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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2012, H.219/Juli

Monatszeitung

Nr. 219 Juli 2012

0,60 €

Foto: Ebner

Foto: Museum of Cultural History, University of Oslo / Eirik Irgens Johnsen

❒ Die 12. Lange Nacht der Wissenschaften am 2. Juni zog

❒ Was hat BESSY II mit

wieder die Besucher in ihren Bann. Auch in Adlershof begaben sich tausende Interessierte auf Entdeckungstour
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Schätzen aus der Zeit der Wikinger zu tun?
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Foto: Holler

❒ Der Triathlon der Anna-Seghers-Schule war

❒ „1000 Jahre Rotkäppchen“ ist das Motto

in diesem Jahr nur ein Duathlon. Wegen der niedrigen Temperaturen fiel Schwimmen aus
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des Puppentheaterfestes, das ab 28.7. im Figurentheater „Grashüpfer“ stattfindet
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Umfangreiche Sanierung der Das Adlershofer Festkomitee informiert: 16. Herbstfestes Erbbegräbnisstätte Rathenau Vorbereitung des auftretende Unkosten begleichen Unser Adlershofer Festkomitee
Zur Bezirkspressekonferenz am 18. Juni wurde an einen ungewöhnlichen Ort eingeladen: in die Feierhalle des Waldfriedhofs Oberschöneweide. Thema war die Fertigstellung der umfangreichen Sanierungsarbeiten an der dortigen Grabanlage der Familie Rathenau – eine der bedeutendsten Unternehmerfamilien vor gut 100 Jahren. Der Ingenieur Emil Rathenau hatte 1884 die Gründung der AEG initiiert und 1902 ein Gelände zur Einrichtung eines kommunalen Friedhofes gestiftet (heutiger Waldfriedhof). Im Erbbegräbnis fand auch Walther Rathenau seine letzte Ruhe. Der Reichsaußenminister war am 24. Juni 1922 von Angehörigen der terroristischen „Organisation Consul“ auf offener Straße ermordet worden. Die 14,5 x 9 m große und von einer über 4 m hohen Mauer umgebene Grabstätte war durch Wassereinbruch und Baumwurzeln stark beschädigt. Mit einem Kostenaufwand von rund 350.000 € wurde sie in den zurückliegenden Monaten restauriert. Bereits seit 1977 steht sie unter Denkmalschutz und wurde vom Land Berlin als Ehrengrab ausgezeichnet. Im Bezirk Treptow Köpenick gibt es insgesamt 13 Ehrengräber, zwei davon in Adlershof. Bezirksstadtrat Rainer Hölmer dankte allen Beteiligten für ihr Engagement zur Instandsetzung der Grabstätte. Mit einer Gedenkveranstaltung wurde am 24. Juni (nach Redaktionsschluss) auf dem Waldfriedhof an den 90. Todestag von Walther Rathenau erinnert. L. Ebner konzentriert sich nun auf die Vorbereitung des 16. Adlershofer Herbstfestes am 15. September. Für das Bühnenprogramm werden noch Adlershofer(innen) mit künstlerischen Fähigkeiten gesucht, die sich kostenfrei präsentieren wollen (s. AZ Nr. 218). Gefragt sind auch Sponsoren, um
Termin Ort

zu können. Am 22. August kommt das Komitee zu abschließenden Gesprächen zusammen. Nachstehend folgen die bisher bekannten Veranstaltungstermine in Adlershof im Juli und August. Nähere Informationen finden Sie auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Veranstaltung

8.7., 9.00 Tram-Haltestelle Karl-Ziegler-Str. 11.30 BESSY 14.7., 15.00 „Blattlaus“ 21.7., 19.00 „Blattlaus“

Sommerliches Vogelleben im Landschaftspark Flugfeld Johannisthal Bagels und Physik zum Frühstück Sommerfest der KGA „Am Adlergestell“ „Live Magic“ mit „Queen II“ und „Mystery Train“ 22.7., 11.30 BESSY Bagels und Physik zum Frühstück 28.7., 19.00 „Birkenwäldchen“ 8. Adlershofer Rock-Nacht 5.8., 11.30 BESSY 9.8., 15.30 Anna-SeghersGedenkstätte 17.8., 20.00 Alte Schule 22.8., 19.00 Alte Schule 31.8., 17.00 WISTA-Terrasse Rudower Chaussee 17 Bagels und Physik zum Frühstück Berta Waterstradt: Literarischer Spaziergang anläßlich des 105. Geburtstages Ausstellungs-Eröffnung: „Blicke übers Land“ Sitzung des Adlershofer Festkomitees (öffentlich) Sommerfest (Thema: Skandinavien)

Neues Wohnprojekt vorgestellt

Foto: Staneczek

Erneuerung des Kreuzungsbereiches Adlergestell / Glienicker Weg
Mit der Erneuerung des Kreuzungsbereiches Adlergestell / Glienicker Weg einschließlich Stauraumbereich Glienicker Weg wird eine leistungsfähige Verbindung von der Tangentialverbindung Ost (TVO) zur A 113 hergestellt. Die Baustrecke hat eine Länge von ca. 160 m und betrifft den unmittelbaren Knotenpunktsbereich mit dem Adlergestell bis zum Ausbaubeginn des Glienicker Weges auf Höhe Zufahrt OBI. Die Bauarbeiten beinhalten Fräsen der Fahrbahn, Regulierungsarbeiten an den Einbauten (Abläufe und Schachtabdeckungen), Einbau der Asphaltschichten und Markierungsarbeiten. Die Bauarbeiten werden in vier Bauabschnitten jeweils an den Wochenenden durchgeführt. Bauphase I Ab dem 29.6. bis 2.7. steht dem Kfz-Verkehr im Glienicker Weg nur ein Fahrstreifen zur Verfügung (Einrichtungsverkehr in Richtung Adlergestell). Das Adlergestell kann in beiden Richtungen befahren werden. Bauphase II Vom 6.7. bis 9.7. sind der Glienicker Weg und das Adlergestell in beide Fahrtrichtungen eingeschränkt befahrbar. Bauphase III Vom 13.7. bis 16.7. sind der Glienicker Weg und das Adlergestell in beide Fahrtrichtungen eingeschränkt befahrbar. Von der Köpenicker Straße kommend kann der Kfz-Verkehr nur rechts auf das Adlergestell geführt werden. Bauphase IV Vom 20.7. bis 23.7. sind der Glienicker Weg und das Adlergestell in beide Fahrtrichtungen eingeschränkt befahrbar. Die Köpenicker Straße ist voll gesperrt. Der Kfz-Verkehr wird über Adlergestell, Rudower Chaussee, Wegedornstraße und Ernst-Ruska-Ufer umgeleitet. Für die Bauphase III und IV wird eine Umleitungsstrecke für den Bus 163 über die Straße Am Studio, Ernst-Augustin-Straße und FranzEhrlich-Straße eingerichtet. Das Tiefbauamt bittet um erhöhte Aufmerksamkeit und für unvermeidliche Behinderungen im Baustellenbereich um Verständnis.

In Adlershof entstehen in den kommenden Jahren auf einem 14 Hektar großen Gebiet mit dem Projekt „Wohnen am Campus“ rund 1.000 Wohneinheiten in Form von Geschosswohnungen, Stadtvillen, Townhouses und Studentenquartiere. Die zehn verschiedenen Unternehmensgruppen, die in den nächsten Jahren auf dem Areal Groß-Berliner Damm, Abram-Joffe-Straße, KarlZiegler-Straße und Hermann-

Dorner-Allee ihre Vorhaben realisieren wollen, stellten sich am 2. Juni unmittelbar vor Beginn der „Langen Nacht der Wissenschaften“ vor und warben um Interessenten. W.S.

Öffentliche Bürgersprechstunde
Uwe Doering, MdA,
Parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, und

Dr. Hans Erxleben
von der Linksfraktion in der BVV Treptow-Köpenick, Vorsitzender des Integrationsausschusses der BVV,

laden ein zu einer öffentlichen Bürgersprechstunde am

24. Juli, 17 - 18 Uhr
im KIEZKLUB Alte Schule Adlershof, Dörpfeldstraße 54

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Auf Entdeckungsreise in der Langen Nacht
Während der Langen Nacht der Wissenschaften am 2. Juni hatten Interessierte die Gelegenheit, Einblick in die Arbeit von 73 wissenschaftlichen Einrichtungen in Berlin und Potsdam zu erhalten. Die Wissenschaftsstadt Adlershof war wieder einer der meist besuchten Orte. Beim Kinder Science Slam und bei Vorträgen wie „Was macht mein Müsli nach dem Frühstück“ war das Publikum im Bunsensaal sehr aufmerksam bei der Sache (Bild 1). Im Humboldt Bayer Mobil ging es bei Versuchen unter dem Thema „Biochemie rund um die Uhr“ z.B. um Sonnenschutz am Mittag und Parfüm am Abend. (Bild 2). Das Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt präsentierte sein Projekt „ELKE“ – Elektro-Lastenräder im Kurierund Expressdienst. Im Rahmen der Klimaschutz-Initiative des Bundesumweltministeriums wird untersucht, wie viele Lieferungen statt per Auto mit dem ElektroLastenrad übernommen werden können, das Transporte bis zu 100 Kilogramm über eine Reichweite von bis zu 80 km mit 25 km/h befördert (Bild 3). Am Stand des Heinrich-Hertz-Gymnasiums standen Experimente mit Farbeffekten im Mittelpunkt (Bild 4).

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Die Berlin Eagles von der AnnaSeghers-Schule zeigten ihr Kindertheaterstück „Die Sockensuchmaschine“. Der dafür notwendige Roboter wurde mit Unterstützung in der Arbeitsgemeinschaft selbst programmiert (Bild 5). Das Roboter-Fußball-Weltmeisterteam wartete mit Nao auf, der den Beweis lieferte, dass sich Roboter am Menschen orientieren um stetig besser zu werden (Bild 6). Ein Anziehungspunkt war auch in diesem Jahr wieder der Große Windkanal (Bild 7). Das Abschlussfeuerwerk erfreute viele der Besucher, von denen sicher auch zahlreiche im nächsten Jahr wieder dabei sein werden. Lutz Ebner

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Die 13. Lange Nacht der Wissenschaften findet am 8. Juni 2013 statt

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Parkraumkonzept für WISTA-Bereich erstellen
Informationen aus der 9. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
BVV-Vorsteher Siegfried Stock begrüßte zu Beginn der 9. Sitzung am 24.5. besonders herzlich eine Delegation aus der westtürkischen Stadt Eskesehir, die unter Leitung ihres Bürgermeisters zu Gesprächen über partnerschaftliche Beziehungen im Bezirk weilte. Anschließend beglückwünschte er im Namen der BVV den Bezirksverordneten Tino Oestreich aus Adlershof (s. AZ Nr. 214) zur Eheschließung mit einer Bürgerdeputierten. Zudem informierte er über verschiedene Jubiläumsveranstaltung der letzten Zeit. Von den elf eingereichten Anfragen zur „Bürgerfragestunde“ entfielen zwei, da die Fragesteller nicht erschienen waren. Von den übrigen ging es bei fünf um den Musikschulstandort Friedrichshagener Straße, die nicht erschöpfend beantwortet werden konnten, da der zuständige Stadtrat Simdorn Verpflichtungen außerhalb Berlins wahrnehmen musste. Bei einer Anfrage zum Bauvorhaben Glienicker Weg wurde informiert, dass der Baufortschritt regelmäßig durch Mitarbeiter des Tiefbauamtes kontrolliert wird, Bonuszahlungen für vorzeitigen Bauabschluss nicht vereinbart werden konnten (Bundesmittel) und lt. Plan die Fertigstellung der vierspurigen Straßenverbindung im Mai 2013 wäre. Außerdem war zu erfahren, dass durch zusätzliche Mittel 30 neue Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bereit gestellt werden können. In seinen regelmäßigen Ausführungen berichtete Bürgermeister Oliver Igel u.a., dass - Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Wasserschutzpolizei am 8.5. eine erste gemeinsame Kontrollfahrt durchführten, - Herr Twirdy, der bisherige Leiter des Ordnungsamtes, in den Ruhestand gegangen ist, - erneut der bezirkliche Wettbewerb „Familienfreundlicher Betrieb“ ausgeschrieben wurde (s. AZ Nr. 218), - zum Planfeststellungverfahren zur SO-Straßenverbindung Einwände eingegangen sind, die dessen Realisierung deutlich verzögern werde, - durch die Verzögerung der Inbetriebnahme des Flughafens BER möglicherweise Lärmschutzprobleme zuvor gelöst werden und die Schallschutzberatung nach Schließung des Bürgeramtes in Grünau wieder im Rathaus Köpenick erfolgt. Außerdem würdigte er eine Reihe von Ereignissen, wie die erfolgreiche Orchesterreise der Musikschule nach Bulgarien, die Projekttage des Amtes für Weiterbildung und Kultur, die Ausstellungseröffnung in Adlershof, das 25jährige Bestehen der Lithographiewerkstatt und die 17. Theaterfestspiele der Kinder. 231 Kinder nicht versorgt sind. Gründe sind erhöhte Kinderzahl, diverse Schulrückstellungen und mehr Kinder mit Förderbedarf. Nach der Wahl von Patientenfürsprecher(inne)n (u.a. Bürgermeisterin a.D. Gabriele Schöttler für die somatische Abteilung des DRK-Krankenhause Köpenick) und Bürgerdeputierten standen die Beschlussempfehlungen der Ausschüsse auf der Tagesordnung. Von der BVV wurde u.a. beschlossen, dem Bezirksamt zu empfehlen - bis Herbst 2012 ein Konzept zur Grünflächenpflege auf naturnahe Grünpflege zu erarbeiten. - sich bei den Zuständigen dafür einzusetzen, dass an der Rudower Chaussee möglichst nah hinter der Kreuzung Franz-Ehrlich-Straße in Richtung Köpenick ein gegliederter Vorwegweiser aufgestellt wird. - zur Entlastung der Parkraumsituation im Bereich der Ärztehäuser in der Albert-EinsteinStraße zusätzliche Parkplätze mit zeitlicher Beschränkung (2 Std.) auszuweisen und sich dafür einzusetzen, dass ein Parkraumkonzept für den Bereich der WISTA erstellt wird. - sich dafür einzusetzen, dass weitere Planungen für eine Straßenbahnverbindung nach Rudow über Johannisthal fortgesetzt und in der Fortschreibung des StEP Verkehr verankert werden. - potentiellen Bauherr(inn)en bei Anfragen zur Bebaubarkeit eines Grundstückes Hinweise über ökologische als Alternative zu herkömmlichen Baustoffen zugänglich zu machen. - die Kosten für den Betrieb der 14 öffentliche Brunnen im Bezirk durch Gewinnung von Sponsoren oder Paten ab 2013 zu verringern. Wohl erst zum zweiten Mal wurde ein Einwohnerantrag durch sachkundige Vertreter einer Bürgerinitiative vorgetragen. Darin wird das Bezirksamt ersucht, umgehend ein Umweltmonitoring für die vom Überflug durch das neue Betriebsverfahren des BER für An- und Abflüge betroffenen Trinkwasserschutzgebiete um den Großen Müggelsee, den Langen See, den Seddinsee und den Gosener Kanal einzurichten. Es soll sofort damit begonnen werden, durch kontinuierliche Messung die durch den Flugbetrieb verursachten Schadstoffeinträge festzuhalten und die Ergebnisse allen Interessierten unentgeltlich zugänglich zu machen. Erneut war vor Tagungsbeginn eine lange Konsensliste erarbeitet worden, wurden Tagesordnungspunkte zurückgezogen oder vertagt, so dass gegen 21 Uhr die Tagung endete. Den „Mitteilungen des BVVVorstehers Nr. VII-08“ entnehmen wir u.a., dass - vom Bezirksamt bis zur Sommerpause 2012 der BVV ein Rahmenkonzept zur Standortschließung der Musikschule an der Friedrichshagener Straße vorgelegt und zu gegebener Zeit eine Informationsveranstaltung durchgeführt wird. - voraussichtlich 2013 auf dem Abschnitt des Adlergestells zwischen Dörpfeldstraße und Glienicker Weg mit dem „Umbau von Abschnitten der B96a, von Rixdorfer Straße bis Köpenicker Straße“ zu einer „Stadtstraße mit höherer Aufenthaltsqualität“ begonnen werden kann. - sich der Anteil der unter 25jährigen an der Bevölkerung des Bezirks von 23,2% (2003) auf 20,7% (2011), der 25-55jährigen von 43,5% auf 45,2% und der über 55jährigen von 33,3% auf 34,1% verändert hat. - dem Bezirksamt nicht bekannt ist, ob Sachmittel für Freiwilligenarbeit im Haushaltsentwurf des Senats eingestellt sind. - eine Digitalisierung der umfangreichen Bestände der Heimatmuseen des Bezirks zwar wünschenswert, aber wegen fehlender personeller, technischer und finanzieller Ressourcen nicht möglich ist. Die nächste BVV-Sitzung (einschl. Bürgerfragestunde) nach der am 14.6. findet am 30.8. ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt. W.S.

Zeichnung: Architekt Neuhoff

Wohl erstmalig waren 47 „Mündliche Anfragen“ von Bezirksverordneten eingereicht worden, davon allein 18 vom „Piraten“ Volker Schröder aus dem Bereich Verkehr, die an die zuständige Abteilung schriftlich eingereicht, dem Plenum viel Zeit erspart hätten. Nach 35 Beantwortungen war das vorgesehene Zeitlimit erschöpft. U.a. war zu erfahren, dass - die Finanzierung der Jugendeinrichtungen trotz Haushaltssperre im Rahmen der bisherigen Möglichkeiten bis 31.12. gesichert ist. - das Bezirksamt die Reduzierung um 305 Stellen bis 2016 im Bezirk als unrealistisch ansieht. - die Ankündigung des Senats, den Bezirken insgesamt 50 Mio. € zusätzlich bereit zu stellen, noch der Zustimmung des Abgeordnetenhauses bedarf. - hinsichtlich des Bedarfs an Kitaplätzen im Bezirk derzeit

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TAG & NACHT

medienbuero.ebner@t-online.de Anzeigenschluss für die August-Ausgabe ist der 20. Juli

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Eine kleine Geschichte über die kleine Kirche in Borkwalde
Ende März bekam ich auf meiner Dienststelle einen Anruf mit ungefähr folgendem Wortlaut: „Schönen guten Tag. Bin ich dort mit dem Militärpfarramt Potsdam verbunden?“ „Ja, und ich bin der Pfarrer.“ „Da habe ich ja Glück. Mein Name ist B. und ich kümmere mich als Mitglied unserer Kirchengemeinde um unsere kleine Kirche in Borkwalde. Borkwalde grenzt unmittelbar an den Truppenübungsplatz Lehnin.“ „Für den bin ich auch zuständig.“ „Das ist ja noch besser. Jedenfalls, als ich gestern mal wieder Detonationen auf dem Übungsplatz hörte, erinnerte ich mich an meine eigene Zeit als Bundeswehrsoldat hier in Lehnin und daran, dass es ja auch Militärpfarrer gibt. Und da dachte ich, dass uns ja vielleicht ein solcher bei unserem Problem helfen kann.“ „Das da wäre?“ „Unsere kleine Kirche steht schief und droht über kurz oder lang zusammenzufallen. Baufachleute meinen, dass das Fundament Schaden genommen hat im Laufe der Zeit. Die Lösung wäre, die Kirche anzuheben, das Fundament auszubessern und die Kirche wieder hinzustellen. Tja, und jetzt kommen Sie und die Bundeswehr ins Spiel. Vielleicht können Sie uns ja bei unserem Vorhaben unterstützen.“ Da ich am nächsten Tag ohnehin in die Kaserne nach Beelitz musste, schlug ich vor, auf dem Hinweg vorbei zu kommen. Ich musste es mir erst einmal ansehen, denn ich konnte mir beim besten Willen Das eigentliche Problem sei eine unzureichende Dachkonstruktion. Man müsse „nur“ die Kirche auf der einen Seite ziehen und der anderen drücken, bis sie wieder gerade steht, den Dachstuhl verstärken. Fertig! Und dann kann man sich in Ruhe an die weitere Restaurierung der Kirche machen. Die technischen Hilfsmittel hätte die Bundeswehr, um das Problem zu lösen. Bei diesem Besuch teilte mir das Ehepaar B. mit, dass ich auch im Namen der Gemeinde herzlich eingeladen sei, die Kirche für Feldgottesdienste mit Soldaten und Soldatinnen zu nutzen und da sie wüssten, dass diese im November wieder für vier Monate in den Einsatz nach Afghanistan gingen, würden sie sehr gerne die Familien und die Soldaten und Soldatinnen im Einsatz auf irgendeine Art und Weise unterstützen. Im Nachklang dieses Besuches war ich dankbar. Dankbar darüber, dass hier, in diesem kleinen Ort mit der noch kleineren Kirche eine unvoreingenommene, sich gegenseitig unterstützende Begegnung zwischen Zivil und Militär, zwischen Zivilkirchengemeinde und Militärkirchengemeinde möglich ist und wird. Wie es weitergeht? Klar ist inzwischen: Das Problem ist die ungenügende Dachstuhlkonstruktion. Wenn alle Formalia und rechtlichen Fragen geklärt sind, werden wir noch im Sommer die kleine Borkwalder Kirche wieder „gerade ziehen und drücken“. Militärdekan Utz Berlin

Foto: privat

nicht vorstellen, dass man eine Kirche eben mal so hochheben kann. Ich wurde herzlich Willkommen geheißen von Herrn B., der sich um die Kirche kümmert und von seiner Frau, die Mitglied des Gemeindekirchenrates ist. Kurz: Zwei engagierte Christenmenschen mittleren Alters. Wir fuhren in den Wald zur Kirche. Und dort stand sie, mitten auf einem großen freien Grundstück, umgeben von hohen Bäumen und irgendwie war es „Liebe auf den ersten Blick“. Die über 80jährige Holzkirche aus der Zeit der Gründung des Ortes war nicht nur wirklich klein, sondern auf ihre Art auch wunderschön. Dicht gedrängt passen vielleicht 50-70 Gottesdienstbesucher in die Kirche, so klein ist sie. Und in der Tat: Jetzt konnte ich mir gut vorstellen, dass man diese Kirche anheben kann. Ich versprach den

Beiden alles zu tun, um ihnen zu helfen. In der Kaserne in Beelitz, Sitz des Logistikbataillions 172, traf ich mich sogleich mit dem Kommandeur und erzählte ihm von der Geschichte. Ich rannte „offene Türen“ ein. Der Kommandeur versprach mir, mich und die Gemeinde in Borkwalde im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen. Das technische Gerät hätten sie mit Kränen etc. Einige Wochen später fuhr ich mit einem Kompaniechef des Bataillions zur Besichtigung der Kirche. Fachverstand brachte der Kompaniechef allemal mit. Er ist Bauingenieur. In aller Ruhe begutachtete er die Kirche im wahrsten Sinne von oben bis unten, vorne wie hinten, innen und außen. Das Ergebnis: Das Fundament sei zwar alt und zum Teil etwas bröselig, aber noch gut intakt.

Kirchliche Termine im Monat Juli
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 10 Uhr zum Gottesdienst. Frauenkreis, Männerkreis, der offene Gemeindekreis und der Haus-Gesprächskreis machen im Juli ebenso Sommerpause wie die Chöre und der Jugendtreff (CVJM) während der Ferien. Die Feier der „Komplet“, das Gebet zur Nacht in der Tradition christlicher Klöster, findet weiterhin mittwochs um 21 Uhr in der Kirche statt. Zudem kann die Kirche donnerstags von 14 bis 17 Uhr besichtigt oder zur stillen Andacht aufgesucht werden. In der Christus-König-Kirche (Nipkowstr.) trifft sich im Juli und August die Gemeinde nur sonntags um 11 Uhr zur Hl. Messe, nicht auch samstags um 18 Uhr. Am Kindersonntag (1.7.) treffen sich die Kinder bereits um 10.30 Uhr im Pfarrheim und bleiben bis 15 Uhr beisammen. Die Freie evangelische Gemeinde begeht sonntags in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) um 10 Uhr ihren Gottesdienst. Die Senioren kommen am 18.7. um 14.30 Uhr zusammen. Informationen zu Hauskreisen und Sonderveranstaltungen bei Pastor Friedrich Graf (Büro im Nebenhaus), im Internet unter www.lebewertvoll.de oder Tel. 677 56 65.

BESTATTUNGEN
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Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

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„Licht & Schatten“

Comic-Welten in der Kulturküche
Die Ausstellung „Licht & Schatten – die Comic-Welten von Hagen Flemming“ kann in der Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, montags bis donnerstags von 12 bis 18 Uhr besichtigt werden. Sein Interesse für Comics wurde bereits in früher Kindheit als Leser der MOSAIK-Hefte geweckt. Nach 1990 erarbeitete er sich die vielfältigen Fähigkeiten eines Comiczeichners und kam über kleine Serien zu eigenen Comic-Arbeiten. Seit 2008 erscheint seine Serie „Die Virtonauten von Remory“ beim Holzhof Verlag Dresden, ein abenteuerlicher

8. Adlershofer Rock-Nacht
In diesem Jahr findet die 8. Adlershofer Rock-Nacht auf dem ehemaligen Sportplatz „Am Birkenwäldchen“ inmitten unserer Köllnischen Heide am 28. Juli ab 19 Uhr statt. Außer der Gruppe „Franki goes to Liverpool“, die schon im Vorjahr die Zuhörer begeisterte, hat die Gruppe „Löwenzahn“ ihr Erscheinen zugesagt. Gastwirt Werner Finkeisen wird erneut für beste Gastlichkeit sorgen. Das Entgelt zu dem Spektakel bis Mitternacht ist mit 6 € sicher ein angemessener Eintrittspreis. W.W.

Kulturcafé im Ratz-Fatz
Im Soziokulturellen Zentrum Ratz-Fatz (Schnellerstr. 81) tritt im Juli und August eine Sommerpause ein. Lediglich das Kulturcafé für Senioren lädt dienstags ab 14 Uhr zu Veranstaltungen ein: 3.7.: Kaffeeklatsch im Garten 10.7.: Lieblingsgeschichten, -märchen sowie Lieblingsund Liebesgedichte werden gegenseitig vorgelesen 17.7.: Grillnachmittag im Garten 24.7.: Rätsel, Spiele, Denkaufgaben 31.7.: Töpferkurs für Anfänger Der Eintritt für die genannten Veranstaltungen ist frei. Das aktuelle Programm und weitere Informationen unter 67 77 50 25.
Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an seiner

History-Science-Fiction-Comic, bisher Flemmings umfangreichste Arbeit in Eigenverantwortung. Die Ausstellung beschreibt die Entwicklung des Künstlers mit dem Comic. (Eintritt frei) Weitere Informationen unter Tel. 90297-5570 oder im Internet unter www.kulturring.org

Kurs „Songwriting“ – Lieder machen mit der Musikschule
Seit März bietet die JosephSchmidt-Musikschule den Kurs „Songwriting“ an. Der Kurs wendet sich an Teilnehmer(innen), die schon Musik oder Texte geschrieben haben, sowie an diejenigen, die immer mal eigene Songs komponieren wollten. Vielleicht möchten Sie ein Lied über etwas schreiben, das Ihnen unter den Nägeln brennt, oder wollen jemandem ein besonderes Geschenk machen. In diesem Kurs geht es darum, an Ideen zu feilen, seien es Akkordfolgen, Texte oder Beats. Die Songs könnten dann im Tonstudio unserer Musikschule aufgenommen werden. Der Kurs findet mittwochs von 17.30-19 Uhr im Raum 316 statt. Für Schüler(innen) der Musikschule ist er entgeltfrei. Interessenten ohne Unterrichtsvertrag zahlen 16,50 € im Monat. Infos: Joseph-Schmidt-Musikschule, Hans-Schmidt-Straße 6/8, Tel. 90297-4968; www.josephschmidt-musikschule.de Vom 19. bis 22. Juli wird Berlin vom bezaubernden Charme der chinesischen Kultur, dem Klang traditioneller Instrumente und glasklarer Gesänge erfüllt werden. Der Verein für Förderung des internationalen Austausches für Künste und Erziehung (FiAKE e.V.) veranstaltet in der Hauptstadt die 11. Deutsch-Chinesischen Jugendtage. Rund 600 kleine Künstler aus Deutschland und China werden auf der Bühne ihre Talente zur Schau stellen. Mit dabei ist erstmals auch die JosephSchmidt-Musikschule. Schülerinnen aus dem Tanzbereich werden gemeinsam mit den chinesischen Kindern einen Tanzworkshop durchführen. Höhepunkt wird dann der gemeinsame Auftritt bei der Eröffnungsveranstaltung der Deutsch-Chinesischen Jugendtage im FEZ Berlin, Straße zum FEZ 2, sein. Alle Künstlergruppen werden auf derselben Bühne ihre hervorragenden Fähigkeiten präsentieren.

Projektfonds kulturelle Bildung
Zum Antragstermin 15.1. lagen der bezirklichen Fachjury elf Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 29.000 € vor, von denen sechs mit einer Förderung beschieden wurden: 1. Schüler der Grundschule an der Wuhlheide erkunden zusammen mit dem Alte Möbelfabrik e.V. in einem Tanzfilm ihren Lebensraum Oberschöneweide. 2. Jugendliche Artisten des Zirkus Cabuwazi Treptow verfolgen gemeinsam mit einer Theaterpädagogin die Spuren der Generation Internet auf der Suche nach Liebe. 3. Schüler der evangelischen Grundschule Friedrichshagen treffen sich mit Senioren eines Seniorenzentrums, um sich Geschichten über ihre Kindheit zu erzählen. Ihre Eindrücke wollen sie bildkünstlerisch verarbeiten und den Senioren zum Abschluss eine Skulptur für ihren Park übergeben. 4. Zusammen mit Künstlern versuchen Schüler der Hauptmann-von-Köpenick-Grundschule mit selbstgebauten Seiltanzobjekten „DRAHTSEILAKTE“. 5. Gymnasiasten der GebrüderMontgolfier-Schule arbeiten mit einem Künstlerkollektiv an der Alternate Reality Opera „x Tage bis zum Wunder“, einem Theaterexperiment. 6. Die Freundschaft eines Jungen zu einem Straßenmusiker („Mein Freund Ringo“ von Klaus Kordon) dient Schülern der Schule am Ginkobaum als Anlass zu Verknüpfungen mit ihrer eigenen Lebenswelt, die sie mit Unterstützung durch zwei Szenografinnen bildkünstlerisch und räumlich sichtbar machen wollen. Weitere Informationen: Fachbereich Kultur Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 54, 12489 Berlin, Tel. 90297-5766.

Blutspendeaktion
am 5. Juli von 16-20 Uhr beim DRK Pflege-Service, Dörpfeldstraße 80, am 2. August von 11.30-16.30 Uhr im WISTA-Gebäude, Rudower Chaussee 17, zu beteiligen.
(Personalausweis und ggf. Blutspendepass nicht vergessen!)

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

Jazz an der Lohmühle
„Jazz an der Lohmühle“ stellt auch dieses Jahr wieder ein hochkarätiges Programm auf die Bühne. Bei sechs Freiluft-Konzertabenden treten insgesamt 17 JazzFormationen mit 80 Musikern aus 11 Ländern auf. In dem eindrucksvollen Ambiente des Wagendorfs am Landwehrkanal kann das Publikum improvisierten Jazz hautnah erleben. Das Zuhören ist wie immer kostenlos. Die Veranstaltungsreihe wird organisiert vom Jazzkeller 69 e.V. und gesponsert vom Fachbereich Kultur. Konzerttermine: 14. + 28. Juli sowie 11. August: 19-22 Uhr. www.jazzkeller69.de

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Auch im Juli wird in der Galerie im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstraße 54/56) die internationale Ausstellung „Georgia on my mind“ anlässlich des 150. Geburtstages des georgischen Malers Niko Pirosmani, der 20jährigen Beziehungen zwischen Georgien und der Bundesrepublik sowie der Gründung einer Deutsch-Georgischen Gesellschaft gezeigt. Geöffnet ist die Galerie Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr. Die im „Bürgersaal“ parallel zu der Ausstellung in der Galerie

Internationale Ausstellung, Fotos und Puppentheaterfest im „Grashüpfer“ Im Figurentheater „Grashüpfer“ „Natur-Impressionen“ zu besichtigen im Treptower Park (Puschkinallee
gezeigten Landschaftsfotografien aus Georgien des Berliner Fotografen Wolfgang Korall sind ebenfalls weiter zu sehen. Sie können zu den Essenszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel. 90297-5717) angeschaut werden. Im „KIEZKLUB“ werden weiterhin Bilder der Malerin Gabriele Kretschmer unter dem Titel „Natur-Impressionen“ gezeigt. Die Räume des Kiezklub sind in der Regel werktags von 9 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.
16a) findet vom 28.7. bis 10.8. das Puppentheaterfest 2012 unter dem Motto „1000 Jahre Rotkäppchen“ mit einem vielseitigen Programm statt (s. unten). Karten – bitte vorher bestellen – kosten zwischen 5 und 10 €. Schon vor der Eröffnung wird am 21./22.7. das Märchen nach den Gebrüdern Grimm aufgeführt. Außerdem sind im Juli zu sehen: „Das Glück, das nicht vom Baum fallen wollte“; „Du hast angefangen. Nein Du!“ sowie „Das ist Anton Daumesdick“. Schüler und Erwachsene sind am 20.7. um 18 Uhr zum Märchenabend am Feuer und ab 21 Uhr zu „Paul und Paula – eine Legende“ eingeladen. Informationen unter 53 69 51 50, kontakt@theater-grashuepfer.de und www.theater-grashuepfer.de

Blumenschlösschen Willinsky
Inh. Michael Willinsky

Hackenbergstraße 14 12489 Berlin Tel: 030/67776644 • Floristik für jeden Anlass • Grabpflege

JAZZ IN TOWN Open Air auf dem Rathaushof
Zum 17. Köpenicker Blues & Jazzfestival wird bis zum 2. September auf den historischen Rathaushof eingeladen. Viele prominente Künstler werden bei „JAZZ IN TOWN“ dabei sein. Am 6.7. liest und s(w)ingt Manfred Krug. Specialguest ist Uschi Brüning. Klaus Doldinger’s Passport ist am 20.7. zu Gast. Inga Rumpf & Friends kommen am 21.7. nach Köpenick. Specialguest: Jocelyn B. Smith. „Was ihr wollt“ heißt es am 28.7. mit Gitte Haenning & Band. Axel Zwingenberger hat am 29.7. seinen Auftritt. „Jazz – Lyrik – Prosa“ präsentieren am 5.8. Walfriede Schmitt, Ruth Hohmann, Conny Bauer und Ulrich Gumpert. „30 Jahre Jazz-Duo – Hommage mit Film & Konzert“ ist der Abend mit Uschi Brüning & Ernst-Ludwig Petrowsky am 10.8. überschrieben. Günther Fischer & Band sind am 17.8. zu erleben, einen Tag später Joy Fleming & Band. Andrej Hermlin & His Swing Dance Orchestra bieten am 19.8. „Harlem Speaks – The Black Bands“. „The Famous 3 B’s“ – Chris Barber, Mr. Acker Bilk und Kenny Ball präsentieren sich am 25. und 26.8. Karten gibt es im Ratskeller Köpenick, in allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter www.jazz-in-town.de. Weitere Informationen unter 655 56 52.

LIVE MAGIC im Gartenlokal „Blattlaus“
Am 21.7. stimmen ab 19 Uhr die beiden Adlershofer Musiker der Band „Mystery Train“ im Gartenlokal „Blattlaus“ (Zugang über Neltestr. 11) auf ein OpenAir-Konzert der Gruppe „Queen II“ ein. Deren fünf Enthusiasten treten an, um das Gesamtkunstwerk Queen in all seinen Facetten wieder auf die Bühne zu bringen. „We will rock you“, „Bohemian Rapsody“ sowie „We are the champions“ gehören zu den unsterblichen Melodien, welche die Gruppe mit einem Frontmann, der den Great Pretender verkörpert, bombastischem Sound und extravaganter Performance aufleben lassen. Karten können im Vorverkauf zu 8 € (Abendkasse 10 €) außer in der „Blattlaus“ auch im „Café La Martina“ (Dörpfeldstr. 24) erworben werden. W.W.

»SA 28. JULI« 14-16.30 Uhr Familiennachmittag Puppenbau und Puppenspiel 17 Uhr Rotkäppchen Axel Jirsch, Kunstfigurentheater Schelle 20 Uhr Kluges Rotkäppchen – listiger Wolf?
Märchenabend am Feuer

Eintritt frei ab 4 Jahre ab 5 Jahre

»SO 29. JULI« 14-17 Uhr Familiennachmittag Puppenbau und Puppenspiel 17 Uhr Das Rotkäppchen Daniel Wagner, Theater Zitadelle »MO 30. JULI« 10 Uhr Hörspielvormittag »DI 31. JULI« 10 +15 Uhr Clown PatschMo spielt: Rotkäppchen
Puppentheater Parthier

Eintritt frei ab 5 Jahre

Eintritt frei

ab 3 Jahre

»MI 1. AUGUST« 10 +15 Uhr Rotkäppchen Juana von Jascherow 19 Uhr Rotkäppchen PREMIERE Jolanta Walter,
Theater Zum Glück

ab 6 Jahre

»DO 2. AUGUST« 10 Uhr Rotkäppchen Jolanta Walter, Theater Zum Glück 15 Uhr Czerwony Kapturek w jezyku polskim,
Theater Zum Glück

ab 4 Jahre ab 4 Jahre

»FR 3. AUGUST« 10 +15 Uhr Chapeuzinho Vermelho em portuges 19 Uhr
Erzähltheater Zula Lemes ab 4 Jahre Die Wolfsbraut Hommage an Rotkäppchen zum 1000. Geburtstag | Vortrag mit Museumsführung, Marianne Fritz Rotkäppchen Hans Krüger
ab 4 Jahre

Ein Besuch der benachbarten Museen …
... kann im Sommer nicht nur an Regentagen interessante Erlebnisse bescheren. Die Anna-SeghersGedenkstätte (Anna-Seghers-Str. 81) ist Di und Do 10-16 Uhr geöffnet. Wer an einem Besuch außerhalb der Öffnungszeiten interessiert ist, kann gern nachfragen (Tel.: 677 47 25). Das Heimatmuseum Treptow (Sterndamm 102) und Köpenick (Alter Markt 1) ist Di und Mi 10-16 Uhr, Do 10-18 Uhr und So 14-17 Uhr geöffnet. Das Kunstgewerbemuseum im Schloss Köpenick empfängt bis September Di-So von 10-18 Uhr Besucher.

21 Uhr »SA 4. AUGUST« 17 Uhr Rotkäppchen PTh Schlott, Meckl./Vorpommern »SO 5. AUGUST« 17 Uhr Rotkäppchen PTh Ernst-Heiter, Meckl./Vorpommern »MO 6. AUGUST« 17 Uhr Variationen über Rotkäppchen Improtheater
mit Rike Schubert, Berlin und Utz Pannike, Dresden

ab 4 Jahre

Eintritt frei ab 4 Jahre

»DI 7. AUGUST« 16 Uhr Ich will den Wolf spielen ... [TuKI-Veranstaltung]
Theaterkinder der Kita Wirbelwind spielen Rotkäppchen

geschl. Vorstellung

»MI 8. AUGUST« 10 +15 Uhr Rotkäppchen Puppentheater Felicio »FR 10. AUGUST« 18-22 Uhr Von Wölfen und anderen Wesen im Wald
Langer Märchenabend

ab 4 Jahre

ab 5 Jahre

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Nr. 219

Zum 85. Geburtstag des Adlershofer Ortschronisten
Da, wo man Geschichte hautnah spürt, ist Rudi Hinte zu Hause. Zu unserem Glück ist Rudi Hinte in Adlershof zu Hause. Denn durch sein Gespür, seine Neugier und seine unermüdliche, präzise Arbeit konnte die Adlershofer Ortsgeschichte erst jene Kontur bekommen, die sie heute – dank seiner historischen Forschungspassion – ihr Eigen nennen darf. Am 15. Juli 2012 feiert Rudi Hinte seinen 85. Geburtstag und wir freuen uns mit ihm. Bis zur Wende 1989 war er als technischer Direktor am Zentralinstitut für physikalische Chemie an der Akademie der Wissenschaften beschäftigt. Danach wurde die Geschichte seines Stadtteils immer mehr zu seiner ureigenen Sache. Seit Anfang der 90er Jahre ist Rudi Hinte darum bemüht, die Heimatgeschichte von Adlershof nicht nur dem heimischen, sondern darüber hinaus einem immer breiter werdenden Publikum nahe zu bringen. Hintes Vorträge und historische Rundgänge sind mittlerweile zu Geheimtipps geworden, weil sein reicher Wissensfundus zum einen allemal beeindruckt und den Horizont erheblich zu erweitern vermag. Darüber hinaus ist es aber natürlich auch die ganz besonders sympathische Art Hintes, die Episoden, Fakten, Daten, Geschichten an Kind, Frau, Mann zu bringen, um sie schlichtweg für Geschichte zu begeistern. Seine Chronik Adlershof, Band I und II haben eine ausgesprochen positive Resonanz gefunden und haben mit Fug und Recht den Status eines Standardwerkes. (Leider ist der 1. Band schon seit langem ausverkauft.) Im Heimatstübchen in der 2. Etage des Kulturzentrums Alte Schule empfängt er immer dienstags in der Zeit von 15 -18 Uhr oder nach Vereinbarung seine Besucher. Wie schön, dass er sich die Zeit dafür nimmt, dass er die Kraft dafür hat. Für Hintes hochgeschätzte historische Beiträge für die Adlershofer Zeitung, die seit 1994 exis-

Ganz oben auf der Autorenliste
Zum runden Geburtstag im Jahr 2007 hatten wir mal nachgezählt, wieviele Artikel von Rudi Hinte bis dahin in der „Adlershofer Zeitung“ erschienen sind – es waren genau 104. Auch wenn wir die Zählung nicht fortgesetzt haben, wissen wir doch, dass viele weitere interessante Beiträge hinzu gekommen sind – auf den Mittelseiten, die zumeist geschichtlichen Themen vorbehalten sind, und als „Historisches Kalenderblatt“ auch an anderer Stelle unserer Zeitung. Nach wie vor steht unser Ortschronist mit seinen Artikeln ganz oben auf der Liste unserer Geschichtsautoren. Dafür und für die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit seit der ersten Ausgabe ein herzliches Dankeschön. Alles Gute zum 85. vom Team der Adlershofer Zeitung. Lutz Ebner
Rudi Hinte

Foto: Ebner

Rudi Hinte am Stand zur Langen Nacht der Wissenschaften 2012. In der „Heimatstube“ (Dörpfeldstr. 56) ist er am 3. und 24.7. von 15-18 Uhr zum individuellen Gespräch anzutreffen. Andere Termine können mit ihm unter Tel./Fax: 677 04 11 oder Mail: R.hinte@web.de vereinbart werden

tiert, ist der Mittelteil reserviert. In der Aprilausgabe diesen Jahres konnte man sich zum Thema „100 Jahre Wissenschaftsstandort Adlershof“ über die 1912 an der Rudower Chaussee entstandene „Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt“ informieren. Im Grunde schafft Rudi Hinte mit seiner Arbeit ein Bewusstsein für das, was man ein historisches Gewissen nennt, das die Zusammenhänge der Geschichte erhellt und ebenso bis hin in die Geschicke von Gegenwart und Zukunft hineinspielen kann. Gelebte Zeit ist gelebte Kultur und lässt auf diese Weise die Einmaligkeit unseres Zuhauses spüren, die auch über den eigenen Tellerrand zu schauen in der Lage ist. Ein Stück weit hat Rudi Hinte diese Kultur befördert und ihre Seele ans Licht gebracht. Von Herzen unseren Dank dafür und von Herzen die besten Glückwünsche zum Geburtstag. Ihnen, lieber sehr verehrter Herr Hinte, eine schöne Feier im Kreise Ihrer Familie und viel Kraft für weitere interessante Projekte mit der gewohnt positiven Resonanz. Doris Thyrolph, Leiterin Fachbereich Kultur

Gratulation für einen Mann der Superlative
Der Adlershofer Bürgerverein Cöllnische Heide e.V. gratuliert dem ältesten Mitglied des „Adlershofer Festkomitees“, dessen Mitgründer er war, dem eifrigsten Autor der „Adlershofer Zeitung“, dem aktivsten Heimatforscher in unserem Ortsteil, dem erfolgreichsten sachkundigen Erklärer und historischen Spaziergänger bei Vorträgen und Führungen, der größten Instanz in Sachen Heimatgeschichte in unserem Kiez, kurz gesagt, wir gratulieren unserem Mitglied Rudi Hinte voller Hochachtung zu seinem 85. Geburtstag. Wir wünschen ihm vor allem viel Gesundheit. Dr. Hans Erxleben, Vorsitzender des Adlershofer Bürgervereins Cöllnische Heide e.V., im Namen des Vorstandes und sicher aller Mitglieder und wohl auch im Namen vieler seiner treuen Zuhörer(innen) und Leser(innen)

ADLERSHOF
Vom Colonistendorf Sueszen Grundt zum Zentrum für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien

Teil II ab 1920

MEDIEN-BÜRO Ebner

Viele Episoden und Details aus der Historie unseres Ortes sind in den Bänden I und II des „Adlershof“-Geschichtsbuches von Rudi Hinte nachzulesen. Band I ist leider ausverkauft. Teil II kann im „Boulevardbuch“ am Marktplatz und in der „Heimatstube“ in der Alten Schule, Dörpfeldstr. 56, sowie im Heimatmuseum, Sterndamm 102, für 13,90 € erworben werden.

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Juli 2012

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Plakatausstellung zu Freiheit und Zensur in DDR-Filmen
Die Galerie KUNST trifft POLITIK zeigt eine Plakatausstellung zu Film- und Zeitgeschichte der DDR mit dem Titel „Freiheit und Zensur: Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung oder Opposition“. Anhand ausgewählter DEFA-Filme werden deutsche Geschichte (1946-1990) und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Neben den Filminhalten wird die Zeitgeschichte betrachtet und ein politischer Kontext hergestellt. Für die unterhaltende Komponente wurde „FilmAtze“ geschaffen, für dessen Kommentare der Satiriker Peter Ensikat verantwortlich zeichnet. Er dient als Bindeglied zwischen Filmerzählung, Zeitgeschichte und persönlichem Erleben und transportiert die Befindlichkeiten der Menschen einer bestimmten Epoche. Auf diese Weise entstand eine Ausstellung, in der Filme den Ausgangspunkt bilden, um historische

In memoriam Fritz Kühn
Am 31. Juli gedenken wir des 45. Todestages des Kunstschmieds und Metallbildhauers Fritz Kühn. Der 1910 in Bohnsdorf Geborene gelernte Schmiedemeister eröffnete in den 30er Jahren in Bohnsdorf eine Atelier-Werkstatt, in der noch heute sein Sohn Achim künstlerisch tätig ist und das Werk seines Vaters weiterführt. Der auch international anerkannte Prof. Kühn war nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs am Wiederaufbau bedeutender Gebäude in Berlin beteiligt. So fertigte er Treppengeländer für das Zeughaus und die Staatsoper. Wir haben schon mehrfach dieses bedeutenden Metall-Künstlers gedacht, beispielsweise zu seinem 100. Geburtstag im April 2010, wo wir uns zum Tag der Befreiung auf einem Platz versammelten, der eine sehr direkte Beziehung zu ihm hat. Auf dem Platz der Befreiung gegenüber vom Bahnhof Adlershof stand ab 1945 ein von Fritz Kühn geschaffenes Denkmal für die Opfer des Faschismus, das Ende der 60er Jahre bei Nacht und Nebel auf Geheiß der SED entfernt wurde. Auf Bitten des Adlershofer Bürgervereins und mit Unterstützung des Bezirksamtes rekonstruierte Sohn Achim nach Originalplänen das Mahnmal, und es kam 2005 zur feierlichen Wiedereinweihung am alten Standort. Fritz Kühn hat also Spuren hinterlassen, die uns gern an ihn denken lassen. Insofern unterstützen wir auch Pläne für ein Projekt eines FritzKühn-Museums und sprechen uns gegen den Abriss der sogenannten Generalsvilla auf dem Gelände des künftigen Großflughafens BER aus, in der sich künstlerisch wertvolle Kunstschmiedearbeiten des mit höchsten nationalen und internationalen Anerkennungen bedachten parteilosen Fritz Kühn befinden, die mit gutem Recht zum nationalen Kulturerbe gehören. Hans Erxleben, Vorsitzender des Adlershofer Bürgervereins

Fakten und Hintergründe einmal anders zu vermitteln. Auf den 22 Plakaten werden DDR-Filme analysiert, an die sich viele noch erinnern, z.B. „Die Mörder sind unter uns“, „Spur der Steine“ und „Paul und Paula“. Die Ausstellung kann bis Anfang Oktober im SPD-Kreisbüro (Grünauer Straße 8 in Köpenick) Di 16-18, Mi-Fr 10-12 Uhr und nach tel. Absprache (65 49 62 04) besichtigt werden. G. Schmitz

BESSY II unterstützt Schatz-Rettung
Forscher vom Kulturhistorischen Museum in Oslo haben in enger Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) Holzgegenstände aus der Wikingerzeit an der Synchrotronquelle BESSY II in Adlershof untersucht. Die Holzgegenstände stammen aus einem 1904 aufgefundenen Wikingergrab am Oseberg in der Nähe des Oslo-Fjords. Der Oseberg-Fund gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse der Wikingerzeit und ist eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Norwegens. Allerdings droht nun der Zerfall, weil sich die Holzfasern der Objekte auflösen. Der Grund dafür ist die vor einhundert Jahren in Skandinavien weitverbreitete Konservierungstechnik, mit der Kunstgegenstände behandelt wurden. Nun versuchen Chemiker und Restauratoren des Projektes Saving Oseberg mit internationaler Unterstützung den Nationalschatz Norwegens zu retten. „Um den Verfallsprozess der Kulturschätze aufzuhalten, müssen wir sehr genau die chemischen Prozesse analysieren, die das Konservierungsmittel im Holz verursacht hat“, sagt Dr. Hartmut Kutzke, der als Chemiker am Kulturhistorischen Museum in Oslo, das Konservierungsprojekt leitet. Für ihre Untersuchungen nutzten die norwegischen Wissenschaftler die Infrarot-Beamline IRIS. Mithilfe spektroskopischer Methoden im Infrarot-Bereich konnten sie erkennen, welche Veränderungen das organische Material aufweist und wie die übereinanderliegenden Lackschichten zusammengesetzt sind, die im Laufe einer über hundertjährigen Konservierungsgeschichte aufgebracht wurden. „Die Methode arbeitet vollkommen zerstörungsfrei. Mit der brillanten Synchrotronstrahlung von BESSY II können wir kleinste Proben, die für das Auge kaum sichtbar sind, punktgenau untersuchen“, beschreibt Dr. Ulrich Schade vom Helmholtz-Zentrum Berlin die Vorteile der InfrarotMethode. u.a. von vier Zeremonialschlitten und einem -wagen, mit Alaunlösung konserviert. Das Alaun kristallisierte im Holz und stabilisierte dadurch die Holzstruktur. Nach der Behandlung wurden die Fragmente zusammengefügt und mit einer Lackschicht überzogen. In den letzten zwanzig Jahren bemerkte man, dass die Holzgegenstände des Wikingerfundes zunehmend brüchig wurden. Das Alaun hatte zur Zerstörung der Zellulose-Fasern geführt. Die Forscher untersuchten nun mit Hilfe der Infrarot-Messungen,

Bagels und Physik
Seit 2002 gibt es bei BESSY im Juli und August „Physik zum Frühstück“, eine leichtverdauliche Physikvorlesung für alle Interessierten. Bevor es an der Albert-Einstein-Str. 15 losgeht, können sich die Besucher(innen) an Bagels, Kaffee und Tee laben. So gestärkt beginnt dann der Ausflug in die Welt des Lichts. Bei BESSY dreht sich fast alles um Licht. Der Elektronenspeicherring ist eine der hellsten Lichtquellen der Welt und damit für Wissenschaftler aus aller Welt extrem attraktiv. Was sich Wissenschaftler unter Licht vorstellen, um so seine Eigenarten zu verstehen, machen Physiker anhand einfacher Experimente anschaulich. Das traditionelle Sommerfrühstück für Groß und Klein am 8.7., 22.7. und 5.8. beginnt jeweils um 11.30 Uhr. Anmeldung bitte spätestens eine Woche vor dem gewünschten Termin unter 8062-14920.

Foto: Museum of Cultural History, University of Oslo / Eirik Irgens Johnsen

Der Grabhügel auf der OsebergFarm am Oslofjord enthielt neben einem fast vollständig erhaltenen Wikingerschiff zahlreiche Kunstgegenstände. Der Fund aus dem 9. Jahrhundert zählt zu wichtigsten Zeugnissen der Wikingerzeit. Zum Zeitpunkt der Bergung waren die Gegenstände teilweise stark fragmentiert. Restauratoren hatten Anfang des 20. Jahrhunderts die einzelnen Holzstücke,

ob sich ein weiterer Holzbestandteil, das Lignin, verändert hat. Erste Ergebnisse bestätigen dies. Die Restauratoren wollen neue Konservierungsmaterialien für archäologisches Holz entwickeln, um den Wikingerschatz vom Oseberg nachhaltig zu konservieren. Diese neuartigen Materialien könnten dann weltweit für die Konservierung von Kulturschätzen aus Holz eingesetzt werden.

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Nr. 219

Veranstaltungen im „KIEZKLUB“
Für den „KIEZKLUB Alte Schule“ (Dörpfeldstr. 54; Öffnungszeiten: Mo -Fr 9 - 17 Uhr) teilten wir im Januar und April die regelmäßig wiederkehrenden Termine mit. Während der Mittwoch-Runde bei Kaffee und Kuchen, die bei schönem Wetter im schattigen Garten der Alten Schule stattfindet, kann man herrlich plaudern oder auch die Seele baumeln lassen. Neu im Angebot ist montags ab 17.30 Uhr in der Sporthalle Merlitzstr. 16 „Contra Dance“. Nähere Informationen sowie erwünschte Anmeldungen zu Veranstaltungen unter 90297-5767.

Mit dem Seniorenbus im Juli unterwegs
3.7. Mit „Moby Dick“ oder der „Havelqueen“ unternehmen wir eine zweistündige Schiffstour. Wir legen in Tegel ab und genießen die Idylle der Havelseen. (Fahrkosten: 15 € + Dampferfahrt: 11 €, Schwerbehinderte ab 70% und deren Begleitpersonen: 9,80 €) 10.7. Wir fahren zum Stolzenhagener See in die Nähe der Bernauer Heide und gönnen uns mit einem Spaziergang und einem Mittagessen im „Haus am Lottsche See“ einen schönen Tag. (Fahrkosten: 18 €) 17.7. Im Schlaubetal genießen wir bei einem Spaziergang am See die Tierund Pflanzenwelt. Für das leibliche Wohl kehren wir in ein Lokal Ihrer Wahl ein. (Fahrkosten: 24 €) 23.7. Marktbummel in Küstrin. (Fahrkosten: 24 €) 30.7. Brückenfahrt mit dem Dampfer. Abfahrt für die 1,5-stündige Wassertour durch die Innenstadt ist um 11.30 Uhr am „Haus der Kulturen der Welt“. Achtung: diese Dampfer sind nicht rollstuhlgerecht. (Fahrkosten: 15 €+ Dampferfahrt: 11 €, erm. 10 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr abgeholt, zu Polenfahrten zwischen 8 und 9.30 Uhr. Ihr VdK-Team!

Baubeginn für „Haus Müggelspree“
Unter der klangvollen Adresse Am Schlossberg 1 baut die St. Elisabeth Diakonie in Köpenick das „Haus Müggelspree“. Am 1.6. war Baubeginn. Im neuen Haus sollen innovative Ideen für das Wohnen im Alter umgesetzt werden. Dazu gehören z.B. kleine Hausgemeinschaften und die Einbindung in das soziale Geschehen im Kiez. Geplant ist ein dreigeschossiger, T-förmiger Bau. Sechs Hausgemeinschaften für pflegebedürftige Senioren sind im ersten und zweiten Stock angesiedelt. Im Obergeschoss befinden sich 22 barrierefreie Servicewohnungen (Betreutes Wohnen). Im Erdgeschoss ist eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen vorgesehen. Auch der Elisabeth Hospizdienst, eine Diakonie-Station, die Haltestelle Diakonie für Menschen mit Demenz und das Netzwerk Leben im Kiez werden hier Quartier beziehen. Um das Haus werden Grünanlagen mit Bauerngarten, Kinderspielplatz und einem „SeniorenTrainingsparcours“ angelegt. Diese Angebote stehen auch der Nachbarschaft zur Verfügung. Das „Haus Müggelspree“ will ein offenes Kiez-Haus sein. Den Bewohner(inne)n ermöglicht dieses Konzept die Teilnahme am Gemeinwesen. Die Grundsteinlegung findet am 23. Juli statt, für Herbst 2013 ist die Fertigstellung vorgesehen.

Theatergruppe „LebensArt“ im KIEZKLUB sucht Verstärkung
In der Theatergruppe „LebensArt“ im KIEZKLUB haben inzwischen sechs Frauen viel Spaß am Miteinander-ins-Spiel-kommen. Sie entfalten donnerstags von 16.30-18 Uhr ihre Fantasie beim Improvisieren, proben erste Rollen und beginnen mit der Erarbeitung eines eigenen Theaterstückes. Sie würden sich freuen, wenn noch ein paar mehr Spielund Theaterfreudige (Mann oder Frau, ü55) sich ihnen anschließen würden. Nur mal „reinschnuppern“ ist kostenlos. Anmeldung unter 90297-5767 erbeten.

Pflegen – das betrifft mich nicht ...“
Wir wissen alle, dass jederzeit etwas passieren kann. Doch denken wollen wir lieber nicht daran. Bis es ganz plötzlich Wirklichkeit wird: Ein Mitglied der Familie braucht längerfristig Hilfe oder Pflege – und wir stehen in der Verantwortung. In dieser Situation, auf die wir nicht vorbereitet sind, brauchen wir jemanden, mit dem wir reden und uns beraten können. Alle möglichen Hilfeangebote müssen in Erwägung gezogen werden, um die notwendigen Schritte zu planen. In Beratungsstellen erhalten wir Informationen über Pflegeanbieter und finanzielle Ansprüche – aber wer hilft bei der emotionalen und psychischen Bewältigung? • Welche Herausforderungen liegen in der Pflegesituation? • An welche Grenzen führt mich die Pflege? • Wie ändern sich Beziehungen? • Wer versteht mich? Oft kann der Austausch mit Menschen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden, helfen. Gesprächsgruppen bieten die Möglichkeit Erfahrungen weiter zu geben und von einander zu lernen. Wir erleben Ermutigung, Anerkennung und Zuspruch. Die Kontaktstelle PflegeEngagement Treptow-Köpenick begleitet die regelmäßigen Treffen der Angehörigen und bietet Information zu pflegerelevanten Themen. • jeden 1. u. 3. Dienstag um 9.30 Uhr, • jeden 2. u. 4. Donnerstag um 15.30 Uhr in der Friedenstraße 15 in Adlershof Interessenten melden sich bitte in der Kontaktstelle PflegeEngagement, Friedenstraße 15, 12489 Berlin, Tel. 226 848 02 d.goedicke@ajb-berlin.de www.eigeninitiative-berlin.de

Leben mit der Parkinson-Krankheit
In der Juni-Ausgabe der Adlershofer Zeitung wurde auf zahlreiche Kursangebote des Selbsthilfezentrums „Eigeninitiative“ hingewiesen. In diesem Zusammenhang sei noch auf eine andere Selbsthilfegruppe aufmerksam gemacht: Einmal im Monat treffen sich Menschen, die an Parkinson (fälschlich auch als Schüttellähmung bekannt) erkrankt sind. Diese bislang noch unheilbare chronische Krankheit stellt die Erkrankten – oft auch die Angehörigen und Pflegenden – vor vielfältige und meist nicht immer einfach zu lösende Probleme. Parkinsonerkrankte fühlen sich in ihrem Persönlichkeitswert beeinträchtigt und scheuen sich daher oftmals sich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Das ist grundfalsch. Man sollte sich mutig zu seiner Krankheit bekennen, sonst verliert man den gesellschaftlichen Kontakt und seine besten Freunde. Bei diesem Treffen der Selbsthilfegruppe ist es – neben dem Erfahrungsaustausch – das Ziel, nützliche Hinweise zur Bewältigung des Alltags und wie man mit der Erkrankung umgehen soll, zu vermitteln. Es wird über neueste Erkenntnisse aus der Forschung zur Krankheit und Therapie berichtet. Experten verschiedener Fachrichtungen erweitern das Wissen um diese Krankheit. Ein wichtiges Anliegen ist, sich gegenseitig zu unterstützen und zu ermutigen. Des weiteren werden z.B. gemeinsame Busfahrten durchgeführt. Als Mitglied der Deutschen Parkinsonvereinigung erhält man vierteljährlich eine kostenlose Fachzeitschrift. (Deutsche Parkinsonvereinigung e.V. Moselstraße 31, 41464 Neuss, Telefon: 02131-41016) Das Treffen findet einmal monatlich am 3. Montag um 14 Uhr bzw. am 3. Dienstag um 10 Uhr in der Begegnungsstätte „Villa offensiv“, Hasselwerder Straße 38/40 (Ecke Michael-BrücknerStraße) in Niederschöneweide statt. H. Wenzel

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STERN des Monats Juli
Ehrung für Elterninitiative im FamilienLaden Adlershof
Zum STERN des Monats Juli kürte das STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick – Ansprechpartner zu allen Fragen rund ums Engagement im Südosten Berlins – die Elterninitiative im FamilienLaden Adlershof mit Frau Holst, Frau Tesmann und Frau Röhr. Über die Probleme zum Fortbestehen der Einrichtung in der Radickestraße hatten wir informiert (AZ Nr. 209/210). Aktuell berichten die Geehrten: „Mit unseren eigenen Kindern und Enkeln haben wir die Kinder-, Eltern- und Familiengruppen des FamilienLadens mit Begeisterung besucht. Als dieser im letzten Jahr kurz vor dem finanziellen Aus stand, gründeten wir eine Elterninitiative, um die beliebten Angebote zu erhalten. Wir leiten seitdem einmal in der Woche die für Krabbelkinder offene Spielgruppe und den Eltern-Kind-Treff, zu dem alle Familien herzlich zum gemeinsamen Informations- und Erfahrungsaustausch eingeladen sind. Wir freuen uns, dass wir die Begegnung von Kindern, Eltern und Familien fördern können und bieten gern den Rahmen dafür an, indem wir uns um die Vor-/ Nachbereitung und Durchführung der Gruppenveranstaltungen kümmern. Neben Spiel, Spaß und lebhaftem Treiben bietet der FamilienLaden als Angebot der DASI-Kita Knirpsenland Informations- und Bildungsveranstaltungen zum Beispiel zur Geburtsvorbereitung, einen Trödelmarkt, eine Fachbibliothek und vieles mehr. Um die Familienfreundlichkeit zu fördern und ein übergreifendes soziales Netzwerk in Adlershof zu bilden, beteiligen wir uns mit großem Interesse an der Weiterentwicklung des FamilienLaden-Konzepts mit der DASI Berlin und freuen uns über jede Unterstützung von Freiwilligen zur Erweiterung und Verbesserung der Angebote. Unser Ehrenamt bedeutet uns mehr als gelebte Nachbarschaftshilfe. Es haben sich enge Freundschaften entwickelt und wir freuen uns, den Eltern und Kindern helfen zu können. Der FamilienLaden legt besonderen Wert auf die Ermutigung zur Eigeninitiative und Selbsthilfe, weil gestärkte Eltern auch starke und selbstbewusste Kinder haben.“ Kontakt FamilienLaden: Daniela Durben (Leiterin Kita Knirpsenland, Tel. 677 43 93 bzw. kita-radicke@dasi-berlin-ast.de)
(STERNENFISCHER ist eine Einrichtung zur Förderung von Engagement in Berlin Südost. Mehr auf www.sternenfischer.org. Kontakt: Anne Brüning, STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, Telefon 24 35 85 76 bzw. anne.bruening@sternenfischer.org)

Fotos: Ebner

Gute Herzen und offene Seelen
„Danke für die Hilfe, die ihr geleistet habt. Dank Euch kann ich wieder den Sportunterricht besuchen und kann genauso gesund sein wie alle Kinder. Ich danke Euch, dass Ihr so mitfühlend, freundlich und verständnisvoll seid und gute Herzen und offene Seelen habt.“ Sätze aus dem Brief von Ivan Nestorow aus Belarus an die Schüler der Anna-SeghersSchule. Sie haben mit dem Erlös aus ihrem Benefizlauf vom 17.4. (s. AZ Nr. 216 und 218) zur Mitfinanzierung einer erneuten Herzoperation des Zwölfjährigen beigetragen, der infolge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl mit mehreren Herzfehlern geboren wurde. Zur symbolischen Spendenübergabe hatten sich die Schüler am 30. Mai auf dem Schulhof versammelt. Mehr als 13.700 € hatte

der Lauf erbracht – die Hälfte wird für Schulprojekte eingesetzt. Die andere Hälfte teilen sich das Projekt „Fünfte Hand“, das die Spende für den laufenden Betrieb und für Veranstaltungen einsetzen will und der Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder. Mit der Übergabe der Schutzgöttinfigur Alesia, die für alles „zuständig“, ist dankte Rose Braun vom Förderkreis für das bemerkenswerte Engagement. Sie wünschte sich, dass die Schüler stets offene Sinne behalten für Menschen in Not. L. Ebner

Dienststellen des Gesundheitsamtes ziehen um
Die nachstehend aufgeführten Bereiche des Gesundheitsamtes ziehen am 9. Juli von der Freiheit 16 zum Standort Adlershof, 12489 Berlin, Hans-Schmidt-Straße. Kinder- und Jugendgesundheitsdienst neu: Hans-Schmidt-Straße 16, Erdgeschoss /1. Obergeschoss Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst neu: Hans-Schmidt-Straße 16, 2. Obergeschoss Die Erreichbarkeit ist während des Umzuges stark eingeschränkt, Krisenfälle wenden sich vom 6.-11. Juli bitte an die Institutsambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Vivantes Klinikum Friedrichshain, Tel. 13 02 38 11. Am 12. Juli zieht der Fachbereich Infektions-, Katastrophenschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz aus der Rinkartstraße 13 in die Hans-Schmidt-Straße 18, Erdgeschoss. Vom 11.-13. Juli findet keine Läusesprechstunde statt. Die telefonische Erreichbarkeit aller Bereiche ist auch nach dem Umzug unverändert. Ab 16. Juli gelten für alle Bereiche wieder die normalen Sprechzeiten.

Neue Kurse im FamilienLaden Adlershof
Vom 1. Juli bis 31. August macht der FamilienLaden Adlershof in der Radickestr. 19 eine Sommerpause. Die offenen Angebote, die Krabbelgruppe und der ElternKind-Treff finden in dieser Zeit nicht statt. Ab 1. September laufen die Angebote wie gewohnt weiter. Für die Krabbelgruppe wird noch eine „gute Seele“ gesucht, die Lust hat, eine offene Gruppe zu gestalten. Weitere Infos: Daniela Durben, Tel. 677 43 93 oder kita-radicke@dasi-berlin-ast.de. Die Hebamme Tabea Dietrich bietet im Sommer neue Geburtsund Rückbildungskurse im FamLa an. Der Rückbildungskurs findet vom 27. Juni bis 1. August immer mittwochs von 10-11.15 Uhr statt. Ein neuer Geburtsvorbereitungskurs beginnt am 11. Juli und läuft bis zum 8. August, jeweils mittwochs von 18-20 Uhr. Anmeldungen nimmt Tabea Dietrich entgegen: Tel. 53 47 660 oder hebamme@gmx.biz.

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Nr. 219

Sommerfest der Kleingartenanlage „Am Adlergestell“ in der „Blattlaus“
Zum Auftakt des Sommerfestes der Kleingartenanlage „Am Adlergestell“ am 14. Juli gibt es in der „Blattlaus“ zuerst von 14-17 Uhr traditionell ein fröhliches Kinderfest. Dabei können sich die Jüngsten auch über Tiere informieren oder mit zwei Pferden durch die Anlage kutschieren lassen. Für die Erwachsenen gibt es viele Überraschungen und Neuigkeiten rund um das Thema „Garten“. Neben einem DJ werden auch die „KGA All Stars“ bei Musik und Tanz ab 17 Uhr für beste Stimmung sorgen. Selbstverständlich kümmert sich das Team der „Blattlaus“ um das leibliche Wohl aller Gäste. Interessierte Besucher(innen) aus Adlershof und Umgebung sind wie immer herzlich willkommen.

In der zweiten Lebenshälfte wurde Adlershof zum Ruhepol
Hildegard Schulz feiert im Juli ihren 100. Geburtstag
Offenbar lebt es sich in Adlershof sehr gut, können wir doch im dritten Monat in Folge auch unserer Mitbürgerin Hildegard Schulz zur Vollendung ihres 100. Lebensjahres gratulieren. In Lichtenberg wurden in der Arbeiterfamilie Slunczik 1912 Tochter Hildegard und 1915 Sohn Bruno geboren. Der Vater kehrte nicht aus dem Krieg zurück. Als es eine weltliche Schule gab, besuchte Hildegard diese. Nach deren Abschluss erlernte sie den Beruf einer Textilverkäuferin. Wegen besserer Verdienstmöglichkeiten wurde sie 1930 Anlagenprüferin bei der AEG in Oberschöneweide. Aus dem Schwimmverein kannte sie Kurt Peters, den sie 1932 heiratete. Bald vervollständigte Tochter Evelin die Familie. Glücklich war die Familie als sie 1938 in Karlshorst eine eigene Wohnung bekam. Diese blieb zwar unzerstört, wurde aber 1945 beschlagnahmt. Mit wenigen Habseligkeiten landeten sie und ihre Tochter auf der Straße. Gemeinsam mit einer Freundin und deren beiden Kindern zog sie nicht wie befohlen nach Frankfurt/Oder, sondern zur Schwägerin nach Baumschulenweg. In einem Verschlag auf dem Boden fanden sie eine vorläufige Bleibe bis ihnen am Bahnhof Ostkreuz Stube und Küche zugewiesen wurden. Trotz Scheidung und damit verbundener Trennung von der Tochter, miserablen Wohnund Arbeitsbedingungen ließ sich Frau Hildegard nicht unterkriegen. Mit Bruno Schulz wagte sie 1952 einen Neuanfang, verbunden

Foto: Staneczek

Ein Dankeschön auch an alle anonymen „Saubermänner“
Mit Freude habe ich den Artikel „Sauber Sauber“ in der Juni-Ausgabe über den Waldputz in der Köllnischen Heide gelesen und auch die Berge von gesammeltem Unrat am 21. April gesehen. Ich möchte in dem Zusammenhang auch einmal auf die „Saubermänner“ – ungesehen – hinweisen, die täglich mit diesem Metier in unserem Wäldchen zugange sind. Als begeisterte Besucherin dieses unseres Kleinods bin ich täglich 2-3mal mit meinem Hund unterwegs und habe mir dabei sämtliche Buddellöcher von Vierbeinern (sofern nicht überdimensional groß) auf den Wegen und alle weggeworfenen Papiertaschentücher auf meine Fahne geschrieben; erstere mache ich per Fuß zu und letztere beseitige ich auf gleiche Weise unter Laub und Nadeln. So kenne ich auch einen kleinen Dackel aus Oberspree, dessen Herrchen und Frauchen nie ohne große Tüte durch den Wald gehen, worin sie unermüdlich diverse

]k]j P H N SK
Hinterlassenschaften menschlichen Ursprungs sammeln und zu Hause entsorgen. Leider gibt es die bekannten „schwarzen Schafe“ auch unter Hundehaltern. Diese lassen ihre Lieblinge hemmungslos Riesenlöcher an den Bänken graben, die dann noch verziert werden durch massenhafte Kippen und kleinere Löcher, gefüllt mit „Kümmerling“ und anderen leeren Fabrikaten dieser Art, die dann wieder von umweltbewussten Mitmenschen (s.o.) eingesammelt werden … Also, an dieser Stelle auch mal ein Dankeschön an alle anonymen Freunde und Dreckbeseitiger unserer Köllnischen Heide! Jutta Westphal

mit wechselnden Wohnsitzen und einem erholsamen Sommergrundstück. Als Büroangestellte bei der BEWAG trat sie 1961 in die AWG ein. 1965 erhielt das Ehepaar als Erstmieter die Wohnung in der Zinsgutstraße. Auch wenn ihr Gatte 1989 verstorben ist, lebt sie weiterhin gern in der 2. Etage, obwohl sie nach einem Klinikaufenthalt im Vorjahr die Wohnung nicht mehr verlassen kann. Tochter Evelin und deren Kinder sehen regelmäßig nach ihr, ein Pflegedienst kontrolliert ihr tägliches Medikamentenmenü. Besonders freut sie sich über Ruhezeiten auf dem schönen Balkon, der sogar verglast wurde. Inzwischen fühlt sie sich wieder recht gut, so dass sie überlegt, wieder selbst schmackhaftere Mittagessen zu bereiten. Nun blickt sie erwartungsvoll auf ihr Jubiläum und hofft, dass sie es wie geplant in Grünheide am Werlsee mit ihrer großen Familie (sie ist mehrfache Ururgroßmutter) begehen kann. Das wünschen wir ihr auch und darüber hinaus ein weiteres gutes Jahr möglichst ohne Beschwerden und mit viel Freude. Wolf Will

Auf Schusters Rappen durch Stadt und Land
„Das ist die Berliner Luft …“ ist die Tour mit der freien Wandergruppe „Der Wanderfreund“ am 7.7. überschrieben. Treff: 10 Uhr S-Bhf. Treptow (Parkseite, 11 km). „Schaustelle Sturm“ lautet der Titel der Wanderung am 10.7. Treff: 11 Uhr U-Bhf. Alt Tegel (C&A, 11 km). Eine „Tagesfahrt zum Schiffshebewerk“ ist am 20.7. geplant. Treff: 9.15 Uhr Bhf. Lichtenberg (Schalterhalle, 14 bzw. 8 km). „Wunderblutgeschichten“ ist man am 22.7. auf der Spur. Treff: 10 Uhr Rathaus Spandau (12 km). „Entlang der S 3“ geht es am 28.7. Treff: 9 Uhr Hauptbahnhof („Rolling Horse“, 12 km). Infos unter Tel. 656 07 34.

Sommerliches Geschehen in der Natur
Ein Mitarbeiter des Freilandlabors Britz kommt am 8. Juli nach Adlershof, um im Landschaftspark Flugfeld Johannisthal Vogelarten aufzusuchen, die im Berliner Stadtgebiet zu den ausgesprochenen Seltenheiten gehören (Treff: 8 Uhr, Tram-Endhaltestelle KarlZiegler-Straße). Am gleichen Tag geht man im Britzer Garten der Frage nach, warum im Sommer auf dem Lavendel viele Hummeln und auf den Sommerflieder überwiegend Schmetterlinge sitzen (Treff 14 Uhr, Freilandlabor). Zum Besuch des Britzer Gartens werden Kinder mit ihren Eltern im Juli mehrfach eingeladen. Am 4.7. sind die jungen Naturforscher Wassertieren (Treff: 17 Uhr, Modellboothafen) und am 18.7. Bodentieren (Treff: 17 Uhr, Freilandlabor) auf der Spur. Angebote zum Basteln auf der Wiese mit Papier gibt es am 11.7. und mit Naturmaterialien am 25.7. (Treff jeweils 17 Uhr, Freilandlabor). In einem Kreativ-Workshop am 15.7. ab 11 Uhr wird ihnen gezeigt, wie man mit Blütenblättern und verschiedenen Düften Seifen herstellen kann (Treff: Freilandlabor. Am 2.8. können Kinder zwischen 7 und 11 Jahren von 11 bis 16 Uhr an einem Ferienworkshop unter dem Motto „Abenteuer Feuerwerkstatt“ teilnehmen (Für die beiden letztgenannten Termine bitte unter Tel. 703 30 20 anmelden). Trockenmauern dienen im Garten als Gestaltungselement und Unterschlupf für Tiere. Was beim Bau zu beachten ist, erfährt man am 21.7. ab 14 Uhr entgeltfrei in der Ökolaube. Selten anzutreffende Gehölze wie Amber-, Mammut- und Tulpenbaum stehen am 22.7. im Mittelpunkt des Interesses bei einer Parkführung (Treff: 14 Uhr, Freilandlabor). Im Rahmen des Gesundheitsfestes im Britzer Garten am 29.7. ab 11 Uhr gibt es rund um das Freilandlabor ein Programm mit einer Kräuterführung und Angeboten für Kinder. Im Ausstellungspavillon ist weiterhin die Fotoschau „Moment mal – ein Vogel“ zu sehen. Öffnungszeiten sind Di-Fr von 12-17 Uhr, Sa 12-18 Uhr und So 10-17 Uhr. Weitere Informationen erhält man werktags von 9 bis 16 Uhr unter 703 30 20. W.W.

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Herzliche
Den beiden langjährigen Mitbürgerinnen, die im Vorjahr im Juli ihr 100. Lebensjahr vollendeten, können wir auch zum 101. Erdenjubiläum mit gleicher Herzlichkeit gratulieren und weiterhin viele freudenreiche Tage wünschen. Adda Mascherrek übermitteln wir am 22.7. Grüße ins Köpenicker Seniorenzentrum und Käthe Hering am 24.7. in ihr geliebtes Umfeld. Ebenso herzliche Glückwünsche erhält Hildegard Schulz, die am 24.7. seit 100 Jahren auf dieser Erde weilt (s. S. 12). Gleichermaßen herzlich gratulieren wir Regina und Peter Magarin sowie Renate und RolfPeter Ferchow zur Goldenen Hochzeit. Die beiden mit Adlershof eng verbundenen Ehepaare können am 28. Juli jeweils auf 50 gemeinsame Jahre zurückblicken. Wir wünschen ihnen weiterhin freudvolle gemeinsame Jahre. Zu ihrem 96. Wiegenfest erhält Anna Weisbrot am 31.7. herzliche Glückwünsche. Gratulationen zum 91. Geburtstag übermitteln wir am 1.7. Heinz Strey. In den

Glückwünsche
Kreis der 90jährigen treten am 9.7. Grete Kasche, am 16.7. Alfred Lies und am 29.7. Erika Schmidt. Allen Jubilaren auch künftig alles erdenklich Gute! Gratulationen zum 85. Erdenjubiläum erhalten am 6.7. Gerda Hemzal, am 8.7. Käte Lies, am 9.7. Martha Frank, am 10.7. Horst Stübler, am 12.7. Horst Nielitz, am 14.7. Margot Hoffmann, am 15.7. Rudi Hinte, am 18.7. Ursula Schmidt, am 19.7. Werner-Frank Lüder, am 25.7. Ernstgottfried Arndt, am 27.7. Johanna Thiel. Wir gratulieren von ganzem Herzen! Inzwischen auf acht Jahrzehnte können Helmut Daak (2.7.), Anni Haase (8.7.), Günter Friedrich (9.7.), Ingrid Höft und Dieter Ullrich (17.7.), Alex Nickel (19.7.), Helmut Jordan (26.7.) sowie Harald Zühlsdorf (27.7.) zurückblicken. Herzlichen Glückwunsch Ihnen allen! Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren im neuen Lebensjahr Gesundheit, Freude und Zufriedenheit.

Für das Mitgefühl und die erwiesene Anteilnahme anlässlich des Todes meines Mannes

Dr. Gerhard Glugla
* 21.4.1935 † 24.5.2012

bedankt sich aufrichtig Martha Glugla im Namen der gesamten Familie

Die herzlichsten Glückwünsche an

Unsere Rätselecke
Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Bei richtiger Lösung ergibt sich – fortlaufend gelesen – ein Ausspruch der WiderstandsRätselautor: Wolf Will kämpferin Sophie Scholl (1921-1943).

Regina und Peter Magarin
zu ihrem Goldenen Ehejubiläum. Viele schöne Jahre, Gesundheit, Freude und eine gemeinsame glückliche Zeit wünschen von ganzem Herzen Andreas und Manuela sowie alle Angehörigen Viele Eurer Gäste, Freunde und Nachbarn schließen sich den guten Wünschen an.

1 8 15 22 29

2 9 16 23 30

3 10 17 24 31

4 11 18 25 32

5 12 19 26 33

6 13 20 27 34

7 14 21 28 35

63. Deutsche Weinkönigin zu Gast in Treptow-Köpenick
Am 15. Juli ab 17 Uhr wird die amtierende deutsche Weinkönigin Annika Strebel im Bezirk zu Gast sein. Wie vor zwei Jahren wird Bezirksstadtrat Svend Simdorn die Weinkönigin empfangen, die mit Rallye-Legende Heidi Hetzer in einem besonders feinen Oldtimer-Cabriolet (Bj. 1921) standesgemäß vorfahren wird. Dieses Auto wurde fast nur für gekrönte Häupter gebaut. Der ursprüngliche Besitzer dieses Cabriolets war König Alfonso von Spanien. In den Köpenicker Seeterrassen wird es eine Weinverkostung geben. Wir wünschen der Weinkönigin einen wunderschönen, königlichen Aufenthalt in unserem Bezirk.

a) b) c) d) e) f)

27 10 30 4 24 14 Chormitglied 22 33 19 2 15 9 Kostbarkeit, Liebling 25 17 13 23 7 Kinderbett 1 21 18 34 28 Marderart 20 5 11 35 26 3 8 Zahnarzt ohne Hochschulausbildung 12 29 6 16 32 31 Dekor, Muster

Auflösung des Rätsels in der Juni-Ausgabe:
1) Kindertag; 2) Krisenvorsorge; 3) Kochmeisterschaft; 4) Schaufelbagger; 5) Lotosblume; 6) Fastenmonat; 7) Naturbühne; 8) Flugschrift; 9) Tankstelle; 10) Leinwand; 11) Kaschmir; 12) Unterschrift; 13) Gebrechlichkeit; 14) Sternstunde; 15) Kissenschlacht; 16) Restbestand; 17) Blechschaden; 18) Tortenheber; 19) Pfauenauge; 20) Meldepflicht; 21) Massenfertigung; 22) Zimtsterne; 23) Friesennerz. Der Ausspruch des chinesischen Philosophen Lao-tse lautet: Nichtstun ist besser als mit viel Mühe nichts schaffen.

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Nr. 219

Hauptstadt der Kinder lädt ein
Noch bis zum 5. August sind Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren eingeladen, sich in das große Stadtabenteuer zu stürzen und in FEZitty das Stadtleben selbst zu bestimmen. Die Hauptstadt der Kinder funktioniert „fast“ wie eine „richtige“ Stadt. Die Kinderregierung wird wöchentlich neu gewählt. Bürgermeister und Stadträte lenken die Geschicke der Stadt. Die jungen Stadtbürger bringen ihre Interessen in der Bürgerversammlung ein. In der FEZitty-Universität wird studiert oder doziert, bei der FEZitty-Bank werden Wuhlis eingezahlt oder abgehoben. Kinder gründen ein eigenes Unternehmen oder entwickeln FEZbook. Das FEZittyArbeitsamt vermittelt täglich 700 Jobs in 150 Berufen. FEZianer verdienen pro Stunde 5 Wuhlis, abzüglich 1 Wuhli Steuern. Mit den verdienten Wuhlis kann man sich einige Vergnügungen „leisten“ – ein Besuch im Theater, eine Fährüberfahrt, eine eigene Insel, ein Schmaus im Restaurant „Mampfhafen“ oder shoppen im stadteigenen Supermarkt. Höhepunkte im Juli sind die FEZitty-Kunstbiennale am 11.7., der FEZitty-Fashion-Day am 18.7. und das FEZitty-Pop-RockFestival am 26.7. News aus FEZitty werden täglich auf www. fezitty.de veröffentlicht. Geöffnet ist Di–Fr 11-18 Uhr, Sa 13-19 Uhr, So 12-18 Uhr.

Ferientreff am Campus Adlershof
Für Schüler(innen) in Begleitung von Familienmitgliedern Roboterkurse
2., 5., 6. oder 7. Juli, jeweils 14-18 Uhr (eintägig) Hier gibt es die Möglichkeit, aus Legosteinen einen kleinen Roboter zu bauen. Anschließend lösen wir mit dem Roboter einige Aufgaben. Für Schüler(innen) ab Klasse 5. Anmeldung per Email an die Kursleiterin Sonja Pleuger grobi29@gmx.de, Betreff: ROBOTER

Fotokurs
26. und 27. Juli, jeweils 10-15 Uhr (zweitägig) Unter fachkundiger Anleitung geht es auf Motivsuche durch Adlershof mit anschließender Bearbeitung ausgewählter Bilder am PC mit der Bildbearbeitungssoftware GIMP. Für Schüler(innen) ab Klasse 5. Anmeldung per Email an die Kursleiterin Jeanine Umlang, umlang@informatik.hu-berlin.de, Betreff: FERIENTREFF-Fotokurs Eintrittspreise: Stadtausweis: 3 €, Wochenticket 7 €, Dauerticket: 20 €, Gästekarte 1,50 €. Infos: 53 07 10 und www.fez-berlin.de.

3D-Bilder ganz einfach
18.-20. oder 24.-26. Juli, jeweils 10-16 Uhr (dreitägig) Hier habt Ihr die Möglichkeit zu lernen, wie man mit dem FreewareProgramm POV-Ray selber tolle Bilder in einem dreidimensionalen Raum programmieren kann, z.B. für Geburtstags- und Einladungskarten oder für den nächsten Schulvortrag. Dabei könnt Ihr euer räumliches Vorstellungsvermögen trainieren und mathematische Denkmuster kennenlernen. Für Schüler(innen) ab Klasse 9. Anmeldung per Email an die Kursleiterin Svenja Lemiss, lemisssv@student.hu-berlin.de, Betreff: POV-Ray

„Professor(inn)en“ gesucht
Die „FEZitty“-Kinderuniversität sucht „Professor(inn)en“ (und solche die es werden wollen), um mit Kindern den spannenden Fragen des Lebens nachzugehen. In einer ca. 45-minütigen interaktiven Vorlesung sollen die Kinder lernen und Spaß haben. Es gibt 3 Fakultäten: Unser Europa, Unsere Erde und Unsere Freizeit. Haben Sie Lust Ihr Hobby, Ihre Arbeit oder Interessen vorzustellen? Bis zum 2. August finden Vorlesungen von 11.30-16.30 Uhr statt. Sie können entscheiden, wann Sie Ihren Auftritt haben wollen. Anmeldungen: Antonella Viggiani, europa@fezberlin.de oder Beate Schneider, b.schneider@fez-berlin.de

Lötkurs
9. oder 10. Juli, jeweils 14-18 Uhr (eintägig) Hast du schon einmal einen Lötkolben in der Hand gehabt? Wolltest du schon immer ein tolles Berlin-Souvenir? Wir werden einen kleinen Fernsehturm-Bausatz löten. Wenn es dunkel ist, sendet er Lichtzeichen, im Hellen hören diese Signale automatisch auf. Für Schüler(innen) ab 10 Jahre. Anmeldung per Email an die Kursleiterin Sonja Pleuger, grobi29@gmx.de, Betreff: Löten

Alle Kurse finden im Institut für Informatik der HumboldtUniversität, Johann von Neumann-Haus, Rudower Chaussee 25, statt. Schüler(innen) unter 16 ohne Begleitung bringen bitte eine Einverständniserklärung der Eltern mit.

Vom 16. Triathlon, der keiner war
Wettkampf der Anna-Seghers-Schule musste auf zwei Disziplinen begrenzt werden
5. Juni, 7.15 Uhr Bammelecke Grünau: 10° Lufttemperatur, 16° Wassertemperatur. Kurzer Wassertest. Dann die Entscheidung: Kein Schwimmen für unsere Aktiven. Das war zwar letztlich nicht attraktiv, aber für die Gesundheit unserer jungen Menschen wohl das Beste. Also wurde kurzerhand aus dem Triein Duathlon. Mit veränderten Streckenlängen ging es fast pünktlich 9 Uhr mit der ersten Jungengruppe los. Radfahren als Einzelstart im Zehnsekundenrhythmus. Ein Massenstart war aufgrund der zu schmalen Wege aus Sicherheitsgründen nicht denkbar. Nur wenige wussten somit während und auch am Ende des Wettkampfs, wie es um die tatsächliche Platzierung bestellt war. Die Distanzen schwankten je nach Altersklasse und Geschlecht zwischen 6 und 8 km beim Radfahren und zwischen 2,2 und 3,3 km beim Laufen. Dann wurde nach

Zweite Runde für Videoclips Berufe
Vor gut einem halben Jahr haben sich fünf Berliner Jugendliche Kamera und Mikrofon geschnappt und auf der Straße sowie in Unternehmen Interviews zu naturwissenschaftlichen und technischen Berufen geführt. Mithilfe von METEUM ist eine informative DVD mit vier ca. zehnminütigen Videoclips zu den Ausbildungsberufen Mikrotechnologe, Feinwerkmechaniker(in), Pharmakant(in) und Mechatroniker(in) entstanden. Die Jugendlichen haben dabei nicht auf die Mitteilungen von Industrieverbänden und Unternehmen gesetzt, sondern ihre Informationen aus erster Hand von Azubis und Ausbildungsleitern erhalten. Schulen aus Treptow-Köpenick können die DVD kostenfrei erhalten. Die ersten Anfragen für die zweite Runde sind bereits eingetroffen. Die Videoclips können auch im Internet abgerufen werden. Infos unter Tel. 3117038-0 oder info@tjp-ev.de.

Foto: Holler

jeder der insgesamt drei Startergruppen gerechnet und – keiner erfuhr die Reihenfolge. Grund: Alle, die ihren Wettkampf absolviert hatten, wurden nach Hause geschickt, um sich nicht unnötig lange nach der Anstrengung dem kühlen Wetter auszusetzen. Das bedeutete auch, dass es die Urkunden und die Preise von SportRunner aus Schöneweide

sowie die von der Adlershofer Fahrradwelt gesponserten SiegerShirts erst mit den Zeugnissen gab. Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen unseres Wettkampfes beigetragen haben. Insbesondere an die Helfer aus dem 7. Jahrgang, an Frau Koch, Frau Giese und die Sportkollegen. Jörg Holler

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3. Bürgermeisterregatta am 11. August
Unter dem Motto „Politiker aufs Wasser!“ findet am 11. August ab 15 Uhr im Rahmen des Berliner Fahrtenseglertreffens die 3. Bürgermeisterregatta in Treptow-Köpenick statt. Bezirksbürgermeister Oliver Igel hat seine Amtskollegen Helmut Kleebank aus Spandau, Reinhard Naumann aus CharlottenburgWilmersdorf, Andreas Geisel aus Lichtenberg und den Stellvertretenden Bezirksbürgermeister Jens-Holger Kirchner aus Pankow für eine Teilnahme an diesem Wettbewerb gewinnen können. Start ist um 16 Uhr vor dem Clubgelände des SC Brise 1898 (Wendenschloßstraße 390). Die Dauer je Wettfahrt beträgt max. 45 min. Die ausrichtenden Segelvereine sind der SC Brise 1898 und der SC Fraternitas 1891. Die Mannschaften bestehen jeweils aus einer 2er Crew erfolgreicher Köpenicker Segler(innen) und 1-2 Gästen aus Politik und Wirtschaft. Der Kurs verläuft „UP AND DOWN“ zwischen der Fähre Grünau und dem Teltowkanal. Die Regatta kann vom BriseClubgelände verfolgt werden und wird kommentiert. Zusätzlich bietet das Seglerfest ein Rahmenprogramm mit Kinderfest sowie musikalische und kulinarische Annehmlichkeiten.

Klein Olympia im Boxen
Am 16. Juni fand die traditionelle Kleine Olympiade 2012 statt. Ausgerichtet vom SV Stahl Schöneweide e.V. traten diesmal 22 Kinder bis 15 Jahre statt im Boxen in sieben Disziplinen gegeneinander an. So mussten die 16 Jungen und 6 Mädchen nacheinander den Medizinball stoßen, einen Sandsack schlagen, Beuge-, Liegestütze an der Bank sowie Ruderstöße, Seilspringen und Crunch’s am Hocker teilweise gegen die Zeit absolvieren. Am Ende der Veranstaltung konnten neben den Medaillen und Preisen für alle Teilnehmer auch vier Pokale übergeben werden. SV Stahl Schöneweide bedankt sich bei allen freiwilligen Helfern für die Unterstützung rund um die Veranstaltung und besonders beim Bezirksamt.

Spannende Drachenbootwettkämpfe
„Are You Ready – Attention – Go“ hieß es am 13. Juni auf der Regattastrecke in Grünau für die 5. bis 13. Klassen der Schulen aus Berlin und dem Umland. Der Drachenboot-Jugend-Berlin e.V. hatte zu den 7. offenen Drachenboot Meisterschaften eingeladen. Erwartet wurden auch diesmal viele gut gelaunte Klassen zu einem aufregenden Sportspektakel. Wie in den letzten Jahren lieferten sich die Teams auf der Olympiaregattastrecke tolle und spannende Wettkämpfe. Zu einem Drachenbootteam gehörten mindestens 16 Paddler – darunter mindestens 8 Schülerinnen, die dem kraftvollen und dynamischen Schlag der Trommeln folgten und am Ufer der Dahme kräftig angefeuert wurden. Bei den Mini-Drachen siegte die Müggelschlößchen-Schule aus Treptow-Köpenick vor der AnneFrank Schule aus Mitte und der Schmöckwitzer Insel-Schule. Bei den Schüler- und Jugend-Drachen gingen die Siege nach Potsdam. Beim Großen Grand Prix Finale belegte noch einmal die Müggelschlößchen-Schule einen hervorragenden 3. Platz im Feld der Großen.

Schulturnier-Finale
Anlässlich der Fußball-Europameisterschaften fand am 12. Juni das Finale der Schulen im Fußball in unserem Bezirk statt. Europameister wurde in einem spannenden Endspiel Tschechien (BestSabel-GS – Mahlsdorf) gegen Deutschland (Melli-Beese-GS – Treptow) mit 1:0! Das Projekt „Integration durch Sport“ der Sportjugend Berlin, das Projekt „KICK – Sport gegen Jugenddelinquenz“ der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit, das Bezirksamt, die SG Treptow 93 und Partner veranstalteten das Turnier mit Berliner Grundschulteams (5./6. Klassen).

Adlershofer Zeitung
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medienbuero.ebner@t-online.de

Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58 Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Erscheinungsweise monatlich

Inh. Detlef Ritthaler • Dörpfeldstr. 13 • 12489 Berlin • Tel. 677 45 38

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Redaktionsschluss für die Ankündigung sportlicher Termine im August ist am 16. Juli

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Nr. 219

Attraktives neues Podium für die Bildungsarbeit
Als attraktives neues Podium für die Bildungsarbeit wurde am Tag des Kindes im Freilandlabor Kaniswall (FLK) das vom Rotary Club Berlin - Schloss Köpenick neu gestaltete Freiluftklassenzimmer eingeweiht und zugleich das Richtfest für das neue Dach des Haupthauses gefeiert. verdanken war. „Auch heute haben die Rotarier das Projekt mit den notwendigen finanziellen Mitteln, mit fachkundiger technischer Planung und Organisation sowie mit schweißtreibendem körperlichem Einsatz erfolgreich umgesetzt... Im Einzelnen freuen wir uns über die Erweiterung des Bühnenzugangs auf Breite des Podestes. Wichtig für uns war auch die Sanierung der Regenabwasserleitung, deren Einbau den Akademikern und Künstlern harte Buddelarbeit abverlangte. Darüber hinaus ziert den ehemals maroden Sockel nun eine neue Fassade, die der schmucken Optik des Amphitheaters entspricht. Und etwas ganz Besonderes ist ohne Zweifel die Installation eines Segels, das unsere Besucher vor zu viel Sonne und Regen schützen wird“. Oliver Igel beglückwünschte das FLK zu seinem schmucken Freiluftklassenzimmer, enthüllte das neue Straßenschild „Am Kaniswall 1“ und verkündete die neue Postadresse: 12559 Berlin. Frau Quercetti lobte den Einsatz der bisher an der Gebäudesanierung beteiligten Firmen und dankte dem Hauptsponsor, der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Zur Wiedereröffnung des Grünen Lernortes im Oktober wird dank der Initiative des Bezirksamtes auch die Elektrik im Hauptgebäude erneuert und die Sanierung der Schülertoiletten abgeschlossen sein. Dr. Peter Vollmann

Öffentliche Sprechstunden
Am 7.8. von 13-18 Uhr findet die nächste Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter Tel. 63 22 43 57). Bezirksbürgermeister Oliver Igel steht nach seinem Urlaub wieder am 25.7. von 15.30-17.30 Uhr und am 8.8. von 10-11 Uhr im Rathaus Köpenick zu individuellen Gesprächen bereit. Nähere Informationen oder ggf. einen zusätzlichen Termin bitte unter 90297-2300 erfragen! Die Sprechstunde der stellvertretenden Bürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Arbeit, Soziales und Gesundheit Ines Feierabend findet am 18.7. von 15-17 Uhr in der Hans-SchmidtStraße 18, Raum 212 statt, (Anmeldung unter 90297-6100 erbeten). W.S.

Foto: FLK

Bürgerforum in Adlershof mit Gregor Gysi
In Adlershof faszinierte Gregor Gysi am 5.6. wieder einmal seine Zuhörer bei einem Bürgerforum. Er berichtete vom Bundesparteitag der LINKEN in Göttingen und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass mit der neuen Führung der Partei unter Katja Kipping und Bernd Riexinger die unterschiedlichen Interessen zu einem gemeinsamen Handlungskonzept gebracht werden. Gregor Gysi erläuterte die Hintergründe, die zu soviel Unruhe in der Partei führten und damit auch dem Erscheinungsbild der LINKEN in der Öffentlichkeit abträglich sind. Er machte deutlich, dass das Zusammenwachsen der Partei mit soviel unterschiedlichen Biographien und Lebenserfahrungen immer sehr viel Konfliktstoff bietet. Es ist wichtig, führte Gysi aus, dass die Suche nach Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen mit dem erforderlichen Respekt voreinander erfolgt. Gregor Gysi stellte auf Fragen der Gäste nochmals den Entscheidungsprozess dar, wie es zum Flughafen Berlin Schönefeld kam. Er machte aus seiner Ablehnung keinen Hehl, vor allem prangerte
Foto: Schmidt-Bugiel

Herzlich begrüßten die Teilnehmer Bezirksbürgermeister und Schirmherren des Freilandlabors Kaniswall Oliver Igel und seinen Amtskollegen aus Charlottenburg-Wilmersdorf Reinhard Naumann, den Leiter des Schulamtes Treptow-Köpenick Dieter Usemann, die Präsidentin des Rotary Clubs Berlin - Schloss Köpenick Dr. Ute Böttger und den Leiter des Projektes Dr. Franz Lura sowie die verantwortliche Bauingenieurin vom QR-architekturdesign Barbara Quercetti. Gundula Orzechowski aus der Teamleitung des FLK würdigte das große Engagement des Rotary Clubs bei der Vollendung des Freiluftklassenzimmers, dessen Entstehung vor vier Jahren wesentlich den Clubmitgliedern zu

Volksbegehren zum Nachtflugverbot
Noch bis zum 28. September liegen die Unterschriftslisten zum Volksbegehren über die Durchsetzung des landesplanerischen Nachtflugverbots am Flughafen Berlin Brandenburg International (BER) in 39 Auslegungsstellen aus. Im Bezirk Treptow-Köpenick können interessierte Bürger(innen) im Bürgeramt I (Rathaus Köpenick) und im Bürgeramt II (Michael-Brückner-Straße 1) dem Volksbegehren zustimmen. Als erster Bürger TreptowKöpenicks nahm Bezirksbürgermeister Oliver Igel diese Möglichkeit wahr und stimmte mit seiner Unterschrift für das Volksbegehren. Die Unterschriftslisten liegen zu folgenden Öffnungszeiten aus: Mo 8-15 Uhr, Di+ Do 11-18 Uhr, Mi +Fr 8-13 Uhr.

er die Ignoranz der verantwortlichen Politiker beim Umgang mit den betroffenen Bürgern an. Er betonte, dass wirtschaftliche Interessen nicht die gesundheitlichen Erfordernisse überdecken dürfen. Auch das Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr ist nicht verhandelbar. Die voreilige Benennung eines neuen Eröffungstermins für den Flughafen hält Gregor Gysi für leichtfertig. Auf Nachfrage führte er aus, dass er davon überzeugt ist, dass der neu gewählte Parteivorstand in der Lage ist, die Schwerpunkte linker Politik wieder deutlicher herauszustellen. Auch in der Vergangenheit habe die LINKE die SPD dazu gezwungen, sich mit den Themen Mindestlohn, prekärer Beschäftigungsverhältnisse und mit der öffentlichen Daseinsfürsorge auseinanderzusetzen. Die LINKE sei die einzige Partei die einen strikten pazifistischen Kurs beibehalten und sich konsequent gegen die Dominanz der Kapitalmärkte zur Wehr gesetzt hat. Martin Schmidt-Bugiel

Einjährige Fachoberschule jetzt auch am OSZ Wirtschaft und Sozialversicherung
Am OSZ WI & SO in Oberschöneweide wird ab dem Schuljahr 2012/13 eine einjährige kaufmännische Fachoberschule eingerichtet. Damit wird eine Lücke im Bildungsangebot im Berliner Südosten geschlossen: Interessenten mit dem MSA bzw. Realschulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Berufsfeld Wirtschaft oder Verwaltung können in nur einem Jahr die Studienberechtigung an einer Fachhochschule erwerben. Erfolgreichen Absolventen empfehlen wir im direkten Anschluss die Fortsetzung der Schullaufbahn an der Berufsoberschule, wo man nach einem weiteren Schuljahr das Abitur erwerben kann. Unter www.osz-wiso.de finden Sie Anmeldeunterlagen und viele Informationen. Darüber hinaus können Sie sich individuell beraten lassen. Vereinbaren Sie am besten einen Beratungstermin unter Tel. 538958-28. Oberstufenzentrum Wirtschaft und Sozialversicherung, Helmholtzstr. 37, 12459 Berlin

Englisch für Flugbegleiter-Bewerbung
Wer sein Englisch für eine Bewerbung als Flugbegleiter(in) oder im Service- und Abfertigungsbereich verbessern will, erhält in einem zweiwöchigen Intensivkurs an der Volkshochschule Treptow-Köpenick eine gezielte Vorbereitung. Sie lernen neben spezifischem Fachvokabular spontan in Englisch zu reagieren, mit Beschwerden und in schwierigen Situationen höflich und professionell umzugehen, verbessern Ihre Kompetenzen im Hörverstehen und erhalten ein Aussprachetraining für Ansagen an Bord und auf dem Flughafen. Es gibt nur noch wenige Plätze – Online zu buchen unter Kursnummer TK-4108-F oder rufen Sie an und lassen Sie sich beraten. Volkshochschule Treptow-Köpenick, Baumschulenstr. 79-81, 12437 Berlin, Tel. 90297-4072, Anmeldung online: www.vhstk.de
        
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