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Full text: Berliner Leben Issue 6.1903

SALTA. 
Künstler, Gelehrte, Staatsmänner, kurzum all die 
jenigen, aus welchen sich die geistige Elite zusammensetzt, 
emplinden nach der Arbeit das gemeinsame Bedürfnis 
einer Ablenkung durch einen Zeitvertreib, der eine an 
genehme Zerstreuung bietet, ohne die Nerven in heftige 
Schwingung zu bringen. Von den Spielen, welche er 
funden wurden, um dieses Bedürfnis zu befriedigen, haben 
aber die meisten ihren eigentlichen Zweck verfehlt, und 
es ist so weit gekommen, dass die Aufregung des einen 
oder die geisttötende Langeweile des anderen Spiels eine 
Erholung erst recht notwendig machten, da die Stimmung 
bei ihnen aufs tiefste litt. Wirklich bewährt haben sich 
eigentlich nur die Brettspiele. Viele Jahrhunderte haben 
ihrer Beliebtheit nichts anbaben können, und zwar einfach 
darum, weil die Grundbedingungen eines rationellen Spiels 
bei ihnen am besten erfüllt schienen. Auch diesen aber 
haftete ein grosser Uebelstand an: die schwereren davon, 
wie Schach, waren zu schwierig, die leichteren, wie Dame, 
etwas zu einförmig in ihrem Wesen. Unzählige Versuche 
wurden gemacht, auf diesem Gebiete die richtige Mitte zu 
linden. Vergebens! Jedes neue Experiment schlug fehl. 
Da mit Einem gelang der glückliche Griff. Das 
Salta = Spiel 
kam auf den Plan. Im Nu fand es allgemeinen Anklang. 
Leichter als Schach, war es doch weit unterhaltender als 
Dame, Puff oder Domino. Berühmte Schachspieler, wie 
Sarah Bernhardt beim Salta-Spiel 
Lasker, Janowski, Pillsbury, Schlechter und Tschigorin 
prophezeiten dem Saltaspiel ohne Bedenken den Sieg Uber 
alle Unterhaltungsspiele, und sie behielten Recht. Salta 
hat sich die Welt erobert. Die Vorzüge des Saltaspiels, 
welches zugleich belustigt und erzieht, beruhen auf der 
Anwendung von bis dahin ungeahnten Angriffs- und Ver 
teidigungsmethoden. Es ist trotzdem in wenigen Minuten 
zu erlernen. Darum hat es sich auch bei der Jugend so 
rasch Eingang verschafft. Die farbigen, kunstvollen Steine 
regen den dekorativen Sinn an, und die Erzieher stimmen 
darin überein, dass das Saltaspiel einen äusserst wohl- 
thuenden Einfluss auf die Sinnesrichtung ausübt. Weib 
liche Geistesgewandtheit, gepaart mit Schalkhaftigkeit und 
neckischer Liebenswürdigkeit können beim Saltaspiel über 
den männlichen Verstand leicht triumphieren. Die Damen 
welt hat aus diesem Grunde sehr rasch eine ganz be 
sondere Vorliebe für Salta an den 'lag gelegt. Alles in 
Allem ist 
SALTA 
das Spiel der Gegenwart und der Zukunft, 
das Spiel par excellence, ein Spiel voll Humor und 
Pikanterie, ein Kampf-, Verstandes- und Unterhaltungsspiel. 
Salta ist auch bei Hofe heimisch geworden. 
Nachdem sich der Kaiser und die Kaiserin das für die 
Pariser Weltausstellung bestimmte Prunk-Saltaspiel 
(Wert 150000 Frcs.) haben vorlege« lassen, war es alsbald 
bei Hofe eingeführt. Auf der Pariser Ausstellung erhielt 
es die goldene Medaille, und die feinste Pariser Ge 
sellschaft wandte sich dem Spiel im Fluge zu. 
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