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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2012, H.215/März

Monatszeitung

Nr. 215 März 2012

0,60 €

Foto: Ralf Drescher

Foto: Dr. Blum

❒ Kati Becker, die in Adlershof

❒ Der Tauchsportklub Adlershof und weitere Vereine

aufgewachsen ist, erhielt für ihren Mut den Preis für Zivilcourage
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wurden von Bundeskanzlerin Merkel am 7. Februar mit dem „Stern des Sports“ in Gold geehrt
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Foto: Andreas Engler

❒ Fragen Sie das Bezirksamt!

Am 12.4. ist Gelegenheit dazu in der „Alten Schule“
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❒ Historisches Kalenderblatt:

Der Löwenbrunnen auf dem Marktplatz Adlershof
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❒ Schlechter Film im

ehemaligen Kino „Capitol“: Fitness-Studio geschlossen
Seite 13

❒ Flugzeugmeisterei, Mechanische Feinweberei, Ort für den

❒ Druckdienstleister aus

Bau, die Reparatur und den Verkauf von Fahrzeugen – die Moissistraße 14-18 ist eine geschichtsträchtige Adresse
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Adlershof unterstützt Kinder- und Jugendarbeit
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Nr. 215

100 Tage im Amt – Pressegespräch des Bezirksbürgermeisters
Bezirksbürgermeister Oliver Igel lud am 3.2. zu einem Pressegespräch unter „100 Tage im Amt“ ein. Im Gegensatz zu seinen Namensvettern hielt er keinen Winterschlaf und konnte ein umfangreiches Arbeitspensum vorweisen, das fleißige Mitarbeiter zusammengezählt hatten: 175 Außen- und 163 Gesprächstermine im Rathaus, ca. 50 Grußworte, ungezählte Unterschriften unter Urkunden und Briefe. Optimistisch berichtete er von Fortschritten bei den Problemfällen Strandbad Müggelsee, Müggelturm und Rathaus Friedrichshagen. Auch wenn hinsichtlich der Flugroute über den Müggelsee alle Argumente ungehört verhallt sind, wird er darauf dringen, dass nach der Inbetriebnahme eine ständige Überprüfung der Situation erfolgt, die ggf. Veränderungen erfordert. Zur Haushaltsplanung fehlen dem Bezirk für die Beibehaltung derzeitiger Leistungen ca. 11 Mio. € für 2012 und ca. 14 Mio. € für 2013. Das Bezirksamt ist aber bemüht, alle Leistungen zu erhalten, ggf. nur einzuschränken. Daher wird derzeit überprüft, wie intensiv alle Dienstgebäude genutzt werden, um durch Ämterzusammenlegungen einige Standorte aufgeben zu können. Wie schon auf dem Neujahrsempfang informierte er über seine Vorstellungen einer „Bürgerstiftung“. Er ist bemüht, Stifter (Unternehmen, Vermögende) zu finden, die Kapital zur Verfügung stellen, aus deren Erträgen z.B. kulturelle Angebote gefördert bzw. erhalten werden können. Neu ist auch die vom Senat beschlossene Einrichtung von „Sozialräumlichen Planungskoordinatoren“. Sie sollen in den einzelnen Regionen (z.B. Ortsteilen) ermitteln, was dort notwendig ist und zur Lösung der Probleme „Vernetzungsarbeit“ leisten. Leider hat der Senat dafür aber weder Mittel noch Mitarbeiter bewilligt. Abschließend bestätigte der Bürgermeister die derzeitige Haushaltssperre, die nur Pflichtausgaben erlaubt und die Arbeit des Bezirksamtes vermutlich bis Juli stark erschwert. W.S.

Einladung an alle Adlershofer Mitbürger(innen)
Am 12. April 2012 ab 18.30 Uhr
stellt sich auf Initiative des Adlershofer Festkomitees

in der „Alten Schule“, Dörpfeldstr. 54,
das Bezirksamt Treptow-Köpenick vor und beantwortet Fragen aus den jeweiligen Fachbereichen Erwartet werden:

Bezirksbürgermeister Oliver Igel (zuständig für Personal,
Finanzen, Wirtschaft und Immobilienwirtschaft) und die Bezirksstadträte Ines Feierabend (Arbeit, Soziales und Gesundheit) Rainer Hölmer (Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt) Svend Simdorn (Bürgerdienste, Weiterbildung, Kultur, Ordnungsangelegenheiten, Schule und Sport) Moderation: Thomas Prinzler (Info-Radio)

Das Adlershofer Festkomitee informiert:

Fragen Sie das Bezirksamt!
Inzwischen steht fest, dass Mitglieder des neuen Bezirksamtes (Bürgermeister und Stadträte) am 12. April in Adlershof sein werden. Unser Festkomitee sammelt zur Vorbereitung der Veranstaltung Themenkomplexe, zu denen vom Bezirksamt Antworten erwartet werden. Alle Adlershofer sind aufgerufen, bis 20. März dem Komitee über die Adlershofer Zeitung oder die Alte Schule (KIEZKLUB, Bibliothek oder Galerie) ihre Probleme zu überTermin Ort
2.3., 17.00 Christus König Kirche 6.3., 17.00 Alte Schule

Infotage für Existenzgründer und junge Unternehmen
An jedem 2. Dienstag im Monat werden von 15-18 Uhr von der Wirtschaftsförderung TreptowKöpenick im Rathaus Köpenick, Raum 306, Kurzseminare für Existenzgründer und junge Unternehmen angeboten. Die nächsten Themen sind: 13.3.: Umsatz planen, Gewinn erwirtschaften, Steuern zahlen 10.4.: Existenzgründung und Unternehmensaufbau der kreativen und freien Berufe 8.5.: Zuschüsse und Kredite – Wege zu öffentlichen Fördermitteln 12.6.: Marketing für Existenzgründer Darüber hinaus werden für bestehende Unternehmen Infotage jeweils von 13-16 Uhr an gleicher Stelle angeboten. So geht es am 30.3. um Kundengewinnung mit Hilfe eines Qualitätsmanagementsystems und am 25.5. um die Vorbereitung auf das Zertifizierungsaudit eines Managementsystems. Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt! Voranmeldung dringend erbeten unter: Herr Steinhilb, Tel. 90297-2528; Fax: 90297-2525; Mail: joerg.steinhilb @ba-tk.berlin.de Infos: www.wirtschaftsfoerderungtreptow-koepenick.de

mitteln, auf die eingegangen werden sollte. Das Komitee kommt wieder am 27.3. um 19 Uhr in der Alten Schule (Dörpfeldstr. 54) zusammen. Gäste – besonders aber potentielle Mitstreiter – sind immer willkommen. Nachstehend folgen die bisher bekannten Veranstaltungstermine in Adlershof im März und April. Nähere Informationen finden Sie auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Veranstaltung
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag (Malaysia) Rudi Hinte: „Starke Frauen in Adlershof“ (zum Internationalen Frauentag) „Ortstermin Warnstädt in Adlershof“ – Lesung mit Berlins originellstem Richter Kirchenführung in Christus König

Öffentliche Bürgersprechstunde
Uwe Doering, MdA,
parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, und

Dr. Hans Erxleben
von der Linksfraktion in der BVV Treptow-Köpenick, Vorsitzender des Integrationsausschusses der BVV,

8.3., 19.30 Stefan-HeymBibliothek 7.3., 17.00 Christus König Kirche 10.3., „Schwedenkirche“ Einladung zum Familientag 11.3., 10.00 Verklärungskirche Gottesdienst mit dem Vokalensemble „VOKENS T“ 15.3., 19.30 Arndtstr. 12 „Auf den Spuren des Apostels Paulus“ (Türkeireise) 16.3., 20.00 Alte Schule Ausstellungs-Eröffnung: „Denklandschaften“ 24.3., 16.00 „Hofkirche“ Benefizkonzert (Werke von Schumann, Schubert, Prokofjew) 27.3., 18.00 Anna-SeghersDie Schriftstellerin Irina Liebmann Gedenkstätte liest Prosa 19.00 Alte Schule Sitzung des Adlershofer Festkomitees (öffentlich) 12.4., 18.30 Alte Schule „Fragen Sie das Bezirksamt!“ (Bürgermeister und Stadträte) 14.4., 10.00 Rud. Chaussee/ Führung: 100 Jahre Erich-Thilo-Str. Wissenschaftsstandort Adlershof

Bezirksverordnetenversammlung im Internet
Alle Sitzungstermine, alle Tagesordnungen einschließlich der einzelnen Drucksachen, alle Protokolle, die Ausschüsse, die Fraktionen und Gruppen, Kurzporträts der Bezirksverordneten und eine Stichwort-Suchmaschine finden sich im Internet unter www. berlin.de/ba-treptow-koepenick/ bvv-online und stehen damit der Öffentlichkeit zur kompletten Einsichtnahme zur Verfügung.

laden ein zu einer öffentlichen Bürgersprechstunde am

28. März um 18 Uhr
im Kulturzentrum Alte Schule Adlershof, Dörpfeldstraße 54, Kursraum 1. Etage

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Adlershofer Dissertationspreis 2011
Am 24. Januar fand im Erwin Schrödinger-Zentrum zum 10.Mal die Auszeichnung mit dem „Dissertationspreis Adlershof“ statt. Erneut wurde nach Kurzpräsentationen ihrer Arbeiten von drei Nominierten der Bereiche Mathematik, Psychologie und Physik durch Repräsentanten der den Preis stiftenden Institutionen Humboldt-Universität, Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Adlershof (IGAFA) und WISTA-MANAGEMENT GmbH der Preisträger gewählt. Die Nominierten haben an in Adlershof ansässigen Forschungseinrichtungen ihre Promotion mit „magna cum laude“ abgeschlossen, wurden 1980/81 geboren, kommen aus unterschiedlichen Gegenden Deutschlands und haben schon mehrere wissenschaftliche Auslandsaufenthalte hinter sich. Die jungen Doktoren präsentierten (in alphabetischer Reihenfolge) dem Auditorium ihre Forschungsergebnisse. Dr. Michael Högele arbeitete an statistischwahrscheinlichkeitstheoretischen Interpretationen von Klimareihen. Ausgangspunkt sind Gletscherbohrungen in Grönland, mit denen die letzte Vereisungsphase der

Einzigartige „HumboldtExkursionen“
Mit den „Humboldt-Exkursionen“ präsentiert die HU ein deutschlandweit einzigartiges Angebot: Sie bietet Interessierten die Möglichkeit, wissenschaftliche Studienreisen mit Lehrenden der Universität zu unternehmen. Die Reiseteilnehmer erhalten die Gelegenheit, mit renommierten Wissenschaftlern an die Orte ihrer aktuellen Forschungsprojekte zu reisen und dadurch einen detaillierten Einblick in deren Arbeit zu bekommen. In kleinen Gruppen lernen sie Kultur und Länder kennen, diskutieren mit einheimischen Wissenschaftlern und Experten und kommen in den Genuss eines anspruchsvollen Entspannungs- und Kulturprogramms. Die Reisehöhepunkte des Jahres sind Vietnam, Madrid und Ägypten. Humboldt-Exkursionen ist ein Angebot der Humboldt-Innovation GmbH. Weitere Informationen im Internet unter www.humboldtexkursionen.de

Foto: Staneczek

Dr. Michael Högele, Dr. Steffen Landgraf und Dr. Tobias Sontheimer

Eiszeit vor 90.000 bis 20.000 Jahren analysiert werden. Dr. Steffen Landgraf begründete eine Alternative zu den klassischen Kategorisierungsprinzipien in der Psychiatrie, speziell der Schizophrenie. Sie kann dazu beitragen, den Leidensdruck von Betroffenen und Angehörigen zu verringern. In der Arbeit von Dr. Tobias Sontheimer geht es um die Verbesserung der industriellen Herstellung von kristallinen Silizium-Dünnschichtsolarzellen, die eine kostengünstigere Verarbeitung ermöglichen

und neue Anwendungsfelder erschließen sollen. Das Foto der drei entstand nach ihren Präsentationen als sich die Jury zur Beratung zurückgezogen hatte und sie noch gespannt deren Ergebnis erwarteten. Die Jury stand vor einer schwierigen Wahl. Die Anerkennung des mit 3.000 € dotierten Preises fiel schließlich zugunsten von Dr. Michael Högele aus. Die beiden anderen wurden damit getröstet, dass schon die Nominierung eine hohe Auszeichnung sei. W.S.

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Nr. 215

Mehr als 42.000 Straßenbäume im Bezirk
Informationen aus der 4. und 5. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
Vor Eintritt in die Tagesordnung der 4. Sitzung am 26.1. erhielt Kati Becker aus Adlershof den Preis der BVV für Zivilcourage 2011 (s. Mitte). Anschließend rief BVV-Vorsteher Siegfried Stock zum gemeinsamen Gedenken des Holocaust am 27.1. auf. Danach gratulierte er Gernot Klemm zum Geburtstag an seiner ersten BVVSitzung als Stadtrat und teilte mit, dass sich inzwischen die 14 Ausschüsse konstituiert haben. bleme bei der Parkeisenbahn aktiv wird. - der „Existenzgründertag“ am 23.5. von 11-16 Uhr in den Spreehöfen stattfinden soll. Abschließend würdigte er einige Veranstaltungen im Bezirk und teilte erfreut mit, dass ein Internationales Volkstanzfestival vom 14.-16.9. in der Altstadt Köpenick stattfinden soll. Auf „Mündliche Anfragen“ von Bezirksverordneten war u.a. zu erfahren, dass - bei der Suche nach Standorten für Eheschließungen außerhalb der Rathäuser noch mehrere geprüft werden. - an der Kreuzung Radickestraße/Adlergestell keine veränderte Verkehrsführung geplant ist. - das Strandbad Müggelsee auch in diesem Jahr zu kostenfreiem Bade- und Freizeitvergnügen zur Verfügung stehen soll. - für die Errichtung von barrierefreien Übergängen auf Kopfsteinpflaster bereits 100.000 € eingesetzt wurden, man erhofft dafür nochmals 70.000 € zu erhalten. Der mehrheitlichen Zustimmung zur Berufung von Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses, der Wahl von Dr. Monika Brännström als Mitglied des Beirates in Sozialhilfeangelegenheiten und mehrerer Bürgerdeputierter folgten Nachfragen zu den schriftlichen Antworten auf die Großen Anfragen zum Straßenausbaubeitragsgesetz sowie zum S-BahnVerkehr im Bezirk. Zu ersterem wartet man im Bezirk darauf, in welcher Art und Weise die Abschaffung des Gesetzes umgesetzt werden wird, und beim zweiten kann der Bezirk nur über die zuständige Senatsabteilung versuchen, Verbesserungen zu erreichen. Nach einer Pause stand der Lokale Aktionsplan Schöneweide im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ auf der Tagesordnung, er wurde mehrheitlich (ohne die beiden NPD-Stimmen) angenommen. Eine längere Diskussion gab es auch um den Antrag der Fraktionen von SPD, CDU und Bündnis 90/Grüne zur Stasiüberprüfung der (vor 1971 geborenen) Bezirksverordneten und die Änderungsanträge der Fraktionen von DIE LINKE und der PIRATEN. Letztlich einigte man sich bei diversen Enthaltungen auf den Ursprungsantrag mit mehreren Änderungen. Während der NPD-Antrag „Ja zur Städtepartnerschaft mit Teheran! – ein Signal gegen Kriegshetze und Boykott“ nur Ablehnung erfuhr, erhielt die Missbilligung der Entscheidung über die Flugroutenführung des BER wie auch der Antrag zu einer Informationsveranstaltung bei auslaufenden Sozialwohnungen die Zustimmung aller Bezirksverordneten. Den „Mitteilungen des BVVVorstehers Nr. VII/03“ entnehmen wir u.a., dass - Sonderparkplätze für Ärzte in Praxisnähe gegen das Gleichheitsprinzip verstoßen würden, die StVO gewährt eine Parkprivilegierung nur für Schwerbehinderte. - Ende September zu den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule“ zwar aufgerufen wurde, aber eine statistische Erfassung der Teilnahme nicht erfolgen konnte. - an der Wahl zur Seniorenvertretung 785 Bürger(innen) von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben, das sind nur 1,11% der Wahlberechtigten. Die Mitglieder der neu gewählten Seniorenvertretung wurden am 2.12. 2011 durch Stadträtin Feierabend berufen und am 7.12. auf der Internetseite des Bezirksamtes veröffentlicht. - es am 30.11.2011 im Bezirk 42.030 Straßenbäume gab und in das vorhandene Baumkataster zudem Bäume in Parks und auf Grünflächen aufgenommen werden. - die Anna-Seghers-Schule einen Antrag gestellt hat, nicht mit dem jahrgangsstufenübergreifenden Unterricht (JüL) in der Schulanfangsphase beginnen zu müssen. - man davon ausgeht, dass sich im Bezirk die Zahl der Grundschüler von 9.402 (2011/12) auf 10.425 (2016/17) erhöhen wird. Im Zuge der Beratungen zum Bezirkshaushaltsplan für 2012 und 2013 trat die BVV am 14.2. zur 5. (außerordentlichen) Sitzung zusammen. Es galt, den am gleichen Tage vom Bezirksamt zugestimmten Entwurf in erster Lesung zur Kenntnis zu nehmen und in die Ausschüsse zur Beratung zu überweisen. Dafür wurde ein kurzfristiger Zeitplan festgelegt. In diesem Zusammenhang wurde die für den 1.3. geplante 6. Sitzung auf den 9. März verschoben, in der die abschließenden Haushaltsberatungen erfolgen sollen. Die nächste BVV-Sitzung (einschl. Bürgerfragestunde) nach der am 9.3. findet am 29.3. ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt. W.S.

Zeichnung: Architekt Neuhoff

In der anschließenden „Bürgerfragestunde“ galt es zwei Fragenkomplexe zu beantworten. Die Antworten zum Glienicker Weg finden Sie auf Seite 16. Seine regelmäßigen Ausführungen begann Bürgermeister Oliver Igel mit eingehenden Darlegungen zur Haushaltsplanung für 2012/13 und der Vielzahl damit verbundener Probleme. Zu seinen weiteren Ausführungen gehörte u.a., dass - die Tombola beim Neujahrsempfang 2.222,05 € erbrachte für die Begegnungsstätte Klub 103,5 in der Wendenschloßstraße. - für die Idee einer beim Empfang vorgeschlagenen Bürgerstiftung eine Gründungsgruppe gesucht wird. - die Bekanntgabe der Flugrouten vom neuen Flughafen Schönefeld für den Bezirk kein guter Tag war, bringen sie doch den Bürgern zusätzliche Belastungen. - der Bereich 3 des JobCenters (für Jugendliche) nun auch am Groß-Berliner Damm ist. - Bürgermeister a.D. Dr. Klaus Ulbricht ehrenamtlich in der Kommission zur Lösung der Pro-

Preis für Zivilcourage 2011
Eine Jury hat einstimmig Kati Becker (Jg. 79), die in Adlershof aufgewachsen ist, den Preis für Zivilcourage 2011 zuerkannt, der ihr vor der BVV-Sitzung am 27.1. überreicht wurde. Dazu sagte BVV-Vorsteher Siegfried Stock in seiner Laudatio u.a.: „Frau Becker engagierte sich schon in den 90er Jahren ehrenamtlich gegen den Rechtsextremismus in unserem Bezirk. Seit 2006 führt sie maßgeblich das Register zur Erfassung von rassistischen, antisemitischen, homophoben und rechtsextremen Vorfällen... Hervorzuheben ist die hohe Qualität der halbjährlich publizierten Auswertung und zu loben ist ebenfalls der Internetauftritt. Darüber hinaus ist sie sehr aktiv bei der Organisation von legalen Protesten gegen rechtsextremistische Aufmärsche. Sie organisiert Veranstaltungen, die sich kritisch mit dem Rechtsextremismus auseinandersetzen, und beteiligt sich an der Organisation und Durchführung des alljährlichen ’Festes für Demokratie‘ am Bahnhof Schöneweide... Frau Becker ist in ihrem Engagement beispielgebend für die Bewohnerinnen und Bewohner unseres Bezirks. Sie ist mit ihrem Mut und ihrer Ausdauer Vorbild für andere...“

PRIEPKE
030 / 670 20 20
Abschied mit Liebe . . .

BESTATTUNGSHAUS

Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

TAG & NACHT

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Frühling – Zeit der Aussaat
Am 20. März steht die Sonne im Zenit über dem Äquator und Tag und Nacht werden die gleiche Länge haben. Das ist der astronomische Frühlingsbeginn in unseren Breitengraden. Nach den kurzen und trüben Tagen des Jahresbeginns sehnen die meisten von uns den Frühling herbei. Zunehmendes Licht und die damit verbundene Wärme lassen die Natur wieder erwachen. In der Landwirtschaft beginnt die Bestellung der Nutzflächen, wovon schon das alte Volkslied erzählt: „Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt, er setzt seine Felder und Wiesen instand.“ Auch wenn heute PS-starke Maschinen die Arbeit der Pferde übernommen haben, gründet sich das Prinzip der Ernte, die ja eine Vervielfachung der Aussaat ist, auf die nachsintflutliche Zusage Gottes: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Welches Saatgut ein Bauer verwendet hängt nicht nur vom jeweiligen Ackerboden und vom Klima ab, sondern sicher auch vom erhofften Ernteertrag. So weit zu dem im Frühjahr beginnenden landwirtschaftlichen Jahreszeitenverlauf. Jesus Christus greift dieses Geschehen auf. Er vergleicht die unterschiedliche Wirkung, die das Wort Gottes auf Menschen haben kann mit Samen, der auf unterschiedlich beschaffenes Ackerland gestreut wird. „Frucht in Geduld“ etwa wächst bei denen, die das Wort hören und im Herzen behalten, sagt Jesus. Apostel Paulus verwendet den Saat-Ernte-Zyklus in bildhafter Form in mehreren Briefen. Früchte, das sind für ihn die guten Gaben, die Gottes Geist in einem Menschen entfalten kann. Er zählt im Brief an die Galater auf: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Keuschheit. Wenn wir als Christen uns diese Eigenschaften und Tugenden zu Eigen machen, tun wir dies nicht, um uns damit das Wohlgefallen Gottes zu sichern, sondern wir nehmen sie als Geschenke Gottes. Sie sind die Früchte unseres Glaubens. Wir ernten sie und säen sie gleichzeitig in unserer Umgebung neu aus. Weil wir wissen, dass uns auf diese Weise in den Menschen, die uns begegnen, Jesus Christus selbst nahe ist. So hat er es zugesagt: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Denen, die ihm auf diese Weise Gutes tun, verheißt er das Reich Gottes. So ist uns das Frühjahr auch Anlass darüber nachzudenken, was wir in unserem Alltag säen, denn, so schreibt Paulus, „was der Mensch sät, das wird er ernten“. Jürgen Jeßke Neuapostolische Kirche

Kirchliche Termine
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 10 Uhr zum Gottesdienst. Am 11.3. wird er mit dem Vokalensemble „VOKENS T“ gestaltet (s. S. 6) und am 18.3. ist der Familiengottesdienst dem Weltgebetsland Malaysia gewidmet. Mittwochs findet um 21 Uhr in der Kirche die „Komplet“ (kirchliches Nachtgebet) mit Pfarrer Jacobi statt. Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommt der Männerkreis am 6.3. um 18 Uhr, der Frauenkreis am 16.3 um 15 Uhr und der offene Gesprächskreis am 21.3. um 18.30 Uhr zum Thema „Waschen wir unsere Hände auch in Unschuld?“ zusammen. Am 15.3. um 19.30 Uhr wird zu einem Gemeindeabend unter „Auf den Spuren des Apostel Paulus durch die Türkei“ eingeladen. Zum Treffen des Hausgesprächskreises am 9.3. kann man sich bei Familie Prinzler (Tel.: 67 19 80 00) informieren. In der Christus-König-Kirche (Nipkowstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr zur Hl. Messe. Am 2.3. beginnt um 17 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag. Am Kindersonntag (18.3.) treffen sich die Kinder bereits um 10.30 Uhr im Pfarrheim und bleiben bis 15 Uhr beisammen. Zu einer Kirchenführung in Christus König mit Frau Dr. Götz wird am 7.3. ab 17 Uhr eingeladen. Die diesjährige ökumenische Bibelwoche vom 26.-29.3. findet jeweils ab 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim Nipkowstr. 15 statt (s. unten). Die Freie evangelische Gemeinde trifft sich sonntags um 10 Uhr zu ihren Gottesdiensten in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31). Am 10.3. sind Kinder und Jugendliche zu einem Baseball-Turnier eingeladen (bitte bei Pastor Graf anmelden). Um 19.30 wird das Theaterstück „Which way“ aufgeführt. Die Senioren treffen sich am 21.3. um 14.30 Uhr. Informationen zu Hauskreisen und Sonderveranstaltungen bei Pastor Graf (Büro im Nebenhaus), im Internet unter www.lebewertvoll.de oder Tel. 677 56 65.

Steht auf für Gerechtigkeit
Am 2. März feiern Menschen weltweit den Gottesdienst zum Weltgebetstag, für den Frauen aus Malaysia den Ablauf vorbereitet haben. In Adlershof wird der Gottesdienst um 17 Uhr in der Christus-König- Kirche (Nipkowstr.) begangen. „Steht auf für Gerechtigkeit“ rufen uns die Frauen aus dem südostasiatischen Land zu. Malaysierinnen unterschiedlicher christlicher Konfessionen ermutigen uns, gemeinsam mit ihnen für Gerechtigkeit einzutreten. Zusammen mit der Menschenrechtsorganisation Tenaganita (Frauenstärke) aus Malaysia beteiligen sich weltweit Menschen an einer Unterschriftenkampagne für die Rechte von Hausangestellten. Darin fordern sie die malaysische Regierung auf: „Erkennen Sie Hausangestellte als Arbeitnehmerinnen an! Beenden Sie damit die menschenunwürdigen Zustände für 300.000 Frauen und Mädchen in Malaysia.“ Der Weltgebetstag ist eine gute Gelegenheit, die Lebenssituation von Menschen, besonders von Frauen, in anderen Gegenden der Welt wahrzunehmen und für gerechte Verhältnisse einzutreten. Auch Sie sind herzlich eingeladen! Dorothea Quien

Ökumenische Bibelwoche
Erneut laden die christlichen Gemeinden Adlershofs zur ökumenischen Bibelwoche ein. Sie findet vom 26.-29. März jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrheim Nipkowstr. 15 statt. Unter dem Thema „Tränen und Brot“ werden Psalmen und Gebete aus der Bibel besprochen. Die einzelnen Abende haben folgende Themen: 26.3.: Grund zum Danken finden (Psalm 118) Pfarrer Dr. Punayar, katholische Gemeinde 27.3.: Zuwendung finden (Psalm 27) Frau Ditz, katholische Gemeinde 28.3.: Sehnsucht nach Leben (Psalm 42) Pastor Graf, freie evangelische Gemeinde 29.3.: Geheiligt werde dein Name (Psalm 145) Pfarrerin Quien, evangelische Gemeinde

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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Benefizkonzert in der „Hofkirche“
In einem Benefizkonzert für den Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder spielen Haruyo Yamazaki-Beer (Piano) und Claudio Corbach (Violoncello) am 24. März ab 16 Uhr in der Köpenicker Hofkirche (Bahnhofstr. 9) Stücke von Robert Schumann, Franz Schubert und Sergej Prokofjew. Der Eintritt ist frei, um Spenden zugunsten des Förderkreises wird gebeten. Gegenwärtig sucht der Förderkreis Unterstützer(innen) für eine erneute Herzoperation von Ivan Nesterov aus einem Dorf des Gebietes Mogilev in Belarus. Ivan wurde infolge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl mit mehreren Herzfehlern im Januar 2000 geboren. Noch im gleichen Jahr wurde ihm zur Lebenserhaltung eine künstliche Herzklappe eingesetzt. Diese Operation und einige Nachuntersuchungen wurden durch den Förderkreis finanziert. Seine Eltern waren und sind nicht in der Lage, die finanziellen Mittel für diese lebenswichtigen Operationen aufzubringen. Der Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder ist über die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Köpenick (Bahnhofstr. 9) bzw. www.belarusprojekt.org zu erreichen. Weitere Infos wie auch die Konto-Nr. für potentielle Unterstützer(innen) unter info@belarus-projekt.org (s. auch AZ Nr. 188, 200, 205). Diethelm Dahms

Moskau. Eine Reise in die Gegenwart
In der Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Str. 81) liest am 27. März ab 18 Uhr die Schriftstellerin Irina Liebmann unter „Moskau. Eine Reise in die Gegenwart“ neue Prosa. Für die Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben, um Spenden wie auch um Voranmeldung (Tel. 677 47 25) wird gebeten. Wer an einem Besuch der Gedenkstätte außerhalb der Öffnungszeiten (Di+Do 10-16 Uhr) interessiert ist, kann wegen einer entsprechenden Möglichkeit gern nachfragen. W.S.
Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an seiner

König, Diener und „ganze Kerle“ auf der Bühne des Stadttheaters
„Friedrich der II. der Große und der Müller von Sanssouci“ beweisen am 3. März im Stadttheater Cöpenick, dass Preußen auch Spaß machen kann. Ab 19 Uhr ist dieser anachronistische Widerstreit mit historischen Figuren und heutigen Themen in der Friedrichshagener Straße 9 zu erleben. Der Stein des Anstoßes ist die berühmte Mühle im Potsdamer Park Sanssouci: Friedrich will sie abreißen, der Müller Grävenitz droht mit dem Gericht, der König kuscht – alles von Historienschreibern ausgedacht, kein Wort wahr, aber fortan in jedem preußischen Schulbuch Beweis dafür, dass auch der König nicht immer kann, wie er will. Der Theaterleiter und Darsteller Friedrich II. ist am 25. März ab 11 Uhr an gleicher Stelle in der Sonntagsmatinee zu Gast bei Gregor Gysi. Goldonis Komödie „Diener zweier Herren“ steht am 9., 10. und 15.3. um 20 Uhr auf dem März-Spielplan. „Ganze Kerle“ erzählt die Geschichte der vier Kollegen Georg, Sigi, Enrico und Klaus, die für die Tochter ihres Chefs unbedingt das Geld für eine „Delfin-Therapie“ aufbringen wollen. Ein Zeitungsartikel über eine Pariser TravestieShow bringt die rettende Idee: Männer im Fummel und Pumps? Das können wir auch! Am 17., 22., 30. und 31.3. ab 19.30 Uhr ist dieser Kampf mit Frauenkleidern und zu hohen Absätzen zu erleben. Am 23.3. ab 20 Uhr und am 24.3. ab 16 Uhr sorgen „Loriots dramatische Werke“ wieder für Heiterkeit. Die besten Sketche des Altmeisters des deutschen Humors wurden zu einer Rahmenhandlung verbunden, in der es auf den Punkt gebracht wird: Männer und Frauen passen nicht zusammen ... Weitere Informationen unter www.stadttheatercoepenick.de. Um Vorbestellungen unter 65 01 62 34 oder 65 01 62 30 wird gebeten.

Blutspendeaktion
am 8. März von 11.30 - 16.30 Uhr im WISTA-Gebäude, Rudower Chaussee 17, zu beteiligen.
(Personalausweis und ggf. Blutspendepass nicht vergessen!)

Foto: Stadttheater Cöpenick

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

Musikalischer Gottesdienst mit Seltenheitswert
Das Vokalensemble „VOKENS T“ der Joseph-Schmidt-Musikschule gestaltet erneut in der diesjährigen Passionszeit am 11. März (Okuli) ab 10 Uhr den Gottesdienst der evangelischen Gemeinde Adlershof in der Verklärungskirche (Arndtstr.) mit. Es erklingen geistliche Kompositionen von John Dowland (1563-1626) und Johann Sebastian Bach (16851750). John Dowland, englischer Lautenist und Komponist zur Zeit Elisabeths I., ist vor allem für seine Lautenkompositionen und lautenbegleitenden weltlichen Songs bekannt. Seine geistlichen Kompositionen sind weniger oft zu hören, aber nicht minder schön. Man kann sich also auf einen musikalisch gestalteten Gottesdienst mit Seltenheitswert freuen. Darüber hinaus werden im 70. Todesjahr des Komponisten Hugo Diestler (1908-1942) auch zwei seiner Chorkompositionen erklingen. Dirk Klawuhn

Indischer Abend in der Kulturküche
Am 8. März verwöhnt das Trio Allegro in der Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestr. 33, nicht nur sein weibliches Publikum unter dem Motto „Wiener Walzer und andere musikalische Genüsse“. Ab 19 Uhr erklingt Wiener Musik von Dvorak, Strauß, Kreisler und Millöcker. Neben Wianer Liedern und der Filmmusik aus „Der dritte Mann“ würzen auch Witz und Ironie in Sprüchen und Episoden das Programm. Beim Konzert am 23.3. lädt die Formation „Back to India“ (Foto) zu einem indischen Abend ein. Traditionelle, folkloristische bis klassische Grooves auf der Tabla, tragende und originelle Gitarrenriffs, verzierte Melodien auf der Sitar, dem Banjo und der indischen Bambusflöte Bansuri setzen die Musiker mühelos in einen zeitgenössischen und globalen

musikalischen Bezug zueinander. Ein Basar und landestypische Snacks runden das Angebot ab. Eintritt: 7 €, erm. 6 €. Für die kleinen Zuschauer spielt das Figurentheater KOBALT Ber-

lin am 14.3. ab 10 Uhr „Der Hase Hopsi Topsi oder Auf kleine Hasen schießt man nicht“. Für alle Veranstaltungen wird um Voranmeldung gebeten. Infos: 90297-5570, www.kulturring.org

Foto: Kulturküche Bohnsdorf

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„Starke Frauen in der Adlershofer Geschichte“
Aus Anlass des Internationalen Frauentages lädt Ortschronist Rudi Hinte am 6.3. ab 17 Uhr in den Bürgersaal der Alten Schule (Dörpfeldstr. 54) zu einem Vortag mit Lichtbildern über „Starke Frauen in der Adlershofer Geschichte“ ein. Zudem ist er für Interessenten an der Heimatgeschichte am 6.3. ab 15 Uhr und am 20.3. von 15-18 Uhr in der „Heimatstube“ in der Alten Schule (Dörpfeldstr. 56) zum individuellen Gespräch anzutreffen. Andere Termine können mit ihm unter Tel./Fax: 677 04 11 oder Mail: R.hinte@web.de vereinbart werden. W.S.

Ausstellungen im Kulturzentrum
In der Galerie im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstr. 54/56) ist bis 3. März die erste Ausstellung im neuen Jahr unter dem Titel „*“ mit der Anmerkung „Sag dem Ziel, es soll sich bewegen“ zu sehen. Am 16.3. wird um 20 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Denklandschaften“ eingeladen. Sie beschäftigt sich mit den inneren Weiten eines Künstlers, der Entdeckung und Erfindung von Räumen – Denkräumen. Es sind die inneren Landschaften, die die Weiten, Erinnerungen und manche Sehnsüchte beschreiben. Die unterschiedlichen Techniken und Materialien der beteiligten 14 Berliner Künstler lassen eine Vielfalt zum Ausdruck bringen, die vermutlich neue Einblicke und Anregungen bringen. Geöffnet ist die Galerie Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr. Im „Bürgersaal“ ist noch bis 9. März Landschaftsmalerei vom Müggelsee unter dem Motto „Solange Ruhe über allem ist“ von Andreas Mücke zu sehen. Ab 15.3. folgen Fotografien von Gerta Stecher „Weiber für die Ewigkeit“, eine Ausstellung anlässlich des Internationalen Frauentages 2012 in Kooperation mit dem Kunstverleih Treptow-Köpenick. Sie kann zu den Essenszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel. 90297-5717) angeschaut werden. Im „KIEZKLUB“ folgen den Bildern des Köpenicker Hobbyfotografen Gottfried Schröter unter dem Motto „Menschen der Welt – Welt der Menschen“ ab 28. März unter dem Titel „Phantasie und Encaustik“ Werke, die Angehörige des Kurses Wachsmalerei unter der Leitung von Frau Weller entstehen ließen. Die Räume des Kiezklub sind in der Regel werktags von 9 bis 17 Uhr W.S. zugänglich.

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Ab 5. März
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Kindertheater, Filme, „ErLesenes“ und Musik im Ratz-Fatz
Das junge Publikum wird sonntags um 10 Uhr im Soziokulturellen Zentrum Ratz-Fatz (Schnellerstr. 81) zum Kindertheater eingeladen (4.3.: Schneewittchen; 11.3.: Es war einmal (aus 1001 Nacht); 18.3.: Wusel und das große Geheimnis; 25.3.: Der Wolf und die sieben jungen Geißlein). Im Rahmen der Freitag-Veranstaltungen (um 19 Uhr) steht am 2.3. der iranische Film am Beispiel des Regisseurs Majidi mit der Vorführung von „Die Farben des Paradieses“ im Programm. Am 9.3. kann man sich bereits ab 17 Uhr anlässlich des Frauentages bei Musik, Wein und einem kleinen Imbiss verwöhnen lassen. Am 16.3. dreht sich alles erstmals um den Kurzfilm. Am 23.3. steht „Die andalusische Hochzeit“ mit Bezügen zu „Ein gewisser Don Juan aus Sevilla“ und Flamenco-Tanz im Programm und am 30.3. wird zu einer politischen Kneip-Kur „Außer Tresen nichts gewesen“ mit Gerald Wolf eingeladen. In der Reihe „ErLesenes am Samstag“ (mit Frühstücksangebot) ab 10.30 Uhr würdigt am 10.3. Prof. Brigitte Sandig unter „Die Weimar-Fahrt Madame de Staëls und ihre Folgen“ die ungewöhnliche Lebensleistung der französischen Intellektuellen und Feministin. Am 17.3. liest Adam Bobrowski unter „Rückblick auf ein verspieltes Leben“ aus seinen autobiographischen Texten und am 24.3. der Moskauer Autor Wjatscheslaw Kuprijanow aus seinen Büchern „Verboten“ (Lyrik) und „Ihre tierische Majestät“ (Prosa). „Mächtig gewaltig, Egon“ tönt es am 31.3., wenn aus der Biographie von Ove Sprogøe – dem Mann, der Egon Olsen war, vorgetragen wird. Im Rahmen des Kulturcafés für Senioren (dienstags ab 14.30 Uhr) wird am 20.3. ein „Heiterer Streifzug von Busch bis Tucholsky“ angeboten. Infos und Kartenbestellung unter 67 77 50 25. W.W.

„Ortstermin“ in der StefanJunge Oper: „Katte – ein Prozess“ Heym-Bibliothek Mit der Musiktheaterproduktion
In der Stefan-Heym-Bibliothek (Dörpfeldstr. 56) wird am 8. März ab 19.30 Uhr zum „Ortstermin Warnstedt“ eingeladen. „Berlins originellster Richter“ Rüdiger Warnstedt berichtet über Justitia und andere vergnügliche Zusowie ärgerliche Missstände. Im neuen (dritten) Buch des Amtsrichters vom Kriminalgericht Moabit (inzwischen Richter im Ruhestand) unterzieht er Gegenwart und Geschichte, Politik und Kunst, Recht und Alltag einer anregenden Betrachtung. Karten für die Veranstaltung zu 6 € (erm. 5 €) bitte zuvor unter 90297-5731 bestellen! W.W. „Katte – ein Prozess“ der Jungen Oper Berlin reiht sich das Schlossplatztheater Köpenick, Alt-Köpenick 31-33, ein in die Schar der Gratulanten zum 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen. Diese Zellenoper zwischen Wachen und Träumen, Macht und Verzweiflung lässt das Publikum teilhaben an der Rebellion des jugendlichen Prinzen Friedrich (Foto) gegen seinen Vater, der zur Strafe nach misslungener Flucht dem Freund und Mitwisser Hans Hermann Katte vor den Augen des Sohnes den Kopf abschlagen lässt. Vorstellungsbeginn: freitags/samstags um 20 Uhr, sonntags um 18 Uhr. Am 11. März sind in der Konzertreihe Eisbrenner & Frauendorf mit dem Brecht-Programm „Und der Haifisch …“ ab 18 Uhr zu Gast. Der Songpoet Tino Eisbrenner mischt sich, musikalisch untermauert durch den Ausnahmeakkordeonisten Heiner Frauendorf,

Musik aus aller Welt in Köpenick
Die Konzert-Reihe „Musik aus aller Welt“ lädt seit 2009 stets am ersten Sonntag im Monat, 17 Uhr, in die Altstadt Köpenick ein. Die nächsten Konzerte: 4. März, freiheit fünfzehn: Ras Perez & THE REGGAE AMBASSADUB Ras Perez spielte in seiner Heimat Domenica, in den USA und in Paris bevor er in Berlin eine Band gründete. Sie spielt RootsReggae, der durch Bob Marley bekannt wurde. 1. April, Schloss Köpenick: TRIO ALWAN – Musik aus Ägypten Tickets kosten 12 €, erm. 10 € im Vorverkauf (Touristinformation am Schlossplatz, Tel. 655 75 50) und 15 €, erm. 12 € an der Abendkasse

erneut ein in die Diskussion über die Gültigkeit bestehender Gesellschaftsordnungen und Fragen nach einer Vision, immer mit dem Blick auf den Humanisten Bertolt Brecht. Infos unter 651 65 16 und www.schlossplatztheater.de

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Nr. 215

Die den Älteren noch bekannte Straßenfront-Ansicht aus den Tagen der Flugzeugmeisterei Adlershof
Illustrationen: Bezirks-Bauaktenarchiv; Prochnow; Andreas Engler

Eine geschichtsträchtige Adresse: Moissistraße 14-18
Gegenwärtig macht die Moissistraße zwischen Radickestraße und Büchnerweg einen richtig guten Eindruck. Die historischen Wohnhäuser fein saniert, daneben seit 1998 eine neue Wohnanlage und auch auf dem früher unansehnlichen Eckgrundstück des Stromversorgers ist alles vom Feinsten. Nichts deutet mehr darauf hin, dass das Grundstück Moissistraße 14-18 ein Beispiel geballter deutscher Geschichte ist. Im Weltkriegsjahr 1917 hatten die parzellierten Grundstücke zwischen Roon- und Moltkestraße (heute: Moissi- und AnnaSeghers-Str.) zwar ihre Eigentümer gefunden, zu einer Bebauung konnten sich aber nur wenige entschließen. So standen in der Roonstraße nur auf den diagonalen Eckgrundstücken die noch vorhandenen Gebäude. In dieser Situation requirierte die kaiserliche Militärverwaltung die neben dem Wohnhaus des bekannten Gastwirts Wöllstein befindlichen Grundstücke Roonstraße 6/7 durchgehend bis zur Moltkestraße 18 für eine Außenstelle ihrer „Flugzeugmeisterei Adlershof“. In kurzer Zeit entstanden an der Straßenfront als Anbau ein mit Mauerwerk ausgefachtes großes Fachwerkgebäude sowie in Überbauung des wohl seinerzeit bereits trockenen Vollkropfgrabens die Heizungsanlage und mehrere Schuppen. Hier entwickelten und erprobten bis Kriegsende spezielle Mitarbeiter der oft unterschätzten Flugzeugmeisterei Fotoapparate für Luftaufnahmen. Nach dem Kriegsende erwarb im Oktober 1920 die zur jüdischen Warenhausgruppe Tietz gehörende Chemikalien-Fabrik Salwo GmbH für ihre Mechanische Feinweberei Adlershof AG das vom Militär-Bauamt im Juni 1919 zurückgegebene Grundstück. Sie mussten feststellen, Appretur und Büros ein. Andere Fertigungsräume (wie auch Räume des Pförtners) befanden sich an der Moltkestraße. Die Baumwollartikel der Firma, die sich Anfang der 30er Jahre „MefaBleicherei, Färberei, Appretur und Textilhandel - AG“ nannte, waren sehr begehrt und auch im Flachbau an der Ecke Adlergestell/Radickestraße erhältlich. Der diese Firma bis zum 15.6.1938 ihren Sitz in der Baumschulenweger Bodelschwinghstraße räumen musste, störten auch die inzwischen desolaten Gebäude nicht. Firmenpartner Bauermeister kaufte das Grundstück Roonstr. 5 als Hofraum hinzu. Bisher als Produzent von schweren Motorrädern bekannt, bestimmte jetzt der Motorrad-Seitenwagenbau das Fertigungsprofil. Daneben produzierte die Firma in dem sanierten Fabrikgebäude 100 ccm und 125 ccm Leichtkraftkräder. Parallel dazu fertigte die einstige Motorradbaufirma „EBS“ E. Bauermeister & Co GmbH u.a. die Motoren für die Favorit-Motorräder. Neben den lt. Prospekt „richtigen Seitenwagen für jedermann“ produzierte Favorit auch verschiedene Pkw-Anhängertypen. Alle Produkte waren recht begehrt, da konkurrenzlos billig in der Anschaffung. Beispielsweise kostete der beste Seitenwagen „Sport 200“ sagenhafte 185 RM. In den Kriegsjahren dümpelte die Firma nur noch dahin, Aufträge konnten nicht mehr termingerecht erfüllt werden. Versandleiter Bodin schrieb im Oktober 1941: „Durch Personalknappheit geht bei uns alles drunter und drüber“. Obwohl kein Rüstungsbetrieb wurde auch diese kleine Firma von den Sowjets unter Sequestration gestellt und demontiert. Nach der Freigabe des Geländes richteten die Eigentümerfamilien in der wieder hergerichteten Werkstätte

dass das Militär seine Bauten frei von allen Vorschriften realisiert hatte, z.B. war das Grundstück an der Roonstraße mit 1.275 m2 fast vollständig überbaut. Daran störte sich aber in den Notzeiten niemand, zumal die Feinweberei als Produzent von „Bett- und Leibwäsche für die minderbemittelte Bevölkerung“ die Fabrikflächen gut nutzen konnte. Im Fabrikgebäude richtete sie Färberei,

sich verstärkende Antisemitismus der Nationalsozialisten zwang das jüdische Unternehmen nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten bereits 1935 zur Aufgabe (s. auch AZ Nr. 28). 90 Beschäftigte wurden arbeitslos. Erst am 16.5.1938 fand „Abwickler“ Theo Freimuth mit der Favorit Fahrzeugbau GmbH für das inzwischen geteilte Grundstück einen neuen Eigentümer. Da

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März 2012

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Für den VEB Auto Service Berlin, Betrieb 11, in der Moissistraße gab es nach der Wende keine Perspektive. So wurde die Autohaus Adlershof GmbH gegründet. Das Werkgelände bekam saniert und mit einem großen Ausstellungspavillon ein ganz neues Gesicht

unter der alten Bezeichnung eine Reparaturwerkstatt ein, bauten aber auch in jener schweren Zeit besonders benötigte Handkarren und Leiterwagen. 1948 beendeten die Besatzungsbehörden das Sequesterverfahren und befahlen auch hier die Überführung ins Volkseigentum. Da wurde 1951 nicht nur der Straßenname des preußischen Generalfeldmarschalls und Ministers Albrecht Graf von Roon (1803-1873) getilgt und die Straße am 31. Mai nach dem bekannten Schauspieler Alexander Moissi (1880-1935) benannt. Der Privatbetrieb (nun mit Hausnummer 14-18) wurde ins Volkseigentum überführt und erhielt den Namen VEB Autoreparaturwerkstatt Adlershof. Eine damalige Merkwürdigkeit hemmte die weitere Entwicklung. Während der Betrieb volkseigen war, verblieben Gebäude, Grund und Boden (durch Treuhänder Köhler verwaltet) bei den Erben der Gründerfamilien. Jede kleine von Inspektoren geforderte Baumaßnahme musste vom Treuhänder abgesegnet werden, da keine Wertvermischung geduldet wurde. So schaffte man es erst 1955, wenigstens einen offenen Fahrzeugschuppen zu bauen. Im gleichen Jahr wurden die Autoreparaturbetriebe im VEB Schnellreparaturen/Garagen/Tankstellen ver-

einigt, in dem der Betrieb als Betriebsstätte 13 firmierte. Trotz aller Probleme machte der Betrieb sich einen Namen mit Reparaturen aller seinerzeit gängigen Pkw-Typen, wie von noch vorhandenen Vorkriegsmodellen, aber auch EMW 340, IFA F8 und F 9. Nach 1956 kamen dann P 70, Trabant und Wartburg 311 hinzu. Es wurde immer mühevoller, in den baufälligen Werkstätten die stetig steigenden Planauflagen zu erfüllen. 1958 langte es wohl dem Betriebsleiter Lodal, er setzte sich mit Betriebsunterlagen gen Westen ab. Vielleicht war das der Anlass für die staatlichen Stellen im Dezember 1958 die Immobilie ab 1.1.1959 in Volkseigentum zu überführen. Sofort wurden die dringlichsten Probleme angegangen, ein Werkstattgebäude wurde wieder aufgebaut, die Niederdruckdampfheizung saniert, eine Waschhalle mit zwei Hebebühnen neu errichtet, die Angestellten erhielten endlich vernünftige Büroräume und sogar für Kunden gab es nun einen Raum. Unverständlich auch, dass der Betrieb erst jetzt einen Entwässerungsanschluss erhielt. Mit erhöhter Stimmung steigerten die Mitarbeiter den Fahrzeugdurchsatz, das Ergebnis stimmte jetzt. 1966 wurden im Kombinat Autotrans Berlin die Reparatur-

betriebe zentralisiert. Der Betrieb nannte sich nun VEB Auto Service Berlin, Betrieb 11. Bis 1969 nahm man auch BarkasFahrzeuge ins Programm, dann verstärkt die Skoda-Pkw. Erst zwanzig Jahre später kamen neben dem Skoda wieder Wartburg 353 und 1.3 hinzu. 60 Mitarbeiter, davon 35 Fahrzeugschlosser arbeiteten in zwei Schichten, lieferten unter der jahrzehntelangen bewährten Leitung von Reinhold Kistenmacher und Manfred Zimmer täglich mehr als 30 Fahrzeuge aus. Sogar eine eigene Betriebsfeuerwehr hatte man, ohne das der kleine Feuerwehranhänger zu einem Großeinsatz starten musste. Als 1989/90 das Volk das SEDRegime hinwegfegte und die Treuhand auch diesen Betrieb privatisiert „verwerten“ wollte, standen die Protagonisten der Firma plötzlich vor dem Problem: Wie soll es weitergehen? Allen voran fanden sich die Herren Engler, Bläsing und Schmeier, die ihren Kollegen den Arbeitsplatz erhalten wollten. Sie legten ihr Erspartes zusammen und gründeten die Autohaus Adlershof GmbH. In der Folge gaben sich die Vertreter aller großen Autokonzerne die Klinke in die Hand. Das Vertragshändler-Angebot von Opel hörte sich am besten an. Das Werk-

gelände bekam saniert und mit einem großen Ausstellungspavillon ein ganz neues Gesicht. Zudem erhielt die Firma auch ein Kaufangebot für die Immobilie von der Treuhand. 300.000 DM sollte sie kosten, aber woher nehmen? Die Modernisierung hatte schon genügend rote Zahlen in die Bilanz gebracht. Da musste der Mietvertrag reichen. Am 27.4.1991 eröffnete das Autohaus seinen neuen Opel-Auto-Frühling erfolgreich für die Adlershofer. Alles hätte nun schön sein können, aber bereits im folgenden Jahr forderte die Treuhand die Räumung des Geländes! Sie hatte trotz Mietvertrag hinter dem Rücken des Autohauses die Immobilie dem Wohnungsbauunternehmen Baywobau Berlin GmbH verkauft. Ein schwerer Schlag! Glücklicherweise konnte man sich mit dem damaligen Geschäftsführer Füssel der KROLLFahrzeugbau GmbH verständigen und nach einer Übergangslösung und massiver Unterstützung durch Bezirksbürgermeister Michael Brückner das Grundstück Otto-Franke-Straße 87 erwerben. Am 24.4.1996 eröffnete dort das neu errichtete OpelAutohaus mit dem Slogan „Wir wollen, dass Sie besser fahren!“. Und das war nicht nur so dahin gesagt! Helmut Prochnow

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Veranstaltungen im „KIEZKLUB“
Für den „KIEZKLUB Alte Schule“ (Dörpfeldstr. 54; Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr) teilten wir im Januar die regelmäßig wiederkehrenden Termine mit. Außerdem bietet das März-Programm: 7.3., 14.30 Uhr: Tanz mit Bernd Schwertfeger (Eintritt: 2,50 €) 14.3., 16.30 Uhr: Trommeln für die seelische Gesundheit 21.3., 14.30 Uhr: Tanz in den Frühling mit Kiry Janev (Eintritt: 2,50 €) 17.00 Uhr: Ernährungsumstellung (s. unten) 18.30 Uhr: Fastenbegleitung (s. unten) Weitere Auskünfte und Anmeldungen unter Tel. 90297-5767. W.W.

Mit dem Seniorenbus im März unterwegs
5.3. Wir besuchen das Kloster Neuzelle. Die Stiftskirche ist mit ihren Säulen und Deckenfresken ein kleines Brandenburger Wunder. Die Gartenanlage wurde im Barockstil neu gestaltet. (Fahrkosten: 24 €) 7.3. In Neu Hartmannsdorf befindet sich die „süßeste Kirche Deutschlands“. Der Altar und eine Innenwand wurden mit 1.000 kg Bienenwachs errichtet. (Fahrkosten: 19 €) 13.3. Im Friedrichstadtpalast tauchen wir ein in die strahlend schöne Welt von YMA. Mit über 100 Künstlern – Sänger, Tänzer, Musiker, Artisten – ist diese Show größer als jede Produktion in Las Vegas. Beginn: 18.30 Uhr. Verbindliche Platzbestellungen sind nur bei Vorkasse möglich. (Eintrittspreis: ab 18,90 €, Fahrkosten: 10 €) 19.3. Marktbummel in Küstrin. (Fahrkosten: 24 €) 26.3. Unsere Tour durch Teltow-Fläming beginnen wir in Rangsdorf. Zum Mittagessen sind wir in Mellensee, zum Kaffetrinken in Zossen. (Fahrkosten: 18 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr abgeholt, bei Polenfahrten zwischen 8 und 9.30 Uhr. Ihr VdK-Team!

Frühlings-Erwachen im KIEZKLUB
Frau und Herr Lenz sind bedrückt. Ihr Sohn Moritz, der seit Jahren übergewichtig ist, sitzt nur noch vor dem Rechner. Doch damit nicht genug, Frau Lenz leidet unter Rheuma und Herr Lenz hat einen zu hohen Cholesterinspiegel. Sie haben schon die Diät „Hungergurt“ probiert, aber die konnte so wenig helfen wie die Schlank-Mach-Pille von einem Internetanbieter. Da kommt Schulfreund Melchior zu Besuch und erzählt von dem Kurs „Fastenbegleitung/ Ernährungsumstellung“ im KIEZKLUB. Er weiß, hier werden Herr und Frau Lenz einiges erfahren zum Thema „Ernährung“ und was sie künftig dabei beachten müssen. Herr Lenz wird dem Thema Fette besondere Aufmerksamkeit schenken und Frau Lenz ist gespannt, was sie für ihre Beweglichkeit tun kann. Für Moritz wird Frau Lenz jetzt einen speziellen Ernährungsplan aufstellen und ihn mit Melchior zum Fußballtraining schicken. Zum Kurs nehmen sie auch Nachbarin Bergmann mit, die sich wegen ihrer kalten Füße dafür interessiert, welche Nahrungsmittel den Körper besonders wärmen. Wer sonst noch am Kurs teilnehmen möchte, der vom 21.3. bis 2.5. jeweils mittwochs von 17-18.30 Uhr im KIEZKLUB (Dörpfeldstr. 54) stattfindet, ist herzlich eingeladen. Um Voranmeldung unter 90297-5767 wird gebeten. Silke Schüler

Neuerscheinungen aus dem Bereich Soziales und Gesundheit
In bewährter Weise sind im Januar 2012 wieder mehrere Broschüren der Abteilung Arbeit, Soziales und Gesundheit als Neuauflage erschienen. Als nützliches Informationsmaterial für die Bürger(innen) im Bezirk TreptowKöpenick stehen zur Verfügung: - der Ratgeber für Soziales und Gesundheit 2012, - die Übersicht über wichtige medizinische Adressen im Bezirk - der aktuelle Demenzkalender für die Monate Januar bis April. Zu erhalten sind diese Broschüren in den Bürgerämtern, den KIEZKLUBs und im Dienstgebäude Hans-Schmidt-Straße 18. Unter 90297-6170 kann man sie auch telefonisch anfordern. Eine weitere interessante Dokumentation zum Gesundheitszielprozess im Bezirk ist ebenfalls im Januar erschienen. In dieser Broschüre wird dargestellt, wie in den letzten fünf Jahren das Gesundheitsziel „Gesund alt werden in Treptow-Köpenick“ entwickelt wurde. Mit Daten und Fakten sowie Ergebnissen aus der Praxis wird anschaulich dargestellt, wie sich unser Gesundheitszielprozess entwickelt hat und wie es in den nächsten fünf Jahren weiter gehen soll. Interessenten können auch diese Broschüre unter der angegebenen Telefonnummer anfordern. Ines Feierabend Bezirksstadträtin für Arbeit, Soziales und Gesundheit

Trommeln für die seelische Gesundheit
„Trommeln für die seelische Gesundheit“ – unter diesem Motto findet auch 2012 in Adlershof ein offener Drum Circle statt. Er ist für Menschen geeignet, die neue Kraft für den oft stressigen Alltag tanken und sich einfach wohl fühlen wollen. Das Angebot findet in Kooperation mit dem Selbsthilfezentrum Eigeninitiative und dem Kiezklub „Alte Schule“ in der Dörpfeldstr. 54 statt. Es ist kostenfrei, eine Spende für die Instrumente nehmen wir gern entgegen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Termin: 14.3. ab 16.30 Uhr. Anmeldung: Tel 631 09 85 oder eigeninitiative@ajb-berlin.de

Feldenkrais – Bewusstheit durch Bewegung
Auf dem Motto „Bewusstheit durch Bewegung“ baut diese Körperarbeit nach Moshe Feldenkrais auf. Nicht mit Leistungsdruck, sondern mit Neugier und wacher Wahrnehmung schulen wir das Körpergefühl und erschließen neue Spielräume. Der Kurs bietet nach einer Einführung ausgewählte Übungen an. Termin: Di 9.30-10.45 Uhr. SHZ Eigeninitiative, Genossenschaftsstraße 70. Anmeldung und Informationen: Tel. 631 09 85.

Kundalini Yoga – aktivierend und reinigend
Kundalini Yoga ist eine dynamische Yogaform, die alle ursprünglichen ganzheitlichen Aspekte des Yoga vereint. Körperübungen werden mit energetischen und geistigen Techniken kombiniert. Die einzelnen Übungsreihen wirken aktivierend und reinigend. Termine: Mo 10.45-12.15 Uhr, Do 19.30-21 Uhr; Informationen und Anmeldung: Tel. 508 38 06 oder 0178/7321387.

Broschüre „Diagnose Krebs“
Das Bezirksamt Spandau hat seine aktualisierte Broschüre mit allen wichtigen Adressen und Anlaufstellen für an Krebs Erkrankte herausgegeben. Auch für unseren Bezirk wird nicht nur auf die Beratungsstelle für Behinderte und krebskranke Menschen (Hans-Schmidt-Straße 18; Tel. 90297-4840) mit ihren Außenstellen im Rathaus Köpenick und im Bürgerhaus Altglienicke hingewiesen, sondern auch auf Selbsthilfegruppen und spezielle Sportangebote nach erfolgter Krebs-Therapie aufmerksam gemacht. Die Anschriften von onkologischen Schwerpunktpraxen und -kliniken, Tumor-, Kompetenzzentren und Hospizen im Berliner Stadtgebiet gehören ebenso zum Inhalt, wie Hinweise auf bundesweite Informationsdienste und zu Sozialleistungen. Herausgeber: Bezirksamt Spandau Abt. Soziales und Gesundheit Galenstr. 14, 13597 Berlin, Tel.: 90279-4034; Fax: -4075 Die Broschüre kann auch als PDF-Datei aus dem Internet heruntergeladen werden www.berlin. de/ba-spandau/buergerdienste/ publikation/index W.S.

Tai Ji und Qi Gong zur Harmonisierung
Qi Gong ist ein moderner chinesischer Begriff für eine Vielfalt von Traditionen des achtsamen und kunstvollen Umgangs mit Qi (gesprochen: schi), der Lebensenergie. Mit den Übungen des Tai Ji und Qi Gong werden Energieflüsse des Körpers harmonisiert, Bewegungen geübt und der Geist gefordert. Eine ganzheitliche Form der Körperarbeit. Termine: Fr 9-10.30 Uhr und 10.30-12 Uhr: Anmeldung: Tel. 0172/5173228.

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Fotoklub-Forum Berlin 2012 im Rathaus Köpenick
Am 7. März wird um 19 Uhr im Rathaus Köpenick das 18. FotoKlub-Forum-Berlin eröffnet. Bis 27. April präsentieren 19 Klubs eine Auswahl aktueller Arbeiten. Das vom Landesverband Berlin der Gesellschaft für Fotografie in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt organisierte Forum ist offen für alle Fotogruppen aus Berlin und Brandenburg. Insgesamt werden etwa 300 Werke von mehr als 150 Fotografen vorgestellt. Besonders die Eröffnungsveranstaltung und der Ausstellungsrundgang am 24.3. (ab 10 Uhr) bieten den Ausstellern und interessierten Besuchern beste Möglichkeiten zur Diskussion über die Fotos und zur Kontaktaufnahme. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 8-18 Uhr und So 9-18 Uhr. Informationen unter 90297-5720 oder 65 47 56 76.

„Kriegerin“ mit Diskussion
Gemeinsam mit dem Kino Union zeigt der Integrationsbeauftragte des Bezirksamts Sven Schmohl den Film „Kriegerin“ am 7. März, dem Vorabend zum Internationalen Frauentag. Regisseur David Wnendt (Gewinner des Förderpreises Deutscher Film): „Die Hauptfigur Marisa, die am Anfang eine knallharte Rassistin ist, die körperlich aggressiv durch die Welt rast, macht in dem Film eine Läuterung durch. Ihre seelische Reifung ist nur durch den Bruch mit ihrer bisherigen Weltsicht möglich. Die stumpfen Parolen und das rechte Menschenbild halten der Konfrontation mit der Realität nicht stand.“ Im Anschluss daran wird Bezirksbürgermeister Oliver Igel mit vielen Akteuren im Bezirk und darüber hinaus sowie mit den Besucher(inne)n die aktuellen Entwicklungen in Deutschland, in Treptow-Köpenick und in Schöneweide diskutieren und insbesondere über den Einfluss

Besseres Hören mit neuer Anlage
Das Büro des Bezirksbürgermeisters gibt bekannt, dass eine Tonübertragungsanlage angeschafft wurde, um Personen, die auf Grund einer Schwerhörigkeit Hörgeräte tragen, auch bei größeren Veranstaltungen ein besseres Hören zu ermöglichen. Zu Veranstaltungen des Bezirksbürgermeisters, der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen und der weiteren Beauftragten des Bezirksamtes sowie zu behindertenund sozialpolitischen Veranstaltungen kann die Anlage, die mit 10 Empfängergeräten ausgestattet ist, eingesetzt werden. Die Behindertenbeauftragte Gabriele Rühling koordiniert den Einsatz.

]k]j P H N SK
Uhr am Bahnhof
Viel Gutes ist mit Berechtigung in der „Adlershofer Zeitung“ über unseren neuen Bahnhof Adlershof geschrieben worden. Dennoch erlaube ich mir noch einen kleinen Hinweis, ggf. zur Weiterleitung an die Deutsche Bahn (DB), Bereich S-Bahn: Besteht evtl. noch die Möglichkeit, dass die DB beidseitig der Eingänge (Dörpfeldstraße und WISTA) jeweils eine große Bahnhofsuhr anbringt? So wie mir bekannt ist, war am alten Bahnhof in Richtung Dörpfeldstraße eine solche Uhr vorhanden. Andreas Schröter

von Frauen auf die rechtsextreme Szene, über Zeichen und Symbole und Ausstiegsmöglichkeiten sprechen. Die Filmvorführung (normaler Eintrittspreis) beginnt um 20 Uhr im Kino Union, Bölschestr. 69. Die Diskussion im Anschluss ist kostenfrei. Informationen unter 90297-2307 oder integration@ ba-tk.berlin.de

Selbsthilfegruppe Poliobetroffener
Wir sind eine Gruppe des Bundesverbandes Poliomyelitis e.V. – Interessengemeinschaft von Personen mit Kinderlähmungsfolgen – und führen themenbezogene Gespräche miteinander, hören Vorträge von Fachleuten und wollen als Betroffene Kontakte knüpfen. Unsere Gruppe ist auch offen für Personen mit anderen neuromuskulären Erkrankungen. Termin: 20.3., ab 14.30 Uhr. Information und Anmeldung: Christa Kollak, Tel. 54 98 59 69; chriskomv@gmx.de

„nüchtern betrachtet – bewusst erlebt“
Mit der Aktion „nüchtern betrachtet – bewusst erlebt“ sollen auch 2012 Menschen motiviert werden, einmal im Jahr für vier Wochen auf Alkohol zu verzichten. Der Suchthilfekoordinator des Bezirkes möchte Sie ermutigen, sich im März an der Aktion zu beteiligen und Verzicht zu üben. Verbringen Sie diesen Monat alkoholfrei und reden Sie darüber. Bewusster Verzicht kann Gefühle der Stärke und des Stolzes erzeugen. Wer sich temporär einschränkt bei scheinbar „normalen“ Gewohnheiten (wie etwa dem Feierabendbier oder dem Glas Wein beim Fernsehen) kann gewinnen – sowohl an Erfahrung, als auch an Gesundheit. Bei dieser Kampagne kommt es nicht darauf an, Abstinenz zu predigen, sondern für einen Monat bewusst auf alkoholische Genussmittel zu verzichten und damit ein Zeichen zu setzen – in der Familie, im Beruf und im Freundeskreis. Neben den gesundheitsförderlichen Effekten winken auch Preise und Gewinne im Gesamtwert von 3.000 €. Die Abschlussveranstaltung am 1. Juni ist für alle Teilnehmer(innen) offen und bietet neben der Preisvergabe auch kulturelle Höhepunkte. Nähere Informationen zum Aktionsmonat und den Teilnahmebedingungen erfahren Sie von Mario Nätke, Suchthilfekoordinator des Bezirkes Treptow-Köpenick (Tel.: 90297-6167) sowie unter www. nuechtern-betrachtet-berlin.de

Zusammenleben mit Demenz
Malen, Gestalten, Beschäftigen – ein Nachmittag zum Mitmachen unter dem Thema „Zusammenleben mit Demenz“ steht am 21.3. ab 14 Uhr im Pflegestützpunkt Treptow-Köpenick, Spreestraße 6, auf dem Programm. Um Voranmeldung unter 39 06 38 25 wird gebeten. Interessenten können gern einen individuellen Termin vereinbaren.

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Nr. 215

Das historische Kalenderblatt

Der Löwenbrunnen auf dem Marktplatz Adlershof
Wer den Mittelpunkt des Wohnortes Adlershof sucht, wird sich auf seinem Marktplatz wiederfinden. Bis 1890 lag hier eines der vier Doppelgrundstücke, die für Kolonistenfamilien in den Gründerjahren des Zinsgutes Adlershoff eingerichtet wurden. Das von einem Holzzaun umgebene Grundstück gehörte dem vielseitig tätigen Gastwirt Friedrich Leopold, der zweimal Vorsteher der Landgemeinde war. Er verpachtete das Gelände 1891 für moderate 50 Mark an die Gemeinde zur Einrichtung des inzwischen notwendig gewordenen Wochenmarktes. Der 1890 auf mehr als 3.000 Einwohner angewachsene Ort hatte nun einen eigenen Handelsplatz, aber auch ein „Zentrum der Kommunikation“, wo Nachrichten ausgetauscht und auch Tratsch und Klatsch gepflegt werden konnten. Der für Adlershof zuständige Bezirksausschuss in Potsdam, hatte am 19.3.1891 dem Antrag für einen Wochenmarkt am Mittwoch und Sonnabend von 6-13 Uhr (im Winter bis 12 Uhr) zugestimmt. Es durften frische Lebensmittel, Kleinvieh, landwirtschaftliche sowie Erzeugnisse des Garten- und Obstanbaus und Fische verkauft werden. „Geistige Getränke“ waren ausgenommen! Nach mehrjähriger Unterbrechung wegen erhöhter Pachtforderungen der Leopold’schen Erben ab 1900 dienten die Fußwege der Arndtstraße vor der Verklärungskirche als Ersatz. Als er 1907 zurückkehrte, erhielt er zu seiner Verschönerung eine Ligusterhecke. 1911 belegte ihn Steinsetzmeister Paul Arndt aus der KaiserWilhelm-(Nipkow-)Straße mit Mosaiksteinen. Die Marktleute mit ihren Handkarren und Pferdewagen blockierten manchmal den Straßenverkehr. Zudem musste man das für die Pferde und die Säuberung der Marktstände benötigte Wasser umständlich herbeischaffen. Deshalb beschloss 1911 die Gemeindevertretung einen Marktbrunnen zu errichten. Die notwendige Wasserleitung wurde gelegt (Adlershof hatte seit 1905 eine eigene Wasserversorgung), der Brunnen erbaut und über dem Wasserbecken stabile, gedrehte eiserne Auflagestangen für die Wassereimer angebracht. Nun fehlte noch die „Kunst am Bau“. Die Gemeindevertreter fanden passend zum Namen des Ortes ein Adlersymbol. Es sollte 150 Mark kosten. Aber man hatte immer „knappe Kassen“, wie man sie auch heute in den Kommunen kennt. Da fanden die Einkäufer einen Löwenkopf für nur 50 Mark schön und billig. Die Gemeindevertretung stimmte zu und so kam Adlershof zum „Löwenbrunnen“. Obwohl bereits Ende 1911 fertiggestellt, wurde er erst am 8. Januar 1912 ab- und in Betrieb genommen. Man muss nicht traurig sein, dass es kein Adler wurde. Auf einem Foto im Archiv sieht der Adler wie eine abgeschossene Flugente aus. Unser Brunnen hat die Zeiten überdauert, hat geschäftiges Markttreiben gesehen, Platzkonzerte, Kundgebungen, Säulen mit Hakenkreuzen, ausgestellte Trümmer abgeschossener englischer Bomber, das Dröhnen sowjetischer T 34-Panzer und Panjewagen, Gräber von gefallenen Soldaten der Roten Armee ertragen. Die Adlershofer wollten bald, dass der Brunnen nicht nur an Markttagen in Betrieb sein sollte. Zeitweise kam es auch dazu. Der Betrieb des Brunnens blieb problematisch. Viel mehr ärgert es jedoch, das er immer wieder verschmutzt und beschmiert wird. Wir sollten mehr auf das bescheidene Schmuckstück Acht geben, das vielen ans Herz gewachsen ist. Rudi Hinte

Foto: Ebner

Zum 100. Geburtstag des Marktbrunnens hatte der Adlershofer Bürgerverein gewettet, dass mindestens 100 Kerzen am 24. Januar den Jubilar erstrahlen lassen. Die Wette wurde gewonnen. Mehr als 350 Kerzen, Tee- und Windlichter rund um den Brunnen sorgten für eine besondere Atmosphäre. In die „Brunnenlieder“ des Seniorenchores stimmten viele der gut 200 Geburtstagsgäste aus Adlershof und anderen Ortsteilen ein. Dazu gab es historische Anmerkungen und persönliche Anekdoten zu 100 Jahren Löwenbrunnen. Die leuchtenden Kerzen, die fröhlichen Lieder und der Gratis-Glühwein vom „Blattlaus-Team“ ließen den Winterabend auf dem Marktplatz eher kuschelig als kalt erscheinen. L.E.

Foto: Archiv

Der Löwenbrunnen ohne Löwenkopf auf einem Foto aus den 30erJahren

Wanderfreunde
Ins „Obere Löcknitztal“ führt die Tour mit der freien Wandergruppe „Der Wanderfreund“ am 4.3. Treff: Ostbahnhof zur Abfahrt 9.29 Uhr mit RE 1 Richtung Frankfurt/Oder (12 km). Zur „Frauentagswanderung“ (auch für Männer) wird am 8.3. eingeladen. Treff: 11 Uhr S-Bhf. Köpenick (11 km). „Über Feld und Flur“ geht es am 22.3. Treff: 10 Uhr S-Bhf. Wartenberg (12 km). „Entlang der S3“ ist man am 25.3. unterwegs. Treff: 10 Uhr S-Bhf. Köpenick (10 km).

Entdeckungstour und Vogelkonzert im Britzer Garten
Zu einer Entdeckungstour durch den Britzer Garten wird am 4. März eingeladen, Schneeglöckchen und Haselnuss blühen, die Vögel fangen an zu singen (Treff: 11 Uhr, Parkeingang Sangerhauser Weg). Die ersten Brutvogelarten kehren zurück und die Wintergäste verlassen unsere Gegend in Richtung Norden. In der Feldflur um den „Dörferblick“ hofft man am 11.3. Feldlerchen, Bachstelzen und Goldammern beobachten zu können (Treff: 9.15 Uhr, U-Bhf. Rudow). Ein Spaziergang am 18.3. gilt den ersten Überlebenskünstlern in der Pflanzenwelt, die sich auch bei kühlen Temperaturen wieder zeigen und blühen (Treff: 14 Uhr, Freilandlabor). Am 25.3. wird zum Vogelkonzert in den Britzer Garten eingeladen. Die Rufe und Gesänge sind noch gut auseinander zu halten bevor die Singvögel aus dem Süden zurückkehren (Treff: 9 Uhr, Parkeingang Buckower Damm). Anschließend kann sich Groß und Klein am 25.3. zum Frühlingsbasteln aus Naturmaterialien einfinden. (Treff: 11 Uhr, Verwaltungsgebäude Sangerhauser Weg). In mehreren Veranstaltungen wird zu Informationen über den richtigen Ziergehölzschnitt eingeladen: 2./3.3. (VHS Neukölln, Anmeldung: 90239-2433), 17./18.3. (VHS Pankow, 90295-1700) sowie 23./24.3. (VHS Schöneberg, 90277-3000). Ab 1.3. wird im Ausstellungspavillon der „Frühling im Pflanzenreich“ gezeigt (Di-Fr 12-16 Uhr, Sa 11-16 Uhr, So 10-16 Uhr). Infos werktags 9 -16 Uhr unter 703 30 20. W.W.

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Herzliche
Zuerst übermitteln wir im März gleich zwei Adlershofer Ehepaaren eine herzliche Gratulation zum Fest der Goldenen Hochzeit. Am 24. März können nach 50 Ehejahren sowohl Rosemarie und Uwe Ahl als auch Hannelore und Werner Moschel dieses Fest begehen. Beide Paare erhalten auch von uns beste Wünsche für den weiteren gemeinsamen Lebensweg. Geburtstagsglückwünsche gehen zuerst an Else Semper, die am 21.3. ihr 93. Wiegenfest feiern kann. Beste Wünsche zum 92. Tag der Geburt übermitteln wir am 11.3. Hildegard Krüger und am 27.3. Margarete Ferchland. Gratulationen zum 91. Erdenjubiläum erhält am 5.3. Gertrud Grötzsch. In den Kreis der 90jährigen werden am 10.3. Margarete Milz und Hans Brehmer aufgenommen. Weiterhin alles erdenklich Gute!

Glückwünsche
Auf 85 ereignisreiche Jahre können am 4.3. Hildegard Stägemann, am 18.3. Waltraud Erbstößer, am 21.3. Walter Schröder, am 22.3. Margarete Löwe, am 26.3. Hans Ritter und am 31.3. Inge Epp zurückblicken. Herzlichen Glückwunsch! Ihr 80. Wiegenfest begehen Ingrid Almstedt (5.3.), Johannes Waury (7.3.), Heinz Wohlgemuth (11.3.), Werner Rasser und Bernhard Schröter (13.3.), Manfred Keil (14.3.), Gisela Schlicht (15.3.), Irmgard Böttcher und Kurt Hotescheck (21.3.), Dr. Manfred Hoffmeister (26.3.), Reinhold Przygodda (28.3.) sowie Helga Michel (30.3.). Wir gratulieren recht herzlich! Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren im neuen Lebensjahr Gesundheit, Frohsinn und Zufriedenheit.

Es ist so schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren. Es ist wohltuend, so viel Anteilnahme am Ableben meines Mannes

Lutz Neumann
* 7.5.1931 † 27.12.2011

zu erfahren. Dafür herzlichen Dank! Helga Neumann im Namen der Familie

Zur Erinnerung an Lutz Neumann
Am 27. Dezember verstarb Lutz Neumann, ein guter Freund und treuer Weggefährte. Nun ruht er auf unserem Waldfriedhof, wohin er mich oft bei Führungen begleitet hat. Es ist mir schwergefallen Abschied zu nehmen: er wird mir sehr fehlen. Uns verbanden gleiche Überzeugungen von einer friedlichen und sozialen Welt, für die sich Lutz leidenschaftlich einsetzte. Die Verbundenheit mit unserem Heimatort Adlershof führte uns in dem Bemühen zusammen, die Erinnerungen an die Geschichte des Ortes zu bewahren. Er war mir ein verlässlicher und kritischer Begleiter sowie Akteur der heimatgeschichtlichen Arbeit seit 1992. Die zusammen verlebten frohen Stunden, anregende Gespräche, gemeinsame Erlebnisse auf Reisen und auf den von seiner Frau Helga so umsichtig für die Volkssolidarität organisierten Fahrten werden uns unvergessen bleiben. Ortschronist Rudi Hinte mit Renate Laufkötter

Schlechter Film im ehemaligen Kino „Capitol“
Mitte Januar gab es große Aufregung vor der Tür des Sport- und Reha-Centers in der Dörfeldstraße 27-29, ehemals Capitol-Fitness – mehrere Tage hing dort ein Schild „Heute geschlossen“. Die Tür ging nicht wieder auf. Betreiber Erwin Frede hatte auf einen Schlag alle seine drei Studios in Berlin über Nacht geschlossen. Niemand ging mehr ans Telefon, Beschwerdeschreiben von empörten Nutzern konnten nicht zugestellt werden, kamen als unzustellbar zurück, Frede war abgetaucht. Viele Mitglieder des FitnessStudios hatten noch am Jahresanfang neue Mitgliedsbeiträge (mit Sonderrabatten geködert) gezahlt, manche für ein ganzes Jahr im Voraus. Jetzt wissen viele nicht, wie sie an das verauslagte Geld kommen sollen. Die Nutzer fühlen sich betrogen. Bei Facebook und Quipe gibt es einen regen Meinungsaustausch der Geschädigten. Immerhin hatte der Fitness-Klub fast 1.000 Mitglieder. Die Chancen, an das bereits gezahlte Geld zu kommen, sind nicht sonderlich hoch, denn zuerst müsste Frede die von ihm längere Zeit schon nicht gezahlten Steuern, Sozialabgaben und ausstehenden Gehälter für seine ehemaligen Mitarbeiter zahlen, ehe die Betroffenen ihre Forderungen geltend machen können, dann vielleicht auch als Sammelklagen. Warnsignale gab es schon in den

Unsere Rätselecke
Es ist jeweils ein fünfbuchstabiges Wort als „Brücke“ zwischen den beiden außen stehenden Wörtern zu finden. So sollen sich zwei neue Begriffe ergeben, wobei das Brückenwort zu beiden Wörtern passen muss. Die zweiten Buchstaben ergeben als Lösungswort einen Streifzug, für den es in Adlershof zahlreiche mögliche Stationen gibt.
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Foto: Ebner

Eltern Ferien Wein Feuer Unfall Spiel Blüten Auto Nacht Blumen Schmiede Alkohol Zirkus

Posten Paradies Heiler Sucht Lamm Werk Erbse Norm Schule Schaltung Klang Stand Gesicht
Rätselautor: Wolf Will

Monaten zuvor. Die Sauberkeit ließ schon länger sehr zu wünschen übrig; das war wohl typisch für alle Sport-Center des Herrn Frede, der für Kritik nie erreichbar war. Wer in ein anderes Studio wechselt sollte besser gleich auf monatliche Abbuchungen achten, das raten auch die Verbraucherzentralen. Auf keinen Fall sollte man über mehrere Jahre im Voraus bezahlen. Noch gibt es kein Insolvenzverfahren, etliche juristische Fragen sind offen. Ebenso wie die Frage, ob sich ein neuer Betreiber findet, der die alten Verträge möglicherweise übernimmt, wie das im ehemaligen FredeStudio in Lichterfelde passiert ist. Hoffen wir auf eine baldige Lösung, an der die Hausverwaltung arbeitet. Die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Kinos geht weiter. Ein Film in Fortsetzungen und hoffentlich mit einem Happy End. Hans Erxleben

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Auflösung des Rätsels in der Februar-Ausgabe:
„Unsere Wünsche sind wie kleine Kinder: je mehr man ihnen nachgibt, umso anspruchsvoller werden sie.“ lautet ein chinesiches Sprichwort.

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Nr. 215

Mix aus Musik, Trendsportarten und Workshops
Beim Festival der Klangwelten können die Besucher des FEZBerlin am 3. und 4. März mit einem bunten Mix aus Musik, Trendsportarten und Kreativständen in das vielfältige urbane Lebensgefühl eintauchen, Kinderbands von Hip Hop bis Pop anfeuern, bei 30 Miniworkshops oder Ständen aktiv werden, Graffitis aus Krepp, Spray oder Schmuck basteln, Comics malen, rappen, tanzen oder sich austoben. Am 10. und 11. März ist klassische Musik aus Europa und anderen Kulturen zu erleben. Miniworkshops, Musikspiele, Interaktivausstellungen, Instrumentenbau und Konzerte von Chören, Ensembles und Orchestern verschiedener musikalischer Stilrichtungen geben an diesem Wochenende in der Wuhlheide den Ton an. Eintritt: 3 €, Familienticket: 10 €. Am 17. und 18. März heißt es „Märchenspiel – Spielmärchen“. Am 24. und 25. März erwartet

„Feel Stil – Grenzenlos“
Am 3. März um 15 Uhr findet das traditionelle Musikschulkonzert „Feel Stil – Grenzenlos“ im Rahmen des Musikfestivals „Klangwelten“ der Landesmusikakademie Berlin im FEZ statt. In diesem Jahr stehen die Ensembles der Joseph-Schmidt-Musikschule im Vordergrund. Musikgruppen, die sich eigens für dieses Konzert zusammengefunden haben, und Formationen, die dauerhaft im Musikschulleben verankert sind, bringen interessante Musikstücke zur Aufführung. Kinder der Abteilung Tanz präsentieren einen Walzer, der von einem kleinen Streichorchester begleitet wird, in dem Schüler(innen) sowie Lehrkräfte gemeinsam musizieren. Das Köpenicker Zupforchester lässt Stücke aus seinem aktuellen Wettbewerbsprogramm erklingen, das Akkordeonorchester stimmt auf eine Reise nach Bulgarien ein. Am 4. März um 11 Uhr zeigen die Tanzklassen der JosephSchmidt-Musikschule mit der Veranstaltung „Einblicke“ auf der Astrid-Lindgren-Bühne ihr Können. Höhepunkt wird der gemeinsame Auftritt von Sinfonieorchester, Stadtorchester und Rock Band sein. Der Eintritt beträgt 4 €. Eintrittskarten sind an der Tageskasse des FEZ erhältlich. Der Erwerb einer Eintrittskarte für „Feel-Stil“ beinhaltet gleichzeitig den Festival-Eintritt und berechtigt zur Nutzung der Festival-Angebote. Ort: FEZ Wuhlheide, Astrid-Lindgren-Bühne, Straße am FEZ 2; Informationen: Joseph-SchmidtMusikschule, Hans-SchmidtStraße 6/8, Tel. 90297-4968.

die „Rohvolution“ – Europas größte Endverbrauchermesse für Rohkost – wieder weit über 90 Aussteller aus dem Bereich der gesunden Ernährung. Eintritt: 9 €, Kinder unter 14 Jahren frei. Am 31. März beginnen die Osterferien im FEZ-Berlin. Alle sind eingeladen, sich auf der Osterinsel gemeinsam auf das Fest vorzubereiten und den Frühling zu feiern. Eintritt: 2 €, Familienticket 6,50 €. Weitere Informationen unter: 53 07 10 oder www.fez-berlin.de

„Grashüpfer“ lädt zu Puppenspiel und Theateradaption ein
Im Figurentheater „Grashüpfer“ im Treptower Park (Puschkinallee 16a) ist noch bis 4. März das Puppen-, Schau- und Schattenspiel „Kukla und die schöne Wassilissa“ zu erleben. Am 6. und 7.3. treten „Hase und Igel“ zum Wettlauf an. Die etwas Größeren (ab 8 J.) können am 8. und 9.3. die Erzählung der Argonautensage „Das goldene Vlies“ erleben. Am 10.3. wird „Die Spielzeugschachtel“ geöffnet und am 11.3. ist „Dornröschen“ zu Gast. Am 12.3. wird erneut die Frage „Wer versteckt sich vor dem kleinen Hund?“ beantwortet. Vom 13.-18.3. heißt es wieder einmal „Du hast angefangen. Nein Du!“ „Katze Minki findet Freunde“ am 20. und 21.3., bevor es vom 22.-25.3. heißt „Das ist Anton Daumesdick“. Am 25.3. ist zudem bis 29.3. „Die kleine Meerjungfrau“ anzutreffen, ehe am 31.3. über „Das Rübchen und andere Geschichten“ erzählt wird.

Bionik-Experimentiertage
Was die Natur kann, kann der Mensch noch lange nicht! Die platzsparenden Bienenwaben, die selbstreinigende Lotosblume oder die geniale Knospenfaltung sind nur drei kleine Beispiele für die Effizienz der Natur. Wie kann der Mensch von der Natur lernen? Fin-Ray-Greifer. Vertieft wird das Wissen durch eigene Experimente, wobei die Jugendlichen von dem engagierten jungen Team der technischen Kinder- und Jugendakademie begleitet werden. Die Teilnahme an einzelnen oder auch mehreren Tagen ist möglich, da jeden Tag ein anderes Programm stattfindet. Um Anmeldung wird gebeten. Termin: 2.-5. und 10.-13. April, 10-15 Uhr Kosten: 10 €/Tag Ort: METEUM-Treptow, Köpenicker Landstr.185A,
(ehem. Amelia-Earhart-Schule)

Paul und Paula – eine Legende
Schüler und Erwachsene sind am 16. und 23.3. um 18 Uhr zum Märchenabend am Feuer herzlich eingeladen. Am 23.3. steht für sie ab 20 Uhr „Paul und Paula – eine Legende“ auf dem Programm. Diese Theateradaption der wohl bekanntesten „Liebesgeschichte des Ostens“ erzählt aus heutiger Sicht und jenseits von Ostalgie die Geschichte neu. Informationen unter 53 69 51 50 oder www.theater-grashuepfer.de W.W.

Foto: TJP e.V.

Jugendliche mit dem Modell eines Fin-Ray-Greifers

Bei den Bionik-Experimentiertagen im METEUM des TJP e.V. steht genau diese Frage im Mittelpunkt, denn Bionik verbindet Biologie und Technik. Die jungen Forscher(innen) erkunden in den Osterferien die Besonderheiten der Natur und suchen nach praktischen Anwendungsmöglichkeiten. Sie bauen Brücken nach natürlichen Vorbildern, falten Blattstrukturen und konstruieren einen

Tel.: 3117038-0 E-Mail: info@meteum.de Internet: www.meteum.de Im Lern- und Erfinderlabor des TJP e.V. findet wieder das traditionelle Osterbasteln für kreative Köpfe statt. Familien mit Kindern ab vier Jahren, aber auch interessierte Erwachsene, können Alltagsgegenstände wie Eierbecher und Serviettenhalter in echte Schmuckstücke verwandeln oder niedliche Hasen, lustige Hühner und individuelle Fensterdekorationen fertigen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Termin: 1.-5. und 10.-13. April, 13-18 Uhr Kosten: 1,50 bis 6 € (je nach Material) Ort: Lern- und Erfinderlabor, Straße zum FEZ 2, im FEZ-Berlin, Raum A 103

Projekt „paper unlimited“
Im Rahmen des Projekts „paper unlimited“ der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendkunstschulen und anderer kulturpädagogischer Einrichtungen Berlin e.V. führte die Junge Volkshochschule/Jugendkunstschule Treptow-Köpenick in Kooperation mit der Schule an der Wuhlheide den Workshop „Zufallskunst“ und mit der Sonnenblumen-Schule den Workshop „Farbige Papierskulpturen“ in den Herbstferien durch. Die gemeinsame Präsentation des Querschnitts der Arbeiten wird am 4. März um 11 Uhr in der „Galerie im Körnerpark“, Schierker Str. 8, eröffnet. Neben Kunstaktionen findet im Rahmen der Ausstellung am 8. März um 19.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zu folgenden Themen statt: „Was leisten Jugendkunstschulen im Rahmenkonzept kulturelle Bildung?; Braucht jeder Bezirk eine Jugendkunstschule?; Was bedeutet das Berliner Modell der Jugendkunstschule?“. Vertreter(innen) des Senats, des Abgeordnetenhauses, der Landes-Eltern-Vertretung, der Stadtbezirke, der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung e.V. und weitere Fachleute sind eingeladen. Die Ausstellung ist bis 23. März Di-So von 10-18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen: Volkshochschule Treptow-Köpenick, Baumschulenstraße 79-81, Tel. 90297-4055; www.vhstk.de

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Starke Gegner zu Gast in Adlershof
Die 1. Herrenmannschaft des Adlershofer BC 08 bestreitet im März in der Berlin-Liga drei Punktspiele auf der Sportanlage Lohnauer Steig 1-17. Am 3.3 heißt der Gegner Berliner SC, am 17.3. Lichtenberg 47. Spielbeginn ist jeweils um 14 Uhr. Zum Mittwochabendspiel kommt am 21.3. ab 18.30 Uhr der Frohnauer SC nach Adlershof. Die 1. Frauenmannschaft hat zwei Heimspiele am Lohnauer Steig. Am 11.3. geht es gegen den 1. FC Schöneberg und am 25.3. gegen FC Hertha 03 um Punkte. Anstoß jeweils 15 Uhr.

Bundeskanzlerin ehrte den Tauchsportklub Adlershof mit Stern des Sports in Gold
Der Tauchsportklub Adlershof im Pro Sport Berlin 24 e.V. wurde mit dem „Stern des Sports“ in Gold des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Volksbanken und Raiffeisenbanken geehrt. Die Auszeichnung wurde am 7. Februar in einer feierlichen Veranstaltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Bach und dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken Uwe Fröhlich verliehen. Der Verein hatte sich mit dem Projekt „Umwelttauchen – Wir gehen den Dingen auf den Grund“ am Wettbewerb beteiligt. Die Adlershofer Umwelttaucher sind seit 1991 in Berliner Gewässern zum „Aufräumen“ unterwegs. Anfangs holten sie noch ganze LKW-Ladungen an Unrat ans Ufer. Fahrräder, Kinderwagen, Nähmaschinen oder Radkappen waren meist die Klassiker und in nahezu jedem Gewässer zu finden. Gemeinsam mit den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR) wird die Entsorgung der „Fundstücke“ organisiert. Uta und Tjado Auhagen hatten die nunmehr seit über 20 Jahren stattfindenden Umwelttauchaktionen des Vereins der Jury präsentiert. Seit 2004 werden mit den „Sternen des Sports“ Vereine für ihr ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Gewürdigt werden kreative und innovative Projekte in Bereichen wie Migration und Integration, Gesundheit, Jugendarbeit sowie Gleichstellung. Die „Sterne des Sports“ werden auf lokaler Ebene in Bronze, auf Landesebene in Silber und auf Bundesebene in Gold verliehen. Der Tauchsportklub Adlershof im Pro Sport Berlin 24 e.V. hatte bereits am 20. Oktober 2011 den „Großen Stern des Sports“ in Silber erhalten und sich als Landessieger für das Bundesfinale qualifiziert. Beim Bundesfinale wurden am 7. Februar 18 Sportvereine aus ganz Deutschland für ihr gesellschaftliches Engagement geehrt. Der Tauchsportklub Adlershof schaffte es unter die letzten zehn Finalisten und erhielt damit aus den Händen der Kanzlerin einen „Stern des Sports“ in Gold. Als die Kanzlerin unter den letzten drei Finalisten zuerst den Bundessieger verkünden sollte, stutzte sie und erklärte: „Der Sieger zuerst? Das ist aber ungewöhnlich. Wir fangen mal mit dem Drittplatzierten an“. Damit warf sie kurzerhand das Konzept der Veranstalter um. Doch die drei verbliebenen Finalisten und das Gros der Zuschauer stimmten ihr zu. „Frau Merkel, Sie sind die Chefin“, lenkte die Moderatorin ein. Die Zuschauer lachten und mussten noch einige Minuten warten, bis feststand, dass der Gewinner des „Großen Sterns des Sports“ in Gold die Märkische Turngemeinde Essen-Horst für ihr Projekt „United Sports“ wurde. Dr. Roger Blum
Tauchsportklub Adlershof im Pro Sport Berlin 24 e.V. Wendenschloßstr. 420, 12557 Berlin www.tauchsportklub-adlershof.de

Foto: Ebner

Fußball-Turnier mit Grundschulteams
Das Projekt „Integration durch Sport“ der Sportjugend Berlin, das Projekt „KICK – Sport gegen Jugenddelinquenz“ der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH, das Bezirksamt Treptow-Köpenick, die SG Treptow 93 e.V. und Partner veranstalten anlässlich der UEFA-Fußballeuropameisterschaft ein FußballFinal-Turnier mit Berliner Grundschulteams (5./6. Klassen) aus Treptow-Köpenick und Schulen aus den Nachbarbezirken. Unter dem bewährtem Motto „Fair geht vor!“ möchte man Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund zum gemeinsamen, gewaltfreien Sporttreiben motivieren.16 Teams spielen in zwei Vorrundenturnieren am 5. und 7. Juni. 8 Mannschaften ermitteln am 12. Juni den Europameister. Auslosung: 28.3. um 10 Uhr im Rathaus Treptow. Infos: treptow@ kick-projekt.de

Zum 75. Todestag von Fritz Lesch am 12.2. ehrte der Adlershofer Bürgerverein den antifaschistischen Arbeitersportler und Widerstandskämpfer mit einem Blumengebinde und stillem Gedenken an der Sportanlage Dörpfeldstraße 89, die seit Jahrzehnten seinen Namen trägt (s. auch AZ, Nr. 214). Im Kampf gegen die von Hitler-Deutschland unterstützten Franco-Söldner war Lesch 1937 als Freiwilliger im Spanien-Krieg gefallen. Der Gedenkstein, der ihm zu Ehren auf der Sportanlage aufgestellt wurde, ist in den Nachwendejahren verschollen.

Adlershofer Zeitung
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MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58 Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Erscheinungsweise monatlich

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Nr. 215

Baumaßnahme Glienicker Weg
Die Bürgeranfrage, ob seit Dezember die Baumaßnahmen im Glienicker Weg trotz milder Temperaturen ruhen, wurde von Baustadtrat Hölmer am 27.1. verneint. Die Berliner Wasserbetriebe haben den vorhandenen Regenwasserkanal mit einer Kamera befahren und punktuell ausgebessert, sowie im Baufeld 4 die Hausanschlüsse der Trinkwasserleitung fertiggestellt (allerdings konnte der Erdbau nicht fortgeführt werden). Das Tiefbauamt hat Vorbereitungen im Erdbau, den Einbau der ersten Lage Schottertragschicht, den Abbruch der alten Anbindung Handjerystraße und das Setzen von Hochborden auf Betontragschicht durchgeführt. Die Bauarbeiten wurden am 22.12. wegen Schlechtwetter eingestellt. Weiter führte er aus, dass infolge der Niederschläge der Untergrund durchnässt und daher nicht tragfähig ist. Gemäß DIN dürfen Betonarbeiten nur bei Lufttemperaturen über 5°C (Tag und Nacht) ausgeführt werden. Die Straßenbauarbeiten wurden im Januar eingestellt, trotzdem liegt die Realisierung der Baumaßnahme im Terminplan. W.W.

Foto: Ebner

Eine Spende von 1.000 € hat der Adlershofer Digitaldruck- und Mediendienstleister Polyprint GmbH am 16. Februar an das Regionalteam Treptow-Köpenick des Projekts OUTREACH übergeben. Anstatt in Kundengeschenke zu Weihnachten investiert Polyprint das Geld in das Kinderprojekt, das so bestärkt wird, weiterhin wichtige Arbeit für sozial benachteiligte Kinder zu leisten. Schon zum vierten Mal wurde das Projekt OUTREACH als Partner für die Spende gewählt, da auch zum Ende des Jahres genau berichtet wird, worin das Geld investiert wurde. Die Spende wird 10 Kids aus Oberschöneweide einen 5-Tage-Aufenthalt während der Sommerferien in der Märkischen Schweiz ermöglichen. Polyprint Geschäftsführer Stefan Meiners betonte: „Es ist uns wichtig zu sehen, dass das Geld wohltätigen Zwecken an unserem Standort Treptow-Köpenick zugutekommt“. So kann der Adlershofer Druckdienstleister, der 2011 sein 20jähriges Bestehen feierte (s. AZ Nr. 210), auch für andere Unternehmen der Region ein Ansporn sein. L.Ebner

Öffentliche Sprechstunden
Am 12.3. von 13-18 Uhr findet die nächste Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter Tel. 63 22 43 57). Bezirksbürgermeister Oliver Igel steht am 1.3. von 10-12 Uhr im Rathaus Köpenick und am 27.3. von 16-18 Uhr im Bürgerhaus Altglienicke (Ortolfstr. 182184) zu individuellen Gesprächen bereit. Nähere Informationen bitte unter 90297-2300 erfragen! Die Sprechstunde der stellvertretenden Bürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Arbeit, Soziales und Gesundheit Ines Feierabend findet am 14.3. von 15-17 Uhr in der Hans-SchmidtStraße 18, Raum 212 statt, (Anmeldung unter 90297-6100 erbeten). W.S.

Neuer Vorstand der IG Dörpfeldstraße
Am 9.2. hat die Mitgliederversammlung der IG Dörpfeldstraße in Adlershof einen neuen Vorstand gewählt. Dieser besteht aus: Astrid Passin, Boutique Charlotte, Dörpfeldstr. 15, passin.graphic@gmx.de Andreas Paul, Die FotoGrafen, Dörpfeldstr. 22, mail@DieFotoGrafen.de Ralf Prengel, Vermietung, Helbigstraße 15, die7@berlin.de

Ausstellung ZMM in Adlershof
Hinter ZMM verbirgt sich „Zentrum für Mikrosysteme und Materialien“. Weil die Mikrosystemtechnik boomt, konnte ein neues innovatives TechnologieCentrum dafür gebaut werden, für das es galt, eine künstlerische Gestaltung zu schaffen. Dafür wurde ein Wettbewerb durchgeführt. Zur Beurteilung der ca. 20 Entwürfe trat das Preisgericht im Juni 2011 zusammen und empfahl die Arbeit „in search of“ von Margund Smolka einstimmig zur Realisierung. Aufgrund des reizvollen Zusammenspiels der beiden Entwürfe Smolka und Günschel wurden beide Entwürfe der Künstlerinnen einstimmig für einen 1. Platz empfohlen. Am 10. Januar wurde die Arbeit von Margund Smolka feierlich in einer Atmosphäre eröffnet, die es erlaubte, an Zukünftiges zu denken, zum Beispiel an ein Adlershofer Kunststipendium. Die „Bienenarbeit“ von Josefine Günschel wird im Frühjahr übergeben. Zu den künstlerischen Arbeiten des Wettbewerbs liegt ein Katalog vor. Die realisierte künstlerische Arbeit, eine an mehreren Säulen installierte Videofolge, unter Verwendung des Motivs „Schnecke“, das deutlich zur Entschleunigung beiträgt, sorgt für eine rührende Irritation. Man kann diese Kunst zu den normalen Geschäftszeiten in dem Gebäude Max-Planck-Straße 3 genießen.

Jahresbilanz der Volkshochschule
2011 hat die Volkshochschule Treptow-Köpenick 33.594 Unterrichtsstunden durchgeführt, das entspricht einer Steigerung von 5 % zu 2010. Davon entfielen 25.954 Stunden auf Lehrveranstaltungen aller Programmbereiche und 7.595 Stunden auf Sprachintegrationsmaßnahmen für Migrant(inn)en und Menschen nicht-deutscher Sprache. Mitbürger, die aufgrund von Krankheit und sozialen Problemen die Fähigkeit zum Lesen und Schreiben verloren haben, werden – zusätzlich zu den bestehenden Alphabetisierungskursen in der Volkshochschule – nun auch in Bibliotheken an die Deutsche Sprache heran geführt. Ein idealer Ort, um Freude aufs Lesen zu wecken!

Kundenabend für Reisefreudige
22. März, 18 Uhr, Bürgersaal „Alte Schule“, Dörpfeldstraße 54

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Wir bitten um Anmeldung im Reisebüro Dörpfeldstraße 52, per Tel.: 67 19 80-60 /-61 oder E-Mail: info@alda-reisen.de

Anzeigenschluss für die April-Ausgabe ist der 20. März
        
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