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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2013, Juli = Nr.231

Monatszeitung

Nr. 231 Juli 2013

1,– €

Die 13. Lange Nacht der Wissenschaften fand am 8. Juni statt. Zentraler Anlaufpunkt war das ErwinSchrödinger-Zentrum in Adlershof. 	 Seite 3

Der Elektronenspeicherring BESSY II war wie immer ein Publikumsmagnet. Im Foyer erfuhren die Besucher an einem Modell dessen Funktion und Wirkungsweise. Speziell für die Kinder gab es spannende Fragen zu erforschen, z.B. Was passiert mit SchokoSeite 3 küssen im Vakuum?	

Bei herrlichem Sommerwetter fanden am 12. Juni die 8. Offenen Drachenbootmeisterschaften der Berliner Schulen auf der Olympiaregattastrecke in Grünau statt. 	 Seite 15

Foto: Drachenboot Jugend Berlin e.V.

Fotos: Staneczek

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Nr. 231

Mitwirkende beim Herbstfest gesucht
Bei der Zusammenkunft unseres Adlershofer Festkomitees am 22. Mai wurde festgestellt, dass für das Bühnenprogramm beim Herbstfest am 7. September noch Akteure gesucht werden. Auf die Einladung zur Tierparade (s. AZ Nr. 229/230) hat sich bislang niemand gemeldet. Ob sich die Tierfreunde nur nicht trauen? Vielleicht gibt es auch Adlershofer(innen) mit anderen Hobbys, die bei dieser Gelegenheit vorgestellt werden könnten. Bitte wenden Sie sich an Dr. Hans Erxleben mit entsprechenden Vorschlägen! Wie 2014 die Adlershofer Jubiläen begangen werden könnten, ist ebenso noch offen. Adlershof wird 260 Jahre alt und unser Festkomitee sowie die Adlershofer Zeitung existieren dann seit 20 Jahren. Das Komitee kommt vor dem Herbstfest noch einmal am 6. August zusammen. Nachstehend folgen die bisher bekannten Veranstaltungstermine in Adlershof im Juli und August. Nähere Informationen wie auch die Veranstaltungen von Kiezklub finden Sie auf weiteren Seiten dieser Ausgabe.

Termin 2.7. 27.7. 16.00 14.00 18.00 6.8. 9.8.–11.8. 19.00

Ort Campus Blattlaus Birkenwäldchen Alte Schule

Veranstaltung Sommerfest der Humboldt-Universität Kinder- und Sommerfest der KGA „Am Adlergestell“ zum 85jährigen Bestehen 9. Adlershofer Rocknacht Sitzung des Adlershofer Festkomitees (öffentlich) Treptower Hafenfest, Jubiläumsveranstaltung 125 Jahre Stern und Kreisschiffahrt

16.8. 18.8. 23.8.–25.8. 31.8.

20.00 10.00

Alte Schule Verklärungskirche

Ausstellungs-Eröffnung: „15 Jahre Galerie Alte Schule“ Gottesdienst zu 30 Jahre Partnerschaft mit Swasiland Köpenicker Winzersommer Katzengrabenfest

Am Studio 16 landete die „Libelle“

Rollender Hörsaal zwischen Schöneweide und Adlershof
Bei der 13. Langen Nacht der Wissenschaften am Samstag, den 8. Juni 2013 fuhr ein Sonderzug der Straßenbahn zwischen Schöneweide und Adlershof, um die beiden Wissenschaftsstandorte „Hochschule für Technik und Wirtschaft“ (HTW) und den Campus Adlershof durch einen „rollenden Hörsaal“ miteinander zu verbinden. Da sich dieses Thema anbot, ging es bei der Straßenbahnfahrt auch um Vergangenheit und Zukunft beider Standorte. Stellvertretend für die Bürgerinitative „meinAdlershof.de“ erzählte Andreas Paul „Geschichten über die Zukunft des Ortteils Adlershof“. Der Schwerpunkt liegt in einer sinnvollen Verknüpfung zwischen einem vernünftigen Verkehrskonzept, der umfassenden Umgestaltung des Marktplatzes und die Umsetzung vorhandener Konzepte (wie beispielsweise das Zentrenkonzept). Die Bürgerinitative arbeitet hierzu mit vielen Stellen zusammen: Bezirksamt, TU Berlin (Konzeptstudie) und den Adlershofer Bürgern (Sprechstunde jeden 2. Donnerstag im Monat von 17 – 19 Uhr in der Handjerystraße 29 – 31). Während der Straßenbahnfahrt konnten die Zuhörer illustrierte Geschichten erleben. Mit dem Blick aus dem Fenster sahen sie den Alltag, hören konnten sie Konzepte und Visionen über die künftige Entwicklung. Dieser unvergleichliche Mix war eine einmalige Erfahrung. Dass es allen Spaß gemacht hat, kann man auf dem Foto gut erkennen. Andreas Paul

Foto: Staneczek

Mit den Worten „Entdecken Sie die Welt der Libellen auch auf der Freiterrasse, im Atrium und am Bachlauf“ werden seit 10.6.2013 hungrige Gäste in die „Libelle“ (Am Studio 16), die neue Zweigstelle des Adlershofer Betriebsrestaurants (ABR), eingeladen. Unter dem schrägen, begrünten Dach bei „Solon“ nahe der Köpenicker Straße kann man in einem herrlichen Ambiente die gleichen Gerichte wie in der Hauptkantine „WISTA-Corner“ (Rudower Chaussee 17), in den Höhen der

„Hummel“ (Rudower Chaussee 26) und der Cafeteria „Steinkauz“ im UTZ (Volmerstr. 5-9) erhalten (s. auch AZ Nr. 96). Nicht nur die Mitarbeiter der umliegenden Einrichtungen sind täglich von 8–15 Uhr willkommen. Eine Bushaltestelle ist direkt vor der Tür. Leider verkehrt der 260er Bus nur zwischen Rudow und dem Bahnhof Adlershof. Vielleicht machen Sie sich dennoch einmal auf den Weg dorthin und erfreuen sich auch an mehr als 100 Namensgeberinnen dieser gastlichen Stätte. W.S.

Foto: Paul

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13. Lange Nacht der Wissenschaften – Anerkennung für die Leistungen Adlershofs
Adlershof hat sein Stammpublikum gefunden. Auch in diesem Jahr haben wieder Tausende die Lange Nacht der Wissenschaften besucht [1]. Während an anderen Stellen Berlins die Besucherzahlen stagnierten oder zurückgingen, war Adlershof der bestbesuchte Standort überhaupt und zudem der einzige mit steigenden Zuwächsen seit zwei Jahren in Folge. Über 38000 Besucher sollen in dieser Nacht unterwegs gewesen sein, das wären rund 10% mehr als im vergangenen Jahr. Wie jedes Jahr war das Programm von Bessy II ein Publikumsmagnet [2]. Organisiert und finanziert wird die Lange Nacht der Wissenschaften, die seit 2001 jährlich stattfindet, überwiegend von den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen mit Unterstützung von zahlreichen Partnern aus der Region. So wurden digitale Schnitzeljagden ermöglicht, bei denen Eltern und Kinder eine spannende Forschungsreise über einen Rätselparcours erlebten
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und bei Vorträgen, in Experimenten und durch Ausstellungen den Standort erkundeten [6], um am Ende wertvolle Preise gewinnen zu können. Wer sich darauf individuell vorbereiten wollte, registrierte sich über die SchnitzeljagdApp und legte am Start sofort los. Aber es ging auch ganz anders. Wem eine Schnitzeljagd zu einfach erschien, der konnte seinen eigenen Körper zur Erlebniswelt werden lassen. Hinterher war jedem klar, wie man übers Wasser läuft oder wie man Solarzellen aus Kirschsaft baut. Ein Höhepunkt war der rollende Hörsaal [s. S. 2]. Zwei Straßenbahnzüge pendelten zwischen Adlershof und Schöneweide und Dozenten der HTW erklärten gemeinsam mit Adlershofer Wissenschaftlern Geschichte und Zukunft für Forschung und Unternehmertum beider Regionen. Bei einer langen, klugen Nacht der Wissenschaften durfte natürlich ein Redewettstreit nicht fehlen, bei dem Wissenschaftler ihr komisches Talent auslebten und
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die Lachmuskeln des Publikums strapazierten. Kinder konnten testen, wie sie das optimale Mischungsverhältnis zur Herstellung großer Seifenblasen erreichen [4], während die Eltern Neues von Sternschnuppen und Feuerkugeln erfuhren [5], um am Ende letzteres beim Abschlussfeuerwerk zu bewundern [3]. Aufgabe der Wissenschaftsnacht

ist es, Neugier zu erwecken, Erkenntnisse zu vermitteln und kritische Nachfragen zu provozieren. Darum wird das Bemühen, die Neugierigen für die Wissenschaft zu begeistern, nicht nachlassen, denn der Aufwand lohnt sich und Adlershofs geografische „Randlage“ ist offensichtlich für wissensdurstige Berliner kein Problem.
Brigitte Gelbke

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Fotos: Staneczek

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Für Sie aktuell aus der BVV vom Mai 2013
Bei der Eröffnung der 19. BVVSitzung am 30. Mai würdigte Vorsteher Siegfried Stock die Organisation der Verleihung von Bürgermedaillen durch das Büro des Bezirksbürgermeisters und verwies auf die Neuausgabe eines „Friedhofswegweisers“ für Treptow-Köpenick. Bürgermeister Oliver Igel berichtete darüber, dass die EU ein Verfahren wegen der Verletzung des Umweltrechts hinsichtlich der vorgesehen Flugrouten vom BER einleitet und sich dabei auch auf die Beschwerden von Anwohnern stützt. Anschließend würdigte er die vier kurz zuvor mit der Bürgermedaille ausgezeichneten Mitbürger(innen). Einladungen an alle Bürger(innen) zum Fest für Demokratie und Toleranz sowie die Einweihung eines Gedenksteins zur Erinnerung an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 an der Gaststätte „Rübezahl“ (s. S. 11) am 8. Juni 2013, aber auch zum Köpenicker Sommer vom 14.–16.6.2013 folgten. Als erste der „Mündlichen Anfragen“ von Bezirksverordneten an das Bezirksamt wurde nach dem aktuellen Stand einer möglichen (seit Jahren offenen) Bebauung der Eingangszone der Dörpfeldstraße gegenüber dem S-Bahnhof gefragt. Dabei war zu erfahren, dass für beide Grundstücke Dörpfeldstr. 1/Adlergestell 259 und Dörpfeldstraße 3/5 bzw. AnnaSeghers-Str. 110/112 ein positiver Vorbescheid zur Errichtung einer mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftsbebauung erteilt wurde und nach Rücksprache mit dem Projektentwickler gegenwärtig ein Bauantrag vorbereitet wird. Mehrere Anfragen betrafen den Aufmarsch in DDR-Uniformen am 8. Mai am sowjetischen Ehrenmal in Treptow. Dabei wurde informiert, dass für das Areal nicht das Bezirksamt zuständig sei und die VVN zwar eine Gedenkveranstaltung beantragte, aber an der durchgeführten nicht beteiligt war. Jetzt wird auch wegen Störung der Totenruhe ermittelt. Weiter war u.a. zu erfahren, dass • derzeit im Bezirk keine Veranlassung zur Aufgabe von Kleingartenanlagen besteht. • Initiativ- und Kiezfeste vom Bezirksamt im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten unterstützt werden. • das Modellprojekt „Fahrradstationen“ des Senats noch nicht angelaufen ist und der Bereich um den S-Bahnhof Adlershof dafür als „eher ungünstig“ angesehen wird. Nach der Neuwahl von zwei Mitgliedern des Beirates in Sozialangelegenheiten wurde von der BVV u.a. beschlossen, dem Bezirksamt zu empfehlen, • sich bei den zuständigen Anbietern von CarSharing Diensten dafür einzusetzen, dass das Geschäftsgebiet auf weitere Ortslagen in Treptow-Köpenick ausgeweitet wird. • sich gegenüber der Senatsverwaltung dafür einzusetzen, die Preissteigerung für das Sozialticket zurückzunehmen, welche seit 1.1.2013 in Kraft ist. Zudem sollten weitere Preiserhöhungen verhindert werden, solange keine Regelanpassung im Bereich Mobilität stattfindet. • den Senat aufzufordern, sich gegen die von der BVG geplante Abschaffung der automatischen Absenkung der Busse einzusetzen, um weiter eine barrierefreie Einstiegsmöglichkeit für alle Fahrgäste sicherzustellen und behinderte Menschen nicht zu Bittstellern zu degradieren. beim Kreiswehrersatzamt an der Oberspreestraße ab Juli das Objekt überwachen, dabei jedoch auch Teile des Fußweges und der Straße erfassen. • keine Planungen zum Einstellen des Fahrbetriebes der Straßenbahnlinie 61 vorliegen und nicht beabsichtigt ist, für den kommenden Fahrplanwechsel auf dem Abschnitt nach Rahnsdorf Fahrplanänderungen vorzunehmen. • in der Liste der 13 Brücken im Bezirk, die in den nächsten Jahren instandgesetzt oder neu gebaut werden sollen, auch die Instandsetzung der Teltowkanalbrücke im Zuge der Wegedornstraße (nicht vor 2015) und der Köpenicker „Lange Brücke“ (z.Z. keine Planungen) enthalten sind. • in die Liste der Straßensanierungsprojekte in Adlershof die Nipkowstraße (von Radickestraße bis Büchnerweg), die Köpenicker Straße (von Adlergestell bis Straße am Studio) und das Adlergestell (von Stelling-Janitzky-Brücke bis ca. 100 m vor Glienicker Weg) aufgenommen wurden. • vom Bezirksamt ein Konzept zur naturnahen Pflege öffentlicher Grünanlagen vorgelegt wurde, das künftig fortgeschrieben werden soll. • die Kosten zur Pflege eines Straßenbaumes im Bezirk besonders hoch waren, weil bisher eine zweimalige Baumkontrolle im Jahr erfolgen konnte, die abgeschafft werden musste. Zudem haben wir einen verhältnismäßig alten Baumbestand, der intensivere Pflege benötigt. Trotzdem bestehen Tausende offene, nicht bearbeitete Pflegefälle. Die nächste BVV-Sitzung (einschl. Bürgerfragestunde) nach der vom 20.6. findet am 29.8. ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt.
W.S.

Zeichnung: Architekt Neuhoff

Öffentliche Sprechstunden
Die Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi entfällt im Juli. Bezirksbürgermeister Oliver Igel ist am 16.7.2013 von 15.30–17.30 Uhr im Bürgeramt II (Michael-BrücknerStraße 1) und am 31.7. von 15.30–17.30 Uhr im Rathaus Köpenick zu individuellen Gesprächen bereit. Nähere Informationen oder ggf. einen zusätzlichen Termin bitte unter 90297-2300 erfragen! Die Sprechstunde der stellvertretenden Bürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Arbeit, Soziales und Gesundheit Ines Feierabend findet am 24.7.2013 von 15–17 Uhr in der Hans-Schmidt-Straße 18, Raum 212 statt (Anmeldung unter 90297-6100 erbeten).

Den „Mitteilungen des BVV-Vorstehers Nr. VII-19“ entnehmen wir u.a., dass • eine Allgemeinverfügung im Bezirk erlassen wurde, die den Konsum von Tabakwaren und Alkohol auf Kinderspielplätzen verbietet. In ihr ist die Ermächtigung zur Ahndung von Verstößen als Ordnungswidrigkeit enthalten. • die Wartezeiten beim Elterngeld vom Zeitpunkt der Vollständigkeit eines Antrages bis zur Bewilligung etwa acht Wochen betragen. Härtefälle werden individuell geregelt. • zur Umsetzung der ergänzenden Lernförderung im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets die Heide-Grundschule mit KuBis gGmbH und die AnnaSeghers-Schule mit der Studienkreis GmbH-Adlershof Kooperationsverträge geschlossen haben. • die neu installierten Kameras

PRIEPKE
Abschied mit Liebe . . .

BESTATTUNGSHAUS

Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

030 / 670 20 20

TAG & NACHT

Juli 2013

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Unheimlich und Rätselhaft – Kindheitserinnerungen
Ich habe die Decke bis über beide Ohren gezogen. So, dass ich gerade noch ein wenig unter ihr hervorlugen kann. Erkennen kann ich nicht viel. Die Dunkelheit lässt es nicht zu. Ich fühle mich unwohl. Mein Kinderzimmer stellt sich mir in merkwürdigen Schemen dar. Unheimlich! Rätselhaft! Plötzlich ist sie wieder da, die allabendlich gruselige Frage: „Was ist da wohl unter meinem Bett? Ist da überhaupt etwas? Sollte ich nachgucken? Nein danke – zu gefährlich!“ Auf einmal erblicke ich ihn. Er sitzt einfach nur so da, regungslos, in sich zusammen gekauert, guckt mich an. „Was soll ich machen?“ Ich ziehe die Decke weiter über meinen Kopf. Die Angst kriecht immer mehr in mir hoch. Sie bedroht mich. Dann bricht es plötzlich aus mir heraus. Ich sitze kerzengerade im Bett und schreie so laut ich kann: „Papa, Papa, komm mal!“. Sofort geht meine Zimmertür auf. Das Licht aus dem Flur scheint herein. Ich schaue an die Stelle, an der ich eben diesen Mann gesehen habe. Es ist keiner mehr da. Außer meinem Vater, der herein kommt und sich auf mein Bett setzt. Der furchteinflößende Mann, den ich eben noch gesehen habe, entpuppt sich als meine Klamotten. Ich hatte sie vor dem schlafen gehen einfach über den Stuhl geworfen. Das war ein Schreck! Nun ist mein Vater da. Er nimmt mich in den Arm, fragt mich, was los ist. Noch leicht geschockt erzähle ich ihm von dem Mann. Mein Vater streicht mir liebevoll über den Kopf und tröstet mich. Er gibt mir noch einen Kuss auf die Wange. Erschöpft lasse ich mich wieder ins Bett fallen und schlafe beruhigt ein. Inzwischen bin ich erwachsen. Die Ängste haben sich verändert. Wir Erwachsenen müssen uns mit ganz anderen Ängsten herumschlagen. Wir können nicht mehr einfach das Licht anmachen und die Gefahr ist verschwunden. Jetzt geht es nicht mehr nur um Klamottenmänner, die auf Stühlen in den Kinderzimmern herumlungern. Unsere Ängste betreffen unsere Existenz: Krankheit, Arbeitslosigkeit, zerbrochene Ehe, Einsamkeit. Wie schön wäre es, wenn wir zum Beispiel bei dauerhafter Arbeitslosigkeit einfach das Licht anknipsen könnten und das Problem wäre beseitigt. Wie schön wäre es, wenn wir einfach: „Papa, Papa, komm mal!“ rufen könnten und alles wäre wieder gut. So wie früher. Ja, wie schön wäre es, wenn wir einfach... Aber halt! In der Bibel lesen wir, dass Jesus sagt: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh. 16,33). Was unsere Eltern nicht sein können, will Gott für uns sein. Wir dürfen rufen „Papa, Papa, komm mal!“ und können gewiss sein, dass er da ist. Er ist größer als alles, was uns Angst macht oder Sorge bereitet. Wir erleben manchmal ausweglose Situationen, aber wir dürfen den Papa nennen, der größer ist als unsere Welt. Als unser Schöpfer geht er mit uns und trägt uns in unserer Arbeitslosigkeit, Krankheit und Angst. Ich bin überzeugt, dass Gott mit uns in Freundschaft leben will. Er will mit uns Gemeinschaft haben, die Hauptrolle in unserem Leben spielen und bei allem dabei sein dürfen. Gott liebt uns Menschen! Er hat seine Liebe zu uns darin bewiesen, dass er in Jesus selbst Mensch wurde. In Jesus hat er alles dafür getan, dass uns unsere schuldbehaftete Menschlichkeit nicht von ihm trennen muss. Ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihr Leben Jesus anzuvertrauen. Sicher, dass fordert uns auch heraus. Mit Jesus zu leben, stellt uns immer wieder in Frage. Ich selbst erlebe es als dauerhaften Lernprozess, Jesus mein Leben unterzuordnen. Darin erlebe ich aber eben auch unfassbare Geborgenheit, Frieden, Sinn und Freude, die sich selbst durch die Schattenseiten meines Lebens tragen. Jesus reicht auch Ihnen seine Hand, will sich Ihnen vorstellen und Ihnen die ganze Fülle des Lebens geben. Haben Sie sich schon für ein Leben mit ihm entschieden? Er wartet auf Sie! Für Diskussionen, Widerspruch oder Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Ihr Pastor Friedrich Graf

Kirchliche Termine im Juli
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 10 Uhr zum Gottesdienst. Die Feier der „Komplet“, das Gebet zur Nacht in der Tradition christlicher Klöster beginnt mittwochs um 21 Uhr. Donnerstags ist die Kirche von 14-17 Uhr zur Besichtigung und stillen Einkehr geöffnet. Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommt der Männerkreis noch einmal am 2.7. um 18 Uhr zusammen, bevor er wie der Frauen-, der Hausgesprächskreis und die Junge Gemeinde Sommerpause macht. In der Christus-König-Kirche (Nipkowstr.) findet im Juli nur donnerstags um 9 Uhr, freitags um 19 Uhr und sonntags um 11 Uhr eine Hl. Messe statt. Die Freie evangelische Gemeinde in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) lädt sonntags um 10 Uhr zu ihren Gottesdiensten ein. Nach dem gemeinsamen Beginn werden die Kinder altersgemäß betreut. Der Gemeinschaftsnachmittag für Senioren findet am 17.7. um 14.30 Uhr statt. Informationen zu weiteren Angeboten bei Pastor Friedrich Graf (Büro im Nebenhaus), im Internet unter www.lebewertvoll.de oder Tel. 677 56 65.

Für Ihre Anzeigenwünsche in der

wählen Sie bitte: Telefon: 56 59 02 67 • Fax: 63 31 47 63 Mail: redaktion@adlershofer-zeitung.de
Anzeigenschluss für die August-Ausgabe ist der 20. Juli 2013.

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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Nr. 231

Einladungen ins Puppentheater
Ein Besuch im Figurentheater „Grashüpfer“ (Puschkinallee 16a) bietet sich in den Ferien an Regentagen aber auch in Verbindung mit einem Spaziergang durch den Treptower Park an. Dort sind bis 10.7. „Der Fischer und seine Frau“ zu beobachten. Vom 13.18.7. steht das Märchen „Das Feuerzeug“ nach Ch. Andersen auf dem Programm. Das Puppenspiel „Du hast angefangen. Nein du“ wird vom 20.-25.7. gezeigt. Ab 26.7. beginnt ein Festival zum Thema „Mythos Dornröschen“ um 15 Uhr mit der Premiere „Rosa Bockt“ und ab 18 Uhr mit einem Vortrags- und Erzählabend am Feuer unter „Märchenwege – Dornröschens bewegte Vergangenheit“. Am 27.7. zeigt das Fußtheater „Märchen mit Hand und Fuß“ und ab 28.7. zeigen verschiedene Theatergruppen ihr „Dornröschen“. Für Schüler und Erwachsene wird am 14.7. „Das Rotkäppchen für Erwachsene“ gezeigt. Zudem sind Schulkinder und Erwachsene am 19.7. zum Märchenabend am Feuer in der Jurte willkommen. Weitere Informationen unter 53 69 51 50. W.W.

Parken verboten – Zakaz parkowania!

Einladung zu Anna Seghers
Nach der anrührenden Lesung am 6. Juni zum 30 Todestag von Anna-Seghers wird erst wieder am 10. September zu einer Buchvorstellung in die Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Str. 81) eingeladen. Während der Sommerpause kann aber zu den üblichen Öffnungszeiten (Di+Do 1016 Uhr) die Gedenkstätte besucht werden. Wer an einem Besuch der außerhalb dieser Zeit interessiert ist, kann wegen einer entsprechenden Möglichkeit nachfragen (Tel.: 677 47 25).	 W.W.

Eliza Kozłowska, „Poziom 2al“ (Ebene 2al), Öl

Iza Berdowska, Teresa Erdmann, Renata Ligocka, Eliza Kozłowska, Małgorzata Pieczyńska, Bronisław Pilich, Marek Sitko, Halina Sobczyk

Sommerpause im Ratz-Fatz
Im Soziokulturellen Zentrum Ratz-Fatz (Schnellerstr. 81) sind während der Sommerpause (bis 6. September) jedoch die Galerie und das Kulturcafé für Senioren dienstags ab 14.30 Uhr geöffnet. Am 23.7. wird dort zu einem Grillnachmittag eingeladen (Eintritt frei). Weitere Informationen unter 67 77 50 25.	 W.W.

Uns gehört die Welt!

9. Adlershofer Rock-Nacht
Die inzwischen 9. Adlershofer Rock-Nacht findet auf dem ehemaligen Sportplatz „Am Birkenwäldchen“ inmitten unserer Köllnischen Heide am 27. Juli ab 18 Uhr statt. Außer der Gruppe „Franki goes to Liverpool“, die schon in den Vorjahren die Zuhörer begeisterte, hat die Gruppe „Wilk and friends“ ihr Erscheinen zugesagt. Gastwirt Werner Finkeisen wird erneut für beste Gastlichkeit sorgen. Das Entgelt zu dem Spektakel bis Mitternacht ist mit 7 Euro ein wohl angemessener Eintrittspreis. 	 W.W. Schülerinnen und Schüler der Grundschule Buntzelberg aus Berlin-Bohnsdorf sowie die Malkurs-Kinder von Renate Sydow aus der Bohnsdorfer Kulturküche stellen ihre schönsten Arbeiten in aller Vielfalt aus. Die Kinder zeigen den Erwachsenen ihre Sichtweise auf „die Welt“, wobei bestimmt viel Lehrreiches, Amüsantes und Überraschendes zu entdecken ist. 24.06.– 08.08.2013	Ausstellung	 Mo – Do 12:00 – 18:00 Uhr Eintritt frei

Die Mitglieder der Künstlergruppe „Zakaz parkowania“ (Parken verboten) präsentieren ihre Werke nach einem gemeinsamen Pleinair mit dem Treptower Kunstverein e.V., das vom 20. – 27.07.2013 in Słońsk (Polen) stattfindet. Ihre Devise ist: Wer im Leben nicht parkt, der kommt weiter“, was sich im Namen der Gruppe widerspiegelt – „Parken verboten“. Die Gruppe von Kunstschaffenden, hat sich der Bildenden Kunst erst im Erwachsenenalter zugewandt, nachdem sich ihre Lebensgrundlage stabilisiert hat und ihnen ermöglicht, ihre Träume, Interessen und eigene Neigungen zu realisieren und gezielt weiter zu entwickeln. Sie sind mit der Sektion Kunst im Grodzki Kulturzentrum in Gorzów Wielkopolski verbunden, wo ihre kreative Entwicklung gefördert wird. Sie haben sich als Ziel gesetzt, neue Ideen, Trends und Stile zu erkunden. Das Malen und Zeichnen in freier Natur hat bereits eine längere Tradition. Alljährlich treffen die Treptower Kollegen die polnischen Künstlerfreunde in der einzigartigen Landschaft

am Warthebruch – das alles sind wunderbare, unerschöpfliche Motive für Maler, Zeichner und Fotografen. Ausstellungseröffnung 15.08.2013 um 19:00 Uhr Laudatio: Werner Laube, Maler/Kunstverein Treptow e.V., Musikalischer Beitrag: Klavier & Geige, Ausstellungsdauer: 19.8. – 19.9.2013 Geöffnet: Mo – Do 12 – 18 Uhr Eintritt frei!

Die Ausstellungen „Uns gehört die Welt!“ und „Parken verboten – Zakaz parkowania!“ können beim Kulturring in Berlin e.V. in der Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestr. 33, 12526 Berlin besichtigt werden. Tel. 90297-5570 / Fax 90297-5591, www.kulturring.org. Ein weiteres Angebot: Mobile Hundeschule – Erziehungs- u. Verhaltensberaterin Carola Baum, Nächster Termin: Sa 27.07. – 14:00 Uhr

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Kerstin Teichert
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Dörpfeldstr. 53 12489 Berlin-Adlershof Tel.: (030) 67 82 48 22 Unsere Angebote: ▪ Postservice ▪ Schuhreparatur ▪ Tabak und Zigaretten ▪ Zeitschriften und Schreibwaren ▪ Haushaltswaren und Geschenke ▪ kleiner Imbiss

Öffnungszeiten: Mo. – Fr. von 6.30 – 17.00 Uhr Samstag von 9.00 – 12.00 Uhr

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Von schwartz ebenholtz reich mit silberzier
ein Augsburger Kabinettschrank um 1600
Ein prunkvoller Kabinettschrank im Besitz des Berliner Kunstgewerbemuseums gehört zu jenen besonders exquisiten Möbeln, für die Augsburg im ausgehenden 16. Jahrhundert an den Höfen ganz Europas gerühmt wurde. Für ihre präzise deutsche Kistlerkunst geschätzt und als Sammlungsschrank für die Schätze einer Kunstkammer konzipiert, sind diese Kunstwerke zugleich Quintessenz typisch Augsburger Prachtentfaltung. So bezeugt der opulente Silberschmuck von Matthias Walbaum den im Erzbergbau erlangten Reichtum der Stadt und die Blüte ihrer Goldschmiedekunst, während im exotischen Ebenholz der koloniale Überseehandel aufscheint, dem die Stadt der Fugger ihren herausragenden Rang verdankte. Der Kabinettschrank wird nach einer aufwändigen Konservierung und Restaurierung nun erstmals wieder öffentlich präsentiert. Die Ausstellung zeigt das Werk im Kontext vergleichbarer Kunstkammermöbel, veranschaulicht seine Funktion und stellt die Bildtradition seiner zahlreichen Silberreliefs vor. Zugleich gewährt sie Einblick in die jüngste, mit maßgeblicher Unterstützung durch den Lions Club Berlin Alexanderplatz erfolgte Restaurierung. Die Sonderausstellung ist dem Jubiläum der Eröffnung des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin in Schloss Köpenick vor 50 Jahren am 22. Juni 1963 gewidmet. Die Ausstellung ist bis 29. September geöffnet. Die begleitende Publikation wird durch die Julius-Lessing-Gesellschaft, den Verein der Freunde des Kunstgewerbemuseums, ermöglicht.

Ausstellungen in der Alten Schule
In der Galerie im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstr. 56) ist noch bis 3. August 2013 die Ausstellung „Zeitläufe“ (s. AZ Nr. 230) zu sehen. Geöffnet ist die Galerie Di, Mi, Do 12 – 19 Uhr, Fr 12 – 17 Uhr und Sa 15 – 19 Uhr, So/Mo und an gesetzlichen Feiertagen ist sie geschlossen. Im „Bürgersaal“ zeigt das Kulturamt im Juli „Impressionen aus dem Oderbruch“-Aquarelle der reizvollen Landschaft des Oderbruchs von Rolf Klein (Jg. 28) aus Anlass seines 85. Geburtstages. Die Werke können zu den Essenszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel.: 902975717) angeschaut werden. Im „Kiezklub“ sind im Juli Bilder zu sehen, die im Kindermalkreis des Kulturzentrums Ratz-Fatz (Schnellerstr. 81) unter Anleitung des Grafikers Werner Laube entstanden sind. Ein wesentliches Anliegen seiner Arbeit ist das künstlerische Naturstudium getreu Albrecht Dürers Devise „Zeichnen lernen, heißt Sehen lernen!“ Die Räume des Kiezklubs sind in der Regel werktags von 9 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.

Ein Sonntag im Schloss
Jubiläumsfest des Kunstgewerbemuseums im Schloss Köpenick
Vor genau fünf Jahrzehnten bezog das infolge der Sprengung des Berliner Schlosses 1950 heimatlos gewordene und durch die politischen Umstände zweigeteilte Berliner Kunstgewerbemuseum – in Ost und West fast gleichzeitig – in den Schlössern Köpenick und Charlottenburg neue Domizile. Am 20. Juni 1963 wurde die ständige Ausstellung in Schloss Köpenick eröffnet. Aus Anlass dieses Jubiläums lädt das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin am 14. Juli 2013 zu einem festlichen „Sonntag im Schloss“ ein. Führungen und Vorträge, Workshops und Gespräche, Musik und Puppentheater bieten den ganzen Tag über ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Im Mittelpunkt stehen dabei neben bedeutenden Werken der Raumkunst aus Renaissance, Barock und Rokoko in der Dauerausstellung vor allem die Geschichte von Schloss und Museum sowie die beiden aktuellen Sonderausstellungen „Von schwartz ebenholtz reich mit silberzier – Ein Augsburger Kabinettschrank um 1600“ (21.6. bis 29.9.2013) und „Porzellane für die Schlösser Friedrichs des Großen – 250 Jahre KPM Berlin“ (bis 29.9.2013). Eine abendliche Festveranstaltung mit dem Gründungsdirektor Prof. Dr. Günter Schade bildet den Höhepunkt und Abschluss des Museumsfestes. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Fachbereich Kultur beim Bezirksamt TreptowKöpenick und dem Rotary Club Berlin Schloss Köpenick. Sonntag 14. Juli 2013, Museumsöffnung: 10:00 bis 18:30 Uhr Abendveranstaltung: ab 18:30 Uhr

BARANKAUF

von Altpapier, Textilien, Folien, CDs & DVDs
Mo, Di, Mi, Fr 10:00 - 18:00 Sa 09:00 - 14:00 Uhr

Glienicker Straße 101 12557 Berlin

Neue Öffnungszeiten im Industriesalon Schöneweide
Ab sofort hat der Industriesalon Schöneweide Mi, Fr und So 14–18 Uhr und zu den Veranstaltungen geöffnet. Darüber hinaus können Besichtigungs-, Führungs- und Veranstaltungstermine vereinbart werden. Freitags beginnt um 14 Uhr im Industriesalon eine geführte Tour durch die lokale Industriekultur Schöneweide: „Zeitreise durch die Elektrostadt“. Hallen so groß wie Kathedralen, eine Kranbahn als Promenade, das erste Drehstromkraftwerk der Welt – die Tour folgt den Spuren der bedeutenden Industriegeschichte von Schöneweide. Ab 1897 baute die AEG hier ihren weltweit größten Standort der Elektroindustrie auf – heute gilt das Industriegebiet als „Denkmallandschaft von bundesweiter Bedeutung“. Besucht werden ehemalige Produktionsorte für Transformatoren,

0172 - 38 08 139
Fernsehtechnik, Starkstromkabel. Die Tour endet mit der grandiosen Aussicht auf die „Denkfabrik“ dem neuen Campus Wilhelminenhof der Hochschule für Technik und Wirtschaft im alten Kabelwerk.
www.industriesalon.de

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Nr. 231

Zur Geschichte des Forschungszentrums Adlershof (XIIb)
Ereignis- und umfangreich ist die Geschichte der naturwissenschaftlichen Institute der Akademie der Wissenschaften im Adlershof. Wir berichteten darüber in AZ Nr. 77, 80, 82, 84, 203, 208, 214, 217, 221, 223, 227 und 229. Dieser Beitrag beendet die Artikelserie. „Als im Jahre 1990 die Entscheidung für die Evaluation der Akademieinstitute fiel, hatten die Weltraumforschungseinrichtungen von DDR und Bundesrepublik schon Kontakt aufgenommen, um diesen Prozess nicht dem Wissenschaftsrat und der Koordinierungs- und Aufbauinitiative für die Forschung in den neuen Bundesländern (KAI) zu überlassen. Bereits im April 1990 entstand eine Vereinbarung, in der eine enge Zusammenarbeit sowie die Schaffung einer gemeinsamen nationalen Einrichtung für Luft- und Raumfahrt verabredet wurde.“ (Hein-Weingarten) Das Institut für Kosmosforschung (IKF) hatte sich in Begutachtungsverfahren als sehr leistungsfähig erwiesen und bot der DLR günstige Möglichkeiten auf einigen Gebieten preisgünstigere Projekte (z.B. WAOSS), ein leistungsfähiges Fernerkundungszentrum (Satellitenbodenstation Neustrelitz) zu „gewinnen“ oder dem internationalen Maßstab „sehr gut“ entsprechende bzw. „potentiell bessere“ Geräte und Systeme (z.B. in der Bildverarbeitung) zu übernehmen. „Ungewöhnlich gute Arbeitsbedingungen und ein hoher Leistungsstand“ wurden damit bestätigt. Am 1.1.1992 entstanden in Adlershof die DLR-Institute für Weltraumsensorik und Planetenerkundung. Besonders gute Ergebnisse bei der Evaluierung erreichten physikalische Institute. Empfehlungen zur Neugründung einiger neuer Institute auf den als besonders wertvoll befundenen Gebieten kamen bald zustande und bestimmen einen beachtlichen Teil des Adlershofer Technologieparks: das Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI), das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) und das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ). Sie gehören zum For-

Neubau des „IGZ – Innovations- und Gründer Zentrums“ in der Rudower Chaussee 29.

schungsverbund Berlin e.V. mit Sitz Rudower Chaussee 17, der acht Institute und 1.400 Mitarbeiter vereinigt. Sie sind Mitglied der aus der „Arbeitsgemeinschaft Blaue Liste“, hervorgegangenen „Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried-Wilhelm-Leibniz“ (WGL) mit 86 Instituten in Deutschland. Eine erfolgreiche Arbeitsgruppe des ZOS wurde 1992 in das ISAS überführt. Obwohl das Zentrum für Wissenschaftlichen Gerätebau (ZWG) zu den erfolgreichen, weithin bekannten Einrichtungen der AdW und in der DDR gehörte, wurde dessen Direktor Prof. Norbert Langhoff wie viele andere Mitarbeiter „abgewickelt“ und „brutal in die Marktwirtschaft entlassen“, wie er selbst sagte. Dabei gehörte er zusammen mit Prof. Klaus Thiessen (ehem. Stellv. Direktor des ZOS) zu den geistigen Vätern des heute europaweit größten Technologieparks Adlershof. In dem noch von der AdW 1990/91 vorbereiteten „Innovations- und Gründerzentrum“ (IGZ, zuerst im Barackenkomplex, jetzt im markanten Gebäude Rudower Chaussee 29 ansässig) gründete Prof. Langhoff 1990 Consultingunternehmen „ISTC – Industrial, Science and Technology Consult GmbH“, welches sich dem Technologietransfer und der Kooperation mit Osteuropa (besonders mit Russland) widmete. 1993 folgte der Aufbau des Instituts für Gerätebau GmbH aus dem 2005

das „Institute for Scientific Instruments GmbH“ hervorging. Beide Einrichtungen sind u.a. durch ihre Spitzenleistungen geachtete Partner im wissenschaftlichen Gerätebau. Sie knüpfen so an die Tradition des früheren ZWG an. 2012 erhielt Prof. Langhoff für seine Verdienste für den Aufbau des Wissenschafts- und Technologieparks Adlershof das Bundesverdienstkreuz der BRD. Die Bewertung der chemischen Institute ab November 1990 bereitete den Gutachtern Schwierigkeiten. So waren die Zentralinstitute für westdeutsche Verhältnisse ungewöhnlich groß und vielschichtig. Sie schätzten „das wissenschaftliche Leistungsvermögen“ als „überwiegend gut“ ein. Die begutachteten Gruppen

lägen „praktisch alle in der oberen Hälfte der Bewertung“ äußerte der Leiter der Arbeitsgruppe. Er würde die „Masse der westdeutschen Universitätsinstitute ganz ähnlich einstufen, wie wir die AkademieInstitute eingestuft haben“. Besonders bei der Grenzflächenchemie z.B. gäbe es ein anerkanntes internationales Niveau. Es war jedoch hier wesentlich schwieriger die verbliebenen Kapazitäten in die „Forschungslandschaft“ einzubringen. Relativ unkompliziert verlief die Ausgliederung des von Prof. Heinrich Kriegsmann geprägten Bereichs Analytische Chemie des ZIPC. Er wurde auf Empfehlung des Wissenschaftsrates 1990 zunächst der „Blauen Liste“ zugeordnet, Anfang 1992 mit 200 Mitarbeitern von der Bundesan-

Erste Adresse des IGZ in der Kekuléstraße (ehemalige Baracke des „Akademieprojektes“). Dahinter befindet sich der Neubau an der Rudower Chaussee 29.

Fotos: Rudi Hinte

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Prof. Norbert Langhoff und Prof. Klaus Thiessen.

stalt für Materialprüfung (BAM) übernommen, um am 1.8.1992 als Abteilung „Analytische Chemie, Referenzmaterialien“ gegründet zu werden. Der erste Neubau der BAM am Adlershofer Standort, wurde das Chemielaborgebäude Richard Willstätter-Straße 11. Weitere Gebäude folgten und bis Juni 2013 für 40 Mio. Euro ein Labor- und Technikumgebäude. Die chemischen Zentralinstitute verfolgten die Idee von vier „Chemischen Zentren“ (CZ), in denen die Forschungsfelder Kolloid- und Grenzflächenchemie, die heterogene Katalyse und die angewandte Polymerenforschung als neue Institute integriert werden sollten. Angesichts der weggebrochenen chemischen Industrie, dem fehlenden Interesse potentieller Träger (wie der Max-Planck-Gesellschaft) sowie der Universitäten kam es zu einem qualvollen Prozess der Umsetzung der Vorschläge. Dem Bewerbungsaufruf Mitte September 1991 waren 692 Personen gefolgt, die über das „WissenschaftlerIntegrations-Programm“ (WIP) den vorgesehenen CZ zugeführt werden sollten (erst in allerletzter Minute wurden nach langem Hin und Her die Mittel für ca. 300 Beschäftigte bis 1993 gesichert). Hieraus entstand 1994 das Institut für angewandte Chemie Adlershof e.V. (ACA), das anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiete der heterogene Katalyse betrieb, für die es auch Fördermittel erhielt. Mehr als 50% der Arbeiten erfolgten in Industriekooperation. Verdienstvoll war die Arbeit mit Diplomanden und Doktoranden. Weitere Wissenschaftler wurden in WIP aufgenommen und sollten dann in Hochschulen überführt werden. Hierfür standen ab 1993

für zunächst zwei Jahre Mittel zur Verfügung. Eine außergewöhnliche Initiative für arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Wissenschaftler und Mitarbeiter stellte die von Dr. Günther, Prof. Niclas, Eberhard Brink u.a. am 22.3.1991 gegründete „Wissenschaftlich-technische Gesellschaft Adlershof“ (WITEGA) dar. Sie hat rd. 400 Mitarbeiter vor allem ehemaliger Adlershofer AdW-Institute in einem Netz von Beschäftigungsmaßnahmen und modernen Forschungs- und Dienstleistungsunternehmen aufgefangen. Da die zunächst erwartete „Gründerwelle“ wegen der wegbrechenden wirtschaftlichen Strukturen ausblieb, veranlasste der Vizepräsident für Forschung der AdW am 23.8.1990 die Vorbereitung für die Gründung eines Technologie- und Innovationszentrum Adlershof der AdW (TIA), dem späteren „Innovations- und Gründer Zentrum“ (IGZ). Es sollte „innovative kleine und mittlerer Unternehmen“ zielgerichtet fördern und unterstützen (Plankonzept des IGZ). Dabei wurde die Partnerschaft mit dem Innovationszentrum Berlin Management GmbH (IZBM) im Wedding genutzt. Die Erarbeitung der Planungskonzeption lag in Händen von Dr. Gerhard Raetz (ehem. „Akademie Projekt“). Das IGZ begann am 11.9.1991 im sanierten Barackenkomplex des „Akademie Projekt“ mit 14 Mitarbeitern seine Tätigkeit. Dr. Florian Seiff und Dr. Raetz wurden Geschäftsführer. Der am 10.6.1993 begonnene markante IGZ-Neubau konnte am 12.9.1994 eröffnet werden. Eine wichtige Ergänzung war das „OstWest-Kooperations-Zentrum“ (OWZ), das am 29.9.1997 seine

Arbeit aufnahm und in dem die AdW-Wissenschaftlerin Dr. Lydia Dessau eine maßgebliche Rolle spielte. IGZ/OWZ erhielten 45 Mio. Euro Anschubfinanzierung, die sich schon bald vielfach auszahlte. Zu den zahlreichen „Ausgründungen“ jener Zeit gehörte die bereits am 1.6.1990 gegründete „Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V.“ (GFaI) mit überwiegend aus dem ZKI kommenden ca. 70 Mitarbeitern. Mitte 2010 bezog die GFaI ihren Neubau Vollmerstraße 3. Zu den Gründern und Hauptakteuren des sehr erfolgreichen und mehrmals ausgezeichneten Unternehmens gehören Prof. Alfred Iwainsky (ehem. ZKI) und Dr. Hagen Thietke. Furore machte es u.a. mit der Entwicklung der „Akustischen Kamera“, dem ersten industrietauglichen Messsystem, das Geräuschquellen exakt ermittelt und in beliebigen Fokusebenen virtuell abbildet. Das leichte, preiswerte Gerät aus Adlershof wird in vielen Ländern und Produktionsfeldern genutzt. Eine Gruppe ehemaliger Mitarbeiter des ZIOC musste Umwege machen, bis ihr ehemaliger Institutsdirektor Prof. Hans Schick und die Chemikerin Dr. Christine Wedler die heutige Firma „ASCA – Angewandte Synthesechemie Adlershof GmbH“ (Magnusstraße 11) gründeten. Nach der „Abwicklung“ arbeiteten sie unter dem Schirm des WIP als „ChemieZentrum für Selektive Organische Synthese“, ab 1994 im „ACA“ und wurden 1997, als die öffentlichen Mittel gekappt wurden, als „WITEGA Angewandte Werkstoff Forschung“ aufgefangen. Am 24.10.2000 gründeten dann mit eigenen Ersparnissen Prof. Schick und Dr. Wedler mit 14 Mitarbeitern die private Firma ASCA. Der Laborbetrieb nutzte zunächst alte Beziehungen zu Pharmaunternehmen in Jena und Dresden, die die Qualität der Arbeit des AdW-Instituts auch bei der Ausbildung kannten. Heute arbeiten 31 hochqualifizierte Mitarbeiter „mit Firmen der forschenden pharmazeutischen Industrie auf dem Gebiet der medizinischen Chemie zusammen“, erarbeiten Synthesekonzeptionen, Präparationen und Analytik von Testsubstanzen. Am 12.3.1991 fand eine Staatssekretärskonferenz über den Standort Adlershof statt, in deren Ergebnis einem „10-Punkte-Programm:

Zukunft Berlin-Adlershof“ zugestimmt wurde. Es hatte das Ziel, eine integrierte Technologielandschaft zu entwickeln, wie sie die Professoren Norbert Langhoff und Klaus Thiessen vorgeschlagen hatten. So begann der dritte Abschnitt der Geschichte des Wissenschaftsstandortes Adlershof. Das Land Berlin gründete 1991 die Entwicklungsgesellschaft Adlershof mbH (EGA) aus der 1994 die „WISTA – MANAGEMENT GMBH“ hervorging. Heute befindet sich in Adlershof Europas größter Technologie- und Wissenschaftspark mit 16.000 Beschäftigten (einschließlich der Studenten sechs naturwissenschaftlicher Institute der Humboldt-Universität). 	 	 Rudi Hinte

Rudi Hinte

Adlershof
Vom Colonistendorf Sueszen Grundt zum Zentrum für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien

Teil II ab 1920

Weitere Episoden und Details aus der Historie unseres Ortes sind in den Bänden I und II des „Adlershof“-Geschichtsbuches von Rudi Hinte nachzulesen. Band I ist leider ausverkauft. Teil II kann im „Boulevardbuch“ am Marktplatz und in der „Heimatstube“ in der Alten Schule, Dörpfeldstr. 56, sowie im Heimatmuseum, Sterndamm 102, für 13,90 € erworben werden.

Besuch beim Ortschronisten
Ortschronist Rudi Hinte ist für Interessenten an der Heimatgeschichte vor der Sommerpause noch einmal am 2.7. von 14–17 Uhr in der „Heimatstube“ in der Alten Schule (Dörpfeldstr. 56) zum individuellen Gespräch anzutreffen. Andere Termine können mit ihm unter Tel./Fax: 677 04 11 oder Mail: R.hinte@web.de vereinbart werden. 		 W.S.

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Veranstaltungen im KIEZKLUB
Für den „KIEZKLUB Alte Schule“ (Dörpfeldstr. 54; Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–17 Uhr) teilten wir im Januar und Juni die regelmäßig wiederkehrenden Termine mit. Außerdem bietet das Juli-Programm: 17.7., 14.30 Uhr: Humanismus in der Krise? (Diskussion) und am 24.7., 14.30 Uhr: Tanz mit der Little Party Band (Eintritt: 2,50 Euro). Anmeldungen zu den Veranstaltungen sind erwünscht und auch weitere Auskünfte unter 90297-5767 zu erhalten.

Mit dem Seniorenbus im Juni unterwegs
1.7. Flämische „Dörfertour“ – Heute werden wir über die „Dörfer“ des Fläming sausen. Nunsdorf – Klausdorf – Rangsdorf – Dabendorf usw. Ein Spaziergang an einem lauschigen Plätzchen ist inbegriffen. Auch ans leibliche Wohl wird gedacht. (Fahrkosten 23 €) 8.7. Landesgartenschau (LGS) Prenzlau – Es geht zur LGS in Prenzlau. Viele Themengärten wollen besichtigt und erkundet werden. Ein Muss für alle Blumen- und Pflanzenfreunde. Fotoapparat nicht vergessen! Eintritt: 11 €, ermäßigt 9 €, bei Ausweis mit B: Begleiter frei. (Fahrkosten 22 €) 16.7. Stadtkernfahrt mit dem Dampfer – Heute ist eine 1,5-stündige Stadtkernfahrt auf dem Wasser angesagt. Sie werden beeindruckt sein. Der Einstieg und die Schiffe sind leider nicht rollstuhlgerecht. Dampferfahrt ca. 11 €, ermäßigt 10 €. (Fahrkosten 15 €)

Zum 6. Mal: „Marktplatz“ Treptow-Köpenick
Nach dem erfolgreichen Markttreiben im November 2012 findet der 6. Marktplatz Treptow-Köpenick am 21.11.2013 von 17.30 – 19.30 Uhr in der „freiheit fünfzehn“ statt. Wer als gemeinnützige Einrichtung aus Treptow-Köpenick Hilfsmittel/ Logistik/ Helfende Hände/ Wissen/ Beratung... benötigt oder bereitstellen kann, ist hier genau richtig! Denn auf dem Marktplatz hat man Gelegenheit, mit den vielen anwesenden Unternehmen „Gute Geschäfte“ zu machen. Um wieder optimal auf dieses Veranstaltungsformat vorzubereiten, bieten wir die Möglichkeit der Teilnahme an einer Infoveranstaltung im Freiwilligenzentrum (Müggelheimer Str. 13) an, zu der wir herzlich einladen! Für neue Teilnehmer(innen) ist diese Informationsveranstaltung verbindlich. Terminoptionen: 10.09.13	 16 – 18 Uhr 16.09.13	 10 – 12 Uhr 26.09.13	 16 – 18 Uhr Die Plätze für die Informationsveranstaltungen sind begrenzt. Das Datum der Anmeldung entscheidet. Weitere Informationen unter www.marktplatz-treptowkoepenick.de/. Auf www.marktplatz-treptow-koepenick.de/startseite/marktplatz-2008-der-film/ ist ein Film eingestellt, der Einblicke in die Veranstaltung vermittelt. Sichern Sie sich sofort Ihre Teilnahme am Marktplatz und melden Sie sich an unter www. marktplatz-treptow-koepenick.de/ anmeldung/ Beste Grüße von den STERNENFISCHERN	 Stefanie Beerbaum
Fragen zu unseren Anzeigenpreisen? Informieren Sie sich hier!

Ferienangebot im KIEZKLUB
Während der Sommerferien lädt die Filzwerkstatt im KIEZKLUB „Alte Schule“ montags von 14 – 17 Uhr zu folgenden Themen ein: 8.7.: Springseil filzen, 15.7.: Handpuppen filzen, 22.7.: Filzschmuck sowie 29.7.: kleine Schultüten und Eierwärmer. Bei schönem Wetter trifft man sich dazu im schattigen Garten der „Alten Schule“. Unkostenbeitrag pro Termin: 3 Euro; Anmeldung unter: 53 01 33 62 (Panja).

22.7. Marktbummel in Polen – Wir besuchen den Markt in Küstrin/Slubice. Nach dem Marktbummel kehren wir in eine Gaststätte Ihrer Wahl zum Mittagessen ein. (Fahrkosten 24 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9 – 13 Uhr unter 625 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9.00 und 10.30 Uhr abgeholt. Bei Polenfahrten zwischen 8.00 und 9.30 Uhr. Viel Spaß wünscht Ihnen Ihr VdK-Team!

Bürgerbeteiligung zum Wohnprojekt im ehemaligen MakarenkoKinderheim
Im ehemaligen Kinderheim Makarenko in der Südostallee 132/134, wo von 1952 bis 1990 bis zu 600 Kinder lebten sollen bald 230 Wohnungen entstehen. Während ein kleiner Teil ab den 90er Jah-ren von dem bezirklichen Gesundheitsamt genutzt wurde, stand der Rest des denkmalgeschützten Areals leer. Die Hilpert Allee GmbH & Co KG will das Ensemble bewahren. Die Wohnungen werden in den Bestandgebäuden errichtet und mit Balkonen versehen. Die schadstoffbelasteten Dachkonstruktionen müssen saniert und umgebaut werden. Zusätzlichen entste-hen drei neue Gebäudezeilen mit insge-samt 24 Reihenhäusern.

Selbsthilfezentrum (SHZ) Köpenick & Treptow
Genossenschaftsstraße 70, 12489 Berlin; Tel./Fax 6310985 eigeninitiative@ajb-berlin.de „Zusammen ist man weniger allein“ Gründen wird sich eine nichtrauchende Freizeitgruppe 45+, mit Freude an Bewegung und gegenseitig anregender Gemeinschaft. Treffen im SHZ Eigeninitiative, Nachfragen unter Telefon oder E-Mail. Selbsthilfegruppe Migräne und Kopfschmerzen Unsere Gruppe ist noch relativ jung und klein. Bei uns findet man gegenseitiges Verständnis, bekommt Hilfe und Unterstützung und kann neuen Mut fassen. In unserer Gruppe können Sie: Kontakte knüpfen, Gespräche führen, Erfahrungen austauschen, Problemlösungen entwickeln, Infor-

mationen vermitteln, Initiativen aktivieren, Selbstsicherheit gewinnen und wieder neuen Lebensmut schöpfen. Sie können zu uns kommen, getragen von dem Wunsch sich selbst und die Krankheit in der Begegnung mit anderen Menschen besser kennenzulernen, sich einem Kreis Gleichgesinnter und Gleichbetroffener anzuschließen, sich neuen Perspektiven für die eigenen Probleme anzueignen. Wir treffen uns jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat, 18 – 19.30 Uhr. Anmeldung & Infos: Tel. 631 09 85 Feldenkrais Auf dem Motto „Bewusstheit durch Bewegung“ baut diese Körperarbeit nach Moshe Feldenkrais auf. Nicht mit Leistungsdruck, sondern mit Neugier und wacher Wahrnehmung schulen wir das Körpergefühl und erschließen neue Spielräume. Der Kurs bietet nach einer Einführung ausgewählte Übungen an. Dienstags, 9.30 – 10.45 Uhr im Selbsthilfezentrum Eigeninitiative unter der Leitung von Dr. Dieter Kunze, Feldenkraispädagoge, Tel. 92 37 93 17.

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Brückenschlag zwischen Kiez und Raumschiff
Der Brückenschlag steht nicht nur für den Bau einer Brücke über Hindernisse, Täler und von Ufer zu Ufer, sondern im übertragenen Sinn vor allem für eine Annäherung und für Verständigung in der Kommunikation. Damit letzteres gelingen kann, ist der Kompromiss eine unbedingte Voraussetzung. Um mehr Annäherung und bessere Verständigung geht es auch beim Adlershofer Brückenschlag. Darum war es am 28. Mai 2013 wieder einmal an der Zeit, sich über den Zwischenstand des „Brückenbaus“ und fortdauernde oder neue Vorhaben zu informieren. Etwa 40 aktive „Brückenarchitekten“ und sehr viele interessierte Adlershofer trafen sich im Kulturzentrum Alte Schule, hörten die Vorträge der WISTA-MANGEMENT GmbH, diskutierten ihre Probleme und ließen sich abschließend Zeit für persönliche Gespräche bei einem kleinen Imbiss. Was hat sich getan seit 2012 und wo geht es hin? Fünf Handlungsbereiche sind die aktuellen Baustellen an den Pfeilern der „Brücke“: 1.	Am Areal Segelfliegerdamm / Melli – Beese – Straße werden neben Wohnen am Landschaftspark gewerbliche Flächen erschlossen. Es werden Handwerkerhöfe entstehen. Zur Vorbereitung wird der Boden ausgetauscht. Diese Arbeiten sind bis Juli des Jahres abgeschlossen. Danach können Flächen an private Investoren für Handwerk und Kleingewerbe verkauft werden. Der flankierende Bau einer Straße wird bis 2014 realisiert. Ein weitere Fläche am Segel2.	 fliegerdamm befindet sich teilweise in privater und außerdem in landeseigener Hand. Darum kann es zunächst noch keinen Zeitplan geben, da an den privaten Eigentümer zwar Angebote möglich sind, aber keine Forderungen gestellt werden können. Alte Industriegebäude, die teilweise unter Denkmalschutz stehen, sollen zukünftig Platz für kleinteiliges Gewerbe, Forschungs- und Entwicklungsbereiche bieten. 3.	 Zur „Gleislinse“ - dem Areal der Deutschen Bahn – wird seit

Gedenkstein zum 60. Jahrestag des Volksaufstandes
Das Jahr 2013 steht auch im Zeichen der Erinnerung an den 60. Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953. Wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist, dass die Planung des Arbeiterstreiks, der sich zum Volksaufstand entwickelte, im heutigen Bezirk Treptow-Köpenick seinen Ausgangspunkt nahm, genauer auf dem Müggelsee an der Anlegestelle Rübezahl. Rund 600 Arbeiter der Baustelle des Krankenhauses in Friedrichshain machten am 13. Juni 1953 einen Ausflug mit Fahrgastschiffen, die sie zur Gaststätte „Rübezahl“ führten. Hier diskutierten sie erstmals Streikpläne. Zu diesem Anlass fand am 8. Juni 2013 durch Bürgermeister Oliver Igel am Weg zwischen dem Parkplatz und Uferweg zur Anlegestelle „Rübezahl“ die Einweihung eines Gedenksteins zur Erinnerung an den Volksaufstand im Rahmen eines Kongresses der Landesbeauftragten für die StasiUnterlagen und von Opferverbänden in Treptow-Köpenick statt. Die Errichtung des Gedenksteins ist durch Zusammenarbeit von Bezirksamt Treptow-Köpenick, Heimatverein Köpenick und dem Technischen Hilfswerk gelungen.

Foto: B. Gerbsch

fünf Jahren zwischen der Deutschen Bahn, dem Land Berlin und der WISTA Management GmbH verhandelt. Inzwischen ist ein städtebaulicher Vertrag die Grundlage für die weitere Entwicklung der ca. 40 ha großen Fläche geworden. Im Ergebnis erhält Adlershof damit u. a. einen weiteren S-Bahnzugang und einen Rückbau der Böschung an der Rudower Chaussee. 4.	Es klappt nicht mit einem Thermalbad. Jeder potentielle Privatinvestor fand die Idee wohl gut, aber die Realisierung am Standort Eisenhutweg unbezahlbar. Berlin erhält keine solche Förderung des Tourismus wie es bei Standorten im Land Brandenburg der Fall wäre. Eine neue Verwendung der Fläche ist noch nicht in Sicht. 5.	Wohnen am Campus wird zum drängenden Problem. Es gibt noch zu wenige Wohnungen in der Region. Egal ob Genossenschaften, Wohnungsbaugesellschaften oder kleinere private Investoren - Adlershof könnte alles brauchen - vom Geschosswohnungsbau über Town- und Boardinghäuser bis zur privaten Eigentums- oder Studentenwohnung mit WGs. Aber die Mieten sollten moderat sein. Zurzeit laufen Ausschreibungen dazu. Adlershof wird keinen Fernbahnhof bekommen. Dafür würde eine tägliche Umsteigekapazität von 60000 Nutzern notwendig sein. Fernbahnhof bleibt darum allein Schöneweide. Vielleicht könnte sich Köpenick in den nächsten Jahren zu einem solchen Bahnhof entwickeln. Es wurde erkannt und bedauert, dass es im Technologiepark noch

immer keine Tankstelle „als Ersatz für die Dorfkirche“ gibt. Offensichtlich findet sich bisher kein Investor im „Raumschiff“ für ein solches Vorhaben. Kiezbewohner mahnten an, dass es keine strukturierte Planung für ein Wegeleitsystem beiderseits von Adlershof gäbe und der Bahnhof als zentraler Punkt wegen fehlender sozialer Kontrolle immer stärker verschmutzen würde. Letzteres Thema wird jeder in Gedanken aus dem „Brückenschlag“ mit nach Hause genommen haben – als Aufgabe für alle. Im Resumée bleibt festzuhalten, dass Adlershof schon immer für viele Forscher, Ingenieure, Künstler und für die Medien ein Begriff war und heute mit noch mehr Inhalt zu einer weltweit bekannten Marke geworden ist. Adlershof fasziniert die hier Arbeitenden, Studierenden und Wohnenden in unterschiedlicher Weise. Die Brücke zwischen ihnen gestalten nicht nur Ingenieure. Damit die Konstruktion zur stabilen Brücke führt und nicht ein Steg bleibt müssen noch mehr Verknüpfungen zwischen den Menschen beidseits der Bahnlinie entdeckt und genutzt werden. Das bleibt eine schwere Aufgabe, denn so wie der Brückenbau zur Königsdisziplin der Ingenieurskunst zählt, braucht es auch in Adlershof immer wieder engagierte und kompromissfähige Mitbauer, die Details lösen und dabei das Ganze im Blick haben. B. Gelbke

Termine zur unabhängigen Schallschutzberatung
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin bietet im Amt für Bürgerdienste die unabhängige Schallschutzberatung weiterhin jeweils von 14-19 Uhr am 11. und 25.7., 8. und 22.8. sowie 5. und 19.9. an. Die Beratung findet im Bürgeramt I im Rathaus Köpenick (Alt Köpenick 21), Raum 4 statt. Bitte vereinbaren Sie über die Bürgerämter des Bezirkes für die benannten Tage einen Termin. Nähere Informationen zu benötigten Dokumenten etc. erhält man unter http://www.berlin.de/ ba-treptow-koepenick/organisationseinheiten/buergerdienste/ schallschutzberatung.html
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Erfahrener Unternehmer leitet Deutschlands größtes Gründerzen­trum
Roland Sillmann ist seit 1. Juni 2013 Geschäftsführer der Innovations-Zentrum Berlin Management GmbH (IZBM) in Adlershof. Er löst Dr. Florian Seiff ab, der nach 21-jähriger Geschäftsführertätigkeit in den Ruhestand gegangen ist. Die IZBM ist ein Tochterunternehmen der WISTA-MANAGEMENT GMBH. Sie betreibt im Wissenschafts- und Technologieparks in Berlin Adlershof das Innovations- und GründerZentrum (IGZ) sowie das Internationale Gründerzentrum(OWZ) und außerdem das Charlottenburger Innovations-Centrum (CHIC). Ende 2012 betreute die IZBM 187 Unternehmen, davon 85 in Adlershof. Roland Sillmann wurde am 15. Januar 1971 in Freiburg geboren. Er studierte in Offenburg Maschinenbau (Dipl.-Ing.) und erwarb außerdem in Berlin den Master of Business Engineering. Studienaufenthalte führten ihn in die USA und nach Japan. Seinen beruflichen Werdegang begann Roland Sillmann 1996 im Institut für Solarenergieforschung Hameln/ Emmerthal. Es folgte von 2002 an eine fünfjährige Tätigkeit als technischer Leiter des Solarbereichs der Schüco International KG. 2007 gehörte Sillmann zu den Gründern des seinerzeit größten konzernunabhängigen Startups Deutschlands, der Inventux Solar Technologies GmbH, Berlin, deren Geschäftsführung er sechs Jahre angehörte. Er war u. a. 2011 Finalist beim „Deutschen Gründerpreis“ und beim „Entrepreneur des Jahres“.

Polyprint ist zum zweiten Mal „Familienfreundliches Unternehmen Treptow-Köpenick“

Teilhabe und Sinngebung
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e. V., die Union sozialer Einrichtungen gGmbH und das STERNENFISCHER-Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick veranstalten am 24. September mit Unterstützung des Nachbarschaftshauses Urbanstraße eine ganztägige Fachtagung zum Thema: „Teilhabe und Sinngebung - Bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit psychischen Erkrankungen“. Der Impuls zur Durchführung dieser Tagung kommt aus dem Bezirk. Hier hat sich seit 2011 eine Arbeitsgruppe mit dem Thema „Engagement psychisch kranker Menschen“ befasst. So hoffe ich, dass möglichst viele Einrichtungen aus Treptow-Köpenick bei

Designstudio Lange
Friedrich-Wolf-Str. 16 A 12527 Berlin Fon 030 / 674 39 77 Fax 030 / 6 74 45 08 lange@designstudio-lange.de www.ihr-design-auftritt.de Corporate Design • Print-Produkte (Bücher, Zeitschriften, Plakate) Außenwerbung •Werbefotografie Webdesign • Printmedienwerbung

der Tagung vertreten sein werden und freue mich schon jetzt auf den Austausch mit Ihnen! Sichern Sie sich schon heute einen Platz auf der Teilnehmerliste (entgeltfrei, Anmeldung bis: 30.8.2013)! Wir wollen Bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit psychischen Erkrankungen ins Licht rücken und gemeinsam diskutieren, wie eine solche Teilhabe möglich werden kann. Für das Programm sind verschiedene Beiträge geplant, sowohl als Vorträge als auch in Workshop-Atmosphäre sollen Information und Austausch geboten sein. Wir möchten Organisationen die mit Betroffenen arbeiten, vorhandene und mögliche Einsatzstellen, Freiwilligenagenturen, Betroffene, Angehörige und Interessierte herzlich einladen an diesem Tag dabei zu sein. Beste Grüße aus dem Hause STERNENFISCHER (Tel.: 23 36 29 98, Mobil: 0172/632 87 38)
Stefanie Beerbaum

Grund zur Freude: Bereits zum zweiten Mal ist der Digitaldruck- und Mediendienstleister für seine Familienfreundlichkeit ausgezeichnet worden. Das Unternehmen konnte die Jury in der Kategorie über 20 Beschäftigte überzeugen. Bezirksbürgermeister Oliver Igel überreichte den Preis im feierlichen Rahmen des Visitenkartentreffens im Innovationspark Wuhlheide. Polyprint Geschäftsführer Stefan Meiners nahm die wertvolle Skulptur aus Acrylglas entgegen und bedankte sich im Namen des gesamten Teams. In diesem Jahr überzeugte Polyprint die Wettbewerbsjury unter Vorsitz des Bezirksbürgermeisters besonders durch die Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Diversity Management. Darüber hinaus wurden fest in der Unternehmenskultur verankerte familienfreundliche Strukturen wie flexible Arbeitszeiten, Haushaltstage, Ermutigung zur Elternzeit und Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg gewürdigt. Stefan Meiners, Geschäftsführer von Polyprint, unterstreicht: „Uns geht es darum, das Bewusstsein für Familie zu stärken, auch und insbesondere als Geschäftsführer Verantwortung für Mitarbeiter und Kollegen zu übernehmen. Daher nehmen wir regelmäßig an Weiterbildungen in den Bereichen Diversity und Personalmanagement teil. Bei uns hat sich die familienfreundliche Positionierung aus dem Selbstverständnis des täglichen Handels heraus abgeleitet. Daher freuen wir uns umso mehr, dass diese Haltung erneute Wertschätzung in der Öffentlichkeit erfahren hat.“

In Zeiten höher werdender Mitarbeiterfluktuation und Fachkräftemangels gewinnt Familienfreundlichkeit und die aktive Förderung der Work-Life-Balance zunehmend an Bedeutung. Polyprint hat diese Entwicklung früh erkannt und im Laufe der mehr als 20jährigen Historie eine familienfreundliche Unternehmenskultur entworfen und gefördert. Inzwischen ist diese Verantwortung fester Bestandteil des schriftlich fixierten Leitbildes. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro wird das sozial engagierte Unternehmen wie schon beim letzten Mal für wohltätige Zwecke im Bezirk Treptow-Köpenick spenden. Der Wettbewerb wird jährlich vom Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin ausgelobt. Familienfreundliche Unternehmen zeichnen sich insbesondere aus durch: •	Wertschätzung der Familienarbeit in der Unternehmensführung •	Familienbewusste Arbeitszeiten •	Finanzielle und organisatorische Unterstützung durch das Unternehmen bei der Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen •	Personalentwicklung mit Aufstiegsmöglichkeiten für Eltern und Alleinerziehende •	Einbeziehung der Eltern in das Betriebsgeschehen während der Elternzeit •	Gestaltung des beruflichen Wiedereinstiegs nach familienbedingter Auszeit
Sonja Heidenwolf

Foto: Michael Richter

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Herzliche
Zwei langjährigen Mitbürgerinnen können wir im Juli wieder ganz herzlich gratulieren. Adda Mascherrek übermitteln wir am 22.7. zum 102. Erdenjubiläum Grüße ins Köpenicker Seniorenzentrum und mit gleicher Herzlichkeit beglückwünschen wir Hildegard Schulz, die am 24.7. seit 101 Jahren auf dieser Erde weilt (s. AZ Nr. 219). Beiden Jubilarinnen wünschen wir weiterhin viele freudenreiche Tage. Gleichermaßen herzlich gratulieren wir Helga und Eugen Milbrandt zu ihrer Goldenen Hochzeit, die am 27. Juli auf 50 gemeinsame Jahre zurückblicken können. Wir wünschen ihnen auch künftig freudvolle gemeinsame Jahre. Zu seinem 92. Wiegenfest erhält Heinz Strey am 1.7. herzliche

Glückwünsche
Glückwünsche. Gratulationen zum 91. Geburtstag übermitteln wir am 9.7. Grete Kasche, am 16.7. Alfred Lies und am 29.7. Erika Schmidt. In den Kreis der 90-jährigen treten am 4.7. Herta Richter (s. AZ Nr. 27) und am 31.7. Elisabeth Krömmling. Allen Jubilaren auch künftig alles erdenklich Gute! Gratulationen zum 85. Erdenjubiläum erhalten am 3.7. Achim Scherfling, am 4.7. Wolfgang Gröters, am 12.7. Ilse Gutsche und Dr. Wolfgang Ruff, am 22.7. Gerd von Gostomski, am 24.7. Waltraud Herkner und Irma Wolf, am 26.7. Margarete Prinzler und Erna Schult sowie am 29.7. Werner Büttner. Wir gratulieren von ganzem Herzen! Inzwischen auf acht Jahrzehnte können Ruth Keil (5.7.), Erika Großer und Christa Mielich

Herzliche Gratulation zum 80. Geburtstag übermitteln wir

Fred Wolf.
Wir wünschen Dir weiterhin alles Liebe und Gute!
Brigitte, Thomas und Susanna

(7.7.), Inge Siebenbrodt (14.7.), Brigitte Nünke und Fred Wolf (15.7.), Ingrid Münzhardt (16.7.), Annelies Vierarm und Walter Bernau (17.7.), Helga Lindenberg (18.7.), Ingeborg Wunderlich (20.7.) sowie Ingeborg Steger (21.7.) zurückblicken. Herzlichen Glückwunsch Ihnen allen! Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren im neuen Lebensjahr Gesundheit, Freude und Zufriedenheit. Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an seiner

Mit 100 noch zu Fuß zum Einkauf

Hier gibt es die

Blutspendeaktion
Vertriebsstelle	 Straße
am 1. August von 11.30 – 16.30 Uhr im WISTA-Gebäude, Rudower Chaussee 17, am 6. August von 9 – 13 Uhr bei der Bahn AG, Adlergestell 143 zu beteiligen. (Personalausweis und ggf. Blutspendepass nicht vergessen!) Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

HEM-Tankstelle............................... Adlergestell 305 Anna-Seghers-Gedenkstätte............. Anna-Seghers-Str. 81 Gemeindebüro der ev. Kirche.......... Arndtstr. 12 Kiez-Laden....................................... Dörpfeldstr. 12 Poststelle.......................................... Dörpfeldstr. 21 Zeitungskiosk am Markt.................. Dörpfeldstr./Marktplatz POST & SHOP................................. Dörpfeldstr. 53 „KIEZKLUB Alte Schule“.............. Dörpfeldstr. 54 Friedhofsgärtnerei............................ Hackenbergstr. 15 Lange Sicherheitstechnik................. Hackenbergstr. 29 Freie evangelische Gemeinde.......... Handjerystr. 29/31 Praxis für Physiotherapie................. Handjerystr. 44 Sport-Gaststätte ABC 08.................. Lohnauer Steig 1 – 8 Bahnagentur Hockwin..................... Marktpassagen Jutta‘s Nähkästchen......................... Marktpassagen Gaststätte „Blattlaus“....................... Neltestr. 11d Gaststätte „Zum kühlen Grunde“..... Radickestr. 15 Betriebsrestaurant (WISTA-Gebäude)....... Rudower Chaussee 17 Schuhmacherei Eichler.................... Thomas-Müntzer-Str. 6 TabacCenter Thranow...................... Wassermannstr. 105 Friseur-Team Schluricke.................. Wassermannstr. 123 Heimatmuseum Treptow.................. Sterndamm 102 (Joh.-thal) Wenn Sie eine Ausgabe der Adlershofer Zeitung verpasst haben, können Sie diese und alle bisherigen Ausgaben hier erwerben: Wolfhard Staneczek, Otto-Franke-Str. 4, Tel. 677 24 58 Anna-Seghers-Gedenkstätte, Anna-Seghers-Str. 81, Tel. 677 47 25 Öffnungszeiten: Di + Do 10 – 16 Uhr

Gerade eben ist sie noch zu Fuß einkaufen: Frau Gertrud Reis aus Adlershof, die am 23.6.13 ihren 101 Geburtstag feierte. Das beiliegende Foto hat sie für einen neuen Ausweis erstellen lassen – und freundlicherweise gleich ihre Erlaubnis zur Veröffentlichung gegeben. Unseren herzlichen Glückwunsch!

Unsere Rätselecke
Buchstabentausch
In jedem der nachstehenden Wörter wird ein Buchstabe durch einen anderen so ersetzt, dass sich Wörter anderer Bedeutung ergeben. Aneinandergereiht nennen diese Buchstaben eine Adlershofer Verkaufseinrichtung. Daunen – Spitz – Karte – Anger – Eifer – Panier – Betrug – Weide – Kaste – Truppe – Reifen – Stulle. 	 Rätselautor: Wolf Will Auflösung des Rätsels aus unserer Juni-Ausgabe: 1. Seife; 2. Salbe; 3. Eiche; 4. Geist; 5. Summe; 6. Halma; 7. Alibi; 8. Samba; 9. Zelle; 10. Frist; 11. Ramme; 12. Tenno; 13. Erben; 14. Regel; 15. Leber; 16. Kegel; 17. Seide; 18. Kelch; 19. Neige; 20. Decke; 21. Reihe; 22. Insel; 23. Leder; 24. Armee. Nach Hinzufügen eines Buchstabens auf der Mittelsenkrechten findet man den Begriff Gelassenheit, deren fröhliche Umsetzung wir uns und unseren Lesern wünschen.

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Nr. 231

Interessante Sommertage im Freilandlabor Britz
In den Sommerferien werden im Freilandlabor Britz wieder Ferienworkshops angeboten. Am 2. und 3.7. können sich 9–12jährige mit Bionik befassen und z. B. lernen, woher die Idee mit dem Klettverschluss kommt. Am 23. und 24.7. erfahren 7–11jährige wie Naturvölker leben und am 1.8. wie man sich in der Natur ohne Navigationsgerät orientieren kann (Anmeldung unter 703 30 20!). In der Reihe „Naturforscher unterwegs“ geht es am 10.7. für Familien mit Kindern ab 7 Jahren ums Riechen, Schmecken, Fühlen (Treff: 17 Uhr, Freilandlabor) und am 24.7. heißt es „Wasser erleben“ (Treff: 17 Uhr, Parkeingang Sangerhauser Weg). Beim Basteln auf der Wiese können am 3.7. Wiesenkarten, am 17.7. Panflöten aus Knöterichstängeln und am 31.7. Blattabdrucke entstehen (Treff jeweils: 16 Uhr, Freilandlabor).

Der Sommerschnitt an Obst- und Ziergehölzen wird am 6.7. um 14 Uhr entgeltfrei in der Ökolaube gezeigt. Am 7.7. wird dazu eingeladen, Vögel in der Feldflur (Treff: 8.15 Uhr, U-Bhf. Rudow) und am 17.7. im Britzer Garten (Treff: 9 Uhr; Parkeingang Buckower Damm) zu beobachten. Zudem gilt am 7.7. das Interesse den Pflanzen am Gewässerrand (Treff: 14 Uhr, Freilandlabor). Beim Naturforschen für Senioren ist man am 10.7. Wassertieren auf der Spur (Treff: 11 Uhr, Parkeingang Mohriner Allee). Die Gehölzviel-

falt im Britzer Garten wird am 14.7. vorgestellt (Treff: 14 Uhr, Freilandlabor). An einer Führung durch den „Hexengarten“ mit Heil- und Gewürzkräutern aber auch Zierpflanzen und Pflanzen des Aberglaubens kann man am 28.7. Teilnehmen (Treff: 16 Uhr, Sonnenuhr am Kalenderplatz). Im Ausstellungspavillon wird ab 6. Juli über das Leben im Teich unter „Von Hüpferling bis Strudelwurm“ informiert. Der Ausstellungspavillon ist Di-Fr 12-17 Uhr, Sa 12-18 Uhr und So 10-17 Uhr geöffnet und über den Parkeingang Buckower Damm erreichbar. Die Möglichkeit der Anmeldung zu Veranstaltungen und weitere Informationen erhält man werktags von 9 bis 16 Uhr unter 703 30 20. W.W.

Kinder- und Sommerfest
Mit dem diesjährigen Kinderund Sommerfest begeht die KGA „Am Adlergestell“ am 27. Juli ihr 85jähriges Bestehen. Rund um die Gaststätte „Blattlaus“ beginnt das Kinderfest um 14 Uhr mit vielen Überraschungen, zu denen eine Puppentheater-Aufführung gehört. Ab 16 Uhr kann man sich an Kaffee und „hauseigenem“ Kuchen laben. Auf die offizielle Eröffnung des Sommerfestes um 18 Uhr folgt ab 19 Uhr ein buntes Bühnenprogramm, bei dem u.a. die hier gut bekannten „KGA Allstars“ sicher für besonders gute Laune sorgen. Das Team der „Blattlaus“ sorgt für das leibliche Wohl. Von 20 bis 24 Uhr kann dann jeder das Tanzbein schwingen oder auch nur bei Musik und Unterhaltung den Abend ausklingen lassen. Der Vorstand der KGA würde sich über den Besuch vieler Adlershofer Mitbürger(innen) freuen. 	 W.W.

Ferienabenteuer mit Pippi, Jim & Co.
Vom 22. Juni – 4. August SpieloFEZien!
Lesemeer und in der Sportarena „Wilde Kinder“. Täglich warten 100 Spiele auf dich! Highlights an den Wochenenden: 6./7.7.: Reif für die Schatzinsel, 13./14.7.: Das verspätete Mittsommerfest; 20./21.7.: Aufruhr in Mittelerde, 27./28.7.: Klarschiff im Piratenlager!, 3./4.8.: Pippi kommt zur Schule Öffnungszeiten: Di–Fr 11–18 Uhr, Sa+So 12–18 Uhr Eintritt: € 3,-/LE* € 2,-| Familien € 10,-/LE* € 7,Wochenticket € 8,-/LE* € 6,Dauerticket € 25,-/LE* € 20,Tauch ein in die Welt von J.R.R. Tolkien, Robert Louis Stevenson und Astrid Lindgen. Das FEZBerlin lädt in den Sommerferien ein, spannende Abenteuer mit den Helden aus den berühmten Kinderbuchromanen zu erleben. Die Reise beginnt im „Lesemeer“. Hier wirst du von Hobbits, Long John Silvers Piraten und von Pippi Langstrumpf empfangen. Sie begleiten dich nach Mittelerde, auf die Schatzinsel und mitten hinein in die Welt von Pippi Langstrumpf. Hier kannst du toben, bauen und vor allem spielen, spielen, spielen. Von den Abenteuern erholen kannst du dich im Alice – Museum für Kinder Achtung Baustelle! – verlängert bis 13. Oktober 2013 Eine Mitmach-Ausstellung für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Eine Produktion des Vereins ZOOM Kindermuseum in Kooperation mit Alice – Museum für Kinder. In dieser lernanregenden Ausstellung können Kinder selbst anpacken und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sie bauen Dachstühle, pflastern Plätze oder machen statische Experimente. Sie testen die Haltbarkeit von Konstruktionen auf einem Rütteltisch oder spielen den Baustellensound. Sie sind aktive Teamspieler/innen beim Entwerfen, Planen, Vermessen, Mauern, Zimmern, Pflastern oder als Kranführer/in. Kooperatives, kognitives und produktives Lernen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die den Sachkunde-, Mathematik- sowie Deutschunterricht qualitätsvoll bereichert. Eintritt: € 3,- / Familienticket € 10,Öffnungszeiten in den Sommerferien für Gruppen: Mi + Do | 11 Uhr (Reservierung: Tel. 030-53 071-333), für Familien: Mi + Do, 14 + 16 Uhr
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Dauerausstellung zur „Köpenicker Blutwoche“
Anlässlich des 80. Jahrestages eröffnete am 21.6.2013 Bezirksbürgermeister Oliver Igel in der Gedenkstätte „Köpenicker Blutwoche“ die neue Dauerausstellung. Ansprachen halten Sigmar Gabriel, SPD-Parteivorsitzender und Mitglied des Deutschen Bundestages und Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender Die Linke im Deutschen Bundestag. Sie ist das Ergebnis eines Ausstellungs- und Forschungsprojekts des Bezirks Treptow-Köpenick im Rahmen des Berliner Themenjahres „Zerstörte Vielfalt 1933-1938-1945“.

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Juli 2013

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1. Adlershofer Firmenstaffel
Am 5. September soll zum ersten Mal eine Adlershofer Firmenstaffel stattfinden. Alle Adlershofer Firmen, die ein Team von drei Personen stellen möchten, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Der Veranstalter „Gesundheitssport Brandenburg e.V.“ setzt auf eine breite Vielfalt an Teilnehmern. Gemeinsam soll die Idee eines Firmensportevents in die Tat umgesetzt werden, um Teamgeist und das Miteinander der Unternehmen zu stärken. Es geht nicht um individuelle Schnelligkeit, denn aufgestellt werden 3er-Teams, die in einem Staffellauf über 8,7 km gegeneinander antreten. Jeder Teilnehmer legt dabei 2,9 km laufend oder walkend zurück. Die Zeitmessung erfolgt mit Hilfe eines Transponders im Staffelstab. Die schöne Laufstrecke führt um das ehemalige Flugfeld Johannisthal. Inzwischen bietet es als Landschaftsschutzgebiet die optimale Laufstrecke in einer naturbelassenen Umgebung. Pro Firma können gern mehrere Teams antreten. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro pro Teilnehmer, enthalten sind ein kleiner Snack, die Zeitmessung sowie eine Urkunde. Das beste Team jeder Kategorie (männlich/weiblich/mixed) gewinnt neben einem Siegespokal ein Höhentraining im Wert von 750 Euro. Weitere Informationen unter: www-gsbb-ev.de/ lauf; Anmeldung und Infos unter 677 22 67.

Foto: PSV Olympia Berlin

Klein Olympia 2013 im Judo
Am 8. Juni 2013 fand in der Sporthalle Berlin-Adlershof Merlitzstraße das traditionelle Turnier „Klein Olympia“ des Bezirkes Treptow-Köpenick statt. 297 Kinder und Jugendliche kämpften auf fünf Matten um die begehrten Medaillen und Pokale. In den Jahrgängen 1999-2002 wurde zusätzlich ein athletischer Mehrkampf durchgeführt. Neben den Judokämpfen wurden Seilspringen, Stangenklettern und Schlussdreisprung absolviert. Als Ehrengäste waren der Bezirksstadtrat Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Svend Simdorn und der Leiter des Sportamtes Steffen Senkbeil anwesend. Sie führten Siegerehrungen durch und übergaben die Medaillen und Teilnehmerurkunden. Für viele war es der erste Wettkampf und entsprechend groß war die Aufregung. An jeder Matte wurden die Kinder durch erfahrene Trainer betreut um die ersten Schritte auf der Matte zu erleichtern. Alle Teilnehmer erhielten eine Medaille und eine Urkunde. Die besten Techniker jeder Altersklasse erhielten einen Pokal. Auf dem Siegerpodest strahlten alle für die Fotos und die Anstrengungen waren schnell vergessen. Glücklich und voller Stolz fuhren die Eltern mit ihren Kindern nach dem Turnier nach Hause. Es war eine gelungene Veranstaltung für die Judoka des Bezirkes TreptowKöpenick. Wir möchten uns im Namen des Vereins und des Vorstandes bei allen Eltern für die zahlreichen Kuchenspenden und bei allen Helfern für die Unterstützung bedanken.
Harry Klempert, Abteilungsleiter Judo

8. offene Drachenboot Meisterschaften der Berliner Schulen
Am 12. Juni 2013 war es soweit: „Are You Ready – Attention – Go“ hieß es auf der Regattastrecke in Grünau für ca. 320 Schüler der 5. bis 13. Klassen der Schulen aus Berlin und dem Umland. Der Drachenboot-Jugend-Berlin e.V., hatte zu den 8. offenen Drachenbootmeisterschaften der Berliner Schulen eingeladen. Erstmalig war in diesem Jahr im Rahmen des Inklusionsprojekts „Gemeinsam Leben erleben“ auch ein gemischtes Team sehbehinderter und nicht sehbehinderter Schüler dabei, das in der Jugend-Klasse startete. Wie in den letzten Jahren, hatten sich die Teams auf der Olympiaregattastrecke spannende Wettkämpfe geliefert. Für eine Verpflegung vor Ort für den kleinen Geldbeutel war auch gesorgt. In einem Drachenbootteam finden sich mindestens 16 Paddler – darunter mindestens acht Schülerinnen – zusammen, folgen dem kraftvollen und dynamischen Schlag der Trommeln und werden am Ufer der Dahme kräftig angefeuert. Nach spannenden Zeitund Finalläufen siegten in einem packenden Finale schließlich, wie im Vorjahr, die „Gollums“ vom Einstein-Gymnasium in Potsdam. Sie konnten auch diesmal wieder den großen Wanderpokal mit nach Hause nehmen, der ihnen auf der abschließenden Siegerehrung vom Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport in Treptow-Köpenick – Herrn Svend Simdorn überreicht wurde. Sieger der Altersklassen: Mini-Drachen: „Dragon Hunters“, Müggelschlösschen-Schule Berlin; Schüler-Drachen: „Hobbits“; Jugend-Drachen: „Orks“, AbiDrachen: „Gollums“, alle EinsteinGymnasium Potsdam.

Inh. Detlef Ritthaler • Dörpfeldstr. 13 • 12489 Berlin • Tel. 677 45 38

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Foto: Drachenboot Jugend Berlin e.V.

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Nr. 231

Die Akademie der Wissenschaften der DDR
aus Sicht eines ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiters
In einer Serie von Artikeln hat Rudi Hinte in dieser Zeitung die verschiedenen Zentralinstitute der Akademie der Wissenschaften ausführlich behandelt und dabei ein sehr positives Bild entworfen. Meist enden seine Artikel mit dem vorwurfsvollen Satz: „Auch dieses Institut wurde abgewickelt.“ Es ist als Ergänzung vielleicht nicht ganz uninteressant zu fragen, wie der einzelne Wissenschaftler in dem einen oder anderen Akademieinstitut die Atmosphäre dort erlebt hat. Natürlich kann ich nur für mich sprechen. Aber ich hatte und habe hinreichend Kontakt zu ehemaligen Kollegen, um sagen zu können, dass meine eigenen Erfahrungen durchaus typisch gewesen sind. Gemäß der „Kaderpolitik“ (wie das im DDR-Jargon hieß) gab es Aufstiegschancen und etwa die Möglichkeit von Kongressbesuchen im „NSW“ (nichtsozialistisches Währungsgebiet) grundsätzlich nur für Wissenschaftler, die ihre politische Zuverlässigkeit wiederholt unter Beweis gestellt hatten. In Einzelfällen gab es zwar Ausnahmen von dieser Regel, aber im Laufe der Jahre wurden solche Ausnahmen immer seltener. Da die politische Anpassungsfähigkeit wichtiger war als die fachliche Qualifikation, führte das nicht selten zu einer negativen Auslese. Und natürlich war das Ministerium für Staatssicherheit überall präsent. Auslandsbriefe in beiden Richtungen wurden vollständig kontrolliert, was eine fachliche Diskussion auf dem Briefwege sehr erschwerte. Mehrfach bin ich genötigt gewesen, Einladungen zu Tagungs- oder Institutsbesuchen unter vorgeschobenen, fadenscheinigen Vorwänden abzulehnen. Es ist vorgekommen, dass ein persönlich an mich gerichteter Einladungsbrief von einem Akademieinstitut in Warschau (also sogar aus dem „sozialistischem Ausland“) mich gar nicht erreichte und abschlägig beschieden wurde, ohne dass ich darüber informiert wurde. Jede Promotion, Habilitation oder Erlangung des Dr. sc. war verbunden mit langweiligen Kursen in Marxismus-Leninismus. Und auch der Wissenschaftler, der das endlich alles hinter sich hatte, musste immer noch eine demütigende wöchentliche „Rotlichtbestrahlung“ (wie wir das nannten) über sich ergehen lassen. Glücklicherweise war diese Prozedur (soweit ich mich erinnern kann) in den letzten Jahren der DDR etwas eingeschlafen. Auf einer Tagung bei Warschau lernte ich 1977 einen auf meinem speziellen Forschungsgebiet sehr prominenten US-amerikanischen Physiker kennen. Seitdem stand ich mit ihm im Briefkontakt. Aber erst ab 1990 war eine wirkliche Zusammenarbeit möglich, die zu acht gemeinsamen Publikationen geführt hat. Die oben geschilderten Rahmenbedingungen erzeugten ein Klima der Isolation und Bevormundung, das der wissenschaftlichen Forschung sehr abträglich gewesen ist. Trotzdem (und dieses Wort möchte ich dreimal unterstreichen) trotzdem ist in den Akademieinstituten eine solide und teilweise erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit geleistet worden, was ich nicht bestreiten will und was ich für ein kleines, von mir überschaubares Teilgebiet bestätigen kann. Ich hatte Sitz und Stimme als Vertreter des Zentralinstituts für Optik und Spektroskopie (ZOS) im „Rat der Institutsvertreter“, dem zentralen Personalrat der Akademie, und war in diesem Rahmen an den Versuchen beteiligt, so viel wie irgend möglich von der Akademie und ihren Instituten zu retten. Ich war erschrocken, als erstmals von „Abwicklung“ die Rede war. Im Nachhinein aber kann ich mir nicht vorstellen, dass das ZOS mit der alten Struktur in der Wissenschaftslandschaft des vereinigten Deutschlands hätte weiter bestehen können. Mit dem teilweise erfolgreichen Demokratisierungsprozess ist es nicht überzeugend gelungen, die in 40 Jahren gewachsenen Strukturen und Verflechtungen aufzubrechen. Deshalb war ein Neuanfang dringend nötig. Der Prozess der Evaluierung und Abwicklung war schmerzhaft, und es mag auch manches Erhaltenswerte untergegangen sein. Mein subjektiver Eindruck jedoch ist, dass diese große und schwierige Aufgabe einigermaßen fair und gerecht bewältigt worden ist. Erfreulicherweise fand sich ein großer Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den neu gegründeten Instituten und sonstigen Einrichtungen wieder.
Heinz Steudel

Auszeichnung für Schlossplatztheater

Adlershofer Zeitung
PF 82 02 37, 12527 Berlin E-Mail: redaktion@adlershoferzeitung.de

Foto: Stiftung „Lebendige Stadt“

Herausgeber
Medien Gelbke & Lange GbR

Redaktion
Brigitte Gelbke, Tel. 65 76 27 02 Maria Lange, Tel. 56 59 02 67
von links nach rechts: Dr. Andreas Mattner, Vorstandsvorsitzender „Lebendige Stadt“; Sabine Tillack, Stadtentwicklungsamt Berlin-Treptow Köpenick, Fachbereich Stadtplanung; Birgit Grimm, Künstlerische Leitung Schlossplatztheater; Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender „Lebendige Stadt“; Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister Berlin-Neukölln und Stiftungsrat „Lebendige Stadt“

redaktionelle Mitarbeit
Wolfhard Staneczek Tel. & Fax.: 677 24 58

Druck
Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus

OPER IM NETZ – TAG DER STADTKUNST wurde am 11. Juni 2013 von der Stiftung „Lebendige Stadt“ als „das schönste Stadtfest“ ausgezeichnet. Unter 631 Bewerbern aus dem In- und Ausland hat es das besondere Stadtfest auf den zweiten Platz geschafft. Die Auszeichnung wurde von Birgit Grimm, Künstlerische Leitung Schlossplatztheater und Sabine Tillack, Stadtentwicklungsamt Treptow-Köpenick, Fachbereich Stadtplanung während der Preisverleihung vor 600 Gästen im Flughafen Tempelhof entgegengenommen.

Erscheinungsweise
monatlich

Druckauflage
1500 Stück

Vertrieb
Anzeigengestaltung gewünscht? 030 56 59 02 67 · lange@designstudio-lange.de

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