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Periodical volume

Full text: Brennpunkt news Issue 23.2010

Nr. 23

Informationen über die Berliner Feuerwehr

Ausgabe 4/2010

... and a Happy New Year!

Inhalt
Kolumne:

Kolumne Ernüchterung - Jahresrückblick 2010
Seite 2
Liebe BrennpunktNews Leser, auch in diesem Jahr gibt es von uns eine Weihnachtsansprache, die wir in die Form eines Jahresrückblickes packen wollen. Tja, was ist denn nun so alles Schönes in unserem Lande passiert. Zunächst beschloss die Bundesregierung eine sogenannte Gesundheitsreform. Außer, dass sich die Beiträge der Versicherten deutlich erhöht haben, hat sich eigentlich nichts geändert. Die noch von Frau Ulla viel gepriesenen Beitragssenkungen sind damit wie eine Luftblase zerplatzt, dies dann auch noch Reform zu nennen, tja was soll ich sagen? In diesem Sommer gab es eine Hitzewelle unter der wohl alle zu leiden hatten. In der Bahn kippten die Fahrgäste reihenweise um, weil die Klimaanlagen ausfielen. Der Bahnvorstand hatte dann aber schnellstmöglich die passende Begründung gefunden, denn alles läge ja nur an der globalen Erderwärmung. Ah ja, dann hat das wohl nichts mit Sparmaßnahmen und den damit verbundenen Wartungsdefiziten zu tun? Komisch nur, dass es im Winter die gleichen Probleme nur in anderer Form gab; dies lag dann wahrscheinlich an der globalen Erdabkühlung. Der Prozess um den couragierten Bürger in München, der Jugendlichen helfen wollte und dies mit seinem Leben bezahlen musste, weil er von betrunkenen Straftätern zu Tode getreten wurde, drohte zur Farce zu werden. Die Täter wurden wieder einmal zu guten Jungs (schlechte Kindheit, Alkohol, usw.) gemacht, der Helfer dagegen sollte zum erstzuschlagenden bösen Mann abgestempelt werden. Die Medien mischten wie immer schön mit, Gott sei es gedankt, dass dieses mal die Richter sich nicht davon beeinflussen ließen und hier die Höchststrafen aussprachen. Dann gab es noch die Loveparade Katastrophe in Duisburg. Die Aufbereitung glich einem „Schwarzen-Peter-Spiel“ das seines gleichen sucht. Es ist zwar verständlich, dass niemand sofort sagt: „Ich war es“, aber mit Geheimvideos die dann auch noch bei YouTube eingestellt werden, den anderen bloß zustellen, dürfte wohl nicht als Aufarbeitung zählen. Die Bundesregierung griff dann noch zu einem neuen Trick. Sie erfand die Brennelementesteuer und die Extrasteuer für Flüge, bürdete dies den jeweiligen Firmen auf. Diese holen sich dann das Geld ganz schnell vom Verbraucher wieder. Somit hat man Steuererhöhungen durchgesetzt, ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Die ersten Auswirkungen sieht man ja bereits an den Strompreiserhöhungen im neuen Jahr. Hier denkt nicht mal annährend jemand darüber nach, an die stetig steigenden Gewinne der Konzerne zu gehen. Die Belastungen werden eben mal schnell an den Verbraucher weitergegeben, vielleicht sollten wir unsere steigenden Belastungen auch einfach an unseren Gehaltszahler weitergeben..

Ernüchterung Jahresrückblick 2010	
Fahrzeuge

Die mit dem leichten V-Ausschnitt	 RTW mit Seilzug	
Aus- u. Weiterbildung

Seite 3 Seite 4

SimCodeP - wenn einem Pappkärtchen zum Schwitzen bringen 	 Seite 4
ModellNews

	
Modellbau

Seite 6

FF Newcomer im Modell 	 Seite 8 Ein Kilo Kunststoff, ein Kilo Lack fertig ist der Hanomag 	 Seite 9
Förderverein Feuerwehrmusuem

Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand 	 Seite 10 Während des Dienstes gestorben 	 Seite 11 Noch kein Geschenk? 	 Seite 12

Impressum:
Herausgeber & Redaktion:
Förderkreis Feuerwehr e.V. (FKF e.V.) in redaktioneller Zusammenarbeit mit dem Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V.

Gestaltung, Satz:

Fotographie + Layout, Berlin kontakt@fotographie-layout.de

Auflage: 1000 Stk.

Beiträge Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e.V. sind mit FVFM Bln e.V. gekennzeichnet. Verteilung in den Dienststellen der Berliner Feuerwehr sowie an die Mitglieder des FKF e.V. und des Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e.V. Die gedruckte Ausgabe ist nur in begrenzter Anzahl verfügbar. Sie können jedoch die BrennpunktNews kostenlos per Email beziehen. Bitte senden Sie eine Email mit dem Betreff „Brennpunkt news Abo“ an: brennpunktnews@t-online.de Wenn Sie das Erscheinen der Brennpunkt news durch ein Inserat unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff „Brennpunkt news Anzeige“ und Ihren Kontaktdaten an folgende Email: kontakt@fotographie-layout.de oder rufen Sie unter folgender Telefon-Nr. an: 030/811 87 57. Hier erhalten Sie die aktuellen Mediadaten.

Schönefeld, der neue Flughafen, dagegen Bürgerproteste. Ganz plötzlich gibt es Flugrouten von denen angeblich niemand etwas wusste. Das Motto: „Flughafen und Flugzeuge ja, aber bitte nicht vor oder über meiner Haustür“. Anscheinend haben auch da wieder einige ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Und nun fand eine findige Politikerin sogar heraus, dass sich in der Anfluglinie sogar ein „Atomkraftwerkchen“ oder vielmehr Forschungsreaktor befindet, hoffentlich ist der Dame nicht entgangen, dass Flugzeuge auch über Arztpraxen fliegen, da gibt es nämlich auch strahlende Strahler. Ein im Vorstand sitzendes Mitglied, das eigentlich ja für den Flughafen wirbt, ruft Apropro Straftäter: Die EU-Richter entschie- sogar noch zu Protesten gegen die Flugden, dass nachträgliche Sicherheitsverwah- routen auf, wie soll man das nun noch verrungen ungültig sind, und schenkte damit stehen? auf einen Schlag unzähligen Psychopathen die Freiheit. Nur schade, dass man die hie- Sehr beeindruckend dagegen „Stuttgart 21“. sigen Polizeistellen nicht informierte und die Hier hat der Bürger meines Erachtens beguten Jungs nun quer durch alle Länder ver- wiesen, dass er die Nase gestrichen voll hat. teilt sind. Die, die man entdeckt hat, müssen Auch der dortige tägliche Protest erinnert nun von einem Polizeiapparat überwacht ein bisschen an „Wir sind das Volk“ und vielwerden, der dies nicht zuleisten vermag. leicht ist das der Beginn eines Umdenkens. Vielleicht hätten sich die Verantwortlichen Man zerstört einen bestehenden und funkdarüber zu erst Gedanken machen sollen. So tionierenden denkmalgeschützten Bahnwird wohl leider das nächste unnötige Opfer hof, um Milliarden ohne Ende in ein Loch zu kippen, von dem man noch nicht weiß wie nicht lange auf sich warten lassen.

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Fahrzeuge
tief es eigentlich ist. Unangenehmer Nebeneffekt wie immer, die Polizei ist wieder der Prügelknabe für beide Seiten. Ebenso durfte die Polizei beim Castortransport alles ausbaden was es so zu bieten gab. Über Atomkraft soll auch jeder denken wie er will, meines Erachtens gibt es aber bis jetzt gar keine realistische Alternative. Den militanten Gegnern sei geraten auf alle Elektrogeräte zu verzichten, ach nee, bei Euch kommt der Strom ja aus der Steckdose. Bleibt festzustellen, wir Deutschen bleiben weiterhin die Zahler der Nationen. Damit reiche Firmen noch reicher werden, entlastet man sie, der Raucher wird’s schon richten. Statt der versprochenen Steuersenkungen, zahlen wir in gewohnter Manier immer mehr, die Löhne steigen dagegen fast gar nicht. Auf die wohlverdiente Rente muss leider verzichtet werden, erreichen kann sie eh keiner, weil fast jedes Jahr das Eintrittsalter erhöht wird. Die Kluft zwischen arm und reich wird stetig größer, die Kriminalität nimmt amerikanische Verhältnisse an. Die Verantwortlichen tun so, als ob es das alles nicht gäbe sondern scheren sich maximal um sich selbst. Da glaube ich doch lieber weiter an den Weihnachtsmann, denn der war bist jetzt immer nett - da schein ich wohl artig gewesen zu sein. Wir wünschen Ihnen liebe Leser ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein hoffentlich schönes Jahr 2011. Bleiben Sie sich selber treu und schauen Sie mal keine Nachrichten, dass erhöht nur den Blutdruck, denn gute Nachrichten werden ja nicht mehr gezeigt. Ein zu hoher Blutdruck schadet und dann könnten Sie doch glatt Ihre wohl verdiente Rente mit 125 nicht mehr erreichen.
Schierz

Die mit dem leichten V-Ausschnitt

Nunmehr sind auch die letzten Auslieferungen von LHF 20/12 für dieses Jahr über die Bühne gegangen. Ab März 2010 wurden die LHF mit dem facegelifteten Fahrerhaus des MAN TGL geliefert. Das hier verwendete schwarzgespiegelte Kühlergrill steht dem Fahrzeug sehr gut zu Gesicht und verleiht ihm damit einen gewissen V-Ausschitt. Kurios ist, dass manchmal neue Dinge zunächst nicht gefallen und später plötzlich richtig toll aussehen. Heute sieht die Vorgängerserie dagegen wieder etwas langweiliger aus. Von der facegelifteten Variante stehen nunmehr 20 Fahrzeuge zur Verfügung. Technisch gesehen gab es bei der Beladung kaum Änderungen, bei der Pumpentechnik dagegen wurde modernisiert. Vor allem die Cafs-Anlage die aufgrund des firmeneigen Namen nun auch nicht mehr als solche bezeichnet wird, ist wesentlich leistungsstärker geworden. Man unterscheidet bei den Fahrzeugeinbauten unter Druckluftschaumanlage (DLS) DLS 1200 und DLS 2400. Die Zahl gibt die Literleistung pro Minute an, wird aber im Regelfall noch weit übertroffen. So leistet die DLS im LHF 20/12 sogar ca. 1500/min. Der fertige Druckluftschaum fließt nun auch über einen B-Abgang, das Einspeisen in Steigleitungen wird dadurch gewährleistet. Fahrzeuge die älter sind aber aus dieser Baureihe stammen, sollen sogar noch nachgerüstet werden, um deren Leistungsfähigkeit zu steigern und den Wachen ein noch besseres Löschsystem zur Verfügung zu stellen. Fast

alle Berufsfeuerwachen besitzen nun ein LHF 20/12 mit hochmoderner Ausstattung. Betrachtet man den Entwicklungsweg der Fahrzeuge stellt man fest, dass sie von Mal zu Mal besser geworden sind. Fast alle Wünsche der Wachen sind mit eingeflossen, zumindest soweit dieses machbar war. So sieht man bspw. am neuen LHF 20/12 der Feuer-

wache Wedding an der fahrbaren Schlauchhaspel zu Erprobung ein mit angebrachtes Standrohr und Hydrantenschlüssel. Sollte sich dies Sache als praktisch zeigen, denn sinnvoll ist sie allemal, werden vielleicht alle künftigen LHF auch damit ausgestattet. Nicht alles lässt sich verwirklichen, weil es dann entweder am Gewicht oder dem Platz mangelt. Erklärtes Ziel bleibt es auch weiterhin, die Fahrzeuge nicht wieder größer werden zu lassen, schließlich will man die Einsatzstellen ja auch erreichen. Das Fahrgestell ist bei den Neufahrzeugen ein MAN TGL 12.250 4x2, der Aufbau stammt von Rosenbauer. Im übrigen wird es im nächsten Jahr keine neuen LHF geben, erst ab 2012 ist wieder damit zu rechnen.
Schierz

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RTW mit Seilzug
In den letzten Jahren wurden die RTW mit einer luftgefederten Hinterachse ausgestattet. Zum einen dient diese dem Fahrkomfort, zum anderen auch des Absenkens des Koffers, um das Be- und Entladen des Patienten ergonomisch zu erleichtern. Die Luftfederung hat allerdings auch einen kleinen Nachteil: Die Luftbälge sind für ein ständiges vollkommenes Be- und Entlüften nicht konstruiert. Die Haltbarkeit ist also nicht von dauernder Güte. Um diesem Umstand entgegenzutreten, ließ man sich bei der Serviceeinheit Fahrzeuge und Geräte, in Zusammenarbeit mit den Firmen eine neue Lösung einfallen, die bereits erprobt wird. Hier wird über ein kombiniertes hydraulisches und Umlenkrollen gesteuertes Seilsystem die Blattfeder an den Hauptrahmen gezogen. Dadurch senkt sich der Koffer hinten ab. Das ganze funktioniert recht zügig und bis jetzt auch sicher. Auch am Fahrkomfort soll sich nicht allzu viel verändert haben. Der erste damit ausgestattete RTW (B-2570) soll nun auf mehreren Dienststellen erprobt werden, um die Tauglichkeit des Systems zu testen. Der Winter wird natürlich dabei auch eine große Rolle spielen. Die erste Erprobungswache war die Feuerwache Moabit.											 Schierz

SimCodeP - wenn einem Pappkärtchen zum Schwitzen bringen
Ende September 2010 fand ein Lehrgang „Organisatorischer Leiter Rettungsdienst“ bei der Berliner Feuerwehr in den Räumen der Feuerwehrakademie statt. Dieser Lehrgang zielt in erster Linie auf Einsatzleiter der Gruppe C aber auch auf im Rettungsdienst tätige Führungskräfte und Notärzte ab. Hier soll in einem 2- wöchigen Seminar erlernt werden, wie Großschadensstellen und ein Massenanfall von Verletzten händelbar bleiben und der Aufbau einer strukturierten Einsatzstelle im Vordergrund stehen. Der Massenanfall von Verletzten (MANV) gehört zwar nicht gerade zum Tagesgeschäft, Einsatzstellen wie Duisburg oder das Busunglück von Schönefeld zeigen allerdings, wie schnell das gehen kann. Hier ist es oberstes Gebot, so schnell wie möglich eine Ordnung in die Einsatzstelle zu bringen. Die Patienten sollen dabei möglichst qualitativ gesichtet, versorgt, registriert und zielgerecht abtransportiert werden. In dem Seminar werden viele Beispiele bearbeitet und alles was dazu gehört aufgefrischt oder hinzugelernt. Besonderes Highlight des Lehrganges ist dann die Simulationsübung, ein aus dem schwedischen Emergotrain weiterentwickeltes Simulationstool. Dies bietet alle Möglichkeiten einer Simulation von Einsatzstellen und dem Thema Stress wird dabei besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Zunächst gehören zu einem Training auch Trainer. Diese stammen allesamt aus verschiedenen Bereichen der Feuerwehr und meist handelt es sich dabei um erfahrene Einsatzkräfte. Die Teilnehmer werden dabei in Gruppen aufgeteilt, zu jeder Gruppe gehören 3-5 Trainer. In der Gruppe (jeder kommt mal dran) wird dann in Funktionen aufgeteilt. Einsatzleiter, OrgLeiter Rettungsdienst, RTW und NEF Besatzungen inkl. echtem Notarzt bekommen Helm, Kennzeichnungswesten, Funkgerät, Besatzung und ein Fahrzeug in Form einer Funktionskarte. Alarmiert wir nun über

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Funk, die aufgerufenen Einsatzkräfte begeben sich nun zur simulierten Einsatzstelle. Diese kann sehr unterschiedlich aussehen: Entweder aufgezeichnete Einsatzstellen mit Straßen, Bilder über Beamer, Videos oder echte Personen als Meldende erwarten die zu erst eintreffenden Kräfte. Die Echtzeit läuft nun fortan mit und sitzt den Kräften förmlich im Nacken. Der Einsatzleiter muss sich ein Lagebild schaffen, was im Regel-

Patienten fachgerecht sichten und versorgen. Hier bedient man sich Aufklebern, die an die Patientenkarte angeklebt werden können. Der Zustand der Patienten kann sich dabei stets verschlechtern aber auch durch entsprechende Maßnahmen verbessern. Sowohl Sichtungskategorien als auch Maßnahmen wie Intubation, Beatmung, Infusionsgabe, Verbände müssen in Echtzeit zur Versorgung der Patienten angewendet

Nach vier Übungen mit ca. 20- 30 Patienten pro Einsatzstelle erfolgt noch eine fünfte Übung mit weit über 30 Patienten. Die Fehlerquellen zeigen sich dabei wie im Echtfall, besonders Kommunikationsprobleme mit Funkgeräten stellen die Lage realistisch dar. So muss der Einsatzleiter auch wirklich darauf achten, dass die Sache nicht aus dem Ruder läuft. Alles in allem, eine tolle Übung die jeder mal mitgemacht haben sollte. Bei der Berliner Feuerwehr gibt es vier MANV Stufen. Diese regeln die Entsendung von Einsatzkräften in steigenden Stufen. So gilt : MANV 1		 3-5 Verletzte MANV 2		 6-9 Verletzte MANV 3		 10- 30 Verletzte MANV 4		 über 30 Verletzte Je höher die Stufe, desto mehr entsprechende Einsatzkräfte. Auch die Struktur der Einsatzstelle vergrößert sich. So wird es im Regelfall ab MANV 3 eine Verletztenablage und einen zusätzlichen Behandlungsraum geben. Dies ist aber immer von der jeweiligen Lage und vor allem Örtlichkeit und natürlich dem Wetter abhängig. Der Grundaufbau sollte dabei jeder Einsatzkraft geläufig sein. Nach dem Lehrgang und einem Lehrgangstest gab es dann wieder 23 neue OrgLeiter Rettungsdienst bei der Berliner Feuerwehr.
Schierz Fotos: Erbe , Schierz

fall immer zu Nachalarmierungen führen wird. Stress entsteht nun zusätzlich durch schreiende Personen, sonstige Einsatzstellengeräusche oder Unübersichtlichkeit. Die nachalarmierten Kräfte treffen in Echtzeit in originalen Abständen ein und müssen auf Weisung des Einsatzleiters handeln. Hier gilt es schon auf die richtige Anfahrt zu achten, damit es kein Chaos an der Einsatzstelle gibt. Die verletzten Personen findet man dabei in Form von Kärtchen vor. Auf jeder Karte ist der/ die Verletzte abgebildet, auf der Rückseite stehen einige Zustandsparameter. Die Rettungskräfte müssen diese

werden. Der OrgLeiter Rettungsdienst hat hier gemeinsam mit dem leitenden Notarzt in erster Linie auf die Struktur und Logistik der Einsatzstelle zu achten. Behandeln tun die übrigen Einsatzkräfte nach Weisung der Führungskraft. Auch wenn man es zunächst gar nicht glaubt, irgendwann fühlt man sich wie auf einer echten Einsatzstelle, weil immer wieder neue Lageveränderungen eingespielt werden können und auch die eine oder andere Schweißperle läuft dann schon mal herunter. Nach jeder Teilnehmerübung gibt es ein Feedback, hier wird aber nicht blosgestellt, sondern sachlich erörtert. 2/2010 5

l News odel M
von Ingo Papenfuß
Nach der Sondermodellflut zur Jahresmitte ging es zum Herbst etwas ruhiger zu, trotzdem waren wieder sehr interessante Modelle dabei. Zur Nutzfahrzeug-IAA in Hannover Anfang September überraschte RIETZE mit einem neuen Busmodell, dem Mercedes Citaro K. Das Modell ist übrigens ohne Werksauftrag von Mercedes-Benz entstanden. Noch während die Messe lief kam der Knaller: Der Kleine Autoladen erhielt den Citaro K als Sondermodell nach Vorbild der BF Berlin als MTF 3 - natürlich hatte der FKF e.V. bei der Umsetzung des Modelles auch wieder seine Finger mit im Spiel. Das Modell ist dem Original entsprechend mit allen Drucken versehen und ist wirklich sehr gut geworden, was die große Nachfrage auch bestätigt hat. In der September-Info des Kleinen Autoladens konnte man es sich um die neuere MB Atego 04 faceliftVariante. Die Serie Stuttgarter Feuerwehrmodelle des Fachhändlers BÜRGER wächst beständig weiter. Nach den zahlreichen bisherigen Sondermodellen plant der Göppinger Fachhändler nun eine Reihe von VW Transporter T5 facelift-Modellen mit kurzem Radstand von Rietze. Bei den Vorbildern handelt es sich um die neuen Kommandowagen der BF Stuttgart, die erst seit Sommer 2010 im Dienst sind. Wie im Original wird es sechs serwerfer 9000 auf Basis Mercedes SK 2628/ Ziegler in Dienst, von diesem Fahrzeugtyp laufen erst zwei Stück in Diensten von deutschen Feuerwehren, der zweite versieht seinen Dienst bei der FF Stolberg (RPL). Das Fahrzeug wurde aufgearbeitet und komplett neu in RAL 3000 lackiert und mit leuchtgelben Streifen und Beschriftungen versehen und sieht sehr interessant aus! Dieses Fahrzeug hat die Stadt Ratzeburg keinen Cent gekostet. Es wurde ausschließlich durch Spendengelder von Ratzeburger Unternehmen und Privatpersonen finanziert, worauf man bei der Feuerwehr auch sehr stolz ist. Kurz nach Indienst-

ein weiteres Kranwagen-Modell auf Kibri-Basis vorbestellen, nach dem Hamburger Fahrzeug diesmal der KW der BF Bremen. Es handelt sich um ein Fertigmodell mit entsprechender Bedruckung, verpackt in einer PC-Box. Vorbestellungen wurden bis zum 31.11.2010 entgegengenommen und sollte die Nachfrage groß genug sein, erscheint das Modell dann voraussichtlich im April 2011. Bei zu wenigen Bestellungen wird das Projekt nicht realisiert. Im Oktober dann wieder ein Modell nach Hamburger Vorbild, auf Basis des BuschModelles wurde ein MB MK 94 als HLF der Wache Hamburg-Innenstadt mit Lichtmast am Heck an die interessierte Sammlergemeinde verkauft. Nach Vorbildern der BF Dortmund kamen noch zwei MB Atego LF 16/12 (Rietze-Modelle) in unterschiedlichen Varianten mit den feuerwehrinternen Bezeichnungen LF 16-19 und LF 16-8 dazu, beide an der Wache 4 stationiert, bei dem „LF 16-8“ handelt 6 2/2010

verschiedene Versionen geben, jeweils ein Fahrzeug der fünf Feuerwachen sowie ein Reservefahrzeug. Die jeweils auf 150 Stück limitierten Modelle unterscheiden sich durch Kennzeichen, Funkrufnamen und Wachkennung an der Fahrzeugseite. Einzeln sind die Varianten, die noch in diesem Jahr erscheinen sollen, für jeweils 22.90 Euro und im Sechser-Set für 126.90 Euro erhältlich. Der Wuppertaler Modellbahnhändler MATSCHKE hat ein Sondermodell von Rietze nach lokalem Vorbild anfertigen lassen: Nur 110-mal je Kennzeichenvariante entstand der Ford Transit der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal in den Varianten der Löschzüge Cronenberg (Kennzeichen W-FW 6524), Hahnerberg (W-FW 6525) und Langerfeld (W-FW 6527). Dann noch ein weiteres Top-Modell, das in keiner Sammlung fehlen sollte: Die FF Ratzeburg in Schleswig-Holstein stellte in diesem Sommer einen Ex-Bundespolizei Was-

stellung des neuen Wasserwerfers kam nun ein Sondermodell dieses Fahrzeuges heraus. RIETZE fertigte nach dem Vorbild der FF Ratzeburg ein exklusives Modell im Maßstab 1:87 inclusive aller Detaildrucke, Kennzeichen, Funkkennung usw.. Die Auflage beträgt 500 Stück, die Kosten belaufen sich auf 30.- Euro pro Modell plus 5.50 Euro für Porto und Verpackung und wird in einer PC-Box mit Sockeldruck ausgeliefert. Verbindliche Bestellungen nimmt Herr Gerhard Nimtz telefonisch entgegen. Brekina kündigte für den November ein weiteres Modell nach Berliner Vorbild an: Es handelt sich um einen Barkas B 1000 als KTW der Berliner Feuerwehr der Nachwendezeit in grau mit „Krankentransport“Beschriftung und Türwappen der BF Berlin. Das Modell war blitzschnell werksseitig ausverkauft. Da hat Brekina wohl die Nachfrage unterschätzt; vielleicht sollte man die Auflagen mancher Serienmodelle doch nicht zu knapp kalkulieren!? Rosenbauer erhielt erneut eine Variante des

Panther 6x6 FLF von Wiking, diesmal eine Variante aus Saudi-Arabien in leuchtgelb mit der Beschriftung „General Authority of Civil Aviation“. Herpa hat übrigens die MAN TGL/Metz L32 nach Vorbild der BF Berlin verspätet Mitte des Jahres ausgeliefert und hat lobenswerterweise die Stoßstange vorbildgetreu in anthrazit und nicht wie im Prospekt zuerst abgebildet in weiss ausgeführt. Bezugsquellen: Der kleine Autoladen Tel. 0541/2599820 www.derkleineautoladen.de Bürger Miniaturmodelle Tel. 07161/72050 www.buerger-ohg.de Matschke Modellbahn Tel. 0202/500007 www.matschkemodellbahn.de FF Ratzeburg, Herr Gerhard Nimtz Tel. 04541/4350 oder 0170/1634564

Rietze Mercedes Citaro K MTF BF Berlin 500 Stück 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze Liebherr LTM BF Bremen Auflage nach Bestelleingang 49.95 Euro Der Kleine Autoladen Busch Mercedes MK 94 HLF BF Hamburg-Innenstadt 600 Stück 28.95 Euro Der Kleine Autoladen Rietze Mercedes Atego LF 16/12 BF Dortmund LF 16-19 Auflage: ? 28.50 Euro Der Kleine Autoladen

Rietze Mercedes Atego 04 LF 16/12 BF Dortmund LF 16-8 Auflage: ? 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze VW T5 GP kurz BF Stuttgart KdoW 63 150 Stück # 52602-1 22.90 Euro BÜRGER Rietze VW T5 GP kurz BF Stuttgart KdoW 64 150 Stück # 52602-2 22.90 Euro BÜRGER Rietze VW T5 GP kurz BF Stuttgart KdoW 65 150 Stück # 52602-3 22.90 Euro BÜRGER Rietze VW T5 GP kurz BF Stuttgart KdoW 66 150 Stück # 52602-4 22.90 Euro BÜRGER Rietze VW T5 GP kurz BF Stuttgart KdoW 67 150 Stück # 52602-5 22.90 Euro BÜRGER Rietze VW T5 GP kurz BF Stuttgart KdoW 68 150 Stück # 52602-6 22.90 Euro BÜRGER Rietze 6 x VW T5 GP kurz BF Stuttgart KdoW 63-68 Set aus allen 6 Modellen # 52602 126.90 Euro BÜRGER

Rietze Ford Transit MTF FF Wuppertal LZ Cronenberg 110 Stück 14.95 Euro Matschke Modellbahn Rietze Ford Transit MTF FF Wuppertal LZ Hahnerberg 110 Stück 14.95 Euro Matschke Modellbahn Rietze Ford Transit MTF FF Wuppertal LZ Langerfeld 110 Stück 14.95 Euro Matschke Modellbahn Rietze Mercedes SK 2628 WaWe 9 FF Ratzeburg 500 Stück 30.- Euro FF Ratzeburg Brekina Barkas B 1000 KTW BF Berlin Serienmodell # 30017 13.90 Euro Fachhandel Wiking Rosenbauer Panther 6x6 FLF Saudi Arabien Auflage: ? 21.- Euro Rosenbauer

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Modellbau

FF Newcomer im Modell
Nicht nur die Freiwillige Feuerwehr hat tech- Folie habe ich vorher mit einem leichten Die Inneneinrichtung sollte soweit vorbereinischen Zuwachs bekommen, sondern auch weißen Sprühnebel überzogen, damit die tet werden, dass sie später in das Fahrerhaus der Maßstab 1:87. Das neue LHF 20/8 basiert schwarzen Streifen nicht überproportional eingebaut werden kann. Nachdem auch das vordere Fahrerhaus mit der Dachverblendung versehen wurde, alles gespachtelt und geschliffen wurde, erfolgt die Lackierung in weiß. Danach beklebt man das gute Stück mit Originalfolie. Die Beschriftung erfolgt durch Decals von DS Design. Nächste Schwierigkeit ist der hintere Kotflügel. Dieser ist auch im Original an den Seiten so fein, dass dies kaum darstellbar ist. Ich schnitt die Kotflügel nach bekannter Manier aus 0,5mm

auf einem Herpa Atego 04 Fahrerhaus. Das Fahrgestell und der vordere Radlauf stammen von einem Löschfahrzeug. Der Kotflügel muss dabei jedoch im hinteren Teil aufgespreizt, verstärkt und nach unten verlängert werden. Der Aufbau, bestehend aus Geräteraum und integrierter Mannschaftskabine werden aus 1mm Polystyrolplatten gefertigt. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Heck abgerundet wird und auch eingelassene Sicken hat. Der umlaufende Rand dient wie eine Art Zierleiste. Hierzu klebt man ein Profilstreifen gesondert auf und schleift ihn halbrund im Umlauf. Das Fahrerhaus wird kurz hinter der Fahrertür gekürzt und dem neu entstandenen Aufbau ange- durchscheinen. Viel andere Lösungen wird passt. Besondere Schwierigkeiten bereitet es dafür wohl auch nicht geben, weil die der Kragen oder auch Konturanpassung Form immer individuell ist. Macht aber auch genannt. Dieser ist nicht nur gerundet, sondern besitzt viele Sicken. Ich habe gestreiftes Profil genommen,

Platten aus, klebte sie stabil auf den bereits beklebten Aufbau und begann sie nach der Aushärtung seitlich auszufräsen, das Ergebnis lässt sich sehen. Der Dachaufbau bestehend aus Schieb- und Steckleiter einschließlich Auflagen werden aus Profil hergestellt. Der Gardena Streuwagen wird auch selbst produziert. Nach ca. 40 bis 50 Stunden Arbeit steht das LHF 20/8 auf dem Tisch und nur ich alleine durfte entscheiden, wo es hinkommt. Zu Ehren eines guten Kollegen des TD wurde es zur FF Rudow geschickt.
Schierz

dieses an allen Kanten gerundet und später weiß lackiert und mit ebenfalls gestreifter Folie beklebt. Die 8 2/2010

nichts, denn die AT 2 Bauweise wird ja auch bald nicht mehr produziert. Nachdem Fahrerhaus und Aufbau vereint wurden, muss der obere Dachrand an den Seiten mit Viertelstäben versehen werden.

Ein Kilo Kunststoff, ein Kilo Lack - fertig ist der Hanomag
Auch wenn der Originalspruch etwas anders geht, so trifft es auf unseren Modellbau wohl eher zu. Entstanden ist diesmal wieder ein Oldie des damaligen KDOW, sprich Kommandowagen auf Hanomag L 28.. Der 1952 gebaute Wagen war mit einem immerhin 50 PS starkem Dieselmotor ausgestattet. Der Aufbau wurde in der damals typischen gerundeten Form konstruiert und sah zeitlos schick aus. Unter der B-Nummer 2285 war er bis 1972 im Dienst und wurde von einem MAN 535 mit Wollny- Aufbau abgelöst. Widmen wir uns dem Modell. Grundbasis ist ein Brekina Hanomag AL 28, von dem allerdings nicht sehr viel übrig bleibt. Die Kotflügel werden samt Motorhaube vorsichtig vom Fahrerhaus abgetrennt. Der nun nachfolgende Aufbau muss dagegen völlig neu gebaut werden. Am günstigsten ist der Beginn der Seitenteile, bei denen die Fenster ausgesägt und gefeilt werden. Wichtig ist, dass die Fenster an den Ecken gerundet sind. Dies erzeugt man, indem man platzbeibehaltend aussägt und mit einer minimalen Rundfeile die Ecken herstellt und die Mittelstege wieder gerade feilt, Alles klar? Ich selber habe darauf früher nie so geachtet, die Wirkung ist aber wirklich nicht unerheblich, heute gehört es natürlich auch zu meinem Standard. Wenn man im übrigen fragt wo ich die Maße her habe, tja auch ich besitze sie nicht. Hier hilft eine sogenannte Wahrscheinlichkeitszeichnung. Den Radstand, in diesem Falle laut alter Unterlagen wohl 4000mm habe ich recherchiert, die restlichen Teile wurden in einer 1:87 Modellzeichnung dargestellt und dann für den Modellbau übernommen. Den Dachaufbau sollte man mit einer entsprechend dicken Polystyrolplatte ausführen, um möglichst viel Futter für den Rundschliff zu erlangen. Als Platte aufgesetzt, werden die Ecken grob abgefräst, danach mit immer feiner werdenden Feilen und Schmirgelpapier gerundet, zum Schluss wird verspachtelt und geschliffen. Quasi entsteht so aus einem Vierkantklotz ein Ei. Die Zierlinien müssen besonders im Bereich der Regenrinnen aus dünnen Streifen erstellt werden, dies ist manchmal etwas knifflig. Die geraden Zierlinien sollte man aus hauchdünnen Klebestreifen herstellen und erst nach dem Lackieren aufbringen. Dies sieht sehr sauber aus und verleiht dem Modell einen edlen Charakter. Aufgemotzt wird das gute Stück mit aufgesteckten Auerblaulichtern, einem Dachlautsprecher und einer Antenne, die wie ein früheres Eselsohr aus dem Hausgebrauch aussieht. Im Innenraum sollte man etwas Fantasie spielen lassen, denn hier existieren keinerlei Unterlagen. Lediglich hinter den Fahrersitzen lässt sich eine hölzerne Trennwand erkennen. In der vorderen Dachschräge befinden sich die damals üblichen blauen Kennleuchten und das zielschildartige Feuerwehrschild. Lackiert wird der gute Hanomag in RAL 3000 (Feuerrot). Die Räder sollten für die Vorderachse von Brekina benutzt werden, wogegen man die Hinterachse durch bessere Felgen eines anderen Modells tauschen sollte, sieht einfach besser aus. Mit vielen Zierlinien aus Chrom und den aufgesteckten Auerblaulichtern bekommt das Prachtstück dann sein Finish.
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Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand
2. November 2010 - In den derzeitigen Räumen des Feuerwehrmuseums Berlin fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Fördervereins statt. Turnusmäßg standen die Neuwahlen des Vorstands und des Beirats an. Beim Vorsitzenden Günter Strumpf und seinem Stellvertreter Ulrich Lindert gab es keine Veränderungen, beide wurden wiedergewählt. Der bisherige Kassenführer Sebastian Lübke wird künftig als Stellvertreter den neuen Kassenführer Hartwig Ganter unterstützen. Als Schriftführer wird künftig Lutz Piezuch beim Vorstand mitarbeiten. Die Kameraden Ganter und Piezuch sind beide hauptberuflich als Angehörige der Berliner Feuerwehr im Feuerwehrmuseum tätig, also bestens mit der Materie vertraut. Die beiden bisherigen Kassenprüfer Andreas Ohlwein und Detlef Peters wurden ebenfalls in ihrem Amt bestätigt. Ihnen gilt besonderer Dank für Ihre langjährige zuverlässige Prüfung der Kasse. Ebenfalls neu gewählt wurde der Beirat, welcher nun durch die Kameraden Michael Boller, Rolf Friese und Uwe Stange gebildet wird. Wir begrüßen alle neu in den Vorstand und in den Beirat hinzugekommenen Kameraden und Danken den Kameraden Stefan Berger und Jürgen Meyer für Ihre in den vergangen Jahren geleistete Arbeit im Vorstand. Dank gilt natürlich auch den bisherigen Beiratsmitgliedern Klaus Dietz, Horst Gormann und Wolfgang Kubiak für Ihre tatkräftige Unterstützung. Neben den Neuwahlen stand auch die Verabschiedung einer neuen Satzung auf der Tagesordnung. Diese tritt allerdings erst nach erfolgter Eintragung beim Amtsgericht in Kraft. Wir hoffen damit auch die rechtlichen Voraussetzungen zur Förderung eines Anbaus am Feuerwehrmuseum geschaffen zu haben.

Neue Fahrzeuge für Berlin
Am 3.8.2010 um 12.00 Uhr mittags präsentierte LBD Gräfling und der Innenstaatssekretär Ulrich Freise vor dem Brandenburger Tor den zahlreich anwesenden Pressevertretern beispielhaft vier Fahrzeugbeschaffungen aus dem Konjunkturpaket II. Gezeigt wurde der neue KW 30, ein Opel Corsa First Responder-Fahrzeug, eine neue Drehleiter und ein neuer RTW. Hingewiesen wurde auf die verbesserten Schadstoffemissionen, sparsamere Motorentechnik und dadurch bedingte Einsparungen bei den Kraftstoffkosten, auch die Verjüngung des Fuhrparks wurde angesprochen. Die Berliner Feuerwehr bekam die Summe von 22,6 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II, teuerster Einzelposten ist der Kranwagen mit 850.000 Euro, gefolgt von den 10 Drehleitern zu je 750.000 Euro. Insgesamt wurden 115 Fahrzeuge von dem Geld beschafft, addiert man noch die normalen Neubeschaffungen dazu, wird das Jahr 2010 als das Jahr mit den meisten Indienststellungen von Neufahrzeugen in die Geschichte der Berliner Feuerwehr eingehen. Insgesamt wurden in 2010 ca. 140 Neufahrzeuge in Dienst gestellt!
Ingo Papenfuss

Termine
Februar 2011 12.2.2011 IndoorCycling Zweiter gemeinsamer IndoorCycling Team-Marathon der Berliner Feuerwehr und Polizei, Sporthalle der Polizei Direktion 3 City, Kruppstraße 2, Moabit April 2011 9.4.2011 1. Berliner Firefighter Stairrun Anmeldung: voraussichtlich ab Februar 2011, www.berlin-firefighter-stairrun.de Mehr Infos unter www.berliner-feuerwehr.de 10 2/2010

Noch einige Exemplare vorhanden:
Vom BrennpunktNews 21 mit dem KranSpezial sind noch einige Hefte erhältlich. Wer ein gedrucktes Exemplar haben möchte schickt bitte ein Brief mit frankiertem Rückumschlag (0,85 Euro Büchersendung Deutschland) und 2,- Euro (auch in Briefmarken) an: Thomas Hirte Fotographie + Layout Mörchinger Strasse 43 D D- 14169 Berlin Die Zeitschrift wird Euch umgehend zugesand.

Nr. 21

Schutzgebühr 2,- €

Informationen über die Berliner Feuerwehr

Ausgabe 2/2010

Spezial

Die Kräne der Berliner Feuerwehr

Interschutz-Rückblick

Historisches: Feuer am Kudamm

Während des Dienstes fanden den Tod
Im Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V. gibt es Überlegungen, die durch den feuerwehrtechnischen Dienst tödlich verunglückten Angehörigen der Berliner Feuerwehr in irgend einer Form (Ehrenbuch wie bei der Polizei, Namenstafeln wie früher auf dem Feuerwehrehrenmal oder anderes) aufzuzeigen, um die Verunglückten aus der heutigen Anonymität zu holen. Wir wollen zu diesem Zweck alle, die während des Dienstes ihr Leben verloren haben, mit den zeitgenössischen Angaben zum Hergang bekannt machen. Die Angaben hat unser Mitglied Günter Strumpf über fast dreißig Jahre zusammengetragen. Dabei hat er nun für jeden Todesfall einen Vorschlag gemacht, der sich nach den Vorgaben für das frühere Feuerwehrehrenmal richtet. Das hat früher die Todesfälle, die auf „werkthätiger Nächstenliebe“ beruhten, also ausschließlich durch Einsätze im feuerwehrtechnischen Dienst bedingt waren, namentlich genannt. Diesmal sollen alle bekannten Fälle, also einschließlich der Kriegstoten, genannt werden (aber nicht die als Soldaten gefallenen). Wegen des Umfangs wird die Zusammenstellung nach den Platzmöglichkeiten nach und nach erscheinen. Günter Strumpf

Hauptwachtmeister d. FSchP. Georg Raapke, Fw Ranke 35 Jahre alt • verstorben 20.5.1945 Liste: Am 20.5.1945 in Gefangenschaft verstorben. (1951), Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Bezirks-Oberleutnant d. FSchP. Ernst Weigel, Fw Keibel geb. ? • verstorben 28.5.1945 Liste: in Potsdam am 28.5.1945 erschossen, gefallen (1951) Anmerkung: Näherer Sachverhalt ist bisher nicht zu ermitteln gewesen. Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. Ernst Nedel, Fw Suarez 42 Jahre alt • verstorben 6.6.1945 Mein verstorbener Mann ist in Ausübung seines Dienstes im Einsatz auf der Suarez-Wache in den letzten Kriegstagen Anfang Mai 1945 durch Granatsplitter verletzt worden. (8.7.1961) ... im städtischen Krankenhaus Spandau seinen Verletzungen erlegen. (15.8.1961). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FschP. Rudolf Hoffmann, Fw Schöneberg 58 Jahre alt • verstorben 8.6.1945 Liste: Am 8.6.1945 in Gefangenschaft verstorben, für tot erklärt worden. (1951). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Bezirks-Leutnant d. FSchP. Bernhard Linnet, Fw Friedrichshain 50 Jahre alt • verstorben 13.6.1945 Mein Mann, der Bez.-Lt. Bernhard Linnet, wurde am 19. Januar 1945 nach Posen kommandiert, um dort eine Wache zu übernehmen, kam schon nach acht Tagen in Gefangenschaft, wurde zum Ural verschleppt und ist dort am 13. Juni 1945 verstorben. (7.7.1954). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Major d. FSchP. Dipl.-Ing. Eberhard Riedel, Ltr Fak Tempelhof 37 Jahre alt • verstorben 13.6.1945 Zuletzt war er Abschnittsführer des Feuerschutzpolizei-Abschnittskommandos Tempelhof. Major Riedel war in den letzten

Tagen des Kampfes um Berlin stets mit einer Pistole bewaffnet. In den Tagen vom 23. bis 26. April 1945 setzten sich zahlreiche Angehörige der FSchP. nach der Feuerwache Schöneberg ab, darunter auch Herr Major Riedel. Am 27. April 1945 wurden alle hier untergebrachten Angehörigen der Feuerschutzpolizei und der Luftschutzpolizei (Sicherheits- und Hilfsdienst) in den Mittagsstunden von Kampftruppen der Sowjetunion gefangen genommen und in Marsch in sowjetische Kriegsgefangenschaft gesetzt, darunter auch Herr Major Riedel. Dieser Marsch ging bis Frankfurt/Oder. Unterwegs erkrankte Herr Major Riedel und kam im Durchgangslager Landsberg/Warthe in ein Lazarett. Hier soll er kurz darauf verstorben sein. (14.4.1965). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Bezirks-Leutnant d. FSchP. Heinz L., Fw Urban 35 Jahre alt • verstorben etwa Juni 1945 Der Beamte befand sich seit 25.5.1943 in Haft wegen Diebstahls. Er wurde zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Juni 1945 wurde bei der Berliner Feuerwehr sein Tod notiert. (2002). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Bezirks-Oberleutnant d. FSchP. Max Wenzel, Abteilung I 48 Jahre alt • verstorben Ende Juni 1945 ... ist Ende Juni 1945 an einer Ruhrerkrankung in Neuhammer bei Sagen in Schlesien verstorben. (16.5.1947). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Bezirks-Leutnant d. FSchP. Max Wendisch, Fw Wilmersdorf 45 Jahre alt • verstorben 3.8.1945 Liste: in Gefangenschaft verstorben, beerdigt auf dem Friedhof Schönow (Berlin-Zehlendorf ), Teltower Damm. (1951). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. Walter Preuß, Fw Reichenberg 34 Jahre alt • verstorben August 1945 Er wurde im August 1945 von den Russen abgeholt und ist seitdem verschollen. (1951). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. 2/2010 11

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