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Full text: Berliner Leben Issue 18.1915

Jllustrierte Kriegs-Chronik des „Berliner Leben 
U 
24. September. Ein südlich des Kanals von La Bassee 
angesetzter Angriff weisser und iarbiger Engländer 
scheiterte bereits in unserem Artilleriefeuer. — (Oestiicher 
Kriegsschauplatz.) Heeresgruppe des Generalfeld 
marschalls v. Hindenburg. Südwestlich von Lennewaden 
sind die Orte Rose und Strigge, die vorübergehend 
geräumt waren, wiedergenommen. Vor Dünaburg 
wurden nordöstlich von Smelina weitere russische 
Stellungen gestürmt und dabei etwa 1000 Gefangene 
gemacht. Unsere bei Wilejka in der Flanke der zurück 
gehenden Russen befindlichen Kräfte stehen in hart 
näckigem Kampfe. Starke russische Angriffe hatten an 
einer Stelle vorübergehend Erfolg; dabei gingen mehrere 
Geschütze, deren Bedienung bis zuletzt ausharrte, ver 
loren. Die dem weichenden Gegner scharf nach 
drängende Front hat die Linie Soly—Olschany—Traby— 
Iwje—Nowogrodek überschritten. Heeresgruppe des 
Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Der 
Widerstand des Feindes ist auf der ganzen Front ge 
brochen. In der Verfolgung ist der Serwetsch-Abschnitt 
oberhalb von Korelitschi sowie der Szczara-Abschnitt 
nordwestlich von Kraschin erreicht. Heeresgruppe des 
Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Die vorgeschobenen 
Abteilungen nördlich und östlich von Logischin wurden 
vor einem umfassenden russischen Angriff hinter den 
Oginski-Kanal und die Jasiolda zurückgenommen. Sie führ 
ten dabei zwei Offiziere, hundertMann Gefangene mit sich. 
Die Zeichnungen auf die dritte deutsche Kriegsanleihe 
haben eine Summe von 12 Milliarden 30 Millionen er 
bracht. Die erste tünfprozentige Reichsanleihe brachte 
4500, die zweite 9000 Millionen. 
25. September. (Westlicher Kriegsschauplatz.) Auf der 
ganzen Front vom Meere bis an die Vogesen nahm 
das feindliche Feuer an Stärke zu und steigerte sich 
östlich von Ypern, zwischen dem Kanal von La Bassee 
und Arras sowie in der Champagne von Prosnes bis 
zu den Argonnen zu äusserster Heftigkeit. Die nach 
der zum Teil fünfzigstündigen stärksten Feuervorbe 
reitung erwarteten Angriffe haben begonnen. Zwischen 
den Bahnen von Ypern und Roulers und nach Comines 
stiessen die Engländer heute früh vor. Ihr Angriff ist 
auf dem Nordflügel erst nach Nahkampf vor und in 
unserer Stellung bereits abgeschlagen. Ferner greifen 
sie nordöstlich und südöstlich von Armentieres und 
nördlich des Kanals von La Bassee an; sie versuchen 
dabei die Benutzung von Gasen und Stinkbomben. 
Am 23. September abends drangen, wie nachträglich 
bekannt geworden ist, die Franzosen in unsere zer 
schossenen Gräben bei Souchez ein. Sie wurden sofort 
wieder hinausgeworfen. Gestern wurden sie abermals 
bei Souchez und beiderseits von Neuville zurückge 
schlagen. In der Champagne, von Prosnes bis zu den 
Argonnen, erfolgten französische Angriffe, die an den 
meisten Stellen abgewiesen wurden. Zum Teil wurden 
sie bereits durch unsere starke Artillerie zum Scheitern 
gebracht, zum Teil brachen sie erst wenige Schritte vor 
unseren Hindernissen im Feuer unserer Infanterie und 
Maschinengewehre zusammen. Die zurückflutenden 
feindlichen Massen erlitten im heftigsten Artillerie- und 
Maschinengewehrfeuer sehr erhebliche Verluste. An 
einzelnen Punkten der Front ist der Nahkampf noch 
im Gange. Ein schwacher französischer Vorstoss auf 
Bezange-Ia-Grande (nördlich von Luneville) halte keinen 
Erfolg. (Oestiicher Kriegsschauplatz.) Heeresgruppe 
des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Russische 
Angriffe südwestlich von Lennewaden sowie bei Wilejka 
und Rabun wurden abgeschlagen. Unsere Angriffe in 
der P'ront südlich von Soly werden fortgesetzt. Die 
Russen setzen unserem Vordringen in der allgemeinen 
Linie Smorgon—Wischnew—westlich von Saberesina— 
Djeljatitschi (an der Einmündung der Beresina in den 
Njemen) noch Widerstand entgegen. Bei Friedrich 
stadt schoss ein deutscher Flieger ein russisches Flug 
zeug herunter. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 
Prinz Leopold von Bayern. Nördlich von Korelitschi 
wehren sich die Russen hartnäckig; unsere Truppen 
stürmten die Stadt Negniewitschi (nördlich von Nowo 
grodek) und schlugen mehrere starke Gegenangriffe ab. 
Oestlich und südöstlich von Baranowitschi ist unser 
Angriff aut dem Westufer der Szczara im Vorschreiten. 
26. September. (WestlicherKriegsschauplatz.) Die Kämpfe 
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