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Periodical volume

Full text: Brennpunkt news Issue 7.2006

Nr. 7

Informationen über die Berliner Feuerwehr

Ausgabe 3/2006

hzettel für das Jahr 200 unsc 7 W Lieber guter Weihnachtsmann,
wir wünschen uns von Dir zu Weihnachten
Eine vernünftige Arbeitszeitreglung Ein gutes Dienstplanmodell mit einem angenehmen Schichtdienst Eine ausreichende Personalausstattung Eine gute Geräteausstattung zu jeder Tag und Nachtzeit Ein Einsatzkonzept, das zum Schutze der Bürger und Einsatzkräfte dient Einen Senat, der Beamte nicht als Sparschweine missbraucht Bürger, die uns nicht immer böse gesonnen sind Kollegen, die auch als solche bezeichnet werden können Einen Landesbrandmeister, sorry LBD, der auch einmal auf den Tisch haut Vielleicht nach vielen jahrelangen Abstrichen auch mal wieder eine kleine Gehaltserhöhung Eine sichere Schutzkleidung Vor allen Dingen Gesundheit und ein verletzungsloses Jahr für alle Feuerwehrkollegen Ein Miteinander und kein Gegeneinander Ein Arbeiten ohne Krokodil Schnappi ????? Einen Innensenator, der seine Leute nicht als Feinde ansieht, sondern sie ausreichend vertritt Die Beförderung von Kollegen die erst ein Jahrzehnt auf diese warten Wir denken, lieber Weihnachtsmann, das dürfte wohl nicht ausverschämt sein und Du wirst hoffentlich an uns denken. Dafür wollen wir auch wie immer ganz brave Mitarbeiter sein und wie in vielen Jahren zuvor, anständige Arbeit am Bürger verrichten. Ach ja, lieber Weihnachtsmann, Deine Rute kannste zu Hause lassen, Prügel haben wir in den letzten Jahren nämlich ausreichend von unserem obersten Dienstherren bezogen und das, obwohl wir immer artig waren. Die Brennpunkt news Redaktion wünscht allen Lesern ein gesundes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2007.

In eigener Sache
Endlich, nach langer Zeit auch einmal eine Erfolgsmeldung. Die Zukunft der Brennpunkt News könnte vorerst gesichert sein. Wie schon in der letzten Ausgabe erwähnt und nun in der neuesten Ausgabe bereits vollzogen, haben wir nennenswerten Zuwachs bekommen. So wird man künftig in den Brennpunkt News nun auch die Neuigkeiten des Fördervereins Feuerwehrmuseum e.V. zu lesen bekommen. Damit schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Die neuzeitigen Leute werden so über Historisches informiert, andererseits bekommen die Historiker einen aktuellen Beitrag durch unsere Berichte. Hier kann sich der Verein nicht nur darstellen, sondern schreibt auch über interessante Dinge aus der Vorzeit. Ein weiterer Vorteil, die Leute, die noch kein Mitglied in einen der beiden Vereine sind, könnten so vielleicht dazu gewonnen werden. Natürlich kann man auch jederzeit eine Doppelmitgliedschaft anstreben. Nach einem kurzweiligen Gespräch beider Vereinsvorstände war man sich sehr schnell darüber einig, die gemeinsame Zeitung zunächst probehalber bis zum Jahresende 2007 herauszugeben. Jeder Teilnehmer bekommt sein eigenes Aufgabengebiet, so dass es zu keinen Überschneidungen kommt. Das Layout wird von unserem Kameraden Thomas Hirte dann in Einklang gebracht. Jedes Mitglied, egal aus welchem Verein, bekommt dann sein eigenes Exemplar zugeschickt. Wir möchten auch noch einmal auf unseren E-mail Service hinweisen. Wer möchte, der kann sich die Brennpunkt News per Mail zusenden lassen. Großer Vorteil, die Berichte sind hier in Farbe, in der Druckversion aus Kostengründen in schwarz weiß. Bei Interesse einfach eine Mail an th.hirte-foto@t-online.de. Wir wünschen uns und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit beider Vereine. Im übrigen suchen wir weiterhin Leute, die einmal einen Bericht für unsere Brennpunkt News schreiben wollen. Noch etwas: Wer sich wundert, warum die Jahresbeiträge 2005 und 2006 für den FKF noch nicht eingezogen sind, wir haben leider Probleme mit unserer Bank die eine Formdiskette für den Einzug der Beiträge an uns schickt. Leider funktioniert die Sache so gut wie gar nicht, wir hoffen, dass wir die Sache vor dem Jahresende noch auf die Reihe bekommen und entschuldigen uns bei unseren FKF-Mitgliedern für die Unannehmlichkeiten.

Inhalt:
In eigener Sache 		 Seite 2 Neue Fahrzeuge: WLF und LKW2	 Seite 3 ModellNews	 Seite 4 GW-Wasserrettung im Modell	 Seite 5 AGFM tagte in Fulda	 Seite 6 Feuerwehrhistoriker traffen sich in Jonsdorf 	 Seite 8 Neue Funde in Berliner Archiven	 Seite 9 Neue Serie: Während des Dienstes fanden den Tod 	 Seite 10 Umfrage Mitarbeiterzeitung 	 Seite 11 Die letzte Seite	 Seite 12

Impressum:
Herausgeber & Redaktion: Förderkreis Feuerwehr e.V. Gestaltung, Satz: Fotographie + Layout, Berlin kontakt@fotographie-layout.de Druck: Kahmann Druck & Verlag, Berlin Auflage: 1300 Stk. Verteilung in den Dienststellen der Berliner Feuerwehr sowie an die Mitglieder des FKF e.V. und des Fördervereins Feuerwehrmuseum e.V. Da die gedruckte Ausgabe nur in begrenzter Anzahl vorhanden ist, können Sie die Brennpunkt news auch kostenlos per Email beziehen. Bitte senden Sie eine Email mit dem Betreff „Brennpunkt news Abo“ an: th.hirte-foto@t-online.de Wenn Sie das Erscheinen der Brennpunkt news durch ein Inserat unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff „Brennpunkt news Anzeige“ und Ihren Kontaktdaten an folgende Email: kontakt@fotographie-layout.de oder rufen Sie unter folgender Telefon-Nr. an: 030/811 87 57

Neuer Chef im Ring

Nun ist es amtlich, die Berliner Feuerwehr hat seit dem 7. November 2006 einen neuen Chef bekommen. Hierbei handelt es sich um Wilfried Gräfling, der vorher der ständige Vertreter von Landesbranddirektor (LBD) Albrecht Broemme war. Wie man hört und munkelt, hat sich der neue Chef viel vorgenommen. Die Umsetzung der EU-Richtlinie und das damit verbundene Einsatzkonzept 06 werden wohl zunächst die dicksten Brocken sein. Nun gibt es ja den Spruch „Neue Besen kehren gut“ jedoch ist der neue LBD ja nicht neu in unserer Behörde. Die bestehenden Strukturen sind ihm bekannt, genauso aber die vielen – sagen wir mal- Ungereimtheiten. Was wünschen sich nun die Kollegen von einem neuen LBD? Ich denke, ich spreche für alle wenn ich sage, eine gewisse Geradlinigkeit, ein leuchtendes Vorbild, ein Gehör für die Basis, Gerechtigkeit in alle Richtungen, ein entsprechendes Erscheinungsbild und vielleicht auch einmal den Spruch in der Abendschau „Es geht nicht mehr“. Nun, die Zeit wird wie eine Messlatte sein. Die Brennpunkt Redaktion wünscht auf diesem Wege viel Glück und Erfolg im neuen Job.
Schierz

Landesbranddirektor Gräfling mit Innensenator Körting Foto: Machmüller -

Ein neues Gesicht bei der Berliner Feuerwehr
Die Berliner Feuerwehr stellte kürzlich ein neues Wechselladerfahrzeug (WLF) in Dienst. Für den einen oder anderen vielleicht nichts besonderes, für den Fahrzeugfan jedoch eine willkommene Neuheit. Es handelt sich hierbei erstmals um einen Fahrzeugtyp der MAN TGM Reihe. Der Nachfolger der Baureihe ME hat auch hier wieder ein hübsches Gesicht bekommen und bringt etwas Abwechslung in den Fuhrpark. Ausgestattet mit einem Meiller Hakensystem (Typ RK14.60) lässt der Wechsellader die Aufnahme aller Abrollbehälter zu. Bei dem Fahrgestell selbst handelt es sich um einen MAN TGM 18.280. Was sehr positiv erscheint, für den Fahrer wird es eine deutliche Fahrunterstützung in Form eines automatisierten Schaltgetriebes (TipMatic 12 AS 1210) geben. Das heißt so viel wie, der Fahrer gibt Gas, die Maschine übernimmt für ihn den Schaltvorgang. Hierbei sind sowohl im Vorwärts- als auch im Rückwärtsgang eine schnelle und eine Rangierfahrschaltung vorhanden. Sollte es erforderlich sein, kann der Fahrer jederzeit in den Schaltvorgang manuell eingreifen. Das neue WLF mit dem Kennzeichen B- 2831 wird beim Technischen Dienst 1 in Charlottenburg stationiert und vermutlich als Trägerfahrzeug für den AB-Atemschutz eingesetzt.
Text und Foto: Schierz

Museumsfahrzeuge
Die gesprungene Frontscheibe der Magirus Motorspritze (Baujahr 1923) ist durch eine neue Sekurit-Scheibe ersetzt worden. Die Schornsteinfeger-Innung hatte unserem Förderverein Geld für die Reparatur der Windschutzscheibe gespendet. + + + Die defekte Dieselförder-Pumpe der Magirus Kraftfahr-Drehleiter KL 26+2 (Baujahr 1936) wurde von unseren Vereinsmitgliedern Stefan Berger und Jürgen Geissler ausgebaut. Zum Zwecke der Reparatur hat Holger Bahlmann die Pumpe nach Königsbrück zu einer Spezial-Firma gebracht. Der Förderverein wird die Kosten für die Erstellung eines Kostenvoran -schlages übernehmen.

Lastverteilung
Die Berliner Feuerwehr ist um zwei LKW 2 Ladebord reicher. Aufgebaut auf einem neuen MAN TGL Fahrgestell, sind beide Fahrzeuge mit einem Kofferaufbau inklusive Ladebordwand ausgestattet. Um Fahrten mit Sonderrechten zu gewährleisten, befindet sich auf dem Fahrerhausdach jeweils eine Martin- Sondersignalanlage mit den dazugehörigen Blitzleuchten. Beschaffungszweck beider Fahrzeuge ist der Transport von Einsatzmitteln sowie behördliche Wirtschaftstransporte von verschiedenen Gütern. Ein Exemplar der LKW wird als Reservefahrzeug für den GW-Rettungsmaterial der Feuerwache Moabit einen zusätzlichen Aufgabenbereich bekommen. Beide Fahrzeuge sind in Feuerrot (RAL 3000) lackiert. Der Auf- chenfreaks“ die Kennzeichen beider LKW matisierten Schaltgetriebe ausgestattet. bau stammt von Ackermann, die Lade- lauten B-2626 und B-2627. Auch diese bordwand von Dautel. Für die „Kennzei- beiden neuen MAN sind mit einem auto- Text u. Foto: Schierz -

Die Panther sind gelandet
Seit ein paar Monaten sind auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof zwei neue Rosenbauer-Flughafenlöschfahrzeuge im Dienst. Dabei handelt es sich um den erstmals auf der Interschutz 2005 vorgestellten Typ „Panther 6x6 CA5“. Die Berliner Fahrzeuge tragen die Produktions-Nummern 2 und 3. Unterscheiden kann man die beiden FLF an Details der Beklebung, dies soll jedoch noch angeglichen werden. Es gibt jedoch ein Detail, welches eine zweifelsfreie Unterscheidung ermöglicht, und zwar ist der Griff der mittleren Geräteraumklappe am Fahrzeug Nr.8 doppelt so breit wie am zuerst gebauten Fahrzeug Nr.7. Dies erleichtert das Öffnen ungemein. Die Beladung beider Panther ist bis auf Nuancen identisch. Zu den technischen Daten: Beide FLF führen 11700 Liter Wasser, 1500 Liter Schaummittel, 250 kg BC-Löschpulver und 4 x 30 kg CO² mit sich. Die FLP R 600 leistet 6200 l/min bei 11 bar, der Dachwerfer hat einen Ausstoß von max. 5000 l/min bei 85 Meter Wurfweite, der Frontwerfer leistet 1500 l/ min bei einer Wurfweite von max. 55 Meter. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 36 Tonnen, die Beschleunigung von 0-80 km/h beträgt ca. 30 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 125 km/h. Angetrieben werden beide Fahrzeuge erstmals von einem Caterpillar CAT C 18Motor mit 518 kW, das Motorengeräusch ist imposant! Desweiteren sind ein FirecoLichtmast mit 2 x 1000 Watt, ein Dynawatt Stromerzeuger mit 7,5 kVA und ein hydraulischer Rettungssatz von Holmatro an Bord.
Ingo Papenfuss

llNews ode M
von Ingo Papenfuß
Mitte Oktober erschienen die bereits angekündigten Sondermodelle auf Basis des neuen MB Sprinter Koffer-RTW von Rietze für den kleinen Autoladen. Es handelte sich um einen Hamburger RTW der Wache „Süderelbe“, einen Hamburger Baby-NAW der Wache „Veddel“ und den Berliner RTW der Wache „Wannsee“. Alle drei Modelle sind vorbildgerecht bedruckt/lackiert und mit diversen Drucken wie Türwappen, Wachschilder, Kfz-Kennzeichen usw. versehen, die Auflage betrug je 500 Stück. Nach nicht ganz drei Wochen waren alle Modelle ausverkauft!! Ganz so tot, wie immer behauptet wird, kann der HO-Modellmarkt dann wohl doch nicht sein, oder?? Der Berliner RTW ist ein sehr schönes Modell geworden, für „Nietenzähler“ gibt es eigentlich nur zwei Kritikpunkte: 1. Der schon im Original sehr große „112“Schriftzug über der Frontscheibe hätte auf dem Modell etwas kleiner ausfallen können, dies soll aber beim Nachfolgemodell, einer leuchtroten Version, Erscheinungstermin ca. Mai/Juni 2007, angepasst werden und 2. das Kofferdach hätte eigentlich weiss oder leuchtrot sein müssen. Die dunkelroten Original-RTW wurden mit weissen Dächern ausgeliefert. Da die RTH-Besatzungen beklagten, daß sie die RTW´s aus der Luft nicht mehr erkennen würden, wurden diese nachträglich entweder mit leuchtroter Folie beklebt oder leuchtrot lackiert. Trotzdem sieht das Modell mit dem dunkelroten Dach sehr gut und stimmig aus, die Meisten werden die „DachfarbenGeschichte“ eh nicht gewusst haben, ich wage sogar zu behaupten, dass es reichlich Bemerkungen zu einem dunkelroten Modell mit leuchtrotem Dach gegeben hätte, von wegen „Gibt´s doch gar nicht“. Ansonsten ist das Modell vorbildgerecht

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bedruckt inclusive Türwappen, Kennzeichen, Wachschild bis hin zum „WAS“Schriftzug auf der rechten Seite. Alle drei Modelle werden inzwischen bei Ebay für 35.- bis 50.-Euro pro Stück gehandelt. Ende November trafen bereits die nächsten neuen Modelle ein: Nach Vorbild der BF München gibt es einen MB Sprinter Koffer RTW in RAL 3000 mit gelber Flächenbedruckung, Scheibendrucken, Kennzeichen, Türwappen usw. und einen NAW in weiss mit leuchtroter Originalbedruckung, jeweils 500 Stück, je 24.95 €. Ein MB Sprinter Koffer-RTW der BF Düsseldorf ergänzt das Set, das Modell ist sehr aufwändig vorbildgetreu bedruckt nach Vorbild des RTW 55, Kenzeichen D-2272, 500 Stück, 22.50 €. Auf Herpa-Basis erschien ebenfalls Ende November ein SUPER-Modell, das SLF 2 der Werkfeuerwehr Daimler-Chrysler Untertürkheim auf Mercedes Actros MP2, ein 2-achsiger Sattelzug, aufwändigst rundum bedruckt mit sämtlichen Detaildrucken, ein tolles Modell, welches mal wieder zeigt, was bedruckungstechnisch inzwischen machbar ist. Auflage: 1000 Stk., 42.50 €. Für den Schlingmann-Fan-Shop gibt es als Jahresmodell zwei Varianten des Rietze MB Atego FL LF 10/6 mit geöffneten Rolläden (wie die Herpa-Interschutz-Modelle), einmal mit zwei Einzelblaulichtern und Martinhornkasten und einmal mit Blaulichtbalken. RAL 3000 mit gelbem Schlingmann-Design und Kennzeichendruck. Auflage je 250 Stück, Preis je 26.95 €.

Alle bis jetzt genannten Modelle gibt es nur bei: DER KLEINE AUTOLADEN, Tel. 0541/2599820, www.derkleineautoladen.de. Eine weitere Variante des Düsseldorfer MB Sprinter Koffer-RTW´s kündigt Menzels Lokschuppen & Töff-Töff GmbH an, Tel. 0211 /3859145, www.menzels-lokschuppen.de, und zwar wird dieses Modell das Kennzeichen D-2339 erhalten

Transit, auch in einer PC-Box verpackt, in weiss mit roten Streifen und zahlreichen Drucken (Dachkennung, Kennzeichen, Türwappen usw.) für 15.-€. Ein MAN/ Schlingmann HLF 20/16 der Feuerwehr Münster in leuchrot mit Detaildrucken, verpackt in PC-Box, ergänzt den Reigen der Neuheiten (25.-€). Ein Sondermodell aus der Seller-Edition ist das MAN/ Schlingmann LF 16/25 der Feuerwehr

und die entsprechende Fahrzeugnummer, Auflage: 500 Stück, 24.95 €. In der Rietze-Einsatz-Serie kamen wieder neue Feuerwehr-Sondermodelle in jeweils 500er- Auflage über ausgesuchte Händler zum Verkauf. In einer PC-Box gibt es einen MB Sprinter WAS-Koffer RTW nachVorbild der Feuerwehr Frechen in schwefelgelb mit leuchtrotem Streifen und blauen Drucken und einen MB Sprinter RTW der BF Lübeck, weiss und leuchtrot mit vielen Detaildrucken (je 24.95 €). Als ELW der Feuerwehr Menden erschien der Ford

Reinbek in leuchtrot mit vielen Detaildrucken (22.50 €). Eine Mercedes B-Klasse von Herpa als Feuerwehr-Kdow in PC-Box verpackt gibt es bei jeder Daimler-Chrysler Niederlassung unter der Bestellnummer B 66961387 zum Preis von 19.90 €, Auflage 999 Stück. Das Modell ist rot mit weißen „Feuerwehr“-Aufdrucken und hat einen Blaulichtbalken.

Ein ganz schönes Stück Arbeit
Nach längerer Pause wollen wir mal wieder den Umbau bzw. Neubau eines Modells beschreiben. Dabei sei gleich gesagt, dieses Fahrzeug dürfte für den Modellbauanfänger ein etwas zu harter Brocken sein. Speziell was den Bau der Mannschaftskabine angeht, dürfte der eine oder andere schnell an seine Grenzen stoßen. Andererseits, wer nicht wagt der nicht gewinnt. Als Vorbild stand der neue GW-Wasserrettung Pate. Wie auch schon beim Vorbild, wird für das Modell ein MAN der LE –Reihe benötigt. Als ersten Schritt nehmen wir uns das Fahrgestell vor. Nachdem die Anbauten (Kessel Batteriekasten Tank etc.) beseitigt wurden, wird das Fahrgestell auf den richtigen Radstand gebracht. Danach wird von der Kabine mittels Trennsäge die Rückwand entfernt. Wichtig dabei ist, dass auf beiden Seiten ein kleiner Steg hinter den Fahrertüren erhalten bleibt, dieser dient später als Haltepunkt für die angesetzte Kabine. Der Steg sollte in seiner Stärke von außen etwas dünner gefräst werden, dazu bedient man sich am besten eines zylinderartigen Fräsers, aber Vorsicht, die Gefahr des Abrutschens ist hier sehr groß. Nun konstruiert man die würfelartige Modulkabine. Die Seitenteile nach Zeichnung anfertigen und die Fenster aussägen und durch ausfeilen verfeinern. Nach dem Zusammenkleben der Kabine wird diese an das vordere Originalfahrerhaus angepasst. Die Fenster sollte dabei auf einer Höhe sein. Jetzt beginnt die erste Feinar-

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beit. Besonders die Konturanpassungen des Fahrerhauses gehören hier zur kniffligsten Sache. Die Übergänge sollte man mittels Profilen herstellen, auch auf dem Dach des vorderen Fahrerhauses befinden sich einige Wölbungen und Übergänge. Zusätzlich ist dort im Original eine Klimaanlage integriert. Hat man das alles auf die Reihe bekommen, erfordert viel Schleif und Spachtelarbeit das künstlerische Gestalten. Besondere Beachtung dabei benötigt auch der Kotflügel. Wie im Vorbild, ist der hintere Teil des Kotflügels nur unterhalb angesetzt, dies ist bedingt durch die Sonderhöhe der Mannschaftskabine. Auch hier bedarf es viel Anpassungsarbeit. Die Höhe der Kabine ist der Zeichnung zu entnehmen. Steht das Ganze, hat man das schwerste daran fast hinter sich. Die Gestaltung des Aufbaus ist eine Standardarbeit. Der Aufbau wird wie bekannt aus Kunststoffplatten (1mm) gebaut. Die Kotflügel hingegen bestehen aus 0,5 mm Polystyrol. Ist auch der Aufbau gespachtelt und geschliffen, werden Kabine und Aufbau in weiß lackiert. Ein Trost für die Ehefrau, hier muss nicht mehr mit der Sprühdose gearbeitet werden, weil der größte Teil der Fläche ohnehin mit Folie beklebt wird. Nach der Lackierung in weiß, werden die Fensterkonturen mit schwarzer Farbe ausgefüllt. Für die Ränder benutzt man am besten ein wasserunlöslichen Filzstift mit der allerfeinsten Mine. Sollte man sich hier wirklich mal vermalen, kann man vorsichtig mit Spiritus die Stelle bereinigen. Jetzt geht es an die Folienbeklebung. Wie schon mehrfach berichtet, werden auch meine Modelle mit der Originalfolie beklebt. Wo man diese beziehen kann, stand in einer der vorigen Ausgaben der Brennpunkt news. Stück für Stück schneidet man die Teilchen zu und klebt sie an das -

Fahrzeug. Nachdem alles beklebt ist, muss man die Konturen der Nähte wieder mittels weißer feiner Streifen auf Nassschiebebasis gestalten. Aufkleber mit den entsprechenden Schriftzügen verfeinern dann die Arbeit. Dies gibt es in großer Vielfalt von der Firma Truckline Decals. Was es allerdings nicht gibt, ist der an der Aufbauseite befindliche Taucher und der Schriftzug des GW-Wasserrettung, beides in der Farbe blau. Hier muss nun Kollege Computer einspringen. Der Schriftzug lässt sich relativ einfach mit einem

nach wird das Ganze auf selbstklebender Inkjetfolie ausgedruckt und muss dann mittels Skalpell ausgeschnitten werden. Das Ergebnis stellte mich sogar sehr zufrieden, denn speziell der Taucher gibt dem Modell den nötigen Vorbildcharakter. Ist das alles getan, kommt die Feinund Kleinarbeit. Tritte, Einstiegskästen und Dachaufbauten müssen hier wirklich selbst angefertigt werden. Im übrigen ist auch der vordere Stoßfänger eine mühevolle Kleinarbeit und besteht allein aus ca. 25 Teilen !. Man sieht, viel Kleinarbeit ist von Nöten um ein ansprechendes Modell zu schaffen. Die Arbeitzeit dürfte sich auf mindestens 40 bis 50 Stunden belaufen, will man alles korrekt nachgestalten. Vor einem steht dann aber auch wieder ein besonderes Modell mit einem Flair der Berliner Feuerwehr. Was benötig man nun alles dazu ? Ein Grundmodell MAN LE 2000 von Herpa, Polystyrolplatten 0,5 und 1,0 mm, Profile in allen möglichen Varianten, Folie in leuchtrot und diverse Kleinteile. Als Werkzeuge dienen wie üblich Schlüsselfeilen, Laubsägen, Minibohrer, Schleifpapier und viel Ehrgeiz. Bleibt nur viel Spaß bei der Arbeit zu wünschen. Anbei eine Maßskizze zur Unterstützung.

Textverarbeitungsprogramm herstellen, Text u. Fotos: H.J. Schierz der Taucher verlangt hingegen etwas mehr Arbeit. Ich habe den Taucher digital fotografiert im Rechner verkleinert und nochmals mit einem einfachen Zeichenprogramm farblich aufgewertet. Da-

Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehrmuseen in Deutschland tagte in Fulda
Die Jahrestagung 2006 der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehrmuseen in Deutschland (AGFM) wurde im November d. J. im Deutschen Feuerwehrmuseum Fulda (DFM) durchgeführt. In der AGFM, die 1980 gegründet worden ist, sind bis heute 49 Feuerwehrmuseen und Sammlungen aus ganz Deutschland zusammengeschlossen. Bundesweit gibt es etwa die doppelte Anzahl derartiger Einrichtungen in der unterschiedlichsten Organisationsform. Das Feuerwehrmuseum Berlin (FM Berlin) ist durch den Förderverein Feuerwehr-museum Berlin e.V. vertreten. Durch diese Konstellation entstehen dem FM Berlin und somit der Berliner Feuerwehr keine Kosten. Der Jahresbeitrag in Höhe von 50,00 € wird vom Förderverein getragen, Kosten für die An- und Abreise zum jeweiligen Tagungsort, die Unterbringung und Verpflegung sowie auftretende Tagungsgebühren übernimmt Heinz Gläser, Stellvertreter des Vorsitzenden der Fördervereines FM rungs- und ArchivierungsSystem (FIAS) zur Inventarisierung feuerwehrhistorischer Bestände in Museen deutschsprachiger Länder. Auf der Interschutz 2005 in Hannover wurde von der AGFM das Projekt „Zeitenwende“ vorgestellt. Die in Fulda zur Jahrestagung 2006 der AGFM vertretenen Museen und Sammlungen beschlossen die Weiterführung des Projektes. Das Gesamtprojekt „Zeitenwende “ wird als „Zeitenwende 1“ (1945 – 1948/1949) und in Richtung Interschutz Das Präsidium der Jahrestagung (stehend Obmann Rolf Schamberger, 2010 in Leipzig. als „Zei- links daneben sein Vertreter Heinz Gläser aus Berlin) tenwende 2“: (1949 – ca. 1989/1990) unter dem Aspekt „20 Jahre Wiedervereinigung (20 Jahre Friedrichshafen)“ weitergeführt. . Es soll die unterschiedliche Entwicklung der Feuerwehren in Deutschland zwischen 1949 (Gründung der beiden deutschen Teilstaaten) und 1990 (politische Wiedervereinigung) aufgezeigt werden. Das FM Berlin ist in die Regionalgruppe Ost der AGFM integriert. Darin sind 17 Museen und Sammlungen aus allen neuen Bundesländern vertreten (siehe http:// www.feuerwehr-museen.de). Vorsitzender der Regionalgruppe Ost ist seit 1998 Heinz Gläser. Die nächste Jahrestagung 2007 findet in Meetzen in Nordwest-Mecklenburg (etwa 30 km südlich von Schwerin) statt.
Heinz Gläser

Berlin. Er wurde vom Förderverein FM Berlin zum Vertreter des FM Berlin in der AGFM ernannt. Heinz Gläser wurde im Jahre 2002 zum Stellvertreter des Obmannes der AGFM gewählt. Obmann ist seit 1995 der Leiter des DFM Fulda Rolf Schamberger. Über die in der AGFM vertretenen Feuerwehrmuseen und Sammlungen kann sich der interessierte Leser im Internet unter http://www.feuerwehr-museen.de informieren. Die diesjährigen Jahrestagung beschäftigte sich u.a. mit der Vorstellung des Feuerwehrhistorisches Inventarisie-

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Europäische Feuerwehrhistoriker tagten in Kurort Jonsdorf
Bereits zum zweiten Mal seit 2001 tagten in Kurort Jonsdorf im Zittauer Gebirge europäische Feuerwehrhistoriker aus 15 Ländern. Sie widmeten sich im Rahmen der 14. Tagung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Feuerwehr- und Brandschutzgeschichte, die unter der Patronat der CTIF-Geschichtskommission steht, der Geschichte der Feuerwehrfahrzeug- und Gerätehersteller. wehrforscher in Kurz-Präsentationen persönlich über ihre Forschungs-ergebnisse. Diese sind in einem hervorragend gestalteten 675seitigen Tagungsband (auch als CD-ROM) dokumentiert. Er enthält die Geschichte von über 60 bestehenden und ehemaligen Firmen dieser Branche in Deutschland, Kroatien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Tschechien und Polen und ist somit ein hervorragendes, bisher Titelblatt Tagungsband Günter Rux (Berlin) bei seinem Vortrag über die Firma Gustav Ewald aus Küstrin. in dieser kompletten Übersicht noch nie vorhanden gewesenes Nachschlagewerk über die Historie der Feuerlöschfahrzeugund –geräteproduzenten Europas. Die Textbeiträge sind zum Teil mit historisch sehr wertvollen Fotos und alten Produktreklamen der Firmen untermauert. Der Tagungsband enthält auch eine ca. 50seitige alphabetisch gegliederte Übersicht der in Europa je existierenden Firmen der Feuerlöschgerätebranche, ohne dass er mit den aufgeführten fast 500 Firmennamen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Diese Übersicht von Firmen wie Ackermann in Eutingen bis zur europaweit agierenden Firma Ziegler oder Zulauf & Cie. im hessischen Frankfurt/Main und Wiesbaden wurde auf Grund der von den einzelnen Mitgliedern der Internationalen Arbeitsgemeinschaft gemeldeten Angaben vom Österreicher OBR Johann Sallaberger zusammen gestellt. Eine unwahrscheinliche Fleißarbeit! Somit hat sich die über ein Jahr dauernde fachlich-inhaltliche Vorbereitung der Tagung durch die einzelnen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft aus allen Teilen Europas gelohnt. Die CD-ROM kann für 6,45 € (incl. Versand) bestellt werden unter der Rufnummer (030) 201 3902 oder über das Internet unter glaeser_heinz@t-online.de. Günter Rux vom vom Berliner Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin referierte über die renomierte Firma Gustav Ewald in Küstrin, wo über drei Generationen

Unter der Leitung des Österreichers Brandrat Adolf Schinnerl, Vorsitzender der Geschichtskommission des CTIF, der Internationalen Vereinigung des Feuerwehrund Rettungswesens, und in Anwesenheit von Walter Egger, Präsident des CTIF, den ehemaligen Generalsekretären des CTIF Willi Pfefferli aus der Schweiz und Dr. Alfred Zeilmayr aus Österreich berichteten sie und die übrigen europäischen Feuer-

hinweg Feuerlöschpumpen und –fahrzeuge produziert wurden. Hans-Dieter Müller aus Görlitz und Heinz Gläser aus Berlin widmeten sich der Feuerlöschgeräteherstellung im sächsischen Görlitz seit 1864. Die nächste, dann die 10. Sitzung der CTIF-Geschichtskommission sowie die 15. Tagung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Feuerwehr- und Brandschutzgeschichte findet am 5. bzw. 7. und 8. September 2007 im Oberösterreichischen Hagenberg (nahe Linz) statt. Die Feuerwehrhistoriker werden sich dann mit der Entwicklung der Feuerwehrpresse allgemein und der Feuerwehr-Verbandszeitungen im Besonderen befassen.
Heinz Gläser

„Florians bunter Rock“ - Die Teilnehmer der CTIF-Jahrestagung auf der Treppe des historischen Rathauses von Görlitz während des Stadtrundganges. Vordere Reihe Vierter von links, Adolf Schinnerl aus Österreich, der Vorsitzende der CTIF-Geschichtskommission. Rechts außen einer der beiden Berliner Vertreter, Heinz Gläser. -

Neue Funde in Berliner Archiven
Regelmäßig arbeiten einige unserer Mitglieder des Fördervereines FM Berlin e.V. in den verschiedensten Archiven der Stadt. Und hierbei wurden bereits so manche interessante Funde gemacht, die für die Aufarbeitung der Geschichte der Berliner Feuerwehr von Wichtigkeit sind und für die regelmäßigen „fünf Minuten Geschichte“ bei den regelmäßigen Infotreffs in den Räufunden. Im Archiv der Berliner Feuerwehr sind diese Jahresberichte nahezu lückenlos vorhanden, jedoch dieser Bericht aus dem Jahre 1878 fehlte noch. Es ist somit der erste bekannte Jahresbericht der Berliner Feuerwehr. Der Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V. hat eine Kopie dieses Berichtes erworben. Ein weiteres Fundstück wurde uns angevorhanden. Aber eine nahezu komplette Sammlung von Zeitungsausschnitten (siehe Abbildung) über alle Veranstaltungen des Jubiläumsjahres 1926 hatte das Museum bisher nicht. In den Unterlagen der Birthler-Behörde über die Akten des ehemaligen MfS der DDR wurden Dokumente aus der OstBerliner Zeit zwischen 1950 und 1989 gefunden, die speziell für die Erarbeitung einer Dokumentation über die Feuerwehr in Ost-Berlin 1945 – 1990 Verwendung finden werden. Diesem Zweck dienen auch die zahlreichen Interviews, die unser Stellvertreter des Vereinsvorsitzenden FV FM Berlin mit ehemaligen und auch mit noch aktiven Beschäftigten der Berliner Feuerwehr führte und führt. Mit der Art und Weise des Umgangs mit diesen Materialien und mit der Herangehensweise an das Forschungsobjekt „Feuerwehr Ost-Berlin“ – ähnlich dem Projekt „Wasser marsch in der DDR“ – verschaffte sich Heinz Gläser das Vertrauen, dass diese Ehemaligen des „Organs Feuerwehr“, aber auch aus den Freiwilligen Feuerwehren Ost-Berlins und den Bezirksämtern bis hin zum ehemaligen Magistrat ihre teilweise noch vorhandenen Archive öffneten und zahlreiche Dokumente leihweise für dieses Buchprojekt zur Verfügung stellten. Über den Fortgang dieser Arbeiten werden wir berichten. Auch die zweite Auflage von „Wasser marsch in der DDR“ ist nur noch in wenigen Restexemplaren unter der ISBNNummer 3-9809313-2-3 in jeder Buchhandlung oder direkt beim Teltower Stadtblatt-Verlag (Potsdamer Straße 57 in 14513 Teltow – Telefon (03328) 316450) erhältlich.

men der FF Berlin-Mitte in der Linienstraße 128-129 jeden zweiten Dienstag im Monat ab 18 Uhr oder zu anderen Anlässen Verwendung finden. Zum Beispiel wurde im Landesarchiv Berlin am Eichborndamm in einer Akte der Königlichen Polizei-Direktion der Jahre 1875 – 1880 ein Jahresbericht der Berliner Feuerwehr aus dem Jahre 1878 ge-

boten aus dem Jahre 1926. In diesem Jahre feierte die Berliner Feuerwehr mit zahlreichen Veranstaltungen, u.a. mit einem großen Festumzug mit historischen Uniformen, Ausrüstungen und Geräten und mit historischen Fahrzeugen das 75. Jahr ihrer Gründung. Die Festschrift zu diesem Anlass und einige gute Fotos aus der damaligen Zeit sind im Museum in Tegel

57 81 11 87 030 . 8 60 34 00 31 out.de fon: y 5.0 hie-la rap 0180 otog fax: kt@f konta -Mail:
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Während des Dienstes fanden den Tod
Im Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V. gibt es Überlegungen, die durch den feuerwehrtechnischen Dienst tödlich verunglückten Angehörigen der Berliner Feuerwehr in irgend einer Form (Ehrenbuch wie bei der Polizei, Namenstafeln wie früher auf dem Feuerwehrehrenmal oder anderes) aufzuzeigen, um die Verunglückten aus der heutigen Anonymität zu holen. Wir wollen zu diesem Zweck alle, die während des Dienstes ihr Leben verloren haben, mit den zeitgenössischen Angaben zum Hergang bekannt machen. Die Angaben hat unser Mitglied Günter Strumpf über fast dreißig Jahre zusammengetragen. Dabei hat er nun für jeden Todesfall einen Vorschlag gemacht, der sich nach den Vorgaben für das frühere Feuerwehrehrenmal richtet. Das hat früher die Todesfälle, die auf „werkthätiger Nächstenliebe“ beruhten, also ausschließlich durch Einsätze im feuerwehrtechnischen Dienst bedingt waren, namentlich genannt. Diesmal sollen alle bekannten Fälle, also einschließlich der Kriegstoten, genannt werden (aber nicht die als Soldaten gefallenen). Wegen des Umfangs wird die Zusammenstellung nach den Platzmöglichkeiten nach und nach erscheinen. Günter Strumpf

Feuermann Gundlach, III. Kompanie geboren ? • verstorben 16.12.1853 Verunglückt am 28. November 1853. Beim Brande des Zirkus Renz in der Friedrichstraße verletzt; am 16.Dezember 1853 verstorben. (1902) Auf dem Berliner Feuerwehrehrenmal genannt. Oberfeuermann Neugebauer, I. Kompanie geboren ? • verstorben 3.5.1878 Brand der Berliner Brotfabrik, Holzmarktgasse 15, am 3.5.1878; Einsturz einer Brandmauer. Dem Oberfeuermann Neugebauer fiel schwerer Schutt auf den Kopf und verletzte ihn derartig, daß er sofort von der Brandstätte nach seiner Wohnung transportiert werden mußte, wo er am Freitag gegen 10.00 Uhr Vormittags starb.(Mai 1878) Auf dem Berliner Feuerwehrehrenmal genannt. Feuermann Raetz, I. Kompanie geboren ? • verstorben 3.5.1878 Brand der Berliner Brotfabrik, Holzmarktgasse 15, am 3.5.1878; Einsturz einer Brandmauer. Dem Feuermann Raetz wurden durch das herabfallende Gebälk beide Beine förmlich abgeschlagen; das eine Bein wurde sogar erst Freitag Vormittag unter dem Schutt ans Tageslicht gebracht. Auch dieses Opfer verstarb nach kurzem Leiden. (Mai 1878) Auf dem Berliner Feuerwehrehrenmal genannt. Feuermann Zwenzner, I. Kompanie geboren ? • verstorben 3.5.1878 Brand der Berliner Brotfabrik, Holzmarktgasse 15, am 3.5.1878; Einsturz einer Brandmauer. Der Feuermann Zwenzner wurde durch einen Theil der zusammenbrechenden Brandmauer sofort erschlagen.(Mai 1878) Auf dem Berliner Feuerwehrehrenmal genannt. Spritzenmann Eckert, III. Kompanie geboren ? • verstorben 6.8.1880 Gasätherexplosion am 5.8.1880, Hegelplatz 1. Durch die Explosion von Gasäther haben ... die Feuermänner Rabe, Kirsten und die Spritzenmänner... Eckert, Karall... schwere Brandwunden erlitten. ... Rabe, Kirsten, Eckert und Karall sind in folge dessen gestorben. (1880) Auf dem Berliner Feuerwehrehrenmal genannt.

Feuermann Rabe, III. Kompanie geboren ? • verstorben 7.8.1880 verunglückt wie Eckert Auf dem Berliner Feuerwehrehrenmal genannt.

Feuermann Kirsten, III. Kompanie geboren ? • verstorben 21.8.1880 verunglückt wie Eckert Auf dem Berliner Feuerwehrehrenmal genannt.

Spritzenmann Karall, III. Kompanie geboren ? • verstorben 26.8.1880 verunglückt wie Eckert Auf dem Berliner Feuerwehrehrenmal genannt.

Oberfeuermann Carl Steinbrück, II. Kompanie geboren ? • verstorben 9.12.1881 Ein Opfer der Pflicht. Der Oberfeuermann Carl Steinbrück, welcher bei einem Kellerbrande am Sonnabend vor acht Tagen in der Oranienstr. 174 durch Einatmen von Dämpfen verunglückte, ist am letzten Freitag in der Charité verstorben. Die Beerdigung desselben findet Dienstag früh 9 Uhr auf dem Neuen Marienkirchhof vor dem Prenzlauer Thore statt. Das Andenken des braven Mannes, der seiner Pflicht zum Opfer gefallen ist, wird unter seinen Kameraden, bei denen er sich einer besonderen Beliebtheit erfreute, und auch in weiteren Kreisen in Ehren bleiben. (9.12.1881) Der p. Steinbrück wurde am 5. Dezember v. Js. in der Charité aufgenommen, nachdem er am 3. ejwd. bei einem großen Feuer in der Oranienstraße viel heißen Rauch eingeatmet hatte und in Folge dessen von einer Luftröhrenentzündung befallen worden war. Die Entzündung war über beide Lungen verbreitet und verursachte erhebliches Angstgefühl, das sich am 7ten zu lebhaften Delirien steigerte. Diese ausdauernde Erregung führte eine schnelle Erschöpfung der Kräfte herbei; der Patient kollabierte unaufhaltsam und starb am Abend des 9.December. (24.5.1882) Auf dem Berliner Feuerwehrehrenmal genannt. Fotos: Sträubig

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Umfrage zum Thema „Mitarbeiterzeitung“
Im Rahmen ihres Studium der öffentlichen Verwaltungswirtschaft führten zwei Studenten Mitte November eine Umfrage zum Thema „Mitarbeiterzeitung“ der Berliner Feuerwehr durch und nahmen die „Brennpunkt news“ unter die Lupe. Große Alternativen gab es nicht: Neben der LBD-Info und „unter druck“ der GdP kamen die „Brennpunkt news“ den Vorstellungen einer Mitarbeiterzeitung am Nächsten. Nach Vorgesprächen wurde die Umfrage auf ausgewählten Wachen durchgeführt. Diese wurden von der Pressestelle darüber informiert und der Besuch angekündigt. Die Information erreichte die diensthabenden Touren anscheinend nicht. So konnten nur 25 Kollegen befragt werden - nicht gerade repräsentativ. Allerdings ließen sich nach der Auswertung der Umfrage doch Tendenzen erkennen: Die „Brennpunkt news“ waren allen bekannt, ebenso der Förderkreis Feuerwehr (FKF). Erstaunlich war dagegen für uns, das niemand die „Brennpunkt news“ mit dem FKF als Herausgeber in Verbindung brachte. Ebensowenig bekannt scheint es zu sein, das die „Brennpunkt news“ offen sind für Beiträge von allen Berliner Feuerwehrleuten, obwohl diese, laut Umfrage sehr gerne gelesen werden. Als Gründe, warum Kollegen keine Beiträge zusteuern, wurden Zeitmangel, Kompetenzmangel, fehlende Hintergrundinformationen und das fehlende Talent zum Schreiben genannt. Es wurde auch nach Verbesserungsmöglichkeiten gefragt - neben farblicher Gestaltung (die „Brennpunkt news“ sehen unwichtig aus), höherer Auflage (auf den Wachen schnell verschwunden) und Hochglanzpapier wurden auch inhaltliche Vorschläge genannt und die Verbreitung über das Intranet. Die Vorschläge, die „Brennpunkt news“ wieder zu einem richtigen Magazin zumachen, wie es bis Ende 2001 war, nehmen wir ernst. Allerdings lebt eine Mitarbeiterzeitung auch von den Beiträgen die von den Mitarbeitern kommt. Also traut euch! Ohne Eigeninitiative keine Besserung Änderung in Sicht!? In Farbe kann sie bereits jetzt per Email im Abo kostenlos bezogen werden (als PDFDatei - siehe Impressum).
Thomas Hirte

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Bestellungen bitte an: h.lichy@web.de oder Tel: 0179 / 290 91 81

Zwei neue DVD‘s

Preisfrage:_____________________
Welche Bedeutung hat die Abkürzung FIAS?
Wenn Ihr die Brennpunkt news aufmerksam gelesen habt, sollte Euch die Antwort nicht schwer fallen! Sendet Eure Antwort bis 31. Januar 2007 per Email an: th.hirte-foto@t-online.de per Fax an: 01805-060 34 00 31 81 (12ct/min)
(Anschrift für den Versand und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen nicht vergessen)

Zu gewinnen gibt es die nebenstehende Foto-CD von Detlef Machmüller mit über 700 Fotos aus alle Bereichen der Berliner Feuerwehr. Diese CD kann natürlich auch käuflich erworben werden. (siehe Seite 3)
Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die richtige Antwort auf die letzte Preisfrage lautete: VW Golf II und VW K 70 Der Gewinner ist benachrichtigt worden und die CD wurde zugesandt. Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner und an alle Teilnehmer ein Danke für die Teilnahme - die nächste Frage wartet auf Euch. - 11

Im September 2006 begannen die Bauarbeiten für die HubschrauberSäule auf dem Gelände der Feuerwache Tegel. Der erste Berliner Rettungshubschrauber Christoph 31 (Typ BO 105) soll direkt an der Kreuzung Berliner Str./ Veitstr., neben dem „halben“ Rettungswa-

Hubschrauber-Säule an der Feuerwache Tegel

Vormerken
Nochmals erinnern wir an den Feuerwehrball am 20.Januar 2007. Veranstaltet vom Erholungs- und Freizeitwerk der Berliner Feuerwehr e.V. findet das Tanzvergnügens im Hotel Maritim Pro Arte statt. Zum Tanz spielen die Music and Voice Showband und die Cave Boys Revivalband. Karten und Infos gibt es unter 387 30 304. ___________________________________ Zur 17. internationalen Feuerwehr Sternfahrt mit Oldtimerparade, Musikkapellen-, Musikzüge- und Spielmannzügetreffen lädt Stumm im Zillertal-Tirol ein. Unter dem Motto Kameradschaft und Gastlichkeit findet das Treffen vom 17.-20.Mai 2007 statt. Weitere Informationen erhaltet Ihr im Internet: www.ifso.at . ___________________________________ Die Mitgliederversammlung des Förderverein Feuerwehrmuseum e.V. findet am 15.3.2007 um 18 Uhr im Feuerwehrmuseum Tegel statt. Einladung werden noch gesondert verschickt.

gen aufgestellt werden. Das THW und die THW Helfervereinigung unterstützen das Projekt. Ende November konnte das Betonfundament für die Säule gegossen werden. Seit einigen Tagen steht nun auch sie. THW bei der Montage der Säule Foto: Machmüller

Besuch von skandinavischen Polizisten und Feuerwehrkameraden

Vom 31. August bis 1. September 2006 besuchten 13 Kameraden der S.U.F Svensk Utryckningsfordonsförening (Schwedische Ausrückedienstfahrzeuge Vereinigung) Berlin. Sie besichtigten die Feuerwachen Charlottenburg Nord, Marzahn, Moabit, Ranke, Schöneberg, Wannsee, Zehlendorf, beide Technischen Dienste und das Feuerwehrmuseum in Tegel. Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge konnten in den vier Tagen abgelichtet werden. Vielen Dank an alle Kollegen, welche sich unserer skandinavischen Kameraden annahmen, ihnen die Fahrzeuge zum fotografieren in Position stellten, und ihnen kompetent Wachgebäude, Dienstbetrieb und Einsatzfahrzeuge erklärten. Unsere Vereinsmitglieder Holger Bahlmann, Jürgen Geissler, Ulrich Lindert, Sebastian Lübke und Bernd Noack betreuten unsere Gäste. 										

Foto: Bernd Noack

Die Vorstände des Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e.V. und des Förderkreis Feuerwehr e.V. wünschen allen Vereinsmitgliedern und Ihren Familien ein schönes und frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allem Gesundheit.
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