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Full text: Berliner Leben Issue 21.1918

geraubt. Von Haus und Hof vertrieben, Mann, Weib und 
Kind auseinandergerissen, durch jahrelange Gefangenschaft 
an Leib und Seele zermürbt, gehen sie bitterster Not ent 
gegen, wenn sie Deutschlands heimatliche Erde je wieder 
betreten werden. 
Gebrochene Menschen, vernichtete Existenzen gilt es 
wieder aufzurichlen! 
Der Not aller Schwergeprüften Kolonialdeulschcn 
zu steuern, dazu dient die Kolonialkriegerspende. 
Wo staatliche Fürsorge nicht ausreichen kann, da soll 
sie helfen. 
Was deutscher Fleiss in 30 Jahren rühriger Kolonial 
wirtschaft aufgebaut halte, ist ein Raub der Engländer, 
ihrer weißen und farbigen Hilfsvölker geworden; zerstört 
hegen blühende Pflanzungen, reiche Farmen, der Stolz 
unserer Landsleute, die Früchte ihrer Arbeit. Und um 
das Unglückslos unserer schwer heimgesuchten Brüder in 
Uebersee zu vollenden, wurden sie vielfach in eine 
barbarische Gefangenschaft forlgelrieben, die vielen von ihnen 
Leben und Gesundheit kostete. Ihnen zu helfen, die Wunden 
zu heilen, die der Krieg den wackeren Vorkämpfern in 
Neu-Deutschland geschlagen hat, ist eine Ehrenpflicht eines 
jeden Deutschen. Nähere Auskunft uud Entgegennahme von 
Spenden erfolgt durch die Geschäftsstelle der Kolonial 
krieger-Spende „Opferlag“, Berlin W. 8, Mauerstr. 43/46. 
Aufruf! 
Von allen Deutschen, denen der Krieg grausame Wunden geschlagen 
hat, hat das bitterste Los unsere Kolonialdeutsche getroffen. Der Boden, den 
sie mit ihrem Schweiss und Blut gedüngt, ihre zweite Heimat, ward ihnen 
Zu den Opfertagen für die Kolonialkrieger-Spende am 17. und 18. August.
        
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