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Periodical volume

Full text: Brennpunkt news Issue 28.2014

Nr. 28

s
rennpunkt
w
e
n

Informationen über die Berliner Feuerwehr

Ausgabe 1/2014

Hoch hinaus

Sehr-

Kleineinsatzfahrzeug

Termine

Inhalt

2014
Termine von www.Berliner-Feuerwehr.de
(alle Termine ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.)

Juli

September

06.07.2014 (10-18 Uhr)
Zentraler Tag der offenen Tür
Es erwarten Sie spannende
Einsatzvorführungen, Fahrzeugausstellungen und ein buntes
Programm rund um das Thema
Feuerwehr.

06.09.2014 10:00 - 20:00
Tag der offenen Tür bei der
Freiwilligen Feuerwehr Karlshorst

Gelände der Feuerwache Charlottenburg-Nord
Nikolaus-Groß-Weg 2 13627 Berlin

August
22.08.2014 - 24.08.2014
Feuerwehrstraßenfest in Karow
110 Jahre Freiwillige Feuerwehr
Karow.

Feiern Sie mit!

Feuerwache Karlshorst Dönhoffstraße 31
10318 Berlin

13.09.2014 08:30 - 19:00
Workshop Atemschutznotfalltraining
Kaum eine Tätigkeit bei den
Feuerwehren verlangt mehr
Vorbereitung als der Einsatz
unter Atemschutz. Trotz aller
Vorgaben, Trainings, der...
AGBB Berlin e.V.
Daimler AG Daimlerstr. 143 12277 Berlin

FF Karow Alt-Karow 10/11 13125 Berlin

25.08.2014 15:00
Pensionärstreffen
Traditionelles Treffen der Pensionäre.

November
21.11.2014 - 22.11.2014 09:00 - 17:00

13.Prenzelberger Beachvolleyball Cup

15. Berliner Rettungsdienstsymposium
Charité Virchow Klinikum

Impressum
Herausgeber & Redaktion:
Förderkreis Feuerwehr e.V. (FKF e.V.)
in redaktioneller Zusammenarbeit mit dem
Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V.

Gestaltung, Satz:
Michael Lüdke (Feuerwehr-Fanshop.de)
M.Luedke@Feuerwehr-Fanshop.de

FÖRDERKREIS FEUERWEHR E.V.

Auflage: 1000 Stk.
Beiträge des Fördervereins Feuerwehrmuseum
Berlin e.V. sind mit FVFM Bln. e.V. gekennzeichnet.
Verteilung in den Dienststellen der Berliner Feuerwehr
sowie an die Mitglieder des FKF e.V. und des Fördervereins
Feuerwehrmuseum Berlin e.V.

2

Seite 2

Einleitungsworte

Seite 3

Fahrzeuge
Kleineinsatzfahrzeug
(KLEF)
LHF 10/5 - LHF-K

Seite 4

TLF 24/50

Seite 5

Neue ELW-C
Neue RTW Generation Seite 6
Modelle
ModellNEWS

Seite 7

Kleines Fahrzeug,
aber viel Arbeit

Seite 8

Ein Omnibus,
aber doch keiner

Seite 9

Hoch hinaus
Seite 10 - 11
12.09.2014 - 13.09.2014
8. Firefighter Combat ChallenWissen
ge Berlin
www.fcc-germany.de
Licht an !!!!!
Seite 11

Feuerwache Wannsee
Kronprinzessinnenweg 20 14109 Berlin

26.08.2014

Termine
Inhalt / Impressum

Die Staffel
im Löscheinsatz

Seite 12

Kolumne
Vom Wurzelbürstenbediener
zum Halbarzt
Seite 13
Sind Gewerkschaften
noch zeitgemäß?
Seite 14
Veranstaltungen
Feuerwehrerkundungsreise

Seite 15

Über den Tellerrand
geschaut
Seite 16 - 17

Die gedruckte Ausgabe ist nur in begrenzter Anzahl verfügbar.
Sie können jedoch die Brennpunkt news kostenlos per Email
beziehen. Bitte senden Sie eine Email mit dem Betreff
„Brennpunkt news Bestellung“ an:
M.Luedke@Feuerwehr-Fanshop.de
Sie erhalten die Ausgabe dann per Email als Adobe-PDF.

Wer hoch hinaus will

Seite 18

Zauberwehr

Seite 19

Wenn Sie das Erscheinen der Brennpunkt news durch ein
Inserat unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte mit dem
Betreff „Brennpunkt news Inserat“ und Ihren Kontaktdaten an:
M.Luedke@Feuerwehr-Fanshop.de oder rufen Sie uns an:
0163 - 6901 112
Sie erhalten dann die aktuellen Mediendaten.

Feuerwache Mitteein Rückblick
Seite 20 - 21

Museum

Alle wollen
nach oben !
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rennpunkt
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Seite 22 - 23

Einleitungsworte
Liebe Leser und Leserinnen
Wer hätte es noch für möglich gehalten, hier ist nun unsere neueste Ausgabe der Brennpunkt news.
Ursprünglich sollten jährlich vier Ausgaben erscheinen. Das war leider nicht haltbar. Bedingt durch
die schwere Erkrankung unseres Layouters kam es hier immer wieder zu Verzögerungen, so dass
das pünktliche Erscheinen leider nicht gesichert war. Dennoch hielten wir an der Idee fest, unsere
Mitglieder und Förderer und allen anderen Feuerwehrbegeisterten eine Information über die Berliner
Feuerwehr, Fahrzeuge und Modellbau weiterhin zukommen zu lassen. Nach längeren Gesprächen
mit dem Vorstand, dem Verein Feuerwehrmuseum e.V. und der Pressestelle der Berliner Feuerwehr
haben wir uns nun zu einem Neukonzept entschieden. Die Brennpunkt news wird nun einmal jährlich
für unsere Mitglieder erscheinen. Des Weiteren ist geplant, die seitens der Behördenleitung der
Berliner Feuerwehr herausgegebene LBD Info, die grundsätzlich viermal im Jahr erscheint, künftig
auch an unsere Mitglieder zu verteilen. In der LBD Info wird sich künftig der Förderkreis Feuerwehr
und das Feuerwehrmuseum auch präsentieren können, der Landesbranddirektor hat dem zugestimmt, im Gegenzug beteiligt sich der FKF und der Museumsverein an den Kosten der Ausgaben.
Als Ergebnis erhalten beide Vereine eine ausreichende Anzahl Exemplare für ihre Mitglieder. Ich
denke, das ist eine gute Lösung, denn bspw. werden die Fahrzeugfreaks in der LBD Info auch über
neueste Entwicklungen informiert. Wir werden sehen, ob sich das gut einpendelt, Herausgeber bleibt
in diesem Falle die Berliner Feuerwehr. Nun noch mal zur den Brennpunkt news. Hiermit möchten
wir uns als Nachruf an unseren Layouter Thomas Hirte für seine geleistete Arbeit bedanken. Er hatte
gesundheitlich wirklich ein schweres Los zu tragen, raffte sich aber immer wieder auf. Den letzten
Kampf verlor er leider und verstarb sehr früh. Thomas Hirte gehörte von Anfang an zum Förderkreis
Feuerwehr.
Nun haben wir es Michael Lüdke vom Feuerwehr-Fanshop zu verdanken, dass es mit unseren
Brennpunkt news nun doch ein wenig weitergeht. Er hat sich bereit erklärt, das Layout fortzuführen,
worüber wir sehr dankbar sind. Sein Gesellenstück war der faltbare Jahresdienstplan für 2014, den
er hervorragend hinbekommen hat. Quasi das Meisterstück liegt nun vor ihnen, die erste Ausgabe im
neuen Layout.
Wir wünschen Ihnen liebe Leser viel Spaß mit der neuen Brennpunkt news.
Hans-Jörg Schierz

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3

Fahrzeuge

Neue Fahrzeuge

Kleineinsatzfahrzeuge (KLEF)
In einer der letzten LBD Info
erzählten wir von der längeren
Entwicklungsgeschichte der
Mercedes (MB) Vario Transporter
und stellten deren Karriere bei
der Berliner Feuerwehr vor. So
versah dieser Fahrzeugtyp in den
v e r s c h i e d e n s t e n Va r i a n t e n
seinen Dienst. Mit der Auslieferung Ende Dezember 2013
erschienen nun die allerletzten
Mercedes Vario bei der Berliner
Feuerwehr, gleichzeitig waren
das die letzten Varios mit Aufbauten aus der Rosenbauer Produktion. So werden zwei neue
Kleineinsatzfahrzeuge (KLEF)
auf den Feuerwachen Ranke und
Weißensee in Dienst gestellt.
Diese MB Kastenwagen sind
nach bewährtem Prinzip zu
rollenden Multitalenten ausgebaut worden. Hier fehlt es an
nichts, was der „normale“ Einsatz
an Werkzeugen verlangt. So
lassen sich Türen öffnen, nun
auch mit einer neuen Fräsertechnik, Ölspuren beseitigen, Wasserschäden bekämpfen, Einsätze mit Tieren in allen Varianten
bewältigen. Für sofortbedürftige

Kleinreparaturen steht im Innern
des Fahrzeuges eine Werkbank
zur Verfügung. Damit alle Gerätschaften sicher verstaut werden,
wurden die KLEF mit einem
Regalsystem ausgestattet.

Rosenbauer bezeichnet diese
Aufbauart auch hier als Compact
Line. Die KLEF sind in RAL 3000
(Feuerrot) lackiert und im Corporate Design beklebt.

Bild : Schierz

Fahrgestell
Aufbau
Länge
Höhe
Breite
Radstand

MB Vario 616D KA
Rosenbauer Compactline
6.290 mm
2.200 mm
2.900 mm
3.700 mm

LHF 10/5 - LHF-K
Zur zweiten Fahrzeuggattung
gehören die LHF 10/5. Der hier
verwendete Vario ist ein etwas
stärkeres Fahrgestell wie das der
KLEF. Die LHF 10/5 sind in erster
Linie für die Freiwilligen Feuerwehren gedacht, deren Platzverhältnisse eine Ausstattung mit
einem LHF 16/12 oder 20/12
nicht zulassen. Besonders die
niedrige Bauhöhe von 2.560 mm
sei zu erwähnen, was nur durch
eine gut durchdachte integrierte
Dachbeladung zu leisten war. Die

4

Steckleiterteile sind über das
gesamte Aufbaudach verteilt und
von außen gar nicht sichtbar. In
der Beladung stehen die LHFK(klein), wie sie auch heißen,
den größeren Brüdern in nichts
nach. Hierzu gehören vier Pressluftatmer, Werkzeug zum Tür
öffnen, Stromerzeuger, Kettensäge, hydraulisches Rettungsgerät sowie Rettungsdienstausstattung. Beim hydraulischen Rettungsgerät entschied man sich
für die Akkuvariante, wie sie auch

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rennpunkt
new

auf den neuesten LHF 20/12
verwendet werden. Hier gibt es
also einen Unterschied zu der
Vorgängergeneration. Für die
Brandbekämpfung stehen 500 l
Wasser zur Verfügung, die
Wasserförderung erfolgt über
eine Tragkraftspritze mit 1500l
Leistung bei 10bar Pumpenausgangsdruck. Die Tragkraftspritze
ist zwar integriert, lässt sich über
ein Liftsystem jedoch relativ
schnell herausnehmen. Auch
eine Schaumerzeugung mittels

Fahrzeuge
Turbozumischer ist möglich, 60 l
Schaummittel werden dazu
zunächst mitgeführt. Alles halt
eine Nummer kleiner, aber sehr
effektiv für die Freiwilligen Feuerwehren. Zwei LHF-K sind zum
Gesamtbestand hinzugekommen. Insgesamt sind es noch
einmal vier Mercedes Vario, die
jetzt bei der Berliner Feuerwehr
in Form von zwei KLEF und zwei
LHF 10/5 in Dienst gestellt
wurden. Die Ära dieses Fahrgestelltyps ist damit für immer
beendet. Bei der Serviceeinheit
Fahrzeug und Geräte laufen
zurzeit schon Planungen, wer
der passende Nachfolger werden
könnte. Hierzu ist es natürlich
wichtig, Abmaße, Beladung und
komfortables Arbeiten unter
einen Hut zu bekommen.

Bild : Schierz

Fahrgestell
Aufbau
Länge
Höhe
Breite
Radstand

MB Vario 818D
Rosenbauer Compactline
6.350 mm
2.330 mm
2.560 mm
3.700 mm

TLF 24/50
und 1600l Löschmittelvolumenstrom. Um diese Leistung zu
erbringen, kommen zwei Mischkammern zum Einbau. Rosenbauer ist hier in der Entwicklung
sehr weit vorangeschritten. Zur
weiteren Neuheit gehört eine neu
gestaltete Armaturentafel bzw.
Bedientableau. Auf dem Dach
befindet sich ein funkfernbedienbarer Werfer der die Löschmittelabgabe von Wasser und Druckluftschaum ermöglicht. Eine
herkömmliche Schaumabgabe
ist damit nicht mehr möglich was
am fehlenden Luftschaumrohr zu
erkennen ist. Das neue TLF mit
Bild : Schierz

Auch bei den TanklöschfahrzeuFahrgestell MB 1829 AK Axor -R
gen hat es Nachwuchs gegeben.
Aufbau Rosenbauer
In schon bekannter und bewährLänge 7.380 mm
ter Weise wurde ein TLF 24/50
Höhe 2.500 mm
auf Mercedes Axor mit RosenBreite 3.285 mm
bauer Aufbau neu in Dienst
Radstand 3.900 mm
gestellt. Neu an diesem TLF ist
die nochmals vergrößerte und bauer nun Cafs 6000 heißt, nennt der B-Nummer 2213 wird nach
l e i s t u n g s s t ä r k e D r u c k l u f t - sich hier DLS 4800/1600. Also jetzigem Stand auf der Feuerwaschaumanlage. Was bei Rosen- 4800l Kompressorluftleistung che Marzahn in Dienst gestellt.
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rennpunkt
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Fahrzeuge

Neue ELW-C

Um alle jetzigen C-Dienst Standorte mit gleichwertiger Technik
auszustatten, wurden drei neue
Einsatzleitwagen beschafft. Zu
den Vorgängerbeschaffungen
aus 2013 gibt es nur leichte
Detailunterschiede. Von Binz
ausgebaut, wurde ein MB Sprinter 313 CDI als Fahrgestell
verwendet. Auffallendes Merkmal ist die an das Fahrzeug
angepasste Markise, die dadurch
recht elegant aussieht, das war
allerdings auch bei den Vorgängern so. Der Computerarbeitsplatz im ELW wird mit Programmen und Datenbanken auf den
neuesten Stand gebracht, so Bild: Schierz
dass ein vernünftiges Arbeiten
Fahrgestell
und Unterstützung bei EntscheiAufbau
dungen des Einsatzleiters mögLänge
lich sind. Die neuen ELW-C
Höhe
kommen auf die Standorte
Breite
Treptow 5317, Prenzlauer Berg
Radstand
1317 und Pankow 2617.

MB Sprinter 313 CDI KA
Binz
5.245 mm
1.993 mm
2.550 mm
3.250 mm

Neue RTW
Generation

Bild: Schierz

Bild: Schierz

Fahrgestell MB Sprinter 516 CDI
Aufbau Fahrtec
Länge 6.450 mm
Höhe 2.080 mm
Breite 2.900 mm
Radstand 3.665 mm
Vom Grundsatz her, sind sie Fahrgestellen. Der Umwelt zu
gleich geblieben. Auch die liebe handelt es sich zunächst
Innenausstattung hat nur leichte einmal um Euro 6 Antriebe mit
Detailveränderungen. Äußerlich B l u e Te c Te c h n o l o g i e . D a s
dagegen hat sich etwas getan. Außengesicht hat ein deutliches
Gemeint ist neueste RTW Gene- Facelift bekommen. Erkennbar
an den bis an die Frontscheinration auf Mercedes Sprinter
6

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rennpunkt
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werfer hochgezogenen Stoßfänger fällt die Schönheitskur als
erstes auf. Das Frontgrill ist
etwas geschwungener als beim
Vorgänger. Insgesamt sind
zunächst 13 RTW der neuen
Generation erschienen. Um nur
einige Wachen zu nennen :
Suarez, Zehlendorf, Wannsee,
Tempelhof, Friedrichshain, Tegel
dürfen solch einen RTW ihr Eigen
nennen.
Schierz

ModellNE W S

Modelle
von Ingo Papenfuß

Nachfolgend eine Übersicht von
Serien- und Sondermodellen im
Maßstab HO / 1:87 mit Bezug
zur Berliner Feuerwehr seit Mitte
2012.
Von Brekina erschien unter der
Bestellnummer 36707 ein Mercedes 0309 „Düsseldorfer“ als MTF
2. Ein weiterer „Düsseldorfer“ in
der Variante Mercedes L508 als
RTW in leuchtrot mit der Bestellnummer 36904 kam auch noch
dazu.
Aus der Nachwendezeit ergänzte
ein Barkas B 1000 mit Kofferaufbau als Klein-LKW die Reihe an
Berliner Fahrzeugen, das Original hatte noch einen aerodynamischen Dachspoiler, der aber
leider nicht am Modell verwirklicht werden konnte, Bestellnummer 303600.
Von Herpa erschien Anfang 2014
das Modell eines MercedesBenz Vario als KLEF, leider mit
kurzem RTW-Radstand, aber im
aktuellen Design, Bestellnummer
091039.

Bild: Papenfuß

Die Auflage pro Modell ist auf je
300 Exemplare limitiert, der
Stückpreis beträgt 35.95 Euro.
Ende April 2014 erschienen
erneut Sondermodelle vom
Kleinen Autoladen, dieses Mal
Mercedes-Benz Sprinter Koffer
RTW in zwei Varianten.
Vorbilder waren die RTW mit den
Kennzeichen B-2411 mit dem
Wachschild „Marzahn 1“ und B2455 mit dem Wachschild „Neukölln“.

Im August 2013 brachte der
Kleine Autoladen aus Osnabrück
zwei Sondermodelle von Berliner
Drehleitern auf Herpa-Basis
heraus.
Das eine Modell hat die MAN
TGM L32 / Metz mit dem Kennzeichen B-2318 zum Vorbild, der
Stoßfänger ist grau und der
Drehkranz ist weiß,
das zweite Modell die MAN TGM
L32 / Metz mit dem Kennzeichen
B-2306.
Bei diesem Modell ist der Stoßfänger weiß und der Drehkranz
leuchtrot, beide Modelle haben
die korrekten Detaildrucke incl.
K e n n z e i c h e n , T ü r w a p p e n , Bild: Papenfuß
Straßenräumer usw.

Die Modelle haben das neue
Corporate Design und haben alle
Detaildrucke incl. Kennzeichen
und Wachschildern.
Die Auflage pro Modell ist auf je
250 Exemplare limitiert, der
Stückpreis beträgt 28.95 Euro.
Bezugsquellen:
Der kleine Autoladen,
Tel. 0541/2599820,
www.derkleineautoladen.de

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rennpunkt
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7

Modelle
Oft sieht man es ihnen gar nicht
auf den ersten Blick an, aber
dann beim Konstruieren merkt
man, dass hier und da doch eine
Menge Arbeit auf einen wartet.
Vorgestellt wurden die neuen
Tanklöschfahrzeuge im Original
in einer der letzten brennpunkt
news. Heute widmen wir uns dem
Modell. Grundmodell ist ein
Herpa MAN TGL mit facegeliftetem Fahrerhaus, im übrigen wird
auf der Nutzfahrzeug IAA 2012
schon wieder eine neue Variante
vorgestellt. Kompliziert wird es
wie immer beim Kotflügel, der
muss verbreitert und erhöht
werden, der angehangene Teil
mit dem Schmutzlappen wird
weitestgehend selbst konstruiert.

Das TGL Fahrerhaus bekommt
eine Fahrerhausverlängerung in
Form eines „Rucksackes“. Das
Originalfahrerhaus braucht in
diesem Falle hinten nicht aufgetrennt werden, da man den
Anhang ohnehin so gut wie gar
nicht sieht. Die Verlängerung
muss mit dem Dach des Originalfahrerhauses genau abschließen, so dass der Eindruck entstehlt, es wäre aus einem Stück
gebaut. Im Dachteil sitzt der
Anhang dagegen etwas abgesenkt. Teuer wird es auch, denn
lange habe ich nach einem
passenden Reifen gesucht.
Gesucht- gefunden, bei Wiking
wurde ich fündig, nämlich bei
einem Unimog der neuesten
Generation. Grobstollig, aber
8

Kleineres Fahrzeug, aber viel Arbeit
dennoch richtig dimensioniert, so
ist es dann auch richtig. Der ist
Aufbau dagegen vom
Grundsatz erst
einmal relativ
einfach. In
Kastenform
und symmetrisch konstruiert, ist
es genau genommen ein
gerade Kiste,
wenn da nicht
das Heck wäre.
Ähnlich wie Magirus
es bei seinen Löschfahrzeugen benutzt, wurde
auch hier der Abschluss modern
abgerundet. Ich verwendete
dazu Profile in Form von
Viertelstäben, die noch
etwas verbreitert wurden.
Etwas fummelig wurde es
dann am Oberteil des
Hecks, weil die Rundungen sich dort noch einmal
in einer Art S-Kurve verjüngen. Als alter „Fummler“
bekommt man aber auch
das gut hin. Die Rückleuchten sollte schon auf
das Rundprofil geklebt werden,
um nach dem Trocknungsvorgang plan geschliffen zu werden.
Nachdem das Fahrerhaus und
der Aufbau in Weiß lackiert
wurden, erfolgte die Beklebung wie immer mit
Originalfolie. Im
Fahrerhaus
muss noch
der dritte
Sitz und
der
Scheinwerfer,
sowie Navisystem und
Buzzer eingebaut werden.
Der Aufbau erhält
auch noch eine Kon-

turanpassung
zum Fahrerhaus in Form von
Winkelprofilen, die ich entsprechend abknickte. Das Aufbaudach ist ebenfalls nicht unkompliziert. Besonders der Klappwerfer, der sich wie eine weiße
Riesenschlange ebenso oft
windet hatte es in sich. Daneben
gehören noch die Klappgeländer,
ebenfalls aus Kleinstprofilen
gefertigt. Zum Finish kommen
Antennen, Wachschilder, Steckleitern, Scheinwerfer, Fanfaren,
Druckabgänge und und und.
Schierz

Bilder: Schierz

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rennpunkt
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Modelle

Ein Omnibus, aber doch keiner
In den fünfziger bis sechziger
Jahren nahm man sich noch viel
Zeit bei der Kreation von Neufahrzeugen. Nicht nur der reine
Nutzen, sondern auch das
moderne Aussehen waren
wichtig. Schließlich isst das Auge
ja mit. Sieht man dagegen heutige Produktionen im gesamten
Bundesgebiet, tut es auch schon
mal gehörig weh im Auge wenn
man sieht, was da so gebaut
wird. Unmögliche Proportionen
oder Brotkisten, alles ist anzutreffen. Ein großes Pro der
Berliner Feuerwehr war
bis jetzt auch immer, ein
„schönes“ Fahrzeug
bauen zulassen. Würde
man z.B. auf Konturanpassungen verzichten, würden die RTW
wie Möbeltransporter
und die LHF wie gewollt
und nicht gekonnt aussehen. Schön dass es bei uns
nicht so ist! Doch zurück zu unserem Oldie. Unser Vorbild und
Modell ist ein Tanklöschfahrzeug
in der sogenannten Omnibusbauweise. Der Name kommt von
der Konstruktion in einem Stück
und dem lang gezogenen und
weich abgerundeten Aufbau.Das
hat wohl noch viel Arbeit und
Mühe bedeutet, die heute keiner
mehr bezahlen könnte bzw.
würde. Was schön war musste
aber nicht gleichzeitig zweckmäßig sein. So hatte man arge
Probleme die Steckleitern in den
Aufbau zu integrieren. Auch das
übrige Platzangebot war nicht
gerade üppig. Aber schön waren
sie trotzdem. Die Berliner Feuerwehr besaß mehrere Fahrzeuge
dieser Bauform, als Fahrgestell
wurden sowohl Mercedes als
auch Magirus Mercur Fahrgestelle verwendet. Das Modell dagegen lässt sich mit viel Schleif- und

Bilder: Schierz

Spachtelarbeit auch noch heute
nachproduzieren. Als Fahrgestell
dient ein Brekina Magirus Mercur, dessen Fahrerhaus hinter er
Tür abgetrennt wird. Im unterer
Bereich findet eine Verbreiterung
statt, die sich auch über den
Aufbau in gesamter Länge
hinwegzieht. Der restliche Aufbau wird aus Polystyrol (1mm)
hergestellt. Bevor die Seitenteile
angeklebt werden,
sollten die Türen
eingraviert werden.
Im Dachbereich
müssen mehrere
Schichten übereinandergeklebt
werden, damit
hier ausreichendes Futter für den
Rundschliff entsteht.
Recht grob fängt man
mit einer dicken Feile an,
die Rundungen an den
Seiten und dem Heck herzustel

len. Danach wird es feiner
mit Spachtel und immer
feiner werdenden
Sandpapier. Jetzt
werden die zahlreichen Türscharniere mittels rundem Kleinprofil
erzeugt. Besonders
fein und teuer wird es im
Dachbereich. Um die durchgehende Reeling zu erzeugen,
bediente ich mich mit sogenannten Griffstangenhaltern des
Eisenbahnmodellbau der Firma
Weinert. Diese gibt es als Spritzling, sehen gut aus sind aber
eben nicht ganz billig. Die Löcher
im Dach müssen vorgebohrt
werden und die Halter werden
nach der Lackierung des Modells
symmetrisch eingeklebt. Nun
zieht man einen dünnen Draht
durch die Halter, so dass sich
eine durchgehende Linie ergibt.
Dies ist aber nicht so einfach, weil
der Draht in einem Bogen nach
vorne in das Fahrerhaus hineinragt, also ein bisschen muss man
schon fummeln. Die weiteren
Feinheiten heben das Modell
noch zusätzlich hervor.
Schierz

Bilder: Schierz

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rennpunkt
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9

Modelle

Hoch hinaus

Noch aus Kriegszeiten besaß die
Berliner Feuerwehr eine DL 46.
Ja man hört richtig, eine Leiterlänge von 46m und natürlich
dementsprechender Höhe. In
den sechziger Jahren mussten
junge Feuerwehrmänner diese
Drehleiter noch im Freistand
besteigen und somit ihre Höhentauglichkeit unter Beweis stellen.
Aus Kontakten mit Pensionären
weiß man, dass das kein Zuckerschlecken war. Da gab es noch
den einen oder anderen Schelm,
der die aufgerichtete Leiter mit
den Halteleinen noch zusätzlich
etwas ins Wanken brachte und
somit den Übelkeitspegel des

Probanden erhöhte. Bei fast 46m
Höhe dürfte man sich da wie an
einem Flügel eines Windkraftwerkes gefühlt haben. Die Leiter
blieb dabei natürlich trotzdem
standsicher. Aufgebaut war die
DL auf eine Mercedes L 6500, der
Aufbau stammte von Metz.
Dieses Schmuckstück wollte ich
natürlich auch in meiner Modellvitrine haben, es haperte aber
immer wieder am fehlenden
Leitersatz, der ja immerhin 6teilig war. Was blieb also anderes
übrig, als den Leitersatz selber
aus Profilen zu bauen. Die
Anzahl dürfte wohl in mehreren
hundert Einzelteilen enden, aber
einmal angefangen, wollte ich
das Projekt auch zu Ende führen.
10

Bild: Berliner Feuerwehr

Das Fahrgestell
wurde komplett
selber gebaut,
das vordere
Fahrerhaus
stammt von
Wiking, die
dieses im
LKW Programm ohne
KabinenverBild: Schierz
längerung
anboten. Beim
Drehturm musste viel improvisiert werden. So wurden die
Zahnräder des Aufrichterahmens
im Bogen aus zersägten Deckeln
einer Pillendose hergestellt.
Gewusst wie, Hauptsache man
findet eine Lösung. Die dazugehörenden Ketten
wurden wiederum aus
Bändern imitiert. Und dann
der Leitersatz.
Am Anfang
hat man das
Gefühl: „Das
schaffe ich nie“
Ist man dann
erst einmal
dabei, wundert

s
rennpunkt
new

man sich, wie schnell das eigentlich geht. Man fängt im übrigen
mit dem größten äußeren Leiterteil an. So zeichnete ich mir
zunächst eine maßstäbliche
Leiterschablone auf dicker
Pappe. Dann befestigte ich mit
Hilfe von Stecknadeln das Unterprofil und die obere Gurtung. Nun
klebte ich Stück für Stück die
passenden zurecht geschnittenen Profilteile ein. Nachdem zwei
Seitenteile dadurch entstanden
sind, mussten noch die Sprossen
in der passenden Breite eingeklebt werden. Da war es fertig,
das erste äußere Leiterteil. Im
selben Verfahren fertigte ich die
anderen Teile an, wurde dabei
aber immer kleiner in der Bauwei-

Bild: Schierz

Modelle
Bauweise, denn schließlich
sollten ja alle Teile später ineinander passen. Auch wenn es
sogar geklappt hätte, aber auf
eine Funktionalität habe ich
verzichtet, denn das hätten die
Profile auf Dauer nicht mitgemacht. Nachdem Stunde über
Stunde vergangen war, lagen alle
angefertigten Teile vor mir auf
dem Tisch und mussten in Silber
lackiert werden. Danach wurden

sie vorsichtig zusammengeführt
und fixiert. Alles Zusammengebaute ergab dann ein recht
gewaltiges Modell, schade dass
das Original nicht mehr existent
ist. Die Berliner Feuerwehr
besitzt heute lediglich eine DLK
37 auf der Feuerwache Marzahn,
der Rest besteht aus DLK 23/12
oder im neudeutsch DLA(K)
23/12. Im Museum für Verkehr
befindet sich in der Asservaten-

Licht an !!!!!!!!

halle noch eine Büssing DL 37,
die leider nie richtig restauriert
bzw. fertig gestellt wurde. Das
Fahrzeugmodell muss in RAL
3000 (Feuerrot) lackiert werden.
Und für den, der sich nicht traut
das Modell zu bauen kann ich nur
sagen: : Ran da!Schierz

Wissen

Wenn man so in der Freizeit
durch die Straßen läuft, achtet
man natürlich als pflichtbewusster Feuerwehrmann auch auf
sein Umfeld. Und na klar, wenn
man dann die Fanfare, also unser
Lied hört, schaut man sich schon
um, was da für ein Fahrzeug
ankommt. Dabei fällt einem
immer mehr auf, dass viele
Kollegen während der Alarmfahrt
vergessen, das Abblendlicht
einzuschalten. Ohnehin besteht
ja eine interne Anweisung, dass
Feuerwehrfahrzeuge grundsätzlich immer mit Abblendlicht zu
fahren haben. Also dürfte es gar
keinen Zweifel geben, dieses
auch entsprechend einzuschalten. Dagegen ist es nicht erlaubt,
bei Alarm mit Fernlicht zufahren,
was im übrigen mit einem recht
hohen Bußgeld enden kann. Auf
jeden Fall verliert das Fahrzeug
ohne Abblendlicht während der
Alarmfahrt deutlich an Erkennbarkeit, besonders bei Sonnenschein fällt dies auf, weil auch die
Blitzer des Blaulichtes dann nicht
optimal zu erkennen sind. Also
nicht vergessen LICHT AN !!!!!!!!

Bild: Schierz

®

Schierz

Anzeige

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rennpunkt
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11

Wissen

Die Staffel im Löscheinsatz
Viele Kollegen werden gar nicht
wissen, dass es bei der Berliner
Feuerwehr schon seit langem
Löschfahrzeuge gab, die als
Staffel besetzt oder bauartbedingt so ausgelegt waren. Die
älteren unter uns, ja ich bin es
auch, kennen sie aber noch aus
früheren Zeiten. Es waren die
sogenannten LF16 ST. Das
bedeutet: Löschgruppenfahrzeug mit einer eingebauten
Feuerlöschkreiselpumpe mit
1600l Leistung pro Minute und
einer Staffelkabine. Eine weitere
Besonderheit gegenüber einem
„normalen“ Löschgruppenfahrzeug (800l) war der Löschwasserbehälter mit 1600l Inhalt. Der
Aufbau war in den Grundzügen
dagegen identisch. Der Grundgedanke dieser Beschaffungen
aus dem Jahre 1975 lag zum
einen darin, zwei taktisch gleichwertige Fahrzeuge im Löschzug
zu besitzen. Zum anderen gab es
Feuerwachen wie Grunewald,
Wannsee und Steglitz, die nur mit
einer Staffel besetzt waren. Der
Löschzug sollte 3200l Wasser
mitführen, so waren es bei LF
und TLF 800l plus 2400l Wasser,
bei zwei LF 16 St wäre man somit

auf die gleiche Menge gekommen. Im Prinzip war man seiner
Zeit voraus, setzte dies aber
zunächst nicht um. So konnte
man die LF 16 ST aber dennoch
als kleine Vorläufer der heutigen
LHF ansehen. Die Berliner
Feuerwehr besaß insgesamt fünf
LF 16 ST. Alle Fahrzeuge waren
MAN 11.168 Haubenfahrgestelle, der Aufbau wurde vom damaligen Hauslieferant Bachert
geliefert. Die Fahrzeuge hatten

feuerwehrintern den Spitznamen
„KWS Auto“. Die bedeutete, das
sie nach dem ehem. LBD Kurt
Werner Seidel benannt wurden,
der die Idee dazu hatte. Das
abgebildete Fahrzeug weißt
noch ein Kuriosum auf, hat es
doch ein Typenschild 13.192.
Dies muss wohl fälschlich nach
der Neulackierung angebracht
worden sein, 11.168 wäre hier
richtig gewesen.
Schierz

Bild: Schierz
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s
rennpunkt
new

Kolumne

Vom Wurzelbürstenbediener zum Halbarzt
Nun ist es durch, der Notfallsanitäter kommt und stellt viele
Feuerwehren vor arge Probleme.
Wie hat es eigentlich mal alles
angefangen. Relativ früh erkannte man, dass Feuerwehrmänner
über Fähigkeiten im Rettungsdienst verfügen sollten. Von 1913
bis 1943 war das Rettungsamt für
den Rettungsdienst zuständig.
Danach wurde die Aufgabe dem
Roten Kreuz übergeben. Nach
dem zweiten Weltkrieg veranlassten die Engländer und Amerikaner die Feuerwehr zur
Beschaffung von Fahrzeugen,
die für den Abtransport verletzter
Personen geeignet sind. In
dieser Zeit hieß der „jetzige“
Rettungswagen noch SHW
(Schnellhilfswagen). Nach der
Teilung beider Stadthälften
wurde im Westen ein neues
Rettungsamt in Charlottenburg
eingerichtet. Wenn dessen
Kapazitäten überbeansprucht
wurden, setzte die Berliner
Feuerwehr sogenannte UW
(Unfallwagen) ein, um hier
unterstützend tätig zu werden.
Die Anzahl der Einsätze nahm
stetig zu, so dass jeder Löschzug
über einen UW verfügte. Zu
diesem Zeitpunkt war wohl noch
keinem Feuerwehrangehörigen
bewusst, welchen Stellenwert
der Rettungsdienst eines Tages
haben würde. Das erkannte man
schon daran, dass zur verletztenoder hilflosen Person in Wohnung immer ein Löschfahrzeug
mit ausrückte, vielleicht ein
Vorbote der heutigen Tragehilfe ?
1969 wurde das Rettungsamt
(West)in die Berliner Feuerwehr
integriert und der damalige noch
neue Landesbranddirektor KurtWerner Seidel machte es sich zu
seiner Aufgabe, den Rettungs-

dienst und dessen Ausbildung zu
modernisieren. Kam man so wie
ich Anfang der achtziger Jahre
auf die Feuerwache, war der
Rettungsdienst schon fest
etabliert. Dann und wann erzählten die alten Haudegen von ihren
früheren guten Taten im Rettungsdienst. Die Reanimation
erfolgte dabei auf eine Art und
Weise, die heute undenkbar
wäre. So wurde mit der Wurzelbürste unter den Fußsohlen
gearbeitet, um den Blutkreislauf
anzuregen. Und immerhin
durften schon zwei verschiedene
Spritzen gegeben werden,
Lobelin und Kardiazol sollen hier
die Mittel der Wahl gewesen sein.
Tja, so waren eben die neuesten
Erkenntnisse in der Notfallmedizin. Auf Drängen der Ärzte kam
1 9 7 4 d i e H i n zu n a h me d e s
Notarztdienstes zur Feuerwehr.
Eigens aus Mitteln der Björn
Steiger Stiftung stellte die Berliner Feuerwehr den ersten Notarztwagen (NAW) im Rudolf
Virchow Klinikum in Dienst. Der
Arzt kam nun zum Patienten, die
medizinischen Maßnahmen
wurden immer erfolgreicher.
Sogar kleine Operationen konnten im NAW vollzogen werden.
Bedingt durch einen Totalschaden bei einem Verkehrsunfall,
wurde Berlins einziger NAW
zerstört. Das führte bei der
Berliner Bevölkerung, aufgerufen
durch die BZ, zu einem wahren
Spendenwahn, so dass mehrere
NAW beschafft wurden. Der
Senat kam dadurch in Zugzwang
und baute das gesamte NAW
System für die Stadt flächendeckend aus. Die Besetzung des
RTW regelte dann bis heute das
Rettungsdienstgesetz. War es
zunächst der Rettungssanitäter,

später der Rettungsassistent, so
ist es nun künftig der Notfallsanitäter. Mit der Namensänderung
erfolgt die Steigerung der Qualifikation und natürlich auch die
Stundenquantität der Ausbildung. Es müssen also sehr viele
Stunden absolviert werden um
zum „King of Rescue“ ernannt zu
werden. Die oft von den Kollegen
gestellte Frage: „Bin ich Arzt oder
Feuerwehrmann?“ könnte
dadurch an Bedeutung gewinnen. Nun ist eine höherwertige
Ausbildung vom Grundsatz her
erst einmal gut, aber sie muss
auch finanzierbar und durchführbar bleiben. Wenn man hört, was
der Notfallsanitäter künftig alles
können muss, dann sollte man
nicht vergessen, dass er auch
Feuerwehrmann ist und hier
auch vieles können muss. Es
stellt sich die Frage, ob ein
Mensch das alles wirklich leisten
kann. Da der Notfallsanitäter ein
eigenes Berufsbild darstellt, zeigt
ja wie umfangreich nur dieser
Beruf sein wird. Es hat sich also
sehr viel getan in den letzten
Jahrzehnten. Bleibt zu hoffen,
das Notfallrettungsdienst und
natürlich auch die Feuerwehr
geprägt wird, von qualitativ
hochwertiger Arbeit, Sparzwänge haben da keinen Platz mehr.
Es gibt viel zu tun, Lehrgänge,
Praktika, Aus- und Fortbildung,
Rezertifizierung, das sind die
Überschriften. Und bei allen
sollte vor allen Dingen eines nicht
vergessen werden, die Verantwortung im Verbund mit den
künftigen Maßnahmen die ein
Notfallsanitäter durchführen soll,
werden enorm hoch sein.
Schierz

s
rennpunkt
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13

Sind Gewerkschaften noch zeitgemäß?
Den Fortschritt verdanken die Menschen den Unzufriedenen.
Aldous Huxley, engl. Schriftsteller
Als der im nationalsozialistischen
Widerstand tätige Nikolaus Groß
Gewerkschaftsführer war, war
der Zulauf zu Gewerkschaften
stärker als jetzt. Es scheint, dass
der Gemeinschaftssinn dem
Individualismus weicht. Immer
mehr Menschen fragen sich:
Wozu brauchen wir überhaupt
Gewerkschaften? Um Grabenkämpfe zwischen den einzelnen
Gewerkschaften zu beobachten?
Um nach einer Demo zu resignieren, weil es scheinbar nichts
gebracht hat? Mal ehrlich: Angleichung der Gehälter an das
Bundesniveau bis 2017? Wer
denkt da nicht an Hinhaltetaktik?
Ich erwarte, dass der Landesbranddirektor in der Abendschau
mit der Faust auf den Tisch haut,
und die Probleme anspricht:
schlechte Bezahlung, zu wenig
Personal trotz steigender Einsatzzahlen. „Für meine Jungs
lege ich meine Hand ins Feuer“.
Wenn's doch so wäre!
Ich habe mich vor einigen Jahren
gefragt: „Warum gibt es eigentlich keine reine Feuerwehrgewerkschaft?“ Seit dem ersten Mai
2011, passenderweise einem
Tag der Arbeit, gibt es nun eine
Feuerwehrgewerkschaft, nur für
Feuerwehrbelange. Gut fürs WirGefühl. Immerhin hat sie schon
über 1500 Mitglieder. Eine
Gewerkschaft ist so stark wie die
Zahl ihrer Mitglieder
Die weit verbreitete Erwartungsh a l t u n g i s t : Wa s k a n n d i e
Gewerkschaft für mich tun? Doch
Gewerkschaft: das sind wir! Eine
Gewerkschaft ist ein Vehikel, um
mit einer Stimme zu sprechen.
Die Aufgaben werden nicht

14

weniger, das kann ein Einzelner
nicht bewältigen. Wo ist der
Teamgeist unter Feuerwehrleuten? Wir brauchen mehr Mitglieder, um uns durchzusetzen.
Berufung ist das eine, Loyalität
gehört dazu. Doch wir müssen
uns nicht alles gefallen lassen.
Wir müssen uns nicht gefallen
lassen, als faul, egoistisch und
überbezahlt angesehen zu
werden.
Eine Brandstelle ist die Bezahlung. Wir Berliner Feuerwehrleute sind die schlechtbezahlteste
Berufsfeuerwehr Deutschlands.
Dabei sind wir Beamte und
haben, einschließlich unserer
Familien, ein Recht auf Sicherung des Lebensunterhalts. Die

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rennpunkt
new

Bezüge müssen der allgemeinen
wirtschaftlichen Entwicklung
entsprechen.
Auch weil Kollegen krankheitsbedingt auf der Strecke bleiben,
wenn sie die Arbeit der fehlenden
Feuerwehrleute mitmachen, und
wir vom boomenden Tourismuskuchen nichts abbekommen, als
steigende Einsatzzahlen: Wir
brauchen eine bessere Bezahlung, denn wir sind da, wenn man
uns braucht.
Steffen Freyberg

DON`T PANIC,

ORGANISE !

Veranstaltungen

Feuerwehrerkundungsreise
Wie in jedem Jahr, gab es auch
im letzten Jahr für eine kleine
Gruppe von Berliner Feuerwehrleuten eine „Feuerwehrerkundungsreise“. Ziel war dieses Mal
die Feuerwehr Düsseldorf. Mit
acht Mann flogen wir somit
morgens auf der Umweltwache in
Düsseldorf ein und wurden sehr
nett begrüßt. Der diensthabende
Kollege nahm sich enorm viel
Zeit für uns und erklärte uns bis
ins kleinste Detail, wie der Dienst,
den man durchaus mit unserem
Technischen Dienst vergleichen
kann, abläuft. Es machte ihm
auch keine Mühe, jedes Fahrzeug herauszufahren und sogar
die Planen der Abrollbehälter
aufwendig zu öffnen. Man merkte
sofort, das ist ein Leib- und
Seelen- Feuerwehrmann. Gute
drei Stunden nahm er sich Zeit
und wir waren erstaunt, wie viel
Eigeninitiative hier in die Technik
mit eingeflossen ist, weil man in
Düsseldorf so etwas fördert. Auf
diesem Wege sagen wir nochmals Herzlichen Dank an den
Kollegen. Am Nachmittag ging es
dann zum Löschboot
Düsseldorf. Auffällig
war der enorm gute
Pflegezustand des
Schiffes, welches
doch schon viele
Jahre auf dem
Buckel hatte.

Auch hier wurden wir herzlichst
begrüßt von einem Kollegen, der
nicht nur wie der Koch Horst
Lichter aussah, sondern auch
noch dessen Humor trug. Wir
hatten großes Glück, denn der
Bootsmaschinist musste noch
Kilometer machen, so dass wir
eine kleine Schiffsreise über den
Rhein miterleben durften. Man
zeigte uns sogar, was für Power
in diesem Boot steckte. Mit viel
Witz und Charme erklärte uns der
Wachleiter des Löschbootes
während der Fahrt die Bootstechnik und den Ablauf des Dienstes.
Wer sich für das Löschboot bei
der Feuerwehr Düsseldorf
entscheidet, versieht auch nur
noch Dienst auf dieser Station,
also nicht mehr auf dem Zug.
Allerdings muss eine fünfjährige
Gesamtausbildung absolviert
werden, die es wirklich in sich
hat. Der Rhein ist nun mal auch
kein Kiesteich. Fakt ist, wir hatten
großes Glück mit den Kollegen
der Düsseldorfer Feuerwehr
und bedanken uns auf
diesem Wege. Bleibt
zu hoffen, dass wir

von der Berliner Feuerwehr
Kollegen von anderen Feuerwehren auch stets so nett empfangen. Nach der Feuerwehr gab
es noch einen Eisenbahntag,
denn „Feuerwehrspinner“ sind
meistens auch noch „Eisenbahnspinner“. Ein Besuch im Eisenbahnmuseum Bochum Dahlhausen rundete unsere Reise harmonisch ab.
Schierz

Bilder: Schierz

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rennpunkt
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15

Veranstaltungen

Über den Tellerrand geschaut :
In erster Linie lag das Interesse
natürlich bei den Fahrzeugen,
geboten wurde uns weitaus
mehr. Am 22.05.2014 besuchten
wir zur dritt die Feuerwache 1 der
Berufsfeuerwehr Frankfurt am
Main. Die Wache liegt im Bezirk
von Eckenheim und wurde 2003
in Dienst gestellt. Der freundliche
Kollege Kauffeld, in diesem Fall
der Wachleiter der Wache 1,
begrüßte uns und erklärte in
Kurzform die Organisationsstruktur der Branddirektion Frankfurt.
Hier konnte man viele Ähnlichkeiten zur Berliner Feuerwehr
Bilder: Schierz

erkennen. Die Wache war sehr
geräumig und bot viele Bereiche,
in der denen sich ein Feuerwehrmann wohlfühlen kann. Nach ca.
einer Stunde wurde uns ein sehr
engagierter Kollege (Freddy
Moos) zur Seite gestellt, der
wirklich unermüdlich war. So fuhr
er jedes Fahrzeug in unsere
gewünschte Fotoposition, dies
mit sehr viel Geduld. Die Feuerwehr Frankfurt hat einen sehr
modernen Fuhrpark. Das
Hightec-Fahrzeug war der GW
Mess/Umwelt. Der diensthaben
16

s
rennpunkt
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de Kollege erklärte uns die
g e s a m t e E i n r i c h t u n g . Vo m
Massenspektrometer, über eine
Erkundungsdrohne, hier steckte
viel Technik im Innern. Besonders gut gefiel uns das Erkundungsgerät, mit dem man auf
v e r s c h i e d e n e We i s e e i n e n
unbekannten Stoff analysieren
kann. Besonders nützlich ist dies
natürlich bei Austritten oder
Vorfinden unbekannter Stoffe, zu
denen dann die Feuerwehr
alarmiert wird. Relativ schnell
lassen sich damit Aussagen über
die Gefährlichkeit treffen. Natürlich hat das alles seinen Preis,
wäre für unseren GW Mess auch

Veranstaltungen

und sogar eine Aufnahmestation
im Krankenhaus wurden nachgebildet. Nicht zu vergessen ist die
große Übungshalle mit verschiedenen Brandhäusern, Haus- und
Geschäftsnachbildungen aller
Art, hier lässt es sich wettergeschützt üben und alle möglichen
und unmöglichen Szenarien sind
darstellbar. Ein dem Original
nachgebildeten U Bahnhof samt
modernen U Bahnzug findet man
ebenfalls, dazu ein tolles Freigelände mit Baukran und Bahnanlagen samt Kesselwagen. Das
Schulobjekt selber bestand
natürlich auch aus den neuesten
Erkenntnissen. Schulungsräume
mit allen erdenklichen Medien, so
macht das Spaß.
Auf jeden fall war es ein sehr
schöner Tag bei der Feuerwehr
Frankfurt. Die Kollegen ermöglichten uns alles, trotz zahlreicher
Alarme, was wir uns gewünscht
haben. An dieser Stelle noch
einmal unser Dank, man hat
gesehen, dass Feuerwehrleute
überall die gleiche Sprache
sprechen.

Bild: Schierz

erwünschenswert. Auch die neue
HLF Generation war beeindruckend. In Kombination MAN/
Rosenbauer wurden hier neue
Fahrzeuge (ähnlich unserer
LHF) konzipiert. Keine Wünsche
sind hier offen geblieben, sogar
die Mannschaftskabine erhielt
eine Vollklimatisierung und viele
kleine Spielereien. Im Außendesign sehen die Frankfurter
Fahrzeuge durchweg schick aus.
Besonders erwähnenswert ist,
dass hier noch in RAL 3024
lackiert und aufwendig mit weißen Streifen abgesetzt wird. Das
HLF besitzt als Zusatzsignaleinrichtung ein sogenanntes Bullhorn, das soll auch gut funktionieren und entgegen einer anfänglichen Skepsis öfter schon zum
Erfolg der freien Straße geführt
haben. Auf der Feuerwache 1
sind ein HLF, DLK, RW, RW
Schiene 1 und 2, ein GTLF,
mehrere RTW und Einsatzleitwagen, sowie andere Sonderfahrzeuge stationiert.
Zur Mittagszeit gab es für uns
freundlicherweise auch etwas
zum Verköstigen. Nein, kein
pures Fleisch, keine Bolognaise,
sondern etwas Gesundes, ein
wohlschmeckender Salat. Nach
kurzer Erholung wurde unsere

Fototour fortgesetzt, bis 15:00
Uhr. Dann folgte eine weitere
Führung in das FRTC (FeuerwehrRettungsTraingsCenter).
Das ist quasi die Ausbildungsstätte der Feuerwehr Frankfurt.
Was uns hier geboten wurde, war
schon der helle Wahnsinn. Es
gab nichts, was es nicht gab.
Angefangen von einem Fahrsimulator für HLF und RTW mit
Originalkabinen in denen Alarmfahrten realitätsnah und stressgefüllt nachgebildet werden und
den Probanden sehr gut auf die
Realität vorbereitet, bis hin zum
Hans-Jörg Schierz
Simulator für Patientenräume

Bild: Schierz

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rennpunkt
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17

Veranstaltungen

will...

hinaus
hoch
Nach dem die schottische MusikWer
gruppe „Berlin Thistle Pipes &
Über 700 Feuerwehrleute in 6
Klassen, aus 8 Nationen, 39
Etagen, 770 Stufen, 110 Höhenmeter in 2 Mann-Teams mit 25 Kg
Ausrüstung.
Soviele Zahlen zu einer Veranstaltung gibt es selten. Am 10.
Mai 2014 fand der 4. Berlin
Firefighter Stairrun in Berlin statt.
Wo andere froh sind, wenn sie
überhaupt oben ankommen,
belegte ein polnisches Team den
1. Platz mit 6,01 Minuten.

Drums“ für einen spektakulären
Einzug der einzelenen Gruppen
in den Wettkampf sorgte, wurde
im Minutentakt gestartet.
Zu absolvieren galt es in kompletter Schutzausrüstung unter
schwerem Atemschutz ca. 300m
bis zum Eingang des Hotels mit
anschließendem Aufstieg bis zur
Panorama-Dachterrasse. Dort
warteten nicht nur literweise
Wasser auf die Feuerwehrmänner und -frauen, sondern auch
die heißbegehrte handflächengroße Stairrun-Medaille.
Da dieses Hotel leider nicht über
e i n g l ä s e n e s Tr e p p e n h a u s
verfügt, bietet dieser Run zur Fotos : TFA-Picture.com (W. Vorbeck)
Spitze des Gebäudes den Besuchern nicht allzuviele Möglichkeiten zuzuschauen. Es wurde
jedoch ein sehr umfassendes
Rahmenangebot aus Verkaufsund Informationsständen zusammengestellt, die das Interesse
der Leute weckte und zum verweilen einlud. Nicht zuletzt
sorgten eine Cheerleadergruppe
und die schottische Musiker
„Berlin Thistle Pipes & Drums“ für
großes Aufsehen am Alexanderplatz, welches zahlreiches
neugieriges und interessiertes
Publikum anzog.
Im September (s. Termine Seite
2) findet ein ebenso aufregender,
wie spannender Wettkampf unter
den Feuerwehrleuten statt.
Hier wird dann die Firefighter
Combat Challenge voraussichtlich auf dem Tempelhofer Feld
ausgetragen.
Einen Bericht über diesen Wettkampf werde ich in der nächsten
Ausgabe präsentieren.
M. Lüdke

18

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rennpunkt
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r
h
e
rw

Veranstaltungen

e
b
u
a
Z
e
di
Wer kennt ihn nicht, den etwas
mysteriös anmutenden Feuerwehrmann, der mit Löscheimern
bewaffnet auf Feuerwehrveranstaltungen umherschleicht ?
Immer einen lockeren Spruch
parat und Auweia!!! plötzlich steht
seine Dienstmütze hell in Flammen.
Sobald er seine Löscheimer
abgestellt hat, versammelt sich
auch schon eine Menge aus
schaulustigen und neugierigen
Leuten um den lustigen Mann in
Uniform.
Er erklärt euch gern die Feuerwehrdienstvorschriften anhand
eines lichterloh brennenden
Brandschutzbuches. Ebenso gibt
er auch mit viel Freude die
Geheimnisse des Lösch- und
Personenrettungwesens der
Feuerwehr preis, die er anhand
von vielen magischen Beispielen
praxisnah präsentiert.

Bild: Rene Teichmann

Mit blinkendem Helm und Martinhorn eilt er durch die Besuchermassen zum nächsten Ort des
Geschehens.
Klar, dass das feurige Treiben
des zaubernden Feuerwehrmanns auch viele Kinder anlockt.
Selbstverständlich ist er für
diesen Fall ebenfalls stets gerüstet und verteilt gern Bonbons und
Marschmellows.
Doch VORSICHT !!!
Einige seiner süßen Überraschungen sind sehr schwer
Bild : M.Lüdke
verdaulich, wie er selbst demonAuf seiner Homepage
striert.
www.Zauberwehr.de gibt es
Mit seiner immer lustigen Art weitere Einblicke und Kontaktbringt der Berliner Berufs- und möglichkeiten zur Buchung des
f r e i w i l l i g e F e u e r w e h r m a n n Feuerwehr-Illusionisten für euren
Stefan Ehricht stets gute Laune nächsten Tag der offenen Tür.
und ein spannendes FeuerzauM. Lüdke
berprogramm auf jede Veranstaltung.

Bild: Stefan Ehricht

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19

Museum

Feuerwache Mitte – ein Rückblick
nisteriums untergebracht. Diese
nicht immer zur Freude der
Feuerwehrmänner, guckten doch
die Offiziere dort immer mal bei
einem Alarm auf die Uhr und
nörgelten dann an den Ausrückezeiten herum. Nach Auszug der
Hauptabteilung zog dann das
zentrale Orchester der VP Berlin
In den Jahren 1953 bis 1955 in diese Räume, nach deren
wurde die Feuerwache auf dem Auszug dann die SV Dynamo, die
G e l ä n d e e i n e r e h e m a l i g e n Sportvereinigung des MdI.
Artilleriekaserne im typischen
Baustil der stalinistischen Zeit 1956 wurde auf der FW Mitte die
errichtet. Im Februar 1955 waren DL 52 in Dienst gestellt. Zu dieser
die Brandschutzämter in die Zeit war das Gebäude auf Grund
Struktur der Inspektionen der des Neubaus mit großem VeranVolkspolizei eingegliedert und staltungssaal, den genannten
hießen jetzt „Abteilung Feuer- Abteilungen und der DL 52 fast in
wehr“. Im gleichen Zeitraum jeder Ausgabe der Zeitschrift
wurde die inoffizielle Indienstnah- „Unser Brandschutz“ mit Wort
me der FW Mitte durchgeführt. und Bild erwähnt. In dem an der
Die Besatzung kam von den Bahntrasse gelegenen GebäuWachen 6 Linienstraße sowie deteil waren bis in 70er Jahren
Wache 32 Keibel, die damit Wohnungen mit eigenem Trepgeschlossen wurden. Die offiziel- penhaus ohne Verbindungen zur
le Eröffnung erfolgte zum 1. Mai Feuerwache.
1955 ohne den sonst üblichen
„großen Bahnhof“. So nahm die
Abteilung Feuerwehr der VPI
Mitte mit dem Kommando Feuerwehr den Dienst auf.
Die umfangreichen Um- und
Anbauarbeiten an der Feuerwache Mitte sowie die angedachte
Einrichtung einer Rettungswache
statt Feuerwache ist Anlass, sich
den 60 Jahren seit ihrer Indienststellung an die Geschichte dieses
Hauses zu erinnern.

Die Abteilungen wurden durchnummeriert und Mitte war Abt.1.
Das Kommando übernahm die
Wachnummer von Keibel und
war das Kdo. 32. Diese Nummern
waren noch Bestandteil der
Wachnummerierung von ganz
Berlin und wurden dann später
abgeschafft. Das Gebäude
wurde nur von der Feuerwehr
genutzt, ein Umstand, der sich
später dann allerdings änderte.
Im Gebäude war noch die Atemschutzwerkstatt, etwas später
zusammen mit der Taucherbasis,
die zentrale Schlauchwerkstatt
und in der 2.Etage die Hauptabteilung Feuerwehr des Innenmi20

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rennpunkt
new

Mit Gründung der Lehr- und
Ausbildungsbasis der Feuerwehrschule Berlin 1965 in der 3.
und 4. Etage an der Littenstraße,
wurde die Wache immer mehr im
Sprachgebrauch die „Hauptwache“, obwohl es offiziell diese
Bezeichnung nicht gab. Es wurde
in der ersten und zweiten Etage
ebenfalls an der Littenstraße eine
Kriechstrecke über zwei Etagen
eingebaut, die verdunkelt und
durch viele Heizkörper auch in
die richtige einsatznahe Temperatur gebracht werden konnte. An
dieser Schule wurden Dienstanfänger aus den Nordbezirken der
DDR und Berlin ausgebildet. Die
theoretische Ausbildung erfolgte
durch Lehrer der Schule, alles
Feuerwehrangehörige. Die
praktische Ausbildung übernahmen im Rahmen Ihrer Ausbildung
angehende Gruppenführer
innerhalb der Gruppenführersausbildung an dieser Schule.

Bild : Unser Brandschutz

Museum
Die Unterbringung für die 6
Monate war kaserniert, eine
Woche hatte immer eine Hälfte
der Schüler Einsatzdienst während die andere Hälfte von 18:00
Uhr bis 24:00 Uhr in den Ausgang
gehen konnte. Alle 14 Tage gab
es Wochenendurlaub. Da die
praktische Ausbildung oft auf
dem Hof stattfand, konnten die
Fahrgäste der vorbeifahrenden
S-Bahnen eine rege Tätigkeit der
Feuerwehr beobachten. Die
Schule wurde als Einsatzreserve
eingesetzt und bei Großbränden
mitalarmiert. Allerdings entwickelte es sich dann dazu, dass
die Kräfte der Schule bei jeden
größeren Brand als Ablösung
und Aufräumkommando alarmiert wurden, bei dem der Lehreffekt gleich null war. Die zunehmende Anzahl dieser vor allem in
den Nachtstunden zu leistende
Einsätze bedrohten die termingerechte Ausbildung und wurden
dann eingestellt.
Mit Indienstnahme der FWSchule in Narth, der Schlauchwäsche in Buch und des Atemschutzzentrums mit Taucherbasis in Treptow, wurden Räume in
der Wache frei und weckten
Ansprüche der Polizei. In der
Zwischenzeit waren die alten
Wachnummerierungen abgeschafft und dem DDR-Standard
angepasst worden. So war es
jetzt das Kommando Feuerwehr
04.
Es erfolgten wieder mal Umbauarbeiten, eigentlich wurde ab den
70er Jahren ununterbrochen an
irgendeiner Stelle im Gebäude
gebaut. Die Feuerwehr wurde auf
die erste Etage beschränkt, die
bis zum Umzug 1986 in die
Linienstraße ebenfalls in der

2.Etage an der Littenstraße
untergebrachte FF zog ebenfalls
in die erste Etage in die Räume
am Ende des Flures SBahnseite. In die 2. Etage zog
nach dem SV Dynamo die Verkehrsbereitschaft der VPI Mitte
mit ihrem umfangreichen Personal- und Technikbestand. In den
Räumen darüber zog die Uniformschneiderei des MdI. Die
Wohnungen an der S-Bahnseite
wurden geräumt und es wurden
Verbindungen zum Hauptgebäude hergestellt. Hier war dann
zeitweise der Protokollzug des
PdVP, die Zentralen Kräfte
Schutzpolizei und andere Dienststellen der VPI. Die Konzentration der Polizeikräfte führte auch
dazu, dass die ehemalige
Schlauchbahn am Steigeturm bei
Großereignissen und Fußballspielen als Zuführungspunkt der
Polizei genutzt wurde. So wurden
dann immer öfters an diesen
Tagen z.B. aus den vorbeifahrenden S-Bahnen Pfiffe und Drohrufe in Richtung Hof der Wache
vernommen. Dieser Umstand
führte auf der Wache zu großem
Unmut unter den Feuerwehrleuten über diese Art der Nutzung.

ten wir bei einer Übung am
Steigeturm in einen Raum sehen,
in dem viele Tonbandgeräte
standen und der Mitarbeiter
sofort die Fenster mittels Gardine
dicht machte, als er uns sah. Mit
diesem Personenkreis gab es
entgegen den anderen genannten Dienststellen keinerlei Kontakt.
Mit der Wende 1989/1990 wurden die Polizeidienstellen abgewickelt und aufgelöst und die
Ostberliner Branddirektion zog
für die kurze Zeit Ihres Bestehens
ein. Im Saal gab es heftige Diskussionen in Vorbereitung einer
gewerkschaftlichen Arbeit bei der
Feuerwehr und Einsetzen von
Ve r t r a u e n s l e u t e n a u f d e n
Wachen. Nach der Zusammenführung der beiden Feuerwehren
im Oktober 1990 wurde das
Gebäude wieder vollständig von
der Feuerwehr in Beschlag
genommen, es kamen u.a. der
Personalrat, der ärztliche Dienst
und dann wie bekannt die Landesbrandirektion.
Soweit der nicht den Anspruch
auf Vollständigkeit erhebende
Rückblick auf die wechselvolle
Geschichte dieses doch auch
jetzt noch repräsentativen
Gebäudes der
Berliner Feuerwehr in der Mitte
Berlins. In einem späteren Artikel
werden dann einmal die Technik
und die Dienstorganisation zu
den unterschiedlichen Zeiten
dieser Feuerwache behandelt.

In den 80er Jahren wurde dann
die 4.Etage an der Littenstraße
mit umfangreicher Sicherungstechnik versehen, der Fahrstuhl
fuhr nur noch bis zur 3.Etage.
Offiziell wurde erklärt, es ziehe
dort eine Dienststelle der HA
Kriminalpolizei ein. Allerdings
zeigten die Mitarbeiter beim
Betreten der Wache dem kontrollierenden Telegrafisten öfters mal
den typischen Ausweis der B. Lettow
Staatssicherheit mit den vielen Förderverein Feuerwehrmuseums
kleinen Stempeln. Über das Berlin e. V.
Aufgabengebiet dieser Truppe ist
nichts bekannt, allerdings konn-

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21

Museum

Alle wollen nach oben !
mitgedacht und bereits vor mehreren Hoch hinaus
Wir müssen leider
draußen bleiben Jahren dafür gesorgt, auch unser
Mit zunehmender Vernetzung und
fortschreitendem Bekanntheitsgrad des
Feuerwehrmuseums Berlin mehrt sich
seit einigen Jahren der Wunsch unserer
Besucherinnen und Besucher, die auf
Rollstühle angewiesen sind, die schöne
Ausstellung der Berliner Feuerwehr
auch einmal besichtigen zu wollen. Bei
Kindern in Rollis, die unangemeldet vor
unserer Eingangstür stehen, wagen wir
gelegentlich das Experiment, diese zu
uns hoch zu tragen und natürlich auch
wieder hinunter zu bringen. Das geht bei
erwachsenen Personen oftmals leider
aus verständlichen Gründen nicht und
wir müssen einen Besuch ablehnen.
Man kann nicht verhehlen, dass von uns
alles Menschenmögliche unternommen
wird, um die Wünsche unserer Gäste zu
erfüllen. Nicht jedem Mitarbeiter gelingt
das allerdings, da seine Tätigkeit im
Feuerwehrmuseum z.B. wegen eigener
körperlicher Einschränkung eine
Belastung solcher Art nicht zulässt und
einer Regeneration, die ja hier erzielt
werden soll, abträglich ist.

Museum mit einer behindertengerechten Toilette auszustatten. Der LBD hat
grünes Licht dafür gegeben, dass wir
den Anbau eines Aufzugs (ein im
Volksmund als Fahrstuhl bekanntes
Hilfsmittels zum komfortablen Erreichen
höher gelegener Objekte) initiieren
dürfen, wobei natürlich die Klärung der
Kostenfrage an 1. Stelle steht. Die gute
Nachricht ist, dass man schnell Kosten
ermitteln kann, da es jede Menge von
ihnen gibt, die Schlechte, dass die
Kassen wenig gefüllt sind.

Alle wollen rein,
nur Opa kann nicht mit

Übrigens können im Feuerwehrmuseum Berlin auch Personen heiraten, da
das Museum ja eine Außenstelle des
Standesamtes Reinickendorf ist.
Allerdings hatten die Ehewilligen, die
auch selbst bei voller Gesundheit waren
und gerne diesen Ort für ihr Vorhaben
nutzen wollten, Bedenken, dass Tante
Käthe und Uropa Paule (Namen sind frei
erfunden) es nicht schaffen würden, die
Stufen bis hin zum Hochzeitssaal zu
Die kleine Dampflock
erklimmen. In 3 Fällen wurde deshalb
schon die Hochzeit in unseren Räumen
Familien mit Kleinkindern erkennt man abgesagt. Hier würde ich den „Finde ich
bereits in der 1.Etage am Atemgeräusch nicht gut“ Button drücken.
und im 2.OG am hochroten Kopf des
Vaters, der den Doppelkinderwagen, die
Wickeltasche und das Lifepack mit Nicht gut für die Seele
Getränkeflaschen, Windeln und Keksen
unter den Armen, die 42 Stufen und 4 Allen Museumsbediensteten tut es
Absätze hochbuckelt, während sich die immer wieder sehr Leid, Besuchern aus
Mutter schnaufend mit einem Kind im einem so banalen Grund absagen zu
Arm und dem anderen an der Hand als müssen. Die Besucher nehmen das
Tender hinterher schleppt. Museums nicht immer positiv auf. Die Reaktionen
Stair-Run. Hier geht es gar nicht darum, schwanken von verständnisvollem
dass der Zweijährige mit seiner dreijäh- Lächeln bis hin zur Empörung. Mir ist in
rigen Schwester die Ausstellung einem Fall sogar eine Beschwerde
erkunden möchte, sondern vielmehr bekannt, die über den Dienstweg
darum, dass der Vater mit seiner Familie bearbeitet werden musste. Viele Leute
auf Berlinbesuch - und selbst feuer- und das sind wirklich viele, drohen eine
wehrinteressiert ist und seine Familie Beschwerde an, aber anscheinend sind
nicht vor der Tür stehen lassen möchte. das nur Lippenbekenntnisse. Das kennt

Ein Aufzug ist sehr teuer, natürlich nicht
im Verhältnis zu anderen Projekten, die
es in dieser Stadt zu verwirklichen gibt
und auf die wir auch schon längere Zeit
warten, aber rund 100.000 € und einige
Monate Bauzeit müssen wohl berücksichtigt werden. Man redet so von
40.000 € pro Etage. Die Höhe der
Fahrzeughalle bestimmt die Höhe der 2.
Etage und die liegt etwas weiter oben
als im Wohnungsbau. Zudem kann man
nicht einfach anbauen wie und wo man
will, da die Feuerwehr ja nicht mehr
Eigentümer der Gebäude, sondern
Mieter geworden ist. Über die Zustimmung durch die BIM oder des Bezirksamtes mache ich mir keine Sorgen,
denn wer eine behindertengerechte
Toilette einbaut, der wird wohl auch B
sagen, oder so ähnliches. Zudem sind
wir in Reinickendorf ein Kleinod und es
gibt nur wenige Museen.

Die Sterntaler
Die Lösung des Problems ist also,
jemanden zu finden, der den Hauptanteil im Rahmen eines Sponsorings
übernimmt und viele Andere, die sich
unterstützend an unserem Aufzugsprojekt beteiligen. Hier fängt es mit Überzeugungsarbeit an, wobei das Ziel darin
besteht, dass Sponsoren und Nutznießer gegenseitig und vertraglich vereinbart sowie durch die Innenrevision
begutachtet und auf korrektes Verhalten
überprüft, korruptionsfrei miteinander
agieren und trotzdem jeder einen Vorteil
in der Mitwirkung an der Sache sieht.
Sie kamen, hatten nichts, und jetzt
haben Sie von uns einen schönen
Aufzug. Solche Zuwendungen können
zu einem großes Medieninteresse
führen und werden für ein positives
Image aller Beteiligten sorgen.

Gesucht, gefunden

man ja selbst, man würde gerne etwas Wer kommt also für ein solches Projekt
unternehmen, aber der Alltag holt einen in Frage? Politiker, die ihren Willen zum
Alle Ampeln auf grün
dann schnell wieder ein.
Ausdruck bringen, vielen Menschen mit
und trotzdem Stau
Handikap eine neue kulturelle barrierefreie Freizeitmöglichkeit zu erschließen,
So hat die BIM (Berliner Immobilien
haben wir schon von der Idee überzeugt
Management gGmbH) bei den Sanieund somit auf unserer Seite. Spontan
rungsarbeiten des Dienstgebäudes
fallen mir da auch noch Firmen ein, die

22

s
rennpunkt
new

Museum
kommt. Unsere hauseigenen Anwärter
auf die Brandmeister-Anwärterschaft,
die derzeit im Projekt „112 Direkt“ (Siehe
Internetseite der Berliner Feuerwehr)
tätig sind, könnten womöglich helfen
und unter Fachaufsicht die Türstürze
einbauen und schwups ist der Aufzug
fertig.
Womöglich übernimmt die
Zwei Fliegen mit einer Klappe
Aufzugsfirma für die darauffolgenden
Ich denke da z.B., ohne natürlich Jahre auch noch kostenfrei die Wartieferen Einblick in die Abläufe solcher tung, denn auch das muss sicherlich
Firmen zu haben, an ein Ausbildungs- geübt und vermittelt werden.
projekt. Müssen Auszubildende nicht
ständig in irgendwelchen gut beleuchteten Hallen unter Aufsicht ihrer Meister, Bildung durch Aufzug
Aufzüge auf- und abbauen, damit sie es
fachgerecht lernen? Das könnten sie Unterm Strich ist der Wunsch, einen
doch unter Aufsicht auch mal im Freien Aufzug an das Feuerwehrmuseum
tun, denn der Aufzug muss von außen Berlin anzubauen, mit so viel Positivem
ans Gebäude. Das motiviert die Auszu- verbunden, dass ich mir eine schnelle
bildenden sicher im hohen Maße, da sie Realisierung durchaus vorstellen kann.
einen tieferen Sinn in ihrer Tätigkeit Unser Museum ist durch den Jugendsehen und in die Welt hinausrufen Kultur-Service als „Besonderer Lernort“
können: „Seht mal, das haben wir ausgerufen. Ständig klingelt hier das
Telefon und Kitas sowie Schulen, aber
gemacht“.
auch Reisegruppen, Bundespressefahrten, Vereine, Verbände und Familien
nutzen diese Einrichtung. Die rund
Viele Hände, schnelles Ende
800 m² große und ständig wechselnde
Auch Tiefbau-Firmen, die Löcher in die Ausstellung ist in 14 Themenbereiche
Erde graben und Aushub transportieren, gegliedert und umfasst die Gründertage
gehören zur 1. Wahl. Fundamente von den 1. Feuerordnungen bis hin zur
müssen gegossen werden und Löcher Einsatzkraft 2014. Die Ausstellung kann
für Türöffnungen sollten in die Wände, man mit einer Führung erleben oder
damit das Ganze einen Sinn macht und nimmt sich die Zeit, einfach so die über
1000 Exponate, Handdruckspritzen
man aus dem Aufzug auch wieder raus
oder Einsatzszenarien im Wandelgang
Aufzüge konstruieren und bauen und
sogar im Bezirk Reinickendorf ansässig
sind. Hier sind wir derzeit dabei unser
Anliegen vorzutragen und Lösungsansätze vorzuschlagen.

zu erkunden. Die Ausstellung eignet
sich für Besucher ab dem 3. Lebensjahr,
wobei nach oben hin eigentlich keine
Grenzen gesetzt sind. Deshalb müsste
der süß-bittere Slogan unseres
Museums heißen: „Besuchen Sie uns,
bis sie die Treppe nicht mehr hoch
kommen“. Denken wir also an die vielen
Integrationsklassen mit Kindern die
zwingend eine Barrierefreiheit benötigen, an ältere Menschen, denen der
Fußmarsch durch die Geschosse nicht
mehr zuzumuten ist oder einfach nur
daran, sich mittels Aufzug eine neue
kulturelle Freizeitmöglichkeit zu
erschließen oder seinen Horizont zu
erweitern dann kommt man ganz
schnell zu der Einsicht: Ein Aufzug muss
her. Stefan Sträubig / Museumsleitung
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Sträubig

Berliner Feuerwehr
Stab K 3 / Museumsleitung
Feuerwehrmuseum Berlin
Veitstraße 5 13507 Berlin
Tel.: +49 30 387 10933
Fax: +49 30 387 10969
stefan.straeubig@berliner-feuerwehr.de
www.berliner-feuerwehr.de
www.feuerwehrmuseum-berlin.de

Bild: U.Lindert

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