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Full text: Berliner Leben Issue 14.1911

Fritzi Massary. Madge Lessing. phot. Rembrandt, Charlottenburg. 
Im Metroool-Theater“ wird während der Sommerspielzeit die dreiaktige Operette „Hoheit amüsiert sich“ von Julius Freund, Musik von Rudolf Nelson, gegeben. Der überaus grosse 
Erfolg den die Novität bei der Premiere hatte, hat sich bei den weiteren Aufführungen eher noch gesteigert. Julius Freund hat aber auch dem glänzenden Künstlerquartett Giampietro-Thielscher- 
Massarv-Lessino- äusserst wirksame Rollen auf den Leib geschrieben und Direktor Richard Schultz sorgte für eine prächtige Inszenierung. König Chulalinglong XXIV. von Saim (Oiampietro), 
die sich amüsierende Hoheit kommt nach Paris, um seinen 464 Frauen in der Heimat die 465. zuzuführen, die er in einer Kabarettsängerin — von der Massary entzückend dargestellt — findet 
Es gelingt ihm aber diesmal’nicht so leicht, als bei seinen früheren Exkursionen nach Paris, zum Ziele zu kommen, denn in einem simplen Dragoner (Thielscher) stellt sich ihm ein Rivale entgegen, 
dem die Kabarettdiva für einen ihr erwiesenen Dienst ein Souper zugesagt hat. Dieses Souper und die sich aus demselben ergebenden Szenen bilden den Höhepunkt der Handlung. Thielscher, 
urkomisch und drollig wie immer erscheint in Uniform, in einem ihm viel zu weiten Frackanzug, in Unterhosen und weiblichem Nachthemd und schliesslich — als würdige Matrone, die Mutter der 
schönen Sängerin mimend bei der der König feierlich um die Hand der Tochter anhält. Madge Lessing, als Tänzerin Eglantine, brilliert mit ihrem Partner Bishop in einer Reihe überraschender 
K ’ Tanztricks. Karl Pfann ist vorzüglich in der Rolle eines Kabarettdichters. 
Josef Oiampietro. 
Guido Thielscher,
        
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