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Full text: Berliner Leben Issue 16.1913

Der Kirchgang der städtischen Behörden. phot. Int, Illustr. Co. nnd Erich Benninghoven. 
Die Parade Unter den Linden. 
Die Erinnerung an die grosse Zeit der Befreiung vom fremden Joch vor hundert Jahren wurde in Berlin am 10. März, dem hundertjährigen Gedenktage der Stiftung des Eisernen Kreuzes und dem Geburtstage der Königin Luise, durch eine grosse 
Nalionalfeier begangen. Die Reichshauptsladt hatte ein überaus festliches Gewand angelegt und in allen Schulen und in über 50 Kirchen fanden entsprechende Feiern und Festgottesdiensle statt. Die Gipfelpunkte der Nationalfeier bildeten die 
Feier im Dom unter Teilnahme des Kaiserpaares und des gesamten Hofes, und die Feier der städtischen Behörden in der St. Nicolai-Kirche, dem ältesten Berliner Gotteshause. An den kirchlichen Festakt im Dom schloss sich eine Feier am 
Denkmal Friedrich Wilhelm III. im Lustgarten an, bei welcher der Kaiser den Tagesbefehl „An mein Heer“ verlas, der eine Parade über die gesamte Garnison folgte. — Von Magistralsdienern in blauer Uniform geführt und flankiert begaben sich die 
Magistralsmitglieder und die Stadtverordneten in geschlossenem Zuge, an der Spitze Oberbürgermeister Wermuth, Ehrenbürger Geheimrat Marggraff und der Sladtverordnelenvorsteher Michelet, dahinter Bürgermeister Reiche mit den Stadtällesten Kaempt 
und Geheimrat Friedei, vom Rathause aus zum Festgottesdiensl nach der Nicolai-Kirche. Vor dem Hauptporlal des Gotteshauses wurde der Zug durch den Propst der Stadl Berlin, den Generalsuperintendenlen Haendler, begrüsst und unter Vortritt 
der Geistlichkeit und unter Orgelklängen erfolgte der feierliche Einzug in die Kirche.
        
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