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Full text: Berliner Leben Issue 6.1903

B. IXluraffi, Sons & Co. ftimifed 
Cigcireffenfabrik, Aktiengesellschaft 
Illcinchesfer, ftondon, Berlin, Brüssel, Konslanlinopel. 
e in hervorragender Professor der Volkswirtschaft, der an 
einer der grössten Universitäten dociert, leitet seit fahren 
und auch heute noch das Kapitel seiner Uniuersitätsuorlesungen, 
welches uon der Besteuerung des Cabaks handelt, mit einer 
allgemeinen Betrachtung ein, worin er auf Grund der eigenen 
Erfahrung seine fieser versichert, dass das Rauchen nicht etwa 
bloss ein Luxus, sondern ein Bedürfnis sei und dem Körper 
sowie dem Geiste entschieden wohlthue. Dieses kompetente 
Urteil enthebt uns der tlotwendigkeit, vorerst für den Cabak 
und für Cabakfabrikate eine [ranze zu brechen, indem wir 
daran gehen, den fieser mit einem der hervorragendsten Eta. 
blissements bekannt zu machen, welche die Cabakbranche aller 
Länder uufzuweisen hat. Der Zusatz aber, welchen der Pro. 
fessor zu madien pflegt, dass nämlich eine gute Qualität des 
Fabrikats zu den selbstverständlichen Voraussetzungen seiner 
Behauptung gehöre, brauchen auch wir nicht zu unterdrücken, 
denn nach dieser Richtung hin ist der Ruf von Iflurattis, deren 
populäres Reklumebild wir in der heutigen [lummer bringen, 
so fest begründet, dass es nicht erst der Beweisführung durch 
Atteste bedarf. Sicher ist, dass, wenn die Cabakpflanze stets 
einer so guten Verarbeitung unterzogen und stets in der Gestalt 
eines so vortrefflichen Fabrikates in den Bändel gekommen 
wäre, wie seitens der Firma ITluratti, das Rauchen sich viel 
weniger Feinde gemacht hätte, als deren Zahl heute beträgt. 
Und wenn all diese Feinde doch immer wieder niedergerungen 
werden, so gebührt das Verdienst des Sieges gerade Firmen 
wie ITluratti, welche für die Reputation des Cabaks nicht 
weniger thun und schaffen, als für das Renomme ihres eigenen 
Bauses. 
(Uuratfis Spezialität ist, wie jedermann weiss, die Eiga= 
rette. Dieses schwierigste aller Cabakfabrikate hat die Firma 
ITluratti im häufe der Jahre auf einen Grad der Vollkommen, 
heit emporgehoben, welcher schwer zu übertreffen ist. Die 
tlervosität unserer kurzen und bündigen Zeit, welche in der 
Cigarette geradezu das Ideal eines Cabakfabrikats gefunden 
hat, stellt an dieses Fabrikat vor allem die Anforderung, dass 
es auf den Organismus nicht schädlich wirke, denn wie sehr 
müsste der Organismus leiden, wenn die grossen (Tiengen 
von Cigaretten, die ein moderner Ulensch ini Cage verraucht, 
auch nur einen kleinen Beisatz gefährlicher Stoffe enthielten! 
Tlun wird aber in dieser Beziehung leider schwer gesündigt. 
Es wird den Cigaretten sehr häufig ein Aroma verliehen, 
welches ganz minderwertigen, äusserst nikotinhaltigen Cabak. 
Sorten entspringt, und die Gesundheit des Rauchers nicht 
minder wie der Raucherin wird den schlimmsten Gefahren 
ausgesetzf, die vielleicht nicht unmittelbar, desto sicherer je- 
doch in schleichender Weise wirken und im Körper ihre Zer= 
störungsarbeit verrichten. Das Bestreben von ITlurattis hin- 
gegen war allezeit darauf gerichtet, jede schädliche Cabaksorte 
von ihren Fabrikaten fernzuhalten und das Aroma zu gewinnen, 
ohne darunter die hygienischen Qualitäten der Cigarette leiden 
zu lassen. Vermöge ihrer umfassenden und direkten Be= 
Ziehungen zu den Urproduzenten in der Cürkei ist es der 
Firma gelungen, sich allmählich das beste Produkt des Orients 
dauernd zu sichern, sodass die ITlurattische Cigarette sich 
heute als ein Fabrikat aus dem reinsten und unverfälschtesten 
türkischen Cabak darstellt, welches nicht nur Preiswürdigkeit — 
denn die ITluratti.Cigarette ist billig zu nennen — sondern 
vor allem an Wohlgeschmad; und Unschädlichkeit keine Kon= 
kurrenz zu fürchten hat. ITtagen, Berz und Bals, diese wich- 
tigsten und zugleich empfindlichsten Organe, dürfen die TTlu. 
ratti.Cigarette als ihre beste Freundin ansehen, denn nicht 
auf ihre Kosten gewährt sie den Rauchgenuss, wie so viele 
andere Fabrikate dieser Art, sondern ohne Schadenszufügung, 
ohne Gifttropfen, ohne tückische minierarbeit gegen die Ge. 
sundheit des Rauchers. 
Das Baus ITluratti ist eines der ältesten der Branche. Bis 
auf 1821 datiert die Geschichte der heute weltbekannten Firma 
B. ITluratti, Sons & Co. zurück, ln diesem Jahre wurde sie 
von Basil ITluratti zu Konstantinopel begründet. Die stetige 
Entwiddung des Geschäftes, welche sich durchwegs auf den so 
lidesten Grundlagen und nach den strengsten kaufmännischen 
Prinzipien vollzog, gipfelte schliesslich im Jahre 1885 darin, 
dass die Firma die Fabrik in ITlanchester begründete, welche 
gegenwärtig in der vordersten Reihe der Gigaretten-Etablisse- 
ments aller Länder dasteht. Die erste maschinelle Anlage und 
das erste grosse Depot befand sich in Bridge Street. Von da 
musste die Firma alsbald in ausgedehntere Räumlichkeiten nach 
St. James Street übersiedeln, bis sie endlich in den prächtigen 
fleubau in Whitworth Street einzog, wo sie nun ein ihrer Grösse 
entsprechendes und ihrer angesehenen Stellung würdiges Beim 
gefunden hat. Jeder Besucher Tflanchesters, dieses hervor- 
ragendsten aller englischen Bandeisplätze, welcher seit der Er- 
Achtung des Kanals nach Liverpool selbst London in mancher 
Binsicht überflügelt hat, kennt diesen auffallend praktisch und 
doch stilvoll gebauten Komplex, bei dem jede Einzelheit den 
Bedürfnissen des Betriebes angepasst wurde, der jetzt sein In- 
neres ausfüllt. Wohin immer man blickt, überall gewahrt man 
da die Einwirkung einer geschickten Band und eines ungewöhn- 
lieh tüchtigen Kopfes, die sich keine Gelegenheit entgehen Hes 
sen, für das Geschäft, wo es anging, nützliches zu schaffen, 
nebst dem Erdgeschoss bauen sich auf dem weiten Areal des 
murattischen Etablissements noch fünf Stockwerke auf, und für 
die Herstellung des Fabrikates, welches vermöge seiner Prima- 
Qualitäten unverhältnismässig grössere Sorgfalt erfordert als 
viele andere Eigaretten-Betriebe, nidit minder wie für eine ra 
tionelle Verteilung der fertigen Ware unter die Konsumcentren 
der Welt sind hier Einrichtungen getroffen, die man geradezu 
als musterhaft bezeichnen muss, neunhundert Leute sind in 
diesen Dienst gestellt, und das Feld ihrer Betätigung mag er- 
messen werden, wenn man bedenkt, dass murattis nicht bloss 
Gigaretten-Fabrikanten, sondern auch in grossem Stile Cabak- 
pflanzer und Cabakhändler sind. Gerade diese Vereinigung der 
verschiedenen Funktionen von der Cabakkultur in der Cürkei an 
gefangen bis zur Abgabe der fertigen Cigarette an den Raucher, 
in einer Band ist ja das Grundgeheimnis des seltenen Erfolges 
der murattischen Erzeugnisse. So kommt es, dass der flame 
ITluratti in sich selber die beste Garantie für ein tadelloses, 
preiswertes und vor allem gesundheitlidi absolut zuverlässiges 
Erzeugnis geworden ist. 
Dass die grosse Ausdehnung des murattischen Betriebes 
nicht auf Kosten der Aufmerksamkeit erfolgt ist, welche in 
der Cabakbranche stets auch den Details zugewendet werden 
muss, das zeigt ein Blick auf die enorme Spezialisierung, 
welche die Verkaufslisten der Firma aufweisen, mehr kann 
auch der verwöhnteste Raucher unmöglich verlangen. Aus ge 
schäftstechnischen Gründen wurde die Firma vor zwölf Jahren 
der Form nach in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Aber 
seinen wünschenswerten Familiencharakter hat das Baus da 
durch keineswegs verloren. Berr D. B. ITluratti, welcher als 
leitender Präsident an der Spitze des Unternehmens steht, ein 
mann von der umfassendsten Erfahrung und Weltkenntnis, 
pflanzt die Craditionen des Bauses in tadelloser Weise fort, und 
sein Verdienst ist es, dass sich die Anerkennung des ITluratti. 
sehen Erzeugnisses schliesslich auch in der Bestellung der Firma 
zur Speziallieferantin verschiedener Cabak-ITlonopoIverwaltun. 
gen europäischer Regierungen Bahn gebrochen hat. mit ihren 
umfassenden Cabakbläfterlagern in den verschiedensten Ceilen 
der Cürkei, mit ihren Riesenbetrieben in ITlanchester, ihren 
Tliederlassungen in Konstantinopel, London, Berlin und Brüssel 
stehen ITluratti, Sons & Go. heute auf der Böhe.
        
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