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Full text: Berliner Leben Issue 16.1913

phot. A. Grohs, Illustr. Photoverlag und R. Sennecke. 
Das Kaiserpaar verlässt die Aula. Feier am Denkmal Friedrich Wilhelm 111. 
Der Festzug der Studenten. Kranzniederlegung am Denkmal auf dem Kreuzberg. 
Am 9. Februar veranstaltete die Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität eine Feier zur Erinnerung an die grosse Zeit der Befreiungskriege vor hundert Jahren. Die Feier begann mit einem Festakt in der 
neuen Aula, zu der das Kaiserpaar, die höchsten Staats- und Reichsbeamten und eine grosse Reihe bedeutender Männer der Wissenschaft erschienen waren. Dem Absingen von Körners „Gebet vor der Schlacht“ 
und „Lützows wilde, verwegene Jagd“ durch den unter Leitung des Oeheimrat Friedländer stehenden Sängerchor der Universität, folgten die von Professor Dr. Dietrich Schäfer gehaltene Festrede, eine von» 
Studenten Blank vom Akademischen Turnverein gehaltene Ansprache, die in einem Gelöbnis der Treue zum Kaiser ausklang, weitere Chorgesänge und das Absingen von Ernst Moritz Arndts „Der Gott, der Eisen 
wachsen liess“, in das die ganze Festversammlung mit einstimmte. Dann ergriff der Kaiser zu einer Rede das Wort, die mit grosser Begeisterung aufgenommen wurde. Nach dem Festakt in der Aula formierten sich die 
studentischen Korporationen zu einem Festzug nach dem Lustgarten; hier wurde am Denkmal Friedrich Wilhelm III. nach einer Ansprache ein grosser Lorbeerkranz niedergelegt. Dann begaben sich die Chargierten 
in geschlossenem Zuge nach der Behrenstrasse und bestiegen die bereitstehenden Equipagen, ln einem langen Wagenzug, der mit seinen über den Wagen im Winde wehenden zahlreichen Fahnen einen überaus 
imposanten Anblick gewährte, ging es dann zum Kreuzberg, auf dessen Höhe vor dem Denkmal ebenfalls ein Riesenkranz niedergelegt wurde. Mit dem Absingen des Liedes „Burschen heraus“ endete dann die Feier.
        
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