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Periodical volume

Full text: Brennpunkt news Issue 20.2010

Nr. 20

Informationen über die Berliner Feuerwehr

Ausgabe 1/2010

Neue DLK 23/12

Dampfmaschinen

Weisse Ansichten

Inhalt:
Kolumne: „Eisgezapft is“ 	 Seite 2 „Winterate Design“ - ein Wintermärchen 	 Seite 3 Leitstellen ABC - Teil 2 	 Seite 4 Neue Fahrzeuge: LKW 3 und TLF 24/50 	 Seite 6 DLK 23/12 und First Responder 	 Seite 7 Modellbau: ModellNews 	 Seite 8 Version Metz als Modell 	 Seite 10 LKW 3 im Modell 	 Seite 11 DDR-Feuerwehrfahrzeuge auf Erfolgskurs 	 Seite 12 „Watt is a Dampfmaschin?...“ 	 Seite 13 Während des Dienstes gestorben 	 Seite 14 Die letzte Seite 	 Seite 16

„Eisgezapft is“
Es erinnerte ein bisschen an die Hysterie der Vogelgrippe. Nur dieses mal waren es die Eiszapfen und Schneebretter die ganz Berlin in Atem hielten. In der zweiten und dritten Januarwoche und auch noch später führte das zu fast täglichen Ausnahmezuständen bei der Berliner Feuerwehr. Klar ist, dass Gefahren natürlich immer dann abgewehrt werden müssen, wenn die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet ist. Was dagegen in Berlin ablief, kann wohl als eher abnormal bezeichnet werden. Mit wenigen Einsätzen dieser Art fing es an um sich dann in einer Art Kettenreaktion auszuweiten. Es ist zwar unumstritten, dass es wirklich Gefahrenstellen gibt, die die Feuerwehr mit ihren Mitteln beseitigen muss, aber die Uneigenständigkeit und, man muss schon teilweise sagen, Faulheit einiger Mitbürger dagegen, führte zu den kuriosesten Ausschweifungen für Notrufmeldungen dieser Art. So war es für viele einfacher den Notruf 112 zu wählen, als erst einmal andere Wege zu suchen die Gefahr zu bannen. Hier und da setzte sogar ein Eiszapfentourismus ein, meldete der Anrufer doch gleich mehrere „gezapfte“ Straßenzüge. Hausverwaltungen sendeten Faxe, wo wir überall hinzufahren hätten. Wenn man den Anrufer dann daraufhin wies, dass vielleicht der Hausmeister oder der Mieter der darunterliegenden Wohnung Abhilfe schaffen könnte, bekam man meistens eher unqualifizierte Antworten. Auch die Frage, ob wir denn über Enteisungsgeräte wie auf dem Flughafen verfügen würden, wurden am Notruf gestellt. Fernsehberichterstattungen darüber führten eher noch zu einer Vermehrung der Eiseinsätze. Die Frage ob ein Einsatz dieser Art kostenpflichtig ist oder nicht, endete oft in langwierigen Diskussionen am Notrufabfrageplatz. Die Hausbesitzer waren sich wohl gar nicht im klaren, dass in erster Linie sie selber für die Sache verantwortlich sind und die Gefahr beseitigen müssen. Wenn man an diesen Tagen durch die Stadt fuhr,

Impressum:
Herausgeber & Redaktion:
Förderkreis Feuerwehr e.V. (FKF e.V.) in redaktioneller Zusammenarbeit mit dem Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V.

sah man mindestens ein zwei Feuerwehreinsätze dieser Art. Einen positiven Synergieeffekt hatte die Sache schon, denn die Drehleitern der Feuerwehrschule wurden eingesetzt und die Jungmaschinisten konnten somit im Echteinsatz fachgerecht üben. Dagegen spricht allerdings der Großstädter, der wieder einmal sein Anspruchsdenken in die Tat umgesetzt hat. Es ist halt einfacher die 112 zu wählen um somit seine angebliche Schuldigkeit getan zu haben, statt erst einmal eigene Wege und Mittel zu suchen. Grundsätzlich machen uns Einsätze ja nichts aus, denn dafür sind wir da. Aber die Masse sorgt dafür, dass wichtige Tätigkeiten vielleicht durch den Fahrzeugmangel später beschickt werden. In sieben Tagen wurden ca. 2000 Einsätze in Form von Eiszapfen oder Schneewehen beschickt. So viel Einsätze haben manche Feuerwehren als Gesamteinsatzzahl in einem Jahr. Na dann „Eisgezapft is“
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Gestaltung, Satz:

Fotos: Machmüller

Fotographie + Layout, Berlin kontakt@fotographie-layout.de

Auflage: 1000 Stk.

Beiträge Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e.V. sind mit FVFM Bln e.V. gekennzeichnet. Verteilung in den Dienststellen der Berliner Feuerwehr sowie an die Mitglieder des FKF e.V. und des Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e.V. Da die gedruckte Ausgabe nur in begrenzter Anzahl vorhanden ist, können Sie die Brennpunkt news auch kostenlos per Email beziehen. Bitte senden Sie eine Email mit dem Betreff „Brennpunkt news Abo“ an: th.hirte-foto@t-online.de Wenn Sie das Erscheinen der Brennpunkt news durch ein Inserat unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff „Brennpunkt news Anzeige“ und Ihren Kontaktdaten an folgende Email: kontakt@fotographie-layout.de oder rufen Sie unter folgender Telefon-Nr. an: 030/811 87 57

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"Winterate Design“ - ein Wintermärchen

Am Neujahrsmorgen des Jahres 2010 ergab sich ein schönes Naturschauspiel. Der starke Schneefall und der Frost zauberte aus den Fahrzeugen der Berliner Feuerwehr die im Freien standen, kleine Eispaläste. Bei einem Rundgang über den Hof ergaben sich teilweise skurrile Figuren. Besonders die Blaulichter erhielten Schneehüte in sämtlichen Formen. Auch Verwehungen erzeugten an den Fahrzeugen kuriose Bilder - Quasi als kleine Winterimpression zeigen wir einige Bilder davon.
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Leitstellen ABC - Teil 2
Personenrettung / Menschenrettung Im Regelfall gehen bei einer sichtbaren Feuermeldung mehrere Notrufe bei der Feuerwehrleitstelle ein. Natürlich ist dies zwar auch tageszeitabhängig, aber sogar tief in der Nacht gibt es bei solchen Ereignissen oftmals viele Anrufe. Die Disponenten versuchen durch gezielte Nachfragen so viele Informationen wie möglich zu erhalten. Besonderes Augenmerk ist dabei darauf zu richten, ob Personen in Lebensgefahr schweben. Wird beispielsweise ein normaler Wohnungsbrand gemeldet, wir dieser Einsatz im Regelfall mit dem Stichwort „Feuer 2.Staffeln“ beschickt. Dazu rücken 2 LHF, eine DLK und ein RTW aus. Erst bei vielen oder bestätigten Meldungen entscheidet der Aufnehmende in Absprache mit der 1. Aufsicht der Feuerwehrleitstelle (FwLtS) ob das Einsatzmittelaufgebot seitens der FwLtS erhöht wird. Dabei gibt es zum einen die Möglichkeit bei großer Branderscheinung auf „Feuer 4.Staffeln“ zu erhöhen. Sollte der Anrufer glaubwürdig schildern, dass noch eine Person (je nach Lage auch mehrere) in der Brandwohnung ist, vermisst wird oder massiv gefährdet wird, gibt es auch die Möglichkeit das Stichwort „Personenrettung“ zu wählen. Zu den normalen zwei Staffeln kommt dann noch eine dritte Staffel, ein Einsatzleiter der Gruppe C und ein Notarzteinsatzfahrzeug um die Person(en) sofort fachgerecht zu versorgen. Die Wahl der Mittel trifft auch hier die Aufsicht der FwLtS. So gut wie nicht wird allerdings dagegen das Stichwort „Menschenrettung“ von vornherein gewählt. Bei diesem Stichwort erhöht sich die Zahl der Einsatzmittel deutlich, hinzu kommen die vielen Sondereinsatzmittel. Dieses Stichwort wird in der Regel als Nachalarmierung der bereits eingetroffenen Einsatzkräfte gewählt, wenn sich für diese darstellt, dass zahlreiche Personen zu retten oder in Sicherheit zu bringen sind. „Menschenrettung“ ist ein aditives Stichwort, das heißt, die Einsatzmittel kommen zusätzlich hinzu. Diese Lage muss der Einsatzleiter auf der Einsatzstelle einschätzen und beurteilen können. Auch hier lebt die ganze Sache natürlich von Informationen. Und es ist natürlich auch ein Unterschied, ob es in einem Heim für Behinderte brennt oder in einem Einfamilienhaus. Sollte also „nur“ eine Person bei einem Brand vermisst oder gefährdet sein, wird das Stichwort „Personenrettung“ im Regelfall die richtige Wahl der Mittel sein. Genau aus diesem Grund wurde dieses Stichwort vor nicht allzu langer Zeit auch eingeführt. Das große Aufgebot der Menschenrettung würde von der FwLtS wirklich nur in den allerseltensten Fällen von vornherein gewählt werden, wenn es glaubwürdige verifizierte Meldungen gäbe, die auf solch ein entsprechendes Ereignis hinweisen. Auch bei Nachalarmierungen ist also vom Einsatzleiter auf die richtige Wortwahl zu achten, denn grundsätzlich ist auch die Rettung von nur einer Person selbstverständlich eine Menschenrettung, bedarf aber im Einsatzfall nicht das Großaufgebot. Hinzu kommt, dass bestimmte Objekte besonderer Art und Nutzung auch unter erhöhten Alarmen stehen. Damit ist gemeint, dass bspw. beim Einlaufen einer Feuermeldung in einem Krankenhaus von vornherein das Stichwort „Feuer 4. Staffeln“ gewählt wird, weil es aus nachvollziehbaren Gründen und einem erhöhten Gefahrenpotential vom Vorbeugenden Brandschutz so festgelegt wurde. Nachalarmierung „Atemschutzreserve“ Zunächst sei gesagt, dass es dieses Stichwort nicht mehr gibt. Ein „normales“ Feuer 2.Staffeln besitzt eine festgelegte Führungsstruktur. Benötigen die Einsatzkräfte nun eine

Ein Film über die Geschichte des Lösch - Trabi “Spirit of Berlin” der Berliner Feuerwehr

DVD
ca. 38 min.

Durch die Euphorie der Maueröffnung hatten Feuerwehrleute aus Ost-und West-Berlin bei einem Treffen im März 1990 auf der Feuerwache Berlin-Mitte die Idee und den Wunsch ein Symbol zu schaffen, das an die Wiedervereinigung der Berliner Feuerwehr erinnern sollte.

Im Trabi - Auto des Jahres 1990 sahen die Feuerwehrleute das Symbol für Ihre Idee einen LöschTrabi zu bauen, der aus einem PKW Trabant P 601 L, Bauj. 1977 entstand. Kauf des PKW durch die Gewerkschaft ÖTV-Abt. Berliner Feuerwehr für 1000,- DM. Der Umbau erfolgte von Anfang April bis Ende Mai 1990 durch Feuerwehrmänner aus beiden Teilen Berlins mit Unterstützung der Zentralwerkstatt Berlin-Weißensee.

Das Symbol zur Wiedervereinigung

Bisherige Stationen
12.06.90 14.-19.06.90 25.08.90 20.07.91 01.08.92 11.-17.06.93 03.-08.06.94 08.07.95 06.-12.07.97 27.08.97 Erste öffentliche Vorstellung - Alexanderplatz- Berlin 26. Deutscher Feuerwehrtag Friedrichshafen Frankfurt/Oder -ÖTV Veranstaltung150 Jahre Meißen, Festumzug ÖTV schenkt den Lösch-Trabi der Berliner Feuerwehr CTIF (Feuerwehrolympiade) in Berlin Interschutz/Hannover 100 Jahre Berufsfeuerwehr Darmstadt CTIF Herning/Dänemark Getauft auf den Namen “Spirit of Berlin 1990” + 1,50 vom Gesandten der US-Botschaft in Berlin.

15,-€
€ Versand

18.-30.09.97 Teilnahme an der Steubenparade in New York und Philadelphia.

Zu bestellen bei Hartmut Lichy

0179/29 09 181 ladav@email.de
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weitere Staffel um bspw. zusätzliche Atemschutztrupps zu stellen, ist das kein Feuer 2. Staffeln plus Atemschutzreserve sondern eindeutig ein Feuer 3. Staffeln. Dieses wird nun wiederum von einem Einsatzleiter der Gruppe C geleitet. Jede nun weitere nachalarmierte Staffel wird zum Stichwort dazu addiert, das heißt aber auch, dass ab Feuer 5. Staffeln auch die festgelegten Führungskräfte u.a. ELW 3, ELW-B usw. mit ausrücken, um auch hier wieder die geforderte Führungsstruktur beizubehalten bzw. zu ergänzen. Hin und wieder führte dies schon bei den Einsatzkräften zu Unverständnis. Es gibt aber auch einen einfachen plausiblen Grund für diese Maßnahme. So kam es früher nicht selten vor, dass bei einem Feuer immer wieder Atemschutzreserven nachalarmiert wurden und so manchmal 6 Staffeln bereits vor Ort waren, der Einsatz führungstechnisch aber immer noch unter dem Stichwort F.2 Staffeln lief und somit auch keine entsprechenden Einsatzleiter mit alarmiert wurden. Ausnahmezustand bzw. Vorstufe Ausnahmezustand Der Ausnahmezustand wird ausgerufen, wenn das Einsatzaufkommen mit den herkömmlichen Einsatzmitteln nicht mehr zeitgemäß und adäquat beschickt werden kann. Dies kann aus der Anzahl der Tätigkeiten resultieren oder aber auch aus einer größeren Tätigkeit bzw. Einsatzstelle. Wird der Ausnahmezustand (AZ) ausgerufen, werden im Regelfall Freiwillige Feuerwehren in den Dienst gerufen. Über die Anzahl und Ortsabhängigkeit entscheidet der Lagedienst der Berliner Feuerwehr. Mit dem ausgerufenen Ausnahmezustand wird letztendlich auch für den Bürger dokumentiert, dass die Tätigkeiten anders beschickt werden als im Normalbetrieb. Die Leitstelle der Feuerwehr hat aber auch noch ein anderes Mittel der Wahl, die Vorstufe AZ. Diese Betriebsart wird gewählt, wenn absehbar ist, dass es zur Häufung von Tätigkeiten in einem bestimmten Bereich kommt. Bestes Beispiel waren hier die Technischen Hilfeleistungen im Bezug auf Eiszapfen oder Schneewehen im Januar 2010. Hätte man hier im Normalbetrieb gearbeitet, wären in kürzester Zeit alle Drehleitern der Berliner Feuerwehr im Einsatz gewesen. Das System hätte also solange Drehleitern disponiert, bis buchstäblich keine mehr da gewesen wären. Bei der Betriebsart „Vorstufe AZ“ verhindert das System dagegen, dass die festgelegten Feuerzüge für die, in diesem Falle Eiseinsätze, verbraucht werden und hält sie für höherwertige Tätigkeiten zurück. So ist es dann immer noch möglich im gesamten Stadtgebiet ein gemeldetes Feuer oder ähn-

liche Einsätze auch adäquat zu beschicken. Die Feuerzüge sind von vorn herein festgelegt, dazu zählen Staffeln und Drehleitern in allen drei Direktionen. Voraussetzung für die Vorstufe AZ ist aber auch eine zentrale Dispositionsstelle als Arbeitsplatz in der LtS. An diesem Platz erscheinen dann alle aufgenommenen Tätigkeiten die den Ausnahmezustand betreffen. Der Disponent entscheidet von hier aus, welches Fahrzeug wann welche Tätigkeit übernimmt. Er hat auch die Möglichkeit, sogenannte Folgeeinsätze anzulegen. Dabei sollte er darauf achten, dass sich die Örtlichkeiten für die festgelegten Fahrzeuge im selben Bereich befinden. Der Ablauf ist dann so, dass das Fahrzeug X zu einer Tätigkeit bspw. zu „Technische Hilfeleistung (TH. 1) Verschiedenes Müllerstr. Wedding“ alarmiert wird. Würde nun in der Nähe, z.B. Leopoldplatz eine ähnliche Tätigkeit gemeldet werden, kann der Disponent für das bereits im Einsatz befindliche Fahrzeug X einen Folgeeinsatz anlegen. Das Fahrzeug X arbeitet nun den ersten Einsatz ab und muss sich nun sofort mit dem Status 1 einsatzbereit melden. Das System signalisiert daraufhin sofort die neue Tätigkeit und das Fahrzeug X wird gleich wieder über Funk alarmiert und muss nicht hin und her fahren. Auf diese Weise können mehrere Folgeeinsätze für verschiedene Kräfte angelegt werden. Der Vorteil liegt hier darin, dass nicht sprichwörtlich das gesamte Pulver sofort verschossen wird. Der Disponent muss natürlich darauf achten, dass die Einsätze auch von den gewählten Einsatzmitteln in einer angemessenen Zeit bewältigt werden können. Auch der Umstand, ob der Einsatz zeitkritisch ist oder nicht, ist dabei ein wichtiges Kriterium. Zur weiteren Entlastung der Löschfahrzeuge und Drehleitern können sogenannte ELW Erkunder eingesetzt werden. Sie fahren zu einer Einsatzstelle und entscheiden am Ort, ob weitere Einsatzmittel benötigt werden oder ob die Tätigkeit überhaupt von der Berliner Feuerwehr übernommen werden muss, weil eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorliegt. Für die ELW Erkunder werden grundsätzlich Mitarbeiter des gehobenen Dienstes eingesetzt. Als Fazit bleibt festzustellen, dass die Vorstufe AZ eine Arbeitshilfe für die LtS ist, um Einsatzkräfte sinnvoll zu sondieren. Dabei unterstützt das System dadurch, dass es bestimmte Einsatzkräfte (Feuerzüge) für höherwertige Tätigkeiten zurückhält und im Falle zielgerecht disponiert. Stichwort: Unfall in Wohnung Dieses Stichwort wird von der LtS gewählt, wenn eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben vorliegt und die Tür zu öffnen

ist, um an die Person heranzukommen. Das Zeitfenster ist hier besonders zu betrachten. Wird bspw. gemeldet, dass der Betroffene zwei Wochen nicht mehr gesehen wurde und der Briefkasten überquillt ist für jeden wohl nachvollziehbar, dass dann auch nicht mehr mit Sonderrechten zur Einsatzstelle gefahren werden muss. In diesem Falle wird das Stichwort „Tür öffnen“ gewählt und es rückt ein KLEF oder ein entsprechendes Ersatzfahrzeug zu dieser Tätigkeit ohne Sonderrechte aus. Bei dem Stichwort „Unfall in Wohnung“ rücken dagegen LHF und RTW mit Sonderrechten aus. Der Einsatzgrund wäre hier bspw. dass der Bürger hilferufend hinter der Tür liegt und nicht öffnen kann oder ein Telefonat beendet wurde, weil der jenige am Telefon zusammengebrochen ist. Hier ist höchste Eile geboten, die Tür muss also schnellstens unter Abwägung des Schadens geöffnet werden. Wurde der Vermisste am Vorabend noch gesehen und meldet sich nun nicht mehr, ist auch hier „Unfall in Wohnung“ das richtige Stichwort. Der Disponent entscheidet hier nach den Fakten und natürlich Fingerspitzengefühl. Wird die Tür nun nach dem Eintreffen der Feuerwehr mit deren Mitteln geöffnet, wird sich auch die Lage ändern. Entweder wird die Person vorgefunden und in ein Krankenhaus verbracht, dann bleibt es auch bei Unfall in Wohnung. Sollte keine Person in der Wohnung sein, dann ändert sich das Stichwort in „Tür öffnen“. Wichtig ist, dass dieses kein Fehlalarm ist, denn die Feuerwehr war ja tätig. Ein Fehlalarm liegt nur dann vor, wenn die vermisste Person durch „Feuerwehrklopfen“ selber öffnet und z.B. nur geschlafen hat. Hier ist dann kein Schaden entstanden und es wird auch niemand ins Krankenhaus gefahren. Der letzte Fall wäre, dass die Person leblos in der Wohnung liegt, auch hier wird dann als Lagemeldung „Leblose Person“ eingeschlüsselt. Im Regelfall wird die Einsatzstelle dann der Polizei zur weiteren Bearbeitung übergeben. Im übrigen sei gesagt, dass die Polizei beim Stichwort „Unfall in Wohnung“ immer mitalarmiert wird. Dieses ist am Pol J (Ja) auf dem Einsatzzettel zu sehen. Sollte hier bei Pol N (Nein) stehen heißt dies nur, dass die Meldung selber von der Polizei kam und diese dann trotzdem zum Stichwort „Unfall in Wohnung“ unterwegs ist.
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TLF 24/50
Nach dem gleichen Baumuster wie sein Vorgänger der Feuerwache Marzahn, wurde ein weiteres TLF 24/50 mit einer CAFS 3000 Anlage auf der Feuerwache Zehlendorf in Dienst gestellt. Auch hier prangt das neue Design, das allerdings nur zart zur Geltung kommt. Aufgebaut auf einem Mercedes Axor 1829 mit einem Rosenbauer Aufbau, wird das TLF künftig für Einsätze mit schlechter Wasserversorgung oder Großbrände, bei denen ein schadloser Außenangriff möglich ist, eingesetzt. Dabei lässt sich der Werfer vom Inneren bedienen, ohnehin laufen alle wichtigen Daten auf ein Kontrollpult im Fahrerhaus. Selbstverständlich bietet die CAFS Anlage ein noch weiteres Einsatzspektrum als die, eines normalen TLF 24/ 50.

LKW
Die Berliner Feuerwehr stellte wieder zahlreiche neue Fahrzeuge in ihre Dienste. Dabei kommt so nach und nach das Corporate Design immer mehr zum Vorschein. Beginnend mit der Vorstellung sind die neuen drei LKW. Darunter sind ein LKW 2 auf MAN TGL 8.180 und zwei LKW 3 auf MAN TGL 12.250. Die Aufbauten stammen von Ackermann mit einer Dautel Ladebordwand. Auf den ersten Blick sehen die drei optisch identisch aus, lediglich die unterschiedlichen Auspuffanlagen weisen auf die unterschiedlichen Tonnagen bzw. Antriebsaggregate hin. Die neue Beklebung steht den Fahrzeugen sehr gut. Die LKW werden als Transportmittel für alle im Einsatzalltag anfallenden Arbeiten genutzt. LKW 2 B-2775 LKW 3 B-2806 und B-2811

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DLK 23/12
Auch bei den Drehleitern gibt es - schon wieder - Nachwuchs zu verzeichnen. Dabei handelt es sich allerdings nicht mehr um das Konjunkturpaket, vielmehr ist es die Serienbeschaffung für das Jahr 2010. Technisch gleicht sich die neue DLK mit den denen der Vorgängerserie aus Wittenau und Lichtenberg. Äußerlich hat sich jedoch einiges verändert. Zunächst verwandelt Corporate Design das Fahrzeug in den modernsten Zustand. Seitens MAN dagegen spiegelt sich hier das Facelift der TG Serie wieder. Besonders hervorzuheben sei hier das glanzlackierte Kühlergrill mit dem Chromstreifen. Alles in allem ein wirklich hübsches Fahrzeug das Fanherzen höher schlagen lässt. Beim Leiteraufbau sind die typischen Metzfeatures zu verzeichnen. Dazu gehören Waagerecht- Senkrecht Abstützung, der moderne Metz Drehturm mit Maschinistenüberdachung, ein Drei- Mann- Korb mit mehreren Ausstiegen. L32 Can Automotive ist die Metz- Bezeichnung für diese DLK. Stationiert wird sie auf der Feuerwache Kreuzberg mit dem Kennzeichen, B-2322. Dies wird vorerst die letzte DLK Beschaffung sein.
Fotos und Texte: Schierz

First Responder

in der Viertürer- Version. Bestückt sind sie mit einem Rettungsdienstrucksack, einem Defibrillator und Absauggerät. Die Besatzung, in der Regel 2 Mann, müssen mindestens den Ausbildungsstatus von Rettungshelfern plus Defi besitzen. Das Fahrzeug selber ist mit einem Unfalldatenschreiber ausgestattet. Die neuen First Responder werden sukzessive alte Reservefahrzeuge ersetzen. Di ersten beiden Fahrzeuge gingen zur Feuerwehrschule und einer FF in der Direktion Nord.
Schierz Foto: Machmüller

Foto-CD Berliner Feuerwehr
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In Berlin kommt es des öfteren vor, dass aufgrund hoher Einsatzzahlen nicht genügend Rettungs- oder Notarztfahrzeuge besonders in den Außengebieten zur Verfügung stehen.. Um in erster Linie bei lebensbedrohlichen Lagen dennoch rechtzeitig am Einsatzort zu sein, werden Ersthelfer alarmiert, die lebenswichtige Sofortmaßnahmen ergreifen, bis das geeignete Rettungsmittel vor Ort ist. Dies ist in Berlin eigentlich nicht neu. Neu dagegen ist der Umstand, dass die Berliner Feuerwehr erstmalig eigens beschaffte First Responder Fahrzeuge in Dienst stellt. Hierbei handelt es sich um Opel Corsa

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machmueller@t-online.de
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l News odel M
von Ingo Papenfuß
Vom kleinen Autoladen erschienen im Dezember 2009 noch zwei neue Sondermodelle, einmal ein Herpa Mercedes Actros MP2 WLF „BF Düsseldorf“ mit AB-MANV NRW. Das Modell ist allseitig mehrfach bedruckt, wie z.B. Dachkennung, Kfz-Kennzeichen, Unterfahrschutz mit gelben Streifen usw. Besonderheiten: Getönte Scheinwerfergläser, super Singlereifen auf beiden Hinterachsen und vorne Breitreifen. Das zweite Modell ist ein Herpa Mercedes SK 94 WLF 4 der BF Osnabrück mit ABFest/Überfass. Das Modell ist mehrfach bedruckt mit z.B. Kfz-Kennzeichen, Unterfahrschutz hinten usw. und ist eine passende Ergänzung zum MB SK 94 WLF 5 der BF Osnabrück, welches bereits vor einiger Zeit erschienen ist. Ende Januar kam dann der nächste Neuheitenschwung, diesmal wieder ein Modell der BF Hamburg, Herpa fertigte in kleiner Auflage den Mercedes Sprinter 06 Fahrtec Koffer Neugeborenen-RTW. Das Modell ist rundum aufwändig bedruckt mit Dachkennung, Kfz-Kennzeichen, Logos im Heckfenster usw... Die Abgabemenge war begrenzt auf max. zwei Stück pro Besteller und innerhalb weniger Tage ausverkauft. Jedoch soll noch eine kleine Anzahl von Modellen von Herpa nachproduziert werden, diese sollen im April ausgeliefert werden. Rietze fertigte ein MAN LE 2000 TLF 16/25 der FF München-Freimann, das Modell ist allseitig mehrfach bedruckt. Der Kofferaufbau hat am Heck keinen Rolladen, sondern eine Klappe. Abgabemenge war auch hier begrenzt auf max. zwei Stück pro Besteller. Nach Vorbildern dreier FF´s aus Wuppertal kündigt der kleine Autoladen die folgenden Rietze-Modelle an: MAN TGM LF 20/16 FF 8 1/2010 Wuppertal-Cronenberg, MAN TGM LF 20/16 FF Wuppertal-Langerfeld und MAN TGM HLF 20/16 FF Wupppertal-Ronsdorf. Die Modelle sind vorbildgetreu aufwändig bedruckt und unterscheiden sich durch die Dachkennung und die Kfz-Kennzeichen. Vorbestellbar waren diese drei Modell bis zum 25.2.10, die Auflagenhöhe ergibt sich aus den Vorbestellungen. Nach Vorbild der BF Hamburg erschien ein Abgabemenge max. zwei Modelle pro Besteller. Der Göppinger Fachhändler BÜRGER setzt seine Serie Stuttgarter Feuerwehrmodelle fort und kündigt für Mai 2010 ein neues Modell an, es handelt sich um einen Herpa BMW 525 touring, als „Kdow 58“. Im Herbst 2009 gab es ein überraschendes Modell von der Fa. Renner / Cursor im Maßstab 1:87, das Ziegler Z8 Flugfeldlöschfahrzeug im Materialmix Kunststoff/Zinkdruckguss in toller Detaillierung, Lackierung und Bedruckung. Das Modell erschien nach Vorbild eines FLF des Flughafens München inclusive aufklapp- und ausfahrbarem Löscharm!! Ein SUPER Modell, welches nur direkt bei Ziegler im E-Shop erhältlich ist, es wird in einer Klarsichtbox verpackt geliefert und ist sein Geld wert. Auf der Spielwarenmesse im Februar 2010 zeigte Renner das Modell noch als Variante „Flughafen Hamburg“ in leuchtrot/gelb. 2010 erscheinen endlich mal wieder Serienmodelle nach Vorbildern der BF Berlin in 1:87 von HERPA, nachdem es ja seit dem Jubiläum 2001 immer wieder nur leere Versprechungen statt Modellen gab. Die Einführung des neuen Corporate Designs nahm man bei Herpa zum Anlass, eine Reihe von Modellen nach (mehr oder weniger) vorhandenen Vorbildern zu schaffen, den Anfang macht im April die MOBAS, natürlich ist der Kofferauflieger von der Form her dem Original nur grob ähnlich, da Herpa solch einen speziellen Auflieger nicht als Form zur Verfügung hat, wenn man das Herpa-Modell mit dem Nachbau von H.-J. Schierz aus dem Brennpunkt 18/19 vergleicht, kann man die Unterschiede sofort ausmachen. Aber auf vorbildgerechte Drucke kann man hoffen.

Rietze Mercedes Atego 04 HLF im Foliendesign, das Originalfahrzeug hat einen Ziegler-Aufbau, da der Aufbau dem RietzeModell mit Schlingmann Aufbau sehr nahe kommt, wird das Modell drucktechnisch dem Ziegler angepasst (Rückwand, eine Einmannhaspel, Lichtmast an der Rückwand). Die Auflagenhöhe ergab sich wieder aus der Höhe der Vorbestellung bis zum 31.1.10.

Im Mai und Juni folgen ein Mercedes Sprinter 06 Kastenwagen in RAL 3000 mit Blaulichtbalken, dem (bis jetzt) leider ein Vorbild fehlt!! und eine MAN TGL Metz-L32 Drehleiter, leider mit weisser statt schwarzer Stoßstange, also wieder mal „Chance vertan“!? Anfang Februar fand die Spielwarenmesse in Nürnberg statt, für das erste Halbjahr ist im Maßstab 1:87 nicht mit großartigen Neuheiten im Feuerwehrbereich zu rechnen, die einzigen Neuheiten kommen von Rietze, angekündigt ist ein Koffer RTW nach Vorbild der Firma GSF Sonderfahrzeugbau,welcher detaillierter als der bisherige WietmarscherKoffer ausfallen soll, man darf gespannt sein, und bei den Löschfahrzeugen nach Vorbild von Iveco und Schlingmann kommen Varianten bei den Aufbauten und neue Radstände bei den Fahrgestellen, sonst sind von allen Herstellern diverse Farb- und Bedruckungsvarianten angekündigt. Aber im Juni findet ja in Leipzig die Interschutz statt und im Herbst folgt die Nutzfahrzeug-IAA in Hannover, da kann eventuell noch so einiges Neues auf den Sammler zukommen. Überhaupt haben die meisten Modellautohersteller nur Ihre Neuheiten für das erste Halbjahr 2010 bekannt gegeben. Wiking überrascht mit einer Ankündigung einer Mercedes-Benz Econic/Metz L32 im Maßstab 1:43, passend zum Rosenbauer Panther 6x6. Das dürfte ein schönes Modell werden! Leider war auf der Messe vom Modell noch nichts zu sehen, nur eine textliche Ankündigung. Bezugsquellen: Der kleine Autoladen, Tel. 0541/2599820, www.derkleineautoladen.de Bürger Miniaturmodelle, Tel. 07161/72050, www.buerger-ohg.de Albert Ziegler GmbH, www.ziegler.de

Herpa MB Actros MP2 WLF/MANV BF Düsseldorf 500 Stück 30.65 Euro Der Kleine Autoladen Herpa MB SK 94 WLF/AB-Fest BF Osnabrück 500 Stück 29.95 Euro Der Kleine Autoladen Herpa MB Sprinter 06 Fahrtec-RTW BF Hamburg Baby-NAW 440 Stück + ?? 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze MAN LE 2000 TLF 16/25 FF München Freimann 300 Stück 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze MAN TGM LF 20/16 FF Wuppertal-Cronenberg Auflage: ? 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze MAN TGM LF 20/16 FF Wuppertal-Langerfeld Auflage: ? 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Rietze MAN TGM HLF 20/16 FF Wuppertal-Ronsdorf Auflage: ? 28.50 Euro Der Kleine Autoladen

Rietze MB Atego 04 HLF BF Hamburg Auflage: ? 28.50 Euro Der Kleine Autoladen Herpa BMW 525 touring KdoW 58 BF Stuttgart 500 Stück # 296472 28.50 Euro Fa. Bürger Renner / Cursor Ziegler Z 8 FLF Snozzle Flughafen München Artikelnummer: 067668 39.- Euro Ziegler GmbH Herpa MAN TGS MOBAS BF Berlin # 156769 24.50 Euro Im Fachhandel Herpa MB Sprinter Kasten BF Berlin # 048545 13.50 Euro Im Fachhandel Herpa MAN TGL L 32 / Metz BF Berlin # 048569 19.50 Euro Im Fachhandel

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Version Metz als Modell
Nachdem in der letzten Brennpunkt news die Magirus DLK in 1:87 vorgestellt wurde, zeigen wir heute aus dem Konjunkturpaket die Metz Variante. Auch diese ist natürlich wieder sehr aufwendig und man muss auch ein paar Taler investieren um verwendbare Teile zu bekommen. Das Fahrgestell des MB Atego 04 stammt von Herpa. Kurioserweise ist diese Fahrerhausvariante nicht im Teileservice von Herpa erhältlich, so dass also eine komplette DLK beschafft werden musste. Bis auf das Fahrerhaus und das Fahrgestell und der Leitersatz fliegt der teure Rest leider in die Bastelkiste. Was ich sonst fast nie nutzte, sind Bauteile von Wiking. Von dieser Nachdem alles maßgerecht zusammengefügt wurde, folgt das Spachteln und Schleifen. Das Herpa- Fahrerhaus muss im Bereich der Blaulichter umgebaut werden. Die Sockel entstanden aus Profilen, die eckigen Blaulichter formte ich aus älteren Blaulichtern der Firma Roco. Zwar gibt es wohl die Original Blaulichter auf einer anderen Wiking DLK, das wäre dann aber das dritte Zerschneidmodell gewesen und das nur wegen der Blaulichter. Als armer Beamter konnte ich mir das nun Drehturm. Auch hier konnten Wikingteile verwendet werden, besonders der feine Bediensitz ist gut zu gebrauchen muss aber noch etwas getunt werden. Die Armlehnen wurden verbreitert und erhielten Joysticks. Die Trittplatte wurde auch vorbildgerecht abgeändert. Rechts am Drehturm befand sich nun die einschiebbare Aufstiegsleiter. Die Lafette wurde komplett erneuert, weil die Wiking- Variante nicht dem Original entspricht. Der Leitersatz stammte nun wieder von Herpa, da dieser feiner in der Gesamtheit ist. Auch der Korb fand Verwendung. Im Original besitzt der Korb leuchtrote Gitter, was in der Größe schlecht darstellbar ist. Einen guten Erfolg erzielt man, in dem man leuchtrote Folie mit Gitterfolie beklebt, was dann auch wie ein durchbrochenes Gitter aussieht. Hier sieht man wieder, man muss sich nur zu helfen wissen und kann durch optische Täuschung auch viel erreichen. Zum Schluss geht es noch an den Feinschliff. Dazu gehörten auch die neuen Decals von DS.Design.

Firma ist aber die neueste Variante der Metz DLK mit dem sogenannten Designer Podium erhältlich. Hier musste eine DLK nach dem Vorbild der Düsseldorfer Feuerwehr als Teilespender herhalten. Auch wenn es weh tat, auch dieses Fahrzeug musste zerschnippelt werden. Einige Teile sind aber diesmal bei Wiking so gut gelungen, dass man sie wirklich für die Berliner Drehleiter verwenden kann, was ein Haufen Arbeit erspart. Leider ist der Aufbau etwas zu schmal, was mir als Nietenzähler aber missfiel. Deshalb gab es hier eine Neukonstruktion in Form von Polystyrolplatten. Wichtig ist dabei, dass man auf die schräge Oberkante achtet, die sich wie eine Phase um den ganzen Aufbau schließt. Ich habe dafür einen Viertelstab aus Polystyrol verwendet. Von der Wiking- Leiter nutzte ich für den Aufbau das Heckteil, die Aufstiege und das verkleidete innere Vorderpodium. Auch die dünne Reeling wurde aus dem Original getrennt und für das neue Modell verwendet, aber Vorsicht, das bricht schnell ab. 10 1/2010

Viele viele kleine Details und Teile finden Anwendung und dann dürften auch viele viele Stunden vergangen wirklich sein. Ein schönes aber auch aufwendiges nicht mehr leisten und nicht ganz billiges Modell steht dann und meine, dass die meini- auf dem Tisch. ge Konstruktion da durchaus standhält. Jetzt Schierz sollte der untere Teil erst einmal lackiert werden. Im Original gibt es die Version in Leuchtrot und Feuerrot. Ich entschied mich für Leuchtrot. Die Jalousien und das Heckteil sind in Anthrazit gehalten. Dabei lackierte ich die Jalousienfolie vorher mit Farbe von Tamiya. Das Heck wurde per Pinsel lackiert. Der Corporate Design Bogen entstand aus hauchdünner Folie. Danach ging es an den

LKW 3 im Modell
Einen Koffer LKW nachzubauen, wäre ein guter Einstieg für Modellbauanfänger. Den neuen LKW 3 Typ der Berliner Feuerwehr nachzubauen, hält sich auch im Erträglichen, je nach dem, wie genau es werden soll. Als Grundmodell dient der facegeliftete MAN TGL von Herpa, den es bis jetzt noch nicht so häufig in deren Programm gibt. Bei mir musste der DHL MAN dran glauben. Verwendet wird das Fahrgestell und die Kabine, der Rest fliegt in die Bastelkiste. Bei der Kabine müssen die Schlitze der Sonnenblende geschlossen und verspachtelt und geschliffen werden, die Löcher des Dachspoilers unterziehen sich der gleichen Behandlung. Nun ist die Kabine schon lackierfähig. Der Koffer wird in Eigenbau aus 1mm Polystyrolplatten

konstruiert. Die Ladebordwand wird angedeutet, deren Funktion steht zumindest bei mir nicht zur Debatte. Die Auspuffanlage muss entgegen des damaligen Schierz LKW 2 verändert werden und nach links

abgeleitet werden. Das Heck gestaltet sich recht aufwendig, hier ist eine Menge „Schnickschnack“ vorhanden. Zu Ergänzung kommen Staukästen und Feuerlöscherhalterungen. Nach dem Neulack des Koffers kommt das „Corporate Design“ dazu. Als Kennzeichen kann B-2806 oder B-2811 verwendet werden.

Endlich sind sie da
Was lange währt wird endlich gut. Gemeint sind die neuen Nassschiebbögen (Decals) der Firma DS-Deign. Hiermit ist es nun endlich möglich, die 1:87 Modelle der Berliner Feuerwehr vorbildgerecht nach dem neuen Muster zu gestalten. Da auch ich mehr als darauf gewartet habe, entstand der Entwurf auch aus meinen Händen. Dabei fanden die gängigsten Größen Anwendung, so dass man alle Fahrzeuge halbwegs nachbilden kann. Jede Größe darzustellen wäre dagegen nicht möglich, gibt es allein von den „Notruf 112“ Beschriftungen mittlerweile unzählige Varianten. Hier beschränkte man sich auf fünf Varianten was auch ausreichend ist. Weiterhin findet man „Berliner Feuerwehr“ Schriftzüge mit Emblem, den Schriftzug „Feuerwehr“ für die Front in vielen Größen und sogar der Schriftzug „Fahrzeug ist mit UDS ausgestattet“ ist vorzufinden. Dieser ist so klein, dass man ihn nur mit der Lupe lesen kann. Als Schmanckerl spendierte DS Design noch einige Bögen (Swosh) in verschiedenen Größen. Hier lassen sich die sich nach hinten verjüngenden Schlauchleitungen auf den Modellfahrzeugen darstellen, eventuell müssen sie noch zugeschnitten werden. Ansonsten lassen sich die Decals sehr gut verarbeiten und reißen auch nicht. Sie sind im Siebdruckverfahren hergestellt und besitzen eine sehr gute Deckkraft. Der Preis ist gar nicht so hoch für den Bogen und auch über die Anzahl der Decals kann man sich wirklich nicht beklagen. Zu beziehen sind sie bei : www.ds-decals.de
Schierz

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DDR-Feuerwehrfahrzeuge auf Erfolgskurs
Ohne Abwrackprämie und ohne Rabatte, in Berlin –Reinickendorf fahren die meisten W 50 Feuerwehrfahrzeuge vom Band. Rainer Schmidt (60) baut in seiner Firma Modelltec über 500 Fahrzeugtypen (1:87) mit dem Produktnamen SeS, aus Zeiten der DDR nach. Der einstige VEB Plastspielwaren macht´s Ausgangsmaterial ist Kunststoff-Granulat und dessen Farbe bestimmt bereits das Aussehen der späteren Modelle. Das Auto entsteht im Spritzgussverfahren, das erweichte Granulat wird unter Druck in die vorgegebene Form gebracht. Die einzelnen Baugruppen werden miteinander montiert. LA TLF 16 GMK und der W50 LA/A BEPO mit Räumschild auf den Markt. 2010 wird eine neue Modellreihe den Modellsammler erfreuen, es wird der L 60 sein. Den L 60 wird es als LKW, Werkstattwagen, Rüstwagen und auch als Einsatzfahrzeug geben. Ein weiteres Sondermodell wird es in der Familie Schmidt geben, Rainer Schmidt wird Opa und Sohn Stephan Vater. Informationen über die Produktreihe SeS gibt es unter www.modelltec.de oder auf der Interschutz in Leipzig

möglich: Als der Betrieb aus Treptow verkauft wurde, griff der Kaufmann zu: „Wir übernahmen die Formen und Spritz-Werkzeuge, verbesserten die Bedruckung und Farbgebung - Sammler fordern schließlich absolute Detail-Treue. Wenn wir ein neues Fahrzeug für unser Programm entwickeln holen wir uns Informationen vom Historiker oder bauen nach Fotos. Eine neue Fahrzeugform kostet zwischen 15000 und 75000 Euro.“ „Die Fertigung eines detailgetreuen Fahrzeugmodells ist komplizierter als man denkt“, erklärt Junior Chef Stephan (36).

Sehr große Nachfrage besteht bei den Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und Polizei. Allein der W 50 wird als Feuerwehrfahrzeug in über 50 verschiedenen Arten hergestellt. Es gibt das Fahrzeug als Tanklösch-, Lösch- und Rüstfahrzeug sowie als LKW. Die Bedruckung ist mit und ohne Bauchbinde und verschiedenen Namen der Feuerwehren, auch die Farbgebung ist unterschiedlich. Als Neuheit kam 2009 das Tanklöschfahrzeug W50

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Fotos: Machmüller

Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V.

„Watt is a Dampfmaschin? . . .“
...heißt es in dem Film „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann. Und eine Dampfmaschine war damals ein enorm technischer Fortschritt. Berlin erhielt 1832 die weltweit erst dritte Dampfspritze zum Schutz des königlichen Schlosses und eigens dafür ortsfeste Saugrohre wurden an der Spree installiert. Aber gehen wir noch einige Jahre weiter zurück in die Geschichte um mehr zu erfahren: 1765 erfand der britische Ingenieur James Watt die erste doppelt wirkende Niederdruckdampfmaschine. Das erste Patent sicherte sich allerdings 1822 der in Wien lebende Ungar Paul Szabo. Er arbeitete mit seinen Söhnen an eine neue mit Dampfkraft betriebene Wasserspritze und machte dafür Versuche Dampf zum Betrieb von Feuerspritzen zu verwenden. Die erste fahrbare Dampffeuerspritze entwickelte 1828 Ing. Captain John Ericsson. Er war Teilhaber der Maschinenfabrik Braithwaite in London und setzte eine Dampfpumpe mit stehenden Kessel und Anfachgebläse auf ein Wagengestell. Zwei Jahre später bestand diese Dampfspritze eine wichtige Bewährungsprobe bei strengem Frost. Bei einem Großfeuer arbeitete die von Ericsson gebaute Dampfspritze fünf Stunden durch,

Die Berliner Dampfspritze von 1832 während alle Handdruckspritzen einfroren. Die erste deutsche Dampfspritze baute 1863 die Firma Egestorff in Hannover. Alle bekannten deutschen Feuergerätehersteller wie Koebe (Luckenwalde), Braun (Nürnberg), Ewald (Küstrin), Magirus (Ulm), um nur einige zu nennen, folgten in den nächsten Jahren. Die bekannteste und leistungsfähigste Dampfspritze stellte allerdings die Firma Busch in Bautzen her. Wegen der enormen

Dampfspritze der Berliner Feuerwehr im Einsatz (Sammlung: Guzy)

Dampfspritzte Feuerwehrmuseum Berlin (Foto: Guzy)

Kosten von etwa 11.000 RM bis 35.000 RM, hatten fast nur Berufsfeuerwehren Dampfspritzen. Desweiteren kamen auch noch die hohen Unterhaltskosten für Wartung und Fachpersonal hinzu. Die Maschinisten bzw. Heizer der Dampfspritzen bekamen eine spezielle Ausbildung und mussten dafür oft zur Eisenbahn. Die ersten selbstfahrenden Dampfspritzen wurden um 1900 hergestellt, erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h und eine Löschwasserförderung von 3000 Liter pro Minute. Die Dampfkessel wurden in den Feuerwachen auf stationären Anlagen

vorgeheizt und ständig unter Druck gehalten. Auf der Fahrt zur Einsatzstelle wurden dann die Kessel mit Kohle oder Petroleum weiterbetrieben. Die bald aufkommenden Motorspritzen mit ihren Explosionsmotoren setzten den Dampfspritzen ein Ende und sind heute nur noch in Museen zu bestaunen. Sascha Guzy FF6360 / FVFM

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Während des Dienstes fanden den Tod
Im Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V. gibt es Überlegungen, die durch den feuerwehrtechnischen Dienst tödlich verunglückten Angehörigen der Berliner Feuerwehr in irgend einer Form (Ehrenbuch wie bei der Polizei, Namenstafeln wie früher auf dem Feuerwehrehrenmal oder anderes) aufzuzeigen, um die Verunglückten aus der heutigen Anonymität zu holen. Wir wollen zu diesem Zweck alle, die während des Dienstes ihr Leben verloren haben, mit den zeitgenössischen Angaben zum Hergang bekannt machen. Die Angaben hat unser Mitglied Günter Strumpf über fast dreißig Jahre zusammengetragen. Dabei hat er nun für jeden Todesfall einen Vorschlag gemacht, der sich nach den Vorgaben für das frühere Feuerwehrehrenmal richtet. Das hat früher die Todesfälle, die auf „werkthätiger Nächstenliebe“ beruhten, also ausschließlich durch Einsätze im feuerwehrtechnischen Dienst bedingt waren, namentlich genannt. Diesmal sollen alle bekannten Fälle, also einschließlich der Kriegstoten, genannt werden (aber nicht die als Soldaten gefallenen). Wegen des Umfangs wird die Zusammenstellung nach den Platzmöglichkeiten nach und nach erscheinen. Günter Strumpf

Meister d. FSchP. Gustav Merta, Fw Suarez 51 Jahre alt • verstorben 27.4.1945 Am 27.April 1945 morgens um 6.00 Uhr bekam unsere Abteilung den Befehl, von Schöneberg nach Feuerwache Suarez zu fahren zum weiteren Einsatz. Durch starken Artilleriebeschuß wurde die ganze Abteilung auseinandergerissen. Die zweite Motorspritze meines Zuges hatte Motorschaden und war an der ersten angehängt. Als wir über den Fehrbelliner Platz fahren wollten, war die Oberleitung der Straßenbahn zum Teil zerstört und lag auf dem Erdboden. Durch die herunterhängenden Drähte konnten wir nicht weiterfahren. Ich bekam den Auftrag, die herunterhängenden Drähte so lange hochzuhalten, bis die beiden Fahrzeuge durch waren. Gleichzeitig mit mir stieg Oberfeuerwehrmann Merta zur linken und ich zur rechten Seite aus. Gemeinsam hielten wir die Oberleitung hoch, daß die beiden Fahrzeuge passieren konnten. Als das letzte Fahrzeug durch war, krepierte in unmittelbarer Nähe eine Granate. Wir wurden beide durch herumfliegende Splitter schwer verletzt und blieben auf dem Platz liegen. Die Fahrzeuge fuhren weiter, weil auf dem Platz starker Beschuß lag, und die übrige Mannschaft sowie die Fahrzeuge stark gefährdet waren. Nach ungefähr einer halben Stunde wurden wir von einer Suchmannschaft aufgefunden. Zuerst wurde Kollege Merta, etwas später ich mit einer Krankentrage ins SS-Reserve-Lazarett am Fehrbelliner Platz (Karstadt-Haus) geschafft. Kollege Merta hatte schwere Bauchverletzungen und ist am selben Tage gestorben. (25.1.1951) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Hauptwachtmeister d. FSchP. Erdmann Neujahr, Fw Moabit 38 Jahre alt • verstorben 27.4.1945 ... des im Kriege vor der Feuerwache Moabit , in der Levetzowstraße (Landesbildstelle) gefallenen Feuerwehrmannes Erdmann Neujahr. (7.5.1958) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Oberstleutnant d. FSchP. Helmut Schikorr, Abteilung I 42 Jahre alt • verstorben 27.4.1945 Ende April 1945 ist Herr Schikorr bei den Kämpfen hier in der Kommandantenstraße gefallen. Er wurde zunächst auf dem Grundstück der Hauptfeuerwache in der Lindenstraße ... begraben. (26.2.1958) Nach Erklärungen der Witwe ist Herr Schikorr bei der Verteidigung der Hauptfeuerwache in der Lindenstraße gefallen, als er aus einem Fenster des Treppenhauses zur Reichsdruckerei hin nach Russen Ausschau hielt. 14 1/2010

(1980) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. Alfred Jonderko, Kommandowache 40 Jahre alt • verstorben 28.4.1945 verschollen (Archivkarte „vermißt“) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Hauptwachtmeister d. FSchP. Michael Mandel, Fw Urban 40 Jahre alt • verstorben .28.4.1945 ... im Auguste-Viktoria-Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. (3.1.1955) ... durch Feindeinwirkung tödlich verwundet worden. (16.9.1958) Am 27.4.1945 erhielten wir den Befehl, uns mit den Fahrzeugen von der Wache Tempelhof zu der Wache Feurigstraße abzusetzen, um von dort weitere Einsätze durchzuführen. Als wir vor der letztgenannten Wache hielten, erfolgte stärkerer Artilleriebeschuß. Da ich bei der Suche nach Deckung das Fahrzeug zum Schutz hatte, blieb ich unverwundet, während der Kollege Mandel und ein weiterer Hilfsfeuerwehrmann schwer verwundet wurden. Ich selbst brachte Mandel noch mit der Leiter in das Auguste-Viktoria-Krankenhaus, wo M. in der kommenden Nacht seinen schweren Verwundungen erlag. (21.1.1959) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Oberst d. FSchP. Kurt Müller, Chef d. Stabes 56 Jahre alt • verstorben 28.4.1945 In den letzten Kampftagen wurde weiterhin den Mannschaften der Feuerwehr täglich der Befehl verlesen, wonach jede Gehorsamsverweigerung vom Befehlshaber mit Erschießen geahndet werden konnte. Auf Grund dieser unbeschränkten Befehlsgewalt war der General der Feuerwehr Goldbach und der Branddirektor Müller wegen Nichtausführung eines Befehls von der SS erschossen worden. (17.12.1946) Augenzeugen berichteten mir im Lazarett und später in der Gefangenschaft, daß Oberst Müller in der Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg tödlich verwundet worden sei. (25.9.1947) ... meines verschollenen Mannes ... (2.11.1955) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde.

Hauptwachtmeister d. FSchP. Max Müller, Fw Wilmersdorf 40 Jahre alt • verstorben 28.4.1945 Obenbenannter war Führer einer Gruppe, die von der Wache abgestellt worden war, um die vordringenden Russen an der Warschauer Straße zurückzuhalten. Gleich beim ersten Einsatz in der Eisenbahnstraße erhielt der Hauptwachtmeister einen Kopfschuß, an dessen Folgen er sofort tot war. Mit anderen Kameraden bettete ich ihn in einen Hausflur, konnte ihn aber in dem darauffolgenden Feuergefecht nicht mitnehmen. Es entzieht sich somit meiner Kenntnis, wo der Gefallene beigesetzt worden ist. (10.4.1956) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Hauptwachtmeister d. FSchP. Heinrich Pankow, Fw Ranke 46 Jahre alt • verstorben 28.4.1945 In den letzten Apriltagen des Jahres 1945 wurde Pankow zu einem Feuerlöschtrupp nach dem Charlottenburger Schloß kommandiert. (9.4.1959) ... versuchte eine Gruppe von Fw-Angehörigen, unter der sich Herr Pankow und ich befand, von der Feuerwache Suarez nach der Wache Ranke zu gelangen. Beim Überschreiten der Kantstraße in Richtung zum Amtsgerichtsplatz wurden wir durch russische Granatwerfer beschossen. Hierbei sind viele Kollegen gefallen oder verwundet worden. Ich selbst erreichte die Feuerwache Ranke und habe dort Herrn Pankow nicht mehr gesehen. (22.4.1959) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Bezirks-Leutnant d. FSchP. Franz Pflugradt, Fw Ranke 53 Jahre alt • verstorben 28.4.1945 ... in Berlin-Charlottenburg, Kantstraße, in der Nähe des Amtsgerichtsplatzes gefallen (23.6.1945) Mein Mann ist am 28.4.1945 in Charlottenburg im Dienst tödlich verunglückt. Er war als Brandmeister auf der Feuerwache Rankestraße tätig. (14.11.1949) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde.

ehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. Wilhelm Kläber, Fw Tempelhof 38 Jahre alt • verstorben 29.4.1945 Bei der Aufstellung der F.u.E.-Ausbildungsabteilung, Kompanie Süd Blücherstraße, wurde Ofm. Kläber als Führer des ersten Zuges zugeteilt. Am 29.4.1945 erhielten wir den Auftrag, von der Feuerwache Keibelstraße in Richtung Alte Schützenstraße einen Angriff gegen die Scharfschützen durchzuführen. Der Angriff wurde erfolglos abgebrochen. Beim Rückzug übernahm Ofm. Kläber die Seitensicherung und geriet dabei in russische Gefangenschaft. Seit dieser Zeit habe ich von K. nichts mehr gehört. (26.1.1959) - gefallen bei den Kampfhandlungen Ende April 1945 am Alexanderplatz (Archivkarte, undatiert) - für tot erklärt seit 29.4.1945- Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. Willy König, Fw Moabit 46 Jahre alt • verstorben 29.4.1945 In Ausübung seines Dienstes als Meister der Feuerschutzpolizei an der Feuerwache Moabit, Turmstraße, fiel mein Mann Willy König am 29.4.1945. Er wurde von Sowjetsoldaten, wahrscheinlich in der tragischen Verkennung seiner Uniform, im Hausflur des Hauses Schönwalder Str. 30 erschossen. (2.11.1951) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Oberwachtmeister d. FSchP. Bruno Thürling, Fw Suarez geb. ? • verstorben 29.4.1945 Liste: Am 29.4.1945 gefallen, Ruhestätte Berlin (1951) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod offenbar nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde.

Bezirks-Leutnant d. FSchP. Otto Doerks, Fw Ranke 40 Jahre alt • verstorben 30.4.1945 Am 30.4.1945 um etwa 20.00 Uhr habe ich in Berlin, Schumannstraße /Ecke Am Zirkus, den mir persönlich bekannten Bezirksleutnant Hauptwachtmeister d. FSchP. Christoph Plieninger, Fw Hafenplatz der Feuerschutzpolizei Otto Doerks ... tot auf der Gehbahn liegend vorgefunden. Doerks war bei Löscharbeiten von Splittern einer degeb. ? • verstorben 28.4.1945 tonierenden Granate in den Rücken getroffen worden. (18.3.1960) Nach telef. Rücksprache mit den auf W. Hafenplatz im Dienst geWäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner wesenen Angestellten ist bei allen bekannt, daß P. gefallen sein soll. Eidesstattlich erklären kann es keiner, da niemand gesehen hat, daß er Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod offenbar nicht durch gefallen ist. (16.6.1948)Oberbrandinspektor Förster hatte sich lediglich feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. dahin geäußert, daß die auf der Feuerwache Hafenplatz Exhumierten Bezirks-Leutnant d. FSchP. Otto Fetting, Fw Luisenstadt (im Juli oder August 1945) in den Standortfriedhof Lilienthalstraße 39 Jahre alt • verstorben 30.4.1945, vermißt (1955) umgebettet worden sind. Ob die Leiche Plieningers auch dabei war, In den letzten Kriegstagen gefallen (undatiert). Wäre nach den kann F. nicht bestätigen, da die exhumierten Leichen nicht identifiziert werden konnten. (12.11.1949) Wäre nach den bisherigen Grund- bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal sätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der vorzusehen, weil der Tod offenbar nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Hauptwachtmeister d. FSchP. Herbert Zimmermann, Fw Suarez 33 Jahre alt • verstorben 28.4.1945 ... gefallen in Berlin-Charlottenburg, Amtsgerichtsplatz, ... Ofm. ... kann bestätigen, daß Z. erst Ende April bzw. im Mai 1945 gefallen ist. Am 28.4.45 hat er Z. noch gesprochen. (14.4.1950) ... im April 1945 im Einsatz schwer verwundet worden ist. (8.8.1950) ... daß Z. bei einer Feuerlöschtätigkeit verwundet und nach der Verwundung nicht mehr gefunden und später für tot erklärt wurde. (10.1.1959) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner FeuerwehrHauptwachtmeister d. FSchP. Oskar Goldack, Kommandowache geb. ? • gest. 30.4.1945 G. ist am 30.4.1945 auf der Hauptfeuerwache beim Kriegseinsatz durch Kopfschuß auf dem Gelände der Reichsdruckerei gefallen. G. stand in der 2. Durchfahrt zum 2. Hof der Reichsdruckerei. Er war von seinen Vorgesetzten eingeteilt worden. (19.1.1959) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. 1/2010 15

Neue Fassade für die Feuerwache Tegel

Termine
April 2010 30.4. - 2.5.2010 -100 Jahre FF Buch Tage der offenen Tür zum 100 Geburtstag mit viel Programm für Jung und Alt, Pölnitzweg 3, 13125 Berlin Mai 2010 11.5.2010 Hauptversammlung des Förderkreis Feuerwehr e.V., Mitglieder erhalten eine schriftliche Einladung, Interessierte bitte Ort und Zeit erfragen. 22.5.2010 Tag der offenen Tür der FF Tegel-Ort, 11:00-18:00, Mit Kinderspielen, Fahrzeugvorführung und allerlei mehr..., Friederikestraße 19, 13505 Berlin 23.5.2010 Feuerwehrtreppenlauf Park Inn Hotel, Alexanderplatz 7, 10178 Berlin 28.-30.5.2010 „110 Jahre FF Buchholz“ Ein Feuerwehrfest zum Jubiläum FF Buchholz, Gravensteinstraße 10. 13127 Berlin 29.5.2010 Tag der offenen Tür der Feuerwache Spandau-Süd, Betckestraße 13, 13595 Berlin Juni 2010 5.6.2010 Tag der offenen Tür der FF Kladow, 11-20 Uhr, Kladower Damm 367, 14089 Berlin 7.-13.6.2010 Interschutz 2010 - Der Rote Hahn, Messegelände Leipzig 12.6.2010 100 Jahre Feuerwache Schillerpark - Ein Tag der offenen Tür zum Geburtstagsfest, Edinburgerstraße 7, 13349 Berlin 19.6.2010 100 Jahre FF Frohnau - Ein Feuerwehrfest zum Jubiläum, Remstaler Straße 9, 13465 Berlin Juli 2010 4.7.2010 Zentraler Tag der offenen Tür der Berliner Feuerwehr 10:00-18:00 Feuerwache Charlottenburg-Nord, Nikolaus-Groß-Weg 2, 13627 Berlin Mehr Infos unter www.berliner-feuerwehr. de

Foto: Machmüller

Die gesamte Gebäudehülle der Feuerwache Tegel wurde mit einem Vollwärmeschutz entsprechend der Energieeinsparverordnung versehen. Die Dämmschicht beträgt bis zu 30 cm. Dazu wurden auch Isolierfenster eingesetzt und die Tore der Feuerwache erneuert. Zusätzlich erhielt der Laubengang

im zweiten OG eine Einscheiben-Sicherheitsverglasung. Die Farbe hat keinen Namen, sie trägt die Bezeichnungsnummer NCS 0080Y90R und soll auch weiterhin für Feuerwachen verwendet werden, um einen Wiedererkennungseffekt zu gewährleisten.

100 Jahre Feuerwache Schillerpark
Am 12.6.2010 findet auf dem Gelände der Feuerwache Schillerpark ein Tag der offenen Tür zum 100. Geburtstag statt. Neben Vorführungen zum Thema Menschenrettung und Verkehrsunfall mit Person eingeklemmt zeigen auch die Höhenretter ihr Können am TM 50. Während des Festes von 10-18 Uhr wird „Christoph 31“ seine echten Foto: Machmüller Einsätze von der Feuerwache fliegen. Das DRK, die Werkfeuerwehr Schering und das Feuerwehr-Museum stellen einige Ihrer Fahrzeuge aus.

Preisfrage:__

Wie wird das Fahrzeug genannt, mit dem Ersthelfer zum Einsatzort fahren?

Wenn Ihr die Brennpunkt news aufmerksam gelesen habt, sollte Euch die Antwort nicht schwer fallen! Sendet Eure Antwort bis 1. Juni 2010 per Email an: th.hirte-foto@t-online.de per Fax an: +49 (030) 812 99 658

(Anschrift für den Versand und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen nicht vergessen)

Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Als Gewinn gibt es diesmal die überarbeitete Foto-CD „Berliner Feuerwehr“ von Detlef Machmüller mit mehr als 800 Fotos. Wer sie nicht gewinnt kann sie aber bestellen. Für 10,-Euro, zzgl 1.50 Euro für den Versand, ist sie erhältlich unter:  49 99 72 86 oder machmueller@t-online.de. 1/2010

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