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Full text: Berliner Leben Issue 16.1913

Teilansicht des Technischen Laboratoriums. 
Balsamisches Mundwasser. Von bewährten 
Kräften der Wissenschaft und Technik 
unterstützt, begann das Unternehmen sich 
in ungeahnter Weise zu entfalten, sodass 
eine Neuanlage der Fabrik notwendig 
wurde. Die neue, in der Möckernstrasse 
belegene Betriebsstätte, die in ihren Ein 
richtungen eine Musteranlage zu nennen 
war, wurde 1880 bezogen. Jetzt konnte 
die Firma Gustav Lohse als eine der ersten 
deutschen Firmen der Branche auch den 
Export nach ausserdeutschen Ländern auf 
nehmen und der Absatz nach Russland 
und Oesterreich erreichte bald Dimensionen, 
die 1889 die Errichtung einer Zweigfabrik 
in Warschau und einige Jahre später 
einer solchen in Wien zur Notwendigkeit 
machten. Da eine Reihe baulicher Er 
weiterungen der Berliner Stammfabrik 
schliesslich auch den steigenden Ansprüchen 
und dem ständig zunehmenden Export nach 
aussereuropäischen und überseeischen 
Ländern, für welche letzteren inzwischen 
noch in Hamburg eine Zweigniederlassung 
errichtet wurde, nicht genügen konnten, und 
auch eine im Jahre 1907 in der Nähe der 
bestehenden Stätte errichtete Zweigfabrik 
auf die Dauer nicht imstande war, den 
steigenden Mehrbedarf zu decken, sahen 
sich die Leiter der Firma genötigt die 
Gesamt-Betriebe in einer grossen Anlage 
ausserhalb Berlins zu vereinen. 
Zn der neuen, auf einem stattlichen 
Gelände von 25000 qm Grösse bei Teltow 
belegenen Arbeitsstätte wurde im August 
1912 der Grundstein gelegt und im Früh 
jahr dieses Jahres ist das neue Heim der 
Firma Gustav Lohse, die heute unter der 
Leitung des Sohnes des Begründers. 
Kommerzienrat Oscar Lohse und dessen 
Söhnen Dr. Oscar Lohse und Walter 
Lohse steht, bezogen worden. 
Diese neue Belriebsstälte, nach modern 
ster Auffassung, entsprechend den An 
forderungen sozialer Fürsorge und Hygiene 
an Luft und Licht, errichtet, umfasst 
nunmehr die gesamten in Berlin getrennt 
gewesenen Betriebe, denen sich noch die ver 
schiedenen Nebenbetriebe, wie Druckerei, 
Tischlerei, Kartonnagenfabrikation usw. an- 
schliessen.als imposanter Gebäudekomplex. 
Teilansicht des Parfümerie-Laboratoriums, 
Mp 
Toiletteseifen-Siedereianlage. 
6rst * n zweiter Linie Rücksicht genommen worden; der Grundgedanke war, 
n "tz!os getan wird und an der sich jeder Arbeitende wohl fühlt. 
Bei der Errichtung der neuen Anlage ist 
auf die äussere Gestaltung des Gesamtbildes 
eine Stätte zu schaffen, ausgerüstet mit allen modernen Errungenschaften 
Teilansicht der Toiletteseifen-Maschinenanlage. 
der in Betracht kommenden Technik, eine Stätte, an der keine Arbeit 
Zur Einzelbcschreibuug der technischen Einrichtungen fehlt uns hier der Raum, wir beschränken uns daher darauf, Einzelheiten hervorzuheben, die einen Schluss auf d' 
j Die Siedereianlage für Toilettenseifeu ist so eingerichtet, dass sie bei vollständiger Ausnutzung imstande ist, in einer Woche ca. 40 000 kg auf Kern esottene $ ’f ^ ^ Uedeutun ^ der Gesamtanlage zulassen. 
n Reicher Weise sind die Abteilungen, die der Herstellung der Parfümerien und kosmetischen Artikel dienen, eingerichtet. Für den notwendigen Bahnverkehr dienTeine 6 i^ ^ P” 0 ^ 4 °° °°° StÜCk pilierter Toiletteseifeu zu erzengen. 
Zum Zwecke der sorgfältigen Prüfung der zur Verwendung gelangenden aus allen Weltteilen stammenden natürlichen Rohstoffe, wie auch der künstlichen R' h 3 na " a “°’ die dem Staatsbahnnetz angeschlossen ist. 
®Odern angelegten technischen Laboratorium eine Unlersuchungsslelle, au der jeder Rohstoff einer auf wissenschaftlicher Grundlage beruhenden Prüfung unterzogen wird ^b^ deUlSChen Urs P run gs, unterhält die Firma neben einem 
h ‘ De se ‘ l Dezennien bestehende Gleichmässigkeit in der Herstellung der Erzeugnisse gewährleistet und diese Sorge, die die Firma Gustav Lohse seit Besteh -l 00 ™..™ .’ 6 ' 0r er ZU1 Verarb citung gelangt. Auf diese Weise ist 
otvorragenfen beigetragen, den dieselben heute allenthalben auf der ganzen Welt geniessen. r6n a rl alen an ge!egen sein Hess, hat nicht zum mindesten zu dem
        
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