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Full text: Berliner Leben Issue 14.1911

Joseph Suvelack. Melli Beese. phot. Gebr. llaeckel und Conrad Hünkh. 
Die jüngste „Berliner Flugwoche“ erbrachte den yollgiltigen Beweis, dass die deutschen Flieger in ihren Leistungen durchaus nicht mehr hinter denen des Auslandes nachstehen. Hirt 
der Sieger des Fluges München-Berlin, erreichte in 13 Minuten die beträchtliche Höhe von 2475 Metern und stellte damit einen neuen deutschen Höhenrekord auf. Pietschker der aus 
der Konkurrenz als Sieger hervorging und der die Gewinnsumme von Mark 3716,71 erzielte, flog auf seinem Albatross-Zweidecker mit zwei Passagieren 700 Meter hoch- gleichfalls ein Rekord 
für Deutschland. Der zweite Preis fiel an Suvelack, der auf seiner Rumpler-Taube insgesamt Mark 3258,79 gewann. Melli Beese, die erste deutsche Pilotin, erreichte auf ihren zahl 
reichen Flügen die bisher von Damen noch nicht erlangte Höhe von 820 Metern. Trotz des an manchen Tagen äusserst böigen Windes kamen die Zuschauer täglich voll auf ihre 
Rechnung, zeitweise befanden sich bis zu 17 Flugzeuge zu gleicher Zeit in der Luft. Besonders interessant gestaltete sich die Situation, wenn zwischen den Flugmaschinen der Lenkballon 
„Parseval” erschien. Leider wurde die Flugwoche durch das tragische Geschick des Chefpiloten der „Wright-Gesellschafi”, Kapitän Engelhardt, stark beeinträchtigt. Kapitän Engelhardt 
einer der ältesten und vorsichtigsten deutschen Flieger, stürzte mit seinem Apparat in heftiger Böe ab und war auf der Stelle tot.
        
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