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Periodical volume

Full text: Brennpunkt news Issue 26.2011

Nr. 26

Informationen über die Berliner Feuerwehr

Ausgabe 3-4/2011

The big machines Alles komplett!

Die vergessene Feuerwache

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Inhalt
Kolumne:

Kolumne

Schau / Baustelle Berlin Inhalt/Impressum	
Ein feiner Kerl

Schau / Baustelle Berlin
Seite 3 Seite 4
Zu einer Großstadt gehört so etwas wie eine vernünftige Infrastruktur. Infrastruktur heißt, Straßen, die in Ordnung sind, Straßen, die breit genug sind, und vor allen Dingen ein geregelter Verkehrsfluss. Fast alljährlich summieren sich die Baustellen zur Sommerferienzeit. So auch dieses Jahr. Was sich allerdings diesmal abspielte kann man wohl nur noch als Posse bezeichnen. 1000 Baustellen angefangen und keine zu Ende gebracht. Absperrungen ohne Ende und meist kein einziger Arbeiter zu sehen. Wenn man dann noch große Straßen saniert und die Umgehungsstraßen auch noch dicht macht, führt das unweigerlich zum Verkehrsinfarkt der Stadt und Herzinfarkt der Autofahrer. Dazu kommen noch Konzepte, die bisherige Durchgangsstraßen (siehe Schloßstr. Steglitz, Beusselstr. Moabit usw. usw.) zu einspurigen Nebenwegen degradieren. Dafür ein riesiger Radweg, der von allen möglichen Verkehrsteilnehmern genutzt wird, nur nicht von den Radfahrern, weil die in unserer Stadt ohnehin fahren wie und wo sie wollen. Welcher im Stau stehende Autofahrer soll dafür Verständnis haben, wenn Radfahrclubs zu Sternfahrten aufrufen um für ein besseres Miteinander zu werben, jedoch provokativ ihre Strecke über die Autobahnen führen? Ohnehin kann man nicht begreifen, wer so etwas überhaupt zulässt. Bei der Feuerwehr redet man oft von Hilfsfristen. Wenn der normale Verkehr nicht mehr rollt, kommt auch keine Hilfe mehr durch. An der Baustelle vorbei, durch eine neue verengte Hauptstrasse um dann zum Schluss noch über verkehrsberuhigte Wege mit integrierten Holperbergen zu „fliegen“, da gehen locker ein paar Minuten drauf. Was für den Rettungswagen noch geht, wird für Löschfahrzeuge oder Drehleitern nicht selten zur Tortur. So sieht für mich keine moderne Großstadt aus. Vor einer Kita eine kurze begründete 30er Zone einzurichten, da hat glaube ich wirklich niemand etwas dagegen, weil hier der Sinn auch einleuchtend ist. Aber große Durchgangsstraßen zu Hindernissen umzubauen, das kann einfach nicht sein. Alle Welt redet von Tempo 30 Zonen, die sind in letzter Zeit schleichend in die ganze Stadt eingeführt worden. Auch die nächtlichen 30er Zonen werden immer mehr, wo manch Autofahrer als Belohnung im zweiten Gang fährt, wem bringt das wirklich etwas? Wie erwähnt gab es in diesem Jahr einen regelrechten Baustellenboom. Auch in einem stadtbekannten Radiosender wunderte man sich über den unhaltbaren Zustand der arbeiterlosen Baustellen. Eine zuständige Politikerin antwortete daraufhin, dass die Technik heute so weit ist, dass man fast kein Personal mehr braucht. Aha - sollte Ihnen also mal eine führerlose Teermaschine oder Straßenwalze, ein Roboterbagger oder Selbstfahrkran begegnen, rufen Sie nicht die Polizei, hier handelt es sich um arbeiterlose Selbstbaustellen. Oft ist es auch Zuständigkeitsgewirr, aber auch das bringt täglich neuen Stau, den wir uns einfach nicht leisten können. So modern wir immer tun, verkehrstechnisch sind wir ein besseres Dorf geworden. Hier geht es nicht um freie Fahrt für freie Bürger, sondern einfach nur darum, dass Fahrzeuge der Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei etc. „satzungsgemäß“ eintreffen können und der rechtschaffene steuerzahlende normaldenkende Bürger wenigstens einmal pünktlich zur oder von der Arbeit nach Hause kommen möchte. Hört man nun die neuen Diskussionen über die Verlängerung der Autobahn, darf man schon sehr gespannt sein, was dabei herauskommt. Wie wäre es denn mit einem dreispurigen Radweg, der natürlich nicht benutzt werden muss.
Schierz

FKF im Museum	
Fahrzeuge

Der Eiswagen ist da Nach Smalltown kommt nun Downtown	 Alles komplett	 FwA Öl Mop Panther 8x8 MA5	
Modellbau

Seite 5 Seite 6 Seite 7 Seite 7 Seite 8
           Seite 9

The big machine	 Ein frischer Oldie	
ModellNews 	

Thema

Dienstag, 11. September 2001 	 Seite 11
Historisches / Feuerwehrmusuem

Feuerwehrmuseum mit neuem Standort? Die vergessene Feuerwache	 Seite 12 Besuch bei Freunden	 Es weihnachtet sehr oder..	 Seite 13 Seite 14

Noch kein Weihnachtsgeschenk?	 Seite 15
Die Letzte Seite	 	         Seite 16

Termine

Impressum:
Herausgeber & Redaktion:
Förderkreis Feuerwehr e.V. (FKF e.V.) in redaktioneller Zusammenarbeit mit dem Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V.

Gestaltung, Satz:

Fotographie + Layout, Berlin kontakt@fotographie-layout.de

Auflage: 1000 Stk.

Beiträge Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e.V. sind mit FVFM Bln e.V. gekennzeichnet. Verteilung in den Dienststellen der Berliner Feuerwehr sowie an die Mitglieder des FKF e.V. und des Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e.V. Die gedruckte Ausgabe ist nur in begrenzter Anzahl verfügbar. Sie können jedoch die BrennpunktNews kostenlos per Email beziehen. Bitte senden Sie eine Email mit dem Betreff „Brennpunkt news Abo“ an: brennpunktnews@t-online.de Wenn Sie das Erscheinen der Brennpunkt news durch ein Inserat unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff „Brennpunkt news Anzeige“ und Ihren Kontaktdaten an folgende Email: kontakt@fotographie-layout.de oder rufen Sie unter folgender Telefon-Nr. an: 030/811 87 57. Hier erhalten Sie die aktuellen Mediadaten.

Frohe Weihnachten!!

Der Vorstand des Förderkreis Feuerwehr (FKF) wünscht allen Mitgliedern und Fördermitgliedern, sowie allen Lesern der „brennpunkt news“ ein frohes und gesundes Weihnachtsfest. Selbstverständlich auch ein schönes kommendes Jahr 2012. Hier kommt die letzte Ausgabe der BrennpunktNews für das Jahr 2011. Interessantes, Lustiges und Informatives gibt es wieder zum Schmöckern. Der Vorstand Hans-Jörg Schierz, Michael Janasik, Ingo Papenfuß, Thomas Hirte und Mike Heinßmann 3-4/2011 3

Ein feiner Kerl geht
Er ist und bleibt ein wahrer Feuerwehrindianer. Wer ihn kennt weiß, dass er für seinen Beruf gelebt hat. Auch wenn es heute nicht mehr alltäglich ist, dass jemand bis zum Schluss durchhält, so bewies er das Gegenteil und verlängerte sogar noch um ein paar Jährchen. Die Rede ist im übrigen von John Reimers, dem ehemaligen Wachvorsteher der Feuerwache Pankow. Fast 40 Dienstjahre schaffte er und bewies sein Können auf verschiedenen Dienststellen. Als Einsatzleiter der Gruppe –C- dürfte er wohl jeder Einsatzkraft, zumindest im Norden- schon einmal begegnet sein. Gebührlich wurde er ebenso verabschiedet, und das gleich zweimal. So fuhr er am 4. August seinen letzten Einsatz auf dem ELW und wurde von den freiwilligen Feuerwehren in seinem Bereich und der Berufswache Pankow als Überraschung mit einem Ehrenspalier in den Ruhestand geschickt. Mit viel Engagement löschte er sein „letztes“ Feuer, was die Kameraden sich wirklich toll ausgedacht haben. Nicht nur bei ihm floss eine Träne, sondern sogar

vl. LBD Wilfried Gräfling, Dir Nord Leiter Frieda Kircher, WL 2600 a.D. John Reimers der Himmel weinte, denn es schüttete wie aus Eimern. Den offiziellen Abschied feierte „Johnny“, wie ihn alle nennen, nun am 31. Oktober in einem Tegeler Vereinshaus. Standesgemäß wurde er vom Landesbranddirektor, dem Direktionsleiter Nord und seiner Feuerwache feierlich verabschiedet. Eines ist aber allen klar: Er ist ein feiner Kerl, der allseits beliebt war, ein guter Feuerwehrmann war und wusste von was er sprach, schließlich auch immer ein menschliches Herz hatte. Und so wünschen wir ihm alles Gute und vor allen Dingen noch lange Gesundheit.
Schierz

FKF veranstaltet Museumsbesuch
Am Mittwoch dem 9. November 2011 veranstaltet der Förderkreis Feuerwehr e.V. (FKF) einen Besuch im Feuerwehrmuseum Berlin und lud seine Mitglieder dazu ein. Gut besucht trafen sich alle im „Kinosaal“ des Museums wo sie vom „Museumsdirektor“ Stefan Sträubig herzlichst begrüßt worden sind. Das Feuerwehrmuseum liegt oberhalb der Feuerwache Tegel und ist nach deren Sanierung ebenfalls komplett neu gestaltet worden. In einem ausgetüfteltem Gang beginnt der Besucher bei den Pferde- und Handruckspritzen und endet in der Neuzeit. Viel Mühe gab sich Stefan Sträubig in den Erklärungen, was er mit solch einer Inbrunst tat, dass man ihm stundenlang zuhören könnte. Hier sitzt wohl genau der richtige Mann an der richtigen Stelle. Kennt man das Museum von früher, so war das eine reine Ausstellungswelt. Heute dagegen ist es eine Erlebniswelt geworden, die sehr interessant ist. Wen wundert es dann, wenn das Museum immer mehr Zulauf bekommt und mittlerweile zu einer echten Institution herangewachsen ist. Auch den „kleinen“ Besuchern kann man hier viel Feuerwehr rüberbringen. Demnächst soll es im Museum auch 3D Kino geben, hier sieht man, dass auch Altes in Modernes umgewandelt werden kann. Es ist auch immer wieder toll zu sehen, wie die Ausstellung mit Modellbauten von Kollegen bereichert wird. Der Erfolg steht natürlich nicht nur Koll. Sträubig sondern auch seinen vielen fleißigen Mitarbeitern zu. Diese arbeiten mit sehr viel Einsatz und Engagement an der Ausstellung und allem, was dazu gehört. Neuester Hit ist übrigens, dass man nun im Museum auch standesamtlich in einer Feuerwehratmosphäre getraut werden kann. Das kommt wohl sehr gut an, und es lohnt sich wieder zu heiraten. Auch wer sich nicht binden will, sollte aber auf jeden Fall mal vorbeisehen.
Schierz

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Fahrzeuge

Der Eiswagen ist da
Naja, so ähnlich zumindest könnte es klingen. Richtig ausgesprochen, handelt es sich um einen LKW 1 zur Überprüfung der Eisleitern und Wasserrettungsstellen. Es ist jedes Jahr das gleiche Drama, kaum hängt ein Rettungsring an einer Wasserrettungsstelle, gibt es immer wieder geistige Tiefflieger, die selbigen als Sammelobjekt benutzen und teilweise auch noch so dreist sind, diesen bei einer recht bekannten Internetauktion anzubieten. Ähnlich sieht es an den Wasserstellen aus, wo eine Eisleiter zur Rettung von im Eis eingebrochenen Personen hängt.

Oftmals wird auch diese missbraucht, dabei könnte sie unter Umständen leben retten. Mit der Dummheit einiger Leute muss man scheinbar leben. Das ändert nichts an dem Umstand, dass die Berliner Feuerwehr sich um die richtige Bestückung und Überprüfung kümmert. Die Prüfer stammen aus der Werkstatt Buchholz und deren bisherige Fahrzeuge sind langsam aber sicher ins Alter gekommen. Aus diesem Grund beschaffte die Abteilung Fahrzeuge und Geräte (SE FG) einen neuen LKW Eisleitern Schierz in Form eines Mercedes Vito. Dieser ist so-

gar allradtauglich, was darin begründet ist, dass der LKW oft über verschlungene Pfade und Waldwege fahren muss, wo man sich mit einem „Normalfahrzeug“ eher festfahren würde. Die Ausstattung und Dachaufbauten stammen von Firma Sortimo. Besonders der Dachaufbau war sehr aufwendig zu konstruieren und musste für alle Bestückungsvarianten vorbereitet werden. Das Fahrgestell ist ein MB Vito 113 4x4, dieser ist in RAL 3000 lackiert und im Corporate Design beklebt. Im Innenraum befinden sich zahlreiche Staukästen und auch eine kleine Werkbank zum Ausklappen ist vorhanden.

Nach Smalltown kommt nun Downtown
Kaum ist die Serie der neuen schmalen RTW im Dienst, steht die nächste Änderung an. Die letzten RTW waren rund 10cm schmaler als die Vorgänger, die neue Serie ist es auch, aber dazu noch 10cm flacher. Hiermit soll die Unterstellmöglichkeit verbessert werden. Auf den ersten Blick erkennt man das gar nicht, schaut man etwas genauer hin fällt auf, dass kein Dachlüfter und Dachfenster mehr vorhanden sind. Dennoch ist für die Belüftung gesorgt, denn die Ansaug- und Ausstoßöffnungen befinden sich im Heckbalken. Ohnehin ist der Patientenraum ja klimatisiert. Auch die Funkantennen sind versetzt worden. Der Innenraum ist in seinen Grundstrukturen erhalten geblieben, für sehr große Feuerwehrleute könnte es beim aufrechten Hinstellen Stehprobleme geben. Damit gab es nun wieder eine maßgebliche Änderung des RTW Modulkoffer. Ich denke, die Firma wird auch froh sein, wenn sie erst einmal bei diesen Maßen bleiben kann, weil letztendlich viele andere Dinge wie Konturanpassungen oder Verkleidungen im mit in Betracht gezogen werden müssen. Neu sind auch die LED Umfeldbeleuchtungen wie man sie von den ELW-C schon her kennt und deren Ausleuchtung beachtenswert ist. Der erste Downtown RTW hat das Kennzeichen, B-2528, und ist bereits der Feuerwache Prenzlauer-Berg übergeben worden.
Schierz

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Fahrzeuge

Alles komplett

Nun ist es amtlich, was viele Jahre nur selten zu Stande kam, ist nun einmal Realität geworden. Denn der Technische Dienst verfügt jetzt über ein fast identisches Equipment für seine beiden Standorte in Charlottenburg Nord und Marzahn. Gemeint sind hier in erster Linie der Rüstwagen und der Kranwagen. Ein bisschen ist es natürlich auch dem Konjunkturpaket 2 geschuldet, dass dies erreicht wurde. Somit stellte der Technische Dienst 2 in Marzahn kürzlich den neuen RW 3 mit der B-Nr. 2355 in Dienst. Hier wurde großen Wert darauf gelegt, dass die Ausstattung nahezu, natürlich bis auf kleine Detailverbesserungen, identisch ist. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, die Mitarbeiter können so theoretisch bei beiden TD sofort mit den Fahrzeugen umgehen und auf gleichwertige Werkzeuge und Bedienmechanis-

men zugreifen. Bei dem neu in Dienst gestellten RW 3 handelt es sich um einen MAN TGS 18.360, der Aufbau stammt wie der Vorgänger von Rosenbauer. Einzige Unterschiede sind, dass der Motor des neuen RW 3 aufgrund der Leistungserhöhung mit BlueTec arbeitet. Was natürlich sofort ins Auge fällt, der neue Rüstwagen ist im Corporate Design beklebt. Der vordere Radlauf ist diesmal in Reinweiß lackiert, gegen Schmutzabrieb existiert eine Schutzfolie. Im September wurde der RW 3 in Marzahn in Dienst gestellt. Die Berliner Feuerwehr ist ihrem Prinzip, RW3 mit Staffelkabinen zu beschaffen, bisher viele Jahre treu geblieben. Zum Zuge kamen Magirus Eckhauber und Frontlenker,

MAN Frontlenker der Reihen F 8 , F 90 und TGA bzw. TGS. Zählt man alle zusammen, kommt man auf 11 an der Zahl. Eingesetzt werden die RW 3 nach wie vor für schwere technische Hilfeleistungen und in Kombination mit Abrollbehältern. Zweitrangige Aufgabe ist das Einschleppen von liegengebliebenen oder verunfallten Feuerwehrfahrzeugen.
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FwA Öl Mop
Für Ölwehr der Berliner Feuerwehr wurde der sogenannte Feuerwehranhänger Ölmop beschafft. Als Ergänzung zu den bereits vorhandenen Ölschadenbekämpfungsmitteln arbeitet der Ölmop nach dem Skimmerprinzip. Eine Mopkordel aus Spezialfasern nimmt dabei das Öl von der Wasseroberfläche auf und wird dann über Auswringwalzen geführt, wo eine relativ gründliche Trennung vom Wasser stattfindet. Die Technik ist relativ simpel, aber nicht minder effizient. Stationiert wurde der sogar im Corporate Design beklebte Anhänger auf der Feuerwache SpandauSüd.
Schierz

Panther 8x8 MA5 für die Flughafenfeuerwehr Schönefeld
Fahrgestell:
Type: MAN SX 43.1000/8x8 LHD X36 Motor: MAN D 2842 LF10 EURO 3 CR Motorleistung: 735 KW / 1000 PS Abgasnorm: Euro 3 Getriebe: 	 Allison M6610AR mit Retarder Bremsen: 	 Trommelbremsen Aufbau und Kabine: Besatzung: 1 + 2 Fahrerhaus: Alu-Formrohrgeripe mit Alu/GFK, Verkleidung und Vollsichttüren, Türensystem Aussenschwingtüren Aufbauart: Aluminium und GFKFormteile Löschmittel (Nutzinhalte) / Tankmaterial: Wasser: 	 12.500 l / PP Schaum: 	 1.500 l (2 x 750 l) / PP HRET: Type RBI STINGER 20m Einsatzhöhe: 20 m, Drehbereich + / 30°, Werfer: RM65 C HRET - Werfer: Rosenbauer RM65 C Leistung 100%: 6.000 l/min bei 10 bar Leistung 50% 3.000 l/min bei 10 bar Piercingtool: Type: 	 RBI Leistung: 	 1000 l/min bei 15 bar Pumpenanlage ND: Type: 	 Rosenbauer N100 Leistung: 	 8.000 l/min bei 11 bar Pumpenanlage HD: Type: 	 Rosenbauer H5 Leistung: 	 300 l/min bei 40 bar Schaumzumischsystem ND: Type: 	 Rosenbauer FOAMATIC E Zumischrate: 	 1%, 3%, 6% Schaumzumischsystem HD: Type: Rosenbauer HD-Vormischer, Zumischrate 3% Frontwerfer: Rosenbauer RM15 C Leistung: 1.500 l/min bei 10 bar Lichtmast: FIRECO Xenon 4 x 35 W Fahrleistung: Beschleunigung von 0 auf 80 km/h innerhalb von 25 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 135 km/h

The big machine
War doch klar, oder? wenn der neue RW 3 der Berliner Feuerwehr in Dienst gestellt wird, dass dann in meiner Vitrine auch das entsprechende Ebenbild in 1:87 nicht allzu lange auf sich warten lässt. Vom Grundsatz muss man gleich sagen, wer die Maße des Vorgänger hat, wird bei diesem Modell keine Schwierigkeiten haben. Rosenbauer fertigte auf Basis des ersten Fahrzeuges (B2365) nun auch die neue moderne Variante des Rüstwagen. Das Corporate Design steht auch dem RW 3 ganz gut, das Spreizersymbol vermisst man dagegen etwas. Da wir den Bau des RW 3 schon einmal in einer vorhergegangen Ausgabe beschrieben haben, sollen hier nur noch einmal kleine Details beschrieben werden. Vom Grundsatz handelt es sich um einen Herpa MAN TGS. Ich verwendete wieder Baugruppen aus dem Herpa Teileservice, hier war es die Nr. 082655 Fahrerhaus TGS M Bauversion. Die Bauversion ist dabei wichtig, da nur diese die Metallstoßstange wie im Original besitzt. Der Kotflügel muss etwas verstärkt werden. Das

Modellbau

geschieht durch Einkleben eines 1mm Polystyrolstreifen. Um Halt in die Sache zu bekommen, klemmt man 3-4/2011 7

Modellbau
diesen beim Klebevorgang mit Klemmpinzetten fest. Nach dem Trocknen, wird der Kotflügel geschliffen, verspachtelt und nochmals geschliffen. Die oberen Hörnen der Stoßstange sind etwas zu klein geraten. Hier habe ich Rundprofil aufgeklebt und dieses dann auf Maß gefeilt und wiederum verspachtelt. Die Zwischenblende, zwischen Kühlergrill und Stoßstange ist hier diesmal nicht vorhanden. Ansonsten besitzt die Stoßstange viele kleine Details, die allesamt vor dem Lackieren in Weiß aufgeklebt werden sollten. Apropos Weiß, Der Kotflügel bleibt dieses Mal auch komplett in dieser Farbe, der schwarze Schutzauftrag ist nicht mehr vorhanden. Stattdessen bediente man sich beim neuen Fahrzeug einer durchsichtigen Schutzfolie um die Stiefelstreifen besser entfernen zu können. An den Kotflügel kommen dann noch die Zusatztritte. Der Rest des Modells ist in gewohnter Bauweise entstanden. Fahrgestell anpassen, Modulkabine bauen, Aufbau bauen und an die Modulkabine anpassen, Dachverblendung des Originalfahrerhauses aus Profilen herstellen und natürlich viele viele Details. Wichtig sind auch die Aussparungen des Aufbaues für die Umfeldbeleuchtung. Hier klebt man vorher passgenaue Profile so, dass die Lücken für die Rundscheinwerfer entstehen. Diese werden dann später eingeklebt. Nach der aufwendigen Beklebung erfolgt der Swoosh und die restlichen Klebedetails. Das neue Kennzeichen ist die B-2355, dürfte noch bekannt durch den ausgesonderten RW 3 Bachert sein. Somit ist der TD seiner Nr. treu geblieben.
Schierz

Ein frischer Oldie
Angespornt durch eine Nachfrage, ließ ich mich zum Nachbau eines Oldies hinreißen. Die ersten Abrollbehälter bei der Berliner Feuerwehr wurden auf unterschiedliche Weise entwickelt. Was zunächst mit einem Stützensystem und einer Luftfederung anfing, lief dann mit einem Seilsystem (Multilift) viele Jahre weiter bis zum Tag der Ablösung mit dem bis heute gängigen Meiller Hakensystem. Die ersten Abrollbehälter der Berliner Feuerwehr waren erwartungsvoll sogar noch in Tagesleuchtrot (da war wohl noch Kohle da) lackiert. Sie basierten auf einem Containersystem, was an den Verschlussecken erkennbar war. Auch der hier nachgebaute Abrollbehälter (früher Wechselaufbau) Ölsperre der Feuerwache Spandau-Süd, war so konstruiert. Mit Lamellenverschlüssen machte er schon damals einen sehr modernen Eindruck. Oberhalb lag eine größere Plane über dem Aufbau. Im Modell wurde der Aufbau aus Polystyrol (1mm) gebaut. Der schwarze Unterrahmen wurde vorproduziert und später darunter geklebt. Die Ecken des Unterrahmens bekamen eine Verstärkung mit Winkelprofilen, danach wurden Löcher von beiden Seiten gebohrt, was die Containerver8 3-4/2011 leuchtrote Querstreifen und danach wiederum den MAN Schriftzug. Klingt etwas aufwendig, ist aber gar nicht so schlimm und sieht auch noch passable aus. Der Einstieg des Fahrerhauses ist ein separates Bauteil was mir im Finish nicht ganz gefiel. So sägte ich die unteren Aufstiege aus und setzte eine neue Platte dahinter was gleich dreidimensionaler aussah. Die Tritte stellte ich mit kleinen Profilen dar. Viel kleine Details peppen das Kibri Fahrerhaus auf, das Fahrgestell mit einem Original Radstand von 5000mm wird ebenfalls mit kleinen Details versehen und in Schwarz lackiert. Am Aufbauträger klebt man die Seilführungen an, was man sich eigentlich auch sparen kann, denn diese sieht man später fast gar nicht mehr. Der Stoßfänger wird mit Nebelscheinwerfern und einem Auftritt versehen, die Einstiegslöcher werden zugespachtelt. Das Original Kennzeichen war B-2265, ein zweites Fahrzeug (B-2263) gab es auf der Feuerwache Moabit, dieses war allerdings in RAL 3000 Feuerrot lackiert. Abgelöst wurden die beiden Exemplare durch die dann modernisierte MAN F 8 Serie.

schlüsse nachempfinden sollte. Die Plane imitierte ich aus Tesa Gewebeband, was ich farblich nachbehandelte mit der Farbe Graugrün. Im großen und ganzen war es das, bis auf die kleinen Details, schon. Das WAF (Wechselaufbaufahrzeug) heute WLF (Wechselladerfahrzeug) basierte hingegen auf einem Kibri Fahrgestell. Es handelt sich ja im Original um den Vorgänger der MAN F8 Serie. Hierzu muss man einige Dinge umbauen. Dieses Fahrerhaus besitzt zusätzliche Lufteinlässe an den vorderen Seitenblechen. Etwas kniffeliger wird es beim Kühlergrill. Das Original hatte hier noch vertikale Kühlrippen. Dazu behandelte ich das Kibri- Kühlergrill so, dass der MAN Schriftzug vorsichtig entfernt wird, dann in Leuchtrot mit lackiert wird. Danach Schierz klebte ich gestreifte Folie auf das Grill, später

l News odel M
von Ingo Papenfuß
In der Juni/Juli Neuheitenliste des kleinen Autoladen befand sich nur ein neues Sondermodell, ein Rietze Iveco Euro Fire LF 16/12 der FF Düsseldorf-Garath, das Modell ist wieder umfangreich bedruckt und hat am Heck einen Lichtmast und zwei Ein-Mann-Haspeln. Ende Juli kam dann eine Blitz-Info mit Ankündigungen weiterer vier RietzeSondermodelle: Ein MAN TGM HLF 20/16 der Berufsfeuerwehr Oldenburg FRW 2 mit der neuen Magirus-Lohr-Kabine, ein MB Atego 04 GW-Umwelt der Feuerwehr Meppen / Emsland, ein IVECO AluFire HLF 20/16 der FW Duisburg-Friemersheim und ein MAN TGM HLF 20/20 der FF Mauern/Bayern. Alle 4 Modelle waren vorbestellbar bis zum 1.8.2011, die Auflagenhöhe richtete sich nach dem Bestelleingang. Das Modell der FF Meppen konnte auch am 28.8.2011 in Meppen am Aktionstag der Feuerwehr vor Ort erworben werden. Alle Modelle wurden wieder so originalgetreu wie möglich umgesetzt. In der August-Info dann wieder zwei Modelle nach Vorbild der BF Hamburg, einmal eine Formneuheit von Rietze, die neue Iveco DLK M 32 L mit großem Fahrerhaus der BF HH-Barmbek, wie immer originalgetreu bedruckt, Abgabe nur zwei Modelle pro Besteller. Und von Herpa, in Zusammenarbeit mit dem Herpa-Extra-Shop, entstand ein Mercedes Atego 04 Koffer-Lkw als GW-Technik (Werkstattwagen) der BF Hamburg. Sollten nicht alle Modelle über den Kleinen Autoladen verkauft werden, wird der Rest später im Herpa-Extra-Shop angeboten. Das Modell ist rundum bedruckt, das Fahrerhaus trägt einen gelben Warnbalken und am Heck ist eine aufwändig bedruckte Ladebordwand montiert. In der September-Info folgte dann ein Mercedes MK 94 als LF 16/12 der BF Essen, umgesetzt von Busch. Bis zum 20.10.2011 konnte man noch zwei Sondermodelle auf Rietze-Basis vorbestellen, einmal einen MB Sprinter 06 Koffer-RTW der Wache 1 der BF Dortmund und einen VW T5 GP KR als VRW

der FW Leonberg, die Auflage richtete sich nach dem Bestelleingang. In der Oktober-Info erschien ein Herpa Mercedes Sprinter Koffer-RTW nach Vorbild der BF Oldenburg, ein gleiches Modell erschien bei Rietze in der Serie, das Besondere an diesem Modell ist jetzt die Farbe, Herpa hat erstmalig ein Modell in einem neuen Leuchtrot umgesetzt, es ist jetzt weniger orange und entspricht dem Farbton von Rietze. Nach Vorbild der BF Düsseldorf kam noch ein VW T5 GP KR als NEF 18 dazu, wie immer von Rietze originalgetreu bedruckt. Der Wuppertaler Fachhändler Matschke Modellbahn setzt seine Serie lokaler Einsatzfahrzeuge mit drei Varianten eines VW T5 Busses als NEF der BF Wuppertal fort. Rietze lieferte die Modelle in einer Auflage von je 120 Stück, drei Kennzeichenvarianten wurden umgesetzt, W-RD 6500, W-RD 6505 und W-RD 6506, die Modelle sind umfangreich detailbedruckt. Bürger Miniaturmodelle wird nicht müde, Modelle nach Stuttgarter Vorbildern umzusetzen und so gibt es mal wieder fünf Varianten der neuesten Smart Generation, inzwischen der vierten, der BF Stuttgart, diesmal hat sich auch das Design verändert, produziert wurden die Kommandowagen 69-73. Pro Variante gibt es nur 100 Stück, Stückpreis 18.90 Euro, bei Abnahme aller fünf Modelle spart man 14.70 Euro. Dazu lieferte Rietze einen VW T5 LR GP als

MTF der FF Stuttgart-Birkbach. Im Oktober ergänzte noch ein Herpa BMW X3 als ELW der BF Stuttgart im neuen Design den Reigen. Das nächste Modell ist zwar kein Blaulichtmodell, aber trotzdem ist eine Erwähnung für Feuerwehrmodellsammler interessant, es handelt sich um einen MAN NL 263 Eindecker-Linienbus der Braunschweiger Verkehrs-AG mit einem sehr schönen, aufwändigen Druckbild, gezeigt werden u.a. zwei Feuerwehrleute am Strahlrohr beim Feuer löschen vor lodernden Flammen, dann noch große Schriftzüge „Feuerwehr Braunschweig“ und „Einsteigen! Gute Hilfe braucht gute Helfer“, der Bus fährt auch im Original für ein Jahr Werbung für die Nachwuchswerbung der Feuerwehr. Hersteller ist Rietze, die Auflage beträgt 500 Stück, vom Verkaufserlös geht 1.- Euro pro verkauftem Modell an die Stadtjugend-feuerwehr Braunschweig, Verkaufspreis ist 28.- Euro. Bestellung über die Braunschweiger IG Nahverkehr e.V.. Ein wirklich sehr schönes Modell! Die Feuerwehr Castrop-Rauxel ließ sich von Herpa in 500er Auflage ein Sondermodell Ihres Gerätwagen-Umwelt auf MB AtegoBasis auflegen. Das Modell mit Kofferaufbau ist vorbildgerecht mit Rolläden bedruckt 3-4/2011 9

und trägt am Heck eine Ladebordwand. Restbestände sind eventuell noch über die angegebenen Email-Adressen erhältlich. Anfang September erschien die neue Iveco Magirus M32 L-AS der Feuerwehr HanauMitte als Sondermodell von Rietze für den Hamburger Feuerwehrshop in kleiner Auflage. Besonderheit ist die neue Heckstoßstange, die erst später im Herbst in die Serie einfließen wird, die Bedruckung ist natürlich wieder vorbildgetreu. Ebenfalls Anfang September bekam METZ

die neue Hubrettungsbühne B 32 auf Mercedes-Benz Econic-Fahrgestell von Wiking als Werbemodell geliefert, das Modell war zur Spielwarenmesse im Februar 2011 angekündigt worden, das Serienmodell kam Ende Oktober in den Handel. Bezugsquellen: Der kleine Autoladen, Tel. 0541/2599820, www.derkleineautoladen.de

Matschke Modellbahn, Tel. 0202/500007, www.matschkemodellbahn.de Bürger Miniaturmodelle, Tel. 07161/72050, www.buerger-ohg.de Braunschweiger IG Nahverkehr e.V., www.bin-info.de Hamburger Feuerwehr-Shop, Tel. 040/8508285, www.hamburger-feuerwehr-shop.de

Rietze Iveco Euro Fire LF 16/12 FF Düsseldorf-Garath 300 Stück 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze MAN TGM HLF 20/16 BF Oldenburg FRW 2 Auflage nach Bestelleingang 28.95 Euro Der Kleine Autoladen Rietze MB Atego 04 GW-Umwelt FF Meppen Auflage nach Bestelleingang 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze Iveco AluFire HLF 20/16 FF Duisburg-Friemersdorf Auflage nach Bestelleingang 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze MAN TGM HLF 20/20 FF Mauern Auflage nach Bestelleingang 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze Iveco DLK M 32 L BF Hamburg-Barmbek 600 Stück 35.50 Euro Der Kleine Autoladen Herpa MB Atego 04 GW-Technik BF Hamburg 750 Stück 28.50 Euro Der Kleine Autoladen

Busch Mercedes MK 94 LF 16/12 BF Essen 300 Stück 28.95 Euro Der Kleine Autoladen Rietze Mercedes Sprinter 06 RTW BF Dortmund Wache 1 Nach Bestelleingang 25.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze VW T 5 GP KR VRW FW Leonberg Nach Bestelleingang 23.95 Euro Der Kleine Autoladen Herpa Mercedes Sprinter Koffer-RTW BF Oldenburg 500 Stück 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze VW T 5 GP KR NEF 18 BF Düsseldorf 300 Stück 23.95 Euro Der Kleine Autoladen Rietze VW T5 Bus NEF W-RD 6500 FW Wuppertal 120 Stück 21.50 Euro Matschke Modellbahn Rietze VW T5 Bus NEF W-RD 6505 FW Wuppertal 120 Stück 21.50 Euro Matschke Modellbahn

Rietze VW T5 Bus NEF W-RD 6506 FW Wuppertal 120 Stück 21.50 Euro Matschke Modellbahn Busch Smart For Two KdoW 69 BF Stuttgart 100 Stück 18.90 Euro Fa. Bürger Busch Smart For Two KdoW 70 BF Stuttgart 100 Stück 18.90 Euro Fa. Bürger Busch Smart For Two KdoW 71 BF Stuttgart 100 Stück 18.90 Euro Fa. Bürger Busch Smart For Two KdoW 72 BF Stuttgart 100 Stück 18.90 Euro Fa. Bürger Busch Smart For Two KdoW 73 BF Stuttgart 100 Stück 18.90 Euro Fa. Bürger Busch Smart For Two KdoW 69-73 BF Stuttgart Set aus alllen 5 Modellen 79.80 Euro Fa. Bürger

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Dienstag 11. September 2001
Airlines-Flug 175. Diesmal in den Südturm. Die Rettungsmaßnahmen wurden nun auf beide Türme ausgeweitet. Immer mehr Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei und der örtlichen Hafenbehörde trafen ein. Die Fahrstühle in denen brennendes Flugzeugbenzin runter lief, ca. 90 Kubikmeter, funktionierten nicht mehr. Die Feuerwehrleute mussten das Treppenhaus benutzen. Ein Feuerwehrmann in voller Ausrüstung, mit über 30 kg Schläuche und Gerät, braucht mindestens 1 Minute für einen Treppenabsatz. Sie mussten also 80 Stockwerke rauf und dann begann erst die eigentliche Arbeit. Da die Menschen versuchten über das Treppenhaus zu fliehen und die Rettungskräfte nach oben liefen, waren die Treppen überfüllt. Die Feuerwehrmänner bekamen auch zu hören: Warum geht ihr da rauf? Seht zu, dass ihr wegkommt.“ Um 9:37 Uhr traf das entführte Flugzeug American-Airlines-Flug 77 das Pentagon in Arlington bei Washington. Die Kommunikation unter den Feuerwehrleuten war sehr schwierig, da das interne Kommunikationssystem des World Trade Centers zusammengebrochen war. Es blieb ihnen nur der eigene Sprechfunk. Sie hatten keine Informationen von außen. Sie wussten nicht, was alle Welt im Fernsehen sah. Sie wussten nicht, dass die Gebäude aussahen, als wenn sie gleich einstürzen würden. Draußen flogen Trümmer herum. Menschen stürzten sich in Panik aus den oberen Stockwerken. Sie hatten Angst zu verbrennen und zogen den Sturz in die Tiefe vor. Es regnete menschliche Körper. Die Feuerwehrmänner gingen an ihre Grenzen und darüber hinaus. Um etwa 10:00 Uhr stürzte der Südturm ein. Es war keine Zeit einen Gedanken zu fassen. Jeder ist einfach nur gerannt. Alles war mit weißem Staub bedeckt. Viele Feuerwehrleute wurden beim Einsturz des Südturms verschüttet, da sie trotz eines Räumungsbefehls ihre Evakuierungen fortsetzten. Die New Yorker Einsatzkräfte haben eine besondere Einstellung zu ihrer Arbeit. Sie stellen sich bedingungslos ihren Aufgaben und riskieren dabei oft den Tod. Dieses Vorgehen erklärt auch die relativ hohe Anzahl von Todesopfern unter den Feuerwehrleuten. United-Airlines-Flug 93 wurde ebenfalls entführt und sollte das Kapitol treffen. Nachdem Passagiere versucht hatten, das Cockpit zu stürmen, um die Entführer zu überwältigen, steuerte der Pilot der Entführer das Flugzeug zu Boden, etwa 100 Kilometer von Pittsburgh entfernt. Um 10:28 Uhr stürzt auch der Nordturm des World Trade Centers ein. Im Umkreis von 500 Metern waren die Gebäude zum Teil einsturzgefährdet. Was war passiert? Die Hölle war passiert! Etwa 3000 Menschen starben durch die Anschläge an diesem Tag. Davon waren 343 Feuerwehrmänner, 60 Polizisten und acht Sanitäter. Der Feuerwehrpater Judge, genannt der „Kaplan“ war das erste offizielle Todesopfer des 11.September. Sein Totenschein trägt die Nummer 0001. Sein Leichnam wurde auf dem Altar der St.Peterskirche gelegt. Für Feuerwehrleute gehören schreckliche Dinge zum Alltag, jedoch war dies, was sie hier erlebten, schlimmer. Feuerwehrmänner aus der ganzen Stadt waren in den Türmen und die Perversion des Ganzen ist, dass die Menschen die helfen wollten, auf solch überaus schreckliche Art und Weise ums Leben kamen. Das World Trade Center (WTC) bestand insgesamt aus 7 Gebäuden. WTC-1 und WTC-2 stürzten bekanntlich als erstes ein. WTC-3 (Marriott Hotel) wurde durch die Trümmer von WTC-1 und 2 begraben. WTC-7 folgte acht Stunden später. Es war durch den Einsturz von WTC-1 erheblich beschädigt und an mehreren Stellen loderten kleinere Brände. WTC-4, WTC-5 und WTC-6 wurden so schwer beschädigt, dass sie später abgerissen werden mussten. Was die Feuerwehrleute am 11.September leisteten und besonders während der Bergungsarbeiten in den darauffolgenden Wochen und Monaten, war bemerkenswert. Es waren psychisch und physisch besonders belastende Einsatzsituationen.

Vor 10 Jahren am 11.Septemebr 2001, war der schrecklichste Tag in der Geschichte New Yorks und der örtlichen Feuerwehr. Dieses Ereignis brannte sich nicht nur in den Köpfen der Amerikaner fest, es war gleichzeitig ein Herzstich für alle Feuerwehrleute der Welt. Anfangs dachten einige es handelte sich um einen Unfall oder gar einen schlechten Scherz. Man hatte sogar die Hoffnung, es flimmert gerade ein neuer Hollywood-Streifen über den Bildschirm. Falsch! Es war alles echt. Um 8:46 Uhr (Ortszeit) flog das durch al-Qaida Terroristen entführte Flugzeug American-Airlines-Flug 11 in den Nordturm des World Trade Centers. Zuerst ging man allgemein von einem Unfall aus und forderte die Menschen im Südturm auf, Ruhe zu bewahren und an ihren Arbeitsplätzen zu bleiben. Doch bald erkannte man das es ein terroristischer Anschlag war. Ein Löschzug von Chief Joseph W. Pfeiffer befand sich in der Nähe des Unglücksortes und traf als erste Rettungsmannschaft ein. Pfeiffer war der erste Chief vor Ort und einer der Hauptkoordinatoren der Hilfs- und Rettungsmaßnahmen. Flammen und Rauch waren zu sehen. Mehrere Stockwerke brannten. Die Scheiben in der Eingangshalle waren geborsten. Menschen mit teils schwersten Verbrennungen rannten den Feuerwehrleuten schreiend entgegen. Es herrschte das Chaos. Weitere Rettungskräfte trafen ein. Trümmer fielen herunter. Die Feuerwehrleute begannen mit Rettungsmaßnahmen und probierten nach oben vorzudringen um die Menschen zu evakuieren. Sie mussten die größte Rettungsaktion vollziehen. Um 9:03 Uhr krachte ein weiteres entführtes Flugzeug ins World Trade Center, United-

WE WILL NEVER FORGET!
Sascha Guzy FF 6360 / FVFM

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Feuerwehrmuseum mit neuem Standort?
Keine Sorge. Weder hat das Feuerwehrmuseum schon wieder ein Ausweichquartier bezogen, noch eine Filiale eröffnet. Und doch gibt es eine neue Ausstellung zur Brandschutzgeschichte. Noch bis zum 30. Januar 2012 veranstaltet das Heimatmuseum Zehlendorf eine Sonderausstellung unter dem Titel „St. Florian versus Roter Hahn - Vier Jahrhunderte Feuerschutz in Zehlendorf“. Die Ausstellung dokumentiert in anschaulicher Weise die Anfänge des Feuerschutzes nach der „Dorf-Ordnungk“ von 1665 über die Freiwilligen Wehren von Zehlendorf, Dahlem, Nikolassee und Wannsee bis hin zur modernen Feuerwehr der heutigen Tage mit den Wachen in Zehlendorf und Wannsee. Ausgestellt sind früher gebrauchte sowie heute verwendete Einsatzgeräte, die durch historische Aufnahmen und schriftliche Exponate ergänzt werden. Zunächst war Feuerschutz als nachbarschaftliche Hilfe organisiert. Die Bauern mussten Ledereimer, Leiter, Feuerhaken und Laterne einsatzbereit vorhalten. 1798 wurde die erste Spritze angeschafft und auf der Dorfaue ein Feuerwehrschuppen errichtet. Ab 1872 richtete Zehlendorf als selbständige Landgemeinde einen Branddienst ein, zu dem aus den männlichen Bewohnern Dienstverpflichtete ausgelost wurden. Motivierend und effektiv war dieses Verfahren nicht. Deshalb gründete sich am 7. Mai 1884 der Verein „Freiwillige Feuerwehr“, der innerhalb weniger Tage eine Kolonne von 16 Mann aufstellen konnte. Für sie wurde im gleichen Jahr an der Hauptstraße (heute Clayallee 353) ein Spritzenhaus gebaut. Rund um die Jahrhundertwende 1899/1900 wurden auch in Nikolassee und Wannsee Feuerwehrdepots eingerichtet. Auf der Domäne Dahlem gab es mindestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine eigene Gutsfeuerwehr. Betrieb genommene Feuerwache Zehlendorf in der Charlottenburger Straße, wo neben der Berufsfeuerwehr heute auch wieder eine Freiwillige Feuerwehr zu finden ist. Aus

Große Fortschritte im Brandschutz brachten im Jahre 1903 die Inbetriebnahme von 800 Hydranten und 1906 die Installation von 19 Feuermeldern. Am 8. August 1908 konnte in der Spandauer Straße 14 (heute Onkel-TomStraße) die neue Wache bezogen werden. Sie war schon als Feuerwache für motorgetriebene Fahrzeuge konzipiert. Kurz vor der Eingemeindung Zehlendorfs 1920 nach Groß-Berlin richtete zum 1. April 1919 die Gemeinde eine Berufsfeuerwehr ein, die dann in der Berliner Feuerwehr aufging. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste mit einer Kraftleiter, einer Motorspritze und einem amerikanischen Sanitätswagen von Neuem begonnen werden. Die weitere Entwicklung brachte 1975 die neue Feuerwache Wannsee und die 1992 in

der sechzehn Mann starken Truppe einer Freiwilligen Wehr im Jahre 1884 sind im Laufe der Zeit in den beiden Wachen insgesamt rund 200 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte geworden. Im aktuellen „Zehlendorfer Heimatbrief“ wird das Thema ausführlich behandelt. Das Heft ist zum Preis von 2,- € im Heimatmuseum erhältlich. Sie finden das Heimatmuseum Zehlendorf in der Clayallee 355 (Zehlendorf Eiche). Geöffnet ist dort Montag und Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, Dienstag und Freitag von 10 bis 14 Uhr. An Feiertagen ist das Museum geschlossen, der Eintritt ist frei. www.heimatmuseum-zehlendorf.de
Bild und Text: Ulrich Lindert Quelle: Heimatmuseum Zehlendorf

50 Jahre Mauerbau

Eine vergessene Feuerwache - Feuerwache Staaken-West
Aus Anlass des Mauerbaus vor 50 Jahren, soll an eine Feuerwache erinnert werden, die infolge der politischen Entwicklung 1961 der Mauer zum Opfer gefallen ist. In den einschlägigen Büchern über die Berliner Feuerwehr wird sie nicht erwähnt, lediglich in der Reihe „Berlin und seine Bauten – Feuerwachen“ ist nachzulesen: Feuerwache Staaken-West, Neubau 1951 infolge 12 3-4/2011 Grenzverschiebung (Gebietsaustausch mit Gatow), Putzbau. Dem Autor ist diese Feuerwache noch in Erinnerung, hatte er doch als Kind immer die Fassadengestaltung mit einem Feuerwehrmann bewundert. Doch was war geschehen? Der Kontrollrat der Alliierten hatte einen Gebietsaustausch zum 31. August 1945 beschlossen. Der Flugplatz Gatow der Engländer lag teilweise auf sowjetischem Gebiet und der Flugplatz der Russen in Staaken teilweise auf britischem Gebiet. Also wurde getauscht, mit für Staaken teilweise chaotischen Folgen. Staaken war plötzlich geteilt und das geographische Staaken West war politisch der Osten und umgekehrt der Westsektor war geographisch Osten. Nun zur Feuerwache StaakenWest mit dem Standort Finkenkruger Weg

61. Die 1951 als Berufsfeuerwache in Dienst gestellte Wache lag im Ostsektor, die Grenze verlief auf dem Finkenkruger Weg. Nun wurde das politische Oststaaken zu dieser Zeit vom Stadtbezirk Mitte in Berlin (Ost) verwaltetet und die Feuerwehr aus dem Ostteil von Berlin besetzte diese Wache. So fuhr jeden Morgen vom Stützpunkt der FF Rosenthal ein LF 25 zur Wache Pankow und transportierte die Mannschaft nach Staaken und zurück. Konnte zuerst noch durch die Westsektoren gefahren werden, war das bald nicht mehr möglich. So musste dann außen herum über Schildow, Bötzow, Falkensee gefahren werden. Man kann sich also vorstellen, wann die abgelöste Wachabteilung in Pankow eintraf. Eine Wachnummerierung wurde nicht vorgenommen. Wer den Auftrag oder den Anstoß zum

der Wache. Mit Ausbau der Grenze und dem Mauerbau 1961 war ein Ausrücken auf den Finkenkruger Weg nicht mehr möglich. Die FF Staaken-West zog um und die Feuerwache wurde dann, weil unmittelbar an der Grenze liegend, abgerissen. So stand eine der ersten Neubauten einer Feuerwache nach dem Krieg nur 10 Jahre. Ich bedanke mich bei dem Kollegen Hanns Purmann, der das LF 25 des Öfteren fuhr und bei dem Kameraden Horst Tack (FF Staaken), Neubau dieser Wache gab ist leider nicht der auf der Wache wohnte, für ihre freundmehr feststellbar. Ab 1954 wurde dann die lichen Auskünfte. Wache vom Kreis Nauen besetzt, weiterhin B. Lettow, Mitglied im FV FM Berlin e. V. als Berufsfeuerwache. Damit war dann 1956 Foto: Hartmut Köhler, 21.August 1961 Schluss und die Wache wurde Standort der FF Staaken-West. Es wurden 2 Wohnungen eingerichtet und der Wehrführer sowie der Maschinisten Verantwortliche wohnten in

Besuch bei alten Freunden
Ein Reisebericht zum Besuch des Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e. V. bei der FF Havelberg
Am  Morgens des 24. September 2011 trafen sich  neun Mitglieder vom Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e. V. am NikolausGroß-Weg mit ihrem Vorsitzenden Günther Strumpf,  um sich auf  vier PKW und zwei Motorrädern zu verteilen und die von Doris Gläser organisierte Reise nach Havelberg und Stendal anzutreten. Als  Termin für die Reise wurde der 200. Geburtstag des Branddirektors Carl Ludwig  Scabell  (25.09.1811-09.06.1885) gewählt. Scabell,  der die Stadt Havelberg mit dem Einsatz der Berliner Feuerwehr vor einem Totalverlust bewahrte und dafür zum Ehrenbürger Havelbergs wurde. Auf dem Grundstück auf dem sich heute die Redaktion  der Havelberger Volksstimme befindet,  brach am 6. Februar 1870 ein Brand aus. Dieser hatte bis zum Eintreffen der Berliner Feuerwehr bereits ein Drittel der Stadtfläche zerstört. Die mit einem Sonderzug angereiste Wehr konnte ihn zum stehen bringen und damit den Rest der Stadt retten. In Andenken an diese Leistung wurde in Havelberg die Kleine Markt Str. nach Scabell benannt. Ein Name, der über die politischen Systeme hinweg bis heute bestand hat. Ebenso entstand ein loser Kontakt zwischen den Wehren. In der Übereinstimmung der Adresse der Volksstimme und des Ausbruch des Brandes ist vielleicht der Grund zu sehen, warum in Havelberg der Stadtbrand und Scabell selbst noch heute in der Tagespresse Beachtung finden. Details zum Leben Scabells sind bereits in einem  Artikel der Brennpunkt News 2/2011 besprochen worden. In Havelberg angekommen wurden wir vor unserem Quartier im Erlebnispädagogischen Centrum, von Manfred Philipp und Manfred Helmerding begrüßt. Manfred Philipp hatte einige Verabredungen für uns getroffen und übernahm so gleich die Leitung. Als erstes fuhren wir zum Domplatz, wo wir von Anke Schleusner-Reinfeldt von der Regionalredaktion der „Volksstimme“ in Empfang genommen wurden. Die Tageszeitung hatte bereits zum Jahrestag des Havelberger Stadtbrandes einen ganzseitigen Artikel und vor unserer Ankunft am 23.09. eine Ankündigung unseres Besuches gedruckt. Nach einem kurzen Interview  und einem Gruppenfoto für einen Beitrag in der Ausgabe vom 26.09.  wurden wir in die  Obhut von Sabine Ball entlassen, die uns durch den Havelberger Dom führte.  Manfred Philipp führte danach durch das Prignitzmuseum. Unsere Aufmerksamkeit lenkte er dabei auf eine Kübelspritze und die Vitrine zum Stadtbrand die das einzige  Foto des zerstörten Teils der Stadt zeigt. Nach einem ausgiebigen Mittagsmahl in Nitzow und einer kurzen Pause in unserem Quartier, folgte ein Stadtrundgang. Der Heimatforscher Herr Knopf hat in den Räumen des ehemaligen Lichthauses einen Handel mit Maritimen und anderen Antiquitäten und Dekorationsgegenständen  aufgebaut und geht dort seiner Leidenschaft der Havelberger Stadtgeschichte nach. Unter anderem  hat er mehrere  Aufsteller in den Fenstern, auf denen die Geschichte des Stadtbrandes und des Einsatzes der Berliner Feuerwehr dargestellt wird. Einen extra Aufsteller widmete er hierbei dem Leben Scabells. Die Artikel in der Havelberger Volksstimme zum Stadtbrand und zu Scabell stammen von ihm. In einer anregenden Diskussion erfuhren beide Seiten neues aus dem Leben und Wirken von Scabell. Herr Knoppf und Günther Strumpf ergänzten sich dabei glänzend. Zum Abschluss der Unterhaltung konnte Horst Gormann hier noch einmal seinen Suchaufruf nach Informationen zu dem Zug der 1870 die Berliner Feuerwehr nach Havelberg brachte los werden. Insbesondere Angaben zu den Waggons werden noch gebraucht.  Danach nahmen wir unseren Rundgang wieder auf. Dieser führte vorbei am historischen Wachgebäude am Salzmarkt sowie an Häusern, deren Vergangenheit bis ins  Mittelalter zurückreicht und an solchen deren  Putzmarken auf Begebenheiten des Stadtbrandes hinweisen.  Abschluss fand der offizielle  Rundgang am Abguss des hi3-4/2011 13

storischen Berliner Feuermelders von 1886. Dieser  wurde 2001 der Stadt Havelberg anlässlich  des 150 jährigen  Jubiläums der Berliner Feuerwehr und in Erinnerung ihrer Leistungen beim Havelberger Stadtbrand von 1870 gestiftet. Der Tag klang mit einem Beisammensein mit dem Wehrleiter Ulrich Ziegler  und Aktiven Kameraden, sowie Vertreten der Alters- und Ehrenabteilung der FF Havelberg aus. Am Sonntagmorgen besichtigten wir frisch gestärkt die Havelberger Wache. Ulrich Ziegler und zwei Kameraden führten uns durch die Räumlichkeiten. Unter anderen konnten wir dort die DLK 23-12 von Metz auf MB 1422 besichtigen, die generalüberholt 2009 zur Wehr kam. Dem vernehmen nach eine alte Hamburgerin. Ebenso wurde das, aus dem Konjunkturprogramm II stammende, HLF  20/16 auf  MB ATEGO Allrad besichtigt,

das  ab November 2010 den letzten W50 ersetzte.  Die Fahrzeuge haben alle keine Behördenkennzeichen da sie der Stadt Havelberg gehören und nicht wie in Berlin einer Landesbehörde. Nach der Besichtigung verabschiedeten wir uns gen Stendal. Dort wurden wir von Michael Schneider im Feuerwehrmuseum erwartet. Das Museum hat einen starken regionalen Bezug und profitierte von der Erneuerungswut der Wendezeit. So konnten viele Exponate aus der Feuerwehrschule Heyrothsberge übernommen werden, als diese gesamtdeutschen Lehrmaterialien weichen mussten. Glanzstück ist eine komplette, wieder betriebsfähig gemachte,  Einsatzleitzentrale.  Im zweiten Gebäude konnten wir eine Auswahl des Fahrzeugbestandes bewundern. Die fahrbereiten Fahrzeuge stellen einen Querschnitt durch Zeit, Form und Farbgebung dar. Wolf-

gang Gabler konnte hier seine Fragen zu den so genannten Partei eigenen Spritzen der NS-Zeit los werden.  Besonders interessiert hier Verbreitung und Farbgebung. Ralf Penke startete spontan eine kleine Sammlung die wir in die zahlreich bereitstehenden Spendenboxen, Kunstvoll aus Helmen, Handlöschern etc. gefertigt, einwarfen. Nach der Besichtigung endete der offizielle Teil und es trennten sich die Wege derer die direkt die Heimreise  antraten und denen, die noch durchs die Land bummelten. Da ich bei Horst Kahm im Wagen den direkten Weg nahm, kann ich über die restlichen Bummeltouren nicht berichten, bitte aber jeden der zu den angesprochenen Fragestellungen Hinweise geben kann mit den benannten oder der Redaktion in Kontakt zu treten.
Martin Hille

Es weihnachtet sehr oder ist den schon Ostern?
Der Sammler dieser festlichen, im Feuerwehrdesign erstellten Holzarbeiten aus dem Erzgebirge ist der im Ruhestand befindliche Brandamtsrat Norbert Zech. In den 80er Jahren besuchte Familie Zech die Großmutter in der DDR. Dort entdeckten wir durch einen Zufall, so Zech, die rauchenden Kameraden. Die Räuchermännchen kamen uns gerade recht, weil wir mal etwas sammeln wollten, das anders ist als immer nur Modellautos, aber trotzdem das Thema Feuerwehr umreißt. Die Vielfalt ist so groß, dass es nun für eine Ausstellung im Feuerwehrmuseum Berlin reicht. Das Museumsteam wünscht viel Spaß bei der Suche.
Stefan Sträubig, Museumsleitung Fotios: Machmüller

Das Feuerwehrmuseum Berlin hat sich anlässlich der plötzlich hereinbrechenden Weihnachtszeit einer Sammlung der besonderen Art verschrieben. Überall in der Ausstellung sind kleine aus Holz gefertigte Rauchmännlein und auch Feuerwehrnussknacker in den Vitrinen zu sehen.

Diese können unsere Besucher in den unterschiedlichsten Ausstellungsbereichen entdecken, aber nicht immer gleich auf den 1. Blick. Etwas suchen muss man manchmal schon. Wer an der Kasse die richtige Anzahl mitteilt, darf sich auf ein besonderes Feuerwehrgeschenk freuen.

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? chtsgeschenk Tips: na r ch kein Weih No Hier ein paa
Das neue Standardwerk zur Berliner Feuerwehr
13 Jahre nach dem Erscheinen seines überaus erfolgreichen Bildbands „Berliner Feuerwehrfahrzeuge 1960 bis heute“ legt Hans-Jörg Schierz endlich die lang erwartete Fortsetzung vor. Auf vorzüglichen Farbfotografien zeigt er sämtliche in den vergangenen 15 Jahren beschafften Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr, vom handlichen Opel Corsa für First Responder in der Rettung bis zum gewaltigen, 32 Tonnen schweren Teleskopmast TM 50. Mit großer Sachkenntnis schildert er die technische Entwicklung von Lösch- und Rüstfahrzeugen, RTWs und Abrollbehältern, deren Zuordnung zu den einzelnen Wachen und die durch das neu festgelegte Corporate Design überwundene typische Berliner Farbenfreude. Ein Muss für jeden Freund der Berliner Feuerwehr. In den vergangenen 15 Jahren hat sich bei der Fahrzeugausstattung der Berliner Feuerwehr viel verändert. Die Löschhilfeleistungsfahrzeuge (LHF) sind zum alles beherrschenden Einsatzmittel bei der Brandbekämpfung avanciert, während Tanklöschfahrzeuge nur noch als Sonderfahrzeuge oder bei Freiwilligen Feuerwehren zum Einsatz kommen. Detailliert beschreibt Schierz die unterschiedlichen LHFs verschiedener Fahrgestell- und Aufbauhersteller, die heute auf Berlins Straßen Brände bekämpfen. Drastisch verändert haben sich, wie Schierz in Text und Bild dokumentiert, das Einsatzkonzept und die Ausstattung der Einsatzfahrzeuge im Rettungsdienst. Mit dem 2004 eingeführten Rendezvous-System zwischen NEF und RTW gerieten die klassichen Notarztwagen auf’s Abstellgleis, während die Notärzte nun mit wendigen Kleinbussen zum Einsatzort eilen. Dadurch hat sich nicht nur die Ausstattung der Rettungswagen stark verbessert, auch äußerlich ist der Wechsel vom Kastenwagen zum Trägerfahrzeug mit Modulkoffer vollständig vollzogen. Schierz präsentiert auf brillanten Fotografien Sonderfahrzeuge und Drehleitern, Einsatzleitwagen und Kräne, aber auch die große Vielfalt von Abrollbehältern und Anhängern, die für besondere Einsätze zur Verfügung stehen. Akribisch hat er Anschaffungstermine und Verbleib sämtlicher Neuanschaffungen dokumentiert. Hans-Jörg Schierz, Jahrgang 1960, ist gebürtiger Berliner und seit mehr als 30 Jahren in verschiedenen Positionen bei der Berliner Feuerwehr tätig. Auch als 1. Vorsitzender des Förderkreises Feuerwehr e.V., als Mitglied des Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin, passionierter Modellbauer von Feuerwehrfahrzeugen und Autor zahlreicher Artikel lebt er seine Leidenschaft für die Feuerwehr. Sein erstes Buch „Berliner Feuerwehrfahrzeuge: Von 1960 bis heute“ erschien 1996.

							

Die moderne Berliner Feuerwehr Fahrzeuge von 1996 bis 2011 von Hans-Jörg Schierz Erschienen im Sutton-Verlag ISBN 978-3-86680-950-5 160 S. • 190 Abb. •gebunden 17 x 24,5 cm • 400 g • 22,95 €[D]

Zwei weitere Neuerscheinungen
Hans-Georg Prager, Feuerwehrmann und Autor, zeigt in diesem reich illustrierten Buch, was sich hinter dem Mythos Feuerwehr verbirgt: Kurzweilig und kenntnisreich beschreibt er die Geschichte der Feuerwehr und die Entwicklung der technischen Hilfsmittel von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Realistisch schildert er den Alltag der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehrleute, die sich schon seit langer Zeit nicht nur der Brandbekämpfung widmen, sondern tagtäglich bei Unfällen im Straßenverkehr, bei Überschwemmungen oder Großereignissen unverzichtbare Dienste leisten. In spannenden und zugleich ergreifenden Berichten erlebt der Leser dramatische Einsätze bei Großbränden, Eisenbahn- oder Flugzeugunglücken in Deutschland und der ganzen Welt hautnah mit und gewinnt dabei Einblicke in die Gefühlswelt der höchsten psychischen und körperlichen Belastungen ausgesetzten Kameraden. florian 14: achter alarm! erschienen im Sutton-Verlag ISBN: 978-3-86680-899-7, 344 Seiten, 27 Bilder (SW), 65 Bilder (Farbe), 17 x 24,5 cm, gebunden, 24,95 € Hubrettungsfahrzeuge bzw. Drehleitern zählen neben den tragbaren Leitern zu den 3-4/2011 15

wichtigsten Rettungsgeräten der Feuerwehr, sind gleichzeitig aber auch die am technisch anspruchvollsten Fahrzeuge der Feuerwehr. Deshalb erfordern Hubrettungsfahrzeuge eine umfangreiche Ausbildung sowie eine regelmäßige Schulung und Weiterbildung.

In diesem Fachbuch werden neben den wesentlichen Merkmalen der verschiedenen Hubrettungsfahrzeuge deren Einsatzmöglichkeiten zur Menschenrettung, Brandbekämpfung und Technischen Hilfeleistung sowie die verschiedenen Anleiterformen behandelt. Wichtige Hinweise zur Einsatztaktik und zur Aus- und Weiterbildung ergänzen den Inhalt. Jan Ole Unger ist Angehöriger des gehobenen Dienstes der Berufsfeuerwehr Hamburg und war Wachausbilder für Drehleiter- und Kranbetrieb. Nils Beneke ist Angehöriger der Berufsfeuerwehr Hannover und dort im gehobenen Dienst tätig. Klaus Thrien ist Brandoberinspektor in der Abteilung Ausbildung bei der Feuerwehr Paderborn. Alle Autoren gehören einem Ausbildungs- und Informationsportal für Hubrettungsfahrzeuge an. Hubrettungsfahrzeuge erschienen im Kohlhammer-Verlag ISBN: 978-3-17-020187-3 196 Seiten, 114 Bilder, 10 Tab., 21,1 x 14,8 cm, kartoniert, 25,90 €

Februar 2012 11.2.2012 4. Indoorcycling Team-Marathon 2012 Am Samstag den 11. Februar 2012 findet der 4. IndoorCycling Team – Marathon der ICE Trainer, als Veranstaltung der Betriebssportgemeinschaft der Berliner Feuerwehr e.V. statt. Austragungsort ist die große Sporthalle des Sport Club Siemensstadt e.V. in der Buolstraße 14, in 13629 Berlin. 11:00 Uhr - 17:00 Uhr April 2012 21.4.2012 2. Berlin Firefighter Stairrun Weiter Informationen finden Sie unter www.berlin-firefighter-stairrun.de Veranstaltungsort: Hotel Park Inn am Alexanderplatz Juni 2012 17.6.2012 2. Feuerwehrmeisterschaft im Radsport Die Berliner Feuerwehr ist mit einem Team vertreten. Veranstaltungsort: Hannover Weitere Infos unter: www.berliner-feuerwehr.de

Termine

Auch für das Jahr 2012 hat die Berliner Feuerwehr in Kooperation mit dem Kopierzentrum Spandau wieder tolle Foto-Kalender produziert. In einem Kalender in DIN A3 Querformat zeigt Hobbyfotograf Stefan Rasch Berliner Feuerwehr Fahrzeuge im Einsatz und damit einige seiner besten Arbeiten. Mit 13 spannenden Motiven wird die Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehren in Berlin dargestellt – bunt, vielfältig und verschiedenen. Genau so, wie die rund 900 Mädchen und Jungen in einem der größten Jugendverbände der Hauptstadt. Die Kalender können ab sofort beim Kopierzentrum Spandau für 11,95 € plus 4,85 € Porto und Verpackung bestellt werden. Wer

sich die Versandkosten sparen will, kann den Kalender auch direkt im Kopierzentrum Spandau, Sedanstr. 8 in 13581 Berlin erwerben.

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machmueller@t-online.de
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Bereits in den BPNews 2/2010 vorgestellt, dieses Jahr in der zweiten unveränderten Auflage erschienen ist das Buch „Die Berliner Feuerwehr im Einsatz“ von Detlef Machmüller. Dieser faszinierende Bildband über die älteste Berufsfeuerwehr Deutschlands vermittelt einen lebendigen Eindruck vom Alltag der Berliner Feuerwehr in der Zeit von 1980 bis heute. Die aus dem Privatarchiv des Autors stammenden Bilder zeigen die Feuerwehrleute bei Großbränden, Gebäudeeinstürzen oder Autounfällen und stellen die vielfältigen Anforderungen an den Beruf dar. Ideal für den Gabentisch!! Die Berliner Feuerwehr im Einsatz erschienen im Sutton-Verlag ISBN: 978-3-86680-665-8, 128 Seiten, 16,5 x 23,5 cm, Broschur, Unveränderte Ausgabe, 18,90 €
        
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