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Periodical volume

Full text: Brennpunkt news Issue 18/19.2009

Nr. 18/19

Informationen über die Berliner Feuerwehr

Ausgabe 3-4/2009

Neue LHF mit Sonderausstattung

Digitalfunk

Hoheitsabzeichen an den Fahrzeugen

Inhalt:
Kolumne: Aus Erfahrung wiedermal nichts gelernt 	 Seite 2 Neue Fahrzeuge: Angie´s Treppen 	 Seite 3 Von der Mülltonne zum Showroom Kurz notiert Wie neu 	 Seite 4 Krokodilstränen für eine Klassiker Neue Caddys 	 Seite 5 Ein echter Bullide Die Rettung kommt	 Seite 6 Hochstapler	 Modellbau: Das rollende Bett Der Bulli im Modell	 Seite 7

Aus Erfahrung wiedermal nichts gelernt
Es war wieder soweit, der nächste Haushalt für das Land Berlin wurde hart umkämpft. Jedes Ressour versuchte wie im Basar das Beste für sich herauszuholen. Dabei wurden knallharte Ziele gesetzt und wer war wieder der Verlierer ? Das Thema Sicherheit In gewohnter Manier des Senats sind Bibliotheken und Kunsthallen wichtiger, schließlich gibt es ja da immer was zu feiern. Es ist auch vollkommen Wurst was das kostet, dringend benötigte Feuerwehrleute dagegen können oder wollen wir uns nicht leisten. „Was kümmert mich die Sicherheit, denn bei mir brennt es ja schließlich nicht“. Auch wenn fast jede Nacht mal ein paar Autos angezündet werden, kein Grund zur Besorgnis, die Autoindustrie will ja schließlich auch leben. Kriegzustände in manchen Bezirken durch linke Gruppen, da kommen die paar Polizisten gerade recht um sich ordentlich verhauen zu lassen. Schließlich haben wir dann ja auch noch Parteien im Lande zu sitzen, die die Schuld der Polizei zuschieben und zu verbotenen Handlungen (siehe Sturm auf Flughafen Tempelhof ) nahezu aufrufen. Ich frage mich langsam, wo wir hinsteuern. Scheinbar hat hier auch niemand mehr den A. in der Hose um dem Treiben ein Ende zu setzen. Menschen denen man das Prädikat „Format“ zuschreiben kann, lassen sich mittlerweile an einer Hand (die eines Tischlers) abzählen. Dabei wäre vieles einfacher wenn man ernsthaft interessiert wäre, ein vernünftiges Ziel zu erreichen. Kommt ein durchaus berechtigter Vorwurf, von wem auch immer, gibt es keine Lösung mehr. Hier ist die einzige Reaktion das Dementi, frei nach dem Motto: „ Ich war es ja nicht, oder fragen Sie mal den, oder ich bin nicht zuständig, oder das stimmt ja alles nicht“ Wenn der Rettungsdienstverantwortliche oder der Einsatzleiter der Feuerwehr auf den Einsatzstellen genauso entscheidungsfreudig reagieren würde, dann gute Nacht Marie. Das, wofür andere Stunden und Tage Zeit haben, soll vom Feuerwehrmann oder auch Polizisten in Sekunden und selbstverständlich 100% richtig entschieden werden. Würde man die Arbeit dieser Leute schätzen, hätte man wohl auch alles daran gesetzt diese Institutionen zu stärken. Die Arbeit wird immer mehr, die Beschäftigten gehen auf dem Zahnfleisch, trotzdem kein neues Personal. Dank an alle Verantwortlichen, Dank an den Senat, Dank an den Regierenden Bürgermeister, Ihr habt uns wieder einmal bewiesen, was wir in dieser Stadt Wert sind. Bei den Beschäftigten führt dieser Frust, diese Ignoranz, diese Missachtung kontinuierlich zu einer inneren Entzündung, die auch durch das beste Medikament langsam aber sicher nicht mehr zu heilen ist. Werden dann als Bonbon noch Tarifverhandlungen mit der Absicht, den Beschäftigten eher Geld abzuziehen als zu geben, anberaumt (wenn sie nicht wieder vertagt werden), ist das der Gipfel der Missachtung. Wir verzichten auf Eure alljährlichen Weihnachtswünsche in denen Ihr uns sagt, was für Helden wir sind und wie Ihr unsere Arbeit würdigt. Worte wie Verantwortung, Format, Gradlinigkeit, Ehrlichkeit, Menschlichkeit, Gerechtigkeit scheint es in Eurem Wortschatz nicht mehr zu geben. Ihr haut so lange drauf, bis alle platt sind. Wenn dann alle am Boden liegen, schiebt Ihr die Verantwortung einfach auf Eure Nachfolger. Wenigstens hat die letzte Bundestagswahl in meinen Augen so etwas wie eine kleine Gerechtigkeit gezeigt. Die darauffolgende Reaktion der Verlierer war genauso, wie sie von denen zu erwarten war. Speziell Berlin hat sich eine riesige Watsche eingefangen, mit Recht. Einen Trost haben wir aber noch, auch die Verantwortlichen dieser Stadt sind vielleicht einmal Kunden der Feuerwehr oder Polizei. Bleibt offen, wenn es einem Angehörigen an den Kragen geht, ob Ihr dann Eure sinnlose Sparerei genauso verteidigt. Trotz allem, wir wünschen allen Brennpunkt- news Lesern ein frohes und gesundes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010.
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Seite 8

Dem Inschenör ist nichts... 	 Seite 9 Mobas	 Seite 10 ModellNews 	 Hoheitsabzeichen an den Fahrzeugen	 Neue Bücher	 Seite 11 Seite 13 Seite 15

Digitalfunk wird Realität	 Seite 16 Tausche Villa gegen 2 Zimmer 	 Seite 18 Sanierungen der Feuerwachen 	 Seite 19 MANV 2, Freienwalder Str. 	 Seite 21 Während des Dienstes gestorben 	 Seite 22 Die letzte Seite 	 Seite 24

Impressum:
Herausgeber & Redaktion:
Förderkreis Feuerwehr e.V. (FKF e.V.) in redaktioneller Zusammenarbeit mit dem Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V.

Gestaltung, Satz:

Fotographie + Layout, Berlin kontakt@fotographie-layout.de

Auflage: 1000 Stk.

Beiträge Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e.V. sind mit FVFM Bln e.V. gekennzeichnet. Verteilung in den Dienststellen der Berliner Feuerwehr sowie an die Mitglieder des FKF e.V. und des Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e.V. Da die gedruckte Ausgabe nur in begrenzter Anzahl vorhanden ist, können Sie die Brennpunkt news auch kostenlos per Email beziehen. Bitte senden Sie eine Email mit dem Betreff „Brennpunkt news Abo“ an: th.hirte-foto@t-online.de Wenn Sie das Erscheinen der Brennpunkt news durch ein Inserat unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff „Brennpunkt news Anzeige“ und Ihren Kontaktdaten an folgende Email: kontakt@fotographie-layout.de oder rufen Sie unter folgender Telefon-Nr. an: 030/811 87 57

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Angie`s Treppen
Das gab es wohl noch nie bei der Berliner Feuerwehr. Zehn neue Drehleitern auf einen Streich in Dienst zu stellen, das passierte nicht einmal zu Wirtschaftswunderzeiten. Grund ist das Konjunkturprogramm II der Bunderregierung. Auch die Berliner Feuerwehr bekam ein großes Stück vom Kuchen und wird dies zur Beschaffung von neuer Abstützbalken in Höhe und Breite individuell ausfahren lassen. Die Magirus CS (Computer Stabilized) Leiter ist selbstverständlich auch computergesteuert in Form von CANBus Technik. Besonderer Kick ist das CS System, das die Leitern bei Schwingungsanfällen sofort rechnergestützt wieder stabilisiert und zum Stillstand der Schwingung führt. Leitersatz, die Rollläden und das Heck sind in Anthrazit Farben gehalten, was zunächst ungewöhnlich erscheint aber im Gesamtbild schick aussieht. Das sogenannte Design Podium ist mit Kunststoffelementen versehen. Metz verwendet nach wie vor die hydraulische Waagerecht- Senkrecht- Abstützung, die Stützen sind passend zum Design verkleidet. Der Bediensitz lässt sich nach Entriegelung klappen und dient damit auch als Wetterschutz. Auf einem LCD Farbdisplay kann der Bediener alle Leiterbewegungen beobachten. Auch hier überwachen Computer in CAN- Bustechnik alle sicherheitsrelevanten Daten. Der moderne 3- Mann Korb bietet gleich vier Einstiege. Beide Typen (Metz, Magirus) führen Sonderzubehör mit. Dazu gehören Krankentragenauflagen, Arbeitsstellenscheinwerfer und Geräte zur Wasserförderung über den Leitersatz. Zur Lackierung sind die Fahrzeuge im Corporate Design beklebt was aber nur zurückhaltend zur Geltung kommt. Stationiert werden die DLK
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Technik nutzen. In Zahlen bedeutet das über hundert neue Fahrzeuge aus allen Bereichen. Für die Drehleiterbeschaffung galt es zehn Fahrzeuge in recht kurzer Zeit zu kaufen, da die Mittel in Abhängigkeit zum Beschaffungszeitpunkt gesetzt wurden. Hier blieb nichts weiter übrig, als auf Vorführleitern zurückzugreifen. Dadurch gibt es auch keine einheitliche Ausstattung sondern eine kleine bunte Mischung. So viele Leitern auf dem Hof gibt es wohl nur selten zu sehen und auch ich als Fahrzeugfotograf musste mich ganz schön ins Zeug legen, weil ich auch stets alle B-Nummern erhaschen will. Den Anfang machten die fünf Magirus-Leitern was in zweierlei Hinsicht neu war. Zum einen ist es nach fast 10 Jahren eine der ersten Neuindienststellungen eines solchen Leitertyps, ebenso sind Iveco- Fahrgestelle eher die Seltenheit bei der Berliner Feuerwehr. Aufgebaut wurden die Leitern auf einem Iveco 160 E30 Fahrgestell mit einem Euro 5 Motor. Die Kraftübertragung läuft sowohl bei den Magirus- Leitern als auch bei den Metz- Leitern über ein Allison- Automatikgetriebe. Der Schaltvorgang läuft hier wirklich butterweich und es macht Spaß die Fahrzeuge zu fahren. Die Magirus Variante verfügt über eine mittlerweile schon altbewährte Vario- Abstützung, bei der sich die

Der Korb ist als 3- Mann Variante ausgeführt. Alle Magirus- Leitern sind in RAL 3000 (Feuerrot) lackiert. Bei der Metz- Version (L32 CAN) sieht das anders aus. Auch hier gibt es fünf Fahrzeuge, zwei in Tagesleuchtrot (RAL3024) und drei in Feuerrot. Alle MetzLeitern sind auf einem Mercedes (MB 1529 F) Atego (04) Fahrgestell aufgebaut. Besonders zu erwähnen sei hier das neue Metz- Design, bei dem der Aufbau vollverkleidet ist. Der 3-4/09 3

Von der Mülltonne zum Showroom
Feuerlegen ohne Strafe, das ist hier ausnahmsweise einmal erlaubt. Der Berliner Feuerwehr wurde von der Berliner Stadtreinigung ein alter ausgedienter Schuttcontaineuert werden. Nach der Brandbekämpfung und Räumung des Containers lässt sich das Brandzimmer mit einem gardinenartigen Vorhang zuziehen. Wie lange der momentan noch schöne Zustand auch so bleibt ist zwar fraglich, aber besser als im Urzustand ist es allemal. Der AB- Demo, so heißt er jetzt, steht momentan auf dem Gelände von

ner zur Verfügung gestellt. Um so einen transportablen Brandraum zu haben, lies sich die Feuerwehr den Container unter der Führung von SE FG aufarbeiten. Ein Seitenschnitt des Containers und der Innenausbau mit Rigipsplatten ermöglicht nun die verschiedenen Darstellungen eines Zimmerbrandes. Dazu kann der Container mit Möbeln aller Art bestückt werden. Nach der „heißen“ Vorführung müssen bei Gelegenheit die Rigipsplatten von Zeit zu Zeit er-

SE FG und trägt sogar schon das neue Logo. Tja, sogar an Mülltonnen geht „ Corporated Design“ nicht vorbei. Noch ein Hinweis für die Autonomen, der AB Demo ist nicht für den 1. Mai buchbar !!!!
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Kurz notiert

Wie neu
Wer ihn gesehen hat ,glaubte zunächst an ein Replikat eines Rüstwagen. Aber weit gefehlt, denn der Rüstwagen vom TD 2 B-2494 wurde einer kompletten, man kann schon fast sagen Restaurierung, unterzogen. Bei der Firma Behrens am Goslarer Ufer wurde er in seine Einzelteile zerlegt und komplett überarbeitet. So wurden ganze Teile neu angefertigt und alles vom Rost befreit. Als Krönung kam dann die Neulackierung in RAL 3024 dazu, was dem RW 3 einen gewissen Neufahrzeugcharakter verlieh. Alsbald nahm er dann wieder seinen dienst beim TD 2 auf.

Drei neue LHF mit Sonderausstattung sind verteilt worden. Zur Sonderausstattung gehören Atemschutzgeräte 30min, 60min und Regenerationsgeräte, sowie CSA Vollschutzanzüge. Ergänzt werden sollen diese Fahrzeuge später noch mit besonderen Geräten für die Rettung von verunglückten Feuerwehrleuten (erweitertes Atemschutznotfallset). Die Feuerwache Neukölln wird hier federführend sein und seine Erfahrungen mit einbringen. B- 2056 SEAF B-2057 FW Neukölln B-2058 FW Tiergarten 4 3-4/09

Krokodilstränen für einen Klassiker mit Happy End
Was lange von den Fans befürchtet wurde, ist nun eingetreten. Der KW 20 musste nach 40 erfolgreichen Dienstjahren seinen Hut nehmen. Am 29 September fiel die schwere Entscheidung aufgrund von Problemen bei der UVV- Prüfung. Eigentlich sollte er ja noch bis zur Indienststellung eines neuen Kranwagen bleiben, viel investieren wollte man aber dann wohl doch nicht mehr. Der KW 20 auf Magirus 270 D 26 wurde als reiner Feuerwehrkran von Magirus gebaut und besaß einen 270 PS Motor. Er galt bis heute als einer der zuverlässigsten Kräne was sowohl für Aufbau als auch Fahrgestell zählte. Auch wenn der Fahrkomfort mit denen heutiger Fahrzeuge natürlich nicht mehr vergleichbar wäre, geliebt haben sie ihn aber doch alle. Ein richtiges Männerauto was viel Feingefühl und Fahrkunst abverlangt. Im Einsatz war er wegen seiner Robustheit und Vielseitigkeit beliebt. Besonders das Verfahren von Lasten bspw. im Tunnel zählte zu seinen absoluten Stärken. Auch die 15 t Spillanlage wurde gerne eingesetzt. Die schlechte Nachricht ist, dass der KW 20 nun nicht mehr dem Einsatzdienst zur Verfügung steht. Die

gute dagegen, er bleibt der Nachwelt erhalten und wird als offizielles Museumsfahrzeug übergeben. Da er ein sehr prominentes Fahrzeug ist, soll er im nächsten Jahr beim „Tag der offen Tür“ feierlich verabschiedet werden. Vielleicht werden dann noch andere Magirus Vertreter zu sehen sein, mehr wird aber erst einmal nicht verraten.

Neue Caddys
Zur Zeit wurden fünf neue VW Caddy im neuen Corporate Design in Dienst gestellt. Dabei gibt es zwei Varianten. Zwei Fahrzeuge sind als Viersitzer ausgebildet und dienen als Aktenwagen. Die anderen drei sind Zweisitzer und haben einen dementsprechend größeren Laderaum. Verteilt wurde sie auf die Direktionen und dienen als Transportmittel für alles, was so täglich anfällt. Da sie so gut wie nicht im Einsatzdienst

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Ein echter Bullide
Kleine Feuerwehrfahrzeuge, kleinere Wirkung, große Feuerwehrfahrzeuge, große Wirkung. Man schaut schon etwas ehrfürchtig auf den Riesen, wenn man direkt davor steht. Gemeint ist das neue Wechselladerfahrzeug (WLF) des Technischen Dienstes in Form eines Allradfahrgestells. Der Neue ist in einer 3-achsigen Version konstruiert, wobei die Hinterachse als lift- und lenkbare Nachlaufachse gebaut wurde. Das Fahrgestell Bedienern. Für den Fahrbetrieb steht ein automatisiertes Schaltgetriebe zur Verfügung. Wer im übrigen fragt, wo denn der silberne Bogen des neuen Außendesigns geblieben ist, dem sei erklärt, dass man davon ausgeht, dass ja auch ein zukünftiger Abrollbehälter diesen Bogen tragen würde und der Übergang zwischen Fahrzeug und Abrollbehälter nicht herstellbar wäre. Alles klar? Also bleibt das neue WLF im einfachen Feuerrot (RAL 3000) gehalten und wird durch Konturbeklebungen in Form von silbernen Ref l e x s t r e i fe n hervorgehoben. Stationiert wird es beim Technischen Dienst 1
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Die letzten neuen RTW für das Jahr 2009 sind erschienen. Es handelt sich dabei um drei Exemplare und siehe da, es gibt sogar einige Neuheiten zu verzeichnen. Im oberen Blaulichtbalken befinden sich nun LEDBlitzer deren Wirkung enorm ist. Nicht nur energiesparend und langlebiger, sondern auch wirklich eine intensivere Erkennbarkeit zeichnen diese LED`s aus. Die zweite Neuheit ist die Motorweiterlaufschaltung, die

Die Rettung kommt

selbst ist luftgefedert und kommt aus dem Hause MAN. Dies ist mit MOBAS der zweite MAN der schweren Reihe (TGS) für die Berliner Feuerwehr. Mit der Allradversion ist auch die enorme Höhe des Fahrerhauses verbunden. Die Oberkante des Radlaufes liegt bei 170 cm. Der Einstieg wird aber durch entsprechende Auftritte erleichtert. Die Berliner Feuerwehr benötigt allradfähige Fahrzeuge natürlich für Einsätze im unwegsamen Gelände, zusätzlich dienen sie als Trägerfahrzeuge für besonders schwere Abrollbehälter zu denen u. a. der AB- Generator gehört. Das bewährte Hakensystem stammt von Meiller und wird in Berlin seit 1986 verwendet und erfreut sich großer Beliebtheit bei den

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wie der Name verrät, zum Weiterlaufen des Motors bei abgezogenem Schlüssel dient. Letztendlich noch die dritte Neuheit, der Dachkasten und die Konturanpassung hinter der Fahrerhaustür ist vollkommen neu gestaltet und beinhaltet durch die Konstruktion auch eine etwas sattere Beklebung mit leuchtroter Folie. Verteilt werden die neuen RTW nach Haselhorst, Hermsdorf und Köpenick bzw. Stützpunkt Rahnsdorf.
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Hochstapler
Am 18. August erschienen und am 20.8 schon an den Technischen Dienst 2 übergeben. Die Rede ist vom neuen Teleskopstapler der Berliner Feuerwehr. Der Merlo, so heißt die Aufbaufirma, ist ähnlich wie sein Vorgänger konstruiert und soll einen 20 Jahre alten Gabelstapler ablösen. Sein Antrieb wirkt hydrostatisch, seine Lenkung bietet drei Lenkvarianten, normal, entgegengesetzt oder der Hundegang. Die Räder sind ausgeschäumt und können somit über fast alles drüber fahren. Die Hubkraft des Staplers beträgt bis 3,6 t, mit der hydraulisch drehbaren Zusatzgabel jedoch 750kg weniger, was aber dennoch ausreichend ist. Die Ladung lässt sich auf eine Höhe von ca. 7m hochteleskopieren. Als Zusatzgerät erhielt der Merlo eine Zinkenverlängerung und sogenannte Fassgreifer. Um ein nötiges Betriebsgewicht zu erlangen, ist der Merlo mit einer Stahlummantelung versehen. Besonders interessant ist, dass die Gabel seitlich verfahren werden. Dies geschieht mit Hilfe von Hydaulikzylindern, die den vorderen Teil des Fahrzeuges seitlich nach links oder rechts überheben. Angetrieben wird der Merlo durch einen 102 PS wassergekühltem Deutzmotor. Das Gesamtgewicht des Merlo beträgt 8,75t. Zu Einsatzstellen wird dieses Sondergerät mittels Tieflader des Technischen Dienstes befördert.
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Ein Film über die Geschichte des Lösch - Trabi “Spirit of Berlin” der Berliner Feuerwehr

DVD
ca. 38 min.

Durch die Euphorie der Maueröffnung hatten Feuerwehrleute aus Ost-und West-Berlin bei einem Treffen im März 1990 auf der Feuerwache Berlin-Mitte die Idee und den Wunsch ein Symbol zu schaffen, das an die Wiedervereinigung der Berliner Feuerwehr erinnern sollte.

Im Trabi - Auto des Jahres 1990 sahen die Feuerwehrleute das Symbol für Ihre Idee einen LöschTrabi zu bauen, der aus einem PKW Trabant P 601 L, Bauj. 1977 entstand. Kauf des PKW durch die Gewerkschaft ÖTV-Abt. Berliner Feuerwehr für 1000,- DM. Der Umbau erfolgte von Anfang April bis Ende Mai 1990 durch Feuerwehrmänner aus beiden Teilen Berlins mit Unterstützung der Zentralwerkstatt Berlin-Weißensee.

Das Symbol zur Wiedervereinigung

Bisherige Stationen
12.06.90 14.-19.06.90 25.08.90 20.07.91 01.08.92 11.-17.06.93 03.-08.06.94 08.07.95 06.-12.07.97 27.08.97 Erste öffentliche Vorstellung - Alexanderplatz- Berlin 26. Deutscher Feuerwehrtag Friedrichshafen Frankfurt/Oder -ÖTV Veranstaltung150 Jahre Meißen, Festumzug ÖTV schenkt den Lösch-Trabi der Berliner Feuerwehr CTIF (Feuerwehrolympiade) in Berlin Interschutz/Hannover 100 Jahre Berufsfeuerwehr Darmstadt CTIF Herning/Dänemark Getauft auf den Namen “Spirit of Berlin 1990” + 1,50 vom Gesandten der US-Botschaft in Berlin.

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18.-30.09.97 Teilnahme an der Steubenparade in New York und Philadelphia.

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Das rollende Bett im Maßstab 1:87
Auch wenn es im Original etwas her ist, soll auch die Indienststellung des BTW im Maßstab 1:87 gewürdigt werden. Das Modell basiert auf einem Mercedes Vario von Herpa mit Einzelkabine. Nach Korrektur des Fahrgestelles auf den richtigen Radstand (Original 3700mm) wird die Kabine mit dem entsprechend Dachaufbau versehen. Hier ist viel Kleinarbeit von Nöten, da viele Rundungen und Kanten vorhanden sind. Der Übergang von Kabine und Aufbau wird mit einer sogenannten Konturanpassung versehen. Dazu empfiehlt es sich, hinter den Kabinentüren einen Absatz einzufräsen und die Übergangsstreifen so einzukleben, dass eine glatte Linie hin zum Aufbau entsteht. Spachtelmasse tut nun ihren Dienst, es folgt dann die Schleifarbeit. Der Aufbau wird in altbekannter Weise aus 1mm Nach der Lackierung des Modells in Reinweiß, beginnt die Beklebung mit Originalfolie in Leuchtrot. Die Beschriftung stammt von Truckline Decals. Auch der Schriftzug „Bettentransport“ ist auf dem aktuellsten Bogen vorhanden. Mehr gibt es eigentlich zum Modell nicht zu sagen. Na dann: „ Fangt einfach an“

Polystyrolplatten hergestellt. Am Heck befindet sich eine Ladebordwand. Wer diese funktionsfähig darstellen will kann dies gerne tun, meine ist fest installiert. Die Schierz Hubmechanik kann mittels Profilen angedeutet werden.

Der Bulli im Modell
Von großen Feuerwehrfahrzeugen geht sowohl im Original als auch im Modell ein großer Reiz aus. Diesmal ist es gar nicht so schwer ein schönes 1:87 Ebenbild zu erschaffen. Herpa bietet hier beste Voraussetzungen. Die Kabine des MAN TGS gibt es so wie sie ist, lediglich die beiden Rückfenster müssen ausgesägt werden. Sogar die Stoßstange der Baustellenversion kann 1zu1 übernommen werden. Der Radlauf muss dahingehend geändert werden, indem man die Zusatztritte absägt und durch neue Uförmige ersetzt. Der Radlauf muss wie im Original etwas in der Höhe (Stärke) ergänzt werden. Über 2mm muss das ganze Radhaus dann hochgesetzt werden, im Original sind das genau 1,70 m bis zur oberen Kante des Radlaufs. Das Fahrgestell mit der liftbaren 8 3-4/09 Feinarbeit. Das Fahrgestell muss mit Zurüstteilen komplettiert werden. Auf der rechten Seite befindet sich ein großer Gerätekasten der eigenständig gebaut werden muss. Das Meiller- Hakensystem liefert ebenfalls Herpa. Viele Feinarbeiten machen das WLF zu einem schön Schmuckstück. Das Fahrerhaus wird mit Reflexstreifen beklebt. Noch einen Tipp am Rande: Herpa bietet einen sogenannten Teileservice an. Nach einem Anmeldevorgang kann man Einzelteile wie Kabinen oder Fahrgestelle bestellen. Die Kabinen sind in der Farbe Weiß, was sehr günstig für den man die Modellbau ist. Man kann hier wirklich ein geriffelten Flächen mit dünner Folie wenig Geld sparen, bestellt man doch wirküberklebt und mit einem dunklem matten lich nur das, was man braucht. Viel Spaß ! Kunststoffgrau (ich nehme dazu Humbrol 123) überlackiert. Nach dem Lackieren des Schierz Fahrerhauses in RAL 3000 geht es an die Nachlaufachse kommt ebenfalls aus dem Hause Herpa. Der Radstand muss dementsprechend abgeändert werden. Die hinteren halbmondförmigen Kotflügel von Herpa haben eine geriffelte Struktur, die des Originals dagegen sind glatt und besitzen nur einen Mittelsteg. Hier kann man sich Abhilfe schaffen, indem

Dem Inschenör ist nichts zu schwör
Wie nicht anders zu erwarten, standen bei mir modellbautechnisch auch die neuen Konjunkturleitern sofort auf dem Plan. Obwohl von Drehleitern auch im Modell ein großer Reiz ausgeht, baue ich diese nicht so gerne, weil der Aufwand immens groß ist. Das geht schon damit los, dass alleine für das Vermessen einer DLK ca. 2,5 Stunden ins Land gehen. Problematisch ist dabei, dass auch alle Details wie Drehturm, Leitersatz und der Korb vermessen werden müssen, weil sonst der Gesamteindruck in den Proportionen verloren geht. Hierzu sind oft sportliche Verrenkungen nötig, weil man nicht überall heran kommt. Aber was tut man nicht alles fürs Hobby. Nun zur ersten DLK auf Iveco Fahrgestell. Ein Löschfahrzeug der Firma Rietze musste zunächst dran glauben. Aus einer Gruppenkabine wurde eine Truppkabine gemacht, dazu wurde ein Teil abgetrennt und die Rückwand nach Original gefertigt und angesetzt. Der Radlauf muss geringfügig verändert und angepasst werden. Danach wurde der Aufbau nach Maßen angefertigt. Auch das ist sehr schwierig, weil der Aufstieg recht verwinkelt ist und die Tiefen der Treppe berücksichtigt werden müssen. Die Oberfläche des Aufbaus besteht aus Riffelblech aber auch das FrontNun geht es an den Drehturm. Da es auch hier kein Serienmodell gibt bleibt nichts weiter übrig, als die gesamte Eigenproduktion aus Platten, Profilen. Problem ist, dass hier alle Teile im Original mit Kunststoffteilen gerundet den Grund, dass die Schrägen am hinteren Ende dann denen der Magirus- Leiter entsprechen. Vorn muss dann eh eine Korbhalterung angebaut werden. Der Korb ist im übrigen auch im Eigenbau entstanden. Der Leitersatz muss zusätzlich unterhalb verblendet werden. Die Verblendung verläuft aber nicht gerade sondern nach vorn

sind. Besonders der Bedienstand ist höchst aufwendig. Der Leitersatz ist leider auch nicht als Serie lieferbar. Aufgrund der fast identischen Maße, bedient man sich hier einer Metz Leiter von Herpa. Bei den Dreieckssegmenten müssen die senkrechten Streben allerdings entfernt werden. Man sollte den kompletten Leitersatz auch drehen, was zunächst unwahrscheinlich klingt, dies hat

schräg verjüngend. Da sie in RAL 3000 (Feuerrot) lackiert ist, sollte sie separat aus Profilen gefertigt werden und gleich in den Aufrichterahmen des Leiterstuhls integriert werden. Der Leitersatz und der Korb werden in Grauweiß lackiert. Viele viele Einzelteile und Decals verschönern dann das Modell. Zurück liegen dann ca. 60 Stunden ! Arbeit, die man dem Modell auf den ersten Blick gar nicht ansieht. Für die, die sich nicht so viel Arbeit machen wollen, gibt es leider kaum Tipps, denn es gibt nun mal kein brauchbares Serienmodell. Von Merlau soll es wohl ein ähnliches Fahrzeug als Kleinserie geben. Die Eigenkonstruktion macht jedoch mehr Spaß aber auch einen Menge Arbeit. Gutes Gelingen
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blech des vorderen Geräteraumes. Nachdem der Aufbau fertig ist, folgen Spachtel- und Schleifarbeit. Dann sollten erst einmal der Aufbau und das Fahrerhaus lackiert werden, um nicht zu viel Bauteile zu haben. Nach dem Lack folgt die Komplettierung mit vielen Einzelteilen wie: Aufstiegstreppe, Hilfsleiter, Abgasschlauch, Abstützung, Bedienteilen, Leiterauflage. Hier vergeht schon viel Zeit. aber 3-4/09 9

MOBAS (Modell Ohne Beschriftung Als Sonst)
Zugegeben, grammatikalisch nicht ganz astrein, aber es könnte auch „Die Unvollendete“ heißen. Wie bestimmt schon erwartet, stellen wir hier das Pendant im Maßstab 1:87 vor. Nachdem die Mobile Atemschutzstrecke im Original ihren Dienst aufgenommen hat, sollte natürlich auch das passende Modell in meiner Werkstatt entstehen. Grundsätzlich für mich kein so großes Problem, aber die Sache hat auch einen Haken. Gemeint ist das neue Design der Berliner Feuerwehr, was selbstredend auch die neuen Dekore im Maßstab 1:87 verlangt. Und genau die gibt es nicht oder sagen wir mal noch nicht. Aber kommen wir zunächst zur Grundkonstruktion. Wer es sich ganz einfach machen will, könnte auf das ELW 3 Modell von Herpa in Form eines Sattelaufliegers zugreifen. Auch ich prüfte die Abmaße des Koffers und siehe da, die passen bis auf einige Details sogar noch. Will man allerdings Fenster in die Seitenwände säde, Herpa bietet einen Teileservice an und wenn man dort angemeldet ist, kann man Fahrerhäuser etc. extra bestellen. Hier spart man öfter mal viel Geld Als Zugmaschinenfahrgestell verwendete ich das des oben erwähnten ELW 3, der Radstand stimmt hier genau. Nach Einbau einer Lenkung rüstete ich das Fahrgestell nach dem MAN Vorbild auf. Die Kabine muss im Bereich der Dachblende zugespachtelt und geschliffen werden. Dann erfolgt die Lackierung in RAL 3000 sprich Feuerrot. Die Konturbeklebung findet mit reflektierenden Silberstreifen statt. Der Koffer wird aus man einen feinen Skalpell verwenden. Die Konturen des Koffers werden auch mit Reflexmaterial beklebt. Etwas Kopfzerbrechen machte die Darstellung des Swoshes, tja so heißt das Ding nun mal. Die Deutschen sagen aber auch „ Sich nach hinten verjüngende Schlauchleitung“ dazu. Der Swosh wird auch aus Reflexmaterial hergestellt. Den richtigen Bogen zu finden ist gar nicht so einfach. Nachdem einig e

gen, stößt man auf viel zu dickes Material. So entschied ich mich, wie so oft, zum kompletten Eigenbau. Die richtige Fahrerkabine des MAN TGS Fahrgestells gibt es bei Herpa. Vorhanden ist sie bei dem Alba Müllwagen oder wie bei mir, bei einem Dreiachser mit Anhänger. Der Rest fliegt leider in die Bastelkiste. Also schon mal ein teures Fahrerhaus. Ein kleiner Tipp am Ran-

Plastikplatten g e fe r t i g t . Nach dem Platzie ren der Fe n s t e r u n d Tü r e n werden die Platten zusammengeklebt und verspachtelt. Dabei ist zu beachten, dass die linke Seite aufgrund des Ausschubes im Schürzenbereich weiter hinunter reicht als die rechte Seite. Den Ausschub selber gravieren wir in den Aufbau ein. Nach dem Aufkleben von Profilen für die Umrandung und speziell den Aufbauboden wird nun auch der Koffer in Feuerrot lackiert. Nach der Trockenphase werden die Fensterumrandungen mit ausgeschnit- Schierz tenen Silberfolien dargestellt. Hierzu sollte

Pappschablonen in den Müll flogen, hatte ich das richtige Ergebnis irgendwann erreicht. Für die Räder des Aufliegers verwendete ich die des MAN L2000 (Hinterachse). Der Radlauf ist in Eigenarbeit entstanden. Kompliziert ist auch die Darstellung der Verbindungsschläuche zwischen Zugmaschine und Koffer. Hierfür stellte ich Spiralschläuche aus dünnen Draht her. Man wickelt dazu den feinen Draht um einen kleinen Nagel und erreicht damit die Spiralform. Verankert werden die Schläuche aber nur an der Aufliegerseite da kein Mensch es schafft, diese auch noch in 0,3mm dünne Löscher der Zugmaschine zu stecken, das bei einem Arbeitsbereich von 5mm. Nach reichlich Detailaufrüstung des Koffers, und die ist umfangreicher als man anfänglich denkt, steht das Modell nun fast fertig auf dem Tisch. Was fehlt ist die neue Beschriftung. Wann, wo, wie diese erhältlich ist, steht zur Zeit noch in den Sternen. Wir arbeiten daran !!!

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News odell M
von Ingo Papenfuß
Anfang Juni gab es wieder zwei neue Modelle nach Vorbildern der BF Berlin, Auftraggeber war der Kleine Autoladen. Es handelt sich um zwei Varianten des ELW bzw. NEF auf VW T 5 Bus von Rietze: ELW 6117 BF Marzahn mit dem Kennzeichen B-242 und NEF 3305 Standort DRK Kliniken Westend mit dem Kennzeichen B-2611, beide Modelle haben wieder vorbildgerechte Bedruckungen erhalten. Anfang Juli kamen weitere Modellneuheiten nach Hamburger Vorbildern zur Auslieferung, dabei handelt es sich um einen Rietze VW T5 Bus KR als NEF der BF HamburgBarmbek und einen Rietze Koffer-RTW MB Sprinter ´99 von der selben Wache. Im August erschien der GW-Taucher der BF Hamburg auf Basis Herpa Mercedes Atego Koffer-Lkw mit vorbildgerechter Bedruckung in leuchtrot in einer 750er Auflage, welche nach relativ kurzer Zeit ausverkauft war!! Ein sehr schönes Modell, leider nur noch über Börsen oder Ebay mit Preisaufschlägen erhältlich. Anfang Oktober gab es wieder zwei Sondermodelle nach Vorbild der BF Braunschweig. Es handelt sich um zwei Rietze MB Atego 04 LF 16/12 mit zwei verschiedenen Kfz-Kennzeichen und allen Detaildrucken. Auch ein sehr interessantes Sondermodell nach Vorbild der Flughafenfeuerwehr Stuttgart erschien Ende Oktober, ein Herpa MAN TGA XL WLF4achs Fahrgestell mit AB-Rüst. Das Fahrerhaus ist weiß / RAL 3024 und der Container in RAL 3000. Das Modell ist allseitig mehrfach bedruckt, wie z.b. KfZ-Kennzeichen, Windschutzscheibendrucke usw. . Wie im Original hat das Modell auch eine orange Kennleuchte auf dem Fahrerhausdach. Auflage 500 Stück. Mitte Mai fand auch wieder die RETTmobil 2009 in Fulda statt, nur leider gab es diesesmal, „Krise“ sei Dank, keine Modellautos bei den Herstellern, nur die Fa. Rietze legte zwei streng limitierte Modelle auf, welche auch ziemlich schnell ausverkauft waren. Der VW T5 HORNIS-Silver KTW ist eine Formneuheit, das Modell ist weiß mit zwei leuchtroten Streifen und „Notarzt“- Schriftzügen, hat aber leider nur Sitzreihen als Innenausstattung, eine klare Verglasung und die Blaulichter sind leider nur auf das Hochdach aufgedruckt, vielleicht erbarmt sich Rietze ja noch und spendiert dem Modell Als Variante des Herpa-Serienmodells des neuen Fahrtec-RTW der Feuerwehr Düsseldorf (Artikelnr. 048248) ließ MenzelsLokschuppen ein Sondermodell auflegen, welches seit Mitte August lieferbar ist. Der Mercedes Sprinter NCV3 Koffer-RTW mit Fahrtec-Aufbau ist dem Wagen 2815 und damit dem RTW-1 der Feuerwehr Düsseldorf nachgebildet. Im Unterschied zum Serienmodell ist das Sondermodell zusätzlich mit Nummerschildern, der Kennung in der Frontscheibe sowie einer geänderten Dachkennung bedruckt. Die Auflage beträgt 500 Exemplare. Der Dortmunder Fachhändler WLC Modelling hat ebenfalls ein Sondermodell nach Vorbild der BF Düsseldorf auflegen lassen. Busch lieferte den Einsatzleitwagen KdoW-11 auf Basis Audi A6 Avant inclusive aller Vorbilddrucke. Nachdem die erste Smart-Serie der BF Stuttgart bereits kurz nach ihrer Ankündigung ausverkauft war, legt die Fa. Bürger eK nun die zweite, aktuelle Version der Stuttgarter Feuerwehr-Smarts auf. Die neue Generation wurde im Dezember 2008 in Dienst gestellt und löst die Vorgänger ab. Die Fahrzeuge entstammen der aktuellen Smart-Baureihe und unterscheiden sich zudem durch die neue Bedruckung mit Kennung in der Windschutzscheibe von ihren Vorgängern. Das Set mit allen fünf Smarts mit unterschiedlicher Kennung in der Windschutzscheibe sowie Nummernschildern kostet 76.90 Euro, einzeln werden die Miniaturen für jeweils 17.90 Euro angeboten. Die Firma Bürger eK gab noch ein HerpaSondermodell nach Vorbild der BF Stuttgart in Auftrag, dabei handelt es sich um einen BMW X3 als KdoW in leuchtrot/weiss, das Sondermodell mit der Artikelnummer 293648 kostet 19.80 Euro und ist seit Oktober 2009 verfügbar. Und als 2010er Neuheit ist seit Anfang November noch ein drittes Modell nach Stuttgarter Vorbild vorbestellbar: Im Februar 2010 wird ein Mercedes Sprinter 3-4/09 11

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nigstens ein detailliertes KTW-Innenleben und mattierte Scheiben! Das zweite Messemodell ist ebenfalls eine Formneuheit. Es handelt sich dabei um ein IVECO Magirus AluFire 3 HLF in der Farbkombination leuchtrot/weiss im IVECO Vorführdesign, von diesem Modell gibt es nur 150 Stück. Positiv zu bemerken ist, dass der Kunststoff in leuchtrot komplett durchgefärbt ist und dies sehr vorbildgerecht, damit hatten sich ja diverse Modellhersteller in den letzten Jahren immer wieder sehr schwer getan.

T1N als „Kleineinsatzfahrzeug Tür“ (KEF-T) erscheinen, Basis Herpa, 22.50 Euro Für November / Dezember ist noch ein weiteres Fahrzeug der BF Stuttgart geplant, ein VW Caddy Kasten von Rietze. Das Original mit dem Funkrufnamen 93/18-4 wird als „PKW 59“ als Botenwagen der Abteilung Logistik auf der Hauptfeuerwache eingesetzt, Kennzeichen S-FW 2300. Eine Variante des Rietze MAN Dekon P-Lkw erscheint ca. Ende Oktober vom Modellbahnladen Memmingen in einer 300er Auflage, Vorbild ist das Fahrzeug der FF Memmingen. Nach Vorbild der BF Augsburg erschien Ende Oktober ein Mercedes Sprinter Bus als ELW-ELD der Hauptwache exclusiv beim Internethandel Henning Edeler in einer 600er Auflage. Bezugsquellen: Der kleine Autoladen, Tel. 0541/2599820, www.derkleineautoladen.de WLC Modelling, www.wlc-dortmund.de Menzels Lokschuppen, Tel.0211/373328, www.menzels-lokschuppen.de Bürger Miniaturmodelle, Tel. 07161/72050, www.buerger-ohg.de Modellbahnladen Memmingen, Tel. 08331/490065, www.meb-versand.de Henning Edeler Internethandel, Tel. 0821/2421189, www.blaulichtmodell.de

Rietze VW T 5 Bus KR BF Berlin ELW 6117 300 Stück 22.95 Euro Der Kleine Autoladen Rietze VW T 5 Bus KR BF Berlin NEF 3305 300 Stück 22.95 Euro Der Kleine Autoladen Rietze VW T 5 Bus KR BF Hamburg NEF Barmbek 500 Stück 22.95 Euro Der Kleine Autoladen Rietze MB Sprinter Koffer-RTW BF Hamburg RTW-Barmbek 500 Stück 25.50 Euro Der Kleine Autoladen

Herpa Mercedes Atego 04 Koffer BF Hamburg GW-Taucher 750 Stück 26.50 Euro Der kleine Autoladen Rietze MB Atego 04 LF 16/12 BF Braunschweig BS-FW 3010 200 Stück 28.50 Euro Der kleine Autoladen Rietze MB Atego 04 LF 16/12 BF Braunschweig BS-FW 3011 200 Stück 28.50 Euro Der kleine Autoladen Herpa MAN TGA WLF mit AB-Rüst Flughafenfeuerwehr Stuttgart 500 Stück 30.65 Euro Der kleine Autoladen Rietze VW T5 Hornis-KTW NOTARZT 300 Stück 10.- Euro Rietze-Messeverkauf Rietze Iveco Magirus HLF EuroFire 3 Iveco-Vorführdesign 150 Stück 20.- Euro Rietze-Messeverkauf Herpa MB Sprinter Koffer-RTW Fahrtec BF Düsseldorf Wagen 2815 500 Stück 22.95 Euro Menzels Lokschuppen Busch Audi A 6 Avant BF Düsseldorf KdoW 11 100 Stück 17.95 Euro WLC Modelling Busch Smart Fortwo 2007 Kdow S-2720 BF Stuttgart 100 Stück Art.nr. 46100-1161 17.90 Euro Bürger

Busch Smart Fortwo 2007 Kdow S-2721 BF Stuttgart 100 Stück Art.nr. 46100-1162 17.90 Euro Bürger Busch Smart Fortwo 2007 Kdow S-2722 BF Stuttgart 100 Stück Art.nr. 46100-1163 17.90 Euro Bürger Busch Smart Fortwo 2007 Kdow S-2723 BF Stuttgart 100 Stück Art.nr. 46100-1164 17.90 Euro Bürger Busch Smart Fortwo 2007 Kdow S-2724 BF Stuttgart 100 Stück Art.nr. 46100-1165 17.90 Euro Bürger Herpa BMW X 3 BF Stuttgart KdoW Auflage : ?? Art.nr. 293648 19.80 Euro Bürger Herpa Mercedes Sprinter Halbbus BF Stuttgart KEF-T1 Auflage: ?? 22.80 Euro Bürger Rietze VW Caddy Kasten BF Stuttgart PKW 59 Auflage: ?? 19.80 Euro Bürger Rietze MAN L 2000 Dekon-P FF Memmingen 300 Stück 27.99 Euro Modellbahnladen Memmingen Herpa Mercedes Sprinter Bus BF Augsburg ELW-ELD 600 Stück 24.50 Euro Internethandel Henning Edeler

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Die Hoheitsabzeichen an den Fahrzeugen der Berliner Feuerwehr
Aus Anlass der Neueinführung einer überarbeiteten Fahrzeugbeschriftung bei der Berliner Feuerwehr erscheint es sinnvoll, einen Blick auf die geschichtliche Entwicklung dieser Kennzeichnung zu werfen. Nach den mir zur Verfügung stehenden Quellen hat es seit der Gründung der Berliner Feuerwehr im Jahre 1851 die hier aufgeführten Ausführungen gegeben. Gründe für die Einführung eines neuen Wappens, waren oft durch politische Veränderungen gegeben. Genannt ist jeweils das Jahr der Einführung einer neuen Kennzeichnung. Das vorhergehende Hoheitsabzeichen wurde an den Fahrzeugen in vielen Fällen nicht sofort ersetzt. Zu fast allen Zeiten wurde insbesondere bei Wirtschaftsfahrzeugen statt des normalen Hoheitsabzeichens auch das jeweils aktuelle Wappen in verkleinerter Ausführung ohne den Schriftzug „Berliner Feuerwehr“ am Fahrzeug geführt. Gegenstand dieser Abhandlung sind nur die als Eigentumsmerkmal bzw. als Kennzeichnung der Zugehörigkeit zu einer Behörde dienenden Wappenbilder und Schriftzüge. Allgemeine Kennzeichnungen, wie auch der oft verwendete Schriftzug „Feuerwehr“ sollen hier nicht behandelt werden. Die Berufsfeuerwehr im Ostteil von Berlin hatte bis auf die erste Nachkriegszeit keine spezielle Kennzeichnung und war Bestandteil der Volkspolizei. Der Begriff „Berliner Feuerwehr“ wurde hier auch in der Regel nicht verwendet.

Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V.

1933
Schriftzug „Feuerlöschpolizei Berlin“ mit dem reichseinheitlichen Hoheitsabzeichen der Polizei mit Reichsadler und Hakenkreuz. Die Berliner Feuerwehr unterstand nun der Ortspolizeiverwaltung.

1939
Umbenennung in „Feuerschutzpolizei Berlin“, unverändert mit dem Hoheitsabzeichen der Polizei mit Reichsadler und Hakenkreuz, aber mit der im Deutschen Reich üblichen Schriftart. Es gab auch Fahrzeuge ohne den Zusatz „Berlin“.

Die Zeiträume im Einzelnen: 1851
Schriftzug „Berliner Feuerwehr.“ mit der Krone des Königs von Preußen, da die Feuerwehr in den ersten 70 Jahren ihres Bestehens staatlich war. Man beachte den Punkt hinter dem Schriftzug. Wann genau diese Kennzeichnung das erste mal verwendet wurde, ist

1945
Schriftzug „Feuerwehr Berlin“ ohne weiteres Wappenbild. Allerdings gab es in der ersten Nachkriegszeit auch zahlreiche Varianten mit zusätzlichen Aufschriften der jeweiligen Besatzungsmacht.

nicht überliefert. Hier die Ausführung an der historischen Dampfspritze aus dem Museumsbestand der Berliner Feuerwehr.

1921
Die Verwaltung der Berliner Feuerwehr geht an die Kommune, zum Schriftzug „Berliner Feuerwehr.“ kommt nun das Stadtwappen von Berlin. Auch hier wurde der Schriftzug mit einem Punkt abgeschlossen. Bei sonst identischem Stadtwappen gab es unterschiedliche Ausführungen des Schriftzuges, aber offenbar immer in der nach oben geschwungenen Form. Hier zwei Beispiele.

1949
Zum Schriftzug kommt das Stadtwappen von Berlin, jedoch noch ohne Laub- oder Mauerkrone. Links die Originalausführung, rechts die falsche Ausführung an den Museumsfahrzeugen mit dem eigentlich erst später verwendeten Bären.

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1954
Schriftzug „Feuerwehr Berlin“ und das Landeswappen von Berlin mit Laubkrone, wie es im Westteil der Stadt und nach der Wiedervereinigung für ganz Berlin üblich war. Insbesondere für kleinere Fahrzeuge wie ELW oder UW gab es auch noch eine Ausführung mit kleinem Landeswappen bei unverändertem Schriftzug, hier rechts im Bild. Die Schrift ist in beiden Fällen gleich groß.

Berlin (Ost)
Beispiel für die Beschriftung eines Feuerwehr-Fahrzeuges in der ehemaligen DDR und Berlin (Ost) ohne Hoheitsabzeichen.

1972
Schriftzug jetzt erstmals seit 1933 wieder „Berliner Feuerwehr“ unter dem Landeswappen von Berlin mit Laubkrone. Auch hier gab es eine Ausführung mit kleinem Landeswappen.

Alle Fotos und Reproduktionen aus historischen Fotografien, sowie die Zusammenstellung der Daten durch Ulrich Lindert - Berlin ©07.2009. Mein Dank gilt Günter Strumpf für seine freundliche Unterstützung bei der Erstellung dieser Übersicht. Nachdruck und Veröffentlichung in gedruckter Form oder auf elektronischem Wege nur nach Genehmigung durch den Verfasser. Für Berichtigungen und Ergänzungen bin ich sehr dankbar. Bitte senden Sie diese an meine folgende E-Mail Adresse: feuerwehrhistorik@lindert.eu Ulrich Lindert - Berlin-Zehlendorf

Anmerkungen zum neuen Logo der Berliner Feuerwehr
Das Design der Fahrzeuge mit dem neuen Corporate Design der Berliner Feuerwehr zeigt eine eher einfache, ins beliebige gehende Formensprache. Wohl nicht hässlich, aber auch nicht von besonderer Kreativität oder Unverwechselbarkeit geprägt. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Bemerkenswert ist jedoch, dass in diesem Zusammenhang nun auch die Wappen als Hoheitsabzeichen auf den Fahrzeugen geändert oder besser gesagt abgeschafft wurde. Denn von einem Wappen im herkömmlichen Sinne kann man dabei wohl nicht mehr sprechen. Es handelt sich lediglich um ein Logo als eingetragenes Warenzeichen. Dies scheint auch der Hauptgrund für die Einführung des neuen Abzeichens gewesen zu sein. Es geht, wie so oft in dieser Zeit, mal wieder nur ums liebe Geld. Die findigen Kollegen der Pressestelle, aus deren Hand im übrigen auch der Entwurf stammt, haben mal wieder eine neue Einnahmequelle aufgetan. Den Finanzsenator wird es freuen, können doch jetzt endlich Lizenzgebühren für die Verwendung des Logos der Berliner Feuerwehr erhoben werden. Das offizielle Landeswappen welches seit Jahrzehnten Bestandteil der Beschriftung aller Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr war und somit die Zugehörigkeit der Berliner Feuerwehr zum Land bzw. zur Stadt Berlin signalisierte ist damit Geschichte. Die Berliner Feuerwehr präsentiert sich jetzt als eine vom Land losgelöste eigenständige Firma. Zufall oder Absicht? Der Vorteil mag in der, in ferner Zukunft vielleicht doch noch zu erwartenden, Fusion der Länder Berlin und Brandenburg zu finden sein. Sollte es dazu kommen, ist eine Änderung des Logos dann nicht mehr erforderlich. Was auf der Strecke bleibt ist die Tradition und das festhalten an überbrachten Werten. Zierte bis 1921 die Krone des Königs von Preußen den Schriftzug Berliner Feuerwehr, so war es bereits in der Weimarer Republik das Stadtwappen mit dem Bären von Berlin. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Berliner Feuerwehr in die Polizei integriert und trug zunächst die reichseinheitliche Bezeichnung Feuerlöschpolizei, ab 1939 dann Feuerschutzpolizei. Nach dem Krieg wurde bald wieder das Landeswappen, zunächst noch ohne Laubkrone und mit dem Schriftzug Feuerwehr Berlin verwendet. Ab 1972 lautete die Bezeichnung dann wieder Berliner Feuerwehr. Im Ostteil von Berlin gab es diese Bezeichnungen nicht und wurde erst wieder nach der Wiedervereinigung eingeführt. Das Design der Türbeschriftung war spätestens ab 1954 unverändert. Silberne Schattenschrift mit darüber befindlichen Landeswappen bzw. ab 1977 mit dem Hoheitsabzeichen der Berliner Feuerwehr mit den Flammen und den gekreuzten Äxten. Dieses „Flammenwappen“ wird in dem neuen Logo nur noch zitiert und stilisiert dargestellt. Nun also kann sich die Berliner Feuerwehr nicht einmal mehr ein „richtiges“ Wappen leisten - schade und traurig! Ulrich Lindert

1977
Schriftzug „Berliner Feuerwehr“ unter dem Hoheitsabzeichen der Behörde mit den Flammen und den gekreuzten Äxten in Verbindung mit dem offiziellen Landeswappen. Erstmals also ein nur von der Feuerwehr verwendetes Wappenbild.

2009
tilisiertes Hoheitsabzeichen mit dem Schriftzug „Berliner Feuerwehr“. Es handelt sich um kein echtes Hoheitsabzeichen, sondern vielmehr um ein Logo als geschützte Marke. Erstmals seit Bestehen der Berliner Feuerwehr wird also kein offizielles Stadt- oder Landeswappen am Fahrzeug geführt. Die Einführung erfolgte in Verbindung mit einem neuen Corporate Design (CD) bei der Berliner Feuerwehr.

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Die Geschichte der Berliner Feuerwehr auf Postkarten
Die Geschichte der Berliner Feuerwehr auf 200 Postkarten und Fotos in Schwarz-Weiß zeigt ein weiteres Buch aus der Reihe Archivbilder von Ralf Schmiedecke. Das Werk ist 128 Seiten stark und im Sutton Verlag erschienen, der Kaufpreis beträgt 17,90 Euro. Die Postkarten stammen hauptsächlich aus dem Archiv von Klaus Dietz. Kein Flohmarkt ist vor dem Feuerwehrveteran Dietz sicher. Hunderte von Postkarten zeigen Grosseinsätze, Feuerwachen und Veranstaltungen der Berliner Feuerwehr. Angefangen im 18.Jahrhundert bis zum Teileinsturz der Berliner Kongresshalle 1980. Wie war die Vergangenheit hart, man ging in ein Geschäft kaufte ein Katastrophenkarte und schickte sie zu Mutter nach Haus, „Mit den besten Grüssen von Paul aus Berlin“. Am Schluss des Buches werden seltene Bilder von Betriebs- und Werkfeuerwehren gezeigt. Für Freunde der Berliner Feuerwehr ist das Buch, durch die vielen Abbildungen, ein Leckerbissen. Das Buch: 128 Seiten, ca. 200 Bilddokumente in S/W, Preis 17,90. Bestellung über den Buchhandel: ISBN 978-3-86680-188-2, Sutton Verlag GmbH, Hochheimer Str.59, 99094 Erfurt. www.suttonverlag.de

„Wasser marsch in Ost-Berlin“
Das Buch „Wasser marsch in Ost-Berlin“ schließt an das bereits mit großem Erfolg veröffentlichte Werk „Wasser marsch in der DDR“ an. Das Nachfolgewerk beleuchtet nun vor allem die Entwicklung der Feuerwehr und des Brandschutzes im östlichen Teil der Hauptstadt von 1945 bis 1990. Der Autor Heinz Gläser schrieb in seinem zweiten Band zugleich seine eigene Geschichte als Ostberliner Feuerwehrmann nieder. Erlebnisse und Beobachtungen seiner Kameraden sowie die seines Vaters, der seit 1948 bei der Feuerwehr in Ost-Berlin tätig war, runden das Werk mit vielen authentischen Schilderungen der Feuerwehr ab. Dazu reihen sich zahlreiche bisher unveröffentlichte Dokumente, die gleichsam die historische Aufarbeitung ergänzen. Mit dem Werk „Wasser marsch in Ost-Berlin“ verabschiedete sich Heinz Gläser. Während der Arbeit am Buch erkrankte der Autor schwer. Im Großen und Ganzen hatte er das Werk noch selbst vollenden können. Im Sinne des Autors besorgte dessen Ehefrau Doris Gläser die letzte Phase der Fertigstellung. Am 15. November 2008 verstarb im Alter von 65 Jahren Heinz Gläser, der mit großem Engagement Feuerwehrgeschichte geschrieben hat. In seinem Vorwort zum Buch Gläser „Wasser marsch in Ost-Berlin“ schreibt der Landesbranddirektor a. D. Wolfgang Scholz, ehemals Chef der vereinten Berliner Feuerwehr: „Wenn mir jemand zu meiner Amtszeit als Leiter der Berliner Feuerwehr im Westteil von Berlin, vorausgesagt hätte, dass ich einmal gebeten werde, das Vorwort zum Buch über die Geschichte der Feuerwehr im Ostteil von Berlin zu schreiben, den hätte ich gelinde gesagt als realitätsfremden Mitbürger bezeichnet.“ Heute gibt es kein West und Ost mehr – und so wurde der Landesbranddirektor gefragt, der gern seine Gedanken zum Feuerwehrbuch äußerte. Doch lesen Sie selbst: „Wasser marsch in OstBerlin“. Erleben Sie eine Zeitreise in die Geschichte der Feuerwehr und des Brandschutzes in Ost-Berlin von 1945 bis zur WiedervereiniDas Buch ist zum Preis von 42,60 Euro + Versand gung zu bestellen bei Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH, Potsdamer Str. 57 · 14513 Teltow, Telefon: (0 33 28) 31 64 50 Fax: (0 33 28) 31 64 72

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Der Digitalfunk wird Realität in der Berliner
Feuerwehr, Rettungsdienste und der Katastrophenschutz sind ohne sichere und schnelle Kommunikationsverbindungen nicht denkbar. Die Einführung des BOS- Digitalfunks wird neue Möglichkeiten in der Funkkommunikation der Sicherheitsbehörden bieten und die Arbeit für ein hohes qualifiziertes „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ unterstützen. Nachdem vor einigen Wochen und Monaten in verschiedenen Publikationen und Portalen über die technischen Konzepte und dem beginnenden Aufbau des TetraDigitalfunknetzes berichtet wurde, beginnt in Kürze die „erste heiße Phase der Realisierung“ mit dem Beginn der Schulungen, der Übergabe der ersten Handsprechfunkgeräte und dem Einbau der Fahrzeugfunkgeräte in die Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr. Doch bevor ich auf die Umsetzung der Konzepte bei der Berliner Feuerwehr eingehe, möchte ich einen kurzen Abriss der bisher abgeschlossenen Aufgaben darstellen. In den vergangenen 2 Jahren wurden 38 finiert und betragen für Berlin etwa 96% der Gesamtfläche.. Durch die dichte Bebauung sowie der komplexen Baustrukturen der zahlreichen Hinterhöfe, kann von einer ausreichenden Funkfeldversorgung nach GAN3- innerhalb von Gebäuden leider nur in unmittelbarer Nähe von Basisstationen ausgegangen werden. Um dennoch eine entsprechende Funkversorgung innerhalb von Gebäuden zu gewährleisten, werden zurzeit verschiedene Lösungsansätze geprüft. . Der Funkbetrieb über ein MRT (Fahrzeugfunkgerät) ist in jedem Fall gegeben. Die zweite Voraussetzung, um in einem zellularen Netz zu funken, sind Funkgeräte die den Ansprüchen der Feuerwehr und Polizei genügen. In mehreren Ausschreibungen wurden die Handsprechfunkgeräte, die Fahrzeugfunkgeräte sowie die stationären Funkgeräte ausgeschrieben. Den Zuschlag für die Funkgerätetechnik erhielt die Firma Motorola. Ein weiterer nicht unerheblicher Schwerpunkt der bisherigen Arbeit war die Er„e-Learning“ Komponente und der Präsenzschulung an der Feuerwehrschule. Im e-Learning werden die Grundlagen des Digitalfunks über das Intranet der Feuerwehr über „Selbstlernprogramme“ vermittelt. Die Präsenzschulung lehrt den Praktischen Umgang mit den Funkgeräten sowie die für den Digitalfunk überarbeiteten einsatztaktischen Funkkonzepte. Diese geänderten Funkkonzepte wurde in den einzelnen BOS- Organisationen erarbeitet und i n der Projektgruppe des Landes Berlin abgestimmt. Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, um die „Digitalfunk-Konzeptphase“ in die „Digitalfunk- Umsetzungsphase“ zu überführen. Durch die Projektgruppe Digitalfunk der Berliner Feuerwehr wurde ein Migrationsplan erstellt, der ein schrittweise Einführung des Digitalfunks sowie den parallelen Betrieb von Digital- und Analogfunk beinhaltet. Die Feuerwehr wird direktionsweise migrieren. Dies soll in der etwa gleichen Reihenfolge wie die Migration innerhalb der Polzei erfolgen. Daraus ergibt sich bei der Feuerwehr die Migrations-Reihenfolge der Direktionen: West, Nord und Süd. Vorgesehen ist, dass die Feuerwachen nacheinander umgerüstet werden, die jeweils benachbart sind. Während der Umrüstung einer Direktion wird parallel die Schulung der Kräfte auf den jeweiligen ANT-Stützpunkten (Ausbildungsstützpunkte der Direktionen) durchgeführt. In Abhängigkeit vom Migrationsfortschritt (Geräteverteilung, Fahrzeugumrüstung und Schulung) wird sich auch die Arbeitsweise mit der neuen Technik anpassen müssen. Daher wurden so genannte Migrationsphasen definiert. Phase 0:	 Planungsphase »» Herstellung aller organisatorischen und technischen Vorraussetzungen für die Einführung des Digitalfunks »» Anpassung Fw-Leitstelle für die Grundfunktionen des Digitalfunk Phase 1:	 Migration der Führungskräfte »» Netzaufbau in Berlin wird erfolgreich ab-

Tetra- Basisstationen für die Funknetzversorgung in Dienststellen der Berliner Feuerwehr und der Polizei aufgebaut. Damit sollte im Land Berlin die erste Voraussetzung für ein Funkversorgungsstand nach dem GAN 3- Standard geschaffen werden. Der GAN 3- Standard besagt, dass die Funkfeldversorgung die Nutzung von HRT (Handsprechfunkgeräten in Kopfhöhe im TMO-Modus) in Siedlungs- und Verkehrsflächen auch innerhalb von Gebäuden zur Funkkommunikation gewährleistet. Die Definition der entsprechenden Flächen (Siedlungs- und Verkehrsfläche) werden landesintern de16 3-4/09

tüchtigung des Leitstellensystems für den Tetra- Digitalfunk. Als erste Leitstelle in Deutschland kann die Feuerwehrleitstelle nicht nur in Kommunikationsgruppen kommunizieren sondern auch Managementfunktionalitäten (u.a. Zusammenschaltung verschiedener Funkgruppen, Versand von Kurztextdaten (SDS) ) realisieren. Die Schulung der ca. 5000 Feuerwehrfrauen und Männer im Land Berlin war ebenfalls vorzubereiten. Die Feuerwehr hat sich entschieden, einen praxisorientierten Weg zur Schulung der Einsatzkräfte zu gehen. Dieser zweigeteilte Weg besteht aus der

geschlossen »» Schulungsmaßnahmen für Führungskräfte »» Ausgabe der ersten HRT (Nutzung für den Führungskanal) »» Ausgabe und Einbau der ersten MRT »» MRT: neutrale Bedienteile werden zur Bedienung des Analogfunks genutzt »» HRT: die Führungskräfte arbeiten grundsätzlich im TMO Phase 2:	 Migration direktionsweise »» Schulungsmaßnahmen direktions- und wachweise sowie Ausbildung der Sondergruppen »» Direktions- und wachweise Ausgabe der HRT (sukzessive Ausstattung der FW) »» Direktions- und wachweiser Einbau MRT (Parallelbetrieb analog/digital) »» Integration von Sonderfunktionen in die Fw-Leitstelle »» MRT: Nutzung des Digitalfunks, wenn die dynamische Zusammenschaltung von Fahrzeugen mit analogen und digitalen Funkgeräten von der Leitstelle her möglich ist. »» HRT: Betrieb im DMO auf Truppebene in den Bereichen die bereits migriert sind. Betrieb im TMO auf Führungsebene. »» FRT: Direktions- und wachweise Umrüstung der Wachgebäude Phase 3:	 Echtbetrieb »»Alle Netzfunktionen nutzbar »»Abgeschlossene Leitstellenanpassung mit allen Sonderfunktionen, Leitstellen voll funktionsfähig

»»FRT: Umrüstung aller Wachgebäude ab- beit mit der SE IT durchgeführt. Nach bisherigen Planungen wird die Phase geschlossen »»Erstschulungen aller Nutzergruppen ab- in der Direktion West, bei den Spandauer Feuerwachen, beginnen. Dann wird auch geschlossen mit der funktionsbezogenen Ausgabe der Im Herbst 2009 wird die Phase 1 mit der Handsprechfunkgeräte begonnen. ZuSchulung und der Ausgabe von Handsprech- künftig werden die Truppfunktionen eines funkgeräten für Führungskräfte beginnen. Löschfahrzeuges mit Ex- Schutz (ATEX) GeAlle Staffelfrüherer werden eine Einladungs- räten ausgestattet. Im Rettungsdienst kommail für die Teilnahme am e-Learning erhal- men „normale“ Handsprechfunkgeräte zum ten und nach erfolgreichem Abschluss des Einsatz. „Selbstlernprogrammes“ anschließend die Im Jahr 2010 soll das Phasenkonzept abPrä s e n z s c h u l u n g besuchen. Unmittelbar danach erfolgt die Ausgabe von Handsprechfunkgeräten. Damit kann der bisherige 2m- Führungskanal durch eine Digitalfunkgruppe ersetzt werden. Auch mit dem Einbau von digitalen Funkgeräten in die Einsatzfahr zeuge wird in Kürze begonnen. Die Einsatzfahrzeuge werden zusätz- geschlossen sein und der Tetra- Digitalfunk lich zum analogen Funkgerät ein digitales bei der Berliner Feuerwehr eingeführt sein. Funkgerät erhalten. Das bisherige analoge Weitergehende Informationen können bei Bedienteil wird gegen ein Mutifunktionsbe- der Projektgruppe Digitalfunk der Berliner dienteil ausgetauscht über das beide Funk- Feuerwehr oder im Intranet-Portal (Floris/ geräte wechselseitig bedient werden kön- Projekte/Digitalfunk bei der Feuerwehr) abnen. Der Umbau der Einsatzfahrzeuge wird gerufen werden. vorerst am Standort Nikolaus-Groß-Weg erfolgen und durch Firmen in Zusammenar- Bernhard Harz

TMO-Gruppe Führung (Einsatzleitung) unterschiedliche TMO-Gruppen für EA1-Führung, EA2-Führung ... unterschiedliche DMO-Gruppen für EA1, EA2 ...

Funkkonzept mit mehreren Einsatzabschnitten
Feuerwehr Leitstelle
Einsatzleitung
Einsatzleiter

Einsatzabschnittsleiter

Einsatzabschnittsleiter

B-Dienst

F-Gehilfe

ELW 3

ELW1-B

C-Dienst

F-Gehilfe

C-Dienst

F-Gehilfe

ELW1-C

ELW1-C

St-F

St-F

St-F

St-F

St-F

DLK - F
LHF Mannschaft

RTW - F
LHF Mannschaft

DLK - F

RTW - F
LHF Mannschaft

DLK - F
LHF Mannschaft

RTW - F
LHF Mannschaft

LHF

LHF

LHF

LHF

LHF

DLK - Maschinist

RTW - Maschinist

DLK - Maschinist

RTW - Maschinist

DLK

RTW

DLK

RTW

DLK - Maschinist

RTW - Maschinist

DLK

RTW

Einsatzabschnitt 1

Einsatzabschnitt 2

3...

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Umzug von einer Villa in eine 2-Zimmer-Unterkunft
Von der Feuerwache Grunewald zum Martin-Luther-Krankenhaus
Voraussichtlich geht die Ära der Feuerwa- Da denkt mancher Kollege doch mit Wehmut an die Feuerwache Grunewald zurück. che Grunewald zu Ende. In dem Zusammenhang sei an dieser StelDas Personal der sanierungsbedürftigen le das Engagement des Kollegen Peter Feuerwache Grunewald zog am 3. Juli Sühring erwähnt, (jetzt Feuerwache Zeh2009 ins Martin-Luther-Krankenhaus um. lendorf ), der vor ein paar Jahren in EigenDie jeweilige RTW-Besatzung bezog dort initiative und mit Herzblut Tischlerarbeiten zwei frisch renovierte Keller-Räume. Ob die in der Kantine der Feuerwache Grunewald dortige Zu-und Ausfahrt in der Lieferzone übernahm. des Krankenhauses Feuerwehransprüchen genügt, wird die Zukunft zeigen. Auch Bis Juli 2008 wurde der Grunewalder RTW die DME-Alarmierung ist mangelhaft, die 3404 personell von Feuerwache WilmersReichweite beträgt nur ein paar Meter, so dorf besetzt, seit Juli 2008 wurde der RTWhat man weder auf der Toilette noch in der Stützpunkt von der Feuerwache Wannsee RTW-Garage Empfang. Wenn man was am besetzt und hat deshalb seitdem die KenRTW machen möchte, kann man zwar „die nung RTW 4504. 1 drücken“, dazu muss man aber den RTW rausfahren, und kommt eventuell in Kon- Freyberg flikt mit Lieferfahrzeugen.

Ausfahrt Martin-Luther-Krankenhaus

Aus der Geschichte der Feuerwache Grunewald
Aufenthaltsraum Quelle: Chronik der evangelischen Kirchengemeinde Grunewald Die Freiwillige Feuerwehr Grunewald wurde am 2. September 1892 gegründet. Die Feuerwache Grunewald wurde 1895 gebaut. Wie eine kleine Villa gestaltet, erweckt es nicht den Anschein eines öffentlichen Gebäudes. Der Bau ist angelehnt an die deutsche Renaissance. In den ersten Jahren ihres Bestehens wurde die Feuerwehr auch zum Bewässern der neu gepflanzten Straßenbäume eingesetzt, sonst waren ihr Einsatzgebiet Dachstuhl-und Kellerbrände, im Sommer Waldbrände und zu Silvester und Neujahr durch in Flammen geratene Weihnachtsbäume entstandene Zimmerbrände. 1908 war die Freiwillige Feuerwehr Grunewald die erste voll motorisierte Feuerwehr Preußens! Die Berliner Berufsfeuerwehr fuhr in diesem Jahre teilweise noch mit Pferdegespannen und Dampfspritzen. Der Personalstand von vollausgebildeten Feuerwehrmännern in der Freiwilligen Feuerwehr Grunewald betrug zu dieser Zeit rund 40 Mann. Während des Krieges 1914/1918 oblagen der Feuerwehr die Verwundetentransporte vom Bahnhof Grunewald in die Krankenhäuser und Lazarette. Auch die Brandwachen auf der Pferderennbahn Grunewald und bei den Avus-Autorennen gehörten zu den Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr. Aus einer Tageszeitung von 1929: „Großfeuer in Grunewald …Um das rasende Element zu bändigen und das Uebergreifen des Feuers auf benachbarte Villen zu verhindern, wurden große Dichter, Künstler und Finanziers an die Spritzen gestellt. Unter der Führung Gerhart Hauptmanns sah man Männer wie Sudermann, Lessing und sogar Robert und Franz von Mendelssohn im Schweiße ihres Angesichts sich abmühen…“ In den 30er Jahren wurde die Freiwillige Feuerwehr Grunewald aufgelöst.

RTW-Garage in der Ladezone Eingang zu einem der beiden Feuerwehr-Aufenthaltsräumen

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Sanierung der FW Spandau Süd
Auf dem 7 000 qm großen Gelände an der Götelstr in Spandau wurde 1962/63 in nur 21 Monaten die zu dieser Zeit modernste Feuerwache in Europa erbaut. Die Feuerwache ist der sechste Neubau der Berliner Feuerwehr nach dem Krieg. Die Baukosten betrugen rund 2,72 Millionen DM. Der Bau erfolgte nach Plänen vom Spandauer Architekten Bodo Fleischer. Der Komplex wurde 2-gesch. in Stahlbetonskelettbau mit einund 3-gesch. Bauteilen und 5-gesch. Steigeturm (20,70m) in Sichtbeton und Verblendziegel erbaut Der Zweckbau hat zwei Fahrzeughallen, Reparaturwerkstätten und eine Schlauchwaschhalle. Auf der Havel am Feuerwehrgelände sind ein Bootsschuppen zur Unterbringung eines Löschbootes, sowie ein Anleger angebaut. 2008 haben die Feuerwehrmänner zu Farbe und Pinsel gegriffen und die Fahrzeughallen selbst renoviert. Eine Gartenanlage mit großem Teich und ein Sportplatz wurde auch in Eigenleistung erbaut. 2009 wurde von der BIM die gesamte Wache saniert. Die Fenster wurden erneuert sowie die Sanitäranlagen. Die Fassade bekam eine Betonsanierung und wurde mit einem extra Rot angestrichen.
Machmüller

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Neuer Glanz
Die Wache Schillerpark wurde von Stadtbaurat Dr.-lng. E.h. Ludwig Hoffmann in den Jahren 1909/10 als eingeschossiger Mittelbau (Wagenhalle mit vier Toren) mit einem Dachgarten darüber sowie einem dreigeschossigen Seitentrakt und Steigerturm gebaut. Die Wache sollte den ersten Berliner Automobillöschzug erhalten. Deshalb war die Fahrzeughalle so geplant, dass viel Licht für die Wartungsarbeiten von oben und den Seiten einfallen konnte. Als einzige Berliner Feuerwache steht die Wache Schillerpark unter Denkmalschutz. 2008 konnte die Fassade des Gebäudes, des Steigerturms und des Hofpavillons komplett instandgesetzt werden. Dabei wurde der ursprüngliche Farbanstrich wiederhergestellt. Die vorhandenen Fenster konnten überarbeitet werden, gleichzeitig wurden alle Tore automatisiert. Wie aus dem Baujahr schon zu erkennen ist, feiert die Wache Schillerpark im nächsten Jahr ihr 100 jähriges Bestehen. Viele alte Bilder der Feuerwache und dem Wachleben sind verloren gegangen. So suchen die Kollegen nach alten Fotos und Dokumenten. Wenn ihr welche habt meldet Euch bitte bei der Wachleitung. Die Sanierungsarbeiten an der Feuerwache Wedding wurden in diesem Jahr ebenfalls abgeschlossen. Im letzten Jahr war die Wache bereits innen überholt worden, nun wurden auch Fassaden- und Fensterarbeiten beendet.

Geld holen wollte der Busfahrer sicherlich nicht als er in die Bank fuhr. Er mußte wohl diesem alten Käfer ausweichen, der ihn geschnitten haben soll. Der Bus war ohne Fahrgäste in Richtung Turmstr. unterwegs, wo er seinen Fahrdienst beginnen sollte. Der Busfahrer wurde eingeklemmt und schwer verletzt. Drei weitere PKW sowie die Schaufensterscheibe und die Fassade wurden beschädigt. Am Bus gab es ebenfalls erheblichen Schaden.

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MANV 2, Freienwalder Str
Am Morgen des 02.08.2009 um 10.22 Uhr ging in der Leitstelle der Berliner Feuerwehr ein Notruf ein. In einem 5-geschossigen Wohnhaus in der Freienwalder Str. 24 (Gesundbrunnen) soll es brennen. Es wurden alarmierte Wache 2500 (Wedding) und 2600 (Pankow) zum Stichwort, Feuer 2 Staffeln. 2500 rückte mit zwei LHF und einem RTWDRK und 2600 mit einer DLK 23-12 aus. Der Staffelführer von 2500 machte nach dem Eintreffen sofort eine Lageerkundung: Das Treppenflur im 1.OG brannte in ganzer Ausdehnung und der Putz fiel durch die starke Hitze von den Wänden und der Decke. Bei der Erkundung der Hofseite konnte man einen Flammenüberschlag vom 1 OG bis zur Dachkante, 4.OG (Seitenflügel hat 4 Stockwerke).erkennen. Der erste Trupp begann mit der Brandbekämpfung im Treppenraum und Brandwohnung. In der Brandwohnung brannten die nicht durch den Flur.“ Kurz nach dem Eintreffen der Drehleiter von Pankow konnten die Personen, aus dem 2.OG. mit einer leichten Rauchgasvergiftung gerettet werden. Mutter und Tochter aus der Brandwohnung hatten es noch geschafft vom 2.OG an der Brandwohnung vorbei ins Freie zukommen, danach stand das 1.OG in Flammen. Die Alt-Berliner Wohnungstür gegenüber der Brandwohnung hat die starke Hitze der Flammen ausgehalten und somit eine Ausbreitung in die Wohnung verhindert. Es wurden weitere Personen im Wohnhaus vermutet, worauf auf MANV 1 und zwei Minuten später auf MANV 2 erhöht wurde. Die Mieter aus dem 3 und 4 OG. hatten die Türen geschlossen gehalten und konnten nach dem Ablöschen des Treppenflures mit Respi Hoods ins Freie geführt werden. Zwei junge Damen (ca. 25) aus dem 4 OG. versuchten sich selbst zuretten, öffneten die Wohnungstür, rannten in den Flur. Eine der beiden bemerkte dass sie nicht durch den Treppenflur kommt und flüchtete auf den Dachboden, wo sie zusammenbrach und von dem Löschtrupp auf die Straße gebracht wurde, hier wurde ein Reanimation erfolgreich eingeleitet. Sie kam mit einem RTW ins Krankenhaus. Die zweite Frau rannte durch den Treppenflur bis zur Brandwohnung und wurde dann von Feuerwehrmänner ins Freie gebracht, sie zog sich 95 % Verbrennungen 2. Grades zu. Für einen schnellen Transport zu einem Verbrennungsbett wurde der RTH C 31 alarmiert, er brachte sie ins UKB.

In der Zwischenzeit wurde eine 4 Staffel nachalarmiert (2100). Schillerpark und 2600 (Pankow) kam mit je einem LHF zur Unterstützung. Sie wurden zum ablöschen des Daches eingesetzt. Es wurden 3Personen über DLK in Sicherheit gebracht. 2 Personen wurden mit schweren Brandverletzungen ins Krankenhaus transportiert und 8 Personen mit Fluchthauben aus dem Brandhaus geführt und vom Notarzt versorgt. Eingesetzt wurden 2 C-Rohre und 12 PA. 4 LHF, 2 DLK, 6 RTW, 2 NEF, 1 NAW (Bundeswehr), 1 RTH C 31, 3 Sonderfahrzeuge (ABAtemschutz, RW 3, GW-RettMat) und 2 Führungsfahrzeuge waren vor Ort.

Küche und der Wohnungsflur vollständig aus. Auf der Vorderseite des Hauses machten sich im 2 OG eine Frau mit zwei Kleinkindern auf dem Balkon über der Brandwohnung bemerkbar. Die Bewohner der Brandwohnung hatten zuvor die Mutter der beiden Kinder darüber informiert, dass die Wohnung unter ihnen brennt. Mutter und Kinder wollte in der Wohnung bleiben: „Uns hilft die Feuerwehr, wir gehen

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Im Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V. gibt es Überlegungen, die durch den feuerwehrtechnischen Dienst tödlich verunglückten Angehörigen der Berliner Feuerwehr in irgend einer Form (Ehrenbuch wie bei der Polizei, Namenstafeln wie früher auf dem Feuerwehrehrenmal oder anderes) aufzuzeigen, um die Verunglückten aus der heutigen Anonymität zu holen. Wir wollen zu diesem Zweck alle, die während des

Während des Dienstes fanden den Tod
Dienstes ihr Leben verloren haben, mit den zeitgenössischen Angaben zum Hergang bekannt machen. Die Angaben hat unser Mitglied Günter Strumpf über fast dreißig Jahre zusammengetragen. Dabei hat er nun für jeden Todesfall einen Vorschlag gemacht, der sich nach den Vorgaben für das frühere Feuerwehrehrenmal richtet. Das hat früher die Todesfälle, die auf „werkthätiger Nächstenliebe“ beruhten, also ausschließlich

durch Einsätze im feuerwehrtechnischen Dienst bedingt waren, namentlich genannt. Diesmal sollen alle bekannten Fälle, also einschließlich der Kriegstoten, genannt werden (aber nicht die als Soldaten gefallenen). Wegen des Umfangs wird die Zusammenstellung nach den Platzmöglichkeiten nach und nach erscheinen. Günter Strumpf

Meister d. FSchP. Wilhelm Matthies, Fw Köpenick 56 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 ... daß Herr M. bis 1945 (März) als Mstr.d.FSchP. zur Feuerwache Köpenick gehörte. Herr M. soll in den letzten Kriegstagen durch Feindeinwirkung gefallen sein. (21.2.1958). Liste: 26.4.1945 gefallen (1951). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Oberstleutnant d. FSchP. Dipl.-Ing. Fritz Meußer, Ltr. FGk 55 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 Nach den damaligen Aussagen seines Fahrers ist Oberbaurat Meußer 1945 bei einem Bombenangriff in der Nähe der Dessauer Straße ums Leben gekommen. (15.2.1954) ... Als ich im Monat Juli/ August 1945 die Feuerwache Memel (Ruine) bewachte, kam Frau Meußer zu mir und erzählte, daß ihr Gatte auf dem Hof eines Post-Grundstücks in der Nähe der Dessauer Straße begraben liege. Sie bat um einige Bretter zur Herstellung eines Sarges, die ich ihr auch gab. Sie sagte mir noch, daß sie ihren Gatten auf einem der in der Nähe der Wache Memel liegenden Friedhöfe umbetten wolle. (23.2.1954) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen für ein Berliner Feuerwehrehrenmal nicht vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde.

aktive Beamte und einige Angehörige der Luftschutzpolizei mit. Nur ... und ich blieben in Spandau , Földerichstraße (Schule) zurück. Gegen 16.00 Uhr fuhren auch wir beide, jeder auf einem Krad, in Richtung Feuerwache Ranke ab. Auf dem Weg trafen wir in der Heerstraße unweit der Freybrücke das LF 15 in ganzer Ausdehnung brennend an ... „Unser Fahrzeug ist beschossen worden und dabei in Brand geraten. Ein Geschoß hat den Tank durchschlagen, der dadurch explodiert ist. Hierbei wurden unsere aktiven Kameraden getötet und wir verletzt. Da die Getöteten total zerrissen waren, haben wir sie sofort am Waldhang beerdigt.“ (14.1.1958) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Oberwachtmeister d. FSchP. Erich Rahmel, Fw Schöneberg 38 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 ... bis zu seinem Sterbetag 26.4.1945 Dienst auf der Feuerwache Schöneberg versehen hat. (11.11.1955) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod offenbar nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde.

Bezirks-Leutnant d. FSchP. Hermann 0Schlausch, Fw Moabit 39 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 Am 24. April 1945 gegen 3.00 Uhr wurde Ltn. Schlausch telef. durch den FSchP.- Abschnittsführer von Kreuzberg, Bezirks-Hauptmann D., zur Polizei- Kaserne in der Blücherstraße abberufen, um sich Meister d. FSchP. Karl Müller, Fw Zehlendorf dort bei einer Kampfeinheit der Polizei zu melden. Diese Kampfein45 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 heit wurde gegen die eindringenden Russen am Britzer Kanal Einige Tage vor Ende des Krieges fuhr die Ms 15 der Ausbildungseingesetzt. Im Verlaufe der dortigen Kämpfe ist Ltn. Schlausch in abteilung II Spandau, Földerichstraße, zum Einsatz nach Berlin, der Nähe der Grenzallee am 26.4.1945 gefallen. Die Namen der Heerstraße. Nähe Freybrücke bekam das Fahrzeug einen Treffer. gefallenen Angehörigen der FSchP. wurden beim Dienstappell beDie beiden leichtverletzten SHD-Leute, Namen unbekannt, bekanntgegeben. (26.3.1960) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen richteten mir, daß sie die toten Kameraden, darunter Karl Müller, nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod im Wald begraben hätten. (18.1.1959) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht Meister d. FSchP. Xaver Schnitzer, Fw Oderberg wurde. 41 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 ... und in den letzten Apriltagen Meister d. FSchP. Arthur Nieber, des Jahres 1945 beim Bau von Fw Ranke Panzersperren vor der Feuer41 Jahre alt • verstorben wache Wedding, Pankstraße 26.4.1945 1, während des feindlichen Nachmittags gegen 13.00 bis Beschusses durch eine Spreng14.00 Uhr wurden die Fahrgranate tödlich verletzt wurde. zeuge wegen des drohenden (21.6.1955) Wäre nach den Beschusses in größeren bisherigen Grundsätzen nicht Abständen in Marsch gesetzt für ein Berliner Feuerwehreh(zur Feuerwache Ranke). Das renmal vorzusehen, weil der letzte Fahrzeug , ein LF 15 Tod nicht durch feuerwehr(Opel), wurde von dem Meister technische Gründe verursacht Nieber gefahren. Im gleichen wurde. Fahrzeug fuhren noch einige 22 3-4/09

Meister d. FSchP. Wilhelm Matthies, Fw Köpenick 56 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 ... daß Herr M. bis 1945 (März) als Mstr.d.FSchP. zur Feuerwache Köpenick gehörte. Herr M. soll in den letzten Kriegstagen durch Feindeinwirkung gefallen sein. (21.2.1958). Liste: 26.4.1945 gefallen (1951). Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Oberstleutnant d. FSchP. Dipl.-Ing. Fritz Meußer, Ltr. FGk 55 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 Nach den damaligen Aussagen seines Fahrers ist Oberbaurat Meußer 1945 bei einem Bombenangriff in der Nähe der Dessauer Straße ums Leben gekommen. (15.2.1954) ... Als ich im Monat Juli/ August 1945 die Feuerwache Memel (Ruine) bewachte, kam Frau Meußer zu mir und erzählte, daß ihr Gatte auf dem Hof eines Post-Grundstücks in der Nähe der Dessauer Straße begraben liege. Sie bat um einige Bretter zur Herstellung eines Sarges, die ich ihr auch gab. Sie sagte mir noch, daß sie ihren Gatten auf einem der in der Nähe der Wache Memel liegenden Friedhöfe umbetten wolle. (23.2.1954) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen für ein Berliner Feuerwehrehrenmal nicht vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. Karl Müller, Fw Zehlendorf 45 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 Einige Tage vor Ende des Krieges fuhr die Ms 15 der Ausbildungsabteilung II Spandau, Földerichstraße, zum Einsatz nach Berlin, Heerstraße. Nähe Freybrücke bekam das Fahrzeug einen Treffer. Die beiden leichtverletzten SHD-Leute, Namen unbekannt, berichteten mir, daß sie die toten Kameraden, darunter Karl Müller, im Wald begraben hätten. (18.1.1959) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. Arthur Nieber, Fw Ranke 41 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 Nachmittags gegen 13.00 bis 14.00 Uhr wurden die Fahrzeuge wegen des drohenden Beschusses in größeren Abständen in Marsch gesetzt (zur Feuerwache Ranke). Das letzte Fahrzeug , ein LF 15 (Opel), wurde von dem Meister Nieber gefahren. Im gleichen Fahrzeug fuhren noch einige aktive Beamte und einige Angehörige der Luftschutzpolizei mit. Nur ... und ich blieben in Spandau , Földerichstraße (Schule) zurück. Gegen 16.00 Uhr fuhren auch wir beide, jeder auf einem Krad, in Richtung Feuerwache Ranke ab. Auf dem Weg trafen wir in der Heerstraße unweit der Freybrücke das LF 15 in ganzer Ausdehnung brennend an ... „Unser Fahrzeug ist beschossen worden und dabei in Brand geraten. Ein Geschoß hat den Tank durchschlagen, der dadurch explodiert ist. Hierbei wurden unsere aktiven Kameraden getötet und wir verletzt. Da die Getöteten total zerrissen waren, haben wir sie sofort am Waldhang beerdigt.“ (14.1.1958) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Oberwachtmeister d. FSchP. Erich Rahmel, Fw Schöneberg 38 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 ... bis zu seinem Sterbetag 26.4.1945 Dienst auf der Feuerwache Schöneberg versehen hat. (11.11.1955) Wäre nach den bisherigen

Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod offenbar nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Bezirks-Leutnant d. FSchP. Hermann 0Schlausch, Fw Moabit 39 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 Am 24. April 1945 gegen 3.00 Uhr wurde Ltn. Schlausch telef. durch den FSchP.- Abschnittsführer von Kreuzberg, BezirksHauptmann D., zur Polizei- Kaserne in der Blücherstraße abberufen, um sich dort bei einer Kampfeinheit der Polizei zu melden. Diese Kampfeinheit wurde gegen die eindringenden Russen am Britzer Kanal eingesetzt. Im Verlaufe der dortigen Kämpfe ist Ltn. Schlausch in der Nähe der Grenzallee am 26.4.1945 gefallen. Die Namen der gefallenen Angehörigen der FSchP. wurden beim Dienstappell bekanntgegeben. (26.3.1960) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. Xaver Schnitzer, Fw Oderberg 41 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 ... und in den letzten Apriltagen des Jahres 1945 beim Bau von Panzersperren vor der Feuerwache Wedding, Pankstraße 1, während des feindlichen Beschusses durch eine Sprenggranate tödlich verletzt wurde. (21.6.1955) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. August Weber, Fw Ranke 43 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 ... ist laut Sterbeurkunde am 26.4.1945 in Berlin-Schöneberg, Feurigstraße 58, vor der Feuerwache, durch Feindeinwirkung gefallen. (30.1.1948) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Bezirks-Hauptmann d. FSchP. Mathias Welsch, Fw Schöneweide geboren ? • verstorben 26.4.1945 ... meines am 26.4.1945 gefallenen Vaters. (25.10.1947) Liste: 4.45 gefallen, Friedhof Biesdorf (1951) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod offenbar nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Bezirks-Oberwachtmeister d. FSchP. Helmuth Wittkopf, Fw Moabit 33 Jahre alt • verstorben 26.4.1945 ... vor Levetzowstraße 4 verstorben. (4.9.1945) Nach einer telef. Auskunft des Hauptamtes der Feuerwehr war W. mit seiner Dienststelle im Rahmen eines Volkssturmverbandes im Kampf um Berlin eingesetzt und ist hierbei gefallen. (19.11.1953) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. Meister d. FSchP. Karl Labes, Fw Spandau 52 Jahre alt • verstorben 27.4.1945 Versah seinen Dienst auf der Wache Spandau bis zu seinem Tode (am 27.4.1945). (18.8.1950) Wäre nach den bisherigen Grundsätzen nicht für ein Berliner Feuerwehrehrenmal vorzusehen, weil der Tod offenbar nicht durch feuerwehrtechnische Gründe verursacht wurde. 3-4/09 23

Feuerwehrmusueum in den Borsig-Hallen
Am 04.10.09 wurde das neue Feuerwehrmuseum Berlin für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Standort befindet sich nun in den Hallen am Borsigturm in der 2 Etage. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich der Besucherstrom gegenüber dem alten Standort nicht verschlechtert hat. Der gesamte Oktober und fast der vollständige November waren täglich mit 1-2 Klassen besucht. Die Ausstellungseröffnung war ein voller der 150-Jahrfeier gegossen wurde, geehrt. Unterstützung erhielten wir auch vom Museum Dahlem, das uns mit Rat und Tat zur Seite stand, vom Förderverein des Museum, der uns mit rund 1000.- € finanzieller Soforthilfe zur Gestaltung der Ausstellung unterstützte und vom THW, welches die Scheiben zur Absicherung der Ausstellung brachte. Die Autopresse Tempelhof lieferte - wie schon so oft - alte Fahrzeuge zum Zerschneiden und für die Ausstellung. Das Museum, das nur rund 120m² kleiner als die alte Ausstellung ist, wird als liebevoll gestaltet, interessant, aber auch als „viel“ kleiner empfunden. Daran können wir nichts ändern. Es handelt sich halt um eine Rumpfausstellung für ca. 10 Monate. An der Ausstellung jedoch haben wir etwas geändert. Der Rauchraum ist hier begehbar und trägt den Namen Panikraum. Ein PKW wurde zum „Florimobil“ umgebaut und Kinder können eine Einsatzfahrt (mittels Beamer) hautnah miterleben. Die Feuerwache Tegel drehte noch schnell und nebenbei am 02.10 diesen Film, den unsere Besucherinnen und Besucher nun so sehr schätzen. Alle Ideen, vom Aufbau der Stellwände bis hin zur Dekoration der Exponateecken konnten gut umgesetzt werden, da unsere technischen Wünsche durch SE FI HH, SE IT und freiwillige Helferinnen und Helfer zeitnah umgesetzt wurden und alles bis auf den Punk pünktlich fertig gestellt werden konnte. Nun stehen uns spannende, aber auch anstrengende 10 Monate bevor, die mit einer 6-Tagewoche (Mo-Sa 09-16 Uhr) viel von der Mitarbeiterin und den Mitarbeitern abverlangen.
Sträubig

Zwei neue Wandkalender der Berliner Feuerwehr 2010
„Hot Spots“ und „Fahrzeuge“

Erfolg. Dank der schnellen Unterstützung vieler einzelner gelang es, eine schöne Eröffnungsparty auf der Piazza vor den Hallen zu bewerkstelligen. Die Johanniter, die Betriebsfeuerwehr der Daimler AG, die Show „Magic of Fire“ und die DLRG waren vor Ort

Auch für das Jahr 2010 hat die Berliner Feuerwehr in Kooperation mit dem Fotografen Stefan Rasch und dem Kopierzentrum Spandau wieder Wandkalender produziert. Wie im letzten Jahr werden zwei Schwerpunktthemen für Fans der Berliner Feuerwehr behandelt. Zum einen, der Kalender „Hot Spots“ mit zahlreichen Einsatzfotos rund um das Thema Feuerwehreinsätze, sowie einen Kalender „Fahrzeuge“. Die Kalender können für 11,95 € plus 4,85 € Porto und Verpackung bestellt werden. Unter www.berliner-feuerwehr.de findet man den Link zum Shop des Kopierzentrums Spandau (telefonische Bestellungen bitte unter 030 3326616)

und boten ein tolles Programm. Kutschfahrten zu Rettungsbooten, Zauberei und Einsatzvorführungen ließen die Herzen der Besucher höher schlagen. Der neue Reinickendorfer Bezirksbürgermeister (Frank Balzer), der dem Museum 250.-€ finanzielle Unterstützung zusicherte, eröffnete diese Veranstaltung. Der Landesbranddirektor und der Direktionsleiter Nord besuchten neben vielen anderen Persönlichkeiten die Eröffnungsveranstaltung. Vier Vereinskameraden des gemeinnützigen Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e.V. wurden für ihre herausragenden Arbeiten durch den LBD mit der Silbermedaille, die anlässlich 24 3-4/09

Preisfrage:__Wieviele Dienstjahre hat der KW 20?
Wenn Ihr die Brennpunkt news aufmerksam gelesen habt, sollte Euch die Antwort nicht schwer fallen! Sendet Eure Antwort bis 1. Februar 2010 per Email an: th.hirte-foto@t-online.de per Fax an: +49 (030) 812 99 658

(Anschrift für den Versand und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen nicht vergessen)

Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Als Gewinn gibt es diesmal die überarbeitete Foto-CD „Berliner Feuerwehr“ von Detlef Machmüller mit mehr als 800 Fotos. Wer sie nicht gewinnt kann sie aber bestellen. Für 10,-Euro, zzgl 1.50 Euro für den Versand, ist sie erhältlich unter:  49 99 72 86 oder machmueller@t-online.de.
        
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