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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2010, H.197/September

Monatszeitung

Nr. 197 September 2010

0,60 €

ADLERSHOFER ANSICHTEN

Postkarten-Kalender der
18. September 2010:

für das Jahr

Adlershofer Herbstfest rund um die „Alte Schule“
Programminformationen auf Seite 3

2011
❒ Der traditionelle Postkarten-Kalender

der „Adlershofer Zeitung bietet Ihnen wieder „Adlershofer Ansichten“ aus Vergangenheit und Gegenwart
Seite 14

❒ Treptow-Köpenicks weltweite

Kontakte – ein Gespräch mit der Koordinatorin für EU- und internationale Angelegenheiten
Seite 4

❒ Am „Tag des offenen Denkmals“ kann man am

❒ Vor 90 Jahren am 1. Oktober 1920 –

12.September in Adlershof die Verklärungskirche sowie die aerodynamischen Denkmale an der Newton- und Kroneckerstraße besichtigen
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aus der Landgemeinde Adlershof mit dem Zusatz „bei Berlin“ wird der Ortsteil Berlin-Adlershof
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Nr. 197
Foto: Staneczek

Das Adlershofer Festkomitee informiert:

Bestmögliche Vorbereitung auf das traditionelle Herbstfest
Das Adlershofer Festkomitee kam am 24.8. zu letzten Absprachen für das 14. Adlershofer Herbstfest am 18. September zusammen, nachdem eine kleine Gruppe dieses Treffen vorbereitet hatte. Auch wenn der als ein Höhepunkt geplante Auftritt von „Ulf und Zwulf“ ohne Zwulf stattfinden wird, bieten weitere Programmpunkte wieder ein rundum abwechslungsreiches Programm. Da die Zusammenkunft nach Redaktionsschluß stattfand kann hier
Termin Ort
3.9., 9.00 VfJ

Baufortschritte am Bahnhof
Auch wenn es manchem zu lange dauert, die Bauarbeiten am Bahnhof Adlershof gehen zügig voran. Vom Bahnsteig kann man schon die neuen Gleise für den Fernverkehr sehen. Nachdem Ende Juli eine neue Brücke über den Teltowkanal „eingeschwommen“ wurde, kann am 13. September der Fernverkehr zuerst auf das linke der beiden Gleise (ohne Baumaschine) umgeleitet werden. Anfang November soll auch das zweite Gleis den Verkehr aufnehmen. Danach wird mit dem Rückbau der beiden dann überflüssigen Gleise und der Brückenbauten an der Rudower Chaussee begonnen. Mal sehen ob die Aussage des Bahnverantwortlichen „bis 23.12. soll unsere Maßnahme hier fertig sein!“ stimmt. Dann könnten die Arbeiten unter dem Bahnhof auf der Straße beginnen. W.S.

über die endgültigen Festlegungen sowie mögliche Bemühung für einen „Adlershofer Adventskalender“ und eine erneute Gesprächsrunde mit Beschäftigten am Wissenschaftsstandort Adlershof noch nicht berichtet werden. Alle Veranstaltungen in Adlershof, die uns bisher für September und Oktober bekannt sind, finden Sie nachstehend, nähere Informationen auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Veranstaltung
Tag der offenen Tür in den Behindertenwerkstätten Sommerfest „Eine Reise in den Orient“

Firmenerweiterung um 3.000 m2
Die FUSS-GRUPPE hatte am 25.8. zur Grundsteinlegung zur Firmenerweiterung um 3.000 m2 auf das Grundstück Johann-Hittorf-Straße 6-8 eingeladen. Die FUSS-GRUPPE entwickelt und produziert im Technologiepark Adlershof seit 2006 EMV-Filter, die speziell auf den Einsatz in elektrischen Antriebssystemen und mit Photovoltaik-Wechselrichtern optimiert sind. Die Entstörkomponenten werden weltweit beispielsweise in Zügen, in Autos und insbesondere auch in Photovoltaikanlagen verbaut. Um die anhaltend hohe Nachfrage zu decken, will FUSS-EMV die Produktion 2010 mehr als verdoppeln und mindestens 35 neue Mitarbeiter einstellen. Neue Arbeitsplätze entstehen zudem bei der FUSSTochter GESAA Service GmbH, die künftig mit größeren Fertigungskapazitäten als Zulieferer am Markt agieren soll.

Zuzugsgewinne bei der Binnenwanderung
Treptow-Köpenick ist Gewinner bei der Binnenwanderung. Bei Umzügen innerhalb Berlins über Bezirksgrenzen hinaus verzeichnete der Bezirk von 2004 bis 2008 einen Zuzugsüberschuß von 10.067 Personen. Das geht aus der Beantwortung des Senats auf eine Kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus von Berlin hervor (Drs. Nr. 16-14 420). Umzüge innerhalb des Bezirks oder von außerhalb Berlins sind hierbei nicht berücksichtigt.

17.00 WISTA-Terrasse Rudower Chaus. 17 4.9., 18.00 „Birkenwäldchen“ 6. Adlershofer Rock-Nacht 8.9., 14.30 Kiezklub Grillfest mit Tanz im Vorgarten der „Alten Schule“ 9.9., 15.00 Alte Schule Literatur-Kaffee 12.9., 10.00 Verklärungskirche Tag d. offenen Denkmals (Besichtigung/ Turmbesteigung nach Gottesdienst) 14.9., 18.00 Anna-SeghersDieter B. Herrmann: »’Ich bin mit jedem Gedenkstätte Lob einverstanden.’ Hanns Eisler im Gespräch« mit original. Tondokumenten 19.30 Alte Schule 2. Adlershofer Gewerbestammtisch: Thema: Straßenarbeitsgemeinschaften 17.9., 19.00 Alte Schule Konzert-Lesung: „...fliegen wie ein Albatros“ 18.9., 11.00 Alte Schule 14. Adlershofer Herbstfest 19.9., 16.00 Verklärungskirche Konzert eines Bläsertrios 23.9., 9.00 WISTA-Gelände Tage der Forschung (HU, IGAFA, WISTA) auch 24.9. 25.9., 10.00 Haupteingang Spurensuche auf dem Adlershofer WaldFriedlander Str.158 friedhof mit Ortschronist Rudi Hinte 10.00 WISTA-Hauptgeb. Treff zum „Tag der Energie“ 28.9., 19.30 Stefan-HeymLesung Josef H. Reichholf: Bibliothek „Rabenschwarze Intelligenz“ 7.10., 19.00 Alte Schule Sitzung des Adlershofer Festkomitees (öffentlich) 8.10., 20.00 Alte Schule Ausstellungs-Eröffnung „MIKROKOSMOS“ 12.10., 18.00 Anna-Seghers„Der Beruf der Schauspielerin“: Gedenkstätte Tilla Durieux 14.10., 15.00 Alte Schule Literatur-Kaffee

Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg
Der Tag der Erinnerung und Mahnung gehört seit 20 Jahren zu den größten antifaschistischen Veranstaltungen in Berlin, die das Gedenken an die Opfer des NaziRegimes und die Auseinandersetzung mit Rassismus und Neonazismus in der Gegenwart verbinden. Damit gelang es, den seit 1945 in Berlin und in ganz Deutschland, aber später vor allem in der DDR begangenen „Tag der Opfer des Faschismus“ weiterzuführen und ihm zugleich ein neues Gesicht zu geben. Der diesjährige Aktionstag beginnt am 12. September um 11 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Bebelplatz. Auf dem weiteren Programm stehen u.a. ein Fahrradkorso und Gespräche mit Zeitzeugen. Eine Ausstellung ist dem verstorbenen Treptower Karikaturisten Manfred Bofinger gewidmet, der in den 90er Jahren wunderbare Plakate für den Tag der Mahnung entwarf. In Talks zur Auseinandersetzung mit der Neonaziszene und Gegenstrategien berichtet auch ein Vertreter des Treptow-Köpenicker Bündnisses für Demokratie und Toleranz.

Öffentliche Bürgersprechstunde
Uwe Doering,
parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, Bau- und wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion
und

Dr. Hans Erxleben,
von der Linksfraktion in der BVV Treptow-Köpenick, Mitglied im Umwelt-Grün-Ausschuss,

laden ein zu einer öffentlichen Bürgersprechstunde am

8. September von 17 bis 18 Uhr
im Kulturzentrum Alte Schule Adlershof, Dörpfeldstraße 54, Kursraum 1. Etage

September 2010

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Sonnabend, 18. September 2010, 11 - 21 Uhr, Kulturzentrum „Alte Schule“, Dörpfeldstr. 54/56

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❍ ❍ ❍ ❍

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4
t frei! Eintrit
Änderungen vorbehalten

Unterhaltung und Vergnügen für jung und alt!

Auf der Freilichtbühne
❏

Ulf ohne Zwulf
11 Uhr in der Bibliothek:

❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏

Talente der Adlershofer Schulen, der Werkstatt für Behinderte, der Joseph-Schmidt-Musikschule und der Familien-Musikschule Rehberg Seniorenchor „Adlershofer Lerchen“ Seniorentanzgruppe „Spree-Athen“ Gospelchor der ev. Gemeinde Gesangsgruppe „a.k.pella“ SAMUREI RYU Beatbox (Paul) Cheerleader „Scorpions“ Rockband „Mystery Train“ aus Adlershof

Spaß & Spiel für Kinder Aktionen der Freiwilligen Feuerwehr Adlershof Info- und Verkaufsstände
von Adlershofer Einrichtungen

❍

Offene Kirchen
ab 15 Uhr – Arndtund Nipkowstraße
Für Speis’ und Trank ist bestens gesorgt!

steffens disco
erfreut mit Oldies und Schlagern

Moderation: Heike Kappel
Das Adlershofer Festkomitee und das Kulturzentrum „Alte Schule“ laden herzlich ein und wünschen viel Vergnügen!
Für Ihre Anzeigenwünsche in der

Einladung zum „Tag der Energie“ am 25. September
Eine gute Gelegenheit, die Nachbarn im Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof zu besuchen, bietet sich am 25. September beim bundesweiten „Tag der Energie“. Von 10 bis 18 Uhr öffnen zahlreiche Unternehmen und Forschungsinstitute ihre Hörsäle, Labore und Produktionsstätten. Beispielsweise stehen der Elektronenspeichering BESSY, das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung und die Produktion des Solarzellenherstellers SOLON zur Besichtigung offen. Elektromobile laden zu einer Probefahrt ein. Junge Nachwuchsforscher erleben bei Mitmachexperimenten, wie die Energie von heute und morgen erzeugt und genutzt wird. Einen Überblick über die Energieforschung und was Adlershof damit zu tun hat vermitteln zwei Busrundfahrten und Führungen über das Gelände von Deutschlands größtem Wissenschafts- und Technologiepark. Das Programm steht unter www.adlershof.de/tde zur Verfügung. Weitere Informationen bei Sanna Bögel (Tel. 6392-2213).

wählen Sie bitte

Telefon oder Fax

67 98 95 37 67 98 95 38

Anzeigenschluß für die

Oktober-Ausgabe
ist der 20. September

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Nr. 197
Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an seiner

Treptow-Köpenicks weltweite Kontakte
Sonja Eichmann ist Koordinatorin für EU- und internationale Angelegenheiten
Den Mitgliedern des Bezirksamtes (Bürgermeisterin und Stadträte, die wir bereits vorgestellt haben) stehen spezialisierte Mitarbeiter für verschiedenste Aufgaben zur Seite wie z.B. die Leiterin des Amtes für Bürgerdienste (s. AZ Nr. 133). Aus dem Beraterkreis der Bürgermeisterin stellten wir bisher die Behinderten- (AZ Nr. 89), die Gleichstellungs- (AZ Nr. 106), die Ausländer-[jetzt: Integrations] beauftragte (AZ Nr. 113) sowie die Leiter des Ordnungsamtes (AZ Nr. 142) und der Pressestelle (AZ Nr. 169) vor. Diesmal baten wir die Koordinatorin für EU- und internationale Angelegenheiten um ein Gespräch. Sonja Eichmann (Jg. 74) kam in unserem Bezirk zur Welt und legte 1994 nach nun erforderlichen 13 Jahren am Ernst-FriedrichGymnasium in Treptow das Abitur ab. Anschließend nahm sie eine Tätigkeit im Bezirksamt Köpenick auf und absolvierte zugleich ein Studium, das sie 1997 als Diplom-Verwaltungswirtin abschloß. Dazu gehörten Praktika in allen Bereichen des Bezirksamtes. Nachdem sie ein Jahr im Sozialamt gearbeitet hatte, kam sie während der folgenden fünfjährigen Tätigkeit im Bereich der Wirtschaftsförderung erstmals mit EUThemen in Berührung und absolvierte ein zweijähriges Studium, das sie als Master für Europäisches Verwaltungsmanagement abschloß. Seit 2002 gehört sie zum Büro des Bürgermeisters. als Multiplikatoren für den EUGedanken. Frau Eichmann berät auch Betriebe und Institutionen über mögliche Fördermittel, die vor allem einer vermehrten Beschäftigung dienen, und unterstützt sie nötigenfalls bei Antragstellung. Von Treptow-Köpenick werden als Mitglied des Deutschen Städtetages darüber hinaus Äußerungen zu geplanten Maßnahmen erwartet, die von Frau Eichmann vorbereitet werden. Auch regelmäßige Kontakte zu den 11 Partnerstädten gehören zu ihrem Aufgabenspektrum. Dazu zählen mitunter spektakuläre Hilfen wie die Beschaffung einer Notfallambulanz für die serbische Stadt Subotica (s. AZ Nr. 162), Vorbereitungen zur Teilnahme an der Jugend-SportOlympiade im italienischen Albinea oder die regelmäßige Organisation der „United Games of Nations“ im FEZ. Unterstützung erhält auch die ehemalige Köpenicker Amtsärztin Dr. Ida Beyer für ihre mehrwöchigen Einsätze (mit gespendeten Medikamenten von BERLIN CHEMIE) oder aktuell ein Schüler der Anne-FrankOberschule für einen neunmonatigen Freiwilligen-Einsatz in einer Behinderteneinrichtung in Peru. Kurz gesagt, bei allen Auslandsverbindungen des Bezirksamtes ist Sonja Eichmann beteiligt. Bei der beruflichen Belastung ist es praktisch, daß sie am Plänterwald wohnt und dort zum Entspannen die Natur zu Fuß oder per Rad genießen kann. Wolf Will
Foto: Staneczek

Blutspendeaktion
am 28. September von 9 bis 13 Uhr bei der Bahn AG, Adlergestell 143, zu beteiligen.
(Personalausweis und ggf. Blutspendepass nicht vergessen!)

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

Sprechstunden
Am 21. September von 13 bis 18 Uhr findet die nächste Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter 63 22 43 57). Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler steht im Rathaus Köpenick am 15.9. von 15-17 Uhr zum individuellen Gespräch bereit. Informationen unter 90297-2300. Die Sprechstunde des stellvertretenden Bürgermeisters und Bezirksstadtrates für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft Michael Schneider entfällt im September.

2004 wurde im Bezirksamt Treptow-Köpenick die Stelle für EUund internationale Angelegenheiten eingerichtet. Seitdem ist Sonja Eichmann mit dieser Aufgabe betraut, die sie 2007 für drei Monate nach Brüssel führte, um notwendige Informationen und Kontakte „vor Ort“ zu erwerben. Eine anhaltende Verbesserung der Sprachkenntnisse gehört selbstverständlich zum Bewältigen der vielfältigen Aufgaben. Als EU-Koordinatorin hat sie vor allem die Informationen der Europäischen Union zu filtern und aufzubereiten. Das besondere Interesse gilt den verschiedenen Förderprogrammen. Dabei geht es nicht nur darum, welche Fördermittel das Bezirksamt zur Erfüllung seiner Aufgaben nutzen kann, wie z.B. die Qualifizierung von Mitarbeitern, um die Verwaltung „europafähig“ zu gestalten. Auslandsaufenthalte können nicht nur die Sprachkenntnisse verbessern, sondern die erworbenen Anregungen und Ideen dienen auch

„Ich geh zur U!“
Die Abt. Soziales und Gesundheit im Bezirksamt Treptow-Köpenick hat bereits im dritten Jahr die Teilnahme vieler Kitas an der Aktion „Ich geh zur U! Und Du?“ organisiert. Diese Untersuchungen, die von der Geburt des Kindes bis kurz vor der Einschulung stattfinden, überprüfen eine altersgerechte Entwicklung und können eventuelle Defizite oder Störungen identifizieren, die dann frühzeitig behoben werden können. Der Anspruch auf diese kostenlosen Untersuchungen ist in § 26 SGB V festgeschrieben. Im ersten Halbjahr 2010 haben wieder 16 Kitas mit insgesamt 995 Kindern an dieser Aktion teilgenommen. Damit haben sich in den letzten drei Jahren 61 Kitas mit ca. 4.700 Kindern beteiligt. Alle Kitas vermelden nach Abschluß der Aktion ein positives Echo. Die Übergabe der T-Shirts nach den Untersuchungen wurde in den meisten Kitas als besonderer Höhepunkt gestaltet. Besonders hervorzuheben ist, daß mit der Durchführung der Aktion ein Netzwerk entstanden ist, in dem neben den Kitas auch ein Teil der Kita-Träger, der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und Kinderärzte eingebunden sind. Es bietet gute Voraussetzungen, auch zukünftig mit gezielten Aktionen die Kindergesundheit zu unterstützen. Weitere Informationen unter Tel. 90297-6170.

Projektaufruf Lokales Soziales Kapital 2011
Durch das Programm „Lokales Soziales Kapital“ (LKS) werden im Land Berlin Mikroprojekte gefördert, die auf lokaler Ebene für benachteiligte Personengruppen neue Beschäftigungschancen eröffnen und den sozialen Zusammenhalt stärken. Die zu fördernden Mikroprojekte sollen die Zusammenarbeit in Netzwerken, selbstorganisierten Gruppen und lokalen Initiativen stärken und gleichzeitig die berufliche Integration benachteiligter Zielgruppen verbessern. Die Projekte werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Berlin finanziert und bedürfen keiner weiteren Kofinanzierung. Das Programm LSK wird in Kooperation mit den Bezirklichen Bündnissen für Wirtschaft und Arbeit durchgeführt. Projektvorschläge für 2011 in Treptow-Köpenick können bis 24.9. bei der Geschäftsstelle des Bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit Treptow-Köpenick eingereicht werden (als elektronische Datei und in unterschriebener Papierform – Formulare und Kontaktdaten sowie weitere Informationen im Internet unter www.bbwa-berlin.de). Die Förderhöchstsumme für jedes Projekt beträgt 10.000 €. Die Förderung kann ab 1. Januar 2011 erfolgen und ist auf längstens 12 Monate begrenzt.

PRIEPKE
030 / 670 20 20
Abschied mit Liebe . . .

BESTATTUNGSHAUS

Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

TAG & NACHT

September 2010

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Dieser Titel eines James-BondFilms drückt treffend aus, was lebendigen Glauben ausmacht und letztlich zu einer persönlichen Beziehung zu Jesus Christus führt: Die Erkenntnis, dass die Welt eben nicht genug ist. Doch im Leben vieler fehlt das Wort „nicht“ in diesem Satz. Wie aber gelangt es dorthin? Was bringt einen areligiösen Menschen dazu, sich von seinem bisherigen Weltbild zu verabschieden? Scharfsinnig, faktenreich und höchst unterhaltsam beantwortet der Berliner Pfarrer Alexander Garth diese Fragen in seinem jetzt erschienenen Buch „Die Welt ist nicht genug“ (Gerth Medien, Asslar). Liebe Adlershofer Mitbürger(innen), was trägt uns in Lebenskrisen, wenn Sicherheiten, Beziehungen oder Gesundheit wegbrechen? Was oder wer kann wirklich trösten? „Du lebst in unseren Gedanken weiter!“ Kann das alles sein? Was gibt unserem Leben einen übergeordneten Sinn? Reicht es Ihnen, wenn alles so dahinplät-

„Die Welt ist nicht genug!“ „Jüdisches Leben in der DDR“
schert? Was und wo ist Ihr Ziel? Keine Gesellschaftsform kann Ihnen letzte Gerechtigkeit gewährleisten. Wer rückt die Dinge mal gerade und bringt sie ans Licht? „Die Welt“ reduziert uns Menschen zu bio-chemischen Maschinen. Wer führt uns aus dieser Engführung hinein in eine lebensbejahende Ganzheitlichkeit unserer Persönlichkeit, die eben auf Spiritualität angelegt ist? Die „Faszination des Glaubens“ ist in der Begegnung mit dem auferstandenen Jesus Christus zu finden. Er bietet, was die Welt nicht geben kann: „Wenn jemand Lebensdurst hat, soll er zu mir kommen und trinken.“ (Joh. 7,37) Jesus Christus bietet sich als tragfähiges Fundament an, denn in ihm erfährt der Glaubende die Zuwendung Gottes. Er gibt dem Leben einen übergeordneten Sinn, denn er ist Ursprung und Ziel des Lebens. Bio-chemische Maschinen führt er in die Weite eines ganzheitlichen Wesens. James Bond hat recht: „Die Welt ist nicht genug!“ Bruno Sexauer Am 28.9. ab 19.30 Uhr werden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „kultur-lokal“ der AG Kultur der Linkspartei im Bürgersaal der Alten Schule zum Thema „Jüdisches Leben in der DDR“ diskutieren: Dr. Peter Kirchner, in der DDR Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Berlin, Wolfgang Herzberg, Autor des Buches „Überleben heißt erinnern“ Prof. Mario Kessler, Historiker Moderation: Dr. Michael Greulich

Kirchliche Termine im Monat September
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) begeht die Gemeinde sonntags ab 10 Uhr ihren Gottesdienst. Am 5.9. ist er der Aussendung der Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen-Friedensdienste gewidmet. Am 12.9. gilt er den Schulanfängern, die Kirche kann bis 14 Uhr anläßlich des Tages des offenen Denkmals besichtigt werden (siehe links). Die diesjährige Feier der Goldenen Konfirmation findet am 19.9. statt, ab 16 Uhr musiziert ein Bläsertrio. Zudem kann die Kirche montags von 9-12 Uhr und donnerstags von 14-17 Uhr besucht werden. Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommt der Frauenkreis am 3.9. und 17.9. um 15 Uhr und der Männerkreis am 3.9. um 18 Uhr zusammen. Dort trifft man sich auch am 29.9. um 18.30 Uhr beim offenen Gesprächskreis zum Thema „Jochen Klepper – Gottvertrauen in schwersten Tagen der Diktatur“. Zum HausGesprächskreis am 10.9. kann man sich bei Familie Prinzler (Tel.: 67 19 80 00), zum Konfirmanden- und dem Erwachsenenunterricht bei Pfarrerin Quien (67 82 57 41) sowie zu den Chorproben bei Kantorin Schlegel (677 46 55) informieren. Interessenten am Jugendtreff (CVJM) donnerstags ab 19 Uhr in der Remise können bei Henriette Herzog (677 02 22) nachfragen. In der Christus König Kirche (Nipkowstr.) feiert die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und ab September auch wieder samstags um 18 Uhr die Heilige Messe. Das Kirchweihfest wird am 12.9. begangen. Vor der Kindermesse am 19.9. treffen sich die Kinder bereits um 10.30 Uhr im Pfarrheim und bleiben danach bis 15 Uhr beisammen. Die Freie evangelische Gemeinde lädt sonntags um 10 Uhr in die „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) zum Gottesdienst ein. Kinder werden altersgerecht betreut, zudem steht ein Krabbelraum mit Live-Übertragung zur Verfügung. Die Pfadfinder treffen sich am 3.9. und 17.9. jeweils um 16 Uhr. Die Teenager finden sich freitags um 18 Uhr zu „Master of the Keller“ (Motk) ein. Alle Frauen der Umgebung sind am 10.9. ab 19 Uhr zu einem Frauentreff eingeladen. Nach einem gemeinsamen Büfett will man sich dem Thema „Wenn weniger mehr werden muß – die andere Seite unseres komfortablen Lebens“ widmen. Die Senioren feiern ihren Gemeinschaftsnachmittag am 15.9. ab 14.30 Uhr. Weitere Infos unter Tel. 677 56 65 oder www.lebewertvoll.de

Tag des offenen Denkmals 2010
länger als sonntags üblich. Eröffnet wird um 10 Uhr mit einem evangelischen Gottesdienst zum Schulanfang. Danach gibt es um 11.30 Uhr eine Kirchenführung, weitere je nach Bedarf bis 14 Uhr. Wer es sich zutraut kann auch (bis zum unteren Rand der großen Glocke) auf den Kirchturm klettern. 1899-1900 nach dem Entwurf von Baurat Heinrich Klutmann durch Robert Leibniz erbaut, zählt sie zu den wenigen Kirchenbauten des Späthistorismus, deren ursprüngliche Innenausmalung und Ausstattung nahezu vollständig erhalten sind. Die farbenprächtigen Malereien wurden 2001 restauriert. F. Fröhlich Die Aerodynamische Denkmale an der Newton- und Kroneckerstraße sind an diesem Tag von 9.30 bis 17 Uhr zu besichtigen. Führungen werden um 10, 11.30, 13 und 14.30 Uhr angeboten.

Foto: Ahl

Zum Tag des offenen Denkmals am 12. September unter dem Titel „Kultur in Bewegung“ ist die Verklärungskirche in der Arndtstraße von 9.30 bis 14 Uhr geöffnet –

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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Das „Literatur-Kaffee“ lädt ein 6. Adlershofer
Am 9. September von 15 bis 17 Uhr findet im Kiezklub in der Alten Schule das nächste der allmonatlichen Treffpunkte für Literaturliebhaber statt, wo man sich bei Kaffee und Kuchen angeregt über seine Lieblingsbücher austauschen kann. Diesmal geht’s um Adlershofer Schriftsteller(innen): Anna Seghers, Berta Waterstradt, E.R. Greulich, Wolfgang Kohlhaase, Boris Djacenko, Lieselotte Welskopf-Henrich. Schauen Sie doch mal rein. Dr. Hans Erxleben In der August-Ausgabe hatte Barbara Heitkam das „LiteraturKaffee“ vorgestellt und für die Leser, die gern ihr literarische Wissen testen möchten, fünf Fragen gestellt. Hier die Lösung sowie fünf neue Fragen:
1.Die Romane „Die Räuberbande“, „Das Ochsenfurter Männerquartett“ sowie „Die Jünger Jesu“ entstammen der Feder von Leonhard Frank (b). 2.„Kleider machen Leute“ ist ein Werk von Gottfried Keller (b). 3.Den Nobelpreis für Literatur erhielt 1946 Hermann Hesse (a). 4.„Die Heiden von Kummerow“ schrieb Ehm Welk (a). 5.Das gesuchte Märchen von Wilhelm Hauff, in dem Kräuter eine große Rolle spielen ist „Zwerg Nase“ (c). 1. In „Kaltblütig“ (auch verfilmt) wird die Ermordung einer amerikanischen Farmersfamilie beschrieben. Ist der Autor: a) Norman Mailer b) Truman Capote c) Henry Miller? 2. Stammt der Text des allseits bekannten Liedes „Der Mai ist gekommen“ von: a) Eduard Mörike b) Emanuel Gelbel c) Heinrich Heine? 3. Welches der folgenden Werke ist nicht von Erich Kästner verfasst worden: a) „Die verschwundene Miniatur“ b) „Drei Männer im Schnee“ c) „Die geschützten Männer“? 4. Bei welchem Werk von Theodor Fontane handelt es sich um eine Kriminalnovelle, in der ein Mord verübt wird: a) „Quitt“ b) „Die Poggenpuhls“ c) „Unterm Birnbaum“? 5. Zwei dieser drei Lieder hat Paul Gerhardt geschrieben. Welches entstammt nicht seiner Feder? a) „Wie soll ich dich empfangen“ b) „Tochter Zion, freue dich“ c) „Fröhlich soll mein Herze springen“?

Rock-Nacht
Am 4. September ab 18 Uhr ist es soweit: Auf dem Sportplatz „Am Birkenwäldchen“ inmitten unserer Köllnischen Heide findet die nunmehr 6. Adlershofer RockNacht statt. Mit dabei die Adlershofer Gruppe „Mystery Train“, die auch schon beim Adlershofer Herbstfest die Zuhörer begeisterte. Premiere bei der Rocknacht feiert die junge, aufstrebende Band „Silence Solution“. Von ihr werden eigene Titel und gecoverte Rock ’n’ Roll-Musik zu hören sein. Wirt Werner Finkeisen sorgt wieder für beste Gastlichkeit. Das Entgelt zu dem Spektakel bis Mitternacht beträgt wie in den Vorjahren nur 5 €.

„Die weniger leichte Bewegung“
Der Adlershofer APHAIA VERLAG und das Antiquariat Brandel laden am 3. September um 19.30 Uhr in die Räume der ZeitGalerie in Friedrichshagen (Scharnweberstraße 59) zur Ausstellungseröffnung Barbara Beisinghoff und zur Buchpremiere anläßlich des 60. Geburtstages von Thomas Luthardt ein. Er wird aus seinem Werk „Die weniger leichte Bewegung“ lesen und Jens-Uwe Günther (Bariton) wird die Veranstaltung musikalisch abrunden. Mit dem Band „Die weniger leichte Bewegung“ erweitert der APHAIA VERLAG sein Programm um einen literarischkünstlerischen Edelstein. Der Friedrichshagener Dichter, dessen Gedichte Leuchttürme in Zeit und Ort, durch die Risse und Bewegungen des Lebens, der MännerLieben und unterschiedlichster Landschaften sind, bildet einen Eckstein. Die Graphikerin und Papierschöpferin Barbara Beisinghoff bildet mit ihren acht Radierungen den zweiten Eckstein. Vollendet wird die Zusammenstellung durch die Kompositionen Jens-Uwe Günthers, dessen Vertonungen dreier Gedichte im Buch zu finden sind. Die Ausstellung ist bis zum 25.9. Mo-Fr 12-18 Uhr und Sa 10-13 Uhr zu besichtigen.

Begegnungen mit Twain, Kafka und Zille auf der Bühne des Stadttheaters

„Tanz mit mir, dass die Nacht im Weiss ertrinke“
Wer schickt wohl im Märchen vom Popen und seinem Knecht Balda wen zum Teufel? Im Schlossplatztheater, Alt Köpenick 31/33, zeigt im September die Junge Oper Berlin dieses Werk von Dimitri Schostakowitsch nach der Erzählung von Alexander Puschkin. Die Geschichte um den jungen Helden, den reichen aber geizigen Popen und dessen verliebte Tochter ist am 10., 11., 17., und 24. September ab 20 Uhr sowie am 18., 19. und 26. September ab 16 Uhr zu erleben.
Foto: Schlossplatztheater

Friseurheimservice

Susanne Georgi
Friseurmeisterin

Ebenfalls musikalisch können vom 28. bis 30. September Kinder und Erwachsene ab 10 Uhr mit der fantastischen Oper von Jacques Offenbach „Die Reise zum Mond“ antreten. Die Klezmerschicksen (Foto) sind am 12. September mit Klezmer, Lyrik und Kreistänzen zu Gast. Unter dem Motto „Tanz mit mir, dass die Nacht im Weiss ertrinke“ erklingen ab 18 Uhr Lieder von Abschied und Hoffnung. Weitere Infos unter 6516516 oder www.schlossplatztheater.de

Tel. 0173-6 42 96 02

„Friedrichshagen spinnt ...“ ein Kokon an Veranstaltungen
Unter dem Motto „Friedrichshagen spinnt ...!“ erwartet die Besucher am 11./12. September ein rundum spinnerter und versponnener Riesenkokon an Veranstaltungen im ganzen Ort. Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler und der „Regierende“ Klaus Wowereit üben die Schirmherrschaft aus. Beide spinnen leibhaftig mit.

Mit dem biographischen SoloStück „Gestatten! – Mark Twain“ spürt am 3. September der Schauspieler und Kabarettist Gregor Eckert im Stadttheater Cöpenick, Friedrichshagener Straße 9, ab 20 Uhr die europäischen Seiten des amerikanischen Humoristen auf. In dieser Berliner Erstaufführungen lässt er Mark Twain wieder lebendig werden, serviert bei einer guten Zigarre und einem noch besseren Bourbon heitere Anekdoten, abenteuerliche Geschichten und schlüpft in die Rollen seiner Romancharaktere. Eine lebendige Begegnung mit Mark Twain zu dessen 100. Todestag und 175. Geburtstag. Franz Kafkas berühmte Erzählung von der Menschwerdung des Affen steht am 10. September unter dem Titel „Kafka – Ein Bericht für eine Akademie“ auf dem Programm (Foto). Der Zille-Darsteller Albrecht Hoffmann nimmt das Publikum am 11. September mit in das „Milljöh“ von „Pinselheinrich“. Weitere Informationen unter www.stadttheatercoepenick.de. Um telefonische Reservierung wird gebeten: 65 01 62 34 oder 65 01 62 30.

Foto: Stadttheater Cöpenick

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Interessante Ausstellungen in der Alten Schule
Die Ende August in der Galerie im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstraße 54/56) eröffnete Ausstellung „Abstraktion und Einfühlung“ mit Malerei, Graphik und Skulpturen von Karin Christiansen, Bernd Aury und Henry Stöcker ist noch bis zum 26.9. zu sehen (s. AZ Nr. 196). Geöffnet ist die Galerie Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr, So/Mo und an gesetzlichen Feiertagen ist sie geschlossen. Im „Bürgersaal“ werden im September „Landschaften“ der Köpenicker Künstlerin Sybille Meister (Jg. 60) gezeigt. Ihre Malerei auf Papier ist zu den Essenszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel.: 902975717) zugänglich. Im „Kiezklub“ (bisher: „Seniorentreff“) werden ab 1. September wieder Arbeiten des Adlershofer Künstlers Hans-J. Tschiersnitz (s. AZ Nr. 188) ausgestellt. Gezeigt werden Pastell-Bilder von den schönsten Orten und Landschaften Italiens unter dem Motto „Bella Italia“. Die Räume des Kiezklub sind werktags von 9 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.

»Ich bin mit jedem Lob einverstanden«
In der Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Straße 81) liest am 14. September Dieter B. Herrmann, der ehemalige Direktor der Archenhold-Sternwarte, aus seinem Buch »’Ich bin mit jedem Lob einverstanden’, Hanns Eisler im Gespräch.« Es werden zudem originale Tondokumente zu hören sein. Für die Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben, um Spenden wie auch um Voranmeldung wird gebeten (Tel. 677 47 25). Wer an einem Besuch der Gedenkstätte außerhalb der Öffnungszeiten (Di+ Do 10-16 Uhr) interessiert ist, kann gern nachfragen. W.S.

Blumenschlösschen Willinsky
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„... fliegen wie ein Albatros“
Konzertlesung mit Christine Dähn/Thomas Natschinski
Am 17. September, dem Vorabend unseres 14. Adlershofer Herbstfestes, haben Mitglieder des Adlershofer Bürgervereins eine „Konzertlesung“ im Kulturzentrum „Alte Schule“ (Dörpfeldstr. 54) organisiert. Die Kennerin der Rock-Szene, Autorin und Moderatorin Christine Dähn wird die Besucher mit aufregenden, poetischen und urkomischen Geschichten aus ihrem im März erschienenen Buch „Über sieben Brücken mußt Du gehn“ begeistern. Es erschien zum 35. Jubiläum von Karat, die in Ost und West auch mit Songs wie „Albatros“ und „Der blaue Planet“ Erfolge feierten. Der Rock-Musiker und Komponist Thomas Natschinski – er spielte vier Jahre bei Karat die Keyboards und schrieb mehr als

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Kulturküche im Rhythmus Afrikas
Foto: Kulturküche

Ratz-Fatz: Theater, ErLesenes und ein „Kartoffelfest“
500 Songs, u.a. „Clown sein“– wird mit Blues, Rock 'n' Roll und hochkarätigen Songs faszinieren. Die Veranstaltung findet in Kooperation des Bürgervereins mit dem Kulturzentrum Alte Schule statt. Eintrittskarten zu 8 € (erm. 6 €) sollten unter 90297-5717 vorbestellt werden. W.W. Im Soziokulturellen Zentrum Ratz-Fatz in Niederschöneweide (Schnellerstr. 81) werden Kinder sonntags um 10 Uhr zum Kindertheater eingeladen (5.9.: Die kleine Meerjungfrau; 12.9.: Das Lied der Vandalen; 19.9.: Kasper und das Krokodil; 26.9.: Der Wolf und die sieben jungen Geißlein). Die Reihe „ErLesenes am Samstag“ (mit Frühstücksangebot) findet regelmäßig ab 10.30 Uhr statt (4.9.: „Nelson Mandela. Meine afrikanischen Lieblingsmärchen“; 11.9.: „Der Garten, das Paradies“ – vom biblischen Lustgarten bis zur indischen Gartenkunst; 18.9.: „...das Scheusal ist begabt!“ – Anekdoten über Brecht; 25.9.: „Herbstkind – eine Reise zu Camille Claudel“). Freitags kann man am 10.9. die TschechowKomödie „Das virtuelle Indiz!“ erleben (19 Uhr), sich am 17.9. beim musikalischen Kabarett „Spreejurke mit Biss“ amüsieren (19 Uhr) und am 24.9. am „Kartoffelfest“ mit dem Seniorenchor „Otto Dunkel“ teilnehmen (18 Uhr). Zum Gespräch im politisch-philosophischen Frauencafé wird am 14.9. ab 19.30 Uhr eingeladen. Dem Regisseur Volker Schlöndorff ist am 18.9. ab 19 Uhr der Abend mit Filmsequenzen gewidmet. Im regelmäßigen „Kulturcafé für Senioren“ dienstags ab 14.30 Uhr zeigt am 7.9. das Filmstudio Sirius „Teneriffa“ und Tierkinder. Die Wandergruppe trifft sich am 11.9. um 9 Uhr in der Schalterhalle des Bahnhofs Schöneweide zur „Seenwanderung von Bindow nach Prieros“ (8,5 km Fußweg). Informationen und Kartenbestellung unter 67 77 50 25. W.W.

Rabenschwarze Intelligenz
„Im Rhythmus Afrikas“ findet am 18.9. von 18 bis 22 Uhr das Open-Air Herbstfest der Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestr. 33, statt. Zur Einstimmung zeigt Werner Laube in seinem Dia-Vortrag Landschaften, Marktszenen, Maskentänze und berührende Begegnungen aus Mali. Um 19 Uhr beginnt das Live-Konzert mit Souleymane Touré (Meisterpercussionist und Schlagzeuger von der Elfenbeinküste) & Friends: Abdoulaye Diabaté, Burkina Faso (Balafon) und Cremildo de Caifaz, Mozambique (Gitarre). Neben viel Musik gibt es auch Kostproben afrikanischer Küche. Am 30. September ab 19 Uhr macht Jeannette Rasenberger eine musikalische Liebeserklärung an Berlin. Bei ihrer Behauptung „Et jet doch nüscht über Berlin“ wird sie von Kerstin M. Rühlmann auf dem Akkordeon begleitet. Um Voranmeldung wird gebeten. Infos unter 90207-5570. Die Mitarbeiter der StefanHeym-Bibliothek (Dörpfeldstr.56) haben am 28.9. Prof. Joseph H. Reichholf (Jg. 45) von der Universität München eingeladen, um aus seinem Buch „Rabenschwarze Intelligenz – Was wir von Krähen lernen können“ vorzutragen. Die intelligenten Raben und Krähen schwindeln, unterscheiden Freund und Feind und passen sich gewitzt der Menschenwelt an. Sie werden vielleicht sogar aus ungewolltem Respekt vor ihrer Schläue von den Menschen bekämpft und als Unglücksraben verschrien. Karten für die sicher wieder interessante Veranstaltung zu 5 € (erm. 4 €) bitte zuvor unter Tel. 90297-5731 bestellen! W.S.

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Nr. 197

Vor 90 Jahren – aus der Landgemeinde Adlershof bei Berlin wird Berlin-Adlershof

Bis zum 1. Oktober 1920 bildeten sechs Bezirke die Stadt Berlin: Mitte, Tiergarten, Wedding, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg. Die Karte zeigt die BezirksIllustrationen: Archiv Hinte grenzen aus dem gleichen Jahr

Die Landgemeinden wurden mit dem Ausbau der Infrastruktur wie Be- und Entwässerungsleitungen – hier in der Adlershofer Bismarckstraße – allein gelassen

Vor 90 Jahren – am 1. Oktober 1920 – wurde aus der Landgemeinde Adlershof mit dem häufig gebrauchten Zusatz „bei Berlin“ der Ortsteil Berlin-Adlershof (s. auch AZ Nr. 18). Es war ein langer, steiniger Weg nach GroßBerlin. Die „Kaiserstadt“ hatte infolge ihres wirtschaftlichen Wachstums nach dem deutschfranzösischen Krieg 1870/71 die meisten ihrer erweiterten oder neuen Fabriken in Vororten angesiedelt, lud das immer reichlicher anfallende Abwasser auf die Felder des Umlandes ab und erbaute dort Kranken- und Siechenhäuser, „Irrenanstalten“ sowie Friedhöfe. Während Stadt und Umland wirtschaftlich und verkehrsmäßig immer mehr zusammenwuchsen, blieb es bei der steuerlichen, verwaltungsmäßigen, kommunalpolitischen Zersplitterung. So gab es z.B. das Neben- und teilweise Gegeneinander von 43 Gas-, 17 Wasser- und 15 Elektrizitätswerken im Berliner Raum. Allein in unserer Nähe befanden sich zwei Gaswerke in Oberspree und in Cöpenick. Die „verlängerte Werkbank“ Adlershof bei Berlin blieb auf ihren Problemen sitzen. Sie mußte beispielsweise den Bau der Volksschulen für die wachsende Kinderschar, das Obdachlosenasyl beim Waldfriedhof, die Wasserund Abwasserleitungen mit einer Pumpstation sowie dem Wasserwerk am Falkenberg (in Zusam-

menarbeit mit Nachbargemeinden) organisieren und finanzieren. Da die knappe Gemeindekasse des Arbeiterwohnortes keine Mittel dafür hatte, mußte sich die Gemeinde durch Kreditaufnahme hoch verschulden. Die seit 1875 immer wieder unterbreiteten Vorschläge, die Städte und Gemeinden des Umlandes mit Berlin zu vereinen, brachten keinen Erfolg. Dabei wäre auf diese Weise ein Lastenausgleich zwischen den reichen westlichen Gemeinden wie Grunewald, Schmargendorf oder Wilmersdorf und den armen im Norden, Osten und Südosten wie Lichtenberg, Neukölln oder auch Adlershof

möglich gewesen. Aber die Millionäre, Unternehmer, Bankiers, Professoren und Künstler in ihren prächtigen Villen an der Seenkette in Grunewald hielten nichts vom Teilen. Sie wollten nicht auf die Vorteile einer wesentlich geringeren Kommunalsteuer verzichten, die 1912 bis 1914 lediglich 30% und selbst in der Kriegszeit 1916 nur 60% (bezogen auf ihre Einkommensteuer) betrug. Deshalb leisteten die wohlhabenden Kommunen bis zuletzt massiven Widerstand. Sie gründeten sogar eine „Kampfgemeinschaft gegen die immer lebhafteren Forderungen der Proletariergemeinden an der Peripherie“. In unserer Gemeinde

Eine alte Aufnahme von der Birkenallee in der Köllnischen Heide

erreichte die Kommunalsteuer bis zu 240%, denn es waren z.B. schwere Volksschul- und Armenlasten zu schultern, von denen der wohlhabende Westen so gut wie verschont blieb. Gegner GroßBerlins waren auch wirtschaftlich starke Städte wie Charlottenburg und Spandau. Charlottenburg verkündete zur Eingemeindung: „Die zentralisierte Verwaltung eines solchen Gebietes von einem Rathaus aus ist für jeden Sachkenner eine Ungeheuerlichkeit.“ Beide Städte bauten noch 1905 bzw. 1911 imponierende Rathäuser, um ihre Leistungskraft zu dokumentieren. Bei der Grundsteinlegung für das Rathaus Spandau brachte der hammerschwingende Stadtrat den Standpunkt seines Magistrats auf den Punkt: „Es schütze uns des Kaisers Hand, vor Groß-Berlin und Zweckverband!“ Auch in der Berliner Stadtverordnetenversammlung, in der die Haus- und Grundbesitzer den Ton angaben, stieß die Eingemeindung auf Ablehnung, vor allem aus finanziellen Gründen. Der Berliner Magistrat war nur an der Eingemeindung solcher Gemeinden interessiert, die das Steueraufkommen Berlins erhöhen könnten. Die Regierung des Preußischen Staates in Potsdam befürchtete, die hinzukommenden „proletarischen“ Gemeinden würden die gefürchtete Sozialdemokratie in Berlin stärken und lehnte bis zu-

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letzt entsprechende Vorschläge ab. Das war sicher nicht unbegründet, denn z.B. im „roten Adlershof“ wurden seit 1890 mehrheitlich sozialdemokratische Kandidaten gewählt. Aus drei Varianten zur Lösung der immer drängender gewordenen Probleme – ein Finanzausgleich zwischen Berlin und dem Umland, einem Zweckverband für ausgewählte gemeinsame Aufgaben oder die Eingemeindung der Vororte nach Berlin – ging schließlich am 19. Juli 1911 der Beschluß über die Gründung eines „Zweckverbandes Groß-Berlin“ zum 1. April 1912 hervor. Das war ein großer Fortschritt, obwohl er z.B. keinen Lastenausgleich brachte. Die Gegner von GroßBerlin glaubten mit dem Verband ihr Ziel erreicht zu haben. Zu dem Verband gehörten die Städte Berlin, Charlottenburg, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Spandau und Wilmersdorf sowie die Landkreise Teltow (u.a. mit Adlershof und der Stadt Köpenick) und Niederbarnim. Dieser Kommunalverband sollte auf drei Gebieten tätig werden: Verkehr (außer Staatsbahn), Bebauungswesen und Schaffung eines Waldgürtels bzw. von Bebauung frei zu haltenden Flächen. Erreicht wurden vor allem die schrittweise Zusammenführung der 15 Straßenbahnunternehmen zur „Berliner Straßenbahn“. Großes Verdienst erwarb sich der Verband mit dem Aufkauf der beträchtlichen Wälder und Seen von der Staatsverwaltung. Im Dauerwaldvertrag vom 27.3.1915 stand, es solle „ein Mindestmaß der zum Atemholen notwendigen Freiflächen an der Großstadtperipherie“ erhalten bleiben. Für das Gelände „in ungefährer Größe von 10.000 ha“ zahlte der Verband 50 Mio. Mark (statt zuerst geforderten 178 Mio.). Unsere Köllnische Heide war neben dem Grunewald, dem Tegeler Forst oder dem Müggelseegebiet mit ca. 100 ha dabei. Der Vertrag forderte den „Bestand des Waldes (zu) erhalten“, ihn „weder ganz noch teilweise (zu) veräußern oder dringlich (zu) belasten. Heute sorgt auch der Adlershofer Bürgerverein Cöllnische Heide e.V. für den Erhalt und die Pflege die-

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Rudi Hinte

ADLERSHOF
Vom Colonistendorf Sueszen Grundt zum Zentrum für Wissenschaft und Wirtschaft

Teil I 1754 • 1920

MEDIEN-BÜRO Ebner

Die Karte über die Dauerwaldgelände des „Zweckverbandes GroßBerlin“ verzeichnet im September 1916 die Köllnische Heide mit 100 ha

Weitere Episoden und Details aus der Historie unseres Ortes sind in den Bänden I und II des „Adlershof“-Geschichtsbuches von Rudi Hinte nachzulesen. Die Werke sind für 12,60 € bzw. 13,90 € im „Boulevardbuch“ am Marktplatz erhältlich.

ses Dauerwaldes. Interessant ist, daß der Verband auch die Uferflächen des Griebnitzsees erwarb, die derzeit zugezogene Villenbesitzer für ihre ganz privaten Zwecke den „atemholenden“ Berlinern entziehen wollen. Der Dauerwaldstatus bewahrte seinerzeit die der Gesundheit und Erholung dienenden Flächen vor weiteren „Holzauktionen“ von Grundstücksspekulanten, für die Natur nur ein Verwertungsobjekt ist. Der bekannte Gassenhauer von der „Holzauktion im Grunewald“ bezieht sich auf den 234 ha umfassenden Holzeinschlag im Jahre 1889 für die Anlage der Villenkolonie gleichen Namens. Auf Wink von Reichskanzler Bismarck verkaufte der Fiskus (gegen dessen Willen) das Waldareal an ein Bankenkonsortium, das für diese Kompensation den Wunsch des Kanzlers erfüllte und den Ausbau des Kurfürstendamms zum 53 m breiten Prachtboulevard finanzierte. Das Konsortium profitierte beim Verkauf der Grundstücke und dem Bau der prächtigen Villen. Ein gutes Geschäft! Solchen Spekulationen mit den Wäldern sollte begegnet werden. Die Revolution 1918 führte zu neuen politischen Kräfteverhältnissen. Auch der Druck der Öffentlichkeit auf die Politik hatte inzwischen zugenommen. „Ein Ausgleich der östlichen mit den

westlichen Vororten (erscheint) mit aller Energie angebracht ... weil im Osten der Wohnsitz der Unbemittelten, der Westen derjeniger der Bemittelten sei“, sagte der Adlershofer Gemeindeverordnete Theodor Lufft. Mehr als 45jährige Bemühungen für die Idee von Groß-Berlin sollten endlich verwirklicht werden. Nach zwei gescheiterten Lesungen des Entwurfs eines Eingemeindungsgesetzes in der Preußischen Verfassungsgebenden Landesversammlung gelang es in der dritten Lesung am 27. April 1920, dank neuer Stimmenverhältnisse im nunmehrigen Preußischen Landtag, das Gesetz mit schwacher Mehrheit zu beschließen: 165 JaStimmen von USPD, SPD und aus der DDP gegen 148 Stimmen von DVP, DNVP und Zentrum bei 5 Enthaltungen und 82 Fehlenden. 94 Ortsteile wurden zusammengeschlossen, 8 Stadtgemeinden, 59 Landgemeinden (wie Adlershof) und 27 Gutsbezirke. Berlin vergrößerte sich über Nacht auf das 13fache, von 66,93 auf 878 km2 und war nun nach Los Angeles zweitgrößte Stadt der Welt und lag mit 3.879.409 Einwohner an dritter Stelle hinter London und New York. 20 Verwaltungsbezirke wurden gegründet. Unser Ort gehörte zum Verwaltungsbezirk Treptow (Nr. 15). Aus bisher selbständigen

Gemeinden wurden dem Bezirksamt unterstehende Ortsteile. Um den Bürgern lange Wege zu ersparen und die Arbeit des Bezirksamtes zu erleichtern, wurden Ortsamtsstellen eingerichtet. In Adlershof blieben die bisherigen Sitze der Dienststellen für die neuen Ämter beibehalten. Die Gegner eines Groß-Berlin leisteten auch danach Widerstand. Argumente waren: „mehr wirtschaftliche Selbständigkeit der Gemeinden“ oder „Beschränkung der Zentralgewalt“. „Los von Berlin“ war eine Losung z.B. in Köpenick oder Titel von Streitschriften in der Stadt. Die Gründung der Stadtgemeinde Berlin (man sprach nicht mehr von Groß-Berlin) war die Geburtsstunde unserer modernen Weltstadt. Sie verlieh ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung starke Impulse, die bis heute wirken. Rudi Hinte
Ortschronist Rudi Hinte lädt am 25. September zu einer „Spurensuche auf dem Adlershofer Waldfriedhof“ ein. Wer teilnehmen möchte, findet sich um 10 Uhr am Haupteingang Friedlander Str. 156 ein. Ab 14.9. können Interessenten an der Heimatgeschichte ihn auch wieder zum individuellen Gespräch dienstags von 15-18 Uhr im Kulturzentrum in der „Heimatstube“ (Dörpfeldstraße 56, Tel.: 90297-5723) treffen.

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Nr. 197

Einladungen in den „Kiezklub“
Im Januar teilten wir die regelmäßig wiederkehrenden Termine des „Seniorentreff in der Alten Schule“ (Dörpfeldstr. 54) mit. Im April informierten wir über weitere, neue Angebote. Alle gelten auch für den nun „Kiezklub Alte Schule“ genannten Treffpunkt. Außerdem bietet das September-Programm: 8.9., 14.30 Uhr: Grillfest im Garten mit Musik und kleinen Überraschungen 15.9., 14.30 Uhr: Kaffeenachmittag mit CD-Musik 18.9., 11.00 Uhr: Tag der offenen Tür zum Herbstfest 22.9., 14.30 Uhr: Tanznachmittag mit Gabi's Miniband (Eintritt: 2,50 €) 29.9., 14.30 Uhr: Kaffeenachmittag mit CD-Musik 30.9., 14.00 Uhr: Informationen der Polizei zu Fragen der Sicherheit und zu Betrügertricks Weitere Auskünfte und Anmeldungen zu Veranstaltungen unter Tel. 90297-5767. W.S.

Mit dem Seniorenbus im September unterwegs
6.9. An Bord des Schaufelraddampfers „Havel-Queen“ erleben wir die faszinierende Insellandschaft im Berliner Norden. (Fahrkosten: 15 €) 7.9. Wunschfahrt: Sie haben die Wahl zwischen Kloster Lehnin, Baruth und Fürstenwalde. Die Mehrheit entscheidet. (Fahrkosten: 22 €) 8.9. Im Branitzer Park wandeln wir auf den Spuren von Fürst Pückler. Für die Tour holen wir Sie zwischen 8 und 9 Uhr ab. (Fahrkosten: 24 €) 14.9. Vom Stechlinsee war schon Theodor Fontane begeistert. Im Ortskern von Neuglobsow steht das Haus, in dem der Dichter abgestiegen sein soll, unter Denkmalschutz. (Fahrkosten: 24 €) 15.9. In der Springbachmühle genießen wir die märkische Küche. (Fahrkosten: 22 €) 20.9. Der Ausflug nach Annenwalde ist für Menschen, die „Natur pur“ erleben wollen. Ein Besuch der Schauglashütte und der nach Entwürfen von Schinkel erbauten Kirche lohnt sich. (Fahrkosten: 20 €) 21.9. Das Schloss Reichenow mit seinem achteckigen Turm und Zinnenkranz liegt an einem verträumten See. (Fahrkosten: 18 €) 28.9. Marktbummel in Küstrin. (Fahrkosten: 24 €) 29.9. Wunschfahrt: Sie haben die Wahl zwischen Neuruppin, Brandenburg und Jüterbog. Die Mehrheit entscheidet. (Fahrkosten: 22 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr abgeholt, bei Polenfahrten zwischen 8 und 9.30 Uhr. Ihr VdK-Team!

„Das Schlitzohr von Köpenick“
„Das Schlitzohr von Köpenick“ heißt ein Kabinettstück für einen Schauspieler in 15 Rollen. Es wurde dem Köpenicker Volksschauspieler Jürgen Hilbrecht „auf den Leib“ geschrieben und behandelt die wahre Lebensgeschichte des „Hauptmann von Köpenick“. Am 20. September und 15. Oktober jeweils um 15 Uhr wird es im historischen Ratssaal im Rathaus Köpenick – in einer barrierefreien Spielstätte – aufgeführt. Kostenbeitrag 4,50 €. Karten bitte vorbestellen unter: 533 48 48 (Anrufbeantworter) bzw. per E-Mail buehne@hauptmannvon-coepenick.de

Ein paar Kräuter helfen,

wenn der Magen nervös wird.
Wir alle wissen, dass unser Magen ein äußerst sensibler Genosse ist, der uns nicht nur übel nimmt, wenn wir ihn mit allzu üppigem Essen und Trinken traktieren, sondern der auch auf Stress und andere Probleme, mit denen wir uns herumschlagen müssen, „sauer“ reagieren kann. Die Folge: nervöser Reizmagen, Sodbrennen, saures Aufstoßen. Was also ist zu tun? Natürlich wäre es das beste, den Stress und andere Probleme „auszuschalten“, nur – das bleibt oft ein frommer Wunsch. Aber gegen die Folgen können Sie sich erfolgreich zur Wehr setzen. Magenschleimhautentzündung und Sodbrennen lassen sich mit Säure bindenden Präparaten gut behandeln. Gegen den nervösen Magen helfen pflanzliche Arzneimittel mit Bitterstoffen wie etwa Auszüge aus Pomeranzenschalen, Wermutkraut oder Enzianwurzel. Lassen Sie sich von uns beraten, und Sie werden sehen: Gegen die meisten Magenprobleme ist ein Kraut gewachsen.

Tag der offenen Tür mit Hoffest
Die Werkstätten für Behinderte der Vereinigung für Jugendhilfe (VfJ) führen in den Werkstätten Otto-Franke-Straße 83 am 3. September ab 9 Uhr einen Tag der offenen Tür mit anschließendem Hoffest durch. Man erhält bei Führungen (Anmeldung und weitere Infos unter 67 79 83 71/74) einen Einblick in den Alltag der Werkstätten, das Angebotsprofil und die derzeitigen Arbeiten.W.W.

Veranstaltungen im Familienladen
Der „Familienladen Adlershof“ (Radickestr. 19) lädt im September zu zwei Veranstaltungen ein. Am 23.9. ab 18.30 Uhr findet ein Infoabend zum „Persönlichen Budget“ statt. Seit 2008 haben Menschen mit Behinderung einen Rechtsanspruch darauf. Dabei handelt es sich um Geldleistungen, die anstelle bisheriger Sachleistungen beantragt werden können. Mit dem Geld soll ihnen ermöglicht werden, die Hilfe und Unterstützung zu kaufen, die sie benötigen und sich wünschen. Alleinerziehende Mütter oder Väter, die sich mit anderen Alleinerziehenden austauschen möchten, können sich am 29.9. ab 10 Uhr im Familienladen treffen. Mit ihrem Kind bzw. ihren Kindern sind sie herzlich eingeladen, sich bei einem gemütlichen Frühstück auszutauschen. Da das Angebot auf 10 Familien beschränkt ist, wird um Anmeldung bis zum 27.9. gebeten: Tel. 67 82 47 70 oder E-Mail: familienladen@dasiberlin.net Anika Lautenschläger

Kurs- und Gruppenangebote
Das Selbsthilfezentrum Eigeninitiative (Genossenschaftsstr. 70) macht auf neue Gruppen und Kurse aufmerksam: - Schreibst Du oder hast Du Schreibideen? Dann bist du bei uns herzlich willkommen. Gemütliches Zusammensein für alle Menschen, die gern schreiben oder sich darin versuchen möchten. Die Gruppe ist offen für alle Interessenten, auch für Menschen mit Depressionen oder Angststörungen, die Neues ausprobieren wollen. (ab 26.10. am 2. und 4. Dienstag im Monat 19-21 Uhr) - Atemtherapie nach Prof. Ilse Middendorf (Donnerstag 8.30 und 9.30 Uhr) - Vormittagsgruppe für Menschen, die abstinent leben wollen und sich einmal wöchentlich treffen, um sich gleich morgens über ihr tägliches Leben mit der Alkoholkrankheit auszutauschen (Dienstag 10-12 Uhr). Anmeldung und Information: Tel. 631 09 85.

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Auch in orange aktiv für Adlershof
Die SPD Adlershof wird sich am 10. Berliner Freiwilligentag mit einer Putzaktion der besonderen Art beteiligen. Wir werden die zur Müllkippe verkommene Langzeitbaustelle S-Bahnhof Adlershof vom Müll befreien. Dazu treffen wir uns am Samstag, dem 18.9., um 10 Uhr unter dem SPDSchirm und werden dann mit allen, die mithelfen wollen, Müll einsammeln. Arbeitsmittel bekommen wir von der BSR gestellt. Wir bitten nur alle Beteiligten um angepaßte Kleidung. Nach getaner Arbeit – wir haben uns vorgenommen nach zwei Stunden fertig zu sein – hat unser Finanzer Jörg versprochen, ein kaltes Bier bereitzuhalten. Glenn Feger Abteilungsvorsitzender

Schlichten statt richten
Im Februar (AZ Nr. 190) hatten wir berichtet, daß für den Schiedsamtsbezirk Treptow-Köpenick 3 (Adlershof, Altglienicke) Frau Dr. sc.med. Gisela Große Grünauer Straße 4 in 12524 Berlin (Altglienicke), Tel.: 672 83 28 zur zuständigen Schiedsfrau gewählt wurde. Jetzt haben wir sie besucht und dabei erfahren, daß sie diese Aufgabe bereits im August 2004 von Gisela Scheuplein (s. AZ Nr. 65) übernommen hatte. Unter dem jetzt üblichen Titel „PD Dr. med.“ ist Gisela Große (Jg. 39) noch an der Charité auf Honorarbasis bei Forschungen zur Regeneration des Nervengewebes beteiligt. Die Berlinerin hatte nach dem Abitur in Berlin Medizin studiert und anschließend an verschiedenen Kliniken der Charité in Forschung und Lehre gearbeitet. Darüber hinaus ist die Ehefrau, vierfache Mutter und siebenfache Großmutter nicht nur als Schiedsfrau aktiv, sondern auch als engagierte Vorsitzende des Altglienicker Gemeindekirchenrates besonders um das Bestehen der evangelischen Kita in der Köpenicker Straße bemüht. Unseren Text in der AZ Nr. 190 findet Dr. Große nach wie vor zutreffend. Zudem gilt es anzumerken, daß sie nur zuständig ist, wenn der Antragsgegner in ihrem Schiedsamtsbezirk (inzwischen auch Bohnsdorf) wohnhaft ist. Antragsteller sollten zuerst telefonisch (am bestens abends) in eiFoto: Staneczek

„Engel sein für einen Tag“
Am 18. September lädt der 10. Berliner Freiwilligentag alle Bürger ein, für einen Tag Gutes zu tun. In bunten Mitmachaktionen kann man sich engagieren und dabei die Vielfalt freiwilligen/ehrenamtlichen Engagements erproben. Unser Bezirk ist wieder ganz vorne dabei. Zahlreiche lokale gemeinnützige Einrichtungen öffnen unter dem Motto „Gemeinsam für Treptow-Köpenick. Zeit spenden, mitgestalten, Engel sein für einen Tag“ ihre Türen für Interessierte. Man kann zwischen zirka 30 Mitmachaktionen wählen. Ob Blumenbinden auf dem Schlossplatz, das Gestalten eines Kiezgartens, Kartenspielen mit Senioren oder verschiedene Aufräumaktion – jeder kann seine Fähigkeiten in konkreten Projekten einsetzen. Alle Mitmachaktionen im Bezirk unter: www.sternenfischer.org/ projekte/berliner-freiwilligentagin-treptow-koepenick/10-berlinerfreiwilligentag-2010 Weitere Informationen bei den STERNENFISCHERN, Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, Telefon 23 36 29 98 oder bei den Einrichtungen, die die jeweilige Mitmachaktion anbieten. Die STERNENFISCHER verweisen zudem auf zwei Veranstaltungen im September in Adlershof: Dienstag, 7.9. von 15-18 Uhr kostenlose Informationsveranstaltung: „Lernen durch Engagement! Kompetenzerwerb jenseits von Schule und Beruf.“ Montag, 13.9. von 15-17 Uhr STERNEN-Beratung für am Engagement interessierte Personen Beide Termine finden im Eigeninitiative Selbsthilfezentrum, Genossenschaftsstr. 70 (am Markt) statt. Infos unter 24 35 85 76.

Unternehmer- und Ausbildungstag
Zahlreiche Ausbildungsangebote gibt es beim Unternehmerund Ausbildungstag Südost am 3. September von 10 bis 17 Uhr im FEZ-Berlin, Straße zum FEZ 2. Alle, die einen Ausbildungsplatz suchen, können dort direkten Kontakt mit den Anbietenden aufnehmen. Zu den Teilnehmern gehören neben vielen anderen die AOK Berlin-Brandenburg, die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, die Berlin Chemie AG und die Hellweg-Baumärkte. Zu „Berufsorientierung und Bewerbung“ sind ab 14 Uhr Abiturienten eingeladen. Dabei stellen sich Studieneinrichtungen vor, beraten Personalreferenten und es gibt „Einstellungstests – lass Dir helfen“. Im Wirtschaftsforum zum Flughafen BBI wird ab 17 Uhr gefragt: „Der Check-In läuft – ist die regionale Wirtschaft mit an Board?“

nem Info-Gespräch ihr Anliegen vortragen. Mitunter reichen dann die Empfehlungen von Dr. Große schon. Bei einem Schlichtungsverfahren, das die unterste juristische Ebene darstellt, die Gerichte entlasten soll und ca. 40 € kostet, wird ein Protokoll angefertigt, das 30 Jahre vor Gericht Bestand hat. Auf unsere Nachfrage erfuhren wir von Dr. Große, daß es sich bei ihren Fällen meistens um Nachbarschaftsstreitigkeiten wie Beleidigungen, Verleumdungen, Grenzbebauung bzw. -bepflanzung und Lautstärken, aber auch schon einmal um kleine Straßenunfälle oder die Nachbesserung bei Malerarbeiten handelte. Wir haben den Eindruck, daß man sich im Konfliktfall vertrauensvoll an Frau Dr. Große wenden kann. Sie hat sicher Empfehlungen parat, die u.U. auch ohne Schlichtungsverfahren helfen. Im Namen unserer Leser danken wir für ihr Engagement und wünschen ihr viele Erfolge zu unserer aller Nutzen. W.S.

Initiativgruppe Traditionelles Handwerk
Rechtzeitig vor dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres hat die Initiativgruppe Traditionelles Handwerk die Arbeit wieder aufgenommen. Neben der Aktualisierung ihres Internet-Portals www. zukunft-im-handwerk.de mit mehr als 600 Angeboten an Lehrstellen, Praktika und Schülerpraktika gehört die Mitarbeit an der Vorbereitung und Durchführung des Unternehmer- und Ausbildungstages Süd-Ost am 3. September (siehe nebenstehend) zu den ersten Arbeitsaufgaben. Auf dieser Messe stellt sich das Projekt mit einem Stand vor. Infos: Initiativgruppe, Strukow-Hamel, Tel. 90297-3273.

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Nr. 197

Ein Leben für die Kinder – zum Tod von Dr. Ruth Radvanyi (1928-2010)
Ruth Radvanyi, die Tochter der Schriftstellerin Anna Seghers, ist im Juli in Berlin-Weißensee gestorben (s. AZ Nr. 196). Im Mai 1928 in Berlin geboren, musste sie schon im Alter von fünf Jahren ihre Heimatstadt verlassen, weil die Eltern vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ins Exil nach Paris flohen. Ab 1941 fand die Familie Radvanyi dann eine zweite Zuflucht im Exilland Mexiko. Dort haben beide Kinder der Seghers ihr Abitur gemacht, und nach dem 2. Weltkrieg bekam Ruth ebenso wie ihr Bruder Pierre Radvanyi ein Stipendium der französischen Nachkriegsregierung, um in Paris Medizin zu studieren. Als junge Kinderärztin kam sie in den 50er Jahren nach Berlin und wohnte für kurze Zeit erst einmal bei den Eltern in Adlershof, denn die Stadt, ja das Land waren ihr nach all den Jahren noch ganz fremd. Sie musste sich erst wieder an die deutsche Sprache gewöhnen. Dr. Radvanyi arbeitete zuerst in einer Kinderklinik in BerlinBuch, später in Eisenhüttenstadt, und dann viele Jahre als leitende Kinderärztin in Weißensee. Im Arbeitszimmer von Anna Seghers, auf dem Bücherschrank, erinnern drei geschnitzte afrikanische Figuren aus Ebenholz daran, dass Ruth Radvanyi in Afrika gearbeitet hat: Sie engagierte sich 1964 bis 1966 beim Aufbau eines Hospitals für Kinder auf der Insel Pemba (Tansania). Ohne Übertrei-

Fotos: Archiv Anna-Seghers-Gedenkstätte

bung kann man sagen: Ihr Leben hat sie den Kindern gewidmet, denn als Emigrantenkind hat sie am eigenen Leibe gespürt, wie wichtig es ist, wenn sich Erwachsene liebevoll und fürsorglich der Schwächsten annehmen. Das lag ihrer Mutter Anna Seghers gerade in den unruhigen und gefahrvollen Zeiten von Flucht und Emigration ganz besonders am Herzen. Später sagte Ruth Radvanyi einmal, nach ihrer eigenen Kindheit befragt, diese sei trotz der Verhältnisse im Exil eine glückliche Zeit gewesen. Im Grunde wollte sie nie als die Tochter einer Berühmten erkannt werden und war deshalb froh, dass ihre Mutter seit Jahrzehnten unter dem Künstlernamen Anna Seghers schrieb. Oft war sie auch nach dem Tod ihrer Mutter in Adlershof zu Gast. So am 1. Juni 1984, als ein Jahr nachdem Anna Seghers gestorben war, die Volkswohlstraße, in der deren Wohnung lag, in Anna-Seghers-Straße um-

benannt wurde (Foto). Manche Jahre kam sie zu Lesungen und Gesprächen in die Anna-SeghersGedenkstätte. Besonders zum 100. Geburtstag von Anna Seghers im November 2000 hat sich die Tochter aktiv daran beteiligt, ein genaueres und gerechteres, vor allem auch ein persönlicheres Bild der berühmten Schriftstellerin zu bekommen, als man es zuweilen früher gern propagiert hat. So trat sie mit einer Ausstellung „Meine Mutter Anna Seghers“ an die Öffentlichkeit, die im Rathaus Lichtenberg gezeigt wurde. Dort war auch erstmals Material zugänglich, das die Staatssicherheit über Anna Seghers gesammelt hat. Entgegen der landläufigen Meinung hat sich die Seghers nach der Inhaftierung ihres Exilgefährten Walter Janka u.a. 1956 sehr wohl an Walter Ulbricht gewandt,umdie wegen Hochverrats Verurteilten zu unterstützen. Die Tochter war eine couragierte Person und tat, was sie konnte, um die Verleum-

dungen der Seghers zu widerlegen, indem sie die Wahrheit sichtbar machte. Zusammen mit ihrem Bruder und zahlreichen Gleichgesinnten in Ost und West gründete sie 1992 die Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e.V., die seitdem im nationalen und internationalen Rahmen das Werk der Anna Seghers lebendig hält. Im November 2000, als auch an der Adlershofer Anna-SeghersSchule der 100. Geburtstag ihrer Namenspatronin gefeiert wurde, luden die Schüler(innen) Ruth Radvanyi zum Festabend ein. Auf der Bühne inszenierten drei Abiturientinnen in der Rolle von Reporterinnen ein Interview mit der Tochter der Schriftstellerin (s. AZ Nr. 81). Das war einer der Momente, in denen Ruth Radvanyi so anschaulich, individuell und liebevoll über ihre Mutter sprach, dass man meinte, Anna Seghers selber durch den Saal gehen zu sehen. Dr. Monika Melchert Anna-Seghers-Gedenkstätte

90 Jahre KGA „Teltowkanal III“
Am Gelände dieser Kleingartenanlage zwischen Köpenicker Straße und dem Teltowkanal ist wohl jeder schon einmal vorbeigekommen. Auf 160 Parzellen, davon 40 dauerhaft bewohnt, hat sich eine verschworene Gemeinschaft gebildet. Von den Früchten ihrer Arbeit konnten sich im vergangenen Jahr auch die Besucher des Adlers- Foto: Staneczek hofer Herbstfestes überzeugen. Am 7. August begingen sie jetzt das 90jährige Bestehen ihrer Anlage. Bei einem gemeinsamen zweiten Frühstück im Vereinshaus überbrachte Torsten Wegner (ganz links) Gratulation und gute Wünsche des Bezirksverbandes der Gartenfreunde. Vorstandvorsitzende Roswitha Kubacki (3. v. rechts) dankte anschließend besonders hilfreichen Mitgliedern des Kleingartenvereins mit einem

Herbstliche Erlebnisse und Entdeckungen in der Natur
Im September haben die Mitarbeiter vom Freilandlabor Britz erneut mehrere Veranstaltungen für Erwachsene mit Kindern im Britzer Garten vorbereitet. Nachtaktive Tiere wie Fuchs und Fledermaus können am 10.9. beobachtet werden (Treff: 19.30 Uhr; Anmeldung unter 703 30 20). Unter 90277-3000 meldet sich an, wer am 18.9. ab 11 Uhr kleine Wassertiere vor der Kamera sehen möchte und/oder sich ab 14 Uhr für Spinnen und ihre Netze interessiert (Treff: Freilandlabor) und/oder am 25.9. mit Blättern, Zweigen, Federn, Steinen und anderen Materialien kreative Naturkunstwerke fertigen möchte. Wildenten- oder Schnepfenarten rasten vor ihrem Flug in den Süden auf den Seen im Britzer Garten. Ihnen gilt am 5.9. das Interesse (Treff: 8 Uhr, Parkeingang Buckower Damm). Südwärts ziehenden Kleinvogelarten, die tagsüber am Dörferblick in Rudow rasten, sind am 19.9. zu beobachten (Treff: 8 Uhr, U-Bhf. Rudow). Über Pflanzenschutzmittel aus dem eigenen Garten kann man sich am 11.9. informieren lassen (Treff: 14 Uhr, Ökolaube vor dem Parkeingang „Blütenachse“). Weitere Informationen werktags von 9 bis 16 Uhr unter 703 30 20. W.W.

Präsentkorb: Georg (dem Elektriker), Lothar (dem Klempner), Torsten (dem Malermeister), Thomas (dem Fliesenleger), Matthias (dem Jüngsten) und Herrn Marsch (dem Ältesten der Gartenpfleger). Zum Abschluß stellte sich der gesamte Vorstand zum Erinnerungsfoto auf. Am Nachmittag trafen sich dann die Jüngsten beim Kinderfest und am Abend kam Jung und Alt zur Disco zusammen. W.S.

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Dr. Klaus Wagner
zum 80. Geburtstag Solange man bewundern und sich des Lebens freuen kann, ist man immer jung. Herzlichst alles Gute! SPD Adlershof

Herzliche
Im September gratulieren wir zuerst am 2.9. Franz Reinhardt zur Vollendung seines 97. Lebensjahres. Zum 94. Erdenjubiläum erhält am 11.9. Herta Fischer beste Geburtstagsgrüße. Auf 91 Lebensjahre blicken am 16.9. Ruth Mulack und Elisabeth Schober sowie am 18.9. Waltraud Kurzhals und Herbert Seele zurück. In den Kreis der 90jährigen treten am 2.9. Anneliese Klemp und am 3.9. Christa Rein. Herzliche Glückwünsche Ihnen allen! Glückwünsche zum 85. Wiegenfest erhalten am 2.9. Johann Matschuk, am 5.9. Waltraud

Glückwünsche
Stahlhut, am 16.9. Ingeborg Flemming und am 20.9. Ursula König. Alles Gute auch weiterhin! Ihr achtes Lebensjahrzehnt vollenden Gerda Häselbarth (3.9.), Dr. Karl-Heinz Schnabel (8.9.), Ilse Patzwaldt (12.9.), Günter Herrmann (12.9.), Dr. Klaus Wagner (13.9.), Joachim Rayß (14.9.), Joachim Flicke (28.9.) und Ursula Laurenz (30.9.). Herzlichen Glückwunsch! Wir wünschen allen – auch den ungenannten Jubilaren – im neuen Lebensjahr beste Gesundheit, viel Freude und Zufriedenheit.

Unserem Vereinsmitglied

Martin Schmidt-Bugiel
zum 13. September
Du hast so lange hier geschafft mit Fleiß und Schweiß und Nervenkraft. Nimm unseren Respekt entgegen, solche wie Dich muß man pflegen, damit sie dem verrückten Treiben recht lange noch erhalten bleiben. 65 Jahre sind vergangen seit Dein Leben angefangen, zu diesem schönen Wiegenfeste wünschen Dir das Allerbeste Vorstand und Mitglieder vom Adlershofer Bürgerverein Cöllnische Heide e.V.

Elfriede Rex
† 07.07.2010

Danke
Für eine stumme Umarmung, für tröstende Worte, gesprochen oder geschrieben, für einen Händedruck, wenn die Worte fehlten, für die Blumen, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft. Einen besonderen Dank an das Seniorenzentrum St. Michael, Hedwigshöhe, für die außergewöhnlich liebevolle Betreuung Bärbel Behrends im Namen der Familie

SPD-Fraktion sagt AutokaufWerbern den Kampf an
Immer wieder werden Autofahrer mit Werbekarten von Autokäufern belästigt. Wer an sein geparktes Auto kommt, findet oft eine Werbekarte im Visitenkartenformat unter dem Türgriff, an den Scheibenwischern, an Seitenspiegeln oder an die Seitenscheibe geklemmt. Im ersten wütenden Moment werfen die meisten Autofahrer genervt die Karte auf die Straße und verschmutzen sie damit. Was viele nicht wissen: Diese Form der Werbung ist nicht erlaubt. Eine Kleine Anfrage des SPDBezirksverordneten Peter Durinke ergab: Das Anstecken oder anderweitige Anbringen von Werbung an Autos wird vom Bezirksamt schon allein deshalb nicht erlaubt, weil die entsprechende Beseitigung der zu erwartenden Verschmutzung nicht gewährleistet ist. Das Bezirksamt hält diese Verteilart grundsätzlich nicht für erlaubnisfähig. Es wird deshalb keine Sondernutzungserlaubnis an Autoaufkäufer zur „Visitenkartenwerbung“ im öffentlichen Straßenland erteilen. Das Verteilen dieser Werbekarten von Autoaufkäufern nervt nicht nur die Autofahrer, sondern verschmutzt die Straßen des Bezirks. Die Verteiler dieser Karten und die dahinter stehenden Unternehmen sollten deshalb künftig verstärkt abgemahnt und mit Bußgeld bestraft werden. Autofahrer(innen), die solche Karten an ihren Fahrzeugen finden, sollten diese Karten nicht achtlos wegwerfen, sondern die darauf befindlichen Kontaktdaten an das bezirkliche Ordnungsamt (Salvador-Allende-Straße 80 A, 12559 Berlin, Tel. 90297-4629) melden, damit Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Unternehmen eingeleitet werden können. Das Bezirksamt kann jedoch nur bei geparkten Autos auf öffentlichem Straßenland tätig werden, da hier dann eine nicht genehmigte Sondernutzung vorliegt. Anders verhält es sich bei Privatparkplätzen, z.B. von Wohnungsunternehmen. Die Wohnungsgesellschaften oder andere Privateigentümer von Parkplätzen sollten auf ihren Flächen die Verteilung dieser Werbekarten untersagen und ggf. Hausverbote gegen die Werber aussprechen. Nachfragen an Peter Durinke, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Grünflächen und Immobilienwirtschaft, Mobil: 0177/6031302.

Berlin, im Juli 2010

Unsere Rätselecke
– In memoriam Prof. Lukas Richter –
Vor 10 Jahren – am 24. September 2000 – verstarb der in Adlershof lebende Musikwissenschaftler Prof. Lukas Richter. Wir hatten ihn und sein Wirken in AZ Nr. 66 vorgestellt. Zu seinem Todestag erinnern wir an ihn mit einem Rätsel. Bei jedem der nachstehenden Wörter wird der erste Buchstabe durch einen anderen so ersetzt, daß sich Wörter anderer Bedeutung ergeben. Aneinandergereiht nennen diese Buchstaben einen Forschungsgegenstand von Prof. Richter, den heute noch jeder Berliner kennt – auch wenn man ihn jetzt vielleicht anders bezeichnet.

Kunst - Engel - Rumpf - Gardine - Ochse - Geige - Fimmel - Elster - Anfall - Ober - Bauch Rätselautor: Wolf Will
Auflösung des Rätsels in der August-Ausgabe: a) Qualm; b) Benzin; c) Malz; d) Flasche; e) Schummel; f) staunen; g) Limousine; h) Seume Das gesuchte Sprichwort lautet: Um es sich bequem zu machen, sollte man niemals zu faul sein.

Liebe Leser,
in der Rubrik „LeserWORT“ halten wir für Sie immer einen Platz bereit, um Ihre Meinungen, Kritiken und Wünsche zu veröffentlichen.

Schreiben Sie an Adlershofer Zeitung PF 1103 12474 Berlin

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Mit dem Postkarten-Kalender der Adlershofer Zeitung durch das Jahr

Bilder von damals und heute
Das Dutzend ist voll – zum 12. Mal bietet die „Adlershofer Zeitung“ einen Postkarten-Kalender an. Wie bei unseren Kalendern der Vorjahre haben wir auch für 2011 wieder historische Ansichten für die 12 Monatsblätter ausgewählt und dabei den alten Aufnahmen neue farbige Fotos vom zumeist gleichen Standort gegenübergestellt. Dazu gibt es jeweils kurze historische Erläuterungen. Der Kalender erscheint zum Herbstfest und wird danach in mehreren Geschäften zum Preis von 6,50 € erhältlich sein.

„Sonne und Mond“ hat Premiere im Figurentheater
Im Figurentheater „Grashüpfer“ im Treptower Park ist das Trollmärchen „Lillebi und Lillebo“ wieder an vielen Tagen vom 1. bis 19. September zu sehen. Zwischendurch wird am 6.9. erneut für die Jüngsten die Frage „Wer versteckt sich vor dem kleinen Hund?“ beantwortet. Neu im Programm ist das Stück „Sonne und Mond“, das vor der Premiere am 25.9. schon am 22. und 23.9. voraufgeführt wird und auch am 26.9. zu sehen ist. Vom 28.-30.9 laufen dann „Hase und Igel“ wieder um die Wette. Immer freitags sind ab 18 Uhr Schüler und Erwachsene herzlich zum Märchenabend am Feuer in der Jurte eingeladen. Weitere Informationen unter Tel. 53 69 51 50. W.W.

ADLERSHOFER ANSICHTEN

Hier gibt’s den Postkarten -Kalender:
Lotto/Toto/Zeitungen Niedrich, Dörpfeldstraße 12 PostStelle, Dörpfeldstraße 21 Boulevardbuch, Genossenschaftsstraße 70 (am Markt) Jutta’s Nähkästchen, Marktpassagen Zeitungskiosk am Marktplatz Lotto/Toto/Zeitungen Reddig, Dörpfeldstraße 53 Tabak-Center Thranow, Wassermannstraße 105
Postkarten-Kalender der für das Jahr

2011

Neue Kursangebote der Volkshochschule Treptow-Köpenick
Die beiden Englischkurse der Volkshochschule Treptow-Köpenick „Englischer Chor“ und „You can sing“ finden ab September in Kooperation mit der JosephSchmidt-Musikschule in deren Haus in Adlershof statt. Durch den Zugang zu Musikinstrumenten und die Anbindung der englischsprachigen Dozent(inn)en an die Musikschule soll eine neue Qualität der Lehrveranstaltungen erreicht werden. Beide Kurse stehen ab sofort für Buchungen offen. Ab 6. September starten wieder neue Deutsch-Sprachkurse für Menschen nichtdeutscher Muttersprache. Mit einer Zulassung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ist eine geförderte oder kostenfreie Teilnahme an Integrationskursen möglich. Neu sind Wiederholungskurse in den Herbst- und Winterferien für vier Tage, um Gelerntes zu vertiefen und intensiv zu üben. Fortgeschrittene Teilnehmer(innen), die z. B. bereits die B1-Prüfung absolviert haben oder demnächst ablegen wollen, können sich sofort zum Kurs „Deutsch B1 Plus“ anmelden, der vom 13.9. bis 29.10. läuft. Für den Übergang zur gymnasialen Oberstufe oder beruflichen Ausbildung bietet die Volkshochschule ab 30. September neue Mathematik-Kurse an. Die wichtigsten Sachgebiete werden wiederholt und gefestigt. Alle Kursangebote sind unter www.vhs-treptow-koepenick.de und im neuen Programmheft zu finden.

Samba Syndrom Fest zum Jubiläum im FEZ-Berlin der Alten Schule
In der „Familienwelt“ lernen am 11. und 12. September von 9.30 bis 18 Uhr im FEZ-Berlin nicht nur die Erwachsenen auf lockere Weise alles rund um das Thema Familie und was Berlin zu bieten hat. In der Kinder-Uni und in der Erlebniswelt steht der Nachwuchs im Mittelpunkt. Ein Special-Wochenende rund um die Raumfahrt findet am 18. und 19. September statt. Bei dieser „Reise zu den fantastischen Acht“ geht die Crew des Orbitalls auf eine spannende Reise durch das Sonnensystem, kleine und große Fluggäste sind willkommen. (Eintritt frei) Am 25. und 26 September gibt es zum 15. Mal Samba satt: Trommeln, basteln, Capoeira tanzen, brasilianische Genüsse und groovende Sounds auf der Foyerbühne. (Eintritt frei) Weitere Infos unter 53 07 10. Neue Öffnungszeiten an den Wochenenden: Sonnabend 13-19 Uhr; Sonntag/Feiertag 12-18 Uhr.

in Johannisthal

Am 4. September wird mit einem Kiezfest ab 14 Uhr in der Winckelmannstraße 56 das 125jährige Jubiläum der Alten Schule Johannisthal gefeiert. Der Gebäudekomplex wurde 95 Jahre als Schule genutzt. Nach 1990 entstand daraus das Schülerfreizeitzentrum „Spielwinkel” und danach das Jugendzentrum Johannisthal „JuJo”. Seit 1995 hat das von Jugendlichen gegründete Café „AUDIO“ hier seinen Platz. Die Friedrich-Wolf-Bibliothek ist seit 2005 im Jugendzentrum beheimatet. Am 4. September stellen sich die heutigen „Bewohner“ vor. Ein historisches Klassenzimmer ist zu besichtigen. Bei der Familienolympiade werden altehrwürdige Spiele wie Kreiseln, Klimpern oder Murmeln gespielt, in der Turnhalle können Familien in Staffelspielen gegeneinander antreten. Auf der Bühne im Hof gibt es Live-Musik. Am Abend spielt POLKAHOLIX. Der Tag endet mit einem „AUDIO“-Clubabend

Foto: privat

Dank für ein gelungenes Fest
Die KGA „Am Adlergestell“ feierte am 10. Juli ihr diesjähriges Sommerund Kinderfest. Bei allen Sponsoren, die sich am Gelingen des Festes beteiligt haben, bedankt man sich sehr herzlich: Ratz-Fatz e.V. – Soziokulturelles Zentrum – Schnellerstraße, Spielzeug u. Modellbauland Genz GmbH, Marktpassagen Adlershof, Kaufland Berlin-Adlershof, Rudower Chaussee, KAISER’S Berlin-Adlershof, Dörpfeldstraße, Jutta’s Nähkästchen, Marktpassagen Adlershof, Fleischerei Backs, Dörpfeldstraße, McDonald’s Berlin-Adlershof, Adlergestell, Kinderkram, Thomas-Müntzer-Straße, SCHLECKER Filiale Adlershof, Dörpfeldstraße, Stoff Basar Röhn, Marktpassagen Adlershof.

September 2010

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Heimspiele für ABC 08 am ersten und vierten Septemberwochenende
Die 1. Herrenmannschaft des Adlershofer BC 08 hat in der Berlin-Liga im September zwei Heimspiele. Am 4.9. ist der VfB Hermsdorf zu Gast und am 25.9. heißt der Gegner TSV Rudow. Die Spiele beginnen um 14 Uhr auf dem Sportplatz am Lohnauer Steig. Der Saisonauftakt verlief für die Adlershofer bis zum Redaktionsschluß dieser Ausgabe wenig erfreulich. Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Begegnungen und einem Torekonto von 0:8 blieb nur der letzte Tabellenplatz. Hoffen wir, daß es in den nächsten Spielen erfolgreicher läuft. Die 1. Frauenmannschaft des Adlershofer BC 08 hat in der Verbandsliga im September ebenfalls zwei Heimspiele. Am 5.9. ist SFC Stern 1900 der Spielpartner und am 26.9. kommt das Team vom SV Adler Berlin nach Adlershof. Auch die Damen tragen ihre Spiele auf dem Sportplatz am Lohnauer Steig aus. Anstoß ist um 15 Uhr. L.E.

Aller Anfang ist schwer! Mannschaft des SV Luftfahrt sammelt Erfahrung
Mit zwei Niederlagen starteten die Ringer vom SV Luftfahrt in die neue Saison. Die Teams vom ASV Hof (9:26) und vom SV Siegfried Hallbergmoos (9:30) waren den Berlinern klar überlegen. Nach Redaktionsschluß stand der Kampf gegen den AC Lichtenfels auf dem Programm. Im September reist die Mannschaft am 18.9. nach Thalheim, ehe am 25.9. die Ringer aus Markneukirchen erwartet werden. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Sporthalle Adlershof, Merlitzstraße 16-18. L.E.

„Fitness für Groß und Klein“ beim 1. Wandertag für Menschen mit AOK-Familientag im FEZ-Berlin

Demenz und ihre Angehörigen
„Wer gemeinsam etwas tut, bleibt nicht allein – wandern gegen Einsamkeit und Vorurteile!“ Unter diesem Motto lädt das Netzwerk Leben im Kiez Bürger(innen) aus Treptow-Köpenick zum 1. Wandertag für Menschen mit Demenz und ihre Familien ein. Dazu trifft man sich am 18. September von 15 bis 16.30 Uhr im Späth-Arboretum der HumboldtUniversität, Späthstraße 80/81. Schirmherrin der Veranstaltung ist Bezirksstadträtin Ines Feierabend. Rund 25% der über 80jährigen erkranken aktuell an Demenz – eine Herausforderung für unsere Gesellschaft. Dieser Aufgabe stellt man sich nun im Bezirk: Aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Abbau von Ängsten und Vorurteilen – diese Ziele haben sich das Netzwerk Leben im Kiez und die Initiative „Demenzfreundlich! Treptow-Köpenick“ gesetzt. „Durch Parks und Gärten“ führt die Tour der freien Wandergruppe „Der Wanderfreund“ am 1.9. Abfahrt: 9.48 Uhr ab Potsdam Hbf. mit RB 21 Richtung Wustermark (13 km). Zur „Tagesfahrt nach Waren“ wird am 4.9. eingeladen. Treff: 7.45 Uhr S-Bahnsteig des Hauptbahnhofs. „Rund um den Müggelsee“ geht es am 12.9. Treff: 9.45 Uhr S-Bhf. Rahnsdorf (10 km). „Der Teltowkanal“ ist am 18.9. das Ziel. Treff: 10 Uhr S-Bhf. Wannsee, Schalterhalle (12 km). „Entlang der Uferbahn“ wird am 26.9. gewandert. Treff: 10 Uhr S-Bhf. Grünau (9 km). Vormerken kann man sich schon den 3. Oktober, wenn „Ein kleiner Volkswandertag“ auf dem Programm steht. Weitere Informationen zu diesen und anderen Wanderungen – wie die ND-Herbstwanderung am 19.9. – unter Tel. 656 07 34.

Beim AOK-Familientag am 19. September im FEZ-Berlin geht es um Fußball und „Fitness für Groß und Klein“. Bei freiem Eintritt wird ein buntes Programm u.a. mit dem großen Finalturnier des „AOK-Vaterund-Sohn-Cup“, einem Fußballturnier, bei dem Väter und Söhne oder Mütter und Töchter in einem 6 x9 m großen Soccercourt gegen-

einander antreten. BundesligaProfis von Hertha BSC, 1. FC Union Berlin und 1. FFC Turbine Potsdam werden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Beim Torwandschießen, FamilienfitnessAngeboten, Speed-Kick, Kinderschminken, Gewinnspiel und vielen weiteren Attraktionen kann jeder mitmachen, Spaß haben und etwas für die Gesundheit tun.

Adlershofer Zeitung
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MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58

12474 Berlin
Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Auflage 3000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich Vertrieb über Geschäftsinhaber, Vereine und andere Helfer

medienbuero.ebner@t-online.de Herstellung Herausgeber

Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im Oktober ist am 15. September

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14. September, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstraße 54)

Ratschläge für Unternehmerinnen
Anregungen, wie man sicher sein berufliches und privates Ziel erreicht, gibt es am 7. September ab 19 Uhr beim 62. Lady’s Stammtisch im Ratssaal des Rathauses Treptow, Neue Krugallee 4. NLPTrainerin Heike Thiele will mit ihrem Vortrag den Unternehmerinnen helfen mit Freude ihre Ziele und Werte zu finden, gibt Einblicke in die Kunst diese richtig zu formulieren und zeigt die Wege zum Erreichen des Ziels auf. Für Nichtmitglieder des Lady’s Stammtisch e.V. wird an der Abendkasse ein Unkostenbeitrag von 10 € erhoben. Was ist zu tun bei Stress im Team? Um Mediation als Mittel der Unternehmensführung geht es beim Themenabend am 21. September ab 18 Uhr im Raum 206 im Rathaus Treptow. Die Mediatorinnen Johanna Hahn und Dr. Anne Gentes geben Ratschläge. Teilnehmerinnen zahlen bitte bis 8 Tage vor dem Themenabend 10 € auf das Vereinskonto Lady’s Stammtisch, Kto.-Nr: 711 40 44 002, Berliner Volksbank, BLZ 100 900 00. Weitere Informationen unter: www.ladiesstammtisch.com

2. Adlershofer Gewerbestammtisch
Thema:

Welche Zukunft haben Straßenarbeitsgemeinschaften?
Vor wenigen Monaten hat Franca Pursch in ihrer Diplomarbeit an der Humboldt-Universität eine „Analyse der Straßenarbeitsgemeinschaften in Berlin“ (SAG) vorgelegt und dazu die gesamte Szene untersucht. Mit kritischen Einblicken, umfassenden Fakten und ungewöhnlichen Ergebnissen. Wir haben Frau Pursch eingeladen und freuen uns, wenn auch Sie am 14.9. dabei sein könnten. SAGs aus unserem Umfeld schwanken zwischen Werbegemeinschaft, Lokalpolitik, bürgerschaftlichem Engagement, Netzwerk und Stammtisch. Aber noch hat keiner ein Patentrezept. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Diplomarbeit wollen wir das Thema konstruktiv diskutieren. IG Dörpfeldstrasse

Nach schlappen 30 Jahren endlich mal was Neues…
Es wurde wirklich Zeit, daß eines der dringlichsten Probleme im Adlershofer Straßenverkehr gelöst wurde. Endlich hatte irgendeiner der zuständigen Damen und Herren in der Behörde bemerkt, daß die Helbigstraßen-Ausfahrt vom Parkplatz des neuen „KAISER’S Verbrauchermarkt“ bisher gegen gute deutsche Verkehrsregeln verstieß. Nach immerhin schlappen 30 Jahren konnte dieser untragbare Zustand mit dem Verkehrszeichen 209 (Fahrtrichtung rechts) beseitigt werden. Manch ein Verkehrsteilnehmer hat das noch gar nicht richtig mitbekommen. Und so gibt es Leute, die das Verkehrsschild „übersehen“ und weiter halbschräg geradeaus der Genossenschaftsstraße entgegenfahren. Man stelle sich vor, die fahren doch tatsächlich sechs (!!!) Meter entgegen der Einbahnstraßenrichtung. Jedoch keine Angst, Polizei und Ordnungsamt werden sich des Problems annehmen und dafür sorgen, daß jedes Auto, jeder Riesentruck, jedes Motor- und Fahrrad in die Helbigstraße zu „Keeses Rundfahrt“ über die Genossenschaftsstraße zur Dörpfeldstraße abbiegt. Dadurch wird es endlich gelingen, in diese bisher viel zu ruhigen Nebenstraßen ein bißchen Leben, Abgase und Lärm zu bringen. Toll! Allerdings ist die Helbigstraße eine jener Straßen, die der Einheimische nur befährt, wenn es gar nicht anders geht. Die Angst vor

Fotos: Prochnow

Vom KAISER’S-Parkplatz aus mit Blick auf die Straße ohne Namen heißt es rechts abbiegen in die Helbigstraße

dieser Straße nahm uns nun die Behörde flugs mit dem neu angebrachten Verkehrszeichen 112 (unebene Fahrbahn) und das ist gar nicht so falsch. Dem Autor liegt eine diesbezügliche Ansichtskarte aus dem Jahre 1905 vor, die bereits die fertig angelegte Straße mit Bürgersteigen und Straßenbäumen zeigt, jedoch den Fahrweg noch mit Sandbelag. Wir können aber annehmen, daß noch im gleichen Jahr das Kopfsteinpflaster verlegt wurde. Diesen 105 Jahre alten Zustand mit wunderbar erhaltener unebener, gewölbter Fahrbahn können wir hier bewundern. Werkstätten haben sicher bereits reagiert und ihren Bestand an Federn und Stoßdämpfern aufgestockt! Toll! Es kommt noch besser. Wenn wir schon aus KAISER’S Parkplatzausfahrt nicht fast geradeaus fahren dürfen, dann laufen Sie mit

mir gedanklich durch diese kleine Verbindungsstraße zwischen Helbig- und Genossenschaftsstraße am Marktplatz. In welcher Straße befinden wir uns jetzt? Wie heißt sie? Sie wissen es nicht? Dann schauen wir eben auf die Straßenschilder. Was? Es sind keine da? Das kann doch nicht wahr sein, eine historische, voll ausgebaute etwa 60 m lange Straße im Herzen Adlershofs ohne Namen, und das im Jahr 2010! Dafür besitzt aber diese kleine, bedeutsame Straße immerhin acht (!!!) Verkehrsschilder. Toll! Allen, die mit offenen Augen durch unser Adlershof gehen, fallen sicher noch diverse Merkwürdigkeiten ein. Ich möchte mit einer kleinen Baustelle abschließen, die eigentlich schon erledigt ist. Folgen Sie mir in die Gellertstraße. Unser Auto schwebt förmlich über den vorzüglichen As-

phaltbelag. Doch was war das? In Höhe der Nr. 9 macht unser Auto trotz max. 30 km/h einen Hüpfer. Monatelang war dieses Straßenstück als Baustelle abgesperrt. Seit einiger Zeit sind hier die Bauarbeiten für eine Grundwassermeßstelle endlich fertig. Doch warum liegt der Kontrollschachtdeckel ca. 5 cm unter der Fahrbahndecke? Es kann doch niemand erzählen, daß das technisch nicht anders zu lösen war. Wenn die Baufirma die Asphaltanpassung an den tieferliegenden Deckel schon nicht fachgerecht, aber schwungvoll elegant löste, warum wurde die schadhafte Asphaltanpassung des daneben liegenden Regenwassereinlaufs, sprich Gully, nicht miterledigt? Ich kann nur hoffen, daß solcher Pfusch nicht auch noch bezahlt wurde! Auf jeden Fall: Toll! Helmut Prochnow

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