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Full text: Berliner Leben Issue 16.1913

Durch das kürzlich eröffnete Caub-Panorama ist Berlin um eine hochinteressante Sehenswürdigkeit bereichert worden. Das grosse, von den Malern Wendling und Ungewitter in neunjähriger Arbeit 
geschaffene Rundgemälde ist in Oel gemalt und stellt den Rheinübergang der schlesisch-russischen Armee unter Feldmarschall Blücher am Neujahrsmorgen des Jahres 1814 dar, mit welchem Moment bekanntlich 
der Teil der Befreiungskriege begann, der den Krieg in Feindesland trug, denn der Rhein bildete damals die Grenze gegen Frankreich. Das Panorama zeichnet sich durch eine ausserordentliche Lebendigkeit aus 
und zeigt im Vordergründe den greisen Feldmarschall Blücher im Kreise seiner Generale den Rheinübergang bei Caub überwachend, eine überaus charakteristische Szene, die den Künstlern in ganz besonderer 
Weise gelungen ist. Die Lebendigkeit der Darstellung, die auch des humoristischen Einschlages nicht entbehrt, wird noch gesteigert durch die aus Feldgeräten und Wagengruppen geschaffene Staffagedarstellung 
im Vordergründe, die nach Modellen des Braunschweiger Museums angefertigt wurde. Um die Entstehung des Panoramas, das in einem eigenen vom Regierungs-Baumeister Anton von Werner in der Bismarckstrasse 
gegenüber dem Deutschen Opernhaus erbauten Gebäude untergebracht ist, hat sich besonders Generaldirektor Heyl als Vorsitzender des Vereins, der sich für die Errichtung des Panoramas bildete, verdient gemacht.
        
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