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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2011, H.205/Mai

Monatszeitung

Nr. 205 Mai 2011

0,60 €

Es ist wieder soweit: Am

28. Mai
können die Besucher der „klügsten Nacht des Jahres“ auch in Adlershof erneut auf eine spannende Entdeckungsreise gehen
Foto: Anna-Seghers-Schule

❒ Mit dem selbst geschriebenen Stück „Die Lehranstalt“

hatte der Grundkurs Darstellendes Spiel am 13.4. in der Aula der Anna-Seghers-Schule seinen großen Auftritt
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Foto: Förderkreis

Foto: Wenzel

❒ Weiterbildung belorussischer Sonderpädagog(inn)en durch

❒ In der Köllnischen Heide

deutsche Dozent(inn)en – ein Projekt des Förderkreises Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder
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wird der Erdboden nach Kriegsmaterial abgesucht
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Nr. 205

Neues vom Adlershofer Festkomitee
Die vom Festkomitee, der WISTA MANAGEMENT GMBH und dem Kulturamt organisierte Info-Veranstaltung „Adlershof – immer noch Kiez mit Raumschiff?“ am 13.4. im Kulturzentrum Alte Schule war gut besucht und führte zu angeregtem Meinungsaustausch (s. nebenstehend). Bei der nächsten Beratung des Komitees am 11. Mai werden die Arbeitsgruppen (AG) Bühnenprogramm, Marktstände/Gastronomie und Sponsoren/Tombola von ihren Vorbereitungen für das Herbstfest am 10. September berichten, wie auch die AG für Adventskalender, Polit-Talks/VorTermin Ort
11.5., 18.00 Forum Adlershof 19.00 Alte Schule 12.5., 15.00 KIEZKLUB 13.5., 20.00 Alte Schule 17.5., 18.00 Anna-SeghersGedenkstätte 21.5., 10.00 Dörpfeld-/Ecke Nipkowstraße 13.00 Bhf. Schöneweide 22.5., 9.30 Neuapostolische Kirche 19.30 Verklärungskirche 28.5., 17.00 Rudower Chaussee 11.6., 10.00 Glienicker Weg / Nipkowstraße

Foto: Ebner

Adlershof – immer noch Kiez mit »Raumschiff«?
„Adlershof – immer noch Kiez mit »Raumschiff«? Wie wir doch Nachbarn werden können“ war das Thema einer Informationsveranstaltung, zu der die WISTAMANAGEMENT GMBH, die Adlershof Projekt GmbH und das Adlershofer Festkomitee am 13.4. in das Kulturzentrum Alte Schule eingeladen hatten. Hardy Rudolf Schmitz, Geschäftsführer der WISTA-MANAGEMENT GMBH, warf einen Blick auf Gegenwärtiges und Zukünftiges. Mehr als 14.000 Beschäftige zählt der Wissenschafts- und Technologiepark, über 7.500 junge Leute studieren zur Zeit am Adlershofer Standort der Humboldt-Universität. Weitere neue Gebäude werden gegenwärtig errichtet oder sind in Planung. In nur drei Jahren sei die Photovoltaik-Branche hier neu entstanden. Bis 2020 – so Schmitz – setze man auf profiliertes Wachstum und gezielte Internationalisierung. Dabei habe man auch das Ambiente und die Standortqualität im Blick. Walter Leibl, Geschäftsführer der Adlershof Projekt GmbH, stellte mehrere Projekte vor. Dazu zählen Neubauten an der Straße „Am Studio“, die um die markanten „Kugeln“ herum errichtet werden. Neben dem Vorhaben „Wohnen am Campus“ war für die rund 90 Besucher vor allem von Interesse, dass die Straßenbahn ab September wieder von der Dörpfeldstraße unter der Brücke hindurch über die Rudower Chaussee fahren wird. Dr. Peter Strunk, Bereichsleiter Kommunikation bei der WISTA, warb dafür, die Eröffnungsfeier am 4.9. gemeinsam vorzubereiten. Einige Ideen, wie z.B. die „Straßenbahn-Lehrfahrt“ oder der „Riesige Willkommensgruß“, existieren bereits und sollten durch weitere Vorschläge ergänzt werden. So könnte die Brückenöffnung auch ein Signal für „freie Fahrt“ auf dem Weg zu einem erfolgreichen Miteinander der beiden Teile Adlershofs werden. L. Ebner

träge und Plakate/Flyer. Wer übernimmt wohl die AG für Kinderaktionen? Mitstreiter mit tollen (möglichst preiswerten) Ideen, die mitarbeiten möchten, sind immer herzlich willkommen. Die Ansprechpartner für die einzelnen AG und ggf. Treffpunkte und -zeiten können in der Galerie in der Alten Schule (Tel.: 90297-5717) erfragt werden. Nachstehend lesen Sie alle Veranstaltungen in Adlershof, die uns bisher für Mai und Juni bekannt sind. Nähere Informationen finden Sie auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Veranstaltung
50 Jahre bemannte Raumfahrt – Podiumsgespräch Sitzung des Adlershofer Festkomitees (öffentlich) Literatur-Kaffee Ausstellungs-Eröffnung: „Von Papier bis Stein“ Monika Melchert – Hommage an Max Frisch zum 100. Geburtstag „Als Adlershof ein Villenort werden werden sollte“ – historischer Rundgang mit Ortschronist Rudi Hinte Fest für Demokratie und Toleranz Gottesdienst – Konzert – Brunch besonders für Gäste Bach-Messe G-Dur, Brunckhorst „Die Ostergeschichte“ 11. Lange Nacht der Wissenschaften „Auf den Spuren Adlershofer Fabriken im Industrieviertel zwischen Glienicker Weg und Büchnerweg“ – Rundgang mit Ortschronist Rudi Hinte „Lange Nacht der offenen Kirche“ „Lange Nacht der offenen Kirche“

Adlershof Projekt mit neuem Geschäftsführer
Am 22. März wurde Walter Leibl (Jg. 61) als Geschäftsführer der Adlershof Projekt GmbH bestellt. Die Tochtergesellschaft der WISTA-MANAGEMENT GMBH, ist städtebaulicher Entwicklungsträger und Treuhänder des Landes Berlin für den Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienstandort Adlershof. Hardy R. Schmitz, Geschäftsführer der WISTAMANAGEMENT GMBH, wird in der bewährten Arbeitsteilung die Koordination von Vertrieb und Marketing übernehmen, Walter Leibl die Bereiche Entwicklung, Finanzen und Treuhandvermögen verantworten.

12.6., 19.00 Verklärungskirche 20.00 Christus König Kirche 14.6., 18.00 Anna-Seghers„Entdeckungen in Mexiko: Azteken, Gedenkstätte Alltag und Abenteuer, Berichte und Biographie von Caecilie Seler-Sachs“ 16.6., 15.00 KIEZKLUB Literatur-Kaffee 17.6. Altstadt Köpenick 50. Köpenicker Sommer (bis 19.6.) 18.6., 15.00 Verklärungskirche Sommerkonzert der Familienmusikschule Rehberg 26.6., 14.00 Verklärungskirche Gemeindefest der ev. Gemeinde mit Kindermusical

Adlershof begrüßt Adlershof
Alle Adlershofer freuen sich auf die Fertigstellung der Baustelle am Bahnhof. Aus diesem Grund möchten wir alle Adlershofer Einwohner einladen, mit uns Anfang September die erste Durchfahrt der Straßenbahn auf der neuen Trasse mit den Beschäftigten der „anderen Seite“ zu feiern. Geplant ist u.a. ein riesiger Willkommensgruß, für den die Mitwirkung von sehr vielen Adlershofern gebraucht wird. Wir bitten die Vertreter aller aktiven Adlershofer Gruppen aus Schulen, Kitas, Sport, Religion, Politik, Handel, Wirtschaft, Kunst, Soziales und Gesundheit ihre Bereitschaft dazu bis zum 11. Mai dem Adlershofer Festkomitee mitzuteilen oder am 11.5. um 19 Uhr zur Sitzung in die Alte Schule (Dörpfeldstr. 54) zu kommen. Bei dem Willkommensgruß haben alle Gruppen Gelegenheit, sich zu präsentieren. Unter www.InAdlershof.de erfährt man dann den aktuellen Stand dieser Initiative. Andreas Paul IG-Dörpfeldstrasse

Öffentliche Bürgersprechstunde
Uwe Doering,
parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, Bau- und wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion
und

Dr. Hans Erxleben,
von der Linksfraktion in der BVV Treptow-Köpenick, Mitglied im Umwelt- und im Sozial-Ausschuss,

laden ein zu einer öffentlichen Bürgersprechstunde am

11. Mai von 17 bis 18 Uhr
im Kulturzentrum Alte Schule Adlershof, Dörpfeldstraße 54, Kursraum 1. Etage

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Viel Neues bei der 11. Langen Nacht der Wissenschaften
Zwar ist in jeder „klügsten Nacht des Jahres“ auch für regelmäßige Teilnehmer immer Neues im Wissenschafts- und Technologiepark an der Rudower Chaussee zu entdecken, aber diesmal gibt es noch mehr Veränderungen. Das beginnt damit, dass statt im Juni bereits am 28. Mai ab 17 Uhr die Besucher erwartet werden. Schwerpunkte werden in diesem Jahr Photovoltaik, Gesundheit und Chemie sein. Zudem führt eine Buslinie anders als in den Vorjahren vom S-Bahnhof direkt durch die Straße „Am Studio“ zum SOLON Campus (dort ist auch eine Kasse), dann zur Bühne auf der Magnusstraße zwischen Max-Planck- und Albert-EinsteinStraße (im Informatikzentrum Albert-Einstein-Str. 14 sind eine weitere Kasse und etliche Infostände) und macht einen großen Umlauf mit insgesamt 14 Haltepunkten. Bei der Bühnenshow zum Mitmachen gibt es wieder tolle Experimente vermischt mit einer ExtraPortion Humor. Man kann hautnah erleben, wenn das ZDF-Team von „1, 2 oder 3“ kniffelige Fragen stellt, die Comedy-Gruppe „Die Physikanten“ verblüffende Experimente vorführt, sich am Wissensquiz beteiligen oder von Schülern und Professoren erfahren, dass Wissenschaft alles andere als langweilig ist. RBB-Moderatorin Carla Kniestedt führt erneut durch das Programm. Detaillierte Angaben zum Programmablauf sind am 28.5. zu erhalten. Wer traditionell am zentralen Anlaufpunkt mit Kasse und Infoständen im Erwin SchrödingerZentrum (Rudower Chaussee 26) beginnen will, benutzt eine zweite Buslinie, die vom Bahnhof pendelt. Dort betreuen auch wieder Mitarbeiterinnen der Kita „Spatzennest“ die jüngsten Besucher, deren Eltern sich anderenorts informieren. Im benachbarten Forum Adlershof (Rudower Chaussee 24) beginnen unterschiedlichste Führungen, bei denen Adlershof aus historischer, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und städtebaulicher Sicht präsentiert wird (Anmeldungen bis 27.5., 16 Uhr!).

Foto: Staneczek

Stärkung des Solar-Clusters Adlershof
Am 30. März war Berlins Wissenschaftssenator Prof. Dr. Jürgen Zöllner (mit erhobenem Spaten) nicht nur nach Adlershof gekommen, um am symbolischen Spatenstich für den Neubau eines Zentrums für Photovoltaik (ZPV) auf dem Eckgrundstück Johann-Hittorf- / BarbaraMcClintock-Straße teilzunehmen. Zudem drückte er an dem Tag im benachbarten Berliner Kompetenzzentrum für Photovoltaik (PVcomB) in Anwesenheit von Staatssekretär Dr. Georg Schütte (Bundesministerium für Bildung und Forschung) und weiteren prominenten Gästen den Startknopf zur Produktion der ersten Dünnschicht-Solarmodule der Größe W.S. 30 x 30 cm.

Foto: Ebner

Informationen aus dem Bezirksamt
Unmittelbar vor Redaktionsschluss hatte Gabriele Schöttler am 20.4. zu ihrem wohl letzten „Pressefrühstück“ als Bezirksbürgermeisterin eingeladen. Hier einige der Informationen in Kurzfassung: - Vom 29.4.-1.5. findet auf der Schlossinsel und in der Altstadt Köpenick ein Winzerfest statt. In Treptow wird gleichzeitig das Hafenfest mit dem traditionellen Feuerwerk „Treptow in Flammen“ veranstaltet. - Am 4.5. wird von 9.30 bis 15.30 Uhr die Gesundheitskonferenz der Abt. Soziales und Gesundheit in der HTW (Wilhelminenhofstr. 75 a) durchgeführt. - Ab dem 4. Mai gibt es mittwochs ab 18 Uhr auf der Schlossinsel „Musik im Park“ mit Musikern aus dem Kiez (Eintritt frei!). - Am 18.5. besucht KulturStaatssekretär Schmitz Kulturstandorte im Bezirk (in Adlershof das Kulturzentrum Alte Schule). - Zum 7. Fest für Demokratie und Toleranz am 21.5. von 13 bis 22 Uhr am Bahnhof Schöneweide sind alle Bürger(innen) herzlich eingeladen. Näheres unter www. treptow-koepenick.de - Ab 26.5. ist im Schloss Köpenick die Ausstellung „MetallKunst-Handwerk“ von Handwerkern des Bezirks zu sehen (Vernissage 19.30 Uhr). - Die nächste Bezirksbroschüre mit allen wichtigen Adressen erscheint erst im kommenden Jahr, da im Bezirksamt nach den Wahlen im September zahlreiche Veränderungen zu erwarten sind. - Das Bezirksamt hat beschlossen gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts zum „Bürgerbegehren Birkenwäldchen“ (s. auch AZ Nr. 196 + 204) Widerspruch beim Oberverwaltungsgericht einzulegen. Damit verbunden ist, dass es vorläufig keine Veränderungen auf dem ehemaligen Sportplatz geben wird. W.S.

Das Erwin Schrödinger-Zentrum Das gesamte Adlershof-Programm (inkl. einem speziellen Kinderprogramm für verschiedene Altersgruppen) zur Langen Nacht mit Lageplan, den beteiligten Institutionen und Informationen über die Bus-Shuttle-Routen ist ab Anfang Mai u.a. bei der WISTA-MANAGEMENT GmbH (Rudower Chaussee 17) und in der Bibliothek in der Alten Schule (Dörpfeldstr. 56) erhältlich. Es ist sicher hilfreich, sich diese Unterlagen für die Planung der persönlichen Lange-Nacht-Tour zuvor zu besorgen oder sich unter www.lndw.adlershof.de zu informieren. Alle Ziele lassen sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. den Bus-Shuttles bequem erreichen. Es stehen praktisch keine Parkplätze zur Verfügung. LangeNacht-Tickets sind im Vorverkauf preiswerter und berechtigen zum Eintritt in die Institutionen sowie zur Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel im Tarifbereich ABC. Abermals wird an mehreren Punkten für das leibliche Wohl und auch für musikalische Unterhaltung der Gäste gesorgt. Es gibt also wieder viel zu erleben! Mal sehen, ob wir uns am 28. Mai an einem der vielen Wissensspeicher treffen. W.S.

65. Lady’s Stammtisch und Themenabend
Um Körpersprache und Präsentation geht es beim 65. Lady’s Stammtisch am 31. Mai im Ratssaal des Rathauses Treptow, Neue Krugallee 4. „Sicher im Ausdruck – Stark im Auftritt“ ist dieser Abend überschrieben. Vereinsmitglieder und Gäste können sich ab 19 Uhr von Viola Morlinghaus, Trainerin und Coach für Präsentationstraining, Stimmentwicklung und Auftrittssicherheit Tipps und Ratschläge geben lassen. Nichtmitglieder des Lady’s Stammtisch e.V. zahlen an der Abendkasse einen Unkostenbeitrag von 10 €. Für den monatlichen Themenabend trifft man sich am 12. Mai um 17 Uhr an der Haltestelle der Straßenbahnlinie 68 am S-Bahnhof Grünau. Im Rahmen der Reihe „Interessante Orte im Bezirk“ fahren die Ladies in Begleitung von Almut Berger vom Ortsverein Schmöckwitz mit der Uferbahn auf Deutschlands schönster Straßenbahnstrecke ins ehemalige Fischerdorf. Teilnahmegebühr 5 € zzgl. Fahrgeld. Weitere Informationen und Änderungen aus aktuellem Anlass unter www.ladiesstammtisch.com

Sternenzeit – 50 Jahre bemannte Raumfahrt
Am 12. April 1961 verkündete Radio Moskau den ersten Flug eines Menschen in den kosmischen Raum. Juri Gagarin umkreiste 108 Minuten lang die Erde – eine wissenschaftlich-technische Meisterleistung und ein Propagandaerfolg der Sowjetunion. Was suchen Astronauten, Kosmonauten und andere „Sternengucker“ im All? Welche Erkenntnisse bringt die Raumfahrt? Nutzt diese auch den „Erdlingen“ direkt? Wohin führt die Weltraumforschung? Solche Fragen sollen in einem Podiumsgespräch am 11. Mai ab 18 Uhr im Hans-GradeSaal im Forum Adlershof (Rudower Chaussee 24) mit dem Astronauten Ulf Merbold (Direktor des Adlershofer DLR-Instituts für Planetenforschung), Prof. Tilmann Spohn und Prof. Hanns-Christian Gunga (Weltraummediziner, Charité) erörtert werden. Die Gesprächsleitung übernimmt Thomas Prinzler (Inforadio) aus Adlershof. Anmeldung bis 4. Mai erbeten unter: seifert@tsb-berlin.de oder Fax: 46302-444.

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BVV: Keine Mehrheit für Spira-Gedenktafel
Informationen aus der 49. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
Bei Eröffnung der 49. Sitzung am 24.3. teilte BVV-Vorsteher Siegfried Stock mit, dass Bürgermeisterin Gabriele Schöttler und die Verordnete Dr. Monika Brännström zu einem Besuch in der Partnergemeinde Albinea weilen. Zudem dankte er allen, die sich am 14.3. an der Kranzniederlegung zur Erinnerung an die an der Mauer in der Kiefholzstraße getöteten Kinder beteiligt hatten. Gratulationen und Blumen bekam Stadtrat Rainer Hölmer zum 50. Geburtstag und der Verordnete Peter Durinke zur Verteidigung seiner Promotion (Dr. jur.). In der „Bürgerfragestunde“ erhielten zwei Bürger(innen) Auskünfte zu „Erhalt des Eierhäuschens“ bzw. „Umbau Bahnhof Schöneweide“. Im Anschluss berichtete Stadtrat Schneider als Stellvertretender Bürgermeister ganz aktuell von einem großen Wasserrohrbruch in der Glienicker Straße vor der Schule, der auch Teile der Schulgebäude in Mitleidenschaft gezogen hat. Aus den Abteilungen des Bezirksamtes informierte er u.a., dass - die Reaktorkatastrophe in Japan bislang keine Auswirkungen für uns hat, vom Erwerb von JodTabletten abzuraten ist und das Umweltamt besorgte Bürgeranfragen beantwortet, - der Spielplatz Friedlander Straße bis Juli 2011 von Auszubildenden in einen guten Zustand versetzt wird und der Spielplatz Wassermann- / Ecke Dörpfeldstr. erst im kommenden Jahr hergerichtet werden kann (s. S. 12), - ab 9. Mai für ca. drei Wochen in der Köpenicker Bahnhofstraße Verkehrseinschränkungen wegen Arbeiten an den Straßenbahnanlagen bestehen werden, - er inzwischen hoffnungsvoll einen Ausbau des Strandbades Müggelsee erwartet. Zudem würdigte er eine Reihe von Veranstaltungen der vergangenen Wochen, den neuen MultiMedia-Guide für Behinderte in der Altstadt Köpenick (s. AZ Nr. 201) und die Altstadt-Konferenz. Außerdem verwies er auf im VorFür Ihre Anzeigenwünsche in der

raum angebrachte Darstellungen zu möglichen künftigen Flugrouten ab dem BBI in Schönefeld, die im April in der zuständigen Kommission diskutiert werden sollten. Auf „Mündliche Anfragen“ von Bezirksverordneten war u.a. zu erfahren, dass - bei einem Termin am 31.3. mit dem Liegenschaftsfonds erneut versucht werden sollte, noch eine Fläche zur Einrichtung eines Hundeauslaufgebietes zu finden.

Zeichnung: Architekt Neuhoff

- sich nach einer Stellungnahme des Rechtsamtes anschließend das Bezirksamt mit den Folgen des Gerichtsurteils zum abgelehnten Bürgerbegehren für den Erhalt der Sportanlage „Birkenwäldchen“ befasst (s. auch AZ Nr. 204). „Zur Zeit dreht sich dort kein Rad und bewegt sich kein Spaten.“ (Stadtrat Schneider) - die Treptower Festtage wegen diverser Straßensperrungen und -umleitungen im Bereich des Treptower Parks auf das Wochenende 22.-24.7. verlegt wurden. Nach der Wahl von zwei Bürgerdeputierten und Beschlüssen zu Sondermittelanträgen wurde von der BVV u.a. beschlossen, das Bezirksamt zu ersuchen, - sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die ganzjährige Abfahrt (Ein-/Ausstieg von Fahrgästen) von Fernbuslinien auch im Bezirk möglich ist. - sich dafür einzusetzen, dass im Jobcenter Treptow-Köpenick ein(e) besonders geschulte(r) Fallmanager(in) benannt wird, welche(r) sich um schuldistanzierte Jugendliche kümmert. - eine bezirkliche Strategie zur Bekämpfung „offener Wohnun-

gen“ von pädophilen Personen bis 31.8.11 zu erarbeiten und anschließend umzusetzen. - sich dafür einzusetzen, dass im Bereich des öffentlichen Grüns auf ausgewählten Straßenzügen sowie an Parkanlagen bei Anschaffung und Pflege verstärkt zu bürgerschaftlichem Engagement motiviert wird, um wieder zu mehr Blumen im Stadtbild zu kommen. - gemeinsam mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung, dem Netzwerk Inklusion und der Seniorenvertretung, einen Ziel- und Maßnahmeplan für den Bezirk zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu erarbeiten und umzusetzen. - die Anlage Regattastrecke wirksamer für Touristen sowie Nutzer aus anderen Regionen kenntlich zu machen. Eine Tafel könnte auf die 1. Ruderregatta am 27. Juni 1880 und damit auf die älteste Wassersportstätte Berlins hinweisen. - alle illegal im Bezirk aufgestellten Altkleidercontainer ausfindig zu machen und deren Entfernung zu veranlassen. Eine lange, kontroverse Diskussion gab es zu dem Ersuchen, mit einer Gedenktafel an die Schauspielerin Steffie Spira am Haus Hoffmannstraße 2 zu erinnern, in dem sie von 1965 bis 1987 gelebt hatte. Dafür fand sich keine Mehrheit, es wurde eine öffentliche Spendensammlung empfohlen. Den „Mitteilungen des BVVVorstehers Nr. VI/50“ entnehmen wir u.a., dass - für die Umgestaltung des Platzes der Befreiung ein Gestaltungskonzept vorliegt und vorbereitende Maßnahmen 2010 begonnen haben. Die Umgestaltung des Platzes soll im IV. Quartal 2011 abgeschlossen sein. Im Bereich des Platzes erfolgt die Aufstellung von Fahrradabstellanlagen. Weitere im Bereich der StraßenbahnWendeschleife werden durch den Entwicklungsträger Adlershof Projekt GmbH geplant und realisiert.

- nach Auswertungsworkshops zur Feststellung der Schriftgutanalyse und konstruktiven Veränderungen in den ersten Abteilungen das Bezirksamt davon ausgeht, dass bald in der gesamten Verwaltung ein erfolgreicher Weg für eine bürgerfreundliche Verwaltungssprache eingeschlagen wird. - dem Bezirk 2010 für die Beseitigung von Schlaglöchern und Fahrbahnschäden durch den Senat fast 2,4 Mio € zur Verfügung gestellt wurden. - KubiS gGmbH, der Träger des Hortes der Heide-Grundschule, keine Insolvenz angemeldet hat. - für die seit 1976 existierende Schrankenanlage Oberspreestraße wie für die seit 1987 bestehende an der Ostritzer Straße 2011/12 Erneuerungen der Fahrbahn geplant sind. - auf die Besetzung des Bahnsteigs in Adlershof mit ortsfestem Personal verzichtet wurde, da die Abfertigung der Züge mittels Fernbeobachtungsanlage erfolgt. Bei Abweichungen vom Regelbetrieb können Kundenbetreuer zum Einsatz kommen. - seit 2001 im Bezirk zehn Radfahrer(innen) bei Verkehrsunfällen tödlich und 382 schwer verletzt wurden. In Adlershof gehören dabei die Einmündung Radickestraße/Adlergestell mit 44 und die Kreuzung Glienicker Weg/Adlergestell mit 36 Unfällen zu den Unfallschwerpunkten. - im Bezirk bisher (Stand: 26.1.2011) 22 Wohngemeinschaften mit 167 Plätzen für pflegebedürftige Menschen gemeldet sind. - im Vorjahr im Bezirk 3.291 Betriebe und Einrichtungen des Lebensmittelverkehrs überprüft wurden. 943 Verwarnungen wurden ausgesprochen, 64 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und 16 Vorgänge zur Verfolgung einer Straftat an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Nach der BVV-Sitzung vom 14.4. findet die nächste (einschl. Bürgerfragestunde) am 26.5. ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt. W.S.

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Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

Juni-Ausgabe ist der 20. Mai

TAG & NACHT

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hoher Anteil von organischen Fehlbildungen diagnostiziert. Die Herzoperationen in der Krakówer Jagiellonen-Universität, die vom Förderkreis unterstützt werden, halfen seit 1995 etwa 50 Kindern, die Folgen organischer Leiden zu mindern. In der Krakówer Kinderklinik arbeiten erfahrene und engagierte Herzchirurgen. Damit solche komplizierten Operationen auch in Belarus durchgeführt werden können, werden mit Hilfe des Förderkreises Praktika für Mediziner in Kraków organisiert. Diese Praktika haben bislang mehr als 20 Mediziner(innen) aus dem Gebietskinderkrankenhaus Mogilev und dem dortigen MedizinischDiagnistischen Zentrum absolviert. Derzeit wirken im hiesigen „Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder“ ehrenamtlich 14 Personen im Alter von 17 bis 66 Jahren mit. Die Projekte der Behindertenarbeit werden, wenn Eigenmittel vorliegen, durch mehrere Mittelgeber unterstützt. Die Organisation der Erholungswochen, der Herzoperationen und der medizinischen Praktika werden vollständig aus Spenden finanziert. Diethelm Dahms Der Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder ist über die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Köpenick (Bahnhofstraße 9) bzw. www. belarus-projekt.org zu erreichen. Weitere Informationen findet man unter info@belarus-projekt.org

20 Jahre Belarus-Projekt
1990 waren Mittel- und Osteuropa irgendwie in Auflösung begriffen – die Mauer war weg, Feindbilder bröckelten. Mitbürger begaben sich in den Westen, den sie den goldenen nannten, um dort ihr Glück zu suchen, andere um von dort mit abgelegten Automobilen zurückzukehren. Noch andere kamen aus jenem Westen, um den neuen Mitbürgern die Funktionsweise der freien Marktwirtschaft am praktischen Beispiel zu zeigen. In dem Jahr traf sich auch in Berlin-Köpenick eine Handvoll Menschen, um sich über Vergangenes zu unterhalten, das auf verhängnisvolle Weise damals – und heute wieder – seine Auswirkungen über weite Landstriche Europas gelegt hatte. Viele hatten es verschwiegen, andere verdrängt oder vergessen, aber die radioaktive Strahlung aus der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 war damals wie heute vorhanden. Zwar nahm sie im Westen Europas ab, aber der Genuss von Wild und Pilzen war weiterhin tabu. In Polen war es noch wesentlich gegenwärtiger. So hatte eine Frau aus Kraków die Idee, Kindern aus dem benachbarten Belarus Erholungsaufenthalte in unbelasteter Natur anzubieten. Diese Idee wurde von den Gründer(inne)n des „Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder“ aufgenommen und nach und nach in gemeinschaftlicher Arbeit zwischen Weißrussen, Polen und Deutschen in die Tat umgesetzt. (In dieser Zeitung wurde mehrfach darüber berichtet, z.B. AZ Nr. 188 + 200.) Über Belarus gingen 70% des radioaktiven Niederschlags aus der Reaktorkatastrophe nieder und das Gebiet Mogilev, aus dem die Kinder für die Erholungswochen stammen, ist das Gebiet mit der zweithöchsten Belastung. Erholungsaufenthalte in den unbelasteten polnischen Bergen um Rabka Zdrój sind wichtig, weil die Organismen der Kinder dabei Jod und Kalzium aufnehmen können, das nicht strahlt. Strahlendes Jod setzt sich in der Schilddrüse ab und zersetzt das lebenswichtige Organ. Radioaktives Strontium ist dem Kalzium so ähnlich, dass es vom Körper zur Knochenbildung verwendet wird. Seit 1991 erholen sich jährlich ca. 30 Kinder in Rabka Zdrój, seit 1998 sind auch Kinder mit Behinderungen dabei. Bildung und in beruflicher Weiterbildung zu finden. Die Arbeit des Förderkreises setzte zunächst dabei an, die vorhandenen Medien zu katalogisieren. Dazu wurde in einem internationalen Projekt in Belarus, der Ukraine und Russland eine Internet-Datenbank geschaffen, die die russisch-sprachige Literatur zur Behindertenarbeit katalogisiert. Gegenwärtig laufen zwei Projekte, in denen es darum geht, die berufliche Rehabilitation

Foto: privat

Erholung auf dem Dunajec – die jährliche Floßfahrt in Südpolen Die Nähe zu Belarus sorgt für kur- von Menschen mit Behinderung ze Reisezeiten, was die Belastung voranzubringen. Um diese Mender Kinder zusätzlich verringert. schen in die Tagesstätten fahren Die kulturelle und sprachliche zu können, wurde ein Bus gekauft Ähnlichkeit zwischen Polen und und nach Belarus gebracht. Nuklearstrahlung schädigt das Belarus erleichtert das Einleben der Kinder und die Kosten für die Erbgut. Deshalb wird auch 25 Erholungswochen in Polen betra- Jahre nach der Reaktorkatastrophe gen nur einen Bruchteil verglichen von Tschernobyl unter Kindern ein mit Erholungen in Westeuropa. Die Organisation der Erholungswochen nimmt bis heute einen wesentlichen Anteil der Arbeit des Zu einem niveauvollen Konzert Förderkreises ein. Im Laufe der wird am 22. Mai um 19.30 Uhr Zeit kamen die Bereiche Behin- in die Verklärungskirche (Arndtdertenarbeit sowie Herzoperatio- straße) eingeladen. Zur Auffühnen und medizinische Praktika rung kommen die Messe G-Dur hinzu. Obwohl Belarus inzwi- BWV 236 von Johann Sebastian schen als einziges Land der ehe- Bach (1685-1750) aus dem Jahr maligen GUS-Staaten ein Behin- 1737 und von Arnold Melchior dertengesetz hat, ist es für Men- Brunckhorst (ca. 1670-1725) „Die schen mit Behinderungen schwie- Ostergeschichte“, der 1720 der rig, Förderung in der schulischen vollständige Auferstehungsbericht

Konzert in der Verklärungskirche
unterlegt wurde. Ausführende sind Claudia Aust (Sopran), Dirk Klawuhn (Alt), Thomas Kober (Tenor), Andreas Jocksch (Bass), Martina Golz (Oboe) sowie ein Orchester und die Kantorei der Verklärungskirche unter der Leitung von Kantorin Beate Schlegel. Der Eintritt ist frei, um Spenden zum Begleichen der Unkosten wird gebeten. W.W.

Informationen zu kirchlichen Veranstaltungen auf Seite 11

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Nr. 205

16. Theaterfestspiele der Kinder und Jugend im Stadttheater
„Herr Richter, was spricht er!“ heißt es am 6. Mai ab 20 Uhr, wenn Rüdiger Warnstädt (Foto) im Stadttheater Cöpenick, Friedrichshagener Straße 9, seine Gerichtsverhandlung eröffnet. Die von nicht im Juristendeutsch vorgetragenen originalen Urteile lassen den Zuhörer teilhaben an dem Leben, das da ins Kriminalgericht Moabit hineinschwappt. und Gesundschmunzeln von Erich Kästner trägt am 13. Mai der Entertainer Lothar Wolf vor. Mike-Martin Robacki steht am 22. Mai mit seinem Programm „Weib S Bilder“ auf der Bühne als ein Mann, der über Gefühle spricht, wie es sonst nur Frauen tun. Die Idee entstand beim Betrachten gemalter Frauenporträts der Künstlerin Ada Kim. Robacki spricht diese Frauen direkt an. Auf leidenschaftliche musikalische Arrangements von Petko Datschew folgen die thematisch abgestimmten Lieder. Um telefonische Reservierungen wird unter 65 01 62 34 oder 65 01 62 30 gebeten. Vom 16. Mai bis 3. Juni gehört am Vormittag die Bühne fest dem Theaternachwuchs. Schon zum 16. Mal finden die Theaterfestspiele der Kinder und Jugend statt, ein Talentewettbewerb, an dem nicht nur Berliner Schüler teilnehmen. Weitere Informationen unter www.kunstfabrikkoepenick.de

Interessanter Gast beim Literaturkaffee
Am 15. Mai um 15 Uhr wird im KIEZKLUB des Kulturzentrums Alte Schule die französische Journalistin Pascale Hugues ihr 2008 erschienenes Buch „Marthe und Mathilde“ vorstellen. Sie ist die Großnichte von Georgette Goerke, die von 1918 bis 1924 Lehrerin an der Schule Bismarckstr. war, was in dem Buch eine Rolle spielt. Im Literaturkaffee am 16. Juni geht es dann um das Thema Wandern in der Literatur. Jede(r) Literaturinteressierte ist gern willkommen und kann sich einbringen. Dr. Hans Erxleben, Moderator des literarischen Kaffees

Hommage an Max Frisch
Zum 100. Geburtstag des am 15.5.1911 in Zürich geborenen Schriftstellers Max Frisch wird am 17. Mai um 18 Uhr in die Anna - Seghers - Gedenkstätte (Anna-Seghers-Str. 81) eingeladen. Dr. Monika Melchert wird dabei einige Kapitel aus ihrem als „Leseverführer“ bezeichneten Buch „Leben spielen – die schönsten Szenen bei Max Frisch“ vortragen. Für die Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben, um Spenden wie auch um Voranmeldung (Tel.: 677 47 25) wird gebeten. Wer an einem Besuch der Gedenkstätte außerhalb der Öffnungszeiten (Di und Do 10-16 Uhr) interessiert ist, kann gern nachfragen. W.S.

Foto: Stadttheater Cöpenick

Für „Ganz oder gar nicht – Ladies Night“ hebt sich am 7. Mai für diese Saison letztmalig der Vorhang. Gereimtes und Ungereimtes für Erwachsene zum Kranklachen

„100 Bilder des Jahres 2010“
Am 7. Mai findet um 13.30 Uhr im Rathaus Köpenick die festliche Eröffnung mit Preisverleihung der 17. Deutschen Fotoschau statt. Bis zum 3. Juni werden die schönsten „100 Bilder des Jahres 2010“, aufgenommen von Profis und Amateuren aus allen Bundesländern, in der Galerie des Rathauses zu sehen sein – der Eintritt ist frei. Traditionell themenfrei wird der Hauptwettbewerb ergänzt durch das Sonderthema „Glas“ – unterstützt von der Firma „Berliner Glas“. Alle Genres der Fotografie wurden genutzt, ebenso die gesamte Palette technischer Möglichkeiten. Viele digital fotografierte Aufnahmen wurden zusätzlich mit Computerprogrammen bearbeitet. Der Jury lagen mehr als 3.000 Einzelfotos von über 300 Einsendern vor. Den Hauptpreis errang Kahen Grace aus Remscheid, für ihre Gesamtleistung – u.a. mit Aufnahmen vom Ausbruch des Eyjafjallajökull-Vulkans auf Island. Den Jugend-Extrapreis für Einsender bis 21 Jahre erhält Carolin Riedel aus Jena für ihre dreiteilige Fotoserie „Alkohol isoliert“. Es wurden weitere Sonderpreise vergeben, und die Besucher können bis März 2012 einen Publikumspreisträger wählen. Anschließend gehen die Bilder in zwölf weitere Orte in Deutschland. Ein 132-seitiger Katalog stellt alle ausgewählten „100 Bilder 2010“ plus Sonderthema vor, für 10 € in den Ausstellungen erhältlich. Weitere Informationen zur Ausstellung gibt Hans-Jürgen Horn unter Tel. 0172/4354381 Doris Thyrolph

Ausstellung „Juden in Treptow“
Im Zentrum für Demokratie gegenüber dem S-Bhf. Schöneweide ist noch bis 13. Mai die Ausstellung „Juden in Treptow“ zu sehen. In ihr wird an Hand von Einzelschicksalen ein Überblick über die Entrechtung, Enteignung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung Treptows in der Zeit des Nationalsozialismus gegeben. Die seit 1994 an wechselnden Orten gezeigte Ausstellung basiert auf Recherchen der Autor(inn)en Monika Becker, Ronald Friedmann und Anja Schindler und wurde durch den Grafiker Werner Laube gestaltet. Gewünschte Führungen und Gesprächsanmeldungen bitte unter ausstellungen@offensiv91.de vereinbaren. Kontakt: Tel./Fax: 65 48 72 93, E-Mail: zfdtk@t-online.de, www.zentrum-für-demokratie.de

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Volksliedersingen im Arboretum
In guter alter Tradition lädt der Berliner Siedlerchor Altglienicke am 8. Mai ab 10 Uhr zu „Liedern unter Bäumen“ im Arboretum (Späthstraße 80) ein, einem frühlingshaften Volksliedprogramm, bei dem mitgesungen werden darf. Im Anschluss an das Konzert gibt es für alle Interessierten wissenschaftliche Führungen mit Botanikern der Humboldt-Universität durch die Gehölzsammlung und den Kräutergarten. An dem Wochenende findet auch der traditionelle Pflanzenund Handwerkermarkt „Späth’er Frühling“ statt. Gern laden wir Sie dann zwei Wochen später in die Dorfkirche Schönefeld ein: am Sonntag Kantate (22. Mai) beginnt um 16 Uhr unter dem Motto „Fröhliches Singen im Mai“ ein Konzert mit zwei Chören. Der Männerchor Blankenfelde wird uns helfen, das Publikum abwechslungsreich zu unterhalten. Peter Stein Berliner Siedlerchor Altglienicke

Bezirk im Foto Neue Schau
Die Galerie KUNST TRIFFT POLITIK in der Grünauer Str. 8, (Gartenhaus, Kreisbüro der SPD Treptow-Köpenick) lädt herzlich zur Vernissage mit Musik und Imbiss am 6. Mai um 18 Uhr ein. Die Ausstellung stellt unseren schönen Bezirk mit den Augen von 25 Amateurfotograf(inn)en aus Treptow-Köpenick vor. Die Schau ist bis zum 25. August zu besichtigen. Öffnungszeiten: Di 14-18, Mi-Fr 10-12, Do 13-15 Uhr sowie nach Vereinbarung. „Winter. Reise. Nebenwege – Collagen und Bilder“ ist der Titel einer Ausstellung, die am 12. Mai um 19.30 in der Galerie Grünstraße eröffnet wird. Im Mittelpunkt der Arbeiten von Ingo Arnold (Jg. 1931) stehen Blätter aus dem Zyklus ’Die Winterreise‘ nach Wilhelm Müllers 1824 veröffentlichten 24 Gedichten, die Franz Schubert vertont hat. Die Ausstellung in der Grünstr. 16 ist bis 23. Juni Di-Fr 13-19 Uhr und Sa 10-14 Uhr zu besichtigen.

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„Endlich mal was Schönes“
Am 13. Mai wird um 20 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Von Papier bis Stein“ in der Galerie im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstr. 54/56) eingeladen. Die Künstler kommen aus verschiedenen Klassen und Jahrgängen der Universität der Künste Berlin und sind durch die Steinwerkstatt HASHIMOTO verbunden. Ihr Treffpunkt ist der Stein, aber es werden auch andere Arbeiten gezeigt: Zeichnung, Holzschnitt, Druckgrafik, die miteinander korrespondieren. „Endlich mal was Schönes“ kann als Titel und ebenso als Fragestellung gelten, denn bekanntermaßen liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, meint Kuratorin Petra Hornung. Lassen wir uns überraschen! Geöffnet ist die Galerie Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr. Im „Bürgersaal“ ist auch im Mai die Ausstellung von 40 Farbfotografien von Monika StrukowHamel (Initiativgruppe Traditionelles Handwerk) „Ausgeführt durch Meisterhand –Baudenkmale in unserem Bezirk“ zu sehen. Das gleichnamige Buch mit weiteren beispielhaften handwerklichen Arbeiten in und an Bauten im Bezirk und einem Text von Christian Breer, dem Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde im Bezirksamt, kann in der Galerie gegen eine Spende an den Heimatverein Köpenick erworben werden. Die Ausstellung ist zu den Essenszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel.: 90297-5717) zu besichtigen. Im „KIEZKLUB“ werden im Mai „Pastelle aus dem Malkurs“ präsentiert. Die acht Teilnehmer(innen) am Malkurs von Jörg Nickel (2.+ 4. Do 14-16 Uhr) fanden zunehmend Gefallen an dieser Möglichkeit, sich malerisch auszudrücken. Man trifft sich sowohl im Kiezklub als auch bei Ausstellungen und ist gern in der Natur und anderswo sehend und zeichnend unterwegs. Weitere Interessierte mit Freude am Zeichnen und Malen sind willkommen (Informationen bei Jörg Nickel, Tel./Fax: 53 21 84 27). Die Räume des Kiezklub sind in der Regel werktags von 9 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.

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Einladungen ins RATZ-FATZ
Im Soziokulturellen Zentrum Ratz-Fatz in Niederschöneweide (Schnellerstr. 81) wird am 7.5. um 15 Uhr und am 8.5. um 10 Uhr für das junge Publikum ab 4 Jahren „Die Regentrude“ nach Theodor Storm von der Kindertheatergruppe aufgeführt. Zum politischen Kabarett „MordsGAUDI – mit Gerald Wolf“ wird am 6.5. um 19 Uhr eingeladen. In der Reihe „ErLesenes am Samstag“ (mit Frühstücksangebot) ab 10.30 Uhr sind am 7.5. in Schauspielereien mit Karola Mühlmann und Bernhard Buley zwei Stücke nach Anton Tschechow zu sehen. Bei einem Vortrag am 13.5. ab 19 Uhr ist eine Zeitreise durch den französischen Film von seinen Anfängen bis zur Gegenwart (mit Filmsequenzen) zu erleben. Am 29.5. lädt das Gitarrenensemble „Saitenspiele“ ab 15 Uhr wieder zu einem Konzert ein. Im Rahmen des Kulturcafés für Senioren (dienstags ab 14.30 Uhr) findet am 10.5. ein Grillnachmittag auf dem Hof statt und liest am 24.5. Michael Jungnickel Kurzgeschichten. Weitere Infos und Kartenbestellung unter 67 77 50 25. W.W.

„Die wilden Witwer “ für Wolfgang – Fräulein, pardon!“ „Ehren-Lola Mitbürger eine Tonlage, Kohlhaase Unser ehemaliger was es auch sei, in der Kulturküche Wolfgang Kohlhaase (s. AZ Nr. dieser erste Impuls ist oft die
Verehrte Damen (und natürlich auch Herren), lassen Sie sich am 5. Mai ab 19 Uhr in der Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestr. 33, in die Jugendzeit unserer Großeltern entführen! Das Programm „Die wilden Witwer – Fräulein, pardon!“ von Robert Hebenstreit und Christian Zacker beschert Ihnen die Melodien der 20er und 30er Jahre mit exotischen Rhythmen und Versen voller subtiler Erotik und hintergründigem Humor bespickt mit bissigen Texten von Autoren dieser Zeit (Foto).
144 +151+164+192+203) wurde am 11. April bei der Gala zum Deutschen Filmpreis 2011 im Berliner Friedrichstadtpalast mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die „EhrenLola“ wird für hervorragende Verdienste um den deutschen Film verliehen. Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie und Vorsitzende der Ehrenpreis-Jury sagte dazu: „Wir zeichnen einen Mann aus, der auf beiden deutschen Seiten Filmgeschichte und -geschichten geschrieben hat. Kluge, lakonische, lebensnahe,komische und manchmal bittere Beschreibungen des Alltags. Es scheint, dass Regisseure und Schauspieler dabei immer seine Komplizen sind. Und so kann man nur gewinnen.“ In seiner Dankesrede erklärte Kohlhaase: „Der erste Impuls, aus dem ein Film werden kann, eine Lust oder ein Schmerz oder beides, ein Charakter, ein Konflikt, der Umriss einer Handlung oder Sache der Autoren. Der Anfang, sagen die Chinesen, ist der halbe Weg. Aber Drehbücher schreibt man bei offener Tür. Immer tritt jemand ein und sagt etwas und fragt etwas, während ich ein endgültiges Zwischenprodukt herstelle, eine Mischung aus Poesie und Gebrauchsanweisung. Was erzählt man wem, warum? Und wie machen wir es gemeinsam richtig? Ich versuche, den Zuschauer für einen Nachbarn zu halten, den ich nicht langweilen will. Ich wünsche ihm im Kino die Teilnahme an anderer menschlicher Existenz, möglicherweise entdeckt er dabei sich selbst. Die Welt hat wenige Gewissheiten und neben den Computern wohnen die Rätsel. Vielleicht hilft es der Hoffnung, die wir brauchen, dass Menschen sich Geschichten erzählen. Ich danke der Akademie für diesen Preis. Es ist eine große Ehre. Ich bin nicht nur erfreut, sondern auch ermutigt. Und das braucht man in jedem Alter.“

Am 4. Mai können Kinder ab 10 Uhr mit Susanne Olbrich unter dem Titel „Frühlingskitzel“ eine Entdeckungsreise in den Frühling unternehmen. Dieser 2. Teil des Jahreszeitenquartetts ist geeignet für Zwei- bis Fünfjährige. Beim Konzert am Abend ist am 19. Mai das Simone ReifegersteTrio zu Gast. Das Berliner Trio spielt seine eigenen Interpretationen bekannter und unbekannter Titel aus Jazz, Blues, Rock und Pop. Weitere Informationen und Voranmeldungen zu den Veranstaltungen unter 90297-5570.

„Cacher l’art par l’art meme“ im Schlossplatztheater
Das Lustspiel „fastFaust“ steht vom 10. bis 18. sowie vom 27. bis 29. Mai wieder auf dem Spielplan des Schlossplatztheaters Köpenick. Die beiden Darsteller Ingo Volkmer und Torsten Walligura schlüpfen in 57 Rollen, so dass eine ganz außergewöhnliche komprimierte Fassung des „Faust“ entsteht. Das Ensemble des Jungen Schlossplatztheaters führt am 6. und 7. Mai „Genannt Gospodin“ auf. Für die kleinen Zuschauer hat am 23. Mai um 19 Uhr „Heldenagentur“ Premiere. Die Kinder der TheaterAG der Grundschule in der Köllnischen Vorstadt machen sich auch am 24. und 25.5. jeweils um 10 und 12 Uhr mit Improvisationen, Texten, Collagen, Liedern und Bewegung auf den Weg um die Frage zu klären: Was sind Helden? In der Konzertreihe sind am 8. Mai ab 18 Uhr Jenny Schäuffelen und Dirk Rave (Foto) mit ihren Akkordeons zu Gast. „Cacher l’art par l’art meme“ ist das Thema des Konzerts, das die Ausdrucksmöglichkeiten dieses Instruments zu nutzen weiß. Informationen unter 6516516 oder www.schlossplatztheater.de

Foto: Baumann

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Nr. 205

Die Bismarck-(Dörpfeld-)straße um 1900 noch ohne Straßenbahnschienen. Das Klein-Wohnhaus links wurde 1883 erbaut und 1997 abgerissen

Das Gemeindebüro befand sich in der Villa des ehemaligen Gutsbesitzers und Amtsvorstehers Hans von Oppen, Bismarckstraße 1. Der um 1870 errichtete Prachtbau wurde einst von den Fotos: Archiv Hinte Einwohnern „Adlershofer Schloss“ genannt

Das Jahr 1911 – Adlershof vor 100 Jahren
Von einem unscheinbaren Dorf zum bekannten Industriestandort mit 10.600 Einwohnern
Das Jahr 1911 begann mit milden Wintertagen, die von einem Temperatursturz auf -15°C abgelöst wurden. Die Kälte hielt sich bis in den Frühling hinein und setzte den Blüten an den Bäumen zu. Bekannt in der Wettergeschichte wurde jenes Jahr jedoch als das „Jahr der großen Hitze“. Es wird von 30 heißen Tagen in Folge berichtet, von Temperaturen bis plus 40°C, Hitzschläge in Berlin, Stettin und Sachsen wurden gemeldet. Das Getreide verdorrte auf dem Halm, Lebensmittel wurden knapp und teuer. Die Adlershofer Gemeindevertretung beriet über einen Antrag, Gemeindeangestellten mit weniger als 2.500 Mark Einkommen / Jahr Teuerungszulagen zu zahlen (20 Mark plus 10 Mark je Kind) – die bürgerliche Mehrheit lehnte ab. An den Schulen mussten die Sommerferien um einige Tage verlängert werden. „Hitzefrei“ war an der Tagesordnung. Die Freiwillige Feuerwehr musste oft mehrmals am Tage ausrücken, um Dachstuhl- und Waldbrände in der Cöllnischen Heide zu bekämpfen. Der bekannte Sänger und Komiker Otto Reutter besang in einem Couplet „Die große Hitze vom Jahre 1911“ u.a. mit den Versen: „Nichts ist schwerer zu ertragen, als ’ne Reih’ von schönen Tagen. Vom April bis zum Oktober, glüht die Sonne wie Zinnober...“ Das gesellschaftliche Leben im Ort begann 1911 wie immer: am 27. Januar fanden Schulfeiern zum Geburtstag „Seiner Majestät“ Wilhelm II. statt, der sich als „Friedenskaiser“ feiern ließ. Die Adlershofer freuten sich natürlich darüber, vierzig Jahre nach dem Krieg von 1870/71 im Frieden zu leben, länger als je zuvor. Am 30. Januar 1892 hatte die Straße VI auf dem Grundbesitz der Colonisten Gleichfeld und Hecht deren Antrag entsprechend und in der Hoffnung auf einen ewigen Frieden, den Namen „Friedenstraße“ erhalten. Das politische Klima änderte sich jedoch bald, als der Kaiser am 1. Juli 1911 das Kanonenboot „Panther“ in die südmarokkanische Hafenstadt Agadir entsandte. Deutsche Großindustrielle, voran Mannesmann und Krupp, sahen ihre Interessen an der soeben mit dem Sultan vereinbarten Ausbeutung des gerade entdeckten Eisenerzes im Süden des Landes bedroht, als französische Truppen u.a. in die damalige Hauptstadt Fes einrückten. In der „2. Marokkokrise“ mit dem provozierenden „Panthersprung“ wurden die Fronten zwischen den Großmächten deutlich sichtbar; verstärktes Wettrüsten nahm seinen Lauf. Dazu gehörte auch die Flottenrüstung. Sie wurde durch den „Deutschen Flottenverein“ lange psychologisch vorbereitet. Der hatte auch in Adlershof einen Ortsausschuss, dem 1911 Güterbahnhofsvorsteher Hutloff vorstand. Mit Matrosenanzügen gekleidete Kinder zeigten lange die Wirkung der kaiserlichen Flottenbesessenheit in der Bevölkerung. Es roch wieder nach Pulver! Am 3. September 1911 folgten 200.000 Berliner dem Aufruf der SPD zur wohl größten Friedensdemonstration der Stadt im Treptower Park. Sie stand unter der Losung: „Gegen Kriegshetze! Für den Völkerfrieden!“ Nach Zeitungsberichten nahmen hieran etwa 1.000 Adlershofer teil. Auf dem Jenaer Parteitag der SPD vom 10.-16. September 1911, an dem das Adlershofer Vorstandsmitglied Albert Horlitz (Verantwortlicher für die Bildungsarbeit und den Jugendausschuss) teilnahm, warnten August Bebel und Karl Liebknecht vor einem drohendem Weltkrieg. Die Adlershofer SPD, erfolgreichste Partei mit 616 Mitglieder, wurde auf dem Parteitag u.a. für ihre sozialdemokratische Bildungsarbeit lobend erwähnt. Vorträge mit 271 sowie Kurse mit 179 Teilnehmern wurden angeführt. Adlershof hatte sich aus einem unscheinbaren Dorf zu einem national und international bekannten Industriestandort mit ständig wachsender Arbeiterbevölkerung entwickelt. 1911 überragten fast ein Dutzend Schornsteine unseren Ort mit 10.600 Einwohnern. Sieben größere und mittlere Fabriken hat-

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ten sich niedergelassen: die Chemische Fabrik, später auch die Spritfabrik von A.F. Kahlbaum (heute: BERLIN-CHEMIE AG); der Werkteil für Verzinnerei, Verzinkerei und Verbleierei des südwestdeutschen Unternehmens Wolf Netter & Jacobi; die Filzfabrik Adlershof (beide später VEB Spezial Fahrzeugwerk Adlershof); die Fabrik isolierter Drähte zu elektrischen Zwecken A.G. der Gebrüder Vogel, die 1911 die „Ariadne, Fabrik isolierter Drähte GmbH A.G.“ übernahm (jetzt sind dort die Marktpassagen); die Berliner Metallwarenfabrik H.A. Jürst & Co. AG (Areal zwischen Büchnerweg, Anna-Seghers-, OttoFranke-Straße und Adlergestell); die Holzleisten- und Küchenmöbelfabrik Hans Lutze (später: VEB Großtischlerei Adlershof). Dazu kamen fünf mittelständische Unternehmen sowie 14 Waschanstalten (darunter die von August Kalz, später Wäscherei Dörschel), zwei Färbereien (darunter die von Karl Rottnik, später Chemische Reinigung), fünf Architekten und Bauunternehmer (darunter Karl Pförtner, Adolf und Hermann Klische), sechs Baugeschäfte, ein Bauschlosser und sieben Schlossereien (darunter Adolf Fischer – noch bis vor wenigen Jahren an der Otto-Franke-Straße – und Otto Meier, dessen Erbbegräbnis auf dem Friedhof eine große Christusfigur nach Thorvaldsen ziert), drei Zimmermeister, zwölf Tischlereien, sechs Malermeister, fünf Installationswerkstätten, vier Glasereien u.v.a.m. Handwerk hatte in Adlershof einen goldenen Boden; viele Aufträge kamen nicht nur aus der Bevölkerung sondern auch von den Fabriken in Adlershof. Der vor 100 Jahren noch von der Cöllnischen Heide umgebene Ort hatte innerhalb von 25 Jahren ein kleinstädtisches Aussehen

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Gemeindevertretung 1911 u.a. befasste. Immer wieder sorgten sich Verordnete um das Wohl der Kinder und die Zustände an den Schulen. So wurde einem Antrag zugestimmt, für bedürftige Schulkinder Essen bereitzustellen und zwei bis drei Klassenräume nachmittags offen zu halten. Gemeindevertreter Horlitz kritisierte die Überfüllung in Mädchenklassen. Der äußeren Gestaltung des Ortes diente ein Auftrag an den Steinsetzmeister Paul Arndt aus der Hackenbergstraße, den Marktplatz mit Mosaiksteinen zu pflastern. Nach Abnahme der Arbeit am 21.Juli schmückte den vielbesuchten Ort neben der schon vorhandenen Ligusterhecke auch ein fester Belag (der Marktbrunnen kam 1912 hinzu). Auch der mit dem Aushub des Teltowkanals höher gelegte Bahndamm konnte nach einem Bepflanzungsprojekt der Baumschule Späth für 280 Mark befestigt und verschönert werden. Die Vertretung nahm die Forderung der Ortsgruppe des „Verein der deutschen Kaufleute“ nach „Sonntagsruhe“ für das Handelsgewerbe in Adlershof zur Kenntnis. Mehrfach beschäftigten sich die Vertreter mit der seit längerem verlangten Straßenbahnanbindung an die „Städtische Straßenbahn Cöpenick“, die bislang nur bis zum Bahnhof Spindlersfeld fuhr. (Seit 1909 gab es bereits eine Linie der „Teltower Kreisbahn“ von Alt-Glienicke Kirche zum Bahnhof Adlershof.) Am 23. November 1911 wurde der Stadtgemeinde Cöpenick und der Landgemeinde Adlershof die beantragte staatliche Konzession für den Bau und den Betrieb der Straßenbahnlinie erteilt. Die Straßenbahn Nr. 5 konnte ab 29. September 1912 die neue Strecke befahren. Rudi Hinte
(wird fortgesetzt)

Die Fabrik von Wolf Netter & Jacobi an der Oppen-(Otto-Franke)-Straße. Links dahinter ist die Filzfabrik Adlershof zu erkennen, im Hintergrund die Chemische Fabrik von A.F. Kahlbaum

angenommen, das noch heute im Ortskern erkennbar ist. Die Adlershofer erwiesen sich als gesellige, aber auch kritische, aktive, den kulturellen und politischen Problemen gegenüber aufgeschlossene Bürger. Viele brachten sich in das Gemeinwesen der Landgemeinde ein. Sie wählten (nach dem 3-Klassen-Wahlrecht) in jenem Jahr zwölf Gemeindevertreter ins Ortsparlament: Dr. Baurath (Chemiker, Direktor Kahlbaum), Büttner (Tischler), Laube (Eigentümer), Dr. Saling (Arzt), Hildebrandt (Schriftsetzer), Dr. A. Franke (Apotheker), Hans Lutze (Fabrikbesitzer Holzfabrik), Kruse (Buchbinder), Roeseler (Unternehmer Installationsbetrieb), Albert Horlitz (Tischler); zwei Mandate waren 1911 unbesetzt. Dazu kamen die Schöffen: Mendelssohn (Kaufmann), Dr. Guido Ehrmann (Arzt), Kaiser (Fabrikbesitzer Emailleschilderfabrik). Gemeindevorsteher und Bürgermeister war seit 1910 Assessor a.D. Hans Köhler. Das Gemeindebüro befand sich in der

Hans Köhler wurde am 26. Mai 1910 in sein Amt als „besoldeter Gemeinde-Vorsteher“ eingeführt

Villa des ehemaligen Gutsbesitzers und Amtsvorstehers Hans von Oppen, Bismarck-(Dörpfeld-) straße 1. Ab 25. September 1911 kam ein 2. Büro in der Posadowski(Weerth-)straße hinzu. Ein kurzer Blick in das Protokollbuch der Gemeindevertretung zeigt, mit welchen Anliegen sich die

Ortschronist lädt zu einem historischen Rundgang ein
Ortschronist Rudi Hinte lädt am 21. Mai zu einem historischen Rundgang unter dem Thema „Als Adlershof ein Villenort werden sollte“ ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem kleinen Markt Dörpfeld- / Ecke Nipkowstraße. Darüber hinaus ist er für Interessenten an der Heimatgeschichte am 10. und 24. Mai von 15-18 Uhr in der „Heimatstube“ in der Alten Schule (Dörpfeldstraße 56) zum individuellen Gespräch anzutreffen. Andere Termine können mit ihm unter Tel./Fax: 677 04 11 oder E-Mail: R.hinte@web.de vereinbart werden. W.S.

Die Geschichte Adlershofs
Spannende Episoden und interessante Details aus der mehr als 250jährigen Historie unseres Ortes sind in den Bänden I und II des „Adlershof“Geschichtsbuches von Rudi Hinte nachzulesen. Band I ist leider bereits ausverkauft. Teil II kann im „Boulevardbuch“ am Marktplatz und in der „Heimatstube“ in der Alten Schule, Dörpfeldstraße 54 sowie im Heimatmuseum, Sterndamm 102, für 13,90 € erworben werden.
Rudi Hinte

Sonderausstellungen im „industriesalon schöneweide e.V.“
Im „industriesalon schöneweide e.v.“ (Reinbeckstr. 9) sind seit Ende April zwei Sonderausstellungen zu sehen. Für „Die blaue Post der DDR – Fahrzeuge des Rundfunks und Fernsehens“ hat der Modellbauer Dieter Fichtner eine große Zahl von Modellen im Maßstab 1:87 aus der Zeit der DDR-Rundfunk- und Fernsehtechnik geschaffen (bis 21. Juli). Zudem stellen bis 30. Juni unter „1256 Stunden Schein“ drei internationale Künstlerinnen ihre Arbeiten zu Schöneweide vor. Öffnungszeiten: Mi 14-18 Uhr, Fr 14-19 Uhr und nach Vereinbarung. Tel.: 53 00 70 42

ADLERSHOF
Vom Colonistendorf Sueszen Grundt zum Zentrum für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien

Teil II ab 1920

MEDIEN-BÜRO Ebner

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Nr. 205

Veranstaltungen im „KIEZKLUB“
Für den „KIEZKLUB Alte Schule“ (Dörpfeldstr. 54; Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr) teilten wir im Januar und März die regelmäßig wiederkehrenden Termine mit. Außerdem bietet das Mai-Programm: 4.5., 14.30 Uhr: Tanz mit Jo Larisch (Eintritt: 2,50 €) 18.5., 14.30 Uhr: Grillfest mit Bernd Schwerdtfeger (kostenfrei) 19.5., 15.00 Uhr: Informationsveranstaltung der Polizei (kostenfrei) 25.5., 16.30 Uhr: Trommeln gegen Sucht (Spende erbeten) Zum „Disco-Fieber im Kiezklub“ wird am 20.5. ab 19 Uhr in den Kiezklub KES (Plönzeile 7, Haus B) eingeladen. DJ Silvio legt Hits der 70er und 80er Jahre auf (Eintritt: 5 €, erm. 2,50 €). Weitere Auskünfte und Anmeldungen zu Veranstaltungen unter 90297-5767. W.W.

Mit dem Seniorenbus im Mai unterwegs
2.5. Wir besuchen das Gut Hirschaue in Birkholz im Oder-Spree-Kreis. In dem Wildgatter leben auf der 100 ha großen Fläche mehr als 1.000 Damtiere, Rothirsche und Wildschweine. (Fahrkosten: 22 €) 4.5. Beim Baumblütenfest in Werder wollen wir die Blütenpracht genießen, brandenburgische Spezialitäten kaufen und ein leckeres Mittagessen einnehmen. (Fahrkosten: 18 €) 9.5. Marktbummel in Hohenwutzen. (Fahrkosten: 24 €) 10.5. In Baruth fahren wir zur Besichtigung auf das Gelände der Glashütte und werden je nach Wetterlage auch den Tierpark besichtigen. (Fahrkosten: 20 €, Eintritt: 5 €, mit Schwerbehindertenausweis 2,50 €) 11.5. Tulipan – die Tulpenschau im Britzer Garten gilt es zu bewundern. (Fahrkosten: 15 €, Eintritt: 3 €, mit Schwerbehindertenausweis 1,50 €) 16.5. Spargel direkt vom Feld gibt’s in Schlunkendorf bei Beelitz. Auf dem Spargelhof kann man den Weg des Spargels bis zur Verarbeitung und Verpackung aus nächster Nähe nachvollziehen. (Fahrkosten: 18 €) 17.5. Von der Landschaft am Stechlinsee war schon Fontane begeistert. In Neuglobsow steht das Haus, in dem der Dichter abgestiegen sein soll, unter Denkmalschutz. (Fahrkosten: 24 €) 18.5. Diese Fahrt bringt uns an den Wandlitzer See. (Fahrkosten: 18 €) 23.5. Wunschfahrt: Sie haben die Wahl zwischen Neuruppin, Brandenburg und Jüterbog. (Fahrkosten: 22 €) 26.5. Ziel der Tour durch die Ruppiner Schweiz und Ruppiner Heide ist der Tornowsee. Dort steht eine alte Wassermühle. (Fahrkosten: 24 €) 30.5. Marktbummel in Küstrin. (Fahrkosten: 24 €) 31.5. Im Storchendorf Linum (Mark) nisten über 15 Storchenpaare auf Giebeln, Masten, der Kirche und einer Linde. (Fahrkosten: 20 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr abgeholt, bei Polenfahrten zwischen 8 und 9.30 Uhr. Ihr VdK-Team!

Kulturloge Berlin unterstützt
Würden Sie gerne wieder einmal ein Konzert, ein Theaterstück oder eine Lesung erleben? Die Kulturloge Berlin will schöne Stunden ermöglichen und organisiert, dass man nach Möglichkeit an Veranstaltungen teilnehmen kann. Viele Partner helfen dabei und stellen Plätze für Konzerte, Theater und Lesungen zur Verfügung. Gäste der Kulturloge können Menschen mit geringem Einkommen sein. Wenden Sie sich an die Leiterin des KIEZKLUBs oder informieren sich unter 28 86 73 00 bzw. www.kulturloge-berlin.de

Seniorenakademie: Neue Angebote
Mit Unterstützung der Bezirksstadträtin für Soziales und Gesundheit und dem Jobcenter Treptow-Köpenick kann die Seniorenakademie ihr Angebot seit April weiter ausbauen. Damit wird es möglich, auch am Nachmittag für Einzelbesucher Tipps und Hilfen rund um die PC-Nutzung zu geben. Zusätzlich wurden zwei Räume im Rathaus Johannisthal zur Verfügung gestellt und mit Technik ausgestattet. Informationen zu den Angeboten und Zeiten sind bei Frau Feustel unter Tel. 311 70 38-155 zu erfragen.

Sozial-Sonderkommission „100+“
Normalerweise geht die Bezirksbürgermeisterin zum Gratulieren bei Hochbetagten. Ist sie verhindert, lässt sie sich von einem Bezirksamtsmitglied vertreten. Inzwischen ist es aber so, dass Treptow-Köpenick mit einer so erfreulichen Zahl über 100-Jähriger gesegnet ist, dass das Bezirksamt schon gar nicht mehr hinterher kommt. Darum wurde die „SoKo 100+“ ins Leben gerufen, die da wertvolle Hilfe leisten wird. Ihr gehören Ulrike Ahl, Dr. Ida Beier, Brigitte Hanne, Jürgen Hilbrecht (jawoll – der „Hauptmann“!) und Helga Walter (früher Sozialstadträtin von Köpenick) an.

Hilfe zur Thematik „Pflege“
Wie sie die Pflege daheim unterstützen können, berichten Anbieter im Bezirk am 18. Mai um 14 Uhr im Pflegestützpunkt Spreestraße 6 (Nähe S-Bhf. Schöneweide). Um Voranmeldung vor dieser kostenfreien Veranstaltung wird unter 39 06 38 25, Mail: psp.treptowkoepenick@albatrosggmbh.de gebeten. Interessenten, die den Weg nicht bewältigen, zum Termin verhindert sind oder ihr Anliegen nicht in einer Gesprächsrunde vorbringen möchten, können einen individuellen Termin vereinbaren: www.pflegestuetzpunkteberlin.de Ein weiteres Angebot ist die geplante Gründung von Selbsthilfegruppen in Treptow-Köpenick. Zum Thema „Was hilft mir in der Pflege?“ sollen Erfahrungen aus dem Alltag als Pflegende und Begleitende hoch betagter Eltern, Ehegatten, von Kindern, Nachbarn und Bekannten geteilt werden. Fragen wie „An welche Grenzen führt mich die Pflege?“ „Wie ändern sich Beziehungen?“ „Wer versteht mich?“ werden erörtert. Interessenten melden sich bitte bei Projektkoordinatorin Dorothee Kammin (Tel. 226 848 02).

Mittel für ehrenamtliche Arbeit
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat der Abteilung Soziales und Gesundheit des Bezirksamtes im Haushaltsjahr 2011 einen Betrag in Höhe von 4.000 € zur Verfügung gestellt. Das Geld soll für Sachmittel zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit von Bürger(inne)n zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur in Eigenleistung, konkret für Senioreneinrichtungen und Nachbarschaftsheime verausgabt werden. Die Mittel sind z.B. für Renovierungen einzusetzen. Damit können ehrenamtlich Engagierte in diesen Einrichtungen entsprechend tätig werden. Für Räume, die die Bürger(innen) nutzen, können auch Ausstattungsgegenstände (z.B. Bestuhlung) angeschafft werden. Den Antrag können Bürger(innen) oder gesellschaftliche Initiativen stellen, die sich in ihrem Wohn- und Lebensumfeld engagieren und nicht gewinnorientiert arbeiten. Anträge sind schriftlich bis zum 30. Juni 2011 an das Bezirksamt Treptow-Köpenick Abt. Soziales und Gesundheit SozL 27/SozL 28 Postfach 910240 12414 Berlin unter Angabe von Zweck, Art, Umfang, Zeitrahmen und Kosten des Vorhabens zu richten. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte unter 90297-6078/-6086 an die zuständigen Mitarbeiterinnen. Ein Rechtsanspruch auf Förderung oder auf eine bestimmte Höhe der Förderung besteht nicht. Die Entscheidung auf Förderung erfolgt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Selbsthilfegruppe
Unsere Selbsthilfegruppe für Menschen mit Migräne und Kopfschmerzen ist noch klein. Bei uns findet man Verständnis, kann Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen, Problemlösungen entwickeln, Initiativen aktivieren, Selbstsicherheit gewinnen und neuen Lebensmut schöpfen. Wir treffen uns jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat, 18-19.30 Uhr im SHZ Eigeninitiative (Genossenschaftsstr. 70). Anmeldung und Informationen: Tel. 631 09 85

Online-Beratung
Immer mehr junge Menschen werden Opfer von Gewalttaten auf der Straße, in Schulen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Kostenlose Unterstützung bietet „Erste Hilfe bei Gewalt“, ein Kooperationsprojekt des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. und der DASI Berlin gGmbH. Dorthin können sich Jugendliche wenden. Jetzt gibt es über die Seite www. erste-hilfe-bei-gewalt.de zusätzlich kostenlose Online-Beratung.

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Dankeschön-Gala im Cabuwazi
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Im Herbst 2010 stand der preisgekrönte Berliner Kinder- und Jugendzirkus und anerkannte Träger der Jugendhilfe Cabuwazi vor dem Aus. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit musste der Betreiberverein vorläufige Insolvenz anmelden. Eine Katastrophe für die zahlreichen Kinder und Jugendlichen, die wöchentlich an 5 Standorten in 30 klassischen und modernen zirzensischen Disziplinen sowie Tanz, Theater, kreativem Bühnenbildbau und Plakatgestaltung trainieren konnten. Doch die Cabuwazi-Crew gab nicht auf und so konnte eine neue Trägerschaft gefunden werden. Nun melden Cabuwazi und sein neuer Träger, die Grenzkultur gGmbh einen weiteren Erfolg: Mit Unterstützung engagierter Eltern, Künstler, dem Jugendamt, Stadträten und politischen Vertretern aus Treptow-Köpenick gelang es, das Grundstück in AltTreptow auf dem ehemaligen Grenzstreifen zu erweitern und abzusichern. Ein wunderbarer Anlass für eine große Dankeschön-Gala am 8. Mai ab 16 Uhr, die neben einem Artistikprogramm auch eine Luftballon-Wunschaktion mit der Schauspielerin Jasmin Tabatabai als Schirmherrin bietet. Eintritt frei! Weitere Infos: CABUWAZI Treptow, Britta Niehaus, Bouchéstraße 74; Tel.: 544 90 15 18, www.cabuwazi.de

Die Taborkirche in Wilhelmshagen wird 100 und lädt zur Festwoche ein
Am 8. Mai begeht die evangelische Kirchengemeinde Rahnsdorf/Wihelmshagen/Hessenwinkel das 100jährige Bestehen der Taborkirche im Rahmen eines Gemeindefestes in der Schönblicker Straße in Wilhelmshagen. Zum Auftakt findet um 14 Uhr ein Festgottesdienst statt. Die Predigt hält der Superintendent des Kirchenkreises an Oder und Spree Christoph Bruckhoff. Ab 15.30 Uhr wird auf dem Taborkirchplatz ein buntes Markttreiben mit Kaffee und Kuchen, Tombola, Spielen und Bühnenprogramm stattfinden, für Interessierte werden Kirchen- und Orgelführungen angeboten. Nach dem Jazzkonzert um 18 Uhr wird noch gegrillt. In der anschließenden Woche finden alle Gemeindeveranstaltungen in der Taborkirche als „Tage der offenen Tür“ statt. Zum Festwochenausklang wird am 14.5. um 16 Uhr zum Festkonzert in die Taborkirche eingeladen. Die Rahnsdorfer Kantorei singt unter der Leitung von Johannes Raudszus die „Messa di Gloria“ von G. Puccini und „Te Deum D-Dur H 146“ von M.A. Charpentier. Doris Thyrolph

Qualifiziert für den Bundeswettbewerb
Der diesjährige Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ endete für die Joseph-Schmidt-Musikschule sehr erfolgreich. Vier Schüler(innen) qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb, der 2011 in der Region Neubrandenburg ausgetragen wird. Armin Kulla (Gitarre Pop), Jonas Vollmer (Drumset), Maike Schroeter (Klassischer Gesang) und Jakob Zell (Klavier) erzielten jeweils einen 1. Preis und sicherten sich die Fahrkarte nach Neubrandenburg. Insgesamt waren 17 Schüler(innen) der Joseph-Schmidt-Musikschule bei den Regionalwettbewerben im Februar gestartet. Auch wir gratulieren allen Preisträger(inne)n sehr herzlich zu ihren hervorragenden Platzierungen und wünschen den Qualifizierten für den Bundeswettbewerb viel Erfolg. Am 29. Mai beginnt um 17 Uhr im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen zum 60. Jahrestag der Joseph-Schmidt-Musikschule Treptow-Köpenick in der Christuskirche Oberschöneweide (Firlstraße 16) ein Chorkonzert. Mitwirkende sind: Belledonne vocale (Leitung: Claudia Aust), VOKENS T (Leitung: Dirk Klawuhn) und der Jugendchor „Cantando“ (Leitung Tobias Segsa). Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Kirchliche Termine im Mai
In der Verklärungskirche (Arndtstraße) kommt die Gemeinde sonntags um 10 Uhr zum Gottesdienst zusammen. Am 15.5. findet dabei die Vorstellung der Konfirmanden statt und am 22.5. ist der Gospelchor an der Gestaltung beteiligt. Am 22.5. um 19.30 Uhr wird zu einem festlichen Konzert eingeladen (s. S. 5). Mittwochs um 21 Uhr findet in der Kirche die „Komplet“ (kirchliches Nachtgebet, s. ev. Gesangbuch Nr. 786) mit Herrn Jacobi statt. Ab 19.5. ist donnerstags von 14-17 Uhr die Kirche zur Besichtigung oder zum stillen Gebet geöffnet. Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommt der Frauenkreis am 6.5. und 20.5. um 15 Uhr, der Männerkreis am 6.5. um 18 Uhr und der offene Gemeindekreis am 25.5. um 18.30 Uhr zum Thema „Simson – der Mensch zwischen Kraft und Ohnmacht“ zusammen. Zur Wochenendfreizeit vom 6.- 8.5. in Gussow kann man sich bei Familie Prinzler (Tel.: 67 19 80 00) informieren. In der Christus-König-Kirche (Nipkowstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr zur Hl. Messe. Im Mai kommt sie zudem sonntags (außer am 29.5.) um 17 Uhr zur Maiandacht zusammen. Beim „Kindersonntag“ am 15.5. treffen sich die Kinder bereits vor dem Gottesdienst. Nachdem man am 28.5. um 10 Uhr in St. Antonius Oberschöneweide (Roedernstr. 2) zur Hl. Firmung zusammengekommen ist, findet hier am 29.5. um 11 Uhr eine Feier zur Hl. Erstkommunion statt. Die Freie evangelische Gemeinde begeht sonntags in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) um 10 Uhr ihren Gottesdienst. Die Pfadfinder (Jungen und Mädchen von 8-12 Jahren) treffen sich am 6.5. und 20.5. um 15.30 Uhr, die Teens freitags um 18.15 Uhr. Die Senioren kommen am 18.5. um 14.30 Uhr zusammen. Herr Galbrecht vom Malteser Hilfsdienst informiert über Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung. Infos zu weiteren Veranstaltungen unter: www.lebewertvoll.de oder Tel. 677 56 65.

22.Mai: Gottesdienst, Konzert und Brunch
Die Gemeinde der Neuapostolischen Kirche (Handjerystr. 27) lädt am 22. Mai nach einem besonders für Gäste gedachten Gottesdienst um 9.30 Uhr zu einem kleinen Konzert ein. Beim anschließenden Brunch für alle kommt es sicher zu einem interessanten Gedankenaustausch. Die Gottesdienste finden regelmäßig sonntags um 9.30 Uhr und mittwochs um 19.30 Uhr statt.

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Nr. 205

Neues von der „Holzoper“
Vielen Adlershofern wird aufgrund der großen WoBeGeInformationstafel am Ende der Genossenschaftstraße nicht entgangen sein, dass im Augenblick der 1. Verkaufsabschnitt von 12 der insgesamt 23 Grundstücke auf dem Gelände der „Holzoper“ läuft. Da diese Phase fast abgeschlossen ist, gab es am 5. April die erste Versammlung der neuen Eigentümer. Neben dem Kennenlernen der zukünftigen Nachbarn wurden insbesondere Fragen zur Verwaltung der Gemeinschaftsflächen diskutiert. Ein besonderer Tagesordnungspunkt war die Festlegung des Namens der neuen Ringstraße auf dem Areal. In den letzten Monaten konnten alle Eigentümer dazu Vorschläge unterbreiten. Zur Gewinnung weiterer Namensideen gab es sogar Mitte Januar ein Treffen mit dem Adlershofer Ortschronisten Rudi Hinte. Mit großer Mehrheit hat die Eigentümerversammlung jetzt beschlossen, dass die neue Straße „Zur Holzoper“ heißen wird. Mit dieser Entscheidung wird der Name „Holzoper“, der zur Geschichte von Adlershof gehört, nun für immer in zukünftigen Stadtplänen verewigt sein. Wer es nicht weiß, das Areal diente bereits 1880 dem Arbeiterturnverein als Sportplatz und in der Holzbaracke gab es oft ein geselliges Beisammensein, bei denen auch Kulturstücke aufgeführt wurden (daher „Oper“). Eine gleichnamige Gaststätte befand sich dort bis Ende der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts (s. auch AZ Nr. 142 + 143). Mit der Fertigstellung der Ringstraße in wenigen Wochen wird auch das Baugeschehen auf den ersten Grundstücken beginnen. Bernd Stube
Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an seiner

Foto: Bresler

Frühjahrsputz mit Jagdfasan
Weiterhin halten wir an der Tradition fest, zweimal im Jahr in unserem Waldgebiet mit vereinten Kräften nach dem Rechten zu sehen. Der Frühjahrsputz fand am 9. April bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen statt. Aufgrund der Presseinformation kamen ca. 20 kleine und große Helfer, um dem Müll auf den Leib zu rücken. Leider konnte uns die Freiwillige Feuerwehr Adlershof diesmal nicht unterstützen, da die Kameraden anderweitig gebunden waren. Der Müll, der in gut zwei Stunden eingesammelt wurde, füllte wieder die Ladefläche des Kleintransporters, den uns die Berliner Forsten zum Abtransport zur Verfügung gestellt hatten. Leider mussten wir erfahren, dass Revierförsterin Katrin Degen die Stelle wieder aufgegeben hat. Diese ist nun offen, und Herr Vogt wurde kommissarisch mit der Leitung des Reviers beauftragt. An ihn wurden die Fragen der Bürger weitergegeben, die am 9.4. gestellt wurden. Sie lauten u.a.: - Können nicht die z.Z. durchgeführten Arbeiten zur Munitionsbergung (s. unten) während der Vogelbrut ausgesetzt werden, da viel Unterholz beseitigt wird und somit die Bodenbrüter enorm gestört bzw. die Brut sogar verhindert werden? - Kann das an den Hauptwegen liegende Todholz von den letzten Stürmen, dem Schneebruch bzw. von der Wegesicherung nicht in weniger begangene Bereiche verbracht werden? - Sind auch künftig Wanderungen mit dem Förster in unserer Heide möglich? Beim Einsammeln der schweren Müllsäcke mit dem Kleintransporter erlebten wir eine kleine ornithologische Sensation. Vor dem Auto stolzierte seelenruhig ein Jagdfasan! Der bunte Hahn verschwand schließlich im Unterholz. Nach unserem Wissen wurde in unserer Köllnischen Heide bisher kein Fasan gesichtet. Den Abschluss bildete wieder eine kleine Stärkung in Form von Kuchen, warmen und kalten Getränken. Im Namen des Vorstandes unseres Vereins bedanke ich mich bei allen Beteiligten und hoffe auf ein Wiedersehen beim Herbstputz am 22. Oktober in der Köllnischen Heide bei bester Gesundheit. Jürgen Bresler Bürgerverein „Cöllnische Heide e.V.“

Spielplatzsanierung
Der öffentliche Spielplatz in der Friedlander Straße wird saniert. Ursprünglich war die Sanierung des Spielplatzes Wassermannstraße 72 geplant. Dieses Vorhaben muss wegen der Bautätigkeit auf dem benachbarten Grundstück ins nächste Jahr verschoben werden. Da die Spielgeräte auf dem Spielplatz Friedlander Straße Mängel aufweisen und eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist, wurde die Sanierung dieses Platzes vorgezogen. Geplant sind die Überarbeitung und Erweiterung der Gehölzflächen, die Erneuerung der Wegeflächen, der Bau eines neuen Kleinkinderspielbereiches sowie die Anschaffung neuer Spielgeräte. Wegen des Umbaus ist eine Schließung des Platzes bis ca. Juli 2011 erforderlich.

Blutspendeaktion
am 26. Mai von 11.30 - 16.30 Uhr im WISTA-Gebäude, Rudower Chaussee 17, zu beteiligen.
(Personalausweis und ggf. Blutspendepass nicht vergessen!)

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

Am 25.5. geschlossen
Wegen einer Fortbildungsmaßnahme bleibt das Bürgeramt I im Rathaus Köpenick am 25. Mai geschlossen. An diesem Tag stehen die beiden anderen Bürgerämter von 8 bis 13 Uhr zur Verfügung.

Kampfmittelräumarbeiten in der Köllnischen Heide
Seit einigen Wochen fällt Joggern, Radfahrern und Spaziergängern in der Köllnischen Heide auf, dass an verschiedenen Stellen an Büschen, Bäumen und Holzpfählen rot-weiße Flatterbänder befestigt sind. Schließlich bemerkt man einige Männer, die damit beschäftigt sind, anhand eines Geländeplanes ein bestimmtes Gebiet mit rot-weißen Markierungsstäben abzustecken. Eine weitere Gruppe sucht innerhalb des so markierten Gebietes mit einem Gerät, das über eine optische Anzeige und ein akustisches Signal verfügt, zentimeterweise den Waldboden ab. Warn- und Hinweisschilder klären uns auf: Es sind – im Auftrag des Senats – Mitarbeiter eines Kampfmittelsuchdienstes bei ihrer oder sehr schwierigem Gelände mit einem kleinen Bagger wird dann an diesen Stellen der Boden untersucht. Abgesehen von gefährlichem Kriegsmaterial, nach dem hier eigentlich gesucht wird (bis Anfang April drei Bombenfunde), wird vorwiegend verrottetes Eisen zu Tage gebracht, das der Schrottverwertung zugeführt wird. Anschließend ist man bemüht, die entstandenen Löcher wieder zu füllen und zu planieren, so dass in kurzer Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, „Gras über die ganze Angelegenheit gewachsen ist“ und man von der Aktion nichts mehr bemerkt. Dies alles geschieht im Interesse der Sicherheit aller Waldbesucher. Horst Wenzel

Fotos: Wenzel

Markierungsstäbe verweisen auf die Räumarbeiten, bei denen viel verrottetes Eisen gefunden wird

nicht ungefährlichen Tätigkeit, die hier sorgfältig das markierte Gebiet mit einer auf Eisenmetall reagierenden Sonde nach evtl. noch vorhandenen gefährlichen Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg absuchen.

Die Stelle eines vermeintlichen Fundes wird für den nachfolgenden Trupp, der ebenfalls mit einer Sonde ausgerüstet ist, mit den schon erwähnten Flatterbändern markiert. Mit Hilfe eines Spatens und bei tieferliegenden Objekten

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Herzliche
Bäckermeisterin Ella Borchert werden an diesem 9. Mai auch im Namen etlicher früherer Kunden beste Wünsche zur Vollendung ihres 104. Lebensjahres übermittelt. Am Beginn seines 100. Lebensjahres gratulieren wir am 25.5. Heinz Leonhardt ebenso herzlich zu seinem 99. Wiegenfest. Nach ihrer Gnadenhochzeit im Vormonat beglückwünschen wir am 6.5. Ilse Schulz zum 96. Geburtstag. Zum 94. Erdenjubiläum übermitteln wir am 15.5. Ingeborg Kiewitt und am 26.5. Gerhard Jahn und zum 93. Tag der Geburt am 12.5. Elsbeth Hanke beste Wünsche. Auf 91 erfüllte Lebensjahre blicken am 11.5. Viktor Szakallas und am 26.5. Elli Wurziger zurück. Zu dem recht großen Kreis der nunmehr 90jährigen zählen am 2.5. Ursula Müller, am 6.5. Kurt Schielke,

Glückwünsche
am 20.5. Erika Schmidt, am 21.5. Helene Pastewski und Vera Waldow, am 23.5. Käte Heining sowie am 31.5. Karla Schoknecht. Ihr 85. Lebensjahr vollenden am 9. Mai Kurt Trappiel, am 15. Mai Karl-Heinz Katerbaum und am 22. Mai Elli Stefanski. Den 80. Tag der Geburt begehen Dr. Marianne DietrichFriedländer (1.5.), Waltraud Schumann (6.5.), Lutz Neumann (7.5.), Waltraud Springfeld (8.5.), Franz Janitzek (15.5.), Brigitte Kamps (19.5.), Dr. Rosiza Bergschicker und Margot Fröhlich (27.5.), Lucie Tittel (28.5.), Helga Piesker und Willi Konzak (31.5.). Wir übermitteln allen – auch den ungenannten – Jubilaren beste Wünsche für Gesundheit, Freude und Zufriedenheit.

Nicht trauern wollen wir, daß wir sie verloren haben, sondern dankbar sein, daß wir sie gehabt haben.

Veterinärrat Dr. Erika Marianne Stuhrberg
* 19.7.1941 † 9.4.2011

Für die zahlreichen Beweise der Zuneigung und Achtung, die unserer geliebten Verstorbenen auf ihrem letzten Wege dargebracht wurden und die vielen Bemühungen in Wort und Schrift, uns Anteilnahme zu bekunden und Trost zu spenden, danken wir herzlich. Dr. Uwe Stuhrberg
im Namen aller Angehörigen

Glückwünsche zum 80.
Lieber Lutz Neumann, meine herzlichen Glückwünsche zu Deinem 80. Geburtstag möchte ich mit dem Dank für die fast zwanzigjährige freundschaftliche Zusammenarbeit verbinden. Bald nachdem ich 1992 mit der ortsgeschichtlichen Forschung in Adlershof begann, gehörtest Du zu den Mitbegründern der kleinen „Interessengemeinschaft Heimatgeschichte Adlershof“ beim Bürgerverein Adlershof Cöllnische Heide e.V. In allen Jahren warst Du ein zuverlässiger Mitgestalter unserer Arbeit. Ich habe in Dir einen ideenreichen und kritischen Begleiter meiner Tätigkeit als „ehrenamtlicher Ortschronist“ gefunden und schätzen gelernt. Du hast geholfen, die mehr als 150 heimatgeschichtlichen Vorträge vorzubereiten und durchzuführen. Von Dir gestaltete Ankündigungsaushänge wurden begehrte Sammelobjekte. Die Vermittlung von Episoden zur Geschichte Adlershofs in einer Reihe von Dir trefflich gestalteter Faltblättchen hat Freude bereitet und interessierte Leser gefunden. Zum Höhepunkt unserer Arbeit wurde die Herausgabe des ersten Bandes zur Ortsgeschichte „Adlershof – Vom Colonistendorf Süßengrundt zur Stadt der Wirtschaft, Wissenschaft und Medien • 1754 bis 1920“. Deine sorgfältige und kritische Durchsicht des Textes sowie zahlreiche inhaltliche Vorschläge trugen wesentlich zum Gelingen dieses Vorhabens bei, das bei den Adlershofern eine gute Aufnahme fand. Dieser erste Band ist bereits vergriffen.

Das Bewußtsein eines erfüllten Lebens und die Erinnerung an viele gute Stunden sind das größte Glück auf Erden. (Cicero)

Foto: privat

Am 7. Mai begeht

Jubilar (links) und Ortschronist beim Adlershofer Herbstfest

Lutz Neumann
seinen 80 Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen für die nächsten Jahre beste Gesundheit.
Deine Frau Helga, Sohn Uwe mit Ramona, Tom und Dennis, Tochter Michaela mit Dan und Dana

Unsere Rätselecke
Werden die nachstehenden Silben richtig geordnet, so ergeben sie die Zeilen eines zu dieser Jahreszeit passenden Gedichts von Heinrich Heine (1797-1856), zu dem es auch eine Melodie gibt. Am besten werden sie mit einer zu suchenden einstelligen Zahl ausgezählt, wobei benutzte Silben nicht übersprungen werden.

kling - ei - ge - das - lei - hin - ne - läu - haus - se - aus - ro - te wo - zieht - ins - se - klin - die - durch - wei - schaust - ge - blu mein - te - sag - klei - men - ge - kling - ich - nes - sprie - müt hin - lass - früh - ßen - lieb - aus - sie - lings - wenn - li - bis - grü - lied - du - ches - an - grü Rätselautor: Wolf Will Auflösung des Rätsels in der April-Ausgabe:
a) Wüste; b) Gezeiten; c) Gehirn; d) Leiharbeit; e) Anhalter. Das gesuchte englisches Sprichwort lautet: Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.

Nach einem arbeitsreichen Leben und anerkannter Tätigkeit als Diplom-Ingenieur für Schwachstromtechnik, zuletzt im EAW Treptow, hat Dich wie viele andere die „Abwicklung“ zutiefst verletzt. Trotzdem hast Du Dich mit ehrenamtlicher Arbeit in die Gesellschaft eingebracht. Ich schätze an Dir, dass Du die Hoffnungen auf eine sozial gerechte, friedliche Welt auch über die wendevollen Zeiten bewahrt hast. Meine besten Wünsche für viele gesunde und glückliche Jahre mit Deiner Helga und im Kreise Eurer Kinder und Enkel will ich mit der Hoffnung auf ein weiterhin fruchtbares Zusammenwirken bei der Heimatforschung verbinden. Dein Rudi, auch für Renate Auch der Vorstand des Adlershofer Bürgervereins Cöllnische Heide e.V. gratuliert und wünscht Lutz Neumann: Für die Zukunft schöne Stunden, alles Glück bei jeder Tat, und viel Spaß bei allen Runden sei ’s im Verein, sei es privat. Beste Wünsche ebenfalls vom Team der Adlershofer Zeitung.

Neueröffnung in den Marktpassagen

SOPHIA BLUMEN
BLUMEN PFLANZEN FACHMARKT
Mo - Fr 8.30 - 19 Uhr Sa 8.30 - 14 Uhr So und Feiertage 10 - 15 Uhr Stand vor dem Haupteingang

Marktbrunnen soll bis Juli saniert sein
Der Brunnen auf dem Adlershofer Marktplatz soll – wie aus dem Bezirksamt zu erfahren war – ab Mai instandgesetzt werden. Für die Sanierung wird mit Kosten von ca. 30.000 € gerechnet. Die Fertigstellung ist für Juli geplant.

Vom 9. - 22. Mai 20% Rabatt auf Schnittblumen

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Nr. 205

13. April 2011 – Die Vereinigung der Bildenden und Darstellenden Künste an der Anna-Seghers-Schule ...
…und der kulinarischen obendrein. Mit einem reichhaltigen und bunten Buffet, mit Sekt und Plauderei wurde die diesjährige Vernissage des Leistungskurses Bildende Kunst eröffnet. „Die Kunst ist weiblich“ – unter diesem Motto präsentierten sich die Schülerinnen des 13. Jahrgangs. Innerhalb der letzten Kurshalbjahre haben sich die Jugendlichen mit überwiegend weiblichen Künstlern beschäftigt, sich selbst porträtiert, sich in Szene gesetzt, künstlerisch experimentiert, rebelliert, gebaut, fotografiert, gestaltet und geflucht. Zuvor öffnete sich aber um 17.30 Uhr in der Aula der Vorhang für den Auftritt des Grundkurses Darstellendes Spiel unter dem Titel „Die Lehranstalt“. Das Stück wurde von den Schülern und Schülerinnen selbst geschrieben und sie steckten sehr viel Fleiß in die Umsetzung. Es kamen viele Zuschauer, wir freuen uns, wenn

Fotos: Anna-Seghers-Schule

wir im nächsten Jahr noch mehr Gäste aus dem Adlershofer Umfeld bei uns begrüßen dürfen. Am Ende waren wir uns einig – es war ein Genuss, in die Zeit der 80er Jahre zurückversetzt worden zu sein, noch einmal mitten im Schulalltag zu stehen mit Altstoffsammlung, Disco, Jeans …

Vielen Dank allen, die den Abend zu einem besonderen gemacht haben, natürlich auch den Verantwortlichen des Bereichs Darstellendes Spiel(Herrn Ledrich und Herrn Westermann) und den Lehrerinnen des Fachbereichs Kunst (Frau Müller und Frau Friedrich).

Apropos: Einen Bühnenvorhang gibt es leider noch nicht, auch die technische Ausstattung unserer Aula ist nicht optimal. Wir freuen uns also sehr über Spenden, die unsere Arbeit unterstützen und erlebnisreich machen. Birgit Burmeister Fachbereichsleiterin Deutsch

Spaß und Spiel im FEZ-Berlin
Wie vielfältig die europäische Kultur ist und welche Chancen das geeinte Europa bietet, zeigt das FEZ-Berlin zum Europafest 2011. Am 7. und 8 Mai können Kinder und Familien mit viel Spaß auf drei Bühnen ein Showprogramm nonstop, zehn Erlebnisareale, interaktive Spiele, Ausstellungen und Mitmachaktionen, Kulinarisches aus den Mitgliedsstaaten sowie interessante Länderkunde erleben. Am 14. und 15. Mai entdecken Familien bei Alice’ Wunderreise als starkes Team den Kontinent Europa. Bei der langen Nacht der Familien gibt es am 14. Mai zudem von 19 bis 22.30 Uhr Spiele, Lesungen und ein Lagerfeuer. Das Deutsch-Türkisches Fest am 21. und 22. Mai steht unter dem Motto:„Ho[sch]geldin Berlün!“. In Zusammenarbeit mit „Young Voice TBB“ präsentiert das FEZBerlin in der Wuhlheide ein facettenreiches Kaleidoskop aus auswechslungsreichem Bühnenprogramm, Mitmach-Aktionen, sportlichen Aktivitäten, politischen Diskussionen, Ausstellungen und Informationen rund um die Deutschtürkische Community. Auf Klimaexpedition mit Sid & Scrat können Kinder am 28. und 29. Mai gehen. An den Familienwochenenden ist Sonnabend 13–19 Uhr; Sonntag/Feiertag 12–18 Uhr geöffnet. Informationen unter 53 07 10.

Feriencamps für junge Forscher
In den Sommerferien heißt es wieder Sommer, Sonne, Forschen und Erfinden, denn auch in diesem Jahr sind junge Forscher(innen) zu zwei Wissenschaftscamps mit hohem Erlebniswert eingeladen. Abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten wie Kletterwald, Baden und Grillen runden die neun Camptage ab. Übernachtet wird in einem Bungalow mit Mehrbettzimmern mitten in der Berliner Wuhlheide. Wer dabei sein will, bewirbt sich bis 31. Mai mit einem kurzen Motivationsschreiben per E-Mail oder Post!

Bionik – Lernen von der Natur
Fliegen wie Vögel, Gleiten wie Baumsamen, Schwimmen wie Pinguine. Von der Natur haben sich die Pioniere der Aerodynamik vieles abgeschaut und auch heute gibt es technische und organisatorische Probleme, die sich mit Lösungen aus der Natur gut knacken lassen. Im Wissenschaftscamp BIONIK wird die Geschichte des Fliegens zum Erlebnis – von Leonardo da Vinci über Otto Lilienthal bis zum Airbus 380. Die Teilnehmer(innen) entwickeln und optimieren ihre eigenen Strömungskörper und Flügelprofile in einem Windkanal. Anschließend erproben sie ihre Ideen an selbstgebauten Flugmodellen. Woran die Profis aktuell forschen wird der Besuch des BionikInstituts der TU Berlin verraten. Zielgruppe: Jugendliche von 13 bis 16 Jahren, Termin: 4.-12. Juli Kosten: 180 € (inkl. Unterkunft und Vollverpflegung) Ort: METEUM im FEZ-Berlin Raum 113, Berliner Wuhlheide

Vielfalt im Figurentheater „Grashüpfer“
Das Figurentheater „Grashüpfer“ im Treptower Park beginnt am 1. Mai um 13 Uhr mit einem Familientag zu Puppenbau und Puppenspiel. Um 17 Uhr folgt „Das Rübchen und andere Geschichten zum Großwerden“. Am 2.5. wird die Frage „Wer versteckt sich vor dem kleinen Hund?“ beantwortet. Vom 4.-11.5. kann man „Hündchen und Kätzchen“ beobachten, am 12.5. heißt es „Wasser und Seife für Hündchen und Kätzchen“. Nach „Rapunzel“ (14. /15.5.), „Von Küken und Rübchen“ (18.+21.5.), „Das Rübchen und andere Geschichten“ (19.+22.5.) geben sich „Hase und Igel“ (24./ 25.5.) ein Stelldichein. Für die Größeren steht am 26.5. die griechische Argonautensage vom Goldenen Vlies im Programm. Ab 28.5. ist das Trollmärchen „Lillebi und Lillebo“ zu erleben. Schüler und Erwachsene werden freitags ab 18 Uhr herzlich zum Märchenabend am Feuer in der Jurte erwartet. Außerdem wird am 14.5. ab 20 Uhr zur Familiennacht mit Märchenwanderung und am 29.5. ab 10 Uhr zur Märchenwanderung zur Waldschule eingeladen. Ab 23.5. sind Umleitungen wegen der Sanierung der Platanen in der Puschkinallee zu beachten! Infos unter 53 69 51 50. W.W.

Rasant in die Zukunft?!
Was kommt nach dem Öl? In kleinen Teams forschen, entwickeln und bauen junge Forscher(innen) Fahrzeuge mit denen sie am Ende des Camps zu einem Wettbewerb antreten. Gekürt wird das Fahrzeug, das die weiteste Strecke ohne „Nachtanken“ zurücklegt. Im Forschercamp lernen die Jugendlichen ganz praxisnah alternative Energiegewinnung und -speicherung sowie effektive Energienutzung kennen. Unterstützt werden sie von METEUM-Mitarbeitern und Studierenden der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). Ein Blick in die Ingenieurlabore der HTW wird verraten, woran aktuell geforscht wird. Zielgruppe: Jugendliche von 11 bis 13 Jahren, Termin: 14.-22. Juli Kosten: 180 € (inkl. Unterkunft und Vollverpflegung) Mit dem Super-Ferien-Pass bekommst du 10% Rabatt! Ort: METEUM im FEZ-Berlin Raum 113, Berliner Wuhlheide Anmeldungen für alle Angebote unter Tel.: 3117038-0; Fax: 3117038-199; E-Mail: reservierung@tjp-ev.de

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Heimspieltermine der Fußballteams
Die 1. Herrenmannschaft des Adlershofer BC 08 absolviert im Mai in der Berlin-Liga zwei Heimspiele. Am 7.5. ist die Mannschaft von Lichtenberg 47 zu Gast und am 21.5. kommt FC Hertha 03 nach Adlershof. Spielbeginn ist jeweils um 14 Uhr. Die 1. Frauenmannschaft trägt ihr letztes Heimspiel der Saison 2010/11 am 8.5. aus. Gegner ist das Team von RW Hellersdorf. Anstoß der Begegnung ist um 15 Uhr. Alle Spiele finden auf dem Sportplatz Lohnauer Steig statt.

Drachenboot-Meisterschaften der Berliner Schulen am 22. Juni
Am 22. Juni 2011 heißt es wieder auf der Regattastrecke in Grünau für die 6. bis 13. Klassen der Schulen aus Berlin und dem Umland: „Are You Ready – Attention – Go“. Der DrachenbootJugend-Berlin e.V. erwartet zu den 6. offenen Drachenboot-Meisterschaften der Berliner Schulen viele gut gelaunte Klassen zu dem aufregenden Sportspektakel. In einem Drachenbootteam finden sich mindestens 16 Paddler – darunter mindestens 8 Schülerinnen – zusammen, folgen dem kraftvollen und dynamischen Schlag der Trommeln und werden am Ufer der Dahme kräftig angefeuert. Die Startgebühr beträgt 5 € pro Person, mindestens jedoch 100 € je Team. Eine Verpflegung vor Ort für den kleinen Geldbeutel wird organisiert. Für alle Klassen, die sich anmelden möchten, besteht bis zum 8. Juni die Möglichkeit dazu! Unter www.dj-berlin-ev.de findet man alle Informationen zur Anmeldung, die Ergebnisse der letzten Jahre und viele Bilder.

Mädchen Fußball-Turnier vor WM
Am 6. April wurden im Rathaussaal Treptow die Gruppen für die Fußball-Vorrunden-Turniere der Mädchen aus 16 Grundschulen in Treptow, Neukölln, Kreuzberg, Reinickendorf und Mitte ausgelost. Gespielt wird am 31.5. und 1.6. von 10 bis 13 Uhr. Das große Finale steigt am 10. Juni. Die Siegermädchen erwartet ein besonderer Preis. Sie gewinnen Freikarten für das WM-Eröffnungsspiel unserer Frauennationalmannschaft am 26. Juni gegen Kanada. Bei dem Projekt unter dem Motto: „Fair geht vor!“ kommt es darauf an, einheimische Mädchen und Mädchen mit Migrationshintergrund aus mehreren Bezirken zum gemeinsamen, gewaltfreien und regelmäßigen Sporttreiben zu motivieren, besseres gegenseitiges Verständnis auf- und vorhandene Vorurteile abzubauen. Ziel ist, dass sich die 16 MädchenTeams mit den Teilnehmerländern der FIFA-Frauen-WM 2011 beschäftigen und Kenntnisse vermittelt bekommen. Zum Turnier sollen sie eine Wandzeitung mitbringen. Bezirksstadtrat Simdorn machte den Mädchen den Vorschlag, ihre gestalteteten Wandzeitungen im Rathaus in einer Ausstellung zu zeigen.

Auf Tour mit Wanderfreunden
„Alles neu macht der Mai?“ ist die Tour mit der freien Wandergruppe „Der Wanderfreund“ am 1.5. überschrieben. Treff: 9.45 Uhr S-Bhf. Wilhelmshagen (14 km). „Zurück in die 20er Jahre“ geht es am 7.5. Treff: 10 Uhr U-Bhf. Turmstraße (11 km). „Quer durch Berlin ist man am 15.5. unterwegs. Treff: 10 Uhr S-Bhf. Waidmannslust (11 km). Zur „Tagesfahrt nach Bad Freienwalde“ wird am 25.5. eingeladen. Treff: 9.15 Uhr Bhf. Lichtenberg, Schalterhalle (12 km). „Vom Stadtschloss zum Jagdschloss“ wird am 28.5. gewandert. Treff: 10 Uhr S-Bhf. Jannowitzbrücke (10 km). Infos zu diesen und weiteren Wanderungen unter 656 07 34.

Adlershofer Zeitung
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MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58

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Inh. Detlef Ritthaler • Dörpfeldstr. 13 • 12489 Berlin • Tel. 677 45 38

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Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im Juni ist am 15. Mai

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Nr. 205

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Nicht vergessen:

Sprechstunden Hausmesse bei Öffentliche findet liche Termin ist am 27. Juni von Am 31. Mai von 13-18 Uhr Rettig & Sohn GmbH die nächste Sprechstunde des Bun- 10-11 Uhr im Rathaus Köpenick. destagsabgeordneten Dr. Gregor Die Sprechstunde des stellGysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter Tel. 63 22 43 57). Im Mai steht Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler diesmal nicht zu individuellen Gesprächen bereit. Der nächstmög-

Am 13.5. lädt der Installations-Meisterbetrieb Lothar Rettig & Sohn zur Hausmesse in die Dörpfeldstraße 14 ein. Von 11 - 18 Uhr kann man Wissenwertes erfahren zu den Themen • Heizung und Warmwasser • Wärmepumpen • Solar • Brennwerttechnik • Informationen zu Fördermitteln Weitere Auskünfte unter Tel. 677 15 93 oder www.rettiggmbh.de

vertretenden Bürgermeisters und Bezirksstadtrates für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft Michael Schneider findet am 2. Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr (so am 12.5.) oder nach Vereinbarung (90297-4336) im Rathaus Treptow statt.

Es war einmal ein Radweg...
Hurra, endlich ist die Zeit gekommen, wo immer mehr der zaghaftesten Adlershofer ihre Drahtesel wieder aus dem Keller holen und in die Sonne radeln. Schließlich hatte sich ja sogar der Senat die Förderung der Radler auf die Fahnen geschrieben. Da weiß man allerdings nicht, ob man lachen oder weinen sollte, zumal die „Grünen“ gerade erst einen Wettbewerb um die „Verbogene Felge“ für die schlechteste RadwegPlanung ausgeschrieben hatten. Wir Adlershofer hätten da einen ganz heißen Kandidaten! Für die Radfahrer hatten sogar unsere Altvorderen etwas übrig. Die redeten nicht bloß, sie handelten. Da sie auch in den 1930er Jahren unsere „Dorfhauptstraße“ – damals Bismarckstraße genannt – ortsauswärts hinter der Waldstraße durch die Straßenbahn-Linienführungen nicht verbreitern konnten, fällten sie kurzerhand die südöstlich stehenden Straßenbäume. Auf der so zwischen Fahrbahn und Schienen gewonnenen Fläche richteten sie einen sandigen Radweg für beide Fahrtrichtungen ein. Diese Neuerung gab den Fahrradfahrern geradeaus führend Sicherheit bis zu den seinerzeit gerade errichteten Wohnneubauten in der Köpenicker Rudower Straße. Viele, viele Jahre hatte dieser Radweg Bestand. Er überstand Krieg und Diktaturen. Dann tauchten allerdings Mitte der 1990er Jahre in den verantwortlichen Abteilungen geniale Verkehrsexperten auf, die nur die Straßenbahn (bzw. bundesneudeutsch: „Tram“) im Sinn hatten. Sie hatten für den inzwischen asphaltierten Radweg überhaupt kein Verständnis. Vielleicht entsprach er auch nicht neuen Vorschriften, wer weiß das schon noch. Die Adlershofer, die sich nun über rücksichtslose Fahrradfahrer auf dem neben der Sportanlage verlaufenden Fußweg beschwerten, wurden bestimmt nicht gefragt. Manche Radler nutzen aber auch trotz Behinderungen noch immer aus alter Gewohnheit den ehemaligen Radweg, der jetzt eigentlich ein asphaltierter Fußweg ist. Straßenverkehrsregelgerecht verhält sich der Fahrradfahrer, der brav die nur 6 Meter schmale Straße bis zu den Bahnbrücken nutzt. Dass ihn ein Autofahrer nur auf der Gegenspur überholen kann – was macht das schon? So zieht eben so ein Vorbildlicher besonders in den Hauptverkehrszeiten mit seinen 15 km/h nicht nur einen langen Autokorso hinter sich her, er spielt auch mit seinem Leben. Liebe Verantwortliche, es gilt den alten Radweg schnellstens wieder herzustellen. Der Aufwand ist gering – er ist nämlich noch da, nur verbaut und ohne Radwegschilder. Bis auf kleine Schadstellen ist der Wegebelag in Ordnung.

Glückwunsch dem Verkehrsplaner, der in den 90er Jahren das Zeichen 222-10 mit Warnbake mitten auf dem ehemaligen Radweg platzierte. Es zeigt aber, dass er wenigstens registrierte, dass sich die Dörpfeldstraße hinter der Waldstraße auf 6,0 m verengt. Toll für Radfahrer!

Mit den folgenden Fotos wollen wir die wenigen erforderlichen Maßnahmen aufzeigen:

Das Zeichen 222-10 kann bis zu den Begrenzungspfosten vorgezogen und zwischen Fahrbahnrand und Pfosten aufgestellt werden. Zu Beginn des Radwegs ist rechts ein Pfahl mit dem Zeichen 237 (Radweg) aufzustellen. Eventuell sind die Randsteine zur Fahrbahn auf dem ersten Meter abzusenken oder eine Radweg-Auffahrt vor den Schienen einzuschwenken.

Schön zu sehen, dass die Gefahrzeichen auch für Radfahrer gelten. Der Bus-HaltestellenPfahl ist etwas weiter nach hinten in die rechts verlaufende Wegeflucht der Straßenbeleuchtung zu rücken.
Fotos: Prochnow

Hinter den Brücken muss der Bereich umgebaut werden. Das Geländer wird durch die Entfernung der mittigen Teile mit einer breiten Lücke für den neuen Fahrradweg-Anschluss unterbrochen. Der neue Radwegteil ist beginnend am Fußgängerüberweg, eingeschwenkt durch die Geländerlücke, bis zum Köpenicker Radweg mit rotem BetonVerbundpflaster sichtbar zu machen. Nun sind nur noch zwei Radwegkennzeichnungen hinter den Brücken auf Köpenicker Ortsgebiet aufzustellen. (Die fehlen sowieso oder ist neuerdings roter Wegebelag dem Gebotszeichen gleichgestellt?). Es geht also mit wenigem Aufwand, wenn man will! Früher war dieser Radweg für beide Fahrtrichtungen zulässig. Warum sollte es eigentlich jetzt Probleme geben? Helmut Prochnow
        
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