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Full text: Berliner Leben Issue 13.1910

phot. Zander & Labisch, Berlin. 
Szene aus „Der Königsleutnant“ in einer Auffühlung des Verein „Deutsche Bühne“. Der unter der künstlerischen Leitung des Baron Ulrich von Hirsch-Schwabe stehende Verein „Deutsche Bühne“ ist gegründet worden, 
um den Angehörigen der besseren Gesellschaftskreise Theater-Aufführungen zu billigen Abonnementspreisen zu geben. Diese Aufführungen finden seit Anfang November monatlich zweimal in der Kgl. Hochschule für Musik statt. 
Wie wir erfahren ist Herrn Baron von Hirsch-Schwabe neuerdings auch die Leitung des Ausstellungs-Theater am Zoologischen Garten übertragen worden. Dieses Theater wird hinfort den Namen führen „Theater der Deutschen 
Bühne“ und werden hier in Zukunft ausser regelmässigen Abend-Vorstellungen an Nachmittagen die Vorstellungen der „Deutschen Bühne“ stattfinden. 
Emst Becker. Olivia Veit. Otto Stöckel. 
Erna Nitter. Walter Schmidthässler. Alfred Lux. Hans Werkmeister. Georg Baselt. phot. Zander & Labisch, Berlin. 
Mit dem vieraktigen Schwank „Der O m. b. H.-Tenor“ von Arthur Lippschütz erzielte das „Neue Theater“ einen durchschlagenden Erfolg. Ein Graf, ein Rechtsanwalt, ein Kommissionsrat und ein Theaterdirektor entdecken 
in einem kleinen Tingeltangel einen jungen Schlossergesellen mit phänomenaler Tenorstimme und beschliessen die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, zwecks Ausbildung des Tenors und in der stillen Hoffnung 
den späteren „deutschen Caruso“ nach erfolgter Ausbildung recht gründlich ausbeuten zu können. Der Tenor merkt aber die Absicht der Biederleute und macht ihnen einen Strich durch die Rechnung, indem er sich stockheiser 
stellt. Die Darstellung, voran Georg Baselt als O. m. b. H.-Tenor, war glänzend.
        
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