bühnenjubiläums. 
(Stehend): Hauptmann Dörpfeld. Generaldirektor Schipmann. Kgl. Opernsänger Slammer. Architekt Rockslrohen. ^ ot rl ’ ’ ar 0 leu " re - 
Stabsarzt Dr. Franke. Paul Ressel. Oscar Bluth. Fritz Alves. Geh. Reg-Rat Glatzel. (Sitzend): E. Kielt. Albert 
Krause. Ernst Kraus. Generaldirektor G. M. Franke. Kammerpräsident Künzig. R -A. Dr. Zborowski. 
Mit einer Festvorstellung von „Tristan und Isolde“ im Kgl. Opernhause ehrte am 26. v. M. die General-Intendantur ihr bewährtes Mitglied, den Kammersänger Ernst Kraus anläßlich seines 
25]ährigen Bühnenjubiläums. Rauschender, nicht endenwoilender Beifall lohnte nach jedem Akt die meisterhafte Leistung des Jubilars, dessen Tristan einzig in seiner Art ist. Nach einem Albert 
Niemann ist der Heldentenor Ernst Kraus und seine ausdrucksvolle Darstellungsweise Wagnerscher Heldengestalten von keinem erreicht worden. Unzählig sind seine Verehrer, die er sich 
durch 22 Jahre an unserem Opernhause ersungen. Seine Gastspielreisen führten ihn zu wiederholten Malen über das große Wasser, wo sein hoher Tenor dieselbe Bewunderung fand, wie 
bei uns. Aber Ernst Kraus ist nicht nur Sänger, er ist als echter Sohn der Berge auch ein großer Freund der Geselligkeit und viele Freunde hat er sich während seiner 22jährigen Tätigkeit 
hier in Berlin erworben. Mit großer Liebe hängt Ernst Kraus seit seinem ersten hiesigen Auftreten besonders an einer Vereinigung, der bedeutende Vertreter der Literatur und Kunst, wie 
Julius Stinde, der Verfasser der „Familie Buchholz“, Ernst Sucher, der unvergessene Kgl. Kapellmeister u. A. m. angehört haben, der geselligen Vereinigung ,,H. S.“ Hier im engsten Kreise ist er nicht 
der königliche Sänger, sondern der temperamentvolle Erzähler auf den Gebieten der Kunst, des Sports und der Politik und besonders die letz'ere ist Schuld daran, daß er mit manchem Freunde zu 
mitternächtiger Stunde einen harten Strauß ausgefochten hat. Unser obiges Bild zeigt die Jubiläumsfeier im engsten Freundeskreise nach der Tristanaufführung in der Spinnstube des bekannten 
Kgl Hof-Zimmermeisters Albert Krause, der sich zu den ältesten Freunden Kraus’ rechnen darf, ln vielen Reden wurde hier der Jubilar bis zum dämmernden Morgen als Sänger und Freund gefeiert 
und ihm zur Erinnerung nebenstehendes vom Architekten Rockstrohen kunstvoll ausgeführtes Gedenkblatt überreicht.
        
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