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Periodical volume

Full text: Brennpunkt news Issue 5.2006

Nr. 5

Informationen über die Berliner Feuerwehr

Ausgabe 1/2006

Inhalt:
Meinung: Der Witz des Tages Neue Bücher	 Neue Fahrzeuge: Dami die Luft nicht weg bleibt Aus alt mach neu	 Die Rettung naht	 Modellbau: ModellNews	 Eine alte Bekannte kehrt zurück MAN 450 DLK 23/12 mit Kran	 Katastrophenschutzübung „Triangel“	 Imagekampagne zur Fußball-WM Tag der offenen Tür	 Seite 2

Die Vögel
(nicht von A. Hitchcock)

Gefahr oder Hysterie?

Seite 3 Seite 4

Seite 5 Seite 6

Seite 7

Seite 8

Impressum:
Herausgeber & Redaktion: Förderkreis Feuerwehr e.V. Gestaltung, Satz: Fotographie + Layout, Berlin kontakt@fotographie-layout.de Druck: Kahmann Druck & Verlag, Berlin Auflage: 1300 Stk. Verteilung in den Dienststellen der Berliner Feuerwehr und FKF-Mitglieder Da die gedruckte Ausgabe nur in begrenzter Anzahl vorhanden ist, können Sie die Brennpunkt news auch per Email beziehen. Bitte senden Sie eine Email mit dem Betreff „Brennpunkt news Abo“ an: th.hirte-foto@t-online.de Wenn Sie das Erscheinen der Brennpunkt news durch ein Inserat unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff „Brennpunkt news Anzeige“ und Ihren Kontaktdaten an folgende Email: kontakt@fotographie-layout.de oder rufen Sie unter folgender Telefon-Nr. an: 030/811 87 57

War es nun ein Fehler oder die richtige Maßnahme zu sagen, „Wenn Sie einen toten Vogel sehen, rufen Sie sofort die Feuerwehr oder Polizei“. Seitdem der Vogelgrippevirus nun auch Deutschland erreicht hat, stehen die Telefone der Berliner Feuerwehr nicht mehr still. So hat man den Eindruck gewonnen, dass es in Berlin eine echte Suchgemeinde für tote Vögel gibt. Die Einsatzzahlen mit dem Stichwort „Tier in Notlage (Kadaver) „ haben Ende Februar eine Zahl von ca. 100 bis 150 Fällen am Tag ! erreicht. Die Berliner Feuerwehr stellte daraufhin sogar in jeder Direktion ein spezielles Kadaverfahrzeug in Form eines älteren RTW in Dienst. Dessen Aufgabe war es, die Vogelkadaver einzusammeln, zu registrieren und diese zum ILAT (Landesinstitut für Lebensmittel, Arzneimittel und Tierseuchen) zu fahren. Sinn dieser Maßnahme war in erster Linie die Entlastung der Löschfahrzeuge. Zunächst stellt sich natürlich die Frage, ob nicht jedes Jahr so viele tote Vögel im Stadtgebiet herumliegen, schließlich war es auch noch ein sehr harter Winter. Auch die unterschiedliche Auffassung der Verantwortlichen zu diesem Thema

im Funk und Fernsehen ist sehr schwer einzuschätzen. Bleibt der Berliner Feuerwehr wohl bloß die Möglichkeit, nach den auferlegten Regeln zu handeln, auch wenn es manchmal doch etwas übertrieben wirkt. Einzuschätzen, ob für uns nun wirklich eine Gefahr existiert oder nicht, liegt nicht in unserem Ermessen. Es fällt aber auf, dass nach Rinderseuche und Schweinepest nun wieder etwas Medienwirksames passiert und hoffentlich auch genauso schnell wieder verschwindet. Für die Feuerwehr bedeutet das, die richtige Vorsichtsmaßnahmen einzuleiten und auf den Schutz der Einsatzkräfte zu achten, egal ob gefährlich oder nicht. Im übrigen haben auch zahlreiche „Spaßvögel“ in der Bevölkerung die Aktion der Feuerwehr ausgenutzt. So wurden hin und wieder auch ausgestopfte Vögel vorgefunden oder mal eben der gerade aus Altersgründen verstorbene Wellensittich schnellentsorgt. Den Leuten in der Untersuchungsstelle (Invalidenstr.) dürfte die Lust auf Geflügel vergangen sein. Schierz

Der Witz des Tages
In der Morgenpost vom 25.03.2006 stand ein großer Artikel, dass im letzten Haushaltsjahr übermäßig viel Beamte befördert worden sind. Wie zu erwarten war, meldete sich die Partei der Grünen natürlich umgehend zu Wort. Zu lesen war, welche Geldlasten auf die Bürger durch dieses „Geschenkebefördern“ zusätzlich zukommen. Was wiederum nicht zu erwarten war, der Innensenator stellte sich schützend vor die Beförderungen, weil man den Beamten seit längerer Zeit wohl ein bisschen viel Einsparungen zugemutet hat. Was andererseits gar nicht erwähnt wurde, und das mal ein kleiner Tipp für die Grünen, „Erst oben einschalten dann reden“, dass viele Beamte lange Zeit auf höherwertigen Stellen arbeiten und trotzdem kein Geld für diese Mehrleistung bekommen. Sollten sie dann doch irgendwann mal die gerechtfertigte Einweisung bekommen, dürfen sie noch ein geschlagenes Jahr auf ihr Geld verzichten, das müssen im übrigen die Bundsbeamten nicht. Es ist nach wie vor eine Frechheit, mit welcher Arroganz und Unkenntnis in den Medien über die Beamten gehetzt wird. Für die Brandmeister, die schon lange die Verantwortung eines Hauptbrandmeisters tragen und jahrelang nicht einmal Oberbrandmeister werden, ist dieser Bericht bestimmt motivierend. Frage ich mich, warum müssen z. B. die grünen Politiker nicht auch einmal ein haushaltstechnisches Wartejahr absolvieren um den Haushalt zu sanieren? Jemanden zu kritisieren, weil er nur einmal das bekommt was ihm auch zusteht, ist eben auch nur reine Polemik. Schierz

Neue Bücher
Ende 2005 erschienen, sind zwei Der BOS-Funk Nachschlagewerke zum Thema (BOS = BehörBOS-Funk, recherchiert und verfasst den und Orgavon Journalist Michael Marten. BOSnisationen mit Funk Band 1 befasst sich mit den SicherheitsGrundlagen im Funkverkehr, Band 2 aufgaben) „Frequenzen und Kanäle“ dagegen ist macht eine ein umfangreiches Nachschlagewerk moderne in dem man alle zur Zeit verwendeten KommuniFunkkanäle der BOS-Funk Benutzer vorkation bei findet. Im Band 1 werden dem Leser die Polizei, Grundlagen des BOS-Funks dargestellt. Feuerwehr, Zoll, Dazu gehören Gerätekunde, technische THW und Bundespolizei erst mögAufbauten von Funknetzen und alles was lich. man zu diesem Thema wissen muss bzw. Wer etwas über den BOS-Funk wissen will will. Das Buch dient und dann auch noch genauestens über daher sehr gut als alle Funkkanäle informiert Lehrunterlage. sein will, ist mit diesen BüIm Band 2 wird ein chern sehr gut bedient. kompletter Funkrufnamenkatalog Prädikat wertvoll vorgestellt. Dazu Schierz gehören auch vollständige Kanalbelegungslisten im 4m, 2m und 70cm Bereich.

Zwei neue DVD‘s
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Damit die Luft nicht weg bleibt
Seit Änderung der Feuerwehrdienstvorschrift Atemschutz (FwDv 7) werden die Atemschutzgeräte nach jedem Atemschutzeinsatz getauscht und einer vollständigen Reinigung sowie Überprüfung unterzogen. Zuständig dafür ist der Technische Dienst (TD) der Berliner Feuerwehr. Werden auf einer Einsatzstelle Atemschutzgeräte eingesetzt, rückt der Abrollbehälter Atemschutz (AB-A) zu diesem Einsatz aus. Je nach Einzugsgebiet ist der TD 1 in Charlottenburg –Nord oder der TD 2 in Marzahn dafür zuständig. Bedingt durch relativ viele Brandeinsätze ist die Einsatzhäufigkeit des AB-A recht groß. Um hier auch mit der Ausrüstung Schritt zu halten, wurde ein neuer AB-A auf der Feuerwache Marzahn in Dienst gestellt. Dies ist zählermäßig der fünfte AB-A der seit der Einführung und Entwicklung dieses Systems im Jahre 1970 für den Einsatzdienst vorgehalten wird. Aufgebaut wurde er von der Firma Schmitz/ Gimaex. Die Konstruktion ähnelt stark dem Vorgänger, lackiert ist der Abrollbehälter Atemschutz in der Farbe RAL 3000 (Feuerrot). Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen gehören u.a. : 1 Schnelleinsatzzelt, 14 Rückentrageschalen, 4 Hitzeschutzanzüge, 4 Vollschutzanzüge, Atemschutznotfallsets, 10 leichte Chemieschutzanzüge, 100 Reservedruckluftbehälter, 100 Staubfilter, 1 Strahlenmessgerätekoffer, 5 AEF –Boxen, Messgeräte verschiedenster Art, Atemschutzmasken, 30 Fire-Fly, unterschiedliche Werkzeuge aller Art, schriftliche Unterlagen und anderes Kleingerät . Damit auch bei frostigen Temperaturen oder im Dunkeln gearbeitet werden kann, verfügt der AB-A über eine Standheizung sowie eine Innenbeleuchtung. Bis auf den allerersten Abrollbehälter Atemschutz in Form eines 20“ Containers, sind noch alle vier verbleibenden Abrollbehälter Atemschutz im Dienste der Berliner Feuerwehr.
Schierz

Einst gebaut, um Menschenleben zu retten, und jetzt als Trägerfahrzeug einer Pritsche eingesetzt zu werden. Das ist das, wenn auch noch nutzbare Ende, eines Notarztwagensystems. Die Ära der Wechselkoffer-NAW wurde bei der Berliner Feuerwehr beendet. Begann sie im am 13. Februar 1997 mit der Indienststellung des ersten Fahrzeuges dieses Typs. Zwei Wechselladerfahrzeuge (1 Mercedes und 1 MAN) standen zur Verfügung um den austauschbaren Koffer aufzunehmen. Man versprach sich dadurch kurze Ausfallzeiten, weil das mühsame Umtakeln eines Reservefahrzeuges entfiel. Obwohl das System einige Anfangsschwierigkeiten zu bewältigen hatte, hielt es doch bis zum jetzigen Zeitpunkt. Das Umsetzen des Koffers dagegen bereitete doch immer wieder Probleme, die vorgeschlagene Zeit von ca. 45 Minuten wurde meistens nicht eingehalten. Daraufhin entwickelte man ein Nachfolgesystem, bei dem die Abstützung mittels Hydraulik beschleunigt wurde. Im Jahr 2001 wurde die modifizierte Variante des Wechselkoffer- NAW im Krankenhaus am Friedrichshain in Dienst gestellt. Hier gab es nun wieder andere Probleme. Speziell die sehr starre Verbin-

Aus alt mach neu

dung zwischen aufgesatteltem Koffer und Fahrgestell wirkte sich sehr unverträglich bis hin zu Spannungsrissen am Aufbau aus. Diese Punkte und die sehr hohen Anschaffungskosten des Systems führten zur Entscheidung, dieses nicht weiter zu verfolgen. Ohnehin erschweren die jahrelangen Querelen- ob NAW oder NEFzusätzlich die Beschaffungsvorgänge. Die Nachfolge traten mittlerweile die Modulkoffer NAW an. Hier sind Fahrgestell und Aufbau wieder in altbekannter Bauweise

vereint. Die ausgesonderten Fahrzeuge werden unterschiedlich weiterverwendet. Der Mercedes ist ausgesondert, der erste MAN wird es wahrscheinlich auch. Einer der neueren MAN ist zum LKW Ladebord umgebaut worden, der zweite soll eine ähnliche Funktion bekommen. Ein Kofferaufbau wird mit großer Wahrscheinlichkeit als Ausstellungsobjekt an der Feuerwehrschule dienen. Na dann, macht die Koffer zu.
Schierz

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Die Rettung naht
Die Angst sitzt jedem Land im Nacken. Bedingt durch Terroranschläge und andere Bedrohungen, wappnen sich immer mehr Feuerwehren durch Vorhaltung von Mannschaft und Gerät zur Absicherung stehen zwei AB Rettungsmaterial zur Verfügung. Einer steht auf der Feuerwache Moabit, der andere auf der Wache Tempelhof. Nun gesellt sich noch ein drittes mobileres Fahrzeug dazu. Hierbei handelt es sich um den Gerätewagen –Rettungsmaterial. Diesmal nicht in der Version eines Abrollbehälters, sondern in Form eines eigenständigen Fahrgestells mit Kofferaufbau. Auch unter dem Aspekt der kommenden Fußball-WM soll damit die Versorgung im Stadtgebiet verbessert werden. Dazu kommt, dass der GWRettungsmaterial künftig schon ab MANV 2 ausrücken soll und somit schneller und effizienter zur Verfügung stehen soll. Bei dem Fahrzeug selber handelt es sich um einen Daimler Chrysler (Atego 818) schon in facegelifteter Variante. Der Aufbau stammt von Ackermann, die dazugehörende Ladebordwand von der Firma Dautel. Der GW Rettungsmaterial ist im Grunde genommen eine etwas abgespecktere Version der AB-Rettungsmaterial. Zur Beladung gehören, zwei kleine Zelte (je 20m²) sowie ein Mittelpunktzelt mit vier Eingängen, die dazugehörende Zeltheizung, eine Einsatzstellenbeleuchtung in Form eines sogenannten Powermoons (beleuchteter Ballon) Zur Stromversorgung steht ein Aggregat zur Verfügung. Medizinisch ist der Gerätewagen für die Versorgung von ca. 50 Personen ausgestattet. Hier hat man diesmal auf Klapptragen verzichtet und dafür 8 Fahrtragen (wie RTW) sowie Schleifkorbtragen und Vakuummatratzen auf das Fahrzeug gelegt. Um die Verletztenversorgungsstelle besser zur erkennen, lässt sich eine Rundumkennleuchte installieren. Der Gerätewagen Rettungsmaterial (B2751) ist in RAL 3000 lackiert und besitzt selbstverständlich auch eine Sondersignalanlage sowie Frontblitzer. Stationiert wird das Fahrzeug voraussichtlich auf der Feuerwache Moabit.
Schierz

von Großschadensstellen. Gott sei Dank, bis jetzt sind wir im großen und ganzen davon verschont worden, allerdings können Großschadensstellen auch schnell im normalen Tagesgeschäft geschehen. Um einen Massenanfall von Verletzten zu beherrschen, gibt es in Berlin das Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) mit entsprechend steigenden Kategorien. MANV 1 3-5 Verletzte, MANV 2 6-9 Verletzte, MANV 3 10-30 Verletzte und MANV 4 alles über 30 Verletzte. Dementsprechend steigert sich auch die Anzahl von ausrückenden Kräften. Ab MANV 3 rücken die Abrollbehälter „Rettungsmaterial“ zu dem Ereignis mit aus. Derzeit

Neuer Panther 6x6 für Tempelhof
Eigentlich sind es sogar zwei neue Fahrzeuge für die Flughafenfeuerwehr Tempelhof. Eines ist bereits in Berlin, ein zweites soll folgen. Nach der geplanten Schließung des Flughafen werden die Fahrzeuge andere in Schönefeld und Tegel ersetzen.

„Christoph 31b“ in Dienst gestellt
Nun ist er da! Bereits seit dem 15. April ist der zweite Berliner Rettungshubschrauber im Dienst. Stationiert im Bundeswehrkrankenhaus fliegt er vollwertigen Parallelbetrieb mit „Christoph 31a“. Der Einsatzzeitraum ist jedoch bis zum 14. Juli befristet.

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llNews ode M
von Ingo Papenfuß
In den letzten Monaten gab es nicht sehr viele Feuerwehr-Sondermodelle im Maßstab 1:87, vielleicht ist das auch ganz gut so, denn es spart die immer knapper werdenden Euro! ckungen: Wappen der BF Darmstadt auf beiden Türen sowie weitere Schriftzüge (Magirusschriftzeichen) und Beklebungen des Originals, integrierte Frontblitzer im weißen Kühlergrill, Fahrzeugfarbe RAL 3003/ rubinrot, weiße Felgen, TechnoAls Modell Nummer 6 der Serie „Feuer- Warnlichtbalken. Von Minichamps ist ein Mercedes LOD 3750 als KS 25 nach Vorbild der „Feuerwehr Berlin“ im Maßstab 1:43 angekündigt, Preis: ca. 42.50 Euro, das Original ist als Museumsfahrzeug noch erhalten. Von Rietze werden die folgenden Feuerwehr-Neuheiten für 2006 angekündigt: Mit der Mercedes Atego facelift-Kabine erscheint ein Schlingmann LF 10/6 Allrad mit Singlebereifung, Koffer und Fahrgestell sind neu, erst erscheint das Modell in neutraler Farbgebung, Bedruckungsvarianten werden folgen. In Zusammenarbeit mit der Iveco Magirus Brandschutztechnik ist ein Iveco Magirus HLF 20/16 geplant, Aufbau und Kabine sind Neuentwicklungen. Nach den nicht ganz so glücklichen Entwicklungen der Mitkonkurrenten versucht sich nun auch Rietze an einem Koffer-RTW, es wird das Modell von der Fa. „Wietmarscher“ auf Mercedes SprinterFahrgestell werden, dank Formschiebern wird es auch 2 Varianten geben, nämlich wahlweise mit Schiebe- oder Drehtür auf der Beifahrerseite. Auf der Spielwarenmesse standen nur erste Probeabspritzungen der Modellform, die Qualität der Modelle soll jedoch den Löschfahrzeugen ebenbürtig sein. Dies verspricht schöne Serien- und Werbemodelle!!

wehren aus den Bundesländern“ erschien als NRW-Modell ein Herpa Mercedes Vito Kastenwagen (alte Form) nach Vorbild der BF Düsseldorf „Technische Dienste“, weiß mit leuchtrot/gelber Folienbedruckung, Preis: 18.- Euro (1). Ein sehr schönes Modell ist der Mercedes Integro Befehlswagen der BF Hamburg, Wache Berliner Tor, auf Basis des Rietze-Modells. Das Modell ist in RAL 3024 lackiert und aufwändig bedruckt. Die beiden Blaulichtbalken sind unterschiedlich bedruckt, so sind am hinteren eine Verkehrswarnanlage wie im Original aufgedruckt, Kennzeichen, Wachkennung, Logo usw.. Auflage: 750 Stück, Preis: 39.95 Euro (2). Als Sondermodell für die Niederlande gibt es eine Herpa MAN LE 2000 DLK 23/12/Metz „Brandweer“ mit den typischen Streifenbedruckungen am Fahrerhaus und „BRANDWEER“-Beschriftungen. Preis: 19.95 Euro (2). Auf Herpa-Basis erschien ein MAN ME 2000 HLF der Feuerwehr Darmstadt. Dachkennzeichen: DA 2401 Fahrzeugkennung in der vorderen Windschutzscheibe und auf dem Heck: 1 / 23, Nummernschilder vorne und hinten in Eurokennzeichenausführung: DA-2401, Bedru-

Auflage: 1000 Stück, Preis: 32.90 Euro (3). Beim selben Händler gibt es noch einen MAN TGA M 3-achs Kipper in RAL 3000 mit gelber Streifenbedruckung am Fahrerhaus, Frontblitzern links und rechts des Kühlergrills und einem Techno-Warnlichtbalken. Preis: 22.90 Euro (3).

Im Februar fand in Nürnberg wie jedes (1)	Modellbahnladen Klee, Jahr die internationale Spielwarenmesse Tel. 06781/3486, statt. www.exclusive-blaulichtmodelle.de Von WIKING kommt ein tolles, neues Modell, das Flugfeldlöschfahrzeug ROSEN- (2)	Der kleine Autoladen, BAUER PANTHER 6x6 CA5, die 8x8 VariTel. 0541/2599820, ante erscheint von SIKU im Maßstab 1:50 www.derkleineautoladen.de und da Wiking zur Fa. Sieper/Siku gehört, ist ein Austausch der Modellvarianten in (3) Modellfahrzeughandel Laudenberg der Zukunft nicht unwahrscheinlich!! Hannenbusch 4, Schuco präsentiert im Maßstab 1:18 51467 Bergisch Gladbach ein ganz besonderes Modell, nämlich Tel. 02202 / 21515 einen Mercedes L322 „FFW Münnerstadt“ als Metz-DL 22 mit zu öffnenden Türen, Klappen und Motorhaube, inkl. detailgetreuer Inneneinrichtung und als Krönung eine auf ca. 1.20 m ausziehbare Alu-Leiter!!! Der Preis wird ca. 220.- Euro betragen, das Modell wird die Summe aber wert sein! Im Maßstab 1:43 wird es dieses Modell auch geben. Preis: ca. 70 .- Euro. -

Eine alte Bekannte kehrt zurück
MAN 450 DLK 23/12 Magirus-Kraneinrichtung
Die Inspiration zum Nachbau einer Drehleiter erfolgte gleichzeitig mit meiner Einstellung bei der Berliner Feuerwehr im Jahre 1967. Jeder angehende Feuerwehrmann konnte im damaligen Direktionsgebäude am Nikolaus- Groß Weg die auf den Etagen ausgestellten historischen Feuerwehrmodelle bewundern. Heute sind diese Kunstwerke, die damals zum 100-jährigen Jubiläum der Berliner Feuerwehr von den Kollegen während Ihrer Bereitschaftszeit gebaut wurden, im Feuerwehrmuseum in Tegel zu sehen. 1974 wurde die Idee zum Vorsatz. Die Feuerwache Spandau-Süd (bei älteren Kollegen auch als „Zirkus Linne“ bekannt) führte seit 1972 eine Drehleiter mit Kranbetrieb im Zugverband, um u.a. bei Ölwehreinsätzen die sog. „Aluminette“ (ein Aluminium Rettungsboot mit Außenbordmotor) in kanalisierten Gewässern zum Einsatz zu bringen. Die Kranflasche und der seitlich am Leiterturm verlastete Rettungskorb verlieh der Drehleiter ein so kompaktes und unverwechselbares Aussehen, dass ich mich für den Nachbau dieses Drehleitertyps entschied. So ist nach 32-jähriger ! Bauzeit ein Stand- Funktionsmodell im Maßstab 1: 10 entstanden, welches durch die Metallbauweise 20 kg Gesamtgewicht auf die Waage bringt. Die Fahrerkabine ist aus Kupferblech, das Fahrgestell und die Felgen aus Aluminium, der Leistersatz aus gelöteten Messingprofilen gefertigt. Eine besondere Herausforderung bestand in der Konstruktion und im Bau der Minihydraulik für die Funktion der Stützpressen und der Aufrichtezylinder für den Leitersatz plus Lafette. Der erforderlichen Betriebsdruck von 2 bar (für die Funktion der Aufrichtezylinder in Reihe angeordnet 4 bar) wird von Minizahnradpumpen erzeugt, die eine originale Funktion ermöglichen. Die Steuerung der Funktion wird originalgetreu am Bedienpult des Maschinistenplatzes vorgenommen. Was kann das Modell noch und was kann es nicht ? Ein im original nachgebildeten Dieselmotor eingebauter Elektromotor treibt über eine Kardanwelle und Differenzialgetriebe die Antriebsräder an. Wegen der zu schwach ausgelegten Bauweise des Antriebs im Verhältnis zum Modellgewicht schloss sich der Einbau einer Fernsteuerung aus. Die gesamten Beleuchtungseffekte können an entsprechenden Zugschaltern betätigt werden. Ein Geräuschmodul vermittelt den Sound eines LKW-Dieselmotors im Stanbetrieb sowie das durchdringende Geräusch einer Feuerwehr- Pressluftfanfare. Bedanken möchte ich mich bei den Kollegen und Personen, die durch ihre Mitarbeit und freundliche Unterstützung zum erfolgreichen Abschluss dieses Projektes beigetragen haben. Im Besonderen: OBM a.D. Horst Ungnad, der mir eine Präzisionsdrehmaschine überlassen hat. Herr Eipper, Herr Knill, Firma Iveco Magirus Unternehmensbereich Brandschutz Ulm., die mir Konstruktionszeichnungen zur Verfügung stellten. Kollegen der FF Bad Salzuflen, FF Bad Salzdetfurth, BF Herford, auf deren Wachen ich ergänzende Fototermine wahrnehmen konnte. Die Firma Helms Holzbau GmbH & Co.KG in Lemgo fer-

tigte das spezielle Standbrett und BOI Schierz der mich mit Zeichnungen Fotos und Hinwiesen versorgte. Für Interessierte der Hinweis, dass für das Frühjahr 2006 eine Ausstellung des Modells im Berliner Feuerwehrmuseum geplant ist.
Bericht und Fotos: BAR i. R. Henry Poritz

Anmerkung der Redaktion: Schon die uns vorliegenden Bilder lassen ein Supermodell erahnen. Wir gratulieren zum Erfolg und wünschen für das nächste geplante Objekt genau soviel Erfolg.

Nun ist die Technik einer Drehleiter sehr komplex und stellt für den Modellbauer eine handwerkliche Herausforderung dar. Ich hatte den Anspruch, alle Teile und Baugruppen selbst anzufertigen. Dabei war es hilfreich, dass ich dieses Fahrzeug über Jahre als Maschinist fahren und bedienen konnte. Ich erspare dem Leser die erfolglosen Versuche zu schildern, bei denen ich mitunter mehrere Tage für die Abfallkiste arbeitete. Nicht zu vergessen die Stunden, die ich während der Bauzeit auf Knien den Boden nach Kleinteilen absuchte, um dann oft deren Verlust verbuchen zu müssen. -

Katastrophenschutzübung „Triangel“
In Berlin wurde am 11. März 2006 das Zusammenspiel von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen, Technischem Hilfswerk (THW) und anderen Institutionen bei einer Serie von großen Unglücken geübt. An drei verschiedenen Orten wurde jeweils ein Notfall mit einer Vielzahl von Verletzten und anderen Gefahren simuliert. Insgesamt waren rund 2.000 Einsatzkräfte aus Berlin und Brandenburg an dieser Übung beteiligt. Ziel der Übung war die Verbesserung der Zusammenarwallee 225 im Ortsteil Karlshorst kam es bei Sanierungsarbeiten zu einer Gasexplosion mit verschütteten Personen und einem Folgebrand. Weitere Personen wurden verletzt. Sicherheit ging vor – auch bei der Übung Um eine möglichst authentische Einsatzatmosphäre zu erzeugen, wurden teilweise pyrotechnische Effekte erzeugt. Die „Verletzten“ wurden von Soldaten der wurstbrotessend gerne genau dafür von den Medien aufs Korn genommen wurde, konnte in seiner sonst gelassenen Art nur die Lage durch beschwichtigende Worte etwas entschärfen. Wer den Bericht im RBB gesehen hat weiß, was hier der Feuerwehr alles vorgeworfen wurde. Die Polizei, die sich als erste auf den Bahnsteig wagte, wurde zum Helden der Medien und dieser Übung ernannt. Dass dieses Verhalten aber mit dem selben Fehler der Polizei zu vergleichen ist, ohne Schutz

beit aller Hilfs- und Rettungsdienste bei mehreren, parallelen Großschadensereignissen im Berliner Stadtgebiet. Folgende Einzelübungen fanden statt:

Einsturz einer Großbildleinwand Im Stadion im Volkspark Mariendorf wurde der Einsturz einer Großbildleinwand angenommen. In der Folge kam es unter den zahlreichen Zuschauern zu panikartigen Reaktionen. Eine größere Anzahl von Personen wurde verletzt. Einige Personen waren unter Trümmern verschüttet bzw. eingeklemmt. Stab Chemikalienaustritt Auf dem Bahnhof Gesundbrunnen in Wedding trat aus zehn Behältern unbekannter Herkunft ein Gefahrstoff aus. Ca. 100 auf dem Bahnsteig befindliche Personen waren von den Folgen betroffen.

der Bundeswehr und Angehörigen der Feuerwehr dargestellt. Diese trugen zum Teil zu Ihrem eigenen Schutz Masken mit Atemschutzfiltern um möglichen Irritationen der Atemwege durch die Nebelkerzen vorzubeugen. Die im Bhf. Gesundbrunnen verwendeten Behälter „mit einem unbekannten chemischen Stoff“ waren mit Leitungswasser gefüllt. Eine Umweltbelastung oder eine Gesundheitsgefährdung für die Beteiligten und Anwohner war somit ausgeschlossen.

Wer die Medien danach verfolgt hat, wird auf sehr unterschiedliche Weise informiert worden sein. Von Lobeshymnen bis zur vernichtenden Kritik war wohl alles vertreten. Sind die zwei Übungen in Mariendorf und Karlshorst wohl recht Explosion mit Folgebrand sauber gelaufen, gab es für GesundbrunAuf einem Firmengelände an der Tresko- nen unglaubliche Prügel. Auch der LBD, Schierz

Die Tage danach

in brennende Häuser zu rennen, wurde nicht erwähnt. Sicherlich sind hier viele Dinge nicht so gelaufen wie sie es sollten, aber es nützt auch nichts, „Helden“ in ihr Verderben zu schicken. Die eigentliche Taktik sollte hier auf jeden Fall durchleuchtet werden und man muss auch mit der Ehrlichkeit der Realität bewusst umgehen. Wäre dies ein Ernstfall gewesen stellt sich die Frage, „was wäre anders gelaufen?“ Auch wenn die Feuerwehr auf alles und jeden eingestellt ist, bestimmte Dinge lassen sich nun mal nicht verändern. Auch sollte man sich im Klaren sein, wer unaufhaltlich Personal abbaut und dann noch im kommenden Jahr durch sinnlose Gesetzte Fahrzeuge und Besatzungen minimiert, sollte auch im Fernsehen einmal deutlich sagen, dass dies viele Menschenleben kosten wird.

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Freunde fürs Leben
Die Imagekampagne zur Fußball-WM
Die Berliner Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, die Johanniter Unfall-Hilfe, der Arbeitersamariterbund und der Malteser Hilfsdienst sorgen während der Fußball-Weltmeisterschaft gemeinsam für die Sicherheit und medizinische Versorgung der Fans und natürlich auch der Berliner. Mit dem Slogan „Freunde fürs Leben. WM in Berlin – Mit Sicherheit toll“ präsentieren sich die Rettungskräfte derzeit auf Plakaten, Flyern und Postkarten der Öffentlichkeit. Das Motiv fällt ins Auge: Es zeigt sechs Helfer – einer aus jeder Organisation – Seite an Seite vor dem Berliner Olympiastadion. Die Flyer enthalten übrigens neben einem Vorwort des Berliner Innensenators Dr. Ehrhart Körting auch Kurzporträts der sechs beteiligten Organisationen in Deutsch und Englisch. Zum Fotoshooting vor dem wichtigsten WM-Schauplatz hatte der Fotograf Thomas Hirte eingeladen. Für die Johanniter stand Rettungssanitäter Marco Barz Modell. Seite an Seite – wie auf dem Foto – so soll auch die Zusammenarbeit während der Fußball-Weltmeisterschaft aussehen. „Nicht nur im Fußball kommt es auf gute Teamarbeit an, sondern auch im Rettungswesen. Das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr, THW und den Hilfsorganisationen bei der WM garantiert die Sicherheit aller“, erklärt Jens-Peter Wilke von der Berliner Feuerwehr, der die Kampagne initiierte. Die Poster werden u. a. in den Einrichtungen der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen hängen. Die Postkarten und Flyer liegen auf Veranstaltungen aus.

Tag der offenen Tür der Berliner Feuerwehr
Am 21. Mai steigt wieder einmal der zentrale Tag der offenen Tür der Berliner Feuerwehr. Er wird – wie könnte es in diesem Jahr auch anders sein – ganz im Zeichen der Fußballweltmeisterschaft stehen. Die Berliner Feuerwehr wird zeigen, wie sie sich auf besondere Einsätze im Zusammenhang mit diesem Ereignis vorbreitet. So kann z.B. ein Behandlungsplatz für eine große Anzahl Verletzter besichtigt werden. Auch bei der Feuerwehr selbst wird Sport groß geschrieben. Deshalb treten in diesem Jahr Mannschaften fast aller Berufsfeuerwehren aus WMStädten zu einem Mini-Fußball-Turnier gegen einander an und küren die beste Feuerwehr-Fußballmannschaft. Für die Fans der Feuerwehr-Fahrzeugtechnik besonders interessant: Die WM-Feuerwehren reisen mit Einsatzfahrzeugen an, die für die Besucher ausgestellt werden. So kommt z.B. die Feuerwehr Kaiserslautern mit einem bislang in Deutschland einmaligen Umweltlöschfahrzeug. Der diesjährige Tag der offenen Tür wird aber auch in anderer Hinsicht ein - besonderes Ereignis werden, denn er ist gleichzeitig die offizielle Verabschiedung des Landesbranddirektors Albrecht Broemme. Broemme wird nach 14jähriger Tätigkeit als Leiter der Berliner Feuerwehr neuer Präsident des Technischen Hilfswerkes. Im Rahmen der Vereidigung von 86 Nachwuchsbeamten wird er um 10.30 Uhr mit allen Ehren von Innensenator Dr. Körting verabschiedet werden. Natürlich wird es auch in diesem Jahr wieder jede Menge spektakuläre Einsatzvorführungen der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und der Betriebsfeuerwehren geben. Dabei wird erstmalig auch gezeigt, wie sich Feuerwehrleute unter Atemschutz im Notfall selbst retten können. Für Fahrzeugfans gibt es in diesem Jahr einen besonderen Leckerbissen: Im Rahmen der „Blaulichtparade“ werden gewöhnliche und ungewöhnliche Einsatzfahrzeuge vorgestellt. Besonderen Schwerpunkt legen wir in

diesem Jahr auf das Thema Prävention. So wird es den Besuchern erstmalig ermöglicht, echte Brände mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung kann unter fachkundiger Aufsicht trainiert werden. Daneben gibt es viele Informationen z.B. zum Thema Rauchmelder. Für die jüngsten Besucher wird es auch in diesem Jahr wieder spannende Aktivitäten geben. So kann man z.B. einmal in einem echten Feuerwehr-Auto mit Blaulicht fahren, mit dem Schlauch spritzen, viele kleine Playmobil-Feuerwehrleute beim Retten bewundern oder mit dem Feuerwehr-Kasperle aus Bielefeld den Brandstifter jagen. Auch die Partner der Berliner Feuerwehr werden sich im Rahmen des Tages der offenen Tür wieder präsentieren. So wird die Berliner Polizei sich dem Thema Sicherheit im Straßenverkehr widmen, während die Bundespolizei ihre Dekon-Einheit vorstellt, mit der sie auch während der Fußballweltmeisterschaft die Berliner Einsatzkräfte unterstützen wird. Die Hilfsorganisationen werden ihre Arbeit ebenso vorstellen wie das Technische Hilfswerk. Wem das alles zuviel „Blaulicht“ ist, der kann sich bei der 104.6-RTL-Bühne ablenken. Hier wird den ganzen Tag über ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten. Für das leibliche Wohl sorgen diverse Gastro-Stände, die keinen Wunsch offen lassen.
        
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