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Periodical volume H. 3 Advertising

Full text: Berliner Leben Issue 6.1903

Goerz X>leder-Binocle* 
(D. R.-P. Nr. 104343.) 
Mit Abbildung. 
P as Goerz’sche Trieder-Binocle ist ein neues Fernglas 
von ganz hervorragenden Eigenschaften. Die „heran 
holende Kraft“ dieser Gläser ist frappant; man muss die 
selben benutzt haben, um sie richtig würdigen zu können. 
Während die gewöhnlichen Operngläser selten eine stärkere 
Vergrösserung als 2V2 bis 3 geben, haben die Trieder-Binocles 
Vergrösserungen von 3-, 6-, 9- und 12-fach! Dies ist für 
Handfernrohre sehr bedeutend und stellt etwa die äusserste 
Grenze dar, bis zu welcher man bei Handferngläsern gehen 
darf. Noch stärkere Vergrösserungen würden aus freier 
Hand kaum noch benutzt werden können; man müsste alsdann 
ein Stativ zu Hilfe nehmen. 
Welches sind nun die Hauptvorzüge des Goerz’schen 
Trieder-Binocles, den älteren Operngläsern gegenüber? — 
Zunächst das bei weitem grössere Gesichtsfeld (d. i. die 
gleichzeitig überblickbare Fläche). Je grösser das Gesichtsfeld, 
desto besser der Ueberblick und desto geringer die An 
strengung beim Sehen. Das Gesichtsfeld des Goerz’schen 
Trieder-Binocles beträgt 40° subjektiv; es ist dies die äusserste 
Grenze, welche bis heute erreicht wurde. 
An weiteren Vorzügen wären zu nennen: kleines, 
handliches Format, vorzügliche Klarheit der Bilder, Einsteilbar 
keit auf verschiedene Augenabstände, und für verschiedene 
Sehkraft beider Augen etc. 
Die innere Einrichtung und optische Wirkungsweise ist 
aus nebenstehender Figur ersichtlich. Auf dieselbe näher 
einzugehen ist Raummangels wegen leider nicht möglich; es 
sei deshalb nur bemerkt, dass das Goerz’sche Trieder-Binocle 
ein sogenanntes astronomisches oder Keplersches Fernrohr 
ist, bei welchem durch Zwischenschaltung von Reflexions- 
Prismen Bildaufrichtung bewirkt wird. 
Alles Nähere findet man in einer elegant ausgestatteten 
Broschüre, welche von der Optischen Anstalt C. P. Goerz 
in Berlin - Friedenau 42 an Interessenten gratis und 
franko versandt wird; man versäume nicht, dieselbe ein 
zufordern. 
(Filialen: New-York, 52 East Union Square. London, 
4 und 5 Holborn-Circus, EC. Paris, 22 Rue de l’Entrepot.) 
Die Gläser selbst sind durch jede optische Handlung oder 
direkt von der Fabrik zu beziehen. Die Preise schwanken 
zwischen 123 und 200 Mark, je nach der Vergrösserung. 
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