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Full text: Berliner Leben Issue 17.1914

S. M. kleiner Kreuzer „Karlsruhe“. 
phot A. Renard, Kiel. 
Von welchem hervorragenden Offensivgeist unsere Flotte im Gegensatz zu der englischen Marine, die sich mit ihren Schiffen aus den schützenden Hafen bisher nicht hervor wagte, erfüllt ist, davon legen nicht nur die kühnen laten unserer Untersee- und 
1 orpedoboole in der Nord- und Ostsee beredtes Zengnis ab, sondern mehr noch die unermüdliche Tätigkeit unserer Auslandskreuzer. Abgeschnitten von aller heimatlicher Zufuhr, ohne jeden Stützpunkt, operieren sie mit ausserordentlichen Erfolgen in 
den fernen Meeren, Trotz ihrer kleinen Zahl haben sie es fertig gebracht, den Nimbus von der meerbeherrschenden englischen Seemacht gründlich und für alle Zeilen zu zerstören. Das unter der Führung des Vizeadmirals Grafen von Spee stehende 
oslasiatische Kreuzergeschwader taucht nach einer beispiellos schnellen Fahrt durch den Stillen Ozean mit unerwarteter Plötzlichkeit an der chilenischen Küste auf, greift die dort versammelten britischen Seestreilkrafte an und vernichtet in der Seeschlacht 
bei Coronel die beiden englischen Panzerkreuzer ,,Monmoulh“ und „Goodhope“, wahrend sich der kleine Kreuzer „Glasgow“, schwer beschädigt, nur mit Mühe und Not durch eilige Flucht zu retten vermag. Die an den amerikanischen Küsten 
stationierten kleinen Kreuzer sind der Schrecken unserer Gegner, ein feindliches Handelsschiff nach dem andern wird von Ihnen in den Grund gebohrt. Der Gedanke, dass bei den bestehenden ungleichen Starkcverhallnissen nur ein ganz besonderer 
Glückszufall sie vor dem Untergang bewahren kann, spornt die Kommandanten und Besatzungen zu immer grösserer Tätigkeit an, uns zum Segen unseren Feinden zum Verderben. Im Atlantischen Ozean ist besonders der kleine Kreuzer „Karlsruhe 
von ausserordentlicher Rührigkeit, eine grosse Anzahl ansehnlicher englischer Dampfer sind von ihm bereits genommen und der Schaden, den er Englands Handel beibrachle, zählt nach vielen Millionen.
        
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