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Full text: Berliner Leben Issue 14.1911

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Francis Maclennan. Putnam Qriswold. 
Melanie Kurt-Deri. Johannes Bischoff. 
phot. Zander 8t Labisch, Berlin. 
Maia, die neueste Oper von Ruggiero Leoncavallo ging im Königlichen Opernhause zum ersten Male in Szene und hatte, namentlich nach dem reich bewegten 2. Akt einen recht 
lebhaften Erfolg. Maia, eine junge Bäuerin, wird von Renaud, dem Sohne ihres Dienstherren geliebt und liebt ihn wieder. Der Hirt Torias begehrt Maia gleichfalls zum Weibe und 
benutzt die Zeit der Abwesenheit Renauds dazu, diesen zu verleumden, da seine Liebe unerwidert bleibt. Bei einem sich zwischen den Nebenbuhlern entspinnenden Streite zieht Renaud 
das Messer gegen Torias, aber nicht dieser, sondern Maia, die sich zwischen die Kämpfenden wirft, empfängt den Todesstoss und stirbt in den Armen Renauds. Die Musik Leoncavallos 
zeigt grosse Schönheiten, besonders in den zum Teil volkstümlichen Melodien. Oberregisseur Droescher inszenierte das Werk äusserst geschmackvoll und Leo Blech waltete sicher 
und temperamentvoll des Dirigentenamtes. Die Hauptrollen waren mit Melanie Kurt-Deri und den Henen Maclennan, Bischoff und Qriswold vortrefflich besetzt.
        
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