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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2012, H.223/November

Monatszeitung

Nr. 223 November 2012

0,60 €

❒ „Pomme Fritz“ ist der Titel

der letzten Ausstellung des Jahres in der Galerie im Kulturzentrum Alte Schule
Seite 7

❒ „Wir schreiben selbst“

heißt der Schülerband mit Geschichten und Gedichten der Anna-Seghers-Schule
Seite 14
Foto: Staneczek

❒ Dranbleiben lohnt sich! Nachdem es zu Sommerbeginn

❒ Bürgerforum am 6.11.:

noch hieß, am Glienicker Weg seien keine Wartehäuschen an den Bushaltestellen geplant, steht nun das erste von insgesamt vier – nicht zuletzt dank Bürgerengagement
Seite 16

Wie kommen mehr Hausund Fachärzte in den Bezirk Treptow-Köpenick?
Seite 16

Foto: Staneczek

Foto: Staneczek

❒ 100 Jahre zählt dieser Walnussbaum

❒ Die Adlershofer Hightech-Pioniere LTB Holding

auf dem Hof Dörpfeldstr. 64. Gibt’s einen älteren Obstbaum in Adlershof?
Seite 12

GmbH und BESTEC Gmbh errichten gemeinsam ihr neues Firmengebäude Am Studio 2b bzw 2c
Seite 3

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Nr. 223
Das Adlershofer Festkomitee informiert:

Personalreduzierung hätte erhebliche Auswirkungen
Informationen aus dem Bezirksamt Treptow-Köpenick
Bürgermeister Oliver Igel hatte am 22.10. zu früher Stunde zum Pressegespräch eingeladen, da alle Bezirkschefs gebeten worden waren, am Vormittag beim Antrittsbesuch von Bundespräsident Gauck im Land Berlin anwesend zu sein. Hauptpunkt seiner Informationen waren die Personalnöte des Bezirks, die zudem in einer ausführlichen Dokumentation dargestellt waren. Beim Bezirksamt waren 1990 ca. 8.000 Mitarbeiter in Treptow und Köpenick beschäftigt, 2001 waren es noch 4.059 und am 1.1.11 noch 1909 (nicht ganz 1.700 Vollzeitstellen). Wenn wie gefordert davon nochmals ca. 20% eingespart werden müssen, hat das erhebliche Auswirkungen für die Bürger des Bezirks. Es müssen Öffnungszeiten der öffentlichen Einrichtungen sowie die Angebote reduziert werden. Das bedeutet u.a. längere Wartezeiten, weniger Bibliotheken sowie Jugendclubs und aus dem „Grünen Bezirk“ wird ein Dschungel, weil das Grünflächenamt nicht genügend Mitarbeiter hat. Auch die Vorgabe, durch das Ausscheiden von Mitarbeitern frei werdende Stellen nicht mehr zu besetzen, ist nicht durchzuhalten, weil durch unterschiedlichen Altersdurchschnitt in den Abteilungen einige plötzlich stark unterbesetzt wären. Bürgermeister Igel arbeitet derzeit nochmals an einem Schreiben an den Senat („Bettelbrief“), um für den Bezirk eine vernünftige Lösung des Personalproblems zu erreichen. Anschließend informierte die amtierende Leiterin des Bezirksmuseums Maria Stephan über Pläne im Mehrfach-Gedenkjahr 2013. Unter „Zerstörte Vielfalt – Berlin im Nationalsozialismus“ wird in einer Ausstellung an den 80. Jahrestag der Machtübernahme der Nationalsozialisten und den 75. Jahrestag der Novemberpogrome („Köpenicker Blutwoche“) erinnert. Noch nicht ganz klar ist, wie an den 17. Juni 1953 erinnert wird. Erste Diskussionen zum Streik der Bauarbeiter gegen die Normerhöhung sollen wohl auf einem Betriebsausflug nach „Rübezahl“ aufgekommen sein. Der 200. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig wird im Bezirk wohl nicht begangen. Zudem wurde mitgeteilt, dass der beleuchtete Köpenicker Weihnachtskalender am 7.12. eröffnet und statt zum üblichen Weihnachtsmarkt vom 14.-16.12. auf eine „Weihnachtsinsel“ eingeladen wird. Auf Nachfrage zur Fertigstellung der Bauarbeiten des Glienicker Weges war zu erfahren, dass man nach wie vor davon ausgeht, dass sie in diesem Jahr abgeschlossen werden. Ein genauer Termin kann wegen neuer Unwägbarkeiten noch nicht genannt werden. W.S.

17. Adlershofer Herbstfest im Blick
Am 18. Oktober hat das Komitee ein überwiegend positives Fazit zum 16. Adlershofer Herbstfest gezogen (s. AZ Nr. 222). Die Mehrheit der Beteiligten zeigte sich bereit, auch im kommenden Jahr wieder ehrenamtlich aktiv zu sein. Am 15. Januar will das Komitee über mögliche weitere Aktivitäten beraten. Als Herbstfest-Termin wurde der 7. September 2013 vorgeschlagen. Die AG Kinderfreuden denkt zudem darüber nach, im kommenden Jahr in Verbindung mit dem Frühjahrsputz in der Köllnischen
Termin Ort

Heide besondere Aktionen mit Kindern durchzuführen. Mit Bedauern musste festgestellt werden, dass sich in diesem Jahr kein Organisator für einen 4. Adlershofer Adventskalender gefunden hat. Nachstehend folgen die bisher bekannten Veranstaltungstermine in Adlershof im November und Dezember. Nähere Informationen wie auch die Veranstaltungen von Kiezklub und Nelte 26 finden Sie auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Veranstaltung
Informationen zum Bau eines Teleskop-Prototypen in Adlershof Christel Berger: „Als Magd im Dichter-Olymp“ Gospelkonzert Martinsfest

2.11., 17.00 HelmholtzZentrum 6.11., 18.00 Anna-SeghersGedenkstätte 11.11., 19.00 Verklärungskirche 12.11., 16.30 Christus König Kirche 13.11., 17.00 Alte Schule

10 Jahre Kunstverleih Treptow-Köpenick 20.11., 17.00 Alte Schule Rudi Hinte: „König Friedrich II. und ’sein‘ Adlershoff“ 21.11., 19.00 „Schwedenkirche“ Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag 23.11., 20.00 Alte Schule Ausstellungs-Eröffnung zu 300 Jahre Friedrich der Große 24.11., 19.00 „Schwedenkirche“ Filmabend: „Einander zur Herausforderung werden“ 30.11., 14.00 Alte Schule Weihnachtsbaumaktion im Vorgarten mit Schülern 2.12., 17.00 Verklärungskirche Adventskonzert 4.12., 19.30 Stefan-HeymChrista Wolf: Kein Ort. Nirgends“ Bibliothek (Hommage zum 1. Todestag im Rahmen der Erinnerung an Anna Seghers) 9.12., 15.00 Verklärungskirche Adventskonzert der Familien-Musikschule Rehberg 15.12., 15.00 Verklärungskirche Weihnachtskonzert der Joseph-Schmidt-Musikschule 16.12., 16.00 Verklärungskirche Konzert des Berolina Chorensembles 16.00 Neuapost. Kirche Advents- und Weihnachtsliedersingen

Schüler(innen) schmücken Tannenbäume
Wie im vergangenen Jahr beabsichtigt das Kulturamt für die Advents- und Weihnachtszeit drei Tannenbäumchen im Vorgarten der Alten Schule durch Schüler(innen) der Anna-SeghersSchule schmücken zu lassen. Der Fachbereich Kultur wird die Tannenbäume besorgen und 100 € für Bastelmaterial zur Verfügung stellen. Wir laden recht herzlich dazu am 30. November ab 14 Uhr in den Vorgarten des Kulturzentrums Adlershof ein und hoffen, dass unsere „Küchengeister“ Kinderpunsch und Plätzchen für die Kinder und Jugendlichen reichen. Doris Thyrolph

Notfallsprechstunde für dringende Fälle
Der Bereich Kitagutscheinverfahren / Hort des Jugendamtes Treptow-Köpenick ist bis zum 9. November geschlossen. Für dringende Fälle wird dienstags von 9-12 Uhr und donnerstags von 14-18 Uhr eine Notfallsprechstunde angeboten. Telefonisch sind die Mitarbeiter unter der 90297-5329 zu erreichen.

Öffentliche Bürgersprechstunde
Uwe Doering, MdA,
Parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus,
und

Liebe Leserin! Lieber Leser!
In Sorge um die weitere Existenz unserer Adlershofer Zeitung wenden wir uns an Sie. Als langjährige Leser(innen) haben Sie vielleicht festgestellt, dass der Anteil der gewerblichen Anzeigen zurückgegangen ist. Das hat zur Folge, dass die Kosten für die Herstellung der Zeitung nicht mehr gedeckt sind. Dabei arbeiten unsere Autoren ehrenamtlich und einige Verkaufsstellen verzichten auf einen Provisionsanteil an den 0,60 € pro Exemplar. Seit dem ersten Erscheinen im April 1994 haben wir den Preis von damals 1,- DM nicht verändert. Das lässt sich leider nicht fortführen. Wir hoffen, dass Sie uns auch die Treue halten, wenn wir ab Nr. 224 im Dezember einen Betrag von 1,- € pro Exemplar erbitten. Mit den besten Grüßen Die Redaktion

Dr. Hans Erxleben
von der Linksfraktion in der BVV Treptow-Köpenick, Vorsitzender des Integrationsausschusses der BVV,

laden ein zu einer öffentlichen Bürgersprechstunde am

28. November, 17 - 18 Uhr
im KIEZKLUB Alte Schule Adlershof, Dörpfeldstraße 54

November 2012

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Neues Gewerbegebiet
Am 17. August fand die Unterzeichnung eines städtebaulichen Rahmenvertrages für die Entwicklung der nordöstlich an die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Berlin-Adlershof angrenzenden für den Bahnbetrieb nicht mehr erforderlichen Bahnflächen (ehemaliger Rangierbahnhof Schöneweide) statt. Der Vertrag wurde zwischen dem Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, dem Bezirk Treptow-Köpenick, vertreten durch den Bezirksstadtrat für Bauen und Stadtentwicklung, und der DB Netz AG geschlossen. Die Vertragsparteien streben eine gemeinsame Entwicklung des Areals an. Hier soll Gewerbe angesiedelt werden. Der Vertrag enthält u.a. Regelungen zur Durchführung und Finanzierung der Planung, die in diesem Fall von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt durchgeführt wird. Geregelt ist zugunsten des Bezirks, dass eine Fußgänger- und Radfahrbrücke über das Adlergestell in Verlängerung der sogenannten Ostfuge auf Kosten der Deutschen Bahn errichtet werden soll. Im weiteren Planverfahren ist der genaue Verlauf zu präzisieren.

Adlershofer Hightech-Pioniere bauen neue Firmengebäude
Die LTB Holding GmbH und die BESTEC GmbH feierten am 12. Oktober gemeinsam die Grundsteinlegung für ihre neuen Firmengebäude Am Studio 2b bzw. 2c. Beide Unternehmen sind aus dem Zentrum für Wissenschaftlichen Gerätebau der Akademie der Wissenschaften der DDR hervorgegangen. Sie wurden im Frühjahr 1990 gegründet und zählen zu den Adlershofer Hightech-Pionieren der ersten Stunde. Beide Bauvorhaben sollen im Herbst 2013 bezugsfertig sein. In der LTB Holding GmbH ist die LTB Lasertechnik Berlin GmbH ein Entwickler und Hersteller von Kurzpuls-Lasern im gesamten optischen Spektralbereich, von hochauflösenden Spektrometern und lasergestützter Messtechnik sowie die Lufttechnik Schmeisser GmbH, die Lüftungs-, Frischluftheizungs- und Wärmepumpensysteme herstellt. Die BESTEC GmbH ist in der Optik und Vakuumtechnik tätig. Sie hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Geräten und Baugruppen der Ultrahochvakuumtechnik spezialisiert und ist darin international führend. Auf dem Foto sind die Kassetten zu sehen, die nach Einlage von aktuellen Erzeugnissen (erstmals auch einer „Adlershofer Zeitung“) per Kran in die beiden bestehenden Fundamente transportiert wurden. Dr. Matthias Scholz (LTB-Geschäftsführer, in Adlershof aufgewachsen, am Mikrofon) und Dr. Rainer Hammerschmidt (BESTEC, rechts daneben) hatten schon an der AdW zusammengearbeitet. Junior-Chef Christian Scholz (2. von rechts) führt das Familienunternehmen Lufttechnik Schmeisser GmbH und lebt nach wie vor in Adlershof. W.S.

Technologiekreis Adlershof – engagierter Interessenvertreter
Aufmerksame Leser unserer Zeitung haben beim Lesen des Berichts über das 16. Herbstfest sicher gelesen, dass zu den Sponsoren des Festes erneut der Technologiekreis Adlershof (TKA) gehörte. Wir haben uns bei der ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden Dr. Christine Wedler, Geschäftsführerin der ASCA GmbH (Angewandte Synthesechemie Adlershof), herzlich dafür bedankt und um ein Informationsgespräch gebeten. Holding und die BESTEC, die nach erfolgreicher Entwicklung in Adlershof inzwischen eigene Gebäude errichten (s. rechts). Zu den weiteren Unternehmen zählen neben dem Innovations- und Gründerzentrum (s. AZ Nr. 90) z.B. die FUSS EMV GmbH (s. AZ Nr. 217), den Sentech Instruments aber auch kleine Betriebe wie „Objekt und Konzept“ (s. AZ Nr. 216). Die Beteiligten haben sich die Vernetzung der am Standort tätigen Unternehmen zur Aufgabe gemacht. Es gibt einige Veranstaltungen im Jahr und gegenseitige Betriebsbesichtigungen. Zudem verständigt man sich auf gemeinsame Standpunkte, die Dr. Wedler nach außen wie beispielsweise im WISTA-Beirat vertritt. Der TKA ist jedoch keine geschlossene Gesellschaft, neue Mitglieder sind jederzeit willkommen. Weil der Standort schließlich von den Verbindungen der Menschen lebt, hatte man sich auch entschlossen, die Arbeit des Adlershofer Festkomitees zu unterstützen. Wer mehr Informationen zum Technologiekreis Adlershof erhalten möchte, kann sie im Internet unter www.tk-adlershof.de finden. W.S.

Foto: Staneczek

Observatorium der Zukunft
Das Cherenkov Telescope Array CTA wird das Observatorium der Zukunft in der Gamma-Astronomie sein. Es wird in bisher nicht erreichter Sensitivität die hochenergetische elektromagnetische Strahlung aus dem Weltall messen. DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron) in Zeuthen hat die Verantwortung für den Bau der Strukturen der Teleskope mit 12 m Spiegelflächendurchmesser übernommen und koordiniert den Gesamtbau dieser Teleskope. Ein mechanischer Typ in voller Größe wird auf dem Campus Adlershof in der Nähe des Ernst-RuskaUfers entstehen. Nach den Fundamentarbeiten im August beginnt nun mit dem Aufbau des Turmes die nächste Bauphase für den Prototyp des Medium Size Telescope. Zu einer Informationsveranstaltung zum Bau des Teleskop-Prototypen in Adlershof wird am 2. November um 17 Uhr in den Hörsaal des Helmholtz-Zentrums Berlin (Albert-Einstein-Str. 15) eingeladen. Man erhält einen Einblick in das Forschungsprojekt und einen Überblick über die Bauphasen. Der Eintritt ist frei. W.W.

Der TKA ist die Interessenvertretung der Technologieunternehmen am Standort Adlershof beidseits der Rudower Chaussee. Das Spektrum der Betriebe ist vielschichtig und umfasst u.a. die Bereiche Optik, Photovoltaik, Umwelt, Biotechnologie, Chemie und Materialwissenschaften. Etwa die Hälfte der 77 Mitglieder des TKA entstanden, als nach der „Abwicklung“ der Akademie der Wissenschaften deren Experten selbständige Unternehmen gründeten. Dazu gehören die LTB

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Nr. 223

Ausweitung von Tempo 30-Zone auf Adlershofer Straßen abgelehnt
Aus der 12. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
Nach der Begrüßung am Beginn der 12. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 27.9. teilte BVV-Vorsteher Siegfried Stock mit, dass Stadträtin Feierabend wegen der Teilnahme am Städtetag und Stadtrat Simdorn weiterhin wegen Erkrankung nicht anwesend sein können. In der „Bürgerfragestunde“ gab es je eine Anfrage zum Stadtteilzentrum Niederschöneweide zwischen Schnellerstraße und Spree sowie zu einer möglichen Haltestelle der Tram 68 an der „Bammelecke“ in Grünau. In seinen regelmäßigen Ausführungen würdigte Bürgermeister Oliver Igel zuerst den am 11.9. verstorbenen Erwin Schulz, der in der NS-Zeit wegen „Hochverrats“ verurteilt, sich für das Gedenken an die Opfer des Faschismus engagierte und besonders Jugendlichen in Gesprächsrunden die faschistischen Greueltaten vermittelte. Nachdem er 2005 mit der Bürgermedaille geehrt wurde (s. AZ Nr. 130) sollte die Ehrung zu seinem 100. Geburtstag wiederholt werden. Zudem zollte Oliver Igel der Zivilcourage von türkischen Imbissbesitzern am Bahnhof Schöneweide Anerkennung, die am 2.9. einem jungen Mann vor drei Angreifern Schutz gewährten. Außerdem informierte der Bürgermeister darüber, dass - der erfolgreiche Ausbildungstag Südost am 6.9. von ca. 1.300 Schüler(inne)n besucht wurde, - beim 33. Ratsherrenturnier die hiesigen Teilnehmer allen anderen die vorderen Plätze überließen, - die Vertretungsregelung für den erkrankten Bezirksstadtrat Simdorn (s. AZ Nr. 222) bestehen bleibt. - in Adlershof vereinbart wurde, einen Teil des Bahngeländes zu einem Gewerbegebiet umzugestalten (s. S. 3). - das Bürgeramt I im Rathaus Köpenick bis 3.3.2013 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen werden muss (s. rechts). - die Joseph-Schmidt-Musikschule als Pilotmusikschule im Projekt „Multidimensionaler Instrumentalunterricht - MDU“ ausgezeichnet wurde (s. S. 6). - die Renovierungsarbeiten im Freilandlabor Kaniswall abgeschlossen wurden (s. AZ Nr. 222) und am 1.11. zur Eröffnung eingeladen wird. weide) wurde von der BVV u.a. beschlossen, dem Bezirksamt zu empfehlen, - sich an die zuständige Senatsverwaltung zu wenden, um für den seit Jahren massiv von Einschränkungen betroffenen Südosten Berlins zuverlässige Verkehrsleistungen der S-Bahn aus und in Richtung Innenstadt zu erreichen. - Kooperationen zwischen allen Einrichtungen des Bereichs Museum und Schulen anzuregen, um die Schulen umfassend und regelmäßig über alle Angebote zu informieren. - im Rahmen der Begehungen alle Straßenschilder auf ihre Lesbarkeit hin zu überprüfen und ggf. instand zu setzen, sowie fehlende Hausnummernschilder unterhalb der Straßennamenschilder zu erneuern. - sich dafür einzusetzen, dass die Wassertourismuskonzeption Berlin fortgeschrieben und die Tourismuskonzeption des Landes Berlin um den Punkt Wassertourismus erweitert wird. Den „Mitteilungen des BVVVorstehers Nr. VII-12“ entnehmen wir u.a., dass - das Grünflächenamt im Herbst 2012 ein Konzept zur Gewinnung von Sponsoren bzw. Paten für die Pflege und Unterhaltung der Brunnen erarbeiten wird. - die Ausweitung der Tempo 30Zone auf die Radickestraße zwischen Anna-Seghers- und Wassermannstraße und der Wassermannstraße zwischen Dörpfeld- und Radickestraße als Bestandteil des übergeordneten Straßennetzes abgelehnt wurde. - im Schuljahr 2012/13 in beiden Adlershofer Schulen keine Integrationserzieher(innen) benötigt werden, aber Schulhelfer(innen) eingesetzt sind. Darüber hinaus sind an der Anna-Seghers-Schule Sozialarbeiter(innen) tätig. Die nächste BVV-Sitzung (einschließlich Bürgerfragestunde) findet am 15.11. ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt. W.S.

Sprechstunden
Am 4.12. von 13-18 Uhr findet die nächste Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter 63 22 43 57). Bezirksbürgermeister Oliver Igel ist am 5.11. von 10.30-11.30 Uhr im Rathaus Köpenick sowie am 22.11. von 15-17 Uhr im Bürgerhaus Altglienicke (Ortolfstr. 182184) zu individuellen Gesprächen bereit. Die Sprechstunde der stellvertretenden Bürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Arbeit, Soziales und Gesundheit Ines Feierabend findet am 21.11. von 15-17 Uhr in der Hans-Schmidt-Straße 18, Raum 212 statt (Anmeldung unter 90297-6100 erbeten). W.S.

Zeichnung: Architekt Neuhoff

Zur Pflasterung der Florian-Geyer-Straße
Mündliche Anfrage: Warum wurde nach Straßenbauarbeiten in der Florian-Geyer-Straße nicht die Möglichkeit genutzt, bei der Wiederherstellung die mit Pflasterkopfsteinen versehene Straße in Höhe der Schule, dem Einkaufszentrum und der Pflegestation mit barrierefreien Übergangsstreifen zu versehen? Antwort des Bezirksstadtrates: Im Bereich Florian-Geyer-/Altheider-/Thelen- und Anna-SeghersStraße werden derzeit Fernwärmeversorgungsleitungen verlegt. Im Zuge dieser Arbeiten werden nur die Leitungstrassen wieder endgültig geschlossen. Laut AV Sondernutzung ist die BTB GmbH Berlin auch nur dazu verpflichtet. Zusätzliche Leistungen gehen zu Lasten des Straßenbaulastträgers. Diese finanziellen Mittel können durch das Tiefbauamt in diesem Haushaltsjahr nicht mehr zur Verfügung gestellt werden, im Jahr 2013 ist dazu eine Entscheidung zu treffen. Im Einmündungsbereich Florian-Geyer-/Altheider Straße sind die Bordsteine bereits abgesenkt worden. Zusätzlich wurde in der Florian-Geyer-Straße (Zugang Einkaufszentrum) das Großpflaster in der Fahrbahn durch Betonverbundsteine ersetzt.

Bei der Beantwortung „Mündlicher Anfragen“ von Bezirksverordneten gab es eine längere Erklärung zur Pflasterung der Florian-Geyer-Straße (s. rechts), zudem war u.a. zu erfahren, dass - bisher keine konkreten Pläne der BVG bekannt sind, bei welchen Linien und Taktzeiten im Bezirk Kürzungen erfolgen sollen. - eine „naturnahe Grünflächenpflege“ in Abhängigkeit von deren Nutzung vorgenommen wird. - aus dem Schul- und Sportstättensanierungsprogramm in den Jahren 2012 und 2013 jeweils ca. 3 Mio € im Bezirk zur Verfügung stehen. - an der Kreuzung zum Adlergestell auf der Rudower Chaussee die Richtungspfeile verändert wurden. Sowohl aus der rechten als auch aus der linken Spur ist das Geradeaus-Fahren in die Dörpfeldstraße erlaubt. Nach Berufung eines Mitglieds des Jugendhilfeausschusses und der Wahl von Bürgerdeputierten (darunter Katrin Hinzer aus Adlershof) bzw. stellvertretenden Bürgerdeputierten sowie von Schiedspersonen (darunter Michael Rother aus Adlershof für Johannisthal, Ober- und Niederschöne-

PRIEPKE
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Abschied mit Liebe . . .

Längere Sprechzeiten im Bürgeramt II
Das Bürgeramt I im Rathaus Köpenick wird vom 27.10. bis 3.3.13 wegen Renovierung geschlossen. Beantragte Dokumente kann man im Rathaus abholen. Im Bürgeramt II in der Michael-BrücknerStr. 1 (am Bahnhof Schöneweide) bestehen erweiterte Sprechzeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr und Sa 9-13 Uhr.

BESTATTUNGSHAUS

Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

TAG & NACHT

November 2012

Seite 5

Der schlimmste Angreifer ist die rasant beschleunigte Zeit
Darunter leiden die Menschen im dauerbetriebsamen Tun. Unser Wirtschaftssystem und unser Wohlstand funktionieren so. Die ständige Flexibilität und Mobilität haben sich auf die persönliche, partnerschaftliche, sexuelle Beziehung übertragen. Die Jagd vom Lebensabschnittspartner zum nächsten, das Versagen der Treue wirkt sich massiv auf die Kinder aus. Bindung, Verlässlichkeit, Vertrauen, Geborgenheit – so wichtig für deren Entwicklung – fallen fast aus. Das Gehirn vergisst nichts. Das ist keine Privatsache, es hat soziale Folgen und betrifft die Gesellschaft. Seit Monaten wird über die neue Volkskrankheit „born-out“ nachgedacht und über Depression. „Enthetzt Euch!“ Die gefeierte Schnelligkeit wird deutlich in dem irren Wort „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“. Alles wird bekämpft was langsam, geduldig, genügsam ist. Aber eigentlich gilt – eile mit Weile. Die Hektik des Alltags drückt sich aus in dem Wahn, jederzeit und überall erreichbar sein zu müssen. Arbeit erweckt häufig den Eindruck, jederzeit jede Information per Handy, Telefon, E-Mail, PC, Facebook etc. abrufen zu können. Heute gegessen, morgen schon vergessen. Man drückt auf Tempo, rasch durchgeboxt und am Ende so platt, so absurd, so unfähig. Schneller – höher – weiter. Es wird der Eindruck erweckt, der Gipfel der Selbstverwirklichung lasse sich einzig und allein im ständig beschleunigten, rotierenden System erreichen. Dazu gehört eine hektische Freizeitgestaltung: jetzt bin ich gleich dort. Arbeit erweckt häufig den Eindruck, sie sei Sinnstiftung schlechthin. Die Frage bleibt offen, was ist das richtige Maß, wie ist die Mitte zwischen Notwendigem und Möglichem zu finden, zwischen langsam und schnell. Fest steht, Verzicht, Entbehrung, Disziplin und Opfer gehören wesentlich zum Leben. Nicht alles macht Spaß. Nicht nur Selbstverwirklichung, auch Dasein für andere ist wichtig. Wir brauchen Einkehr und Besinnung für und um des anderen willen. Aber Achtung! Es gibt eine beschleunigte Wohlfühlindustrie, die heißt z.B. Luxustherme mit diversen Kräuterbädern, Selbstfindungswoche auf der Alm oder auch im Kloster. Die ganze Wohlfühlindustrie kennt nur einen Zweck, fit zu machen für die nächste Beschleunigungsrunde. Zeitfragen werden nicht mehr im Himmel gelöst, sondern im Management. „Enthetzt Euch!“ heißt, es geht um das Vermeiden der Überdosis an Übereiltheit, Ungeduld, Schnelligkeit. Es bleibt die Frage, wie ist unser Leben zu verinnerlichen, zu vertiefen, um auf die richtige Spur zu kommen, die unsere Existenz, ihren Sinn ausmacht. Wir machen die Erfahrung, dass wir nicht unseres Glückes Schmied sind, sondern wir bleiben materiell, geistig und seelisch stets abhängig von Zufällen, vom Schicksal, auch von Gott und seiner Geschichte mit uns. Dies gilt es zu erkennen. Ein wesentlicher Weg zu mir selbst könnte sinngebend sein – die Stille zu suchen und zu fragen: Wer bin ich wirklich? – Wo bin ich gescheitert? Wo lass’ ich mich von meinem Gewissen treffen und vom Mitmenschen? – Wo lasse ich mich heilen? – Wo lasse ich mich treffen? Für einen Gottsuchenden könnte das ein Weg und eine Antwort sein. Die Wunden verschwinden nicht, sie werden vielleicht noch größer, aber sie werden ertragbar. Die Tränen, die Enttäuschung, die Verletzungen, die Klagen, die Verachtung, die Schmähung, der Misserfolg, das Ausharren, sich selber annehmen geschieht in der Stille. Dort ist wahre Selbstfindung ohne Verblendung. Es gibt Menschen, die den nächsten Schritt ermöglichen Gott zum Partner zu machen auf Ihrem Weg des Lebens. Pfarrer i.R. Herbert Glugla

Kirchliche Termine
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 10 Uhr zum Gottesdienst. Am 4.11. und 25.11. mit speziellem Kindergottesdienst (s. unten). Am 11.11. nimmt die Gemeinde am Regionalgottesdienst zur Eröffnung der Friedensdekade und zum 75jährigen Jubiläum des Gemeindeheims Ernst-Moritz-Arndt in Altglienicke (Rosestr. 42) teil. Die Feier der „Komplet“, das Gebet zur Nacht in der Tradition christlicher Klöster findet mittwochs um 21 Uhr in der Kirche statt. Am 11.11. wird um 19 Uhr zu einem Gospelkonzert eingeladen (s. S. 6). Der ökumenische Gottesdienst zum Buß- und Bettag findet in der Schwedenkirche statt. Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommt der Frauenkreis am 2.11. und 16.11. um 15 Uhr und der Männerkreis am 6.11. um 18 Uhr zusammen. Zum Treffen des Hausgesprächskreises am 9.11. kann man sich bei Familie Prinzler (Tel. 67 19 80 00), zum Konfirmanden- und dem Erwachsenenunterricht bei Pfarrerin Quien (67 82 57 41) sowie zu den Chorproben bei Kantorin Schlegel (677 46 55) informieren. Die Junge Gemeinde trifft sich donnerstags um 19.30 Uhr in der Remise. In der Christus-König-Kirche (Nipkowstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr zur Hl. Messe. Zum Kindersonntag am 18.11. treffen sich die Kinder bereits um 10.30 Uhr im Pfarrheim und bleiben bis 15 Uhr beisammen. Die Gottesdienste zu Allerheiligen (1.11.) und Allerseelen (2.11.) beginnen um 19 Uhr, das St. Martinsfest am 12.11. um 16.30 Uhr (s. S. 14). An der Gestaltung des Patronatsfestes Christus König am 25.11. ab 11 Uhr ist die Jugendband „con yello“ beteiligt. Zur Gräbersegnung auf dem Adlershofer Friedhof trifft man sich am 4.11. um 14.30 Uhr an der Kapelle. Die Freie evangelische Gemeinde in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) lädt sonntags um 10 Uhr zu ihren Gottesdiensten ein. Nach dem gemeinsamen Beginn werden die Kinder altersgemäß betreut. Der ökumenische Gottesdienst zum Buß- und Bettag (21.11.) beginnt um 19 Uhr diesmal in der Schwedenkirche. Die Senioren treffen sich am 21.11. um 14.30 Uhr zum netten Beisammensein. Am 24.11. sind alle Ehepaare und befreundeten Paare zu einem gemütlichen Filmabend mit dem Thema: „Einander zur Herausforderung werden“ eingeladen. Die Teenager kommen freitags ab 18.15 Uhr zusammen. Weitere Informationen bei Pastor Friedrich Graf (Büro im Nebenhaus), im Internet unter www.lebewertvoll.de oder Tel. 677 56 65.

Einladung zum Kindergottesdienst
Die evangelische Gemeinde bietet während des Gottesdienstes die Betreuung der Kinder im für sie gestalteten Kindergottesdienst in der Remise gegenüber der Verklärungskirche an. Dabei ist Zeit und Raum, das jeweilige Thema mit allen Sinnen zu erleben, es wird gebetet, gesungen, gelesen und kreativ gestaltet. Die nächsten Themen sind: - 4.11.: Die Kinder hören die Geschichte „Das Gleichnis vom verlorenen Schaf“. Sie erleben, empfinden nach, spielen und gestalten. - 25.11.: Ein Licht für die Toten. Die Kinder hören und sehen die Geschichte „Opas Engel“ und gestalten eine Kerze. - 2.12.: Wir läuten den 1. Advent ein. Der Adventskranz erzählt von Hoffnung und Licht. Alle Kinder sind herzlich eingeladen und treffen sich in der Kirche.

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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Nr. 223

18. KneipenMusikfest in der Köpenicker Altstadt
Die meisten Lokale der Altstadt Köpenick laden am 3. November ab 20 Uhr zum 18. Mal zur großen Samstagnachtparty mit 13 Bands an 13 Standorten. Das Programm ist wieder vielfältig und bietet für Freunde handgemachter Musik zahlreiche Leckerbissen. Rock, Pop und typische Partyhits gibt es u.a. im Sommerkind (Tony Jack), auf der ars vivendi (Chili), in der Gardestube (Honeymoon), im Dampfschiff (Kotowski & Bangel) und in der Schlossplatzbrauerei (The West). Das pentahotel wird zur Jazz-Location und die FritzCats sind für Funk & Soul sowie Rhythm & Blues im Waschhaus zuständig. Noch mehr Internationalität bringen Fir Na Mara mit Irish Folk (Seeterrassen), das Trio Scho mit russischem PartySwing (Luise) und die Schamanen mit Orient-Pop (Lehmofen) ins Programm. Ein Höhepunkt wird in der freiheit fünfzehn die Konzertparty der Band NEUES GLAS AUS ALTEN SCHERBEN (Foto) sein, die aus früheren Mitgliedern der Ton, Steine, Scherben und der Rio-Reiser-Band bestehen. Die Tickets – in allen Locations gültig – sind im Vorverkauf für 12 € in der Touristinfo am Schlossplatz sowie in den meisten Lokalen und für 15 € an den Abendkassen „vor Ort“ erhältlich. Infos unter www.tkt-berlin.de

Auszeichnung als MDU-Pilotmusikschule
Als Fortbildungsmaßnahme startete im August 2009 das Internationale Pilotprojekt „Multidimensionaler Instrumentalunterricht – MDU“ an der Joseph-Schmidt-Musikschule. Dabei werden verschiedene Unterrichtsformen flexibel eingesetzt. Simultanunterricht sowie alters- und niveaugemischtes Lernen fördern selbstbestimmtes und interaktives Lernverhalten. Das Konzept ist speziell auf die Anforderungen in allgemein bildenden Schulen ausgerichtet. Vor einem halben Jahr wurde damit begonnen, den multidimensionalen Musikunterricht an den drei Gemeinschaftsschulen im Bezirk anzubieten. Am 19.9. fand in der AnnaSeghers-Schule – einer der Partnerschulen – die Zertifikatsübergabe an die Lehrkräfte und die Projektschulen statt. Die Joseph-Schmidt-Musikschule wurde als MDU-Pilotmusikschule ausgezeichnet.

„Als Magd im Dichter-Olymp“
In der Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Straße 81) stellt am 4. November ab 18 Uhr die Germanistin und Autorin Christel Berger ihr neues Buch „Als Magd im Dichter-Olymp“ vor. Es erzählt von ihren Berufsjahren in der Akademie der Künste, als sie die bedeutendsten Schriftsteller der DDR zu betreuen hatte. Für die Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben. Um Spenden wie auch um Voranmeldung (677 47 25) wird gebeten. Wer an einem Besuch der Gedenkstätte außerhalb der Öffnungszeiten (Di + Do 10-16 Uhr) interessiert ist, kann gern nachfragen. W.S.

Konzerte in der Verklärungskirche
Der Adlershofer Gospelchor unter Leitung von Kantorin Beate Schlegel lädt am Sonntag, dem 11.11., herzlich um 19 Uhr zu einem Gospelkonzert in die Verklärungskirche (Arndtstraße) ein. Auf dem Programm stehen erneut Gospels aus alter und neuer Zeit Mit dem „Konzert zum 1. Advent“ am 2. Dezember ab 17 Uhr beginnt in der Verklärungskirche traditionell die Vorweihnachtszeit. In diesem Jahr werden die Missa brevis G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und die Weihnachtsresponsorien von Johann Michael Haydn (1737-1806) aufgeführt. Die Mitwirkenden sind Claudia Aust (Sopran), Dirk Klawuhn (Alt), Thomas Kober (Tenor), Andreas Jocksch (Bass) sowie ein Orchester und die Kantorei unter der Führung von Beate Schlegel. Der Eintritt ist jeweils frei, um Spenden zum Begleichen der Unkosten wird gebeten. W.W.

„Gestorben wird – nicht – immer!“

Klassiker „Charleys Tante“ im Stadttheater Cöpenick
Mit der poetischen Komödie „Die Himmelfahrt des alten Fritz“ gratuliert das Stadttheater Cöpenick, Friedrichshagener Straße 9, am 3. November ab 20 Uhr sowie am 16. und 30. November ab 19.30 Uhr Friedrich II. zum 300. Geburtstag. Zu klären ist die Frage: Wohin mit der unsterblichen Seele von Friedrich – in den Himmel oder in die Hölle? „Loriots dramatische Werke“ bestätigen am 7. und 21.11. ab 15 Uhr sowie am 17.11. ab 20 Uhr, dass Männer und Frauen nicht zueinander passen … Als „Gülden Girls“ lassen Rose, Blanche, Dorothy und ihre Mutter Sophia am 9. und 10.11. sowie am 22. und 23.11. ab 19.30 Uhr das Publikum an den Problemen einer Wohngemeinschaft von vier älteren entzückenden Damen irgendwo in Berlin/Brandenburg teilhaben. Das Ensemble des FUGA-Theaters spielt am 10. und 24.11. ab 20 Uhr sowie am 25.11. ab 18 Uhr am Stadttheater den Klassiker des Humors „Charleys Tante“ (Foto). Weitere Infos unter 650162306 und www.stadttheatercoepenick.de

Unter dem Titel „Gestorben wird – nicht – immer!“ beginnt am 9.11. um 19 Uhr in der Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestr. 33, der 3. Berliner Krimimarathon.

Wozu Atheismus?
Am 10. November um 19 Uhr ist im Gemeinderaum, Arndtstraße 12, eine Gesprächsrunde mit Pfarrer Dr. Michael Knoch, Theologe und Psychologe, aus Portugal, vorgesehen. Das Thema lautet: Warum, wozu Atheismus? F. Fröhlich

Foto: Stadttheater Cöpenick

Andrea Gehlen und Anja Feldhorst lesen ihre schwarzhumorigen Kurzkrimis. Musikalisch begleitet Martin Zwingmann den Abend. Eröffnet wird die dazu passende Ausstellung „Selbstgespräche“, in der die Berliner Künstlerin Marion Kaiser ihre böse-surrealistischen und ein wenig „kriminellen“ Bilder zeigt. Zum 30. Todestag des wohl bedeutendsten DEFA-Regisseurs Konrad Wolf (1925-1982) präsentiert am 15.11. Dr. Katrin Sell ab 19 Uhr Biografisches zum Künstler am Beispiel seines bekanntesten frühen Films „Ich war neunzehn“ (DDR 1968, Drehbuch Wolfgang Kohlhaase), in den auch eigene Erlebnisse einflossen. Weitere Infos unter Tel. 902975570 oder www.kulturring.org

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Friedrich II. und „sein“ Adlershoff
Ortschronist Rudi Hinte lädt am 20. November ab 17 Uhr in den Bürgersaal der Alten Schule (Dörpfeldstraße 54) zu einem Vortag mit Lichtbildern über „König Friedrich II. und ’sein‘ Adlershoff“ ein. Zudem ist er für Interessenten an der Heimatgeschichte am 6. und am 20.11. von 15-18 Uhr in der „Heimatstube“ in der Alten Schule (Dörpfeldstraße 56) zum individuellen Gespräch anzutreffen. Andere Termine können unter Tel./Fax: 677 04 11 oder Mail: R.hinte@web.de vereinbart werden. W.S.

„Pomme Fritz“ – letzte Ausstellung dieses Jahres in der Galerie
Noch bis 10. November ist in der Galerie im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstr. 54/56) die Ausstellung „Lichtfang – Foto / Grafie“ mit Bilder von 15 Lichtbildner(innen) zu sehen. Am 23.11. um 20 Uhr wird zur Eröffnung der letzten Ausstellung dieses Jahres unter dem Titel „Pomme Fritz“ eingeladen. Gezeigt werden Werke von ca. 60 Künstlern aus Berlin und dem Umland. „Zeichnung, Druckgrafik, Plastik, Fotografie und Malerei werden die Räume füllen und mit einer großen Vielfalt an Form, Farbe und Aussage das Jahr 2012 zum Ausklang bringen, dieses Jubiläumsjahr nicht nur für Potsdam und Preußen, das Friedrichjahr.“ Die Ausstellung ist dem Alten Fritz, dem Reformer und Preußenkönig anlässlich seines 300. Geburtstages gewidmet. Mit Toleranz und Offenheit soll das Jahr friedlich beendet werden – vielleicht auch mit Flöten, Kartoffeln und langen Kerls – oder eben jedem nach seiner Fasson. Geöffnet ist die Galerie Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr. Im „Bürgersaal“ sind noch bis zum Jahresende Impressionen von Schülerwerkstätten für Bildhauerei in Kalksandstein aus den Jahren 1998 bis 2011 unter dem Titel „Bildnern in Stein“ zu sehen, die im Zusammenwirken mit Bildhauer Frank Hüller entstanden. Sie können zu den Essenszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel. 90297-5717) angeschaut werden. Im November werden im „KIEZKLUB“ erneut Bilder aus dem dort beheimateten Kurs Wachsmalerei unter Leitung von Frau Weller ausgestellt, diesmal unter dem Motto „Leuchtende Vielfalt“. Die Räume des Kiezklub sind in der Regel werktags von 9 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.

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Kindertheater, Musik, Film und Lesung im Ratz-Fatz
Das Soziokulturelle Zentrum Ratz-Fatz (Schnellerstr. 81) lädt sonntags um 10 Uhr zum Kindertheater ein (4.11.: Wusel und der goldene Ring; 11.11.: Der glückliche Hans; 18.11.: Herr Eichhorn und der erste Schnee; 25.11.: Sonne, Mond und Dreierlei). Freitags ab 19 Uhr wird am 2.11. zum Chansonprogramm „... weil ich so glücklich bin“, am 9.11. zum Gitarrenkonzert mit anspruchsvoller Lyrik, am 16.11. zum Flamenco-Abend und am 23.11. unter „Aber das Leben geht weiter“ zu einem Film-Abend über die deutsch-polnische Vergangenheit um 1945 eingeladen. In der Reihe „ErLesenes am Samstag“ um 10.30 Uhr (mit Frühstücksangebot) werden am 10.11. unter dem Titel „Gestirnte Himmel in den Häusern der Hauptstadt“ Texte von Karl Bongardt über Henriette Herz (der Begründerin des ersten Berliner Salons) vorgetragen, gibt es am 17.11. einen Reisebericht von Hans Neumann über eine Fahrradtour durch Bolivien und am 24.11. eine szenische Collage mit a-capella-Gesängen über die Künstlerin Paula ModersohnBecker. Das aktuelle Programm für das Kulturcafé der Senioren (Di ab 14.30 Uhr) sowie weitere Informationen und Kartenbestellung unter 67 77 50 25. W.W.

Kunstverleih feiert Jubiläum
Am 13. November gibt es ab 17 Uhr eine kleine Feierstunde zum 10jährigen Bestehen des Kunstverleihs. Am 13.11.2002 war im ehemaligen Rathaus Johannisthal der Kunstverleih Treptow-Köpenick im Kulturamt feierlich eröffnet worden. Durch die Fusionierung der Bezirke Köpenick und Treptow wurden die Kunstbestände der „Artothek Alter Markt“ (Köpenick) und die Kunstankäufe des Kulturamtes Treptow zusammengeführt. Damals war der Bezirk in der günstigen Lage an zwei Standorten Kunst auszuleihen, im Kunstverleih Treptow-Köpenick in Johannisthal und in der Artothek der Stefan-Heym-Bibliothek in Adlershof. 2005 fand der Umzug des Kulturamtes ins Kulturzentrum Alte Schule Adlershof statt und der Kunstverleih Treptow-Köpenick übernahm die Kunstbestände der Stefan-Heym-Bibliothek.

Foto: Felix Grimm

„Ecce Homo – Herr N. erwacht aus dem Koma“ im Schlossplatztheater
Das Musiktheater „Ecce Homo – Herr N. erwacht aus dem Koma“ (Foto) wird im November vom Ensemble der Jungen Oper Berlin im Schlossplatztheater Köpenick, Alt-Köpenick 31/33, erstmals auf die Bühne gebracht. Mit dem Satz „Meine Frau Cosima Wagner hat mich hierher gebracht.“ erwacht ein namenloser Patient aus dem Koma. Für den behandelnden Arzt steht fest, dass es sich dabei nur um Friedrich Nietzsche handeln kann und damit ist endlich die Zeit reif für eine neue biologische Spezies: die Hirne sind miteinander verschaltet! Auf der Folie der Musik Richard Wagners aus dem „Ring der Nibelungen“ entsteht ein neuer Soundtrack als Abgesang auf das 21. Jahrhundert. Zurück bleibt ein von den alten Ideen leer geräumtes ausgebranntes Walhall. Am 16./17., 23./24. sowie am 30.11. jeweils ab 20 Uhr ist dieses Experiment um Herrn N. zu erleben. Beim sonntäglichen Konzert am 25.11. erklingt ab 18 Uhr „Mittelmeerblues“. Mit „Hänsel und Gretel mit ohne Pfefferkuchen“ beginnt am 20. November traditionell das vorweihnachtliche Programm für die kleinen Theaterbesucher. Dienstags, mittwochs und donnerstags ab 10 Uhr wird eine zeitgemäße und spannende Oper über Kinder erzählt, die sich vor dem Fernseher langweilen und nicht mehr an Märchen glauben. Weitere Informationen unter Tel. 651 65 16 oder im Internet unter www.schlossplatztheater.de

Seitdem führt der Kunstverleih zur besseren Orientierung der Nutzer den Namenzusatz: Artothek. Deren Nutzung ist nicht teuer: für das Ausleihen eines Originalwerkes für drei Monate müssen in der Regel 5 € bezahlt werden, mit einem gültigen Bibliotheksausweis einer landeseigenen Bibliothek können Reproduktionen kostenfrei entliehen werden. Die Öffnungszeiten sind Di und Do 11-19 Uhr, Fr 11-17 Uhr. Frank Wegner-Büttner

„Bruch-Stücke“
In der galerie grünstraße wird am 15. November um 19.30 Uhr die Ausstellung „Bruch-Stücke“ – Holzplastiken von Peter & Sabine Rossa eröffnet. Der Titel soll zum einen die Örtlichkeit des Schaffens der Künstler – das Oderbruch – assoziieren und zum anderen einen Hinweis auf den AusschnittCharakter der Exposition geben. Geöffnet ist das Haus in der Köpenicker Grünstraße 16 Di-Fr von 13-19 Uhr und Sa von 10-14 Uhr.

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Nr. 223

Das Institut für Strukturforschung (IfS) an der Einstein-Straße. In diesem zweigeschossigen Neubau wurde 1962 ein ZRA1 installiert.
Fotos: Archiv Hinte; privat

Informatik, Rechentechnik, Kybernetik und Automatisierung in Adlershof
Zur Geschichte des Forschungszentrums Adlershof der Akademie der Wissenschaften (Teil X)
Ereignis- und umfangreich ist die Geschichte der naturwissenschaftlichen Institute der Akademie der Wissenschaften in Adlershof. Wir berichteten darüber in AZ Nr. 77, 80, 82, 84, 203, 208, 214, 217 und 221. Dieser Beitrag setzt die Artikelserie fort.
Auf dem Gebiet der physikalischen Forschung im Forschungszentrum Adlershof (FZA) der DAW (Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin – am 7. Oktober 1972 umbenannt in Akademie der Wissenschaften der DDR, AdW) vollzogen sich in den 60er Jahren tiefgreifende Veränderungen. Neben die traditionellen Fachgebiete der Physik traten weitere, die Forschung revolutionierende Richtungen: die Informations- und Rechentechnik, die Kybernetik und die Automatisierungstechnik. Neue Institute wurden gegründet und der Forschungsbereich Physik umstrukturiert. Am 9.9.1969 entstand das „Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse“ (ZKI). Zu dessen Direktor berief Akademiepräsident Prof. Klare den bisherigen Direktor des Zentralinstituts für Optik und Spektroskopie (ZOS) Dr. Horst Völz. Dieser gehörte zu den Wegbereitern der neuen Forschungsrichtung. Kybernetik galt nach Norbert Wiener als die „Wissenschaft der Steuerung und Regelung komplexer Systeme, von Maschinen, lebenden Organismen und sozialen Organisationen“, als „Steuerkunst“. Diese Wissenschaft war auch in der DDR etliche Jahre unter Philosophen, Physikern und anderen Akademikern umstritten und als „Pseudowissenschaft“ verdächtigt, bis sie nach der Forderung Walter Ulbrichts im Januar 1963 auf dem VI. Parteitag der SED: „Die Kybernetik ist besonders zu fördern.“ den ihr zukommenden Platz erhielt. Auf dem VII. Parteitag im April 1967 äußerte sich Ulbricht noch eindeutiger und kündigte an: „Und wenn die Kybernetik uns hilft, dann werden wir uns so lange und so gründlich in diese neue Wissenschaft hineinknien, bis wir sie vollständig beherrschen.“ In der DAW wurde begonnen, dafür Forschungskapazitäten zusammenzuführen. Keimzelle war das Institut für Optik und Spektroskopie (IOS). Im August 1967 war Dr. Horst Völz mit seiner „Arbeitsgruppe für magnetische Signalspeicher“ in das Institut gekommen und wurde am 1.1.1968 als Nachfolger von Prof. Ritschl kommissarisch zum Direktor berufen. Ihn bewegte mit anderen Wissenschaftlern wie den Professoren Ritschl und Görlich, den Dres. Hertz, Dähne sowie Klaus Junge (II. Physikalisch-Technisches Institut – II. PTI) die Profilierung der physikalischen Forschung in Richtung Rechentechnik, Kybernetik und Informationsprozesse. Hierzu wurde eine breite Aussprache geführt, aus der etliche Vorschläge und Konzepte hervorgingen, die Berücksichtigung fanden. Erster Schritt war 1968 die Zusammenführung des IOS und II. PTI zum Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie (ZOS), dessen Direktor Dr. (Prof.) Klaus Junge wurde. Von dort erfolgte die Vorbereitung der Gründung des „Zentralinstituts für Kybernetik und Informationsprozesse“ (ZKI) am 9.9.1969. Zum Direktor wurde der vormalige Direktor des ZOS Dr. (Prof.) Horst Völz berufen. Das ZKI entstand aus verschiedenen Arbeitsstellen, Abteilungen, Laboren anderer physikalischer Institute und neu gebildeter Bereiche. Auf dem noch unbebauten Gelände des Forschungszentrums Adlershof – an der Ecke der heutigen Volmer- und Albert-EinsteinStraße – wurden eingeschossige „Gipsbaracken“ errichtet, die als vorübergehende Unterkunft dienten. Zum Forschungsprofil des ZKI gehörten u.a. Bildverarbeitung, Künstliche Intelligenz, Rechnerarchitektur, Fertigungsautomatisierung, innovative Konzepte zur Entscheidungsfindung, rechnergestützte Systemforschung und Management, Magnetismusbasierte Systeme der Informationstechnik. Als Querschnittwissenschaft verbindet die Kybernetik viele Gebiete von Physik, Mathematik bis zu Psychologie und Biologie. Es gab eine enge Zusammenarbeit des ZKI mit dem Institut für Psychologie der Humboldt-Universität (Direktor: Akademiemitglied Prof. Friedhard Klix), in dem das ZKI eine Abteilung für experimentelle und mathematische Psychologie unterhielt. Dr. Völz hatte Dr. Fritz Scholz, einen mit Organisationswissenschaft vertrauten Mitarbeiter im Leitungsbereich des Kabelwerks Oberspree, als Direktor für Wissenschaftsorganisation in das ZKI geholt. 1977 wurde Prof. Volker Kempe zum Direktor des ZKI berufen und blieb bis 1990 in dieser Funktion. Ein geplanter Neubau für das ZKI in Adlershof wurde nicht realisiert. Dafür erfolgte der Umzug des Instituts in einen neuen Anbau beim Zentralkomitee der SED in der Kurstraße 33. Die Einführung der Rechentechnik und Datenverarbeitung in der DDR wurde 1963 mit einem Ministerratsbeschluss über „Sofortmaßnahmen zur Entwicklung der Datenverarbeitung“ eingeleitet. Es entstand ein Programm zur Entwicklung, Einführung und Durchsetzung der maschinellen Datenverarbeitung in der DDR in den Jahren 1964 bis 1970, dem ein „Programm zur Entwicklung der elektronischen Bauelemente und Geräte“ folgte. Nachdem im VEB Carl Zeiss Jena bereits 1954 der erste programmierbare Digitalrechner OPREMA (OPtikREchenMAschine) als Einzelexemplar ent-

Prof. Dr. Horst Völz

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wickelt wurde, entstand ab 1956 der erste industriell hergestellte Rechner der DDR, der ZRA1 (Zeiss Rechen Automat), der 1961 in Serienfertigung ging. Von 32 Rechenanlagen kamen 15 an Akademie- und Forschungsinstitute, zehn an Hochschulen und sieben in die Industrie. Ein ZRA1 wurde 1962 im Forschungszentrum Adlershof im zweigeschossigen Neubau des Instituts für Strukturforschung (IfS) an der EinsteinStraße installiert. Die Auswahl des Standortes ist der Direktorin Prof. Käthe Boll-Dornberger zu danken, die früher als viele ihrer Kollegen dank ihrer Forschungsarbeiten zur Aufklärung von Molekülstrukturen den Wert der elektronischen Rechentechnik für die physikalische Chemie erkannte. Seit Ende der 50er Jahre engagierte sie sich für die Nutzung der elektronischen Datenverarbeitung in der DDR. Die kleine, energische Wissenschaftlerin fand jedoch bei ihren Kollegen nicht nur Zustimmung. Prof. Boll-Dornberger richtete ihren Blick auch auf die Nachwuchsentwicklung, z.B. an der Erweiterten Oberschule in Adlershof (seit 1961 „EOS Heinrich Hertz“), die einen guten Ruf wegen der besonderen Förderung in den naturwissenschaftlich-mathematischen Fächern hatte. Auf der Tagung des Pädagogischen Rates am 28. Januar 1960 plädierte sie (nach einer kritischen Betrachtung des Lehrplanes) für die verstärkte experimentelle Arbeit im Physikunterricht und die mathematische Durchdringung des Stoffes. Mit ihren Vorschlägen für Veränderungen trug sie zur Profilierung der Schule bei. 1962 richtete Prof. Boll-Dornberger in ihrem Institut eine Abteilung Elektronisches Rechnen unter Leitung des Dipl.-Phys. (Dr.) Siegfried Bähr ein, die 1966 Dipl.-Phys. Hans-Georg Weiß übernahm. Ich erinnere mich noch gut an die beeindruckende Größe der Anlage auf 8 x 6 m Grundfläche, durch deren übermannshohen Schränke ein Gang führte. Am 15. Juli 1971 entschied das Präsidium der DAW einen „Stufenplan zur schrittweisen Bildung des Zentrums für Rechentechnik“ (ZfR) unter den vorhandenen personellen und räumlichen Bedingungen und nach Fertigstellung der erforderlichen Neubauten. In einer Grundsatzentscheidung vom 14.9.1971 wurde vom Präsidenten der DAW u.a. festgelegt: der Gebäudekomplex für das künftige ZfR in Adlershof Volmer- Ecke Planckstraße erhält ein Produktionsgebäude (Typ „Erfurt“), ein doppelstöckiges Funktionsgebäude (Typ „Damm“) mit zusammen 2.485 m2 Bruttofläche und einen

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übernahm Prof. Gerd Stiller (TU Dresden) die Leitung des Instituts, ihm folgte 1986 Prof. Gerhard Merkel (Direktor für Forschung und Entwicklung VEB Kombinat Robotron). Im IIR sind auch weltweit frühzeitige Wurzeln für das Internet erkennbar. Einen unverzichtbaren Beitrag leistete das ZfR bei der von Robotron erarbeiteten Grundlagen für CAD/CAMLösungen bei der Produktion von Schweißbaugruppen, die auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1984 vorgestellt wurden. In den 70er und 80er Jahren wurden die BESM 6 mehrfach erweitert sowie weitere Rechenanlagen installiert. 1974 der EC-1020 aus der ESER-Reihe sowjetischer Produktion, 1980 und 1986 ein EC-1055 für eigene Forschungen, wie für das ZKI, das ZIPC, die Humboldt-Universität, die Landwirtschaftsakademie, 1987 die Inbetriebnahme des LAN (Lokales Netzwerk) für Bürokommunikation, 1987 für wissenschaftlichtechnische Anwendung. 1987-90 kamen die Minicomputer VAX 11/750, 11/780 und ein bei Robotron produzierter K 1840 hinzu (der erste in der DDR gebaute 32Bit Computer der DEC-VAXkompatiblen Rechnerlinie M 32, Nachbauten der o.a. VAX -Computer). Am 1./2. Oktober 1990 fand die Evaluierung des IIR statt. Es hatte zu jenem Zeitpunkt 370 Mitarbeiter, 240 in den wissenschaftlichen Bereichen, 100 im Rechenzentrum. 1991 wurde auch dieses Institut „abgewickelt“. Rudi Hinte
Rudi Hinte

Die eingeschossigen „Gipsbaracken“ als vorübergehende Unterkunft

Prof. Käthe Boll-Dornberger

Verbindungsgang. Ausstattung: sowjetische BESM 6 (Elektronische Großrechenanlage), ein neu entwickeltes Supercomputersystem und einen Satellitenrechner Robotron 21. Der Dauerbetrieb sollte am 1.7.1973 bzw. 1.3.1974 beginnen. Der Investitionsaufwand betrug 43 Mio. Mark (DDR), davon 4,5 für Bau, 36,4 für Ausrüstungen. Für Importe aus sozialistischen Ländern wurden 26,5 Mio. Mark bereitgestellt und 143 Arbeitskräfte eingeplant. Mit Wirkung vom 1.1.1972 erfolgte die Gründung des „Zentrums für Rechentechnik“ (ZfR) aus dem vormaligen Rechenzentrum des Instituts für Hochenergiephysik in Zeuthen und dem Informationsverarbeitungszentrum des ZKI. Zum Direktor wurde Prof. Hermann Walter Meier (Zeuthen) berufen. Zu den wichtigsten Aufgaben des ZfR gehörten die Unterstützung der mathematischen Durchdringung im Rahmen der interdisziplinären Bearbeitung von Aufgaben der DAW, Bereitstellung der von den Instituten benötigten Rechenleistungen und maschinenorientierter Aufbau eines Rechnernetzes sowie Koordinierungs- und Lenkungsfunktionen für die EDV in der DAW.

Zwischen dem ZFR, ZKI, dem Institut für Mathematik der DAW, dem VEB Kombinat Robotron und sowjetischen Partnern entwickelte sich eine umfangreiche Zusammenarbeit. Entwicklung und Fertigung der Rechentechnik erfolgten seit 1969 im Rahmen des von sozialistischen Ländern vereinbarten ESER (Einheitliches System Elektronischer Rechentechnik), um der koordinierten Embargopolitik des Westens zu begegnen. Der Rechner ROBOTRON 21 gehörte bereits dazu. Aus dem Bedürfnis nach einem lokalen Datentransfer kamen in den 70er Jahren im Rechenzentrum Zeuthen Prof. Meier und Kollegen auf die Idee eines Projekts Nationales Computer Netzwerk für das Hochschulwesen und Forschungseinrichtungen. Prof. Meier erinnerte sich später daran, dass zehn DDR-Großrechneranlagen verbunden wurden. Das daraus entwickelte Modell DELTA wurde 1982 für ein Datenübertragungssystem zwischen Berlin und Prag genutzt, in dem auch E-Mails kursieren konnten. Mitte der 80er Jahre wurde der Anschluss von Riga, Sofia, Budapest und Novosibirsk vorgesehen. Es war das erste Rechnernetz sozialistischer Länder, das im produktiven Bereich lief. Die Datenfernübertragung ermöglichte Betriebssteuerungen wie z.B. eine ProduktionsTransport-Kette Eisenerz für eine zeitlich genau abgestimmte Belieferung von Eisenhüttenstadt mit Eisenerz und Zuschlagstoffen. Das war seinerzeit Spitze. Zum 1. Januar 1984 erfolgte die Umbenennung des ZfR in „Institut für Informatik und Rechentechnik“ (IIR), dessen Stellung erweitert wurde. Dazu gehörte die „Bereitstellung von Großrechenkapazitäten für die Institute der AdW, insbesondere des Ballungsgebietes Adlershof.“ Bereits 1983

ADLERSHOF
Vom Colonistendorf Sueszen Grundt zum Zentrum für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien

Teil II ab 1920

Weitere Episoden und Details aus der Historie unseres Ortes sind in den Bänden I und II des „Adlershof“-Geschichtsbuches von Rudi Hinte nachzulesen. Band I ist leider ausverkauft. Teil II kann im „Boulevardbuch“ am Marktplatz und in der „Heimatstube“ in der Alten Schule, Dörpfeldstr. 56, sowie im Heimatmuseum, Sterndamm 102, für 13,90 € erworben werden.

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Nr. 223

Veranstaltungen im „KIEZKLUB“ Jahr- und Lesebuch 2013
Für den „KIEZKLUB Alte Schule“ (Dörpfeldstr. 54; Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr) teilten wir im Januar, April und Oktober die regelmäßig wiederkehrenden Termine mit. In der neuen Reihe „Homöopathie kann helfen“, gibt es am 21.11. ab 17 Uhr Tipps zum Umgang mit Verletzungen (Teilnahmebeitrag 1,50 €). Außerdem bietet das November-Programm: 7.11., 14.30 Uhr: Tanz mit Kiry (Eintritt: 2,50 €) 14.11., 17.00 Uhr: Trommeln für die seelische Gesundheit 21.11., 14.30 Uhr: Tanz mit Gabi's Miniband (Eintritt: 2,50 €) 28.11., 14.30 Uhr: Lesung der Kunstfabrik: Geschichten über den Stadtbezirk und zum Schmunzeln (kostenfrei) Anmeldungen zu Veranstaltungen sind erwünscht und auch weitere Auskünfte unter 90297-5767 zu erhalten. W.W. Treptow-Köpenick ist in Berlin der einzige Bezirk, der seit 2002 über ein eigenes Jahrbuch verfügt – wie auch nur wenige Städte in Deutschland. Nun liegt der zwölfte Jahrgang des „Jahr- und Lesebuches“ vor. Von historischen Themen, wie die Erfindung und Produktion von Julius Fromms Gummiwaren in Köpenick und Friedrichshagen oder die Geschichte der Borussia-Brauerei, die heute noch aktuell sind, über außergewöhnliche Architektur, Bienen auf Hoteldächern bis hin zu Polizisten, Staatsanwälten und Ganoven, gibt es alles, was das Leserherz begehrt. Ein irrer Duft von Köpenick mischt sich mit Beiträgen über aufstrebende Unternehmen und Unternehmern aus dem Bezirk. Die Vorstellungen von Künstlern aus Treptow-Köpenick, einem Beobachter des Weltalls, einer Wellenbadeschaukel und mongolischen Jurten am Stadtrand machen Lust auf mehr.

Gesundheit und innere Harmonie
Das Selbsthilfezentrum Eigeninitiative in der Genossenschaftsstr. 70 bietet im November einige Veranstaltungen an: 3. Menschen mit Migräne und 1. Klangmeditation: Tagtäglich erfahrener Stress beeinträchtigt die Kopfschmerzen: Die Gruppe ist Lebensqualität, erzeugt schlechte noch relativ klein. Bei uns findet Laune und macht anfällig für man gegenseitiges Verständnis, beKrankheiten. Wir kommen aus kommt Hilfe und Unterstützung dem Gleichgewicht, weil unsere und kann neuen Mut fassen. Hier innere Harmonie gestört ist. Hier kann man: Kontakte knüpfen, Gesetzt die Meditation mit Klang- spräche führen, Erfahrungen ausschalen und Gong an: in der tauschen, Problemlösungen entKlang-Entspannung kommen die wickeln, Informationen vermitteln, kreisenden Gedanken zur Ruhe, Initiativen aktivieren, Selbstsicherlösen sich die im Alltagsstress an- heit gewinnen und wieder neuen gesammelten Verspannungen und Lebensmut schöpfen. Wir treffen Blockaden-Regeneration auf allen uns jeden 1.und 3. Donnerstag im Ebenen kann geschehen, die Monat, 18-19.30 Uhr. 4. Feldenkrais: Auf dem Motto Selbstheilungskräfte werden gestärkt. Die Klangmeditation ist „Bewusstheit durch Bewegung“ eine ganzheitliche Entspannungs- baut die Körperarbeit nach Moshe methode. Lernen Sie diese am Feldenkrais auf. Nicht mit Leis16.11. von 18.30-19.30 Uhr ken- tungsdruck, sondern mit Neugier und wacher Wahrnehmung schulen nen. Kosten: 7,50 € (erm. 5 €) 2. Mit Farben auf neuen Wegen: wir das Körpergefühl und erWir sind Frauen, die an Krebs er- schließen neue Spielräume. Der krankt sind bzw. waren, aber keine Kurs dienstags 9.30-10.45 Uhr „Schwarzseher“. Unsere Gruppe bietet nach einer Einführung ausist offen für Frauen, die unser An- gewählte Übungen an. Informationen und Anmeldung zu liegen teilen. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. allen Veranstaltungen: Tel./Fax: Wir treffen uns am 2. und 4. Frei- 631 09 85, Mail: eigeninitiative @ajb-berlin.de Azra Tatarevic tag im Monat, 10.30-13.30 Uhr.

Erhältlich ist das Werk sowohl in Buchläden des Stadtbezirkes als auch in großen Reisebuchhandlungen zum Preis von 9,95 € sowie direkt in der Kunstfabrik, Friedrichshagener Straße 9, 12555 Berlin. Restbestände der vorangegangenen Jahrbücher sind nur noch über die Kunstfabrik zu beziehen. Mehr Informationen unter www.kunstfabrikkoepenick.de

Mit dem Seniorenbus im November unterwegs
5.11. In der Biosphäre Potsdam wollen wir inmitten von mehr als 20.000 tropischen Pflanzen den Zauber der Natur genießen. (Fahrkosten: 18 €, Eintritt: 11,50 €, Schwerbehinderte ab 50%: 9,80 €) 13.11. Unsere „Dörfertour“ durch den Fläming führt uns über Nunsdorf, Klausdorf, Rangsdorf, Dabendorf usw. Ein Spaziergang ist vorgesehen und ein Restaurantbesuch. (Fahrkosten: 22 €) 20.12. Wir besuchen den Markt im polnischen Slubice. (Fahrkosten: 24 €) 26.11. Auf dem traditionellen Alt-Potsdamer Weihnachtsmarkt am Luisenplatz erleben wir vorweihnachtliches Flair. (Fahrkosten: 18 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr abgeholt, bei Polenfahrten zwischen 8 und 9.30 Uhr. Ihr VdK-Team!

Inklusion – Menschen mit Behinderung gehören dazu!
Die Volkshochschule TreptowKöpenick macht Inklusion zum Themenschwerpunkt des laufenden Jahresprogramms. Sie arbeitet dabei mit der bezirklichen Beauftragten für Menschen mit Behinderung, dem Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) Berlin und dem Berliner Aktionsbündnis Erwachsenenbildung inklusiv (ERW-IN) zusammen. Zur Auftaktveranstaltung „Gemeinsam Leben in Treptow-Köpenick – Menschen mit und ohne Behinderungen“ am 13.11. ab 18 Uhr in der Mittelpunktbibliothek Köpenick (Alter Markt 2) wird herzlich eingeladen. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2009 in Deutschland geltendes Recht ist, zielt auf die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft. Wir wollen uns darüber verständigen, was konkret getan werden kann und welche Vorteile alle Menschen davon haben. Denn Inklusion bedeutet das gemeinsame selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen. Eine wichtige Bedingung dafür ist der Abbau von Barrieren. Dazu zählen: bauliche Barrieren, wie fehlende Aufzüge in Treppenhäusern, fehlende Leitsysteme für blinde oder taube Menschen, Stolperfallen oder unangemessene Möblierungen und Raumausstattungen, Barrieren in den Köpfen von Menschen ohne Behinderungen, die sich in Vorbehalten und Vorurteilen zeigen, politische Barrieren, d.h. wenn Gesundheits-, Sozial- und Bildungspolitik Menschen mit Behinderung zu wenig berücksichtigen, und soziale Barrieren, wenn Eltern mit behinderten Kindern zu wenig Unterstützung erhalten. Inklusion fängt in den Köpfen an. Deshalb ist der Bildungsbereich so wichtig. Hier gilt es, Rahmenbedingungen und innovative pädagogische Konzepte zu entwickeln, um vom Kindergarten über die Schule bis zur Erwachsenenbildung inklusives Lernen und das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen zu ermöglichen. Die VHS Treptow-Köpenick und ihre Kooperationspartner laden Sie herzlich ein, sich an der Diskussion zu beteiligen. Interessenten mit Unterstützungsbedarf hinsichtlich Gebärdensprache, FM-Schleife oder auch leichter Sprache melden sich bitte bis 6.11. bei der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Gabriele Rühling, Tel.: 902976119, Fax: -6196, Mail: inklusion @ba-tk.berlin.de Die Teilnahme ist entgeltfrei. Wir bitten um Anmeldung bei der VHS Treptow-Köpenick bei Sigrid Höhle, Mail: sigrid.hoehle @vhstk.de, Tel.: 90927-4060, oder bei Özlem Urhan, Mail: oezlem.urhan@ba-tk.berlin.de, Tel.: 90927-4053, Fax: -4070. Sigrid Höhle

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Marktplatz für gute Taten
Veranstaltung findet am 22.11. bereits zum fünften Mal statt
Am 22. November findet zum fünften Mal der Marktplatz Treptow-Köpenick statt. Auf dieser Veranstaltung, die vom Freiwilligenzentrum STERNENFISCHER in Zusammenarbeit mit engagierten Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Gemeinnützigem Sektor organisiert wird, machen Wirtschaftsunternehmen und Gemeinnützige gemeinsam in den Kategorien „Helfende Hände“, „Helfende Köpfe, Wissen und Kenntnisse“, „Hilfsmittel & Logistik“ und „Gelegenheiten & Kontakte“ gute Geschäfte. Sie tauschen Leistungen und beschließen gemeinsame Projekte. Alles ist möglich und über alles darf verhandelt werden, nur nicht über Geld. Schirmherr dieser Partnerbörse der besonderen Art ist Bezirksbürgermeister Oliver Igel. Weitere Teilnehmer, die Lust auf Kooperationen über die Sektoren hinweg haben, sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist möglich über die Internetseite http://www.marktplatz-treptowkoepenick.de

Veranstaltungen bei „Nelte 26“
Die Wohnungsgenossenschaft Treptow Süd hat vor einiger Zeit in der ehemaligen Kaufhalle Neltestraße 26 ein Begegnungszentrum eingerichtet, das als „Nelte 26“ Freizeit und Kultur an die Köllnische Heide bringen soll. Aus dem umfangreichen Programm können wir hier nur einige Veranstaltungen veröffentlichen. Weitere Informationen sowie erwünschte Anmeldungen zu Veranstaltungen unter 20 38 32 28. Dem November-Programm entnehmen wir: 5.11., 17.00 Uhr: Ernährung als Prävention und Heilmittel (Vortrag mit Verkostung; 5 €; auch am 12., 19. und 26.11.) 7.11., 15.00 Uhr: Kaffeenachmittag mit Lesesplittern aus Werken zum Thema Herbst 14.11., 12.30 Uhr: Kulinarische Reise des DRK – Thema: Grimms Märchen (2 Gerichte zur Auswahl, 5,50 €) 16.11., 15.00 Uhr: Weihnachtliche Dekorationen basteln (bitte Schere mitbringen!) 20.11., 14.00 Uhr: Hilfsangebote im und für den Alltag W.W.

Informationen zum Elternunterhalt
Die Kontaktstelle PflegeEngagement Treptow-Köpenick (Friedenstraße 15) lädt am 19. November ab 17 Uhr in die Begegnungsstätte Wendenschloßstr. 103-107 zum Thema „Elternunterhalt“ ein. In dieser Veranstaltung erhält man Informationen über die Grundzüge des „Elternunterhalts“ und erfährt, wer zu den Leistungen der Sozialhilfeträger überhaupt herangezogen werden kann und welche Ausgaben man als finanzielle Belastungen angeben kann. Um Anmeldung unter Tel. 226 848 02 wird gebeten. Darüber hinaus wiederholt die Kontaktstelle ihre Frage „Lust auf Ehrenamt?“, die wir bereits im August (AZ Nr. 220, S. 10) übermittelt haben. Nähere Information bietet die Kontaktstelle Pflege Engagement ebenfalls unter Tel. 226 848 02 oder unter www. eigeninitiative-berlin.de an. Dorothee Gödicke

Foto: STERNENFISCHER

Rechtsberatung
Die Rechtsberatung für einkommensschwache Bürger (nur Terminsprechstunde!) findet seit 24.10. im Rathaus Köpenick im Raum 327 an den folgenden Tagen statt: Mittwoch 8-11 Uhr und Donnerstag 13-16 Uhr. Termine können über die Bürgerämter vereinbart werden (90297-2741 bzw. -4000). www.berlin.de/ba-treptowkoepenick/organisationseinheiten /buergerdienste/index.html

Bezirk verleiht Bürgermedaillen für ehrenamtliche Arbeit
Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit um den Bezirk verdient gemacht haben, werden seit 2004 in Treptow-Köpenick mit der Bürgermedaille geehrt. Vorschläge zur Verleihung kann jede natürliche und juristische Person beim Bezirksamt einreichen. Die so Geehrten sind in diesem Jahr: Erich Hobusch (Jg. 27) aus Spindlersfeld ist seit Jahrzehnten für den Natur und Umweltschutz im Bezirk ehrenamtlich engagiert. Bei seiner Arbeit im Museumswesen, aber auch als Kreis-Naturschutzbeauftragter zwischen 1952 und 1991 war ihm stets die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Anliegen. Er bemühte sich nach Kräften, die Besonderheiten unseres wasser- und waldreichen Bezirkes zu erhalten und nachwachsende Generationen für die Schönheiten unserer Natur zu sensibilisieren. Als Sachbuchautor und passionierter Jäger veröffentlichte er zahlreiche Bücher.. Britta Niehaus (Jg. 67) ist als äußerst engagierte Bürgerin die gute Seele von Alt-Treptow. So organisierte sie eine Gala zu Gunsten einer jungen Familie mit einem krebskranken Kind, bei der 5.500 € zusammenkamen. Während der Zeit der Insolvenz des Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi hat sie bis an die Grenzen ihrer Kräfte gekämpft, um diese Einrichtung für etwa 600 Kinder und Jugendliche zu erhalten, in der sie sich frei entfalten können. Der promovierte Historiker Kurt Wernicke (Jg. 30) aus Köpenick arbeitete über Jahrzehnte beim Museum für Deutsche Geschichte im Berliner Zeughaus, zuletzt als stellvertretender Generaldirektor. Im Ruhestand widmete er sich ehrenamtlich der Heimatgeschichte. Seinem unermüdlichen Forschungsdrang verdankt der Bezirk viele neue An- und Einsichten, so etwa zur Geschichte der Schmöckwitzer Landsturmfahne, zur Eingemeindung 1920 oder zur Geschichte der Köpenicker Kneipen und Traditionsgaststätten. Im Jubiläumsjahr „800 Jahre Köpenick“ wirkte er als eines der aktivsten Mitglieder des Heimatvereins Köpenick an einer Vielzahl von Aktivitäten ehrenamtlich mit. Zudem ist er immer bereit, für anfragende Bürger(innen) auch komplizierte Rechercheaufträge wahrzunehmen. Als Sektionsleiter Segeln kümmerte er sich viele Jahre um die Kinder- und Jugendausbildung.

Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an seiner

Blutspendeaktion
am 8. November von 9 bis 13 Uhr bei der Bahn AG, Adlergestell 143, zu beteiligen.
(Personalausweis und ggf. Blutspendepass nicht vergessen!)

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

Adlershofer Zeitung
PF 1103 12474 Berlin
medienbuero.ebner@t-online.de

„Kinderwunsch bei Krebs?“
Die Berliner Krebsgesellschaft und die Selbsthilfegruppe junger Menschen „Zurück ins Leben nach Krebs“ laden zur Informationsveranstaltung „Kinderwunsch bei Krebs?“ am 6. November um 18 Uhr ein. Nach dem Vortrag im Kaiserin-Friedrich-Haus (Raum 212), Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin, gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen auszutauschen und darüber zu diskutieren. Patienten und Angehörige sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Der Eintritt ist frei. Anmeldung bei der Berliner Krebsgesellschaft, Tel. 283 24 00, Fax 282 41 36.

Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58 Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Erscheinungsweise monatlich Vertrieb über Geschäftsinhaber, Vereine und andere Helfer

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Nr. 223

„Weltspielplatz“ in Treptow Aufruf der BSR: Für einen „Weltspielplatz“ auf technischer Vorgaben entwickelt. einer 7.000 m großen Fläche am So befinden sich z.B. am „Nordund Werden Sie Kehrenbürger Treptower Park haben die Bau- pol“ Eisbärenman dieIglus, in maßnahmen begonnen. Die Idee „Asien“ kann Chinesi2

Möchten Sie Ihren Kiez verschönern? Ganz egal, wo in der Stadt – es lohnt sich, mit anzupacken. Spielplätze säubern, Blumen pflanzen oder Grünanlagen aufräumen – jeder kann sich beteiligen. Ihr Engagement unterstützt die Berliner Stadtreinigung mit ihrem Kehrpaket. Treptow-Köpenick verschönern? Zum Beispiel hier: • Innenhöfe und Grünflächen, • Parkanlagen und Spielplätze, • Wohngebiete und Waldstücke. Machen Sie mit! Werden Sie „Kehrenbürger“! Starten Sie mit Freunden, Bekannten und Nachbarn Ihre eigene Putzaktion. Wer sich für einen schöneren Kiez einsetzt, wird von der BSR unterstützt. Für Ihre Aktion erhalten Sie ein Kehrpaket mit Besen, Greifzangen, Handschuhen, Westen und Müllsäcken. Besen und Westen gibt es auch in Kindergröße – so können auch die Kleinsten mithelfen. Zusätzlich bekommen Sie Ankündigungsplakate. Diese können Sie z.B. mit Termin und Ort Ihrer Aktion ausfüllen, um Mitstreiter(innen) für Ihr Vorhaben zu gewinnen. So sorgen Sie dafür, dass Ihre Kehrenbürger-

Aktion eine Aktion für die ganze Nachbarschaft wird. Mit www.Kehrenbuerger.de – der neu gestalteten InternetPlattform – ist es jetzt noch leichter Aktionen zur Verschönerung unserer Stadt zu organisieren. Die Website ist vielseitig. Sie können • geplante Aktionen finden, • eigene Aktionen anmelden und veröffentlichen, • Ihr Kehrpaket bestellen, • Berichte zu bisherigen Aktionen einsehen, • Berichte mit Fotos von Ihren Aktionen veröffentlichen. Zum besseren Netzwerken kann man direkt mit den Veranstaltern Kontakt aufnehmen. Ebenfalls neu: Kehrenbürger gibt es jetzt auch auf der sozialen Plattform Facebook: www. Facebook.com/Kehrenbuerger. Wenn Sie selbst auch einen Kehrenbürger-Tag planen, kann dieser dort veröffentlicht werden. So können Sie Ihre Initiative für Ihren Kiez ganz leicht bei Ihren Facebook-Freunden bekannt machen und zum Mitmachen einladen. Weitere Informationen bei den Berliner Stadtreinigungsbetrieben unter Tel. 7592-4900.

des Weltspielplatzes, der die Kontinente erspielbar und erlebbar miteinander verbindet, geht auf einen Wunsch der Aktion Theo Tintenklecks zurück. Sie ehrt seit Jahren nationale und internationale Persönlichkeiten, die sich engagiert für die Rechte von Kindern einsetzen, mit blauen Herzen. Die bauliche Ausformung der Kontinente und die Entwürfe der regionstypischen Spielgeräte basieren auf den Ideen von Schülern und wurden unter Berücksichtigung baulicher und sicherheits-

sche Mauer erklimmen und aus „Europa“ mit einer typischen Londoner Telefonzelle nach „Afrika“ telefonieren. Der genaue Umfang der zu installierenden Spielgeräte hängt von den Finanzierungsmöglichkeiten ab. Für den Bau und die Aufstellung der Spielgeräte sowie die zukünftige Pflege werden Sponsoren gesucht. Weitere Informationen zum Weltspielplatz stehen unter www. berlin.de/ba-treptow-koepenick/ organisationseinheiten/gruenfried /index.html zur Verfügung.

Freilandlabor Kaniswall lädt zum Tag der offenen Tür ein
Traditionell findet auch in diesem Jahr am Sonnabend vor dem 1. Advent im Freilandlabor Kaniswall der Tag der offenen Tür statt. Ob alt, ob jung – jeder ist willkommen. Ab 11 Uhr wird am 1. Dezember stündlich eine Führung durch das wieder eröffnete Freilandlabor durchgeführt. Fragen werden gern beantwortet. An mehreren Stationen ist Gelegenheit, kleine Geschenke zum Fest anzufertigen. Gipsfiguren können bemalt, kleine Elche und Gestecke mit Kerze auf vorbereiteten Baumscheiben gebastelt werden. Natürlich fehlt das Plätzchenbacken nicht. Wer Geduld und Geschick hat, der kann kleine Schatzkästchen falten. Auch die beliebten größeren Elche können (so lange der Vorrat reicht) gegen einen Obolus erworben werden. Nach getaner Arbeit gibt es dann Kaffee oder weihnachtlichen Tee und von Mitarbeitern des Freilandlabors selbst gebackenen Kuchen. Infos und Kontakt unter freilandlabor-kaniswall@web.de Dr. Peter Vollmann

Vor 100 Jahren: ein Walnussbaum zur Geburt Hildegards
Unser Leser Wolfgang Kiepsch erkundigte sich, ob es in Adlershof wohl einen Obstbaum gäbe, der mehr als 100 Jahre alt ist. Zur Geburt seiner Großmutter Hildegard Dorothea am 4.11.1912 hatte sein Urgroßvater Robert Fleck auf dem Hof des Hauses Bismarckstraße 36 b einen Walnussbaum gepflanzt. Dieser hat die Zeiten bestens überstanden, wie man auf dem Grundstück (jetzt: Dörpfeldstr. 64, das Haus mit dem „Pferdestall“) und auf dem Foto auf Seite 1 (zusammen mit W. Kiepsch und Sohn Kilian) sehen kann. Ältere Adlershofer erinnern sich noch an das Bestattungshaus Fleck. Aus dem Familienalbum stammt das Foto, das in der Nähe des Nussbaumes auf dem Hof entstand, Hildegard ist das Mädchen rechts. Sie ist Adlershof treu geblieben, zu ihrem 85. Geburtstag konnten wir ihr in AZ Nr. 43 noch gratulieren – der Baum hat sie um 13 Jahre überlebt. Ein Foto der alten Dame zeigt sie mit der 1994 geborenen Urenkelin Franja. Übrigens... hatten Sie gewusst, dass der Walnussbaum zu den Obstbäumen gezählt wird? W.S.

Fotos: privat

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Herzliche
Erstmals gratulieren wir am 5. November Ilse Ortel zur Vollendung ihres 97. Lebensjahres. Zum wiederholten Male und ebenso herzlich beglückwünschen wir am 30.11. Ingeborg Möller und Heinz Lüneberger inzwischen zu ihrem 93. Wiegenfest. Zum 91. Erdenjubiläum übermitteln wir am 2.11. Horst Scheuerlein, am 13.11. Harry Zisky, am 15.11. Luise Hahn, am 17.11. Katharina (Käthchen) Tantow sowie am 28.11. Anna Thom beste Wünsche für das nächste Lebensjahr. In den Kreis der 90jährigen tritt am 6. November Kurt Unfried. Allen Jubilaren weiterhin bestmögliche Gesundheit und viel Freude!

Glückwünsche
Zum 85. Geburtstag erhalten am 3.11. Karla Jurytko, am 8.11. Erika Ziegler, am 9.11. Hildegard Finkeisen und Elisabeth Hübner, am 12.11. Eva Wokeck, am 20.11. Gertrud Schulz, am 28.11. Gerda Hellmund sowie am 29.11. Horst Tollas die besten Wünsche für die kommenden zwölf Monate. Auf 80 erfüllte Lebensjahre blicken am 26.11. Ruth Kehlert und Ingrid Kopp, am 28.11. Marta Quack sowie am 30.11. Lothar Tappert zurück. Allen alles erdenklich Gute! Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren weiterhin beste Gesundheit, Glück, Freude und Zufriedenheit.

Wer so gewirkt im Leben, wer so erfüllt seine Pflicht und stets sein bestes hat gegeben, für immer bleibt er auch ein Licht.

Schmiedemeister

Peter Stenschke
* 12. 5. 1940 † 27. 9. 2012
In stiller Trauer, Liebe und Dankbarkeit Helga Stenschke Birgit und Dirk mit Familien Die Urnenbeisetzung fand im engsten Familienkreis statt.

Der Weg ist zu Ende.

Wir nehmen Abschied von

Freude und Hoffnung für Kinder in Not
„Weihnachten im Schuhkarton“ – Päckchenabgabe bis 15.11.
Die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ist international als „Operation Christmas Child“ bekannt. In Deutschland wird sie von dem gemeinnützigen Verein „Geschenke der Hoffnung“ organisiert und verantwortet. In diesem Jahr wird seit dem Start der Initiative das 100-millionste Kind beschenkt. Ziel der Arbeit sei es, Kindern auf praktische Weise Freude zu schenken und Perspektiven zu eröffnen, so Bernd Gülker, Geschäftsführer des Werks. „Die Aktion lebt von dem Engagement vieler Ehrenamtlicher – sowohl hier im Land, als auch in den Empfängerländern.“ Bundesweit kann man seinen Schuhkarton an rund 4.000 Annahmestellen abgeben, die unter www. weihnachten-im-schuhkarton.org im Internet oder auf der Hotline 030-76 883 883 zu erfragen sind. Die Idee der Aktion ist so einfach wie genial: große und kleine Päckchenpacker bekleben handelsübliche Schuhkartons mit buntem Geschenkpapier, füllen sie mit neuem Spielzeug (z.B. Kuscheltiere, Murmeln, Puzzles), originalverpackten Süßigkeiten (z.B. Bonbons, Lutscher, Schokolade ohne Nüsse, Crisps oder Füllungen – das Verfallsdatum muss nach März 2013 liegen) Schulsachen (z.B. A5-Hefte, Federtasche,

Dr. Günter Lischke
* 14.12.1934 † 11.10.2012

In tiefer Trauer

Ingeborg Lischke, die Söhne Steffen und Andreas mit Familien

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 2. November um 11 Uhr auf dem Waldfriedhof Adlershof statt.

Füller mit Patronen, Bunt-/Bleistifte, Malbücher) sowie praktischen Dingen (z.B. Zahnbürste, Zahnpasta, Socken, Haarbürste) und bringen sie verschlossen mit einem Gummiband zur Sammelstelle. Die Sammelstelle kontrolliert die Geschenke, sammelt notwendige Spenden von 6 € für die Transport- und Abwicklungskosten und schickt die Schuhkartons auf die lange Reise zu bedürftigen Kindern. Die in Deutschland gesammelten Päckchen werden vorwiegend in osteuropäischen Ländern verteilt. Im vergangenen Jahr wurden über 8,6 Millionen Weihnachts-Päckchen in 115 Ländern an notleidende Kinder verschenkt. Noch bis 15. November kann man gefüllte Schuhkartons z.B. im Familienbegegnungszentrum Altglienicke, Besenbinderstr. 2, Tel. 63 41 73 73, oder im „Forum Köpenick“ in der Thalia-Buchhandlung abgeben.

Unsere Rätselecke
Körper, Kammer, Mai, General, Stand, Wäsche, Futter, Paten, Bauch, Garten, Land, Wetter, Star. Jedes dieser Wörter wird durch einen Buchstaben mit einem der nachstehend alphabetisch aufgeführten Wörter so verbunden, dass Wörter anderer Bedeutung entstehen (Beispiel: Schrift - S - Teller). Werden diese Verbindungsbuchstaben in der gegebenen Reihenfolge aneinandergereiht, ergibt sich daraus eine in Adlershof gern besuchte Veranstaltung. Abel - Auge - Egel - Heim - Kolben - Lieder - Per - Rippe - Rampe - Robe - Samt - Steg - Werg.

Auflösung des Rätsels in der Oktober-Ausgabe:

Liebe Leser,
in der Rubrik „LeserWORT“ halten wir für Sie immer einen Platz bereit, um Ihre Meinungen, Kritiken und Wünsche zu veröffentlichen.

Schreiben Sie an Adlershofer Zeitung PF 1103 12474 Berlin

Traum; Arbeit; Neffe; Gestell; Elster; Narbe; Tanz; Igel; Alter; Lauf; Vater; Eiche; Rotte; Blei; Insel; Neider; Dach; Ulster; Note; Greis; Order; Stein; Tram; Tangentialverbindung Ost ist die Straßenverbindung von der Wuhlheide zum Adlergestell, die mit der Fertigstellung des Glienicker Weges vorerst vollendet ist. Rätselautor: Wolf Will

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Nr. 223

Märchentage, Familienmesse und Puppentheaterfest im FEZ-Berlin
Die jüngsten FEZ-Besucher im Alter von 1 bis 5 Jahren stehen am 3. und 4. November unter dem Motto „Das kann ich schon alleine!“ im Mittelpunkt aller Angebote, die sie mit Unterstützung ihrer Familie und durch pädagogische Anleitung erleben. „Spieglein, Spieglein an der Wand, zeig uns das schönste Märchen im Land!“ heißt es am 10. und 11. November in der Wuhlheide, wenn im Rahmen der 23. Berliner Märchentage im FEZ-Berlin das große Märchenfamilienfest stattfindet. Dabei können die Besucher auch selbst aktiv sein und Märchen mit Licht und Schatten spielen, märchenhaftes Handwerk kennenlernen wie Filzen oder Wolle mit der Handspindel spinnen. Zur „Familienmesse 2012“ wird am 17. und 18. November eingeladen. Es geht u.a. um Gesundheit und Ernährung, Bewegung und Sport, Spiel und Spaß, Bildung und Mobilität. Ein Puppentheaterfest findet am 24. und 25. November statt. Weitere Informationen unter: 53 07 10 oder www.fez-berlin.de

„Wir schreiben selbst“
Sammelband mit Geschichten und Gedichten von Schülern der Anna-Seghers-Schule geht in den Druck Liebe Leser,
endlich ist es soweit! Unser Schülerband mit Geschichten und Gedichten der Anna-SeghersSchule und anderer Schulen geht in den Druck! Zwei Jahre lang schrieben Schüler der Klassen 2 bis 13 auf, was sie bewegt, wovon sie träumen, was sie wütend, glücklich oder traurig macht. Dabei erweckten sie Figuren, Tiere und Fabelwesen zum Leben, bringen den Leser zum Weinen oder Lachen, aber auch zum Nachdenken. 800 € der Druckkosten erwirtschafteten die Schüler selbst. Unterstützt wird das Projekt vom Förderverein der Schule, vom Kulturagentenprogramm Berlin und von der Druckerei „Kopie & Druck Adlershof“. Uns sind aber auch Spenden aus der Adlershofer Bevölkerung eingegangen. Herzlichen Dank an alle Sponsoren. Ab 28. November können Sie unser Buch für 8 € erwerben. Es wird eine Auftaktveranstaltung in der Schule geben, auf der Autoren

Im Figurentheater ins Märchenland
Im Figurentheater „Grashüpfer“ im Treptower Park (Puschkinallee 16a) ist am 1.11. nochmals zu erfahren, was „Herr Eichhorn und der erste Schnee“ miteinander verbindet. Vom 3.-8.11. können die Abenteuer von „Pippi Langstrumpf“ miterlebt werden. Das Märchen „Prinzessin Allerleirauh“ nach den Gebrüdern Grimm steht vom 9.-15.11. im Programm. Den Kleinsten wird zwischendurch am 12.11. die Frage „Wer versteckt sich vor dem kleinen Hund?“ beantwortet. Am 16.11. wird für etwas ältere Gäste die Argonautensage „Das goldene Vlies“ erzählt. Ab 17.11. wird bis zum Monatsende das Märchen „Hänsel und Gretel“ als Marionettentheater mit viel Musik angeboten.

Schulkinder und Erwachsene sind am 9., 16. und 23.11. um 18 Uhr beim Märchenabend am Feuer willkommen. Danach ist am 16.11. ab 20 Uhr „Paul und Paula – eine Legende“ zu erleben und am 23.11. heißt es für Erwachsene ab 20.30 Uhr „Lust auf... erotische Märchen am Feuer“. Weitere Informationen unter Tel. 53 69 51 50. W.W.

lesen werden. Sie erhalten des Weiteren einen Einblick in den Weg, den ein Text vom ersten Schreiben bis zum Druck nimmt. Weitere interessante Informationen vermittelt unsere Homepage: http://www.anna-seghers-os.de. Dort finden Sie auch Leseproben und die Namen der Autoren. Marion Höcker, Projektleiterin

Traditionelles Erinnern an St. Martin
Wie in den Vorjahren treffen sich am 12.11. um 16.30 Uhr Kinder mit oder ohne Eltern zum traditionellen Erinnern an St. Martin in der Christus König Kirche (Nipkowstr.). Anschließend ziehen sie mit ihren Laternen in den Park der Verklärungskirche, um am Lagerfeuer gemeinsam zu singen und Brezeln zu teilen. W.W.

Vielen Menschen einen unterhaltsamen Tag beschert
Wenige Tage nach dem 16. Adlershofer Herbstfest – leider zu spät für die Oktober-Ausgabe – erreichte uns eine E-Mail, in der ein Schüler der Anna-SeghersSchule die Veranstaltung noch einmal Revue passieren ließ. Aus dem mit Olaf Kasspriki unterzeichneten Text zitieren wir die Passagen, die sich mit den Darbietungen der Schule befassen. Gleich dem Publikum setzten sich die zahlreichen Künstler auf der Bühne aus Menschen jeden Alters zusammen. Den Anfang auf der Bühne machten die Kinder der HeideGrundschule, gefolgt von Schülern und Lehrern der Anna-SeghersSchule unter der Leitung des Musiklehrers Dieter Sudars-Buchholz, der selbst tatkräftig am Klavier spielte. Die Band, welche Songs von musikalischen Größen wie Bob Marley und Carlos Santana spielte und teilweise neu interpretierte, setzte sich aber nicht nur aus Schülern der aktuellen Jahrgänge zusammen. Auch ehemalige Abiturienten wurden von Herrn Sudars-Buchholz mobilisiert. Der Band folgten die jüngsten Schüler aus der Grundstufe, die seit einigen Jahren fester Bestandteil der Anna-SeghersGemeinschaftsschule ist. Seit 2009 lernen nicht nur die Klassenstufen 7 – 13, sondern auch die 1. – 6. Klassen an der Schule. Die Dritt- und Viertklässler erfreuten das Publikum mit Gesangseinlagen, die so gut ankamen, dass geschlossen nach einer Zugabe verlangt wurde. Dem folgten zwei Theaterkurse, unter Leitung von Herrn Ledrich und Frau Mikulcak. Den Anfang machte eine Gruppe der 9. Klassen mit einem altbekannten Märchen und seinen Auswirkungen, in einem völlig neuen Gewand. So standen Hänsel und Gretel vor Gericht, weil sie eine alte Frau kaltblütig ermordet hatten. Die zweite Gruppe, der DS-Kurs der 11. Klasse, stellte diverse olympische Disziplinen, in Anlehnung an die kürzlich zu Ende gegangenen Olympischen Spiele in London, pantomimisch dar.

Foto: Ebner

Die Schulleiterin Frau Jurczyk lobte das Engagement der jungen Künstler und betonte, wie wichtig es sei, junge Talente so früh wie möglich zu fördern. Weitere Tanzgruppen und Bands aus der Umgebung, wie zum Beispiel „Drums Alive, „Lerchen Chor“ und „Keep on Rocking“, gaben danach ihr Talent zum Besten und sorgten für anhaltende gute Laune. Nicht nur die Schulen hatten

die Möglichkeit, sich und ihre Talente zu präsentieren. Zahlreiche Adlershofer Unternehmen und Vereine bauten ihre Stände auf. Das 16. Adlershofer Herbstfest endete auch in diesem Jahr als voller Erfolg. Beide Schulen sowie die wichtigsten Vereine haben ihre Chance, sich vorzustellen und mit ihren Vorzügen zu glänzen, ordentlich genutzt und vielen Menschen einen unterhaltsamen und guten Tag beschert.

November 2012

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Team B42 beim Berlin-Marathon
Am 30. September nahm das Team B42, bestehend aus 17 HIVpositiven Teilnehmern, am BerlinMarathon teil, um gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV zu kämpfen. Ziel war es, das öffentliche Bewusstsein für HIV zu erhöhen und sich für Menschen, die mit dem Aidserreger leben, zu engagieren. Die anschließende Party fand im Adlershofer Hermannseck mit Unterstützung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Adlershof und ihrem Löschtrabbi statt (Foto). Die Initiative B42 wurde 2007 von der Fa. Abbott und dem AidsAktivisten Joachim Franz ins Leben gerufen, aktuell läuft die dritte Staffel. B42 möchte Menschen, die mit HIV leben, dazu ermutigen, weiterhin an ihren Zielen festzuhalten. Mit der Teilnahme am Berlin-Marathon hofft das B42-Team, mehr Offenheit gegenüber Menschen mit HIV zu schaffen. M.F.

Können die Adlershofer Teams in ihren Heimspielen punkten?
Die 1. Herrenmannschaft des Adlershofer BC bestreitet in der Berlin-Liga im November zwei Heimspiele. Am 10.11. ist die Mannschaft vom SV Empor Berlin zu Gast und am 24.11. heißt der Gegner 1. FC Wilmersdorf. Spielbeginn auf der Sportanlage am Lohnauer Steig ist jeweils um 14 Uhr. Die 1. Frauenmannschaft hat im November dreimal Heimrecht. Am 4.11. tritt sie gegen FC Hertha 03 an. Am 18.11. kommt das Team vom 1. FC Schöneberg nach Adlershof und am 25.11. geht es gegen SV Blau Weiß Berlin um Punkte. Anstoß für alle drei Partien ist jeweils um 15 Uhr.

Spannendes Ringkampf-Turnier
Am 10. November startet um 10 Uhr im Sportzentrum Adlershof, Merlitzstraße 16-18, die 7. Auflage des größten Turniers im weiblichen Ringkampf östlich des Rheins. Der SV Luftfahrt Ringen erwartet mehr als 150 Ringerinnen zwischen 9 und 27 Jahren aus dem ganzen Bundesgebiet und
Foto: privat

den angrenzenden Ländern. Dazu gehören auch die Vize-Weltmeisterin Eva Sauer (Waldaschaff) sowie die Vize-Europameisterin Francy Rädelt aus Frankfurt/Oder. Weitere Informationen unter Tel./Fax 639 787 49 oder E-Mail: kontakt@luftfahrt-ringen.de Marco Mütze

2. Elly-Beinhorn-Lauf mit internationaler Beteiligung
Am 21. Oktober startete am Rathaus Schönefeld der 2. EllyBeinhorn-Lauf. Mit mehr als 270 Meldungen wurde das Ergebnis der Premiere aus dem Vorjahr übertroffen. Der 10-Kilometer-Lauf führte über den Mauerweg, durch das Adlershofer WISTA-Gelände bis zum Ziel im Landschaftspark Johannisthal-Adlershof. Bei den Frauen war Simone Hamann vom Ski-Club Springe am schnellsten und nach 44:30 Minuten im Ziel. In der Männerwertung gewann der Berliner Jonas Wienecke, der mit 35:11 Minuten deutlich die Nase vorn hatte. Neben den Gesamtsiegern wurden auch die Besten in allen Altersklassen geehrt Die Teilnehmer kamen nicht nur aus Berlin und Brandenburg, das Feld war sogar international besetzt. So kam die Viertplatzierte bei den Frauen aus Spanien, die Läuferin mit der weitesten Anreise ist in Südafrika zu Hause. Die Preise überreichten der Schirmherr der Veranstaltung, Prof. Dr. Bernd Rosemeyer aus München, Sohn der Flugpionierin Elly Beinhorn, und Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick. Harry Mehner

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Redaktionsschluss für die Ankündigung sportlicher Termine im Dezember ist am 15. November

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Nr. 223
Bürgerplattformen laden zur Veranstaltung am 6. November:

Wie kommen mehr Haus- und Fachärzte in unseren Bezirk?
Wenige Monate nach ihren Gründungen Anfang 2012 (s. AZ Nr. 218) veranstalten die Bürgerplattformen Berlin-Südost „SO! MIT UNS“ und Wir in Neukölln „WiN“ ihre erste gemeinsame politische Aktion. In diesen beiden Berliner Bürgerplattformen haben sich über 50 zivilgesellschaftliche Gruppen zusammen geschlossen, um mit eigenen Lösungsvorschlägen und ohne staatliches Geld ihre Stadtteile selbst zu gestalten und zu verbessern. Nach Recherchen zu Versorgungslücken im ärztlichen Bereich laden beide Bürgerplattformen am 6. November von 19 bis 20.30 Uhr in den Bunsensaal der WISTA, Rudower Chaussee 17 (Eingang Volmerstraße 2) ein. Hauptthema des Abends ist: Wie kommen mehr Haus- und Fachärzte in die Bezirke TreptowKöpenick und Neukölln? Ab 2013 soll die neue Ärzte-Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen flexibel auf regionale Bedürfnisse in der Hauptstadt reagieren. Auch die Politik möchte, dass Altersund Sozialstrukturen in den Berliner Bezirken künftig berücksichtigt werden. „SO! MIT UNS“ und „WiN“ stellen konkrete Forderungen zu einer Kooperation an die Verantwortlichen: Gesundheitssenator Mario Czaja, Dr. Uwe Kraffel (stellv. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin/Brandenburg) und Gabriela Leyh (VdEK und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen und Krankenkassenverbände in Berlin und Brandenburg).

Foto: Staneczek

Buswartehäuschen und neue Tankstelle am Glienicker Weg
Nachdem Leser Friedel Fröhlich in unserer August-Ausgabe (AZ Nr. 220) berichtet hatte, dass am Glienicker Weg keine Wartehäuschen vorgesehen seien und sich die Bezirksverordnetenversammlung sogleich dieses Missstandes angenommen hatte (AZ Nr. 222), kann ein erster Erfolg besichtigt werden. Vor dem Haus Glienicker Weg 144 steht bereits ein Unterstand, auch wenn dort wegen der Bauarbeiten noch kein Bus hält. Inzwischen war zu erfahren, dass drei weitere noch im November am Glienicker Weg folgen werden. Es zeigt überdies, dass Engagement zum Erfolg führen kann. Zudem konnte in der zweiten Oktober-Woche beobachtet werden, dass auf der gesperrten Fahrbahn mehrere Tieflader mit Gebäudeteilen standen, die auf das Grundstück Nr. 105 gehievt wurden (Foto), auf dem sich früher das Pumpwerk befand. Inzwischen wurden sie zusammengesetzt und wie wir ermittelten, entsteht dort eine JET-Tankstelle. Damit haben wir dann vier Tankstellen in Adlershof! W.S.

Schöffinnen und Schöffen für Amtszeit 2014 bis 2018 gesucht!
Die nächste Schöffenwahl findet 2013 statt. Wer sich bewerben will, gebe seine Bewerbung in der Bezirksverwaltung oder dem Bürgeramt zu Beginn des Jahres 2013 ab. Die nächste Amtszeit beginnt 2014 und dauert bis 2018. Gesucht werden Frauen und Männer, die am Amts- und Landgericht als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Die BVV und der Jugendhilfeausschuss schlagen doppelt so viele Kandidaten, wie an Schöffen benötigt werden, dem Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht vor, der in der zweiten Jahreshälfte aus diesen Vorschlägen die Haupt- und Hilfsschöffen wählen wird. Gesucht werden Bewerber(innen), die in Treptow-Köpenick wohnen und am 1.1.2014 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind nur deutsche Staatsangehörige. Hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Polizeibeamte, Bewährungshelfer usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden. Die Verantwortung findet ihren deutlichsten Ausdruck in der Tatsache, dass für jede Verurteilung und jedes Strafmaß eine ZweiDrittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich ist. Gegen beide Schöffen kann in Deutschland niemand verurteilt werden. Ein Auszug über die gesetzlichen Grundlagen, der Erklärungsbogen Schöffinnen und Schöffen 2014 sowie weitere Infos unter http://www.berlin.de/ba-treptowkoepenick/organisationseinheiten /buergerdienste/schoeffen.html

Diskussion über öffentlichen Nahverkehr
„Unser öffentlicher Nahverkehr als Rückgrat der örtlichen Mobilität muss deutlich verbessert werden und kann vor allem durch ein Bündel gezielter Maßnahmen wesentlich nutzerfreundlicher werden.“ So beginnt ein Diskussionspapier, über dessen Schwerpunkte wir in einer öffentlichen Fachtagung der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick diskutieren wollen. Dabei sollen Probleme und Schwachstellen des ÖPNV im Berliner Südosten benannt, aber auch Zukunftsperspektiven und Ideen diskutiert werden: Assistenzformen wie S-Bahn-Lotsen und Rufsysteme, Umsteigeprobleme, Fahrradabstellboxen, bessere Wegweisungen und Lichtinseln an Bushaltestellen, künftiges Schnittstellenmanagement sind nur einige mögliche Stichworte. Termin: 5. November, 18-21 Uhr (Infostände ab 17.30 Uhr) im BVV-Saal des Rathauses Treptow, Neue Krugallee 4 Als Gäste sind u.a. der S-Bahn-Geschäftsführer, der VBBGeschäftsführer, Verkehrsplaner und Wissenschaftler der BeuthHochschule Berlin und Vertreter des Fahrgastverbandes Pro Bahn eingeladen. Die CDU-Fraktion lädt herzlich ein, mitzureden. Christian Schild, Vorsitzender der CDU-Fraktion

Behinderungen in Adlershof und Köpenick
Ab November wird die Einbahnstraßenregelung in der AnnaSeghers-Straße voraussichtlich nur noch zwischen Silberberger und Dörpfeldstraße bestehen. Dies gilt unter dem Vorbehalt, dass keine Verlängerungen für die Baumaßnahmen beantragt werden. Die BVG und die Berliner Wasserbetriebe wollen gleichzeitug bis 25. November in der Altstadt Köpenick Tiefbauarbeiten ausführen. Dazu wird der Straßenzug Kirchstraße – Freiheit bis Alt Köpenick zunächst vollständig gesperrt. Die Tram-Linie 60 verkehrt von Adlershof bis Köllnischer Platz sowie zwischen Altes Wasserwerk und Bahnhof-/Lindenstraße; die Linie 61 fährt bis Schlossplatz Köpenick sowie zwischen Rahnsdorf und Bahnhof-/Lindenstraße. Es wird Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

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