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Full text: Berliner Leben Issue 14.1911

Jean Nadolowitch. 
phot. Georg Gerlach & Co. A.-G. f Berlin. 
Kammersängerin Frieda Hempel. 
phot. H. E. Kiesel. Berlin. 
Direktor Richard Alexander. 
Der bisherige Star der Komischen Oper, Jean Nadolowitch, widmet sich in dieser Saison, abgesehen von einigen grösseren Gastspielen, ausschliesslich dem Konzerlgesang. Auch auf dem Gebiete der Wohltätigkeit 
ist der bekannte Tenor hervorragenJ tätig, und konnte man seine schöne Stimme auf vielen grossen Wohltätigkeitskonzerten bewundern. Jean Nadolowitch, der früher Arzt war und in der Charite unter Professor 
Kraus auch jetzt noch eifrig medizinische Studien betreibt, hat übrigens in Bad Reichenhall eine Sängerstiftung ins Leben gerufen und steht im Begriff dort ein Sängerheim zu erbauen. — Frieda Hempel, die erste 
Koloratursängerin unserer Hofoper, die erst kürzlich wieder durch ihre ganz hervorragende Wiedergabe der Marschallin im „Rosenkavalier“ den glänzendsten Beweis ihrer grossen Künsllerschaft gab, wurde zur 
Königlich Preussischen Kammersängerin ernannt, eine Auszeichnung, die in Anbetracht der Jugend der Künstlerin, bisher einzig dasteht. — Richard Alexander, der bekanntlich mit dem Ablauf dieser Saison die 
von ihm seit dem Jahre 1905 mit grossem künstlerischen und materiellen Erfolge geführte Direktion des „Residenz-Theater“ ntedeilegt, hatte am 7. Dezember die hohe Ehre, in Piimkenau auf dem Schlosse des 
Herzogs Ernst Günther zu Schleswig-Holstein vor dem Kaiser in zwei humoristischen Soloszenen und, zusammen mit elf Mitgliedern seines Ensembles, in dem Einakter „Nach dem Opernball“, auftreten zu dürfen. 
Der Monarch spendete lebhaften Beifall und zog nach der Vorstellung Richard Alexander in ein längeres Gespräch.
        
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