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Full text: Berliner Leben Issue 15.1912

phot. W, Willinger, Berlin. 
Beatrice Harrison. 
Fannie Bloomfield-Zeisler. 
Lotte Bake. 
phot. Sellin, Inh. Sandau, Berlin. 
Kennerley Rumford. 
Clara Butt. 
Beatrice Harrison, die ausgezeichnete hier ansässige englische Violoncello-Virtuosin, darf sich rühmen, das einzige Violoncello zu besitzen, dass der berühmte Veroneser Geigenbauer Pietro Ouarnerius 1739 
verfertigte. Eine der Künstlerin bis dahin unbekannte Qönnerin erwarb das kostbare Instrument für den Preis von 50000 Mark und machte es ihrem Schützling zum Geschenk. — Clara Butt, Englands bedeutendste 
Contra-Altistin, die vor einiger Zeit eine äusserst erfolgreiche Tournee durch Australien und Südafrika beendete, begann am 15. Februar mit einem Konzert in der Philharmonie eine Rundreise durch die grösseren 
deutschen Städte. Die Künstlerin brachte unter Mitwirkung ihres Gatten, Mr. Kennerley Rumford, und des Philharmonischen Orchesters Arien, Lieder und Duette zum Vortrag, die grossen Beifall fanden. — 
Fannie Bloomfield-Zeisler, Amerikas hervorragendste Klavierkünstlerin, gab am 17. Februar im Beethoven-Saal ihren ersten diesjährigen Klavierabend und hatte mit einem glänzenden Programm, das Werke 
von Beethoven, Schumann, Chopin, Brahms, Liszt, Schubert, d’Albert und Kaun aufwies, einen grossen Erfolg. — Lotte Bake, eine Tochter des vortrefflichen Begleiters aller ersten Gesangsgrössen, und Schülerin 
der Oesangspädagogin Etelka Qerster, wurde als erste Soubrette an das Hoftheater in Cassel engagiert. Die junge Künstlerin trat kürzlich in der einaktigen Oper „Die Maienkönigin“ von Gluck, welche im Theater 
saale der Hochschule für Musik anlässlich einer Wohltätigkeitsvorstellung zum Besten des Vaterländischen Frauenvereins zum ersten Male in Berlin zur Darstellung gelangte, mit bedeutendem Erfolge auf und zeigte 
sich im Besitze ganz hervorragender Stimmittel und einer ausgesprochen darstellerischen Begabung.
        
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