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Full text: Berliner Leben Issue 15.1912

phot. Emil Schwalb, Charlottenburg. 
Johanna Terwin. 
phot. Ed. Frankl, Neukölln. 
Frau Professor Dr. Lydia Kempner-Rabinowitsch. 
phot. W. Willinger, Berlin. 
Else Alder. Heinrich Peer. Fritzi Massary. Gustav Matzner. Anton Franck. 
Neues Theater: „Der liebe Augustin“, Operette von Leo Fall, II. Akt. 
phot. W. Willinger, Berlin. 
Kurfürsten-Oper: „Quo vadis?“, Oper von J. Nouges, 5. Bild. 
phot. Emil Schwalb, Charlottenburg. 
Alexander Moissi. 
phot. Siri Fischer-Schneevoigt, Berlin. 
Frl. Dr. phil. Paula Busch. 
Im Deutschen Theater ging neu einstudiert unter persönlicher Leitung von Professor Max Reinhardt Shakespeares „Romeo und Julia“ in Szene. Im Mittelpunkt der äusserst beifällig aufgenommenen Aufführung stand Alexander Moissi, der 
dem Romeo eine Fülle echter Leidenschaft und hinreissenden Temperaments gab. Johanna Terwin zeigte als Julia ihre ganz aussergewöhnliche Begabung. — „Der liebe Augustin“, die neueste Operette von Leo Fall, findet im Neuen Theater 
täglich stürmischen Beifall. Die Musik ist den besten Arbeiten Leo Falls zuzuzählen, die Librettisten Rudolf Bernauer und Ernst Wellsch verfassten einen lustspielartigen, äusserst wirksamen Text, und die Darstellung durch Fritzy Massary, Else 
Alder, Gustav Matzner, Heinrich Peer und Anton Franck in den Hauptrollen steht auf künstlerischer Höhe. Die Ausstattung ist glänzend und geschmackvoll. — Die Oper „Quo vadis?“ von J. Nouges, deren von H. Cain verfasster Text 
sich eng an den gleichnamigen Roman von Sienkiewicz anlehnt, gab der Direktion der Kurfürsten-Oper Gelegenheit zur Entfaltung raffiniertester Ausstattungs- und Beleuchtungskünste, Von den Bildern der Oper gefiel am meisten das Bild im „Zirkus 
des Nero“ und in diesem die Szene, in welcher die von Nero begnadigte Lygia von ihrem riesenhaften Diener Ursus aus der Arena getragen wird. — Der preussische Professortitel wurde der in Gross-Lichterfelde wohnenden Frau Dr. Lydia Kempner- 
Rabinowitsch verliehen. Frau Professor Kempner hatte den Lehrstuhl für Bakteriologie in Philadelphia inne und war Assistentin von Geheimrat Koch. — Fräulein Dr. phil. Paula Busch, die Tochter des Kommissionsrates Busch 
und Verfasserin verschiedener im Zirkus Busch angeführter Manegeschaustücke, hatte mit dem Schauspiel „Akrobaten“, dessen Milieu im Zirkusleben spielt und das sie in Gemeinschaft mit Hermann Stein verfasste, im Bremer Schauspielhaus einen grossen Erfolg.
        
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