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Full text: Berliner Leben Issue 15.1912

Siegfried V. Lutz. 
Aus dem Nachlass Johann Orths. 
phot Boedecker, Berlin. 
Richard Alexander, bis vor einigen Monaten Direktor des „Residenz-Theater“, feierte am 2. November in ungebrochener Frische seinen 60. Geburtstag. Richard Alexander, seit langen Jahren der erklärte Liebling des Berliner Publikums, 
unternimmt zur Zeit eine Gastspielreise durch ganz Deulchland und erntet durch sein unvergleichliches Spiel überall ausserordentlichen Beifall. — Einer der in Berlin und auch in Deutschland am meisten aufgeführten Bühnenschriftsteller ist 
Siegfried V. Lutz. Der erst 26jährige, dessen Bühnenwerke allein in den letzten vier Jahren 880 Aufführungen in Berlin erlebten, ist zugleich Besitzer des Lyceum-Theater in London. — Die Hinterlassenschaft des ehemaligen österreichischen 
Erzherzogs Johann Nepomuk Salvator, der 1887 auf alle Titel und Würden verzichtete und 1889 unter dem Namen Johann Orth auf einem eigenen Schiff mit seiner bürgerlichen Gattin eine Reise um die Welt unternahm und seitdem 
verschollen ist, gelangte in der Zeit vom 11. bis 18. November in dem Kunstauktionshaus Gebrüder Heilbron zur Versteigerung. Der Nachlass des von der österreichischen Regierung für tot erklärten Fürsten, um dessen Verschwinden 
sich ein förmlicher Sagenkreis gebildet hat, füllte das ganze Haus vom Erdgeschoss bis zum Dach und sein Verkauf lockte Liebhaber und Käufer aus der ganzen Welt nach Berlin. In der hochinteressanten Sammlung befanden sich wertvolle 
alle Schranke und Truhen, Waffen und Fahnen aller Art, historische Familienporträts, u. a. auch das auf unserer Abbildung befindliche Gemälde Johann Orths in Uniform, kostbare Silberschätze und alte Porzellane.
        
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