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Full text: Berliner Leben Issue 6.1903

Photographische Ecke. 
Kaum ein Zeitalter ist wohl so reich an technischem 
Raffinement, an geistvollem Experimentieren und kühnem 
Wegebahnen in der Kunst gewesen, als das unsrige. 
Der moderne Künstler macht sich seine Sache nicht 
mehr so bequem wie die Alten. Seine Kunst ist nicht 
in die Wände des Ateliers gebannt, er zieht hinaus in 
die Natur, und vom freien Licht umflutet, malt er seine 
Figuren und Landschaftsscenerien. In die Kunst ist ein 
Moment eingehendster, liebevollster Naturbeobachtung 
gekommen, eine Freude am Kleinen und Kleinsten, ein 
intimes Versenken und Nachbilden auch t der letzten 
scheinbaren Zufälligkeiten. 
Aus diesem Grunde ist man allmählich davon zurück 
gekommen, das „Photographische“ in der Kunst zu 
verdammen. Denn sie erleichtert dem Künstler das 
Gedächtnis, sie hält ihm mühelos jede Fülle auch der flüch 
tigsten Naturbilder fest, mit einer Treue und einem Reich 
tum, deren das menschliche Gedächtnis niemals fähig ist. 
Aber nicht nur dem Künstler, nicht nur der Kunst! 
Auch dem Laien giebt die Photographie dies kostbare 
Mittel, Naturvorgänge im Bilde zu bannen, an die Hand. 
Und so macht sie uns alle in gewissem Sinne zu Künstlern, 
zu Bildnern. 
Wir bringen heut eine Landschaft aus Palästina, 
welche aufs trefflichste die Leistungsfähigkeit der modernen 
Handkameraphotographie zu illustrieren geeignet ist. 
Diese Landschaft, welche in ihren eigenartigen Linien 
wie die Komposition eines Malers anmutet, stellt den 
Vorhof der Omarmoschee in Jerusalem dar und ist 
von Ottomar Anschütz gelegentlich der kaiserlichen 
Palästinareise aufgenommen worden. Hierbei sei erwähnt, 
dass die Aufnahme mit einer Goerz-Anschütz’-Moment- 
Klappkamera geschah, einer ausgezeichneten Universal 
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