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Full text: Berliner Leben Issue 14.1911

Das Königliche Opernhaus erzielte mit der Neuinszenierung und Neueinstudierung von Mozarts „Zauberflöte“ einen grossen und unbestrittenen Erfolg. Generalintendant Graf 
von Hülsen-Häseler, der die Neueinrichtung feinsinnig und mit wahrhaft künstlerischem Empfinden besorgte, legte das Hauptgewicht auf die Beseitigung szenischer und textlicher 
Mängel die bisher eine wirkliche Popularisierung des Meisterwerkes hemmten. Er verlegte auf Grund eingehendster Studien den Schauplatz der Handlung von Aegypten nach dem 
persisch-indischen Hochland, der Wiege der Menschheit. Mozarts Musik blieb vollkommen unangetastet. Die neuen Dekorationen sind von geradezu wunderbarer Pracht undWirkung, 
Die musikalische Neueinstudierung, die in den Händen des Generalmusikdirektors Dr. Muck lag, brachte in erster Reihe in dem prächtigen Sarastro Paul Knüpfer’s, der sich mit 
seiner feinen Qesangskunst und seiner wundervollen Stimme in die Herzen der Hörer sang, einen grossen Gewinn. Neben ihm trat besonders Rudolf Berger als Tamino hervor. 
Neu waren ferner Lola Artöt de Padilla als Papagena und Elisabeth Böhm van Endert als Pamina, während die übrigen grösseren Partien wie früher mit Frieda Hempel 
(Königin der Nacht), Baptist Hoffmann (Papageno) und Julius Lieban (Monostatos) auf das trefflichste besetzt waren. 
Baptist Hoffmann. 
Paul Knüpfer. Julius Lieban. Elisabeth Böhm van Endert. 
Rudolf Berger. 
phot. Zander & Labisch, Berlin.
        
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