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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2011, H.202/Februar

Monatszeitung

Nr. 202 Februar 2011

0,60 €

Foto: FEZ-Berlin

Foto: Staneczek

❒ Als Zauberschloss empfängt das FEZ-Berlin

❒ Ingeborg und Heinz Möller können nach

Besucher in den Winterferien. Auch danach gibt’s viel Spaß, z.B. mit „starken Mädchen“
Seite 14

67 1/2 Ehejahren am 7. Februar das seltene Fest der „Steinernen Hochzeit“ feiern
Seite 12

❒ Zahlreiche Veranstaltungen

zum 60. Geburtstag der Joseph-Schmidt-Musikschule
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❒ Adlershofer Bürgerverein

„Cöllnische Heide“ wurde vor 20 Jahren gegründet
Seite 3

❒ Wird der Adlershofer

Marktbrunnen in diesem Jahr instand gesetzt?
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Foto: Ebner

❒ Beim Adlershofer Bürgerforum am 20. Januar ging es um

❒ Unsere Serie „Der Name

das Baugeschehen in unserem Ort. Rund 100 Interessierte waren der Einladung in die Alte Schule gefolgt
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auf dem Straßenschild“ – Heute: Bohrauer Pfad
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Nr. 202

Joseph-Schmidt-Musikschule Im Adlershofer Festkomitee sind feiert 60-jähriges Bestehen Mitstreiter immer willkommen Beim Treffen des Adlershofer Talks/Vorträge und Plakate/Flyer.
In diesem Jahr begeht die Joseph-Schmidt-Musikschule ihr 60-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung wuchs die Musikschule stetig und konnte ihr Angebot beständig ausbauen. Anfangs als Musikschule Köpenick gegründet, später mit dem Musikunterrichtskabinett und der Musikschule Treptow fusioniert, stellt sie heute eine moderne Bildungseinrichtung mit 2.700 Schüler(inne)n dar. Den Auftakt im Jubiläumsjahr gibt eine Gründungsfeier am 19. Februar im Rathaus Treptow mit vielen Gästen des Bezirkes, des Berliner Musiklebens, ehemaligen Beschäftigten und Schüler(inne)n. Im Verlaufe dieses Jahres finden weitere Veranstaltungen statt, bei denen sich die Ensembles und Solisten der Musikschule mit speziell für diesen Anlass vorbereiteten Programmen präsentieren. Dazu gehören: 12.3.: Wolfgang-HofmannKlavierwettbewerb / Preisträgerkonzert 19.3.: Feel Stil – Grenzenlos im Theatersaal des FEZ 27.5.: Tag der offenen Tür in der Zweigstelle Köpenick 19.6.: Musikschulfest in der Freiheit 15 20.10.: Lehrerkonzert: Rock/Pop in der Freiheit 15 10.11.: Lehrerkonzert: Klassik im Rathaus Köpenick Nähere Angaben auf unserer Homepage unter www.josephschmidt-musikschule.de. Dr. Catrin Gocksch Musikschulleiterin

Festkomitees am 18.1. sah man optimistisch einem 15. Herbstfest am 10. September entgegen, auch wenn sich bisher kein Organisator für die Kinderaktionen fand. Ein zentrales Adlershofer Kinderfest wie in den letzten Jahren wird es wohl nicht mehr geben, da niemand die Organisation übernehmen will. Vor der nächsten Zusammenkunft des Komitees am 11.5. treffen sich die Arbeitsgruppen: Bühnenprogramm, Marktstände/Gastronomie, Sponsoren/ Tombola, Adventskalender, PolitTermin Ort
10.2., 15.00 KIEZKLUB 15.2., 18.00 Anna-Seghers Gedenkstätte 16.2., 14.30 „Schwedenkirche“

Mitstreiter mit tollen (möglichst preiswerten) Ideen, die mitarbeiten möchten, sind immer herzlich willkommen. Die Ansprechpartner für die einzelnen AG können in der Galerie in der Alten Schule (Tel.: 90297-5717) erfragt werden. Nachstehend lesen Sie alle Veranstaltungen in Adlershof, die uns bisher für Februar und März bekannt sind. Nähere Informationen finden Sie auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Veranstaltung

Bürgerforum zum Adlershofer Baugeschehen gut besucht
Rund 100 Interessierte waren am 20. Januar der Einladung des Adlershofer Bürgervereins und der Projektgruppe „Aktiv im Alter“ zu einem Bürgerforum in der Alten Schule gefolgt. Der Bezirksstadtrat für Bauen und Stadtentwicklung Rainer Hölmer und der Vorsitzende des BVVAusschusses für Stadtplanung und Verkehr Udo Franzke informierten über das Baugeschehen rund um den Bahnhof Adlershof, über Vorhaben in der Dörpfeldstraße sowie am Platz der Befreiung und beantworteten Fragen von Moderator Dr. Hans Erxleben und aus dem Forum. Dabei war zu erfahren, dass die Brückendurchfahrt am Bahnhof – „optimistisch“ gedacht – im November fertig gestellt sein könnte. Im Sommer sollen die dafür nötigen Straßenund Gleisbauarbeiten erfolgen. Die Dörpfeldstraße betreffend wird ja schon seit längerer Zeit – auch in der Bezirksverordnetenversammlung – für einen „ordentlichen Eingang“ plädiert. Bisher hätten aber potenzielle Investoren wegen des hohen Kaufpreises für das in Privatbesitz befindliche Grundstück Dörpfeldstraße/Ecke Adlergestell immer wieder den Rückzug angetreten. Die gegenüberliegende Fläche wird vom Liegenschaftsfonds des Landes Berlin zum Kauf angeboten. Für beide Areale könne man sich eine ähnliche Bebauung z.B. mit Hotel, Boarding-House und kleinteiligen Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss vorstellen. Auch eine Umgestaltung der Dörpfeldstraße sei denkbar – allerdings erst dann, wenn sie nicht mehr als Ausweichstraße für den Glienicker Weg herhalten muss. Dieser könne erst 2013 in Betrieb genommen werden, da der Austausch von kontanimiertem Boden sowie die Arbeiten vieler Leitungsträger – Elektro, Be- und Entwässerung sowie Telekommunikation – zu einer langen Bauzeit führten. Aus dem Stadtplatzprogramm des Senats konnten auch Finanzmittel für den Bezirk TreptowKöpenick aquiriert werden, die u.a. der Ausgestaltung des Platzes der Befreiung zugute kommen sollen. Kritiken und Vorschläge aus dem Publikum reichten von der Forderung nach Niederflurstraßenbahnen (wohl erst 2017 möglich) und Windschutz auf dem S-Bahnhof über den Hinweis auf Ratten in der „Halbruine“ Wassermann-/Ecke Dörpfeldstraße bis zur Idee von Einbahnstraßen zwischen Radicke- und Dörpfeldstraße, dem Vorschlag eines zentralen Winterdienstes für die gesamte Dörpfeldstraße sowie der Aufstellung einer Erklärungstafel für das Adlergestell. Nach zwei Stunden war der Diskussionsbedarf noch lange nicht erschöpft. Und so wird es wohl in absehbarer Zeit zu dieser Thematik ein weiteres Bürgerforum in Adlershof geben. L. Ebner

Literatur-Kaffee Kerstin Decker: „Lou Andreas-Salomé – Der bittersüße Funke Ich“ Rudi Hinte: „Eine Bilderreise durch die Adlershofer Geschichte“ 17.2., 19.30 Arndtstr. 12 Gemeindeabend über das Weltgebetsland Chile 20.2., 10.00 Verklärungskirche Gottesdienst mit Musical „Sag niemals nie zu Ninive“ 22.2., 17.00 Alte Schule „Das Jahr 1911 – Adlershof vor 100 Jahren“ (Dia-Vortrag) 4.3., 17.00 Verklärungskirche Weltgebetstag 2010 (Chile) 9.3., 15.00 Heimatstube Plausch mit dem Ortschronisten: Wie feierten die Adlershofer? 10.3., 19.00 Alte Schule Info-Veranstaltung der WISTA 15.3., 18.00 Anna-Seghers „Entdeckungen in Mexiko: Azteken, Gedenkstätte Alltag und Abenteuer, Berichte und Biographie von Caecilie Seler-Sachs“ 24.3., 19.30 Stefan-HeymJürgen Mladek: „Professor Dathe und Bibliothek seine Tiere“ 19.30 Arndtstr. 12 Pfr. Ziebarth: „Libyen in Vergangenheit und Gegenwart“ (Dia-Vortrag) 25.3., 20.00 Alte Schule Ausstellungs-Eröffnung: Junges Design in Berlin

Erster Platz bei der Vorrunde des weltgrößten Live-Band-Festivals
Am 15. Januar hat Leona Heine (Unterrichtsfach Popgesang) mit ihrer Band „NEVER OUT“ bei der Vorrunde des EMERGENZAFestivals den ersten Platz belegt. EMERGENZA ist das weltgrößte Live-Band-Festival und wird in allen großen Städten veranstaltet. Leona, die selbst Gitarre spielt, textet und komponiert, wird gemeinsam mit ihren Musikern im Mai im SO 36 in Kreuzberg im Halbfinale stehen. „Wir drücken ihr dafür ganz fest die Daumen und hoffen, dass die Bühne bebt und der Saal rockt“, wünscht sich Dr. Catrin Gocksch, Leiterin der JosephSchmidt-Musikschule in TreptowKöpenick.

Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt zieht in die Friedrichshagener Straße um
Der Fachbereich Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt Treptow-Köpenick zieht am 2.2. von der Südostallee 132 in die Friedrichshagener Straße 8 in 12555 Berlin um. Deshalb wird am 1. und am 3.2. keine amtstierärztliche Sprechstunde durchgeführt. Für Notfälle ist der FB telefonisch unter den bekannten Rufnummern erreichbar. Ab 8.2. erfolgt die amtstierärztliche Sprechstunde am neuen Standort zur gewohnten Sprechstundenzeit – dienstags von 13 bis 14 Uhr; donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Raehse amt. Tierarzt

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Bilderreise durch die Geschichte
Im Februar kann man Ortschronist Rudi Hinte gleich bei zwei Veranstaltungen erleben. Am 16.2. wird um 14.30 Uhr in die „Schwedenkirche“ (Handjerystraße 29/31) zu einer „Bilderreise durch die Adlershofer Geschichte“ mit ihm eingeladen und am 22.2. erinnert er ab 17 Uhr im Bürgersaal in der Alten Schule (Dörpfeldstraße 54) in einem Lichtbildervortrag an „Das Jahr 1911– Adlershof vor 100 Jahren“. Darüber hinaus ist er für Interessenten an der Heimatgeschichte jeweils am 1. und 3. Dienstag im Monat (also am 1.2. und 15.2.) von 15-18 Uhr in der „Heimatstube“ zum individuellen Gespräch anzutreffen. Andere Termine können mit ihm unter Tel./Fax: 677 04 11 oder E-Mail: R.hinte@web.de vereinbart werden. W.S.

Herzlichen Glückwunsch zum 20.
Bürgerforum in der Alten Schule zum Baugeschehen in Adlershof – Literaturkaffee im KIEZKLUB – Gesprächsrunde in der Heimatstube – drei Termine aus dem Monat Januar, die eines gemeinsam haben: Veranstalter ist der Adlershofer Bürgerverein Cöllnische Heide e.V. Vielleicht waren Sie ja bei der einen oder anderen Veranstaltung dabei. Und vielleicht wissen Sie auch, dass der Adlershofer Bürgerverein in den zurückliegenden Jahren noch vieles mehr organisiert hat. Erwähnt seien hier nur: • Adlershofer Buchpremiere • Ausstellungen zur Geschichte Adlershofs • „Zur Sache“ • Adlershofer Filmpremiere • zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenken an Persönlichkeiten und Ereignisse • Frühjahrs- und Herbstputz in der Köllnischen Heide zung und gute Zusammenarbeit kann auch die Adlershofer Zeitung seit ihrer Gründung im Jahre 1994 verweisen. Im Januar gab es neben den eingangs aufgeführten Veranstaltungen für den Bürgerverein noch einen wichtigen Termin – den 20. Geburtstag. Am 16.1.1991 mit dem Zweck der „Förderung des Heimatgedankens, des Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutzes im weitesten Sinne“ gegründet können die engagierten Mitglieder mit ihrem langjährigen Vorsitzenden Dr. Hans Erxleben an der Spitze heute eine sehr erfolgreiche Bilanz ziehen. Auch künftig will sich der Bürgerverein Cöllnische Heide als Interessenvertreter der Adlershofer Einwohner verstehen. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch und weiter so! Lutz Ebner
Infos: www.adlershoferbuergerverein.de

Auch wenn die Aufzählung unvollständig ist, erkennt man doch, dass vieles in Adlershof ohne den Verein kaum oder gar nicht denkbar ist. Vor 17 Jahren war der Bürgerverein Hauptinitiator für die Gründung des Adlershofer Festkomitees und unterstützt seitdem aktiv und ideenreich die Arbeit dieses Gremiums. Auf Unterstüt-

Gewerbeausstellung von 1896 in Bildern
Von dem Bildband „Die Berliner Gewerbeausstellung 1896 in Bildern“, der 1997 erschienen ist, hat das Bezirksamt Treptow-Köpenick aufgrund der großen Nachfrage eine Neuauflage drucken lassen. Das Buch und der Ausstellungsteil im Museum Treptow korrespondieren miteinander. Dabei wird deutlich, welch grandiose Leistung Berliner Industrielle, Gewerbetreibende, Kaufleute und Bankiers mit dieser Ausstellung zuwege gebracht haben. Die Ausstellung zog 7,4 Millionen Besucher in ihren Bann und in den damaligen Berliner Vorort Treptow. Sie bot Einblick in den neuesten Stand der industriellen Entwicklung und offerierte ein reichhaltiges Angebot an Vergnügungen und Belustigungen. Mit Recht gilt sie als einziger Vorläufer der EXPO 2000 im Rahmen der deutschen Ausstellungsgeschichte. Einem Vergleich mit den Weltausstellungen der damaligen Zeit – Chicago 1893 und Paris 1900 – kann die Treptower Ausstellung durchaus standhalten. Leser(innen) des Buches werden 115 Jahre nach der Ausstellung noch einmal in eine Märchenwelt mit Palästen, Pavillons, einem künstlich angelegten See, mit Pyramiden und vielen anderen Sehenswürdigkeiten entführt und vom damaligen Zauber der Ausstellung berührt. Seit 20. Januar ist der Band im Museum Treptow (Sterndamm 102) für 7 € zu erwerben. Weitere Informationen unter Tel. 90297-5671/-5972 oder www.heimatmuseum-treptow.de Eintritt ist frei. Die ten sind: Dienstag, Mittwoch Donnerstag Sonntag Öffnungszei10 -16 Uhr 10-18 Uhr 14-18 Uhr

Bakelit war der erste Kunststoff, der die Welt revolutionierte
Die Ausstellung „Bakelit100“ macht bis 14. März Station an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Oberschöneweide, Wilhelminenhofstraße 75A. Der vollsynthetische Kunststoff Bakelit wurde 1909 erstmals produziert. Aus Anlass dieses Jubiläums hat der Freundeskreis Chemie-Museum Erkner e.V. 2009 eine Ausstellung geschaffen, die erfolgreich durch die Lande tourt. Sie zeigt charakteristische Objekte aus dem ersten Kunststoff, der die Welt revolutionierte. Mit Bakelit, dem ersten industriell produzierten Kunststoff der Welt, wurden seit Anfang des 20. Jahrhunderts diverse Haushalts- und Küchengegenstände gefertigt. Neben Griffen für Kochtöpfe, Radios und Steckdosen-Gehäusen hat es besonders das Telefon Typ W48 zu Berühmtheit gebracht. Parallel zur Ausstellung wird am 18. Februar die Fachtagung „Industrie – Kultur – Erinnerung“ veranstaltet.

Fachbereich „Museum Treptow-Köpenick“
Seit Jahresbeginn trägt der bisherige Fachbereich Heimatmuseum im Amt für Bildung die neue Bezeichnung „Museum Treptow-Köpenick“. Zu dem regionalgeschichtlichen Museum gehören die Standorte Museum Treptow (Sterndamm 102), Museum Köpenick (Alter Markt 1), Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche (Puchanstraße 12) sowie die Hauptmann-von-KöpenickAusstellung (Rathaus, Alt-Köpenick 21). Annette Indetzki, Leiterin des Amtes für Bildung: „Die neue Bezeichnung wird der Wissenschaftlichkeit unserer Museumsarbeit viel besser gerecht. Die Gäste können sich bei Besuch der Ausstellungen von der fundierten Darstellung der Bezirksgeschichte überzeugen.“

Ausstellung zur NeuköllnMittenwalder-Eisenbahn
Im Museum Treptow wird seit 27. Januar die neue Sonderausstellung „Die Neukölln-Mittenwalder-Eisenbahn“ gezeigt. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Rudower Heimatvereins, des Fördervereins Heimatmuseum Treptow und des Museums Treptow. Die Eisenbahnlinie verband einst Neukölln mit Mittenwalde in der Mark Brandenburg. Die Ausstellung kann bis zum 27. Mai besichtigt werden. Der

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Nr. 202

Wird der Marktbrunnen 2011 instand gesetzt?
Informationen aus der 46. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
BVV-Vorsteher Siegfried Stock eröffnete die 46. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 16.12. mit dem Dank an alle Aktiven der letzten Wochen. Anschließend gaben zwei Bezirksverordnete der NPD „persönliche Erklärungen“ ab. Da keine Anfragen für die „Bürgerfragestunde“ vorlagen, kam im Anschluss Bürgermeisterin Schöttler zu Wort und hatte „fast nur gute Nachrichten“ aus den Abteilungen des Bezirksamtes. Dazu gehörte u.a., dass - die durch das „Konjunkturprogramm“ zusätzlich ermöglichten Bauarbeiten an fünf Schulen (u.a. der Anna-Seghers-Oberschule), dem Rathaus Treptow und der „Allende-Schwimmhalle“ zum Jahresende 2010 abgeschlossen sind, - seit 6.12. ein Bebauungsplan für den Fürstenwalder Damm vorliegt, - wieder Bewegung in die Planungen zu Erhalt und Ausbau des Park + Ride-Platzes am Bahnhof Altglienicke kommt, - im Bezirk ein Projekt zur „Spurensuche, was typisch für Mädchen und Jungen sei“ gestartet wurde, - im Bürgeramt die Ausgabe der neuen Personalausweise problemlos gestartet werden konnte, - der dank Finanzierung durch die Klassenlotterie entwickelte „Multi-Media-Guide“ (s. AZ Nr. 201) als erster in Berlin zur Verfügung steht, - 164 Beschwerden wegen mangelhafter Schneebeseitigung vom 2.-14.12. beim Ordnungsamt eingegangen sind. Außerdem würdigte sie Aktionen wie weihnachtliche Konzerte, „Adventskalender“, Vorlesestunden sowie Sportlerehrung im Bezirk und dankte allen Beteiligten. Auf „Mündliche Anfragen“ von Bezirksverordneten war u.a. zu erfahren, dass - auf Grund der notwendig gewordenen Sparmaßnahmen im Bezirkshaushalt 2011 die Personalausgaben um 500.000 €, drei Investitionsmaßnahmen um 800.000 € (verschoben auf 2012) reduziert werden und die Abteilungen eigenständig weitere 2,2 Mio. € einsparen müssen. - der Beschluss zur Errichtung zweier Hundeauslaufgebiete im Bezirk durch die kostenfreie Bereitstellung eines Gebietes an der Forsthausallee zur Hälfte umgesetzt ist. Da keine weiteren realisierbaren, kostenfreien Vorschläge vorliegen verweist das Bezirksamt auf die Hundesportvereine (z.B. in der Köllnischen Heide). - es nicht zu den Aufgaben des Bezirksamtes gehört, Wohnungen möglicher pädophiler Männer zu überwachen. Bei entsprechenden Vermutungen sind grundsätzlich Landeskriminalamt und Kinderschutzbeauftragte zuständig. - mit den zuständigen Stellen der S-Bahn Verbindung aufzunehmen, damit an der S-Bahnstrecke Adlershof – Baumschulenweg lärmmindernde Maßnahmen, wie z.B. eine Böschungsbegrünung ergriffen werden. - sich gegenüber der Deutschen Bahn AG dafür einzusetzen, dass der Bahnhof Köpenick wie geplant zügig zum Regionalbahnhof ausgebaut, der Bahnhof Karlshorst bis zu dessen Inbetriebnahme weiter mit Regionalzügen bedient und der S-Bahnhof Schöneweide bis 2013 saniert und umgebaut wird (mit Vorplatzgestaltung und Unterführung für die Straßenbahn). - sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass am S-Bahnhof Spindlersfeld weitere Fahrradstellplätze errichtet werden. - die Vorschläge der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus zu Klauseln gegen rechtsextremistische Wirtschaftsunternehmen für Gewerbemietverträge zu veröffentlichen und Vermieter(inne)n von Gewerbeflächen im Bezirk zur Nutzung zu empfehlen. - die Regelungen zur Überlassung von eigenen Räumen an Dritte dahingehend neu zu fassen, dass auch solche der Abteilung Jugend und Schule und grundsätzlich Räume des gesamten Bezirksamtes ebenso sechs Wochen vor Wahlen an Parteien vergeben werden. Den „Mitteilungen des BVVVorstehers Nr. VI/48“ entnehmen wir u.a., dass - es Parteien grundsätzlich nicht erlaubt ist, außerhalb von Wahlkämpfen im öffentlichen Straßenland zu plakatieren. - die Kunstwerke „Köpfe in Bewegung“ auf dem „Forum Adlershof“ von der Humboldt-Universität übernommen wurden, die für Pflege und Unterhaltung aufkommt. Für die Kunstwerke wird ein kostenloses Sondernutzungsrecht durch das Bezirksamt gewährt und die Stromzufuhr für die Bewegung durch die BTB gesponsert. - das Bezirksamt in vielfältiger Weise hinsichtlich der Planung der An- und Abflugrouten vom BBI aktiv ist. - im Bezirk in den letzten drei Jahren 7,69 km Radwege (davon 1,4 km Radfahrstreifen) entstanden sind und 963 Fahrradstellplätze sowie 397 Fahrradabstellanlagen errichtet wurden. Im Radwegekonzept des Bezirks sind noch 137 durchzuführende Einzelmaßnahmen enthalten, die entsprechend der Finanzsituation sukzessive baulich umgesetzt werden. - in den drei Bürgerämtern 43 Mitarbeiter(innen) eingesetzt sind und es keine freien Stellen gibt. - aktuell keine konkreten Planungen für die Einführung eines „Sportanlagenmanagementsystems unter Nutzung elektronischer Verfahren“ im Bezirk existieren (s. AZ Nr. 201). - im Bezirk vom 1.11.2010 bis 31.3.2011 zehn Notübernachtungsplätze in der Wilhelminenhofstr. 68 und 16 im Nachtcafé Plesserstr. 3/4 (ohne Mittwoch) zur Verfügung stehen. Nach der BVV-Sitzung vom 27.1. findet die nächste (einschl. Bürgerfragestunde) am 24.2. ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt. W.S.

Zeichnung: Architekt Neuhoff

Nach der Wahl von zwei beratenden Mitgliedern für den Jugendhilfeausschuss sowie von zwei Mitgliedern des Beirates in Sozialhilfeangelegenheiten konnte mit der Abarbeitung der am 25.11. vertagten Tagesordnungspunkte begonnen werden, wobei die Ablehnung der Kenntnisnahme zum Beschluss über das „Bürgerbegehren Birkenwäldchen“ und der Antrag zu „BBI – Nachtflugverbot und Lärmschutz“ auf Januar vertagt wurden. Nunmehr oder bereits im Vorfeld wurde von der BVV u.a. beschlossen, das Bezirksamt zu ersuchen, - den Brunnen auf dem Adlershofer Marktplatz 2011 instand zu setzen. - sich bei den zuständigen Stellen und den Verkehrsträgern dafür einzusetzen, dass die Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes des ÖPNV auf dem WISTA-Gelände und seines Umfeldes erfolgt.

Ausstellung der Schüler-AG „Bildende Kunst“
Kinder der MüggelschlößchenGrundschule in Köpenick laden zur Ausstellung in die Flurgalerie im Dienstgebäude der Abteilung Jugend und Schule des Bezirksamts (Freiheit 15) ein. Die Arbeitsgemeinschaft „Bildende Kunst“ präsentiert dort ihre Arbeiten bis zum 14. Februar Mo-Fr zu den üblichen Büro-Öffnungszeiten

Unterricht als Schule des Sehens
Die Ausstellung „IMPULS Unterricht als Schule des Sehens“ mit Arbeiten von Schüler(inne)n des Gebrüder-Montgolfier-Gymnasiums wird am 18. Februar um 18 Uhr mit einem Fest der Sieger im Rezitatorenwettstreit beendet. Bis dahin kann sie noch dienstags von 16-18 Uhr und nach Vereinbarung in der Galerie „Kunst trifft Politik“ im Gartenhaus der Grünauer Straße 8 (Köpenick) besichtigt werden. W.W.

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TAG & NACHT

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Das Wichtigste im Leben
Als ich mir die Frage stellte „Was ist für dich das Wichtigste im Leben?“, kam ich zu dem Schluss: Auf diese Frage gibt es wohl keine allgemeingültige Antwort. Wichtig ist zum einen alles, was zur Erhaltung unseres Lebens notwendig ist. Das Licht, eine saubere Luft zum Atmen, Lebensmittel, die nicht verseucht sind und anderes. Was wichtig ist, hängt von unseren Lebensumständen ab. In Notzeiten haben Menschen einen Goldring für ein Brot gegeben. Nicht weil das Gold wertlos geworden war, sondern weil das Überleben wichtiger war als das Gold. Was wichtig ist, wird uns oft erst bewusst, wenn wir es nicht mehr haben. Sind wir krank, dann schätzen wir den Wert der Gesundheit erst richtig. Leben wir im Unfrieden, dann sehnen wir uns nach Frieden. Und neigt sich unser Leben dem Ende zu, dann stellen sich häufig ganz andere Fragen ... Das Wichtigste muss also etwas sein, das beständig und unabhängig von allen Lebensverhältnissen ist und über den Tod hinausreicht. Für mich ist das die Liebe. Eine Liebe, die unabhängig von Gegenliebe die Beziehung zum Nächsten prägt. Wer liebt, findet Erfüllung in seinem Leben. Die Liebe macht die Werte des Lebens erst kostbar, wie man den nebenstehenden Beispielen entnehmen kann, die ich in einer Jugendzeitschrift fand. Die Liebe gibt dem Menschen Freude. Aus ihr schöpft er Kraft. Wahre Liebe ist unabhängig von äußeren Einflüssen. Sie wurzelt im Menschen und nicht in den Verhältnissen. Sie drängt die Sorge um Äußerlichkeit in den Hintergrund. Sie gibt die Kraft, die Last des anderen zu tragen, ohne daran zu zerbrechen.
Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich. Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos. Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart. Wahrheit ohne Liebe macht kritisch. Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll. Klugheit ohne Liebe macht gerissen. Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch. Ordnung ohne Liebe macht kleinlich. Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch. Macht ohne Liebe macht gewalttätig. Ehre ohne Liebe macht hochmütig. Besitz ohne Liebe macht geizig. Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

Wo kommt diese Liebe her? In der Bibel lesen wir: „Gott ist die Liebe.“ Er hat den Menschen so geschaffen, dass er zur Liebe fähig ist. Wir sehen das unter anderem an der Mutterliebe, der Gattenliebe, der Nächstenliebe. Somit ist es ein Grundbedürfnis der Menschen,

Liebe zu empfangen und zu geben. Die ganze Größe seiner Liebe zeigt Gott in Jesus Christus. Durch ihn ist die Liebe, und damit Gott, zu den Menschen gekommen. Mir ist bewusst, dass jetzt im Angesicht von Kriegen und anderen grausamen Dingen einige sagen: Kann das ein Gott der Liebe sein? Peter Hahne gab auf diese Frage eine treffende Antwort: „Ist es denn überhaupt Gott, der auf die Anklagebank gehört? Hebt er das Gewehr und drückt ab? Steuert er den Welthandel, in dem die einen den Überfluss vernichten und die anderen an Unterernährung sterben? Ist Gott es, der zum eigenen Vorteil an der Karriereleiter des anderen sägt? Säuft er sich zu Tode und ruiniert damit Frau und Kinder? Wir Menschen sind es doch, die so stolz darauf sind, diese Welt mündig und eigenverantwortlich zu gestalten ... Warum sind wir eigentlich so verlogen doppelzüngig? Den Erfolg buchen wir auf unser Konto, während wir Unrecht, Leid und Tränen Gott anlasten“ (aus „Leid – Warum lässt Gott das zu“, Verlag Hänssler). Immer wieder wird etwas geschehen, was wir nicht begreifen. Doch wenn wir der Liebe Gottes gewiss sind, dann lernen wir, selbst Dinge, die uns schmerzen und verwirren, mit vertrauensvoller Gelassenheit anzunehmen. Dietmar Przybylka, Neuapostolische Kirche Berlin-Brandenburg

Kirchliche Termine im Monat Februar
In der Verklärungskirche (Arndtstraße) trifft sich die Gemeinde sonntags um 10 Uhr zum Gottesdienst. Am 20.2. wird dabei das Kindermusical „Sag niemals nie zu Ninive“ aufgeführt. Am 17.2. um 19.30 Uhr laden Frau Boge und Herr Gottschalk zu einem Gemeindeabend über das Weltgebetsland Chile ein. Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommt der Frauenkreis am 4.2. und 18.2. um 15 Uhr, der Männerkreis am 4.2. um 18 Uhr und der offene Gemeindekreis am 23.2. um 18.30 Uhr zu „Arche Noah – technische Hintergründe und Details lassen staunen“ zusammen. Zum Haus-Gesprächskreis am 11.2. kann man sich bei Fam. Prinzler (Tel. 67 19 80 00) informieren. In der Christus-König-Kirche (Nipkowstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr zur Hl. Messe. Beim „Kindersonntag“ am 20.2. treffen sich die Kinder bereits vor dem Gottesdienst. Am 2.2. findet um 19 Uhr eine Hl. Messe zum Fest der Darstellung des Herrn statt. Die Freie evangelische Gemeinde feiert sonntags in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) um 10 Uhr Gottesdienst. Die Pfadfinder, Jungen und Mädchen im Alter von 8-12 Jahren, treffen sich am 4.2. um 15.30 Uhr, die Teens freitags um 18.15 Uhr. Am 18./19.2. wird zu Legobautagen eingeladen (siehe S. 6). Die Senioren kommen am 16.2. um 14.30 Uhr zu einer Bilderreise durch die Adlershofer Geschichte mit dem Ortschronisten Rudi Hinte zusammen. Der Frauentreff „Frauen unter sich“ lädt am 25.2. um 19 Uhr zum gemeinsamen Essen, Reden und Hören ein. Infos zu diversen Hauskreisen und Sonderveranstaltungen unter 677 56 65 oder www.lebewertvoll.de

Kindermusical „Sag niemals nie zu Ninive“
In der Verklärungskirche an der Arndtstraße wird am 20. Februar im Gottesdienst ab 10 Uhr das Kindermusical „Sag niemals nie zu Ninive“ aufgeführt. Es erzählt die Geschichte des Propheten Jona, der sich zunächst Gottes Auftrag widersetzte, aber auf abenteuerlichen Umwegen schließlich doch in die Stadt Ninive kam. Gestaltet wird das Geschehen vom Kinder- und Spatzenchor der Gemeinde, den Konfirmanden und einem Instrumentalensemble. Die Leitung hat Kantorin Beate Schlegel. B. Sch.

Informationen zu weiteren kirchlichen Veranstaltungen auf Seite 6

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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Nr. 202

Schlossplatztheater mit zwei Premieren im Februar
Zwei Premieren erwarten das Publikum im Februar im Schlossplatztheater Köpenick. Am 4.2. können die Zuschauer ab 20 Uhr mit „Eden fängt da an, wo andere aufhören“ einen Blick ins Paradies werfen. Was ist, wenn alles getan ist, alles erfunden wurde, die Zeit stillsteht, der Körper nicht mehr altert, die Zukunft keine Überraschung mehr bereit hält und es für alle Energie, Essen, Wasser, Verständnis, Frieden, Freiheit gibt – wären das paradiesische Zustände? Die Darsteller des Jungen Schlossplatztheaters haben dieses Stück selbst erarbeit. Auch am 5., 11. und 12.2. steht es auf dem Spielplan. Die vollkommen glaubwürdige Gegenwartsvision „Antoni“ (Foto) erlebt am 18. Februar Premiere und ist am 19., 25. und 26.2. zu sehen. Die Bürger der Welt sind eingeladen Ruhe zu bewahren und
Foto: Schlossplatztheater

3 Modelle – 5 Fotographen
Vom 14. Februar bis zum 15. April wird im Hause des Kulturbundes Treptow die Ausstellung „3 Modelle – 5 Fotographen“ des ColorClub Berlin gezeigt. Fünf Fotographen des CCB – Angela Dreßler, Ursula Gapski, Lutz Liebe, Gerhard Metzschker, Margrit Schulz – haben unter Atelierbedingungen die ausgestellten Werke erarbeitet. Dabei waren alle bemüht, die verschiedenen Facetten der Modelle zu erfassen und vielfältig sichtbar werden zu lassen. Die Ausstellung ist Mo-Fr von 10 bis 16.30 Uhr, Di bis 19 Uhr in der Galerie Ernststraße 14/16 zu sehen Informationen auch zu weiteren Veranstaltungen unter Tel. 53 69 65 34.

Lego-Bautage für Kinder ab 6
Eine besondere Einladung der Freien evangelischen Gemeinde gibt es für Kinder ab 6 Jahre. Am 18.2. (Freitag) und 19.2. (Samstag) veranstalten wir Lego-Bautage. Am 18.2. bauen die Kinder von 16-18.30 Uhr und am 19.2. von 10-17 Uhr. Am Sonntag können die Bauwerke im und nach dem Gottesdienst besichtigt werden. Wir bitten um Anmeldung unter lego@lebewertvoll.de

die letzte Stunde vor dem gelungenen Weltuntergang gemeinsam zu verleben. Weitere Infos unter: 6516516 oder www.schlossplatztheater.de

Weltgebetstag 2011: „Wie viele Brote habt ihr?“
Am 4.3. wird – wie in jedem Jahr am ersten Freitag im März – der Weltgebetstag begangen. In Adlershof gibt es dazu um 17 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in der Verklärungskirche. „Wie viele Brote habt ihr?“ Diese Frage ist das Motto des Gottesdienstes, für den Frauen aus Chile die Liturgie geschrieben haben. Wer sich vorab über dieses lateinamerikanische Land mit seiner wechselvollen Geschichte informieren möchte, hat dazu am Donnerstag, dem 17.2., Gelegenheit. Um 19.30 Uhr gibt es in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde, Arndtstraße 12, einen Gemeindeabend mit Lichtbildern und Informationen über Chile.

Bildrechte bei: Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Auf die Bitte der Frauen des chilenischen Weltgebetstagskomitees hin, hat Norma Ulloa, eine der Stickerinnen aus Copiulemu, einen farbenfrohen Wandteppich erschaffen (Abbildung). Das Motto des Weltgebetstages 2011 „Wie viele Brote habt ihr?“ stellt er auf eindrückliche Art bildhaft dar. Der Originalwandteppich wurde mit Wolle auf einem Stück Sackleinen hergestellt und ist 60 mal 40 Zentimeter groß. Mehr als einen Monat hat die Künstlerin daran gearbeitet. Auf dem Wandteppich sehen wir Szenen aus dem Markus-Evangelium in einer Umgebung dargestellt, die für das ländliche Chile typisch ist.
Schicksal der Erde. – Nicht verzagen! Zu danken ist allen zu diesem Tag Aktiven, für 920 €, die im Gottesdienst für die Heimatlosenarbeit der Berliner Stadtmission und für 610 € für die Erhaltung der Verklärungskirche gesammelt wurden. Ob es Zufall war, dass der Gospelchor genau sieben Mal sang, der Zahl für Vollständigkeit, Gottes Weisheit und Ratschluss? Zum Schluss wurde zum 8. Januar 2012 nach Marzahn-Nord eingeladen, und wir sangen traditionsgemäß das bewegende „Herr, wir stehen Hand in Hand...“ Stunden noch dauerten bei Kaffee und Kuchen die sich anschließenden Gespräche unter Bekannten, die einander lange nicht begegnet waren, und einige sind dafür sogar noch gruppenweise zum Mittagessen in Adlershofer Gaststätten gegangen. F. Fröhlich

Jedes Jahr im Januar...
... folgen seit mehr als fünfzig Jahren mehrere hundert (jetzt überwiegend mehr oder weniger rüstige Alt-)Jugendliche aus den Gemeinden des Kirchenkreises der Einladung zum Jahresrüstgottesdienst an einen jährlich wechselnden Ort, diesmal (wieder) nach Adlershof! Spannende Zeiten waren das damals, musste man sich doch morgens in Schule oder Betrieb (hinter vorgehaltener Hand) mit „Nanu – noch hier?“ begrüßen lassen. Die kämpferische Atmosphäre der damaligen Zeit hat aber den Zusammenhalt zwischen den Jungen Gemeinden offenbar dauerhaft gefestigt. In einer Zeit, in der die staatlich organisierten Verfolgungen der Jungen Gemeinden in den Jahren 1952/53 durch verfeinerte Methoden des Niederhaltens ersetzt wurden, war ein übergemeindlicher Jahresbeginn-Gottesdienst der Jungen Gemeinde als Jahresrüstgottesdienst (oder Losungs-Ausgabe) entstanden: Die jeweilige biblische Jahreslosung der Brüdergemeinde bildet geistliche Richtschnur für die vor uns liegende Zeit; der durch Gottes Wort vorgegebene Pfad soll nicht verloren werden. Am 9. Januar hatten sich etwa dreihundert Personen zu diesem Gottesdienst in der Verklärungskirche versammelt. Der Gospelchor unserer Kirchengemeinde unter Kantorin Schlegel brachte von Anfang an Schwung in die Versammlung, auch wenn nicht alle der Älteren sich von dieser Art Musik angesprochen fühlten. Von fernen Freunden gesandte Grüße wurden ausgerichtet, Pfar-

rerin Quien leitete die Lesungen und die Gebete, die Predigt hielt Generalsuperintendent Meister. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!“ lautet die Losung für 2011, die er zu überbringen hatte. Er zog das knallrote Teufelchen des Kasperletheaters seiner Kindheit aus der Tasche: Das Böse hat heute andere Namen als Teufel, Hexe, Krokodil! Geblieben ist die Wandlungsfähigkeit, die Anziehungskraft des Bösen. Häufig tarnt es sich mit scheinbar harmlosen Reizen zum Hingucken, Mitmachen, Nachmachen usw. Unsere Lebens-Umwelt ist voll davon und lebt davon. Die volle Aufmerksamkeit ist gefordert, nicht jeder Versuchung zu unterliegen (bzw. nicht mitzumachen). Unser Vorbild: der biblische Jesus Christus. Nimm das Böse ernst, und nimm die gute Macht Gottes an. Es geht um das

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Sehenswerte Ausstellungen in der Alten Schule
Im Februar ist in der Galerie im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstr. 54/56) weiterhin die Personalausstellung von Kerstin Seltmann „ENT-GEGEN-KOMMEN“ zu sehen (s. AZ Nr. 201, Abbildung). Geöffnet ist die Galerie Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr, So/Mo sowie an gesetzlichen Feiertagen ist sie geschlossen. Auch die Foto-Ausstellung „Im Land der großen weißen Wolke“ der Journalistin Regina Dörner zu Reise-Impressionen aus Neuseeland kann im Februar im „Bürgersaal“ noch zu den Es-

„Du bist perfekt“ in der Kulturküche
Mit ihrem neuen Programm „Du bist perfekt“ sind am 17. Februar ab 19 Uhr die beiden Vollblutmusiker Michael Muske (Gitarre, Gesang) & Roland Beeg (Bass, Gesang) in der Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, zu erleben. Nach ihrem DebütAlbum „Vielleicht in Dir“ überraschen und verzaubern sie nun mit weiteren Songs – gefühlvoll, witzig, bissig, verspielt und natürlich auch verliebt! Der Berliner Barde Michael Muske, der seine eigenen Texte singt, geht eine Symbiose ein mit dem Potsdamer BluesGitarristen Roland Beeg, der auch mit seiner Band Pass over Blues auf Reisen ist.

senszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel. 90297-5717) angeschaut werden. Im „KIEZKLUB“ werden weiterhin Fotografien des Köpe-

nickers Gottfried Schröter unter dem Titel „Natur und Lyrik“ gezeigt. Die Räume des Kiezklubs sind in der Regel werktags von 9 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.

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Tel. 0173-6 42 96 02

Kindertheater, ErLesenes, Politkabarett und Filme
Soziokulturelles Zentrum Ratz-Fatz lädt ein
Kinder werden sonntags um 10 Uhr im Soziokulturellen Zentrum Ratz-Fatz in Niederschöneweide (Schnellerstr. 81) zum Kindertheater eingeladen (13.2.: Katzenhaus; 20.2.: Däumelinchen; 27.2.: Kasper und der grüngelbe Kakadu). Für Erwachsene gibt es die Reihe „ErLesenes am Samstag“ (mit Frühstücksangebot) ab 10.30 Uhr. Am 5.2. spricht Dr. Gisela Gooß über „Zisterzienserklöster an der Bundesstraße Zwei“, am 19.2. lesen Karola Mühlmann und Bernhard Buley unter „Mit spitzer Feder“ Texte von Karl Kraus und Alfred Kerr (Klabund) und am 26.2. werden Texte von und mit Hartmut Reiber unter dem Titel „Grüß den Brecht“ vorgetragen. Das Freitag-Programm ab 19 Uhr ist sehr abwechslungsreich. Am 4.2. zollt unter „Wer hat nicht »Huckleberry Finn« gelesen?“ das Kalliope-Team dem Schriftsteller Mark Twain literarisch und musikalisch Tribut zu seinem 100. Geburtstag, am 11.2. will Dr. Katrin Sell in einem Vortrag die Anfänge des russischen Films bis in die 90er Jahre beleuchten (mit Filmsequenzen), am 18.2. gibt es „Plaudereien aus dem Spülkästchen“ – Neues von Klofrau Klothilde als Kabarettprogramm mit Carola Bläss und am 25.2. wird zum Theaterabend mit „Ein gewisser Don Juan aus Sevilla“ eingeladen. Im Rahmen des Kulturcafés für Senioren (dienstags ab 14.30 Uhr) wird am 1.2. der Film „Reise durch Ungarn“ gezeigt. Infos und Kartenbestellung unter Tel. 67 77 50 25. W.W.

„Der bittersüße Funke Ich“
In einer Veranstaltung zum 150. Geburtstag von Lou AndreasSalomé (1861-1937) liest die Berliner Autorin Kerstin Decker am 15. Februar ab 18 Uhr in der Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Str. 81) aus ihrem neuen Buch „Lou AndreasSalomé – Der bittersüße Funke Ich“. Die Geehrte zählte zu den ersten Intellektuellen Deutschlands, war Schriftstellerin, Philosophin, Psychoanalytekerin und befreundet mit so bekannten Persönlichkeiten wie Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke und Sigmund Freud. Für die Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben, um Spenden wie auch um Voranmeldung wird gebeten (Tel. 677 47 25). W.S.

Foto: Kulturküche Bohnsdorf

Von Bolle bis zum Zickenschulzen
Die bekannten Berliner Lieder von Bolle bis Zickenschulze erklingen am 12. Februar ab 20 Uhr im Stadttheater Cöpenick in der Friedrichshagener Straße 9, wenn Familie Krause, eine „normale“ Berliner Familie, zu einem der Altberliner Restaurants auf Erholung und Kaffeekochen geht … Natürlich wird – wie im Leben – hauptsächlich gesungen, mal laut, mal sentimental, mal schräg, mal gerade. Und die Zuschauer können sich lachend daran freuen, dass es ihnen Gott sei dank nie so extrem gehen wird wie der Familie Krause auf der Bühne. Bei der Sonntagsmatinee am 20.2. um 11 Uhr ist Annekathrin und Erinnerungen an die geliebten Ostsee-Urlaube als unterhaltsame Anekdoten, märchenhafte Begebenheiten, freche oder auch stimmungsvolle Gedichte und meditative Betrachtungen in einem Buch zusammengetragen. Die lockeren Zeichnungen aus dem Skizzenbuch von Olaf Rammelt ergänzen das Lesevergnügen und illustrieren sowohl Ostseeküste, als auch ihre zahlreichen Urlauber. Die kleinen Zuschauer können am 16.2. ab 10 Uhr das Gastspiel von Carmen HATSCHI Oleak „Endlich Fasching!“ erleben. Reservierungen: 65 01 62 34 oder 65 01 62 30, Infos unter: www.stadttheatercoepenick.de

Unter dem Motto „Allein für Alle“ heizt am 10.2. ab 15 Uhr der Swing-Musiker Klaus Diete mit bekannten und unbekannten Tanzmelodien ein. Bei dieser Einstimmung auf die Karneval-Saison darf natürlich getanzt werden – aber bitte mit Schwung! Um den Genuss abzurunden, werden Kaffee und Kuchen oder auch ein Glühwein serviert. Am 15.2. erwartet das Mobile Kindertheater Muck & Co ab 10 Uhr seine Zuschauer zu dem Theaterstück „Baron Münchhausen & die fliegende Reisekiste“ von und mit Soeke Kranich. Mit viel Phantasie und Zauberei erzählt der Lügenbaron für Kinder ab 4 Jahren von seinen abenteuerlichen Reisen. Um Voranmeldung unter Tel. 90297-5570 wird gebeten.

Galerie Grünstraße zeigt Farbholzdrucke
Anlässlich seines 75. Geburtstages zeigt die Galerie Grünstraße Farbholzdrucke von Harald Reibke. Die Ausstellung ist bis zum 3. März zu sehen. Die Galerie in der Köpenicker Grünstraße 16 hat Di-Fr von 13-19 Uhr und Sa von 10-14 geöffnet. Weitere Informationen unter Tel. 43 20 92 92.

Foto: Stadttheater Cöpenick

Bürger (Foto) zu Gast. Sie und ihre Schwägerin Christine Rammelt-Hadelich haben Gedanken

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„Man muss in den Kindern den Sinn für Toleranz und die Freude an der Verantwortung wecken“
Georgette Goerke – eine engagierte Lehrerin – unterrichtete vor neun Jahrzehnten an der Weltlichen Schule
Angeregt im „Literatur Kaffee“ über Adlershofer Schriftsteller zu berichten, stieß ich auf ein Buch, das zwei Familien im elsässischen Colmar beschrieb – eine deutsche und eine französische, die miteinander verbandelt waren und es ein Mitglied von ihnen, eine Lehrerin, nach Adlershof verschlug. Georgette Goerke, 1891 in Colmar geboren, absolvierte mit ihrer Freundin Luise Stromberger die Höhere Mädchenschule daselbst. Beide machten dort ihr Lehrerinnenexamen und gingen nach München, wo sie die Mission erhielten, Kindern in einem Arbeitervorort von Berlin Bildung zu bringen. Kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges kommt Georgette Goerke im Mai 1918 morgens in BerlinFriedrichstraße an und ist ernüchtert. Sie gibt viel Geld für ein Zimmer in einer Pension aus und nimmt am nächsten Morgen einen Zug nach Adlershof – einem großen, allerdings einfachen aber sauberen hellen Vorort von Berlin. Bei einer Apothekerswitwe – der Mann war vor Verdun gefallen – mietet sie ein Mansardenzimmer in der Waldstraße 13 mit Blick auf den dunklen Kiefernwald. Georgette nimmt ihren Dienst in der ersten Gemeindeschule auf, einem roten Backsteingebäude in der Bismarckstraße, der Hauptstraße von Adlershof. Sie kümmert sich liebevoll um die blauäugigen, flachsblonden, entzückenden Kinder, von denen die meisten durchsichtig krank scheinen, denn die Tuberkulose richtete verheerende Schäden an. Ihr selbst machte die Lunge schon lange zu schaffen, mehrere Aufenthalte in Sanatorien brachten keine Besserung. Anfang November 1918 meutern die Matrosen in Kiel, sie weigern sich den Seekrieg fortzusetzen. In Berlin ruft ein Flugblatt, von Karl Liebknecht unterzeichnet, zur „Stunde des Handelns“ auf. In Adlershof wird ein Arbeiter- und Soldatenrat ins Leben gerufen, Georgette ist begeistert. Sie war schon immer ein rebellisches Kind und hatte auf der Höheren Mädchenschule bereits durch Dichten von satirischen Liedern geglänzt. Berlin bewegt sich ständig am Rande des Bürgerkrieges. Am 15. Januar 1919 werden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet, am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal der Versailler Vertrag putzt und die Idee geboren, die Schaffung einer weltlichen Schule in die Tat umzusetzen. Es ist Georgettes Traum, der am 17. Mai 1920 mit der Eröffnung der ersten nicht konfessionellen Schule Deutschlands in der Radickestraße in Erfüllung geht. Sie schreibt an ihre Mutter „man muss in den Kindern den Sinn für Toleranz, für das Leben in der Gemeinschaft und die Freude an der Verantwortung wecken.“ Frl. Goerke ist sehr engagiert auf den Lehrerkonferenzen, ist gegen körperliche Züchtigungen und unterrichtet in einer Klasse Jungen und Mädchen gemeinsam. Die Lehrer bleiben nachmittags in der Weltlichen Schule und unterrichten ohne dafür bezahlt zu werden. Georgette gibt Französisch, Luise Stenographie, andere Kurse in Gartenbau, Musik und Theater – somit lungern die Kinder nicht mehr auf den Straßen herum. Am Wochenende trift man sich gelegentlich zu gemeinsamen Ausflügen, Georgette besucht mit einigen Schülern auch Museen und Ausstellungen. In der Zeitung „Sozialistische Erzieher“ beschreibt sie die neuen Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern. Zwei ihrer ehemaligen Schüler der Weltlichen Schule – Emil Rudolf Greulich und Walter Kolbenhoff – sind durch sie geprägt worden 1924 stirbt Georgette Goerke. Im gleichen Jahr beginnen Emil Greulich eine Lehre zum Schriftsetzer und Walter Kolbenhoff zum Chemiegrafiker. Beide werden später Schriftsteller.
Fesselnd für mich zu lesen war „Marthe und Mathilde“ von Pascale Hugues über eine Familie mit wechselvoller Geschichte zwischen Frankreich und Deutschland, der ich das Einzelschicksal von Georgette Goerke entnahm. Dr. Hanack PS: Die französiche Journalistin Pascale Hugues hatte sich auch an die Adlershofer Zeitung gewandt, um mehr über die Zeit ihrer Tante Georgette Goerke in Adlershof zu erfahren. Nach einem Aufruf an unsere Leser konnte sie so einige neue Informationen in ihrem Buch verarbeiten. Weitere Einzelheiten über die Weltliche Schule in Adlershof hat Ortschronist Rudi Hinte anlässlich des 90. Jahrestages im Mai 2010 in der „Adlershofer Zeitung“ veröffentlicht (s. AZ Nr. 193).

Georgette Goerke mit ihren Eltern. Das untere Foto zeigt das LehrerFotos: Archiv Hinte kollegium mit Rektor Schmalz (vorn in der Mitte)

unterschrieben. Aufgebrachte Demonstranten schreien „Verrat“ durch die Straßen von Berlin. Im März 1920 marschieren Kapps und Lüttwitz’ Putschisten auf Berlin zu. Die sozialdemokratische Partei ruft zum Generalstreik auf, Adlershof leistet dem Aufuf Folge. Die Schulen schließen, die Gemeindeschule in der Bismarckstraße dient als Sanitätsstelle für Verwundete und als Sicherheitswache für die Verteidiger der Republik. In Adlershof entsteht eine „Rote Armee“. Eine Einheit der Reichswehr aus Potsdam besetzt das wichtige Benzollager, es kommt zu Kämpfen, vom Bahnhofstunnel wird in die Bismarckstraße hineingeschossen. Bewaffnete Arbeiter ziehen sich zurück und flüchten

durch die Kleingartenkolonie bis nach Köpenick. Die Menschenjagd dauert an, Georgette wird in der Schule verhaftet, nachdem sie drei Exekutionen junger Männer auf dem Schulhof gesehen hatte. Sie wird aufs Rathaus nach Köpenick gebracht, verhört und beschuldigt, Waffen transportiert zu haben. Sie leugnet und erklärt, dass sie den Verletzten lediglich Decken gebracht hätte. Nach ihrer Entlassung verstecken Adlershofer Bewohner ihre Lehrerin bis wieder Ruhe eingekehrt ist. Am 23. März ist der Tumult vorbei. Die Schulen öffnen wieder, die Heizung wird wieder eingeschaltet, die Straßen gereinigt, die Toten beerdigt, die Einschusslöcher an den Mauern ver-

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Kniffliges Jubiläums-Quiz Die Geschichte Adlershofs
In Vorausschau auf das 20. Gründungsjubiläum des Adlershofer Bürgervereins im Januar diesen Jahres hatten wir in der DezemberAusgabe der Adlershofer Zeitung 20 Quiz-Fragen veröffentlicht, um das heimatkundliche Wissen der Adlershofer zu testen und dabei an manch wissenswertes Ereignis in der Adlershofer Ortsgeschichte zu erinnern. Der Schwierigkeitsgrad etlicher Fragen war wohl doch sehr hoch, denn die Beteiligung hielt sich in Grenzen. Die meisten richtigen Antworten kamen von Frau Barbara Heitkam, der wir den ersten Preis überreichen konnten. Auch hier nochmals unseren herzlichen Glückwunsch.

Und nun die Auflösung:
1. Wann wurde Adlershof das erste Mal urkundlich erwähnt? Am 14. April 1754 2. Wo befindet sich das fotografierte Wappentier (ein Adler) von Adlershof? Vor dem Haus Husstraße 10 3. Welches Unternehmen begann sich nach 1880 in Adlershof niederzulassen, dessen Nachfolger noch heute weltweit tätig ist? Chemische Fabrik Kahlbaum, heute BERLIN-CHEMIE 4. Seit wann konnten die Schulkinder von Adlershof in eine eigene Schule gehen? Ab dem 14. April 1890 5. In welcher Straße befindet sich die gezeigte (künstlerisch gestaltete) Hausfassade? Thomas-Müntzer-Straße (Ecke Dörpfeldstraße) 6. Wodurch wurde Adlershof 1920 zu einem Schauplatz blutiger Kämpfe gegen die Feinde der Weimarer Republik? Durch den Widerstand gegen den Kapp-Putsch 7. Nach welchem Pfarrer wurde eine Adlershofer Straße benannt, weil er sich gegen die Gleichschaltung der evangelischen Christen durch die Nazis widersetzte? Pfarrer Max Goosmann 8. In welchem Jahr wurde die in unserem Ort gern gelesene Adlershofer Zeitung gegründet? 1994 9. Wodurch wurde Adlershof als Wissenschaftsstandort begründet? Gründung der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt e.V. (DVL – 1912) 10. Wann starteten die ersten Flugpioniere auf dem Flugplatz Adlershof-Johannisthal? 1909 11. Welcher Adlershofer Sportverein feierte vor zwei Jahren sein 100. Gründungsjubiläum? ABC 08 12. An welchem Haus ist die Tafel für Rudolf Wagner-Regeny angebracht? Adlergestell 253 13. Wann startete das erste Versuchsprogramm aus dem Adlershofer Fernsehzentrum an der Rudower Chaussee? Am 21. Dezember 1952 14. Welche bekannte Schriftstellerin lebte bis zu ihrem Tod im Jahre 1983 in Adlershof? Anna Seghers (Gedenkstätte in der Anna-Seghers-Straße) 15. Wo befindet sich das gezeigte VVN-Denkmal? An der Dörpfeldstraße gegenüber vom Marktplatz 16. Welche Baumart wächst am häufigsten in der Köllnischen Heide? Die Kiefer 17. An welchem Gebäude findet man das (fotografierte) Zeichen „Ost“? An der KAISER’S-Halle am Markt 18. Wo vergnügen sich die Adlershofer Kinder am liebsten bei Schnee? Auf dem Rodelberg in der Köllnischen Heide, Nähe ehemalige Sportanlage Birkenwäldchen 19. Welcher Schutzstatus ist für die Köllnische Heide beantragt? Landschaftsschutzgebiet 20. Ist in der Köllnischen Heide die Jagd erlaubt? Nein Dr. Hans Erxleben, Vorsitzender des Adlershofer Bürgervereins

Spannende Episoden und interessante Details aus der mehr als 250jährigen Historie unseres Ortes sind in den Bänden I und II des „Adlershof“Geschichtsbuches von Rudi Hinte nachzulesen. Band I ist leider bereits ausverkauft. Teil II kann im „Boulevardbuch“ am Marktplatz und in der „Heimatstube“ in der Alten Schule, Dörpfeldstraße 54 sowie im Heimatmuseum, Sterndamm 102, für 13,90 € erworben werden.

Rudi Hinte

ADLERSHOF
Vom Colonistendorf Sueszen Grundt zum Zentrum für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien

Teil II ab 1920

MEDIEN-BÜRO Ebner

HIER
gibt’s die

Vertriebsstelle

Straße

HEM-Tankstelle......................................Adlergestell 305 Anna-Seghers-Gedenkstätte....................Anna-Seghers-Straße 81 Gemeindebüro der ev. Kirche ................Arndtstraße 12 Gaststätte „Herrmanns-Eck“ ..................Büchnerweg 30 Lotto/Toto/Zeitungen Neumann ............Dörpfeldstraße 12 PostStelle ................................................Dörpfeldstraße 21 Zeitungskiosk am Markt ........................Dörpfeldstraße / Marktplatz Lotto/Toto/Zeitungen Thranow ..............Dörpfeldstraße 53 „KIEZKLUB Alte Schule“ ....................Dörpfeldstraße 54 Einkaufsquelle bei Berlin Chemie..........Glienicker Weg 125 Friedhofsgärtnerei ..................................Hackenbergstraße 15 Lange Sicherheitstechnik........................Hackenbergstraße 29 Freie evangelische Gemeinde ................Handjerystraße 29/31 Praxis für Physiotherapie........................Handjerystraße 44 Sport-Gaststätte ABC 08 ........................Lohnauer Steig 1-8 Bahnagentur Schlegel ............................Marktpassagen Jutta’s Nähkästchen ................................Marktpassagen Gaststätte „Blattlaus“..............................Neltestraße 11d Gaststätte „Zum kühlen Grunde“ ..........Radickestraße 15 Betriebsrestaurant (WISTA-Gebäude) ......Rudower Chaussee 17 Schuhmacherei Eichler ..........................Thomas-Müntzer-Straße 6 TabaCCenter Thranow ..........................Wassermannstraße 105 Friseur-Team Schluricke ......................Wassermannstraße 123 Heimatmuseum Treptow ........................Sterndamm 102 (Joh.-thal)

Wenn Sie eine Ausgabe der Adlershofer Zeitung verpasst haben, können Sie diese und alle bisherigen Ausgaben hier erwerben: Wolfhard Staneczek, Otto-Franke-Straße 4, Tel. 677 24 58 Anna-Seghers-Gedenkstätte, Öffnungszeiten: Anna-Seghers-Straße 81, Tel. 677 47 25 Di + Do 10-16 Uhr

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Veranstaltungen im „KIEZKLUB“
Für den „KIEZKLUB Alte Schule“ (Dörpfeldstr. 54; Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr) teilten wir im Januar die regelmäßig wiederkehrenden Termine mit.

Außerdem bietet das Februar-Programm: 2.2., 11.30 Uhr: Informationen rund ums Sehen und Hören 9.2., 14.30 Uhr: Tanz mit Hartmut Hacker (Eintritt: 2,50 €) 16.2., 16.30 Uhr: Trommeln für die seelische Gesundheit (Anmeldung unter 631 09 85; Spenden erbeten) 23.2., 14.30 Uhr: Fasching mit Gabi’s Miniband, das originellste Kostüm wird prämiiert (Eintritt: 2,50 €) Weitere Auskünfte und Anmeldungen zu Veranstaltungen unter 90297-5767. W.W.

Mit dem Seniorenbus im Februar unterwegs
1.2. Kloster Neuzelle: Die Stiftskirche Neuzelle ist ein über 700 Jahre altes Gemäuer. Die Gartenanlage wurde im Barockstil neu gestaltet. (Fahrkosten: 24 €) 2.2. Im Theater am Ku’damm sehen wir uns das Stück „Der lustige Witwer“ an. Beginn 16 Uhr; Abholung ab 14 Uhr. (Eintritt für hintere und mittlere Reihen: 13 €, Fahrkosten: 10 €) 7.2. Ausflug nach Groß Schauen. Im allseits beliebten „Aalhof“ können wir frischen Fisch und Räucherware kaufen. (Fahrkosten: 20 €) 8.2. Marktbummel in Hohenwutzen. (Fahrkosten: 24 €) 9.2. Wunschfahrt: Sie haben die Wahl zwischen Kloster Lehnin, Baruth und Fürstenwalde. Die Mehrheit entscheidet. (Fahrkosten: 22 €) 14.2. In der Biosphäre Potsdam können Sie im dichten Grün von über 20.000 tropischen Pflanzen den Zauber der Natur genießen. (Eintritt 9,50 €, Schwerbehinderte 8 €. Fahrkosten: 18 €) 15.2. Die Springbachmühle ist stets ein lohnendes Ziel. (Fahrkosten: 22 €) 16.2. Beim Besuch des Klosters Chorin können wir durch die schöne Parkanlage spazieren. (Fahrkosten: 20 €) 21.2. Marktbummel in Küstrin. (Fahrkosten: 24 €) 22.2. Bei unserem monatlichen Besuch des Pantoffelkinos im „Haus des älteren Bürgers“ in Neukölln können Sie aus drei Filmen auswählen. Beginn: 13.30 Uhr, Eintritt: 1 €. Sie können im Atrium Mittag essen und für 2,50 € ein Kaffeegedeck bestellen. (Fahrkosten: 10 €) 23.2. Wunschfahrt: Sie haben die Wahl zwischen Neuruppin, Brandenburg und Jüterbog. (Fahrkosten: 22 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr abgeholt, bei Polenfahrten zwischen 8 und 9.30 Uhr. Ihr VdK-Team!

„Heikes Adlershofer Hobbytänzer“ sind jetzt in der Sporthalle aktiv
Die Tanzgruppe „Heikes Adlershofer Hobbytänzer“ hat ab Februar einen neuen Probenort: man trifft sich jeden Dienstag ab 15.30 Uhr im 1. Stock in der Sporthalle Merlitzstraße 16 (ehemals „Domäne“) im Gymnastikraum. Geprobt wird dann von 16 bis 18 Uhr unter der bewährten Anleitung von Heike Voßke. Nicht geändert hat sich das Repertoire: nach Altberliner Melodien werden Blocktänze, Paartänze mit Partnerwechsel, Gassentänze, Quadrillen sowie Rounds nach Ansage einstudiert und auch nach anderen Musiken Kreistänze und Kontras probiert. Allerdings müssen die Tänzer laut Hallenordnung Turnschuhe mit heller Sohle tragen, Tanzen in Straßenschuhen ist nicht möglich. Interessierte Damen und Herren, ob alleinstehend oder mit Partner, ob jung oder schon etwas reiferen Jahrgangs, sind herzlich willkommen. Anmeldung und weitere Infos bei Heike Voßke unter 65 70 17 03 oder 0160-92 30 59 23.

Im KIEZKLUB Bohnsdorf über das eigene Leben schreiben
Foto: Ebner

Die Sporthalle Adlershof in der Merlitzstraße/Ecke Groß-Berliner Damm

„Reha@home“ von Fraunhofer FIRST
Egal ob bei altersbedingten Einschränkungen des Bewegungsapparates oder nach einem Unfall, Rehabilitationsübungen sind meist langwierig. Damit ein nachhaltiger Therapieerfolg gewährleistet werden kann, müssen die Übungen auch nach einem Aufenthalt in der Klinik oder im Reha-Zentrum fortgesetzt werden. Doch gerade im eigenen Zuhause fällt es den meisten Patienten schwer, sich zu motivieren. Auch die medizinisch korrekte Ausführung von Übungen kann nur schlecht ohne die Unterstützung durch einen Therapeuten sichergestellt werden. Mit „Reha@home“ hat Fraunhofer FIRST mit Sitz in Adlershof eine kostengünstige, interaktive, multimediale Trainingsumgebung entwickelt, die den Patienten bei der korrekten Ausführung der Bewegungen unterstützt. Das System besteht aus einem Bildschirm, einer Kamera und einem Brustgurt zur Erfassung von Vitaldaten während der Übungsausführung. Auf dem Bildschirm wird dem Patienten eine Rehabilitationsübung, wie z.B. das Drehen des Oberkörpers, vorgeführt. Die Bewegung wird durch die Kamera aufgezeichnet und an einen Computer übertragen. Eine Software analysiert die Daten und gleicht sie mit der therapeutisch vorgegebenen Ideal-Bewegung ab. Die in Echtzeit ausgeführte Videoanalyse ermöglicht ein direktes visuelles Feedback an den Patienten. Dieser kann so seine Bewegung auf dem Bildschirm nachverfolgen und gegebenenfalls korrigieren.

„Wie hast du das damals gemacht? Wie habt ihr eigentlich früher gelebt“? Die meisten Kinder und Enkel wollen irgendwann einmal mehr erfahren über das Leben von Oma und Opa, Mutter und Vater. Damals waren die furchtbaren Kriegserlebnisse noch leibhaftig und als Folge davon wurden im Schatten der Weltpolitik zwei deutsche Staaten aufgebaut. Die Familie saß täglich gemeinsam am Tisch. Die Schulzeit bestand für die meisten aus der Volksschule. Daran schloss sich in der Regel eine Lehrlingsausbildung an. Und der berufliche Alltag war körperlich weitaus Kräfte zehrender. Wie lebte es sich in den Zeiten ohne Internet und Handy? Der jungen Generation frühere Lebensbedingungen mitzuteilen und sich über das eigene Leben klarer werden sind Motive, die uns in unserer Schreibwerkstatt zum Schreiben anregen. Auch der Wunsch, sich geistig zu betätigen, kreativ zu sein oder sich über Lebensthemen mit anderen auseinander zu setzen, führen uns einmal im Monat für vier Stunden zusammen.

Wir schreiben nach der Methode des „Kreativen Schreibens“, die davon ausgeht, dass jeder und jede das Potential zum Schreiben in sich trägt. Es muss nur geweckt werden. Durch Impulse von außen werden Gedanken, Erinnerungen und Phantasien in Kraft gesetzt – das Rohmaterial der entstehenden Texte. Vorlesen, Nachfragen und Diskutieren gehört für uns dazu. Besonders wichtig ist uns auch das Lachen, das oft spontan entsteht bei den gemeinsamen Schreibspielen und beim Lesen der Geschichten in der Gruppe. Und auch traurige Gefühle kommen auf in der Erinnerung an weniger glückliche Zeiten. Haben Sie Lust, in unserem kleinen Kreis über „Gott und die Welt“ mit zu diskutieren und mit zu schreiben? Wir planen derzeit unser nächstes Buchprojekt und suchen noch nach Mitschreibern. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Computerschreibkenntnisse sind vorteilhaft. Termine nach gemeinsamer Absprache. KIEZKLUB Bohnsdorf Dahmestraße 33 Tel. 90297-5509

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Ein 800 Jahre altes Dörfchen ist Namenspatron
Der Bohrauer Pfad in der Siedlung „Wendenheide“ verläuft parallel zur Oberspreestraße und verbindet die Friedlander Straße mit dem Freystadter Weg.

Der Name auf dem Straßenschild Heute:

Bohrauer Pfad

Wie bereits beschrieben, sollte Anfang der 1920er Jahre eine neue Siedlung am östlichen Rand Adlershofs Wohnungsnot und Lebensmittelknappheit lindern helfen. Beginnend mit dem „Planungsblock A“ (am Bernstadter Weg, s. AZ Nr. 105) fing die „Oberspree Siedlungsgesellschaft mbH“ im Oktober 1924 mit der Verpachtung der Grundstücke für die derzeit erst gerodete Fläche an. Nach drei Jahren waren gerade einmal die Grundstücke der Blöcke A-G bis zur Planungsstraße Nr. 13 belegt. Die Menschen hatten in jener Zeit einfach kein Geld für ein Grundstück. Parallel zur Oberspreestraße verlaufend verband Straße 13 Straße 10 (Friedlander Straße, s. AZ Nr. 97) mit Straße 15 (Freystadter Weg, s. AZ Nr. 98), etwa in der Mitte mündete in sie Straße 14 (Bärdorfer Zeile, s. AZ Nr. 124).

Am 17.5.1930 wurden alle Straßen der Siedlung nach Städten und Gemeinden Schlesiens benannt. Es sollte wohl eine Geste an die von dort Zugezogenen sein. Straße 13 erhielt den Namen Bohrauer Pfad nach dem niederschlesischen Ort Bohrau. Weshalb und nach welchem Ort Bohrau lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. In Schlesien gab es mehrere Orte mit diesem Namen. Es soll aber ein Ort nahe des ehemaligen Breslau (Wroclaw) sein – damit verringert sich das Angebot auf zwei kleine Dörfer. Davon gilt als wahrscheinlicher Namenspatron des Bohrauer Pfads das Dörfchen Bohrau im Landkreis Strehlen (Strzelin) südlich von Breslau. Bohrau wurde urkundlich erstmals 1202 erwähnt. Der Name soll vom polnischen Wort „bor“ (Fichtenwald) abgeleitet sein. Da dieses niederschlesische Gebiet im Ergebnis des Zweiten Weltkriegs zu Polen kam, heißt der am Flüsschen Lohe gelegene Ort seitdem Borow. Heute ist das 733 Einwohner zählende Dorf Sitz einer gleichnamigen Landgemeinde mit Bürgermeister Waldemar Grochowski an der Spitze. Zur Landgemeinde Borow gehören die umliegenden, ehemals selbständigen Ortschaften Borek Strzelinski (Großburg), Ludow Slaski (Deutsch-Lauden)

Fotos: Prochnow; Gemeinde Borow

Der Bohrauer Pfad in Adlershof mit zahlreichen Neubauten Blick in die Hauptstraße der Gemeinde Borow (unten)

und Zielenice (Grünhartau). Die Landwirtschaft ist Haupteinnahmequelle der Gemeinde. Dabei soll es aber nicht bleiben, der Gemeinderat ist für Investitionen jeder Art offen. Die Ehrentafel des Ortes weist sogar eine „Persönlichkeit“ aus: Günter Guttmann (Jg. 1940), Fußballspie-

ler und Trainer bei mehreren ostdeutschen Sportgemeinschaften wie BSG Stahl Riesa und BSG Energie Cottbus. Helmut Prochnow Mehr Interessantes ist in der Broschüre des Autors „Die Geschichte der Siedlung Wendenheide“ nachzulesen (Tel. 67 11 867).

„Johannes Bobrowski – eine Hommage“ in Friedrichshagen
Aus der Reihe „Berliner Geschichten“ des Theaters im Palais (Mitte) wird eine BobrowskiHommage als Gastveranstaltung am 22.2. um 20 Uhr im Kino UNION (Bölschestraße 69, Tel. 65 01 31 41) aufgeführt. Ein großer »Menschenerzähler« war der Lyriker und Romanist Bobrowski, dessen Werke zwischen elegischer Schwermut und kauzigem Humor angesiedelt sind, und über die er selbst sagt: „Ich bringe mit Vorliebe den Spaß herein in diese ernsthaften Geschichten. Ich möchte den Hörer und den Leser zu einem Gelächter kriegen und möchte dann durch den Fakt, den ich dahinter setze, bewirken, dass ihnen das Lachen im Halse stecken bleibt.“ In diesem Sinne kann man sich auf eine lebendige Ehrung des seit 1953 bis zu seinem Tod (1968) in Friedrichshagen lebenden Künstlers freuen. Leitung: Barbara Abend, am Klavier Ute Falkenau, es lesen Gabriele Streichhahn und Carl Martin Spengler. Um 11 Uhr gibt es diese Veranstaltung als Sonderaufführung für Jugendliche und Kinder. Doris Thyrolph

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Nr. 202

Herzlichen Glückwunsch zur „Steinernen Hochzeit“
Lange Jahre waren wir Nachbarn und einst Kollegen, jetzt durfte ich Ingeborg und Heinz Möller zu ihren 90. Geburtstagen gratulieren. Dabei musste ich feststellen, dass wir ihre Eiserne Hochzeit nach 65 Ehejahren nicht gewürdigt haben, obwohl Sohn Detlef im August 2003 ihnen zum 60. (Diamantenen) Hochzeitstag in der AZ Nr. 112 öffentlich gratuliert hatte. Auch wenn gute Gründe bestehen, dass das Ehepaar Möller noch die „Gnadenhochzeit“ nach 70 Ehejahren begehen kann, nehmen wir die jetzige „Steinerne Hochzeit (nach 671/2 Jahren) zum Anlass, über den langen gemeinsamen Lebensweg eines Adlershofer Ehepaares zu berichten. Als Ingeborg Barth aus Neukölln 1940 in einem Pensionat im Harz war, begann sie wie die anderen Mädchen einen Briefwechsel mit einem Offiziersanwärter an der Seefahrtschule in Hamburg. Heinz Möller absolvierte dort einen Lehrgang zum „Seesteuermann auf Großer Fahrt“. (Ein Bericht über seine SeefahrerLaufbahn ist im „Flottenkalender 2010“, Köhlers Verlagsgesellschaft Hamburg nachzulesen.) 1941 kam es zu ersten Begegnungen und einer „Fernverlobung“ mit 20 roten Rosen. Trotz Kriegszeiten gab es für drei Tage Sonderurlaub zur Hochzeit im August 1943 in Heinz Möllers Heimatstadt Neumünster, allerdings ohne Hochzeitsstrauß und -bild (es gibt nur die getrennten Fotos aus jener Zeit). Mit dem Ende des Krieges gab es keine Handelsmarine mehr. Das junge Ehepaar zog erst einmal zur Mutter nach Kreuzberg. Heinz Möller wollte seine Kenntnisse als Mathematik- und Physiklehrer verwenden, aber es bestand dringender Bedarf an RussischLehrern und er ließ sich überzeugen. Da Frau Ingeborg Adlershof tung, an der Rudower Chaussee). Zum 1.9.1949 bekam die Familie eine eigene Wohnung in der Zinsgutstraße. Bis 1951 blieb Heinz (als ehemaliger Seefahrer von Kollegen nur „Hein“ genannt) Möller an der Adlershofer Schule. Danach war er bis 1967 Direktor der 7. POS (Niederschöneweide) und anschließend bis zur Pensionierung 1986 Lehrer für Russisch haltenden gemeinsamen Lebensweg beantwortet das Ehepaar mit einigen ihrer Leitlinien: einer ist für den anderen da; gesunde Lebensweise ohne Übertreibungen, kaum Alkohol, nie geraucht; regelmäßiger Gedankenaustausch; gemeinsame Hausarbeit. Von 1969 bis 2007 war zudem ein 400 m2Garten in der Wendenheide gemeinsames Hobby und Verpflichtung. Daneben malt Hein Möller gern (man kann etliche Bilder in der Wohnung bewundern) und Frau Ingeborg schreibt (z.B. ihre Lebensgeschichte für die Enkel Stephan und Andreas). „Meine Frau ist eher unruhig und ich bremse dann“, sagt Heinz Möller und seine Frau betont, „er ist mein erster und letzter Mann“. Nur einmal hatte sie gedroht ihn zu verlassen, als 1955 die in der DDR neu entstandene Deutsche Seereederei ihm anbot, wieder „auf große Fahrt“ zu gehen. Da blieb er dann eben Lehrer und zur See fahren sie nur noch gemeinsam als Passagiere. Nicht nur dabei begleiten sie unsere besten Wünsche! W.S.
PS: Da es kein Verzeichnis der Hochzeiten von Adlershofer Ehepaaren gibt, bitten wir Freunde, Angehörige oder die Jubilare selbst, uns goldene (50 Jahre), diamantene (60 Jahre) oder eiserne (65 Jahre) Ehejubiläen etwa drei Monate vor dem Ereignis mitzuteilen, damit sie ebenfalls gewürdigt werden können.

durch ihre Tante in der Waldstraße gut kannte (und sich gern an Tanznachmittage im Restaurant „Sanssouci“ erinnerte), übernahm er ab 20.9.1946 eine Stelle als Russisch-Lehrer an der 12. Volksschule in der Bismarckstraße (s. AZ Nr. 177, auf dem Foto steht H. Möller direkt hinter Direktor Burkhardt in der Mitte). Mit Grausen erinnert er sich, „wir waren immer gerade eine Lektion weiter“. Im Juni 46 wurde Sohn Detlev geboren (jetzt Professor für Chemie in einer Zweigstelle der Universität Cottbus, Lehrstuhl für Luftchemie und Luftreinhal-

und Astronomie (in Erinnerung an die Seefahrt) an der KlementGottwald-EOS in Treptow. Ingeborg Möller begann nach einigen Elternjahren 1951 eine Tätigkeit bei einer sowjetischen Aktiengesellschaft an der Rudower Chaussee. Als man dort Kontaktabbruch zur „West-Verwandtschaft“ forderte, nahm sie eine Stelle in der Verwaltung der Filzfabrik in der Oppenstraße an. Ab 1962 war sie dann bis zur Rente 1982 Verwaltungsleiterin in verschiedenen Bereichen der Volksbildung des Bezirks Treptow. Die Frage nach dem lange an-

Ein Wiedersehen der Klasse 8b nach 34 Jahren
Nach 34 Jahren trafen sich im Oktober 2010 die Schulabgänger der Klasse 8b der 10. Polytechnischen Oberschule Berlin-Adlershof zu einem Wiedersehen in einem Restaurant in Johannisthal. Die nicht einfache Organisation hatte Thomas Pfaff übernommen, der bei der Anschriftensuche von den beiden Mitschülerinnen Petra und Tatjana unterstützt wurde. Von ihren Lehrern konnte leider nur der Kunstpauker a.D. Hermann Kopittke zum Treffen erscheinen, da Klassenlehrer Jürgen Claus an diesem Tag 60 Jahre alt wurde und somit zuhause unabkömmlich war. Aber über eine Glückwunschkarte mit den Unterschriften seiner ehemaligen Schüler hat er sich sicher gefreut. Sportlehrer Bernhard Jabbusch übermittelte Grüße aus Ungarn. Die Freude des Wiedersehens nach so langer Zeit war bei allen groß. Nicht in jedem Fall erkannte man sich sofort wieder und bei jedem neu erscheinenden Gesicht ken und danach gab es viel untereinander zu erzählen. Alle haben sich beruflich sehr gut entwickelt und auch in der Familie ihren Weg gefunden. Dann erfolgte die Auswertung der Leistungskontrolle. Da ein gutes Wissen bei den Damen und Herren vorhanden ist, wurden nur Zensuren von 1+ bis 2 vergeben. Christiane hatte sich für den Hauptorganisator noch eine Überraschung einfallen lassen: für seine Arbeit überreichte sie eine schön dekorierte Torte. Als Erinnerung an dieses Treffen konnten alle eine vom Kunstpauker angefertigte Bildmontage mit Fotos aus ihrer Schulzeit mit in ihr jetziges Heimatgebiet nehmen. Viele leben noch in Berlin, aber Astrid kam extra aus Schweden und Claudia reiste aus Leipzig an. Bis in den neuen Tag hinein gab es Gesprächsstoff und man trennte sich mit der Verabredung, sich in drei Jahren wieder in Berlin zu treffen. Hermann Kopittke

Foto: Pfaff

wuchs die Spannung bei den schon Anwesenden. Immerhin kamen 16 Ehemalige zum Stelldichein. Nach einer kurzer Begrüßung durch Thomas übernahm der ehemalige Kunstpauker für eine Zeit die Regie. Die Schule von damals kehrte in Form eines Klingelzeichens und einer schriftlichen Leistungskontrolle zurück. Wie zur Schulzeit hatten etliche

Damen und Herren ihre „Arbeitsmittel“ vergessen, aber Christiane leistete sofort solidarische Hilfe und stellte von ihrem Bäckereibetrieb Schreibgeräte zur Verfügung. Alle bemühten sich, die „schweren Fragen“ mustergültig zu beantworten. Nach 20 Minuten mussten sich dann alle von ihrem Blatt trennen. Jetzt wurde erstmal echt griechisch gespeist, getrun-

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Herzliche
In diesem Jahr gratulieren wir im Februar zuerst zwei Paaren zu ihren Ehejubiläen. Regina und Gerd Winterberg können am 24.2. auf 50 gemeinsame Jahre zurückblicken und ihre Goldene Hochzeit feiern. An diese können sich Ingeborg und Heinz Möller bald nicht mehr erinnern, denn sie erleben am 7.2. bereits ihre Steinerne Hochzeit nach 67 1/2 Jahren gemeinsamen Zusammenseins (s. auch S. 12). Im Namen unserer Leser schließen wir uns gern den Gratulantenscharen an und wünschen beiden Ehepaaren viele weitere gemeinsame Jahre bei guter Gesundheit. Nachräglich gratulieren wir Edeltraud und Klaus Dangelat zur Goldenen Hochzeit am 28.1. Ebenfalls herzliche Glückwünsche übermitteln wir am 6.2.

Glückwünsche
Elfriede Kemnitz zum 91. Erdenjubiläum. In den Kreis der 90jährigen treten am 21.2. Charlotte Barow und am 22.2. Ursula Pramor. Auch diesen Jubilarinnen gelten unsere besten Wünsche. Auf 85 erfüllte Lebensjahre blicken am 15.2. Hannelore Thomae und am 21.2. Günter Mann zurück. Die besten Wünsche zu ihrem 80. Wiegenfest erhalten am 1.2. Daniel Tauchert, am 10.2. Walter Wilke, am 16.2. Helmut Polleit, am 19.2. Dietrich Schmidt und am 21.2. Luzie Schinköth. Weiterhin alles erdenklich Gute! Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren im weiteren Leben nur freudenreiche Tage, Gesundheit und Glück.

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Anmerkungen zur Januar-Ausgabe der Adlershofer Zeitung
Vielen Dank für Ihr unermüdliches Wirken im Interesse Adlershofs! Gestatten Sie mir zwei Anmerkungen zur Januar-Ausgabe: - Seite 2, Spalte 2: Hieß die Grünauer Ausflugsgaststätte nicht „Riviera“? Jedenfalls haben wir in der Jugend sie immer so genannt. (richtig, da ist uns leider ein „i“ „abhanden“ gekommen, Verzeihung!) - Seite 11, „Projektgruppe Aktiv im Alter ...“ am Ende von Spalte 2: „... eine glatte Querung der Florian-Geyer-Straße ...“: Nun muss als nächstes die Arbeits-

Glückwünsche zum 106. Geburtstag

]k]j P H N SK
gruppe auch den Winterdienst für diese Querung sicherstellen, denn derzeit ist mindestens die Seite zu den Marktpassagen durch einen Schneeberg versperrt. Alles Gute zum Neuen Jahr! Friedel Fröhlich

Foto: Staneczek

Am 4. Januar gratulierte Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler der Adlershoferin Dora Laube zum 106. Geburtstag und überbrachte zudem die Glückwünsche des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Die Gratulation des Bundespräsidenten war mit der Post gekommen. Dora Laube nahm alle guten Wünsche in ihrer Wohnung fröhlich entgegen. Seit ihrem Lebensbeginn 1905 ist sie ihrem Geburtsort Adlershof stets treu geblieben. Unterdessen ist sie nicht nur unsere älteste Einwohnerin sondern auch älteste Mitbürgerin des Bezirks Treptow-Köpenick. Gern möchten wir ihr im nächsten Jahr wieder gratulieren – möge jeder weitere Tag für Dora Laube lebenswert sein! W.S.

Unsere Rätselecke
Zu bilden sind sechsbuchstabige Wörter folgender Bedeutung:

1. Beginn; 2. Trick, Schlaufe; 3. Sonnen-/Regenschutz; 4. Chormitglied; 5. Aushang, Plakat; 6. Titel, Gruß; 7. Vorliebe, Sympathie; 8. Trennungslinie.
Werden die beiden Mittelbuchstaben dieser Wörter aneinander gereiht, erhält man zeitlich begrenzte Aktionen nicht nur im Rheinland.
Rätselautor: Wolf Will

Auflösung des Rätsels in der Januar-Ausgabe:

Schlaglochmelder Treptow-Köpenick
Der massive Wintereinbruch hat im Straßenland deutliche Spuren hinterlassen. Nachdem Fahrbahnen und Gehwege von Schnee und Eis befreit sind, werden Schlaglöcher und sonstige Geh- und Fahrbahnschäden sichtbar. Das Tiefbauamt ist bemüht, die entstandenen Schäden schnell zu reparieren, damit Straßen und Gehwege gefahrlos passierbar bleiben. Zudem sollen kleine Schadensfälle nicht zu großen und teuren Schäden werden. Da die Straßenbegeher nicht an allen Orten zeitgleich die Schäden aufnehmen können, freut sich das Tiefbauamt über eine Unterstützung durch die Bürger(innen) bei der Registrierung der Straßenschäden. Meldungen werden unter Tel.: 90297-5501 oder per E-Mail: info-tiefbauamt@ba-tk.berlin.de gern entgegengenommen.

Luftschloß, Farbe, Spinne, Quelle, Ruder, Treppe, Tante, Bogen, Diener, Mosel, Raucher, Bande, Feder, Zahn, Stern, Meise, Mutter, Feger, Aller, Stück, Escher, Bakken. Frieden, Gesundheit, Glück sind die Wünsche für jeden von uns im neuen Jahr.

Liebe Leser,
in der Rubrik „LeserWORT“ halten wir für Sie immer einen Platz bereit, um Ihre Meinungen, Kritiken und Wünsche zu veröffentlichen.

Schreiben Sie an Adlershofer Zeitung PF 1103 12474 Berlin

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Nr. 202

erlebnisreiche und erholsame Winterferien !
Des Zauberschlosses neue Kleider im FEZ-Berlin
Die Zauberstäbe sind poliert, Schreibfedern gespitzt, Tintenfässer nachgefüllt – das Zauberschloss erwartet in den Winterferien täglich bis zum 6. Februar im FEZ-Berlin in der Wuhlheide seine Besucher. Verkleidet als Fantasiewesen, Magier, Hexen, Prinzessinnen oder Feen können die Kinder den beliebten Figuren aus der Welt von Harry und Hermine helfen, das Böse zu besiegen. Eintritt: 3 € / Familienticket 10 € / Wochenticket 12 €. Das Thema am Familienwochenende 12. und 13. Februar ist die faszinierende Welt des Modellbaus. Warum schwimmt das Schiff und warum fällt das Flugzeug nicht vom Himmel? 150 Modellbauer stehen Rede und Antwort, neueste Technik und Produkte werden vorgestellt und die Anwendung in Workshops erklärt. Highlight: abendliches Schaufahren der Schiffsmodelle in der Schwimmhalle ab 18 Uhr. Außerdem: Börsen für Modellbahn am Samstag und Elektronik/Funktechnik am Sonntag. Bei „Kinder! Kinder! Alles Theater!“ (Foto) spielen am 19. und 20. Februar Kinder für Kinder. Lasst euch schminken, baut eure eigenen fantasievollen Bühnenbilder und besucht die vielen kleinen und großen Vorstellungen der Theaterkinder! Grundschulen, Horte, Kinder- und Jugendeinrichtungen sind eingeladen, mit ihrem Theaterstück dabei zu sein. Was Mädchen und Frauen alles können, was sie leisten, wie sie leben, lieben und träumen – davon erzählt das Wochenende am 26. und 27. Februar „Heldinnen wie wir! Starke Mädchen – starke Frauen!“ Sei dabei und betätige dich als Architektin in der Holzbaustelle, forsche wie eine richtige Professorin, nimm an TanzWorkshops teil, nutze die Chance einmal Bundeskanzlerin oder sogar Königin zu sein, erfahre etwas über Lebenswelten von Frauen in anderen Teilen der Welt. Auf der Bühne erwarten dich Tanz, Musik, Diskussionen und jede Menge Weiblichkeit.

Spiel und Spaß im „Grimau“-Club
Im Grimau-Club laufen die Winterferien dieses Jahr unter dem Motto „Mach es selbst!“. Wir kochen zusammen mit den Kindern jeden Tag andere Speisen und genießen diese dann. Ziel ist es, sonst typische „Fastfood“- oder auch „Junkfood“Gerichte von ihrer natürlichen bzw. gesunden Seite den Kindern näher zu bringen. Eine vorhergehende Diskussion über die möglichen Zubereitungsarten und eine anschließende Auswertung der geschmacklichen Unterschiede soll eine Anregung für eine zukünftige gesündere Ernährung für die Kinder sein. Für die Zutaten ist ein kleiner Obolus zu entrichten. Der Club ist in diesem Zeitraum von 1218 Uhr geöffnet. Die Essenszubereitung ist ab 13 Uhr geplant. Alle anderen Aktivitäten wie Billard, Tischtennis und Dart sind ebenfalls möglich. Das Grimau-Team freut sich auf euch.

Einladung ins Figurentheater
Auch im Februar ist das Programm des Figurentheaters „Grashüpfer“ im Treptower Park noch der Witterung angepasst. Vom 1.-13.2. ist dort die Geschichte „Der kleine Eisbär“ nach dem Kinderbuch von Ute Kahmann zu sehen. Anschließend kann man ab 15.2. auch im Puppentheater „Frau Holle“ beim Bettenschütteln zuschauen. Zwischendurch wird am 7.2. für die Jüngsten die Frage „Wer versteckt sich vor dem kleinen Hund?“ beantwortet. Schüler und Erwachsene werden am 11.2. und 25.2. um 18 Uhr herzlich zum Märchenabend am Feuer in der Jurte eingeladen. Weitere Informationen unter Tel. 53 69 51 50. W.W.

„Schule trifft Handwerk“
Schüler(innen) des Bezirks an handwerkliche Berufe heranzuführen, ist seit Jahren ein Schwerpunkt in der Arbeit der Initiativgruppe Traditionelles Handwerk. Unter dem Motto „Schule trifft Handwerk“ wurden im ersten Schulhalbjahr für Schulen, mit denen Kooperationsvereinbarungen bestehen, Berufsfindungstage an 13 Einrichtungen organisiert. Zwischen September und Dezember 2010 beteiligten sich daran 280 Schüler(innen) der 9. und 10. Klassen und besuchten Oberstufenzentren sowie handwerkliche Ausbildungseinrichtungen und Werkstätten. Nähere Informationen bei der Initiativgruppe „Traditionelles Handwerk“, Freiheit 15, Raum 409, sowie unter www.zukunft-im-handwerk.de

Foto: FEZ-Berlin

Eintritt an den Familienwochenenden: 2 € / Familienticket 6,50 €, Leistungsempfänger erhalten Ermäßigung) Informationen unter 53 07 10.

Fokus auf Berufsvorbereitung
Für 2011 hat sich der Technische Jugendbildungsverein in Praxis (TJP) viel vorgenommen. Mit den Projekten „Schülerpraktikum mal anders“ und „Videoclips Berufe – von Schülern für Schüler!“ widmet sich der Verein der vertiefenden Berufsvorbereitung und engeren Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen (gefördert durch das Programm Lokales Soziales Kapital). Zur Langen Nacht der Wissenschaften wird METEUM – die Technische Kinder- und Jugendakademie des TJP – erstmals auf dem Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Schöneweide präsent sein, Weiterführung einer Nachbarschaft mit Synergien. Attraktive Anlaufstelle für Praktikant(inn)en möchten die Trainingsunternehmen digiprintworker (Grafikwerkstatt) und Itees (Hard- und Software) sein. Das Projekt „Videoclips Berufe – von Schülern für Schüler!“ steht in den Startlöchern. In Begleitung eines Filmemachers konzipieren und drehen Jugendliche Videoclips, die spannenden technisch -naturwissenschaftlichen Ausbildungsberufen im Bezirk nachgehen. Werde Interviewer, Kameraassistent oder Redakteur(in)! Zum Starttreffen des Teams am 1.2. um 16.30 Uhr sind Interessierte von 14 bis 25 Jahren herzlich eingeladen. Anmeldung für alle Angebote bitte unter Tel. 3117038-0; Fax 3117038-199 oder per E-Mail: reservierung@tjp-ev.de

Foto: Anna-Seghers-Schule

Bei der traditionellen Festwoche zu Ehren von Anna Seghers an der gleichnamigen Schule zeigten an vier Nachmittagen im Dezember Schüler ihre Talente auf sprachlich-künstlerischem, aber auch sportlichem und mathematischem Gebiet. So traten in der festlich geschmückten Aula des Hauses an der Radickestraße Rezitatoren, junge Autoren mit selbst geschriebenen Texten, Darsteller kleiner Szenen, Gesangstalente sowie Fremdsprachen-Experten auf, die ihre Beiträge auf Englisch, Französisch und sogar Latein darboten. Beim Mathe-Cup wurde fleißig gerechnet, beim Quiz der Naturwissenschaften geknobelt und in der Turnhalle wurden die sportlichsten Schüler gesucht. Bemerkenswert, dass Teilnehmer aus allen Altersklassen vertreten waren (Klasse 1-13) und damit den Begriff der Gemeinschaftsschule mit Leben erfüllten. Die Besten ihres Faches wurden bei der Siegerehrung ausgezeichnet.

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ABC 08 mit zwei Heimspielen im Februar
Für die 1. Herrenmannschaft des Adlershofer BC 08 stehen im Februar in der Berlin-Liga zwei Heimspiele auf dem Programm. Am 12.2. ist Eintracht Mahlsdorf zu Gast am Lohnauer Steig und am 19.2. kommt das Team des Berliner SC nach Adlershof. Spielbeginn ist jeweils um 14 Uhr.

Bambooland Wildau–Hallencup am 20. Februar in Köpenick
Adlershofer Frauenteam trifft auf starke Gegnerinnen
Die 1. Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin veranstaltet in der Ballsporthalle Hämmerling-/ Friedenstraße 1 in Köpenick am 20. Februar von 12-16.30 Uhr den Bambooland Wildau-Hallencup. Spannende Spiele sind zu erwarten. Teilnehmende Mannschaften: Turbine Potsdam II (2. Bundesliga), Lok Leipzig II, BSC Marzahn, Holstein Kiel U23/U17, 1. FC Union Berlin (Regionalliga) und Adlershofer BC 08, 1. FC Neubrandenburg 04, Magdeburger FFC II (Verbandsliga). Die Frauen des 1. FC Union Berlin und der Bezirksstadtrat Bürgerdienste, Bildung und Sport Svend Simdorn freuen sich auf viele fußballbegeisterte Besucher(innen). Weitere Infos bei Ailien Poese unter 600 54 978 oder Ailien. poese@fc-union-berlin-frauen.de

Nachwuchsringer treffen sich erstmals in Berlin zu ihrer Deutschen Meisterschaft
Erstmals werden in Berlin Deutsche Meisterschaften der weiblichen Jugend und der A-Jugend im Freistilringen ausgetragen. Die Titelkämpfe finden vom 18. bis 20. Februar im Sportforum Hohenschönhausen statt. Ausrichter ist der SV Luftfahrt Ringen – ein für gute Nachwuchsarbeit bekannter Sportverein aus unserem Bezirk. Der Berliner Ringerverband nominierte 6 Athletinnen und 8 Athleten. Nach der Eröffnung am Freitag um 16.45 Uhr und dem Beginn der Wettkämpfe werden diese am Sonnabend ab 8.45 Uhr und am Sonntag ab 9 Uhr fortgesetzt.

Erfolgreiche Spendenaktion des FHC für das Kinder- und Jugendwerk Arche
Das Fitness Health Center in der Köpenicker Lindenstraße hat im Dezember für die Arche Berlin, einem bekannten Projekt zur Unterstüzung bedürftiger Kinder und Jugendlicher, eine Hilfsaktion durchgeführt. Gesammelt wurden Jacken, Hosen, Pullover, Schuhe, Shirts usw. Für jedes warme Kleidungsstück verschenkte das FHC eine Woche Fitness und Wellness im größten Fitness- und Gesundheitsstudio in Köpenick. Die Spendenaktion wurde vom Bezirksstadtrat Bürgerdienste, Bildung und Sport Svend Simdorn unterstützt. Fitness Health Center Lindenstraße 31 c Tel. 65 26 36 19

Mit dem „Wanderfreund“ auf Tour durch die Winterlandschaft
„Eis an Spree und Dahme“ ist die Tour mit der freien Wandergruppe „Der Wanderfreund“ am 6.2. überschrieben. Treff: 10.30 Uhr S-Bhf. Friedrichshagen (10 km). Ins „Winterliche Havelland“ geht es am 13.2. Treff: 10.45 Uhr S-Bhf. Wannsee, Schalterhalle (10 km). „Das Erpetal zur Winterzeit“ wird am 19.2. erkundet. Treff: 10 Uhr S-Bhf. Hirschgarten (10 km). Der „Templiner See“ steht am 27.2. auf dem Programm. Treff: 10.30 Uhr Potsdam Hauptbahnhof, DBInformation (12 km). Bei allen Touren sind die Wanderpläne mit den Terminen dieses Jahres erhältlich. Weitere Informationen unter Tel. 656 07 34. L.E.

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Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58

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Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Auflage 3000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich Vertrieb über Geschäftsinhaber, Vereine und andere Helfer

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Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im März ist am 15. Februar

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Öffentliche Sprechstunden
Am 15. Februar und am 1. März jeweils von 13-18 Uhr finden die nächsten Sprechstunden des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter 63 22 43 57). Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler steht am 16. Februar von 14.30-16.30 Uhr im Rathaus Köpenick zum individuellen Gespräch bereit. Nähere Informationen oder ggf. einen zusätzlichen Termin bitte unter 90297-2300 erfragen Die Sprechstunde des stellvertretenden Bürgermeisters und Bezirksstadtrates für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft Michael Schneider findet am 2. Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr (so am 10.2.) oder nach Vereinbarung (90297-4336) im Rathaus Treptow statt.

Hilfe bei der Firmengründung
Die Wirtschaftsförderung Trep- Probleme nach der Gründung tow-Köpenick (Alt Köpenick 21) werden an jedem zweiten Diensgibt dienstags von 10-15 Uhr kos- tag von 15-18 Uhr in einem Kurztenlose Beratung zur Firmengrün- seminar aufgezeigt und erklärt. dung. Eine vorherige Terminab- Der nächste Termin ist der 8. Fesprache unter 90297-2528 ist er- bruar. Am Ende der Veranstaltung forderlich. bleibt Zeit für Fragen. InteressenWege von der Ideenfindung bis ten melden sich bitte zuvor ebenzum Geschäftskonzept und die falls unter 90297-2528 an. Die weiteren Termine für Kurzseminare in diesem Jahr: 8.3.: Einfache Buchführung für Existenzgründer 12.4.: Kredite und Zuschüsse – Wege zur Nutzung öffentlicher Fördermittel 10.5.: Umsatz planen, Gewinn erwirtschaften, Steuern zahlen 14.6.: Existenzgründung und Unternehmensaufbau der kreativen und freien Berufe 12.7.: Gewerberecht – Formalitäten, Anmeldung, Besonderheiten der Gewerbeerlaubnisse, Gewerbeflächen und Mietpreise 9.8.: Unternehmensgründung: Neugründung oder Nachfolge Umfirmierung mit Folgen, Rechtsformen und Verträge 13.9.: Einfache Buchführung für Existenzgründer 11.10.: Unternehmensgründung aus der Arbeitslosigkeit – Leistungen der Arbeitsagentur und des Job Centers 8.11.: Umsatz planen, Gewinn erwirtschaften, Steuer zahlen 13.12.: Existenzgründung und Unternehmensaufbau der kreativen und freien Berufe
Foto: BA Treptow-Köpenick

Baumfällungen in der Ludwig-Boltzmann-Straße
Auf der Grünfläche „Linse“ in der Ludwig-Boltzmann-Straße im WISTA-Gelände wurden zwei Ulmen und 25 Pappeln gefällt. Ursache für die Fällung der Ulmen sind tiefe Morschungen, Pilzbefall und eine Vielzahl an Spechtlöchern. Die Bäume sind stark geschwächt und eine Erholung durch Pflegemaßnahmen ist unwahrscheinlich. An den Pappeln wurden vor acht bis zehn Jahren starke Rückschnitte an den Kronen vorgenommen. Die vorhandenen Schnittstellen sind stark vermorscht, die nachgewachsenen Stämmlinge sind ausbruchgefährdet. An einigen Pappeln sind die Stammfüße morsch, die Standsicherheit wäre auch nach einem erneuten radikalen Rückschnitt nicht gegeben. Nachdem die Stubben ausgefräst sind, erfolgen Nachpflanzungen entsprechend den Vorgaben des geltenden Bebauungsplans.

Workshop für Jugendliche im Bezirk Treptow-Köpenick

Weglaufen oder Stehenbleiben?
Das Projekt Erste Hilfe bei Gewalt des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bietet den Workshop „Weglaufen oder Stehenbleiben“ für Jugendliche im Bezirk Treptow-Köpenick an. Vor dem Hintergrund zunehmender Gewalt im öffentlichen Raum können Teilnehmer unter professioneller Begleitung ausprobieren, wie man sich in gefährlichen Situationen am besten schützt oder anderen hilft. Weitere Themen sind Selbstbehauptung, Zivilcourage und Deeskalation. Das Angebot gilt für 13-18jährige Schüler(innen) und ist kostenlos! Der Workshop findet nochmals am 3. Februar, von 13-18.30 Uhr in der Jugendfreizeiteinrichtung ABC-Rocks (Hirschgartenstr. 14) statt. Anmeldungen sind möglich unter 654 88 197 (auch AB) bzw. mail@erste-hilfe-bei-gewalt.de

Seife im Advent
Wissen Sie was „Seife filzen“ ist? Durch den „Adlershofer Adventskalender 2010“ habe ich es erfahren: etwas ganz Tolles! Schauen Sie sich bitte das Bild an: Zwei Hände, die von Seifenschaum bedeckt sind und ein Stück Filz festhalten. Der Filz enthält ein Stück Seife – ganz einfach. Es wird Filz zu einer Tasche verwoben, die Seife hineingesteckt und die Tasche geschlossen. Ein Alltagsgegenstand, der mehrfach Freude macht: beim Basteln, beim Schenken, beim Ansehen und Benutzen. Kennengelernt habe ich das durch den Adventskalender, indem neben vielen anderen guten Veranstaltungen auch dieses Kleinod zu finden war. Was mich gewundert hat: viele Veranstaltungen waren gut besucht, aber andere – ebenso gute – wurden einfach übersehen. „Zeit hat man nicht – man muss sie sich nehmen“ – in diesem Sinne war ich, trotz Weihnachtsstress,

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bei 5 Veranstaltungen. Und auch das war nur ein Bruchteil der Angebote. Vielleicht schreiben Sie mir einfach ihre persönliche Entdeckung im „Adventskalender 2010“. Ich bin gespannt. Ihr Andreas Paul (IG-Dörpfeldstrasse) Zuschriften bitte an: Kontakt@InAdlershof.de oder Adlershofer Zeitung PF 1103 • 12474 Berlin

wählen Sie bitte Telefon 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 E-Mail medienbuero.ebner@t-online.de
Anzeigenschluss für die März-Ausgabe ist der 15. Februar
        
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