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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2010, H.190/Februar

Monatszeitung

Nr. 190 Februar 2010

0,60 €

❒ Planungen des Adlershofer

Festkomitees für die Veranstaltungen des Jahres
Seite2

❒ Wie ein Heiliger den Kopf

verlor und wie es zum Feiertag der Verliebten kam
Seite 5

❒ Ein Leben in Adlershof –

älteste Mitbürgerin wurde im Januar 105 Jahre alt
Seite 12
Foto: FEZ-Berlin

❒ In ein Zauberschloss verwandelt sich das FEZ-Berlin in

❒ Die Polizei warnt vor

den Winterferien. Auch anderenorts warten spannende und lehrreiche Angebote auf gut gelaunte Ferienkinder
Seite 14

Autodieben und gibt Tipps zur Prävention
Seite 16

Foto: Archiv Helmund

❒ „Adlershof – eine Wiege der deutschen Luftfahrt“ ist der Titel der Ausstellung, die am 14.1.

im Kulturzentrum Alte Schule eröffnet wurde und noch bis 28. Februar besichtigt werden kann. Unser Foto zeigt einen Merx-Fünfdecker auf dem Flugplatz Johannisthal/Adlershof
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Nr. 190

Bezirke gemeinsam gegen Planungen im Festkomitee Rechtsextremismus
Die Berliner Bezirksbürgermeister(innen) haben sich auf einer Tagung am 18. Januar darauf verständigt, den Herausforderungen im Umgang mit Rechtsextremismus gemeinsam zu begegnen. Rechtsextreme Parteien und Organisationen – heißt es in einer Erklärung – wollen Räume der öffentlichen Hand für ihre demokratiefeindlichen Zwecke anmieten, sie sind im öffentlichen Raum mit ihrer menschenverachtenden und rassistischen Propaganda präsent, Gaststätten fungieren als rechtsextreme Szenetreffpunkte oder Gewerbeflächen werden angemietet für den Verkauf von bei Rechtsextremen beliebten Kleidungsmarken. Viel konnte in den letzten Jahren im Kampf für mehr Demokratie erreicht werden. Dennoch sind erfolgreiche Handlungsstrategien einzelner Bezirke noch nicht oder nur teilweise bekannt. Ziel der Tagung war die Verständigung auf einen möglichst einheitlichen Umgang mit Organisationen und Aktionen der extremen Rechten. Die diskutierten rechtlichen und politischen Möglichkeiten, wie etwa Mietklauseln zur Verhinderung rechtsextremer Wirtschaftsunternehmungen oder eine entsprechende Vergabepraxis öffentlich-rechtlicher Räume, sollen in allen Bezirken Praxis werden. „In unseren Rathäusern, auf Straßen und Plätzen unserer Bezirke haben antisemitische, rassistische und antidemokratische Äußerungen und Organisationen keinen Platz“. In der ersten Zusammenkunft unseres Festkomitees im neuen Jahr am 12.1. wurde festgelegt, daß das große Adlershofer Kinderfest am 1. Juni ab 14 Uhr auf dem Schulgelände Waldstraße 7 stattfindet. Mit der Vorbereitung wird bereits begonnen, Unterstützer und Helfer werden noch gesucht. Parallel dazu werden erste Schritte für das 14. Herbstfest am 18. September eingeleitet. Bisher ist vorgesehen von den „runden“ Jahrestagen den 35. Todestag des Schriftstellers Boris Djacenko (14.4.), den 65. Jahrestag der Befreiung Adlershofs (24.4.), den Zuzug von Anna Seghers nach Adlershof vor 60 Jahren (in der AZ im April) und den 20. Todestag der Schriftstellerin Berta
Termin Ort 9.2., 18.00 Anna-SeghersGedenkstätte 10.2., 9.30 Stefan-Heym10.30 Bibliothek 13.2., 19.30 Verklärungskirche 17.2., 19.00 Alte Schule
19.2., 15.00 Alte Schule 5.3., 17.00 Christus König Kirche 16.3., 18.00 Anna-SeghersGedenkstätte 17.3., 10.00 Stefan-HeymBibliothek 19.3., 20.00 Alte Schule 20.3., 10.00 Friedhof 23.3., 18.30 Alte Schule 27.3., 19.00 Stefan-HeymBibliothek

Waterstradt (8.5.) zu würdigen. Eine Analyse der Veranstaltungen zum „Adlershofer Adventskalender 2009“ wie auch die weitere Vorbereitung der genannten Feste sowie Probleme oder Anliegen von Adlershofer Mitbürgern, bei deren Lösung das Komitee hilfreich sein könnte, stehen bei der Zusammenkunft am 2. März um 19 Uhr im Kulturzentrum „Alte Schule“ (Dörpfeldstr. 54) auf der Tagesordnung. Zu allem sind nach wie vor Mitstreiter mit tollen (möglichst preiswerten) Ideen herzlich willkommen. Hier finden Sie alle Veranstaltungen in Adlershof, die uns bisher für Februar und März bekannt sind. Infos auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. W. Staneczek

Gedenkstättenfahrt nach Lublin
Das Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick führt vom 6. bis 11. April eine Gedenkstättenfahrt in die polnische Stadt Lublin durch. Im Mittelpunkt wird ein zweitägiger Besuch der Gedenkstätte Majdanek stehen. Dort werden wir uns unter pädagogischer Begleitung mit der Geschichte Majdaneks als Konzentrationsund Vernichtungslager auseinandersetzen. Programmpunkte in der Gedenkstätte: • Film zur Geschichte Majdaneks • Führung über das Gelände des ehemaligen KZ • Workshops zu Themen wie: - Schicksal von Kindern im KZ Majdanek - Täterbiografien - Majdanek als Ort der Shoah Programmpunkte außerhalb der Gedenkstätte: • Tour durch die Altstadt • Besichtigung des Schlosses • Führung durch das „Deutsche Viertel“ in Lublin • Auf den Spuren jüdischen Lebens in Lublin Die Unterkunft (ein altes Kloster) befindet sich in der malerischen Altstadt. Lublin liegt an der Grenze zur Ukraine und ist bei jungen Menschen sehr beliebt. Das Angebot richtet sich vornehmlich an junge Erwachsene aus Treptow-Köpenick. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung bitte bis spätestens 28.2. unter Tel. 654 87 293 oder zfdtk@t-online.de Im Teilnahmebetrag von max. 290 € sind enthalten: Bahnfahrt, Unterbringung im DZ mit Frühstück, Bildungsprogramm in Majdanek, Fahrscheine des öffentlichen Nahverkehrs in Lublin, Verpflegung während des Besuchs in der Gedenkstätte, Abendessen, Eintrittsgelder. Wir hoffen, den Betrag durch entsprechende Fördermittel noch senken zu können. Begleitend zur Gedenkstättenfahrt wird es ein Vorbereitungs(Ende März) und ein Nachbereitungstreffen (Ende April) geben. Zentrum für Demokratie Treptow - Köpenick www.zentrum-für-demokratie.de

Veranstaltung Regina Scheer: „Wir sind die Liebermanns“ Berliner Puppentheater: „Die kleine Hexe“ Gospelkonzert Prof. Dr. Kulke: „Die HumboldtUniversität in Kuba – historische Wurzeln und aktuelle Arbeiten der Geographie“ „Adlershof – eine Wiege der deutschen Luftfahrt“ (Gesprächsrunde mit dem Ortschronisten zur Ausstellung) Weltgebetstag 2010
Kerstin Decker über Else Lasker-Schüler „Mein Herz – niemandem“ David Ensikat für Schüler: „Kleines Land, große Mauer“ Ausstellungs-Eröffnung zu „naturANSICHTEN“ Feierstunde am Ehrenhain für die Opfer des Kapp-Putsches Rudi Hinte: „März 1920 – der Kapp-Putsch und Adlershof“ Martin Buchholz mit seinem neuen Kabarett-Programm

Öffentliche Sprechstunden
Am 9. März von 13 bis 18 Uhr findet die nächste Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter Tel. 63 22 43 57). Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler steht am 10.2. von 11-12 und am 24.2. von 15-17 Uhr im Rathaus Köpenick zum individuellen Gespräch bereit. Nähere Informationen unter 90297-2300. Die Sprechstunde des stellvertretenden Bürgermeisters und Bezirksstadtrates für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft Michael Schneider entfällt im Februar.

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Februar 2010

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Das Flugwesen entwickelt sich …
…behauptete schon Michail Sostschenko (1895-1958) in seinem legendären satirischen Meisterstück „Die Kuh im Propeller“

„Adlershof – eine Wiege der deutschen Luftfahrt“
Noch bis zum 28. Februar ist im Bürgersaal des Kulturzentrums Alte Schule (Dörpfeldstr. 54) die Ausstellung „Adlershof – eine Wiege der deutschen Luftfahrt“ zu sehen. Zum Anlaß genommen wurde der historische Flug von Hans Grade, dem ersten deutschen Flugkonstrukteur und Piloten auf dem Flugplatz Johannisthal-Adlershof im Oktober 1909. Konzeption und historisches Material stammen vom Ortschronisten Rudi Hinte (2. v. links), Postkarten steuerte Wolf Helmund (1. v. links) bei, die grafische Gestaltung übernahm Werner Laube,

Fotos: Ebner

Kuratorin ist Monika Becker. Unterstützt wurde die Ausstellung durch das Kulturamt Treptow-Köpenick, das Heimatmuseum Treptow und den Adlershofer Bürgerverein Cöllnische Heide e.V. Im Rahmen der Ausstellung

lädt der Ortschronist interessierte Besucher noch einmal am 19.2. um 15 Uhr zu einer Gesprächsrunde ein. Anmeldungen zu Führungen unter 677 04 11 oder zu den Öffnungszeiten der Heimatstube dienstags von 15 bis 18 Uhr.

Eine schier unendliche (Namens-)Geschichte?
Was ist denn nun richtig – Flugplatz Berlin-Johannisthal, Flugplatz Johannisthal-Adlershof oder Flugplatz Adlershof? Damals wie heute wird der Name oft falsch wiedergegeben. Lesen Sie in Auszügen, was Barbara Zibler, Leiterin der Heimatmuseen des Bezirks, dazu in ihrer vergnüglichen Laudatio zur Ausstellungseröffnung mitzuteilen hatte. Die Presse – als offizielle BeNur zu verständlich ist es, dass beide Gemeinden, die von Johan- richterstatterin über den Flugplatz nisthal und die von Adlershof dar- gilt die B.Z. am Mittag – bringt um stritten, wie der Name lauten einen Tag vor der Eröffnung einen sollte. Denn die Bedeutung des Artikel über das bevor stehende Flugplatzes hatte man wohl zu Ereignis, in der Überschrift heißt diesem Zeitpunkt bereits erkannt. es, der Flugplatz bei Johannisthal, Leider, das muss ich nun als dem Artikel wird eine Skizze ehemalige Adlershoferin sagen, beigefügt mit der Unterschrift hat Johannisthal das Rennen ge- das Flugfeld bei Johannisthal. Im macht und nicht wie immer wie- Text ist dann noch die Rede vom der geschrieben wird, im Nach- Flugplatz Johannisthal-Adlershof. hinein, sondern gleich zu Anfang. Einen Tag nach Beginn der FlugSowohl das Plakat als auch das woche ist in der Berichterstattung Programm der Eröffnungsflug- vom Flugplatz bei Johannisthal woche laden für den 26. Septem- die Rede. Am 28. September wird ber 1909 ganz explizit auf den bereits die Präposition weggelasFlugplatz Berlin-Johannisthal ein. sen und vom Flugplatz JohannisUnd das, obwohl von Berlin- thal geschrieben. Und als Hans Johannisthal noch gar nicht die Grade am 30. Oktober 1909 den Rede sein konnte, erst 11 Jahre Lanz-Preis der Lüfte ausfliegt, später wird Johannisthal ein Teil heißt es in der Überschrift: Heute Nachmittag 3 Uhr in Johannisvon Berlin werden.

thal … Im Text wird kommentiert, auf dem Terrain der Flugplatzgesellschaft Johannisthal-Adlershof. Aber auch diese Benennung ist nicht korrekt, lautete doch deren Name Deutsche Flugplatzgesellschaft. Und diese Deutsche Flugplatzgesellschaft wird zum 1. Januar 1910 in Flug- und Sportplatz GmbH Berlin-Johannisthal umbenannt. Für weitere Verwirrung sorgte eine Firmengründung im Jahr 1910, nämlich die der TerrainAktiengesellschaft am Flugplatz Johannisthal-Adlershof. Es ging um Terrain, das weiter zu verkaufen, verpachten oder gewerblicher Nutzung zugeführt werden sollte. Um die Kaufinteressenten auf die Ausdehnung der Fläche aufmerksam zu machen, taucht hier die Benennung der gesamten Fläche auf um die es ging, nämlich Adlershof und Johannisthal. Lassen Sie mich zusammenfassen: der Flugplatz hieß von Anfang an Flugplatz Johannisthal.

Der Bedeutung Adlershofs als einer Wiege der deutschen Luftfahrt tut das keinen Abbruch. Das belegt die Ansiedlung der Gebrüder Wright auf der Adlershofer Seite des Platzes. Die Gründung der DVL im Jahr 1912 ist dann ein Meilenstein in der Geschichte des Platzes, denn die wichtigste Forschungsstätte für die Weiterentwicklung der Luftfahrt befindet sich damit auf der Adlershofer Seite des Platzes. Die Gründung der Luftfahrerschule Berlin-Adlershof sei noch erwähnt. Die publikumsträchtigen Einrichtungen wie die Haupttribüne, das Hauptrestaurant, der Kaiserliche Aeroclub, Post und Telegrafenamt und das Zielrichterhäuschen befanden sich dagegen alle auf der Johannisthaler Seite. 100 Jahre später hat sich das Blatt gewandelt, nun spricht niemand mehr von Johannisthal, sondern Adlershof ist in aller Munde, als eigene Stadt der Wissenschaft, Wirtschaft und Medien …

Berlin zählte knapp 21 Mio. Passagiere
Die Berliner Flughäfen zählten im Jahr 2009 insgesamt 20.977.242 Passagiere. Damit wurden zwar aufgrund des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds nicht ganz die Verkehrszahlen des Vorjahres erreicht, dennoch konnte der dritte Platz unter den deutschen Verkehrsflughäfen gestärkt werden, betont Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen.

Virtueller Landeanflug auf Berlin Schönefeld
Im Februar startet METEUM seinen 3. Flugwettbewerb für Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 Jahren. Ziel ist es, das Interesse für flugtechnische Berufe zu wecken. Mit ruhiger Hand gilt es am Simulator den Flug mit einem virtuellen Landeanflug auf Berlin-Schönefeld zu meistern und die Wettbewerbskriterien wie Höhe, Richtung und Anfluggeschwindigkeit einzuhalten. Außerdem sind Fragen zu den Berliner Flughäfen zu beantworten. Die Besten werden anlässlich Ausbildungszentren der Luft- und Raumfahrt prämiert. „Flugtickets“ für die Teilnahme am Wettbewerb werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Eine Terminübersicht findet man im Internet unter www.meteum.de. Kontakt: Dietmar Köpp, Tel.: 030 / 62 20 10 30, E-Mail. d.koepp@meteum.de, Ort: METEUM des TJP e.V., Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin.

Foto: METEUM

der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung im Juni mit Freiflügen und Exkursionen in

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Nr. 190

Fahrradabstellanlage sollte versetzt werden
Informationen aus der 36. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
BVV-Vorsteher Siegfried Stock eröffnete am 17.12. die 36. Sitzung im Rathaus Treptow u.a. mit dem Dank an die Joseph-SchmidtMusikschule für die herrlichen Weihnachtskonzerte, er hatte eines wie Bürgermeisterin Schöttler in der Adlershofer Verklärungskirche erlebt. Von zwei Anfragen in der Bürgerfragestunde galt eine der Sportanlage „Birkenwäldchen“, wobei klar wurde, daß das Bezirksamt weiterhin von deren Schließung ausgeht. Anderenfalls würde der „Sanierungsstau“ einen Millionenbetrag erforderlich machen. Bürgermeisterin Schöttler berichtete anschließend aus den Abteilungen des Bezirksamtes u.a., daß - man wegen der Haushaltssperre im Januar nur bedingt handlungsfähig sei, - die Freien Träger erst einmal für sechs Monate weiterarbeiten können, - 143 Sportler des Bezirks für ihre hervorragenden Ergebnisse im vergangenen Jahr geehrt werden konnten, - Anfang 2010 im Bezirk eine Unternehmensförderung etabliert wird. Außerdem bedankte sie sich für die große Beteiligung von Bürger(inne)n des Bezirks an der „Demonstration gegen Rechts“ am 5.12. in Königs Wusterhausen, für das Engagement bei diversen Weihnachtsveranstaltungen und -märkten und ganz besonders für die vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des 800jährigen Jubiläums von Köpenick. Auf „Mündliche Anfragen“ von Bezirksverordneten war u.a. zu erfahren, daß - das Bezirksamt keine Übersicht über den Zustand der im Februar 2009 gepflanzten 200 Bäume in der Hermann-DörnerAllee und der James-FranckStraße hat, da diese noch zum Aufgabenbereich der Adlershof Projekt GmbH gehören. - die BVV kurzfristig über die Ergebnisse der Untersuchungen zu Mißständen und finanziellen Verfehlungen beim ehemaligen Verein „Treptow-Köln e.V.“ (mit Sitz in der „Alten Schule“) informiert wird. - bis April festgelegt werden soll, welche einheitliche Regelung zu Hygienekontrollen in Gaststätten berlinweit wirksam wird. - derzeit diskutiert wird, den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) und den Kinderund Jugendpsychiatrischen Dienst ganz oder teilweise in das Jugendamt einzugliedern. bemühen, damit nach der Fertigstellung des S-Bahnhofs Adlershof geeignete Stellplätze in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Dabei sollte die überdachte Fahrradabstellanlage an der alten Wendeschleife in Richtung Rudower Chaussee versetzt werden. - unter Zuhilfenahme von Mitteln der Arbeitsmarktpolitik einen Führer durch Kunst und Kultur des Bezirks zu erstellen und als Broschüre zu veröffentlichen. Darin sollen Künstler(innen) sowie Träger von Kulturangeboten im Bezirk vorgestellt werden. Den „Mitteilungen des BVVVorstehers Nr. VI/35“ entnehmen wir u.a., daß - mit dem „Preis für Zivilcourage“ jährlich bis zu drei Personen, Vereine oder Organisationen ausgezeichnet werden können. Für 2009 wurde festgelegt nur einen Preisträger auszuzeichnen, der aber den Preis ablehnte. - das Zentren- und Einzelhandelskonzept Treptow-Köpenick 2009 am 14.8.2009 im Amtsblatt für Berlin veröffentlicht wurde. Damit ist es als fachlicher Teilplan verwaltungsintern bindend. - alle interessierten Sportler(innen) in der abgelaufenen Saison das Deutsche Sportabzeichen beim ESV Lok Berlin-Schöneweide ablegen konnten. Künftig sollen entsprechende Möglichkeiten auf der Homepage des Sportamtes veröffentlicht werden. - im Verkehrsvertrag zwischen dem Land Berlin und der BVG bis 2020 der Fortbestand der Straßenbahnlinie 68 (Uferbahn GrünauSchmöckwitz) festgeschrieben wurde. - im Bezirk von Januar bis Dezember 2008 ein Rückgang der „Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen“ (d.h. einschließlich der Selbständigen und Beamten) von 14,9% auf 11,0% erfolgte. Von Januar bis August 2009 stieg sie von 12,1% auf 12,5%. - gegenüber dem Tiefbauamt 2007 in 81, 2008 in 58 und 2009 (bis Oktober) in 33 Fällen Haftungsansprüche aufgrund schlechter Zustände von Gehwegen, Radwegen und Straßen geltend gemacht wurden. In keinem Fall wurde den Antragstellern Recht gegeben, 2008 wurden in drei Fällen gerichtliche Vergleiche erzielt. - die Auslage von Partei- und Wahlmaterialien in Gebäuden, die sich in der Verwaltung des Bezirksamtes befinden, nicht gestattet ist. Nach der BVV-Sitzung vom 28.1. findet die nächste (einschl. Bürgerfragestunde) am 25.2. ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt. W.S.

SAG nun BSF
Die bisherige Fraktion der Partei Soziale Alternative für Gerechtigkeit (SAG) in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick hat sich in Fraktion des Bündnisses für Sozialen Fortschritt (BSF) umbenannt. Ihr Sitz ist unverändert der Raum 224 im Rathaus Treptow mit der Rufnummer 5360-3791. Neue E-MailAdresse: fraktion.tk@buendnisfuer-sozialen-fortschritt.de.

Zeichnung: Architekt Neuhoff

Nach der Wahl zweier Schiedspersonen (s. auch S. 11) und eines beratenden Mitgliedes des Jugendhilfeausschusses konnte mit den Beratungen zu den im Vormonat vertagten Tagesordnungspunkten begonnen werden. Sehr viel Zeit widmete man den Themen „Obdachlosenwohnheim Hartriegelstraße“, „offener Bücherschrank“ und „Stasiüberprüfung der Bezirksverordneten und Bürgerdeputierten“, so daß kaum noch neue Tagesordnungspunkte besprochen werden konnten und um 22.20 Uhr erneut eine Vielzahl von ihnen verschoben werden mußte. Schnell hatte man sich auf die Willenserklärung „20 Jahre nach der Friedlichen Revolution“ geeinigt. Neben der Beschlußfassung einiger Sondermittelanträge wurde von der BVV u.a. beschlossen, das Bezirksamt zu ersuchen, - die Entscheidung, die Außenstellen des KJGD in Altglienicke aufzugeben, zu verschieben, um in den Fachausschüssen zu beraten, welche Standorte unter dem Aspekt Kinderschutz aufrechterhalten werden müßten. - sich schon jetzt um die Aufstellung von Fahrradstellplätzen zu

Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an seiner

Blutspendeaktion
am 25. Februar von 9 bis 13 Uhr bei der Bahn AG, Adlergestell 143, zu beteiligen.
(Personalausweis und ggf. Blutspendepass nicht vergessen!)

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

„Cajamarca-Platz“ am Bahnhof Schöneweide
Am 4. Januar wurde mit der Enthüllung des Straßennamensschildes der Vorplatz am Regional- und S-Bahnhof Schöneweide gegenüber vom Einkaufszentrum als „Cajamarca-Platz“ benannt. Die Namensgebung bezieht sich auf die langjährige Städtepartnerschaft von Köpenick mit der peruanischen Stadt Cajamarca, die damit gewürdigt werden soll. Die feierliche Neubenennung des Platzes wird beim „Fest der Demokratie“ am 29. Mai in größerem und repräsentativeren Rahmen vorgenommen.

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Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

TAG & NACHT

Februar 2010

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lobungen und Heiraten ins Zeug. Und ob es den historischen Tatsachen entspricht oder nicht: Die Idee mit den Blumen als friedliche und verschmitzte Form des Protestes scheint eine geniale Vorwegnahme dessen, was später als „Happening“ bezeichnet wurde. Natürlich hat der Valentinstag, wie alles, was geschichtlich gewachsen ist, noch andere Wurzeln. Teilweise wie fast alle christlichen Feste zutiefst heidnische. Erwähnt sei, daß er in Deutschland nach mittelalterlicher Tradition eher ein Unglückstag war, weil man glaubte, daß es der Geburtstag von Judas wäre, des Jüngers, der Jesus verriet. Ist es nicht spannend, wie sich im christlichen Brauchtum immer wieder Glaube und Aberglaube begegnet sind, miteinander gerungen haben, wie die Ängste der Menschen und ihre Visionen gleichermaßen ihren Ausdruck suchten und Kultur formten? Und wie sich mitten in all dem die Freundlichkeit Gottes immer wieder Luft und Raum verschafft. Die Idee, am Valentinstag kleine Geschenke zu machen, entstand im England des 15. Jahrhunderts. Englische Auswanderer nahmen den Valentinstag mit in die „Neue Welt“ nach Amerika. Und so kam er nach dem Zweiten Weltkrieg um 1950 durch US-Soldaten zu uns: Der Gedenktag des heiligen Valentin überwog den Geburtstag von Judas, die Blumen siegten – und mir wird bis zum 14. Februar schon noch jemand begegnen oder einfallen, dem ich dann Blumen schenken kann. Pfarrer Dirk Matthies

Wie ein Heiliger den Kopf verlor
und wie aus einem Unglückstag der Feiertag der Verliebten wurde
„M, Ende 40, gesch., in sicherer Anstellung, gebildet, vielseitig interessiert und einfühlsam, sucht für das große Glück ...“ Meine Damen, warum lächeln Sie darüber? Man wird doch, wenn man für eine renommierte Zeitschrift wie den ADLERSHOFER schreibt, auch mal einen Hinweis in eigener Sache geben dürfen, oder? Außerdem ist es einfach doof, Single zu sein, wenn überall der dezente Hinweis auftaucht: Am 14. Februar ist Valentinstag. Und das steht meistens auch noch auf roten Herzchen, wie wir sie als Schüler auf die Briefchen für die begehrte Klassenkameradin gemalt haben. Und jetzt ist man selbst da irgendwie ausgeschlossen. O Man könnte es ja machen wie der heilige Valentin. Der soll, als er noch nicht so richtig heilig (gesprochen) war, einen großen Garten besessen haben – und dadurch viele Blumen. Diese Blumen verschenkte er einfach, was ihm schließlich den Kopf kostete. Absurd? Warten Sie erst einmal die ganze Geschichte ab. Es war im dritten Jahrhundert, als es in Rom noch einen Kaiser gab und überall Christen, die noch oft genug aufmüpfig, renitent und frech waren. Zumindest mußte sich der Kaiser öfter über diese Christen ärgern, weil sie nicht machten, was er sich von seinen Untertanen wünschte: Daß sie ihn (und damit die in ihm verkörperte römische Staatsmacht) als Gott anerkannten. Sie staunen darüber? Aber bitte, es muß ja nicht alles, was dekadent ist, erst von George W. Bush erfunden worden sein! Sicher haben Sie schon davon gehört, daß die Familie die kleinste Zelle der Gesellschaft bzw. des Staates sei. Um richtig total oder besser totalitär zu sein, ist der Staat bemüht, sich diese kleine Gemeinschaft einzuverleiben. Er muß in der intimsten Berührung der Eheleute präsent sein, muß sich der heranwachsenden Jugend bemächtigen – oder einfacher gesagt: Wenn Lucius seine Lucilla in den Arm nahm, dann sollte er dies gefälligst als römischer Bürger und Untertan des Kaisers tun. Und den kleinen Lutz, der daraus eventuell entstand, hatten die beiden als römischen Bürger und Untertan zu erziehen. Nun war da aber dieser Valentin, dessen Name „der Kräftige“ bedeutet, ein christlicher Bischof in der italienischen Stadt Terni, wo immer die Sonne schien, weswegen auch die Zitronen blühten, die Blumen dufteten und der Chianti besonders gut schmeckte. Und alles, sogar die Natur, sprach, dichtete und sang von „Amore“. Warum sollte da ein einfacher römischer Soldat seine heiß geliebte Priscilla nicht heiraten dürfen? Nur, weil es dem römischen Gott (der nebenberuflich Kaiser war) nicht paßte? Valentin wollte das nicht in den Kopf. Wahrscheinlich, weil er ohnehin an einen anderen Gott glaubte, der selbst die Liebe ist und die Liebenden liebt. So setzte er sich einfach über das Verbot des Kaisers hinweg und segnete die beiden Verliebten im Namen des Gottes der Liebe, wodurch sie nach christlicher Auffassung verheiratet waren. Um die ganze „Frechheit“ dann noch romantisch verspielt zu popularisieren, setzte er auf Flower-Power, lange bevor der erste Hippie Gänseblümchen verteilte. Bischof Valentin schenkte den frischvermählten Eheleuten Blumen aus seinem Garten. Dem römischen Kaiser bereitete das trotz all seiner Göttlichkeit Kopfschmerzen. Und das zu einer Zeit, als es noch kein Aspirin gab! Hier schien sich eine Art Gegengesellschaft etablieren zu wollen. Den Christengott konnte er sowieso nicht leiden, am liebsten hätte er ihn ... Aber das hatte ja schon Pilatus gemacht, und schließlich ging alles in die Hose – oder in den Himmel, je nach der Perspektive, die man einnahm. Wenigstens das Bodenpersonal dieses „lieben“ Gottes sollte eins auf die Rübe bekommen, besser noch: Rübe ab! Denn der römische Kaiser war ein autoritärer Charakter, und als solcher bis in unsere Tage hinein ein glühender Anhänger der Vorstellung: Rübe ab! So wurde am 14. (andere Quellen sagen am 15.) Februar 269 der Bischof Valentin von Terni auf Befehl von Kaiser Claudius II. hingerichtet, wie es einem römischen Bürger zustand: durch Enthauptung. (Die mit Ruten umbundenen Beile, die die richterliche Strafgewalt über die Bürger symbolisierten, hießen „fascis“; viel später entstand daraus bei Mussolini das Wort „Faschismus“.) Wie auch immer, nach seinem Tod machte Bischof Valentin von Terni noch richtig Karriere. Die römisch-katholische Kirche ernannte ihn zum Märtyrer und Heiligen; er gilt als Schutzpatron der Liebenden, der Reisenden und Imker sowie der Jugendlichen. Er wird (dank Vermischung mit einem Namensvetter) bei Wahnsinn, Epilepsie und Pest angerufen, hilft bei der Bewahrung der Jungfräulichkeit und legt sich für gute Ver-

Musikerlebnisse in der Kirche
Im Februar wird zweimal zu musikalischen Veranstaltungen in die Verklärungskirche (Arndtstraße) eingeladen. Am 13.2. erklingen ab 19.30 Uhr in einem Konzert des Jugendgospelchores Adlershof Gospels aus alter und neuer Zeit. Im Familiengottesdienst am 28.2. um 10 Uhr führt der Kinderchor begleitet von einer Instrumentalgruppe das Kindermusical „Unterwegs mit David“ von Michael Benedict Bender und Ingo Bredenbach auf. Darin werden spannende Geschichten um David, den späteren König der Israeliten, erzählt. Der Eintritt ist jeweils frei, um Spenden wird gebeten. B. Sch.

Weitere kirchliche Termine auf Seite 12

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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Karneval in Venedig und in der „Küche“
Mit Musik, Witz, guter Laune und den obligatorischen Pfannkuchen wird am 16. Februar in der Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, „Fastnacht in der Küche“ gefeiert. Von 14.30 bis 16 Uhr sorgen die Herren vom Trio Lamento für die entsprechende Stimmung. Einlaß ist nur mit „Maske“, eine rote Nase oder ein Hütchen werden akzeptiert. Eintritt: 2,50 €. Passend zu dem Thema vermittelt die Ausstellung „Venedig und der Karneval“, die am 11. Februar um 19 Uhr eröffnet wird, Humor und Farbenrausch. Die Grafikerin, Malerin und Keramikerin Brigitte Lux zeigt ihre närrisch-humoresken Lithografien und Radierungen. Die Farbfotografien von Dr. Bernd Dittmann entführen den Betrachter in die prickelnde Atmosphäre dieses alljährlichen Treibens in der Stadt der Gondeln. Freunde des besonderen „liebreizenden“ Wiener Humors kom-

Ausstellung „Druck“
Die Ausstellung „Druck“– Bilder von Albert Markert – kann noch bis zum 30. März im Bürgerbüro des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in der Brückenstraße 28 in Niederschöneweide besucht werden. Albert Markert (Jg. 58) lebt seit 1993 als freischaffender Künstler in Berlin und ist seit 2004 Doktorand an der TU-Berlin – Zentrum für Antisemitismusforschung. Die Bilder sind zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros: Mo + Mi 13 - 16.30, Do 14 - 18 Uhr sowie nach Vereinbarung zu besichtigen.

men am 25. Februar ab 19 Uhr „An der schönen, schwarzen Donau …“ auf ihre Kosten. Die Wienerin Martha Pfaffeneder (Gesang und Moderation) und der notorische Wienhasser Jens Karsten Stoll (Klavier) liefern sich einen Schlagabtausch. Bei

Foto: Kulturküche Bohnsdorf

dieser schwarz-humorigen Melange aus Texten und Noten prallt der Wiener Charme auf nüchterne „preußische“ Kommentare – „Küss die Hand!“ Eintritt: 6 bzw. 5 €. Weitere Informationen und Voranmeldung unter:90297-5570.

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Zellenoper zwischen Wachen und Träumen, Macht und Verzweiflung
„Katte – ein Prozess“ (Foto) ist im Februar freitags und samstags ab 20 Uhr im Schlossplatztheater Köpenick, Alt-Köpenick 31/33, zu sehen. Die Zellenoper zwischen Wachen und Träumen, Macht und Verzweiflung läßt den Zuschauer teilhaben an der inneren Zerrissenheit des jugendlichen Prinzen Friedrich. Als Strafe für seine mißlungene Flucht mußte er auf Geheiß des Vaters zusehen, wie Hans Hermann von Katte, dem Freund und Mitwisser, der Kopf abgeschlagen wurde. Als Friedrich aus seiner Ohnmacht erwacht, hat er die Lektion Katte gelernt und wird der erste Diener seines Staates. Die Inszenierung der Jungen Oper Berlin zeigt Friedrich zwischen Pflicht und Flucht. Die Zelle wird Ort der Reflexion, der Entscheidung, der Niederlagen. Dazwischen tritt Katte. Durch ihn setzt sich das Bild neu zusammen. Wörter, Stille, Lärm, Bilder reiben, verletzen, überlappen sich – ein Sound im Kopf gespannt zwischen Form und Freiheit. Karten kosten 12 € / 9 € / 5 € (Schüler). Vorbestellungen unter Tel. 6516516, weitere Informationen: www.schlossplatztheater.de

Tel. 0173-6 42 96 02

Bustagesfahrt nach Dresden mit Gesprächsmatinee in der Semperoper
Der Tourismusverein Treptow-Köpenick hat eine besondere Bustagesfahrt zum Thema 25 Jahre neue Semperoper am 14.2. vor. Höhepunkt ist der Besuch einer Gesprächsmatinee in der Semperoper zum Thema: „Die Jahre der Wende als wesentliches Ereignis der 25jährigen Theatergeschichte der neuen Semperoper“. Herausragend sind die Gesprächspartner: Michail Gorbatschow und Hans-Dietrich Genscher. „Im Lichte des beginnenden Jubiläumsjahrs der Wiedervereinigung Deutschlands scheint mir dies ein wundervoller Auftakt für Kultur- und Politikinteressierte. Wir starten bequem mit unserem Reisebus ab S-Bhf. Köpenick um 8 Uhr und sind 19.30 Uhr zurück. Es bleibt noch genügend Freizeit für eigene Unternehmungen am Nachmittag bzw. fakultativ die Möglichkeit um 14.15 Uhr an einer fachkundigen Führung durch die Semperoper teilzunehmen“, sagt die Leiterin der Touristinformation Treptow-Köpenick am Schlossplatz, Kerstin Kirste. Preis: 34,50 € (inkl. Matinee) oder 39,50 € (Matinee plus Führung). Infos und Buchungen: 655 75 50 oder in der Touristinformation, Alt-Köpenick 31-33. Informationen im Internet unter www.berlin-tourismus-online.de

Programmangebote im RATZ-FATZ
Das Soziokulturelle Zentrum Ratz-Fatz in Niederschöneweide (Schnellerstraße 81) lädt auch im Februar sonntags ab 10 Uhr zum Kindertheater ein (7.2.: Frau Holle; 14.2.: Aschenputtel; 21.2.: Der fliegende Koffer; 28.2.: Das Katzenhaus). Freitags wird ab 19 Uhr für Erwachsene angeboten: 5.2.: Klassisches Klavierkonzert; 12.2.: Irischer Abend mit LARKIN; 19.2.: Vortrag über Pedro Almodóvar (mit Filmsequenzen); 26.2.: Theater „Das virtuelle Indiz“. Unter „ErLesenes am Samstag – mit Frühstücksangebot“ ab 10.30 Uhr präsentiert Knut Frömmel am 6.2. beispielhafte Interpretationen berühmter Sänger(innen), kann man mit Dr. Roland Wuttke am 20.2. mit der Kamera im Dschungel von Borneo unterwegs sein und am 27.2. mit KuliWir zur „Eröffnung der Jagdsaison“ auf die Pirsch gehen. Am 27.2. ab 19 Uhr kann man sich von einem Akkordeon-Duo mit internationaler Musik begeistern lassen. Beim Kulturcafé für Senioren am 9.2. ab 14.30 Uhr findet mit dem Filmstudio Sirius eine „Wanderung durch Südtirol“ statt. Informationen und Kartenbestellung unter 67 77 50 25. W.W.

Foto: Marcus Lieberenz

Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche geschlossen
Die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche bleibt bis zum 25. Februar aus technischen Gründen (witterungsbedingt) geschlossen. Weitere Informationen unter Tel.: 90297-5671 oder im Internet unter www.heimatmuseumtreptow.de

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Ausstellungen in der Alten Schule
In der Galerie in der Alten Schule ist im Februar die erste Ausstellung im neuen Jahr unter dem Titel „Quo vadis? – Junge Kunst in Berlin“ mit Werken der Malerei, Zeichnungen, Plastik und Video-Installationen zu sehen, in der sich Studenten der Kunsthochschule Weißensee und der Universität der Künste mit Vergangenheit und Zukünftigem, mit Müll und Klima, Wahrheit und Natur sowie Angst und Spiel auseinandersetzen. Die Galerie ist Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr geöffnet. So/Mo und an gesetzlichen Feiertagen ist sie geschlossen. Im „Bürgersaal“ wird auch im Februar die Ausstellung „Adlershof – eine Wiege der deutschen Luftfahrt“ gezeigt (s. auch S. 3). In ihr wird von den Anfängen des Flugplatzes, der Fertigung der legendären Wright-Doppeldecker an der Rudower Chaussee, der Luftfahrerschule Adlershof, der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL), dem militärischen Mißbrauch vor und während zweier Weltkriege bis zur Zerstörung im April 1945 durch die Rote Armee berichtet. Der Bürgersaal ist zu den Essenszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel. 902975717) zugänglich. Im „Seniorentreff“ kann man im Februar noch die interessante Fotoausstellung von Gottfried Schröter „Köpenick einst und jetzt“ ansehen. Die Räume des Seniorentreff sind werktags von 10 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.

„Wir sind die Liebermanns“
In der Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Str. 81), dem letzten Wohnsitz der Schriftstellerin, stellt am 9. Februar die Autorin Regina Scheer ihr Buch „Wir sind die Liebermanns“ über die große deutschjüdische Familie des Malers Max Liebermann (1847-1935) vor. Für die Veranstaltungen wird kein Eintritt erhoben, um Spenden wie auch um Voranmeldung wird gebeten (Tel. 677 47 25). Wer an einem Besuch der Gedenkstätte außerhalb der Öffnungszeiten (Di+Do 10-16 Uhr) interessiert ist, kann gern nachfragen. W.S.

Was gibt’s Neues in der Kultur?
Welche Kulturprojekte werden 2010 in unserem Bezirk realisiert? Auskunft darüber gibt Kulturamtsleiterin Doris Thyrolph am 3. Februar ab 16 Uhr in der „Villa offensiv“, Hasselwerderstr. 38-40, gegenüber dem Bahnhof Schöneweide.

Staatsgeheimnisse im „Rokokokomplott“
Das Lustspiel „Die Mitschuldigen“ von Goethe steht passend zum Fasching am 16. Februar auf dem Spielplan des Stadttheaters Cöpenick in der Friedrichshagener Straße 9. Ab 20 Uhr kann man sich hier mit dem Wirt einer kleinen Gaststätte und dessen Tochter fragen, was es wohl mit dem seltsamen Gast auf sich hat. Um explosive Staatsgeheimnisse geht es bei der preußischen Criminal-Comödie „Das Rokokokomplott“ am 4.2. ab 19.30 Uhr und 5.2. ab 20 Uhr. Diese Co-Produktion mit dem rbb/Antenne Brandenburg bringt den neuesten Theaterstreich von Friedrich II. und seinem Müller auf die Bühne. Was, wenn die beiden als Säuglinge vertauscht wurden? Das Kabarettprogramm am 27.2. trägt den Titel „Schäfers Stündchen – ein Gesamtberliner gibt Auskunft“. Alexander Schäfer, Sohn des bekannten DDRFernsehstars Gerd E. Schäfer, ist zwar kein Politiker, der immer und zu allem etwas zu sagen hätte,

Semesterstart der Jugendkunstschule
Mit Beginn der Winterferien startet die Jugendkunstschule der Volkshochschule Treptow-Köpenick das Frühjahrssemester 2010 mit einer breiten Palette künstlerischer Freizeitkurse. Theater- und Schreibwerkstatt, Grundlagentraining Schauspiel, PVC-Lyrikkreis, Beatboxen, HipHop und Contact Improvisation, Filmen und Video, Malen, Zeichnen und Drucken, Kreatives Gestalten, Keramik, Schneidern, Schneiderpuppen herstellen und vieles mehr ist für Kinder und Jugendliche im Angebot. Die Kurse und Workshops finden in der Baumschulenstr. 79-81 und in der Wendenschloßstraße 114 b statt. Infos unter Tel. 90297-4063, www.vhs-treptow-koepenick.de, E-Mail: jutta.wiese@vhstk.de

Foto: Stadttheater Cöpenick

aber ein Berliner, der selten seine „Ur-Berliner-Schnauze“ halten kann. Am 26.2. hat Lessings „Nathan der Weise“ um 20 Uhr Premiere. Diese Inszenierung um das Thema Toleranz ist eine weitere Produk-

tion des Stadttheaters für Schulen. Informationen dazu demnächst unter www.nathan-projekt.de. Zu allen Veranstaltungen wird um Reservierung unter 65 01 62 34 gebeten! Weitere Infos unter www.stadttheatercoepenick.de

Wer erhält 2010 die Bürgermedaille?
Alljährlich werden ausgewählte Bürger(innen), die unseren Bezirk durch ihr überdurchschnittliches Engagement stark bereichern und die sich durch besondere Verdienste hervortun, mit der Bürgermedaille des Bezirkes bedacht. Die Preisträger werden von einer Jury, bestehend aus Vertretern der Wirtschaft, der Kulturlandschaft, des Sports, des Bereichs Soziales und des Bezirksamtes ermittelt. Für die Auszeichnung am 28. Mai können noch bis 12. Februar (Poststempel) Vorschläge mit ausführlicher Begründung und Kontaktdaten des/der Auszuzeichnenden an das Bezirksamt Treptow-Köpenick, Büro der Bezirksbürgermeisterin, Frau Kirmse, PF: 910240, 12414 Berlin, E-Mail: sabrina.kirmse@ba-tk.berlin.de gerichtet werden. Die Verleihung der Bürgermedaille erfolgt dann im Rahmen des Frühlingsfestes des Vorstehers der Bezirksverordnetenversammlung von Treptow-Köpenick und der Bezirksbürgermeisterin.

Dokumentation zeigt Fotos vom Bau des Stadions An der Alten Försterei
Noch bis zum 4. März ist in der Ausstellungsetage im Rathaus Köpenick (1. Stock) eine Fotodokumentation der edition else vierCprint+mediafabrik zu sehen. Gezeigt werden Fotos vom Bau des Stadions An der Alten Försterei, der Heimat des 1. FC Union Berlin. Ein Team von Fotografen begleitete die umfangreichen Arbeiten vom Frühsommer 2008 bis zum Sommer 2009 bei Hitze und Staub, Schlamm und Frost. Die Ausstellung zeigt den großen Einsatzwillen der Helfer, die Fortschritte im Bau, die kleinen und großen Erfolge und die stetige Freude am Geschafften. Mehr als 2300 Anhänger haben das Stadion am Rande der Wuhlheide in Köpenick saniert, herausgeputzt, erneuert und verschönert. Die Fotoschau ist neben dem Buch zum Bau eine weitere Hommage an diejenigen, die täglich Hand anlegten ohne etwas dafür haben zu wollen. Zu sehen sind die Fotos montags bis freitags 9-18 Uhr und Samstag/Sonntag 10-16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Doris Thyrolph

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Streiflichter aus dem Adlershofer Schulleben
Die Schuljahre gehören zu den wichtigsten Lebensabschnitten. Mit seiner Serie zur Adlershofer Schulgeschichte möchte Ortschronist Rudi Hinte die Erinnerungen beleben (siehe auch AZ Nr. 172, 177 und 178).

IV. Die „Georgi-Dimitroff-Oberschule“ in der Florian-Geyer-Straße
Am Samstag, dem 27. Februar 1967, war es soweit: Schüler, Lehrer und viele Eltern trafen sich vor dem alten Schulgebäude an der Dörpfeldstraße, nahmen Abschied von der 1890 bzw. 1892 erbauten ersten Adlershofer Schule, um als „800 köpfige quirlige Schlange“ (wie es in der Schulchronik heißt) mit Musik, Luftballons, Blumen, Fähnchen, bunten Bändern den Weg zur neuen Schule anzutreten. „Hurra, wir ziehen um!“ stand auf einem mitgeführten Transparent. In der Florian-Geyer-Straße empfing die Schuldirektorin, Studienrätin Eleonore Friedländer, in Anwesenheit von Stadtschulrat Gisbert Müller und Bezirksbürgermeister Horst Stranz feierlich den Schlüssel und ein von Schülern angefertigtes Schulmodell. Dann nahmen Schüler und Lehrer die für fast 3 Millionen Mark erbaute Schule mit 21 Unterrichtsräumen, Fachkabinetten für Physik/Chemie sowie für Biologie und einem Spielzimmer für den Schulhort in Besitz. Man gab bekannt, daß sich die Schule um den Namen Georgi Dimitroff bewerben wolle, der von 1932 bis kurz vor seiner Verhaftung am 9. März 1933 in der nahen Volkswohl-(Anna-Seghers-)Straße 91 wohnte. Im Schulalltag gab es neben dem Unterricht etliche Möglichkeiten für die Schüler, erlernte Fähigkeiten zu erproben. So z.B. bei der „Russisch Olympiade“, in der Schüler der 12. Schule als Sieger hervorgingen. Auch in Erzähl- oder Rezitatorenwettbewerben konnten sich die Kinder erfolgreich messen. Verschiedene Schüler-Arbeitsgemeinschaften (AG) waren tätig. Die Schülerlotsengruppe wurde 1970 als „Beste Gruppe“ im Bezirk ausgezeichnet. Sie leistete an der Kreuzung Dörpfeld- / Florian-Geyer-Straße eine sehr nützliche Arbeit für die Sicherheit der jüngeren Schulkinder. Nach Schriftwechsel mit der bulgarischen Botschaft und Dienststellen in Sofia wurde der Schule am 27. Januar 1968 der Name 12. Oberschule „Georgi Dimitroff“ verliehen. Dazu hatten einzelne Klassen Nachforschungen angestellt, bei denen sie sich auch mit den Ereignissen auseinandersetzen, die zur faschistischen Herrschaft führten, mit dem Naziterror gegen Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaften sowie den Umständen des Reichstagsbrandes. Sie erfuhren vom mutigen Auftreten Dimitroffs im Leipziger Reichstagsbrand-Prozess und seinem Rededuell mit dem vor Wut schreienden Hermann Göring. Jährlich fanden am 18. Juni vor der Gedenktafel in der Volkswohlstraße Kranzniederlegungen statt. Eine AG Junge Briefmarkensammler unter dem Schüler G. Gerasch entwarf selbst Briefmarken z.B. zu Dimitroff. In einer Schulmesse der Briefmarkensammler im April 1972 war die AG mit sechs Objekten beteiligt. Die Schule vergab jährlich „Georgi-Dimitroff-Nadeln“ an je einen Schüler jeder Klasse für sehr gute schulische Leistungen. Von 1967 bis 1989 lag die Leitung der Schule in den Händen von Studienrätin Eleonore Fried-

Am 27. Februar 1967 nahmen Schüler und Lehrer die neue Schule in der Florian-Geyer-Straße in Besitz Fotos: Gisela Sigrist; Schularchiv; Archiv Hinte

länder (bis 1968), Gertrud Dembrowski/Beckmann (1968-1980), Heidemarie Kammerer (19801985) und bis zur „Wende“ von Helmut Damrath. Stellvertreterin war viele Jahre Regina Lorenz. Ihnen zur Seite standen 32-37 Lehrer(innen), dazu kamen 7-11 Erzieherinnen, sowie 6-8 technische Mitarbeiter. Die ABC-Schützen wurden mit Sonnenblumen begrüßt, den schönen Symbolen für Sonne und Leben, die zu Tausenden in Bulgarien blühen. Und die Erstklässler säten und pflegten im Schulgarten dann die neuen Pflanzen für den nächsten Jahrgang. Manch Ehemalige haben sich ihre Liebe zu dieser Blume bis heute erhalten. Der Schulgarten hinter der Turnhalle war ein kleines Schmuckstück. Eine AG „Junge Gärtner“, 1982 von Christine Uhlig geleitet, kümmerte sich u.a. um das Kräuterbeet, von dessen Pflanzen die AG mit Zutaten Kräuteressig zog. Bei einer Kontrolle durch den Magistrat wurde er 1985 als „vorbildlich gepflegt“ eingeschätzt. Die AG kümmerte sich auch um den Ehrenhain vor dem Schulgebäude

mit der Dimitroff-Büste. Im Vordergrund der schulischen Arbeit stand selbstverständlich das Lernen. Dem Stoffverteilungsplan der Lehrerin Ladide Schütze für die 4. Klasse ist z.B zu entnehmen, wie die Kinder von ihr Lesen, Ausdruck, Muttersprache sowie Heimatkunde und Mathematik vermittelt bekamen. Eines der Ziele war, daß die Schüler „zusammenhängend sprechen und Begriffe genau anzuwenden“ lernten. Schwächen gab es im beweglichen Denken und es sollte erreicht werden, „solide Kenntnisse eines Fachs mit denen anderer Fächer zu verbinden“. Wenn mehr als die Hälfte der Schüler der 10. Klassen ihre Abschlußprüfungen gut oder besser bestanden, verbargen sich dahinter die Leistungen der Lehrer und das Bemühen vieler Schüler, auch Zurückgebliebenen zu helfen, wieder Anschluß zu finden. Um besser voranzukommen sollten die Lehrer in jedem Kind das Besondere, das Einzigartige entdecken, sein Talent hegen und pflegen und zur Blüte führen, schrieb Direktorin Heidi Kammerer in einem Zeitungsartikel am

Von der Alten Schule aus führte der Weg am Umzugstag durch die Dörpfeldstraße zum neuen Schulgebäude in der Florian-Geyer-Straße. Hier empfing die Schuldirektorin, Studienrätin Eleonore Friedländer, feierlich den Schlüssel für das Haus

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Sonnenblumen zur Begrüßung für die ABC-Schützen 1. September 1983. So sollte auch die Zahl der Sitzenbleiber gesenkt werden. 1967/68 betrug der Anteil der nicht versetzten Schüler 2,3%, 1970/71 nur noch 1,2%. Mit diesem Ergebnis war die Schule Beste im Stadtbezirk Treptow. Die Georgi-Dimitroff-Oberschule konnte dank guter sportlicher Arbeit etliche Male in außerschulischen Wettbewerben und Sportfesten vordere Plätze belegen und Auszeichnungen erringen, so am 15.2.1983 beim Hallensportfest der Treptower Schulhorte die Sieger-Urkunde. Beim traditionellen „Berlin-Lauf“ der „BZ am Abend“ belegte die Schule am 28.9.1987 mit ihren 7./8. Klassen den 2. Platz. Die Schülerinnen Sandra Rösler und Sascha Glampe wurden DDR-Vize-Meister im Rudern bzw. Sportschießen. Stolz konnte die Schule auf ihren „Ehemaligen“ Sven Loll sein, der bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul als Judoka Silber für die DDR errang. Hohen Stellenwert hatte der polytechnische Unterricht. 1967 übernahm der VEB Kabelwerk Adlershof anstelle des VEB Berlin-Chemie, die Aufgaben des Patenbetriebes. Die erzielten Leistungen spiegelten sich auch in der jährlichen „Messe der Meister von Morgen“ (MMM) wider. So bei der 8. Kreismesse 1983, auf der die Schüler André Haase, Michael Laskowski und Marius Graf für ihr vorgestelltes Messeexponat „Prüfvorrichtung für die Biegsamkeit von Schaltteilen im Thermoschrank“ für das KWA ein Ehrendiplom erhielten und zur Zentralen MMM in Leipzig delegiert wurden. Sie halfen 3.000 Mark einzusparen und erhielten eine Prämie. Ein Höhepunkt war 1977 die Gründung einer Arbeitsgruppe „Hörgeräteakustik“, der sechs Schüler der 9. Klasse angehörten. HNO-Arzt Dr. Eduard Sahm vom neben der Schule gelegenen „Ambulatorium Adlershof“ und Physiklehrer Hans-Dieter Fichtelmann betreuten die AG. Diese kümmerte sich um ca. 50 schwerhörige ältere Adlershofer, überprüfte deren Hörgeräte, bestückte sie mit Batterien und lud sie auf, vermittelte Reparaturen und Austauschgeräte, half bei der Gewöhnung und Handhabung. Die Schüler lernten dabei auch, auf ältere Menschen einzugehen. Der 86jährige Otto Ziebell sagte nach der Schülerhilfe: „Jetzt höre ich wieder die Uhr ticken!“ Die „NBI“ Nr. 9/80 berichtete unter dem Titel „Sorge um das Gehör“

Die AG „Kochen“ – eine der zahlreichen Arbeitsgemeinschaften über die AG, die auf der MMM des Bezirks und der Stadt Berlin ausgezeichnet wurde. Große Aufmerksamkeit schenkte die Schule dem Gedenken an Adlershofer antifaschistische Widerstandskämpfer wie Otto Nelte, Peter Kast, Otto Franke, an die jüdisch-antifaschistischen Schriftstellerinnen Anna Seghers und Berta Waterstradt. Schüler erforschten und dokumentierten ihre Lebensläufe. Ein Höhepunkt war der Besuch bei Anna Seghers zu ihrem 80. Geburtstag, über den Schüler Reiko Weber berichtete. Adlershofer Antifaschisten wie Walter Sack und Heinz Blume wurden zu Nachmittagsveranstaltungen eingeladen, berichteten über ihr Leben und beantworteten zahlreiche Fragen der Schüler. Die angespannte Rohstofflage der DDR forderte auch die Schüler heraus, sich an der „Erfassung von Sekundär-Rohstoffen“ zu beteiligten. Die gut organisierte „SERO“ (Sekundärrohstofferfassung) baute stark auf Schüler und Jugendliche. So wurden eifrig Altpapier, Flaschen, Metalle aller Art gesammelt, auf Handwagen zu den Annahmestellen gefahren (z.B. im kleinen Laden ThomasMüntzer-Straße 2 oder auf dem ehemaligen Kohlenplatz von Eckert) um dort als „Lohn“ für die Arbeit zu erhalten: weiße Flaschen 0,20 M, Zeitungen 0,30, Alttextilien 0,50, Alu-Schrott 1,50 und Stahlschrott 0,15 M/kg. In der Schule wurde genau abgerechnet und Buch geführt. Während des Jahres 1990 verlor die Schule ihren Namen, und auch die Büste Georgi Dimitroffs vor der Schule wurde „entsorgt“, die Reste des Sockels sind noch im Rasen zu erkennen. Nur die Gedenktafel am Hause AnnaSeghers-Straße 91 erinnert noch an den Namensgeber, der den Schülern Vorbild für Zivilcourage gegen Neonazis sein kann. Die Schule heißt heute „Heide-Grundschule“, mit Bezug auf die nahe Köllnische Heide. Nach Umbenennung der „Otto-Nelte-Oberschule“ in der Waldstraße in „Schule am Wald“ wurde sie inzwischen Filialschule der „HeideGrundschule“. Rudi Hinte
(Weitere Beiträge zur Adlershofer Schulgeschichte folgen)
Rudi Hinte

ADLERSHOF
Vom Colonistendorf Sueszen Grundt zum Zentrum für Wissenschaft und Wirtschaft

Teil I 1754 • 1920

MEDIEN-BÜRO Ebner

Gemeinsames Mittagessen im Speiseraum der Schule an der Florian-Geyer-Straße

Weitere Episoden und Details aus der Historie unseres Ortes sind in den Bänden I und II des „Adlershof“-Geschichtsbuches von Rudi Hinte nachzulesen. Beide Werke sind für 12,60 € bzw. 13,90 € im „Boulevardbuch“ am Marktplatz und bei Lotto/Toto Reddig, Dörpfeldstraße 53, erhältlich.

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„Seniorentreff“ lädt ein
Im Januar teilten wir die regelmäßig wiederkehrenden Termine des „Seniorentreff in der Alten Schule“ (Dörpfeldstraße 54) mit. Auskünfte und Anmeldungen zu Veranstaltungen unter 90297-5767. Außerdem bietet das Februar-Programm: 3.2., 14.30 Uhr: Kaffeenachmittag mit CD-Musik 10.2., 14.30 Uhr: Wir feiern Fasching mit Hartmut Hacker
17.2., 14.30 Uhr: 24.2., 14.30 Uhr:
(Eintritt: 2,50 €) Kaffeenachmittag mit CD-Musik Tanz mit Gabis Miniband (Eintritt: 2,50 €)

Mit dem Seniorenbus im Februar unterwegs
2.2. Den Besuch im Kloster Chorin verbinden wir mit einem Parkspaziergang und mit einem Restaurantbesuch. (Fahrkosten: 19 €) 3.2. Als Reiseziel können Sie zwischen Kloster Lehnin, Fürstenwalde und Baruth wählen. Die Mehrheit entscheidet. (Fahrkosten: 22 €) 9.2. Tierpark Friedrichsfelde. (Fahrkosten: 15 € + Eintritt) 15.2. Bernau: Zu Fuß oder mit dem Bus geht es durch die Altstadt. Fürs leibliche Wohl wird im „Zickenschulze“ gesorgt. (Fahrkosten: 15 €) 17.2. Als Reiseziel können Sie zwischen Neuruppin, Brandenburg und Jüterbog wählen. Die Mehrheit entscheidet. (Fahrkosten: 22 €) 22.2. Marktbummel in Küstrin. (Fahrkosten: 27 €) 23.2. Potsdam: wir bummeln durch die Innenstadt und erfreuen uns an den Stadttoren, Bürgerhäusern und Kirchen sowie am holländischen Viertel und kehren in ein nettes Restaurant ein. (Fahrkosten: 15 €) 24.2. Wir besuchen das chinesische Restaurant „Himmelspagode“ in Hohen Neuendorf. Sie werden zwischen 10.30 und 11.30 Uhr abgeholt. (Fahrkosten: 15 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr (bei Polenfahrten 8 bis 9.30 Uhr) abgeholt. Ihr VdK-Team!

W.S.

Kostenlose Veranstaltungen im Rahmen einer medizinischen Vortragsreihe
In Kooperation zwischen dem Feministischen-Frauen-Gesundheits-Zentrum e.V. Berlin (FFGZ) und dem Bezirksamt TreptowKöpenick, Abteilung Soziales und Gesundheit, wird 2010 in der Seniorenfreizeitstätte im ehemaligen Rathaus Johannisthal (Sterndamm 102) eine medizinische Vortragsreihe angeboten. Die Veranstaltungen sind kostenlos und finden jeweils von 17-19 Uhr statt. Die Referent(inn)en stehen nach dem Vortrag für individuelle Nachfragen zur Verfügung. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Termine und Themen: 1.2.: Wechseljahre heute 10.3.: Stoffwechselveränderungen ab 40 2.6.: Frauenherzen schlagen anders Für jede dieser Veranstaltungen gibt es eine ausführliche thematische Ankündigung. Nachfragen unter Tel. 90297-6170.

Neuerscheinungen zu Sozialem und Gesundheit
Zu Jahresbeginn ist eine aktualisierte Auflage des „Ratgeber Soziales und Gesundheit“ für Treptow-Köpenick erschienen. Darin sind alle wichtigen Informationen über die Abteilung Soziales und Gesundheit enthalten. Ergänzend dazu enthält er auch Informationen über Einrichtungen und Dienste, die für das Bezirksamt als Träger der Sozialhilfe eine Vielzahl von Leistungen erbringen. Der Ratgeber ist in den Einrichtungen des Bezirksamtes kostenlos zu erhalten. Ebenso kostenlos können die Bürger(innen) eine aktuelle Übersicht über die niedergelassenen Ärzte in unserem Bezirk erhalten. Neben Adressen und der telefonischen Erreichbarkeit der Ärzte sind deren Sprechzeiten und Zusatzangebote enthalten. Die Broschüre wird bezirksweit verteilt und ist auch in der Qualitätssicherungs-, Planungs- und Koordinierungsstelle der Abteilung Soziales und Gesundheit in der HansSchmidt-Str. 18, Zimmer 17 zu erhalten. Ines Feierabend

Malteser Hilfsdienst sucht Ehrenamtliche für die Hospizarbeit
Für seinen Hospiz- und Palliativberatungsdienst sucht der Malteser Hilfsdienst e.V. dringend ehrenamtliche Mitarbeiter. In Kürze startet in Hellersdorf der nächste Vorbereitungskurs für die Erwachsenen-Hospizarbeit. Im Rahmen des zehnmonatigen Kurses werden die ehrenamtlichen Helfer(innen) intensiv auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie trainieren, Wünsche und Bedürfnisse der begleiteten Menschen und ihrer Angehörigen wahrzunehmen. „In der Praxis entlasten und ermutigen unsere Helfer die Familien und Freunde“, erklärt Tamara Maier, Koordinatorin der Malteser, die Aufgaben der Hospizbegleiter. „Die Männer und Frauen unterstützen bei der Organisation des Alltages.“ Auch der Umgang mit eigenen Gefühlen, Schwierigkeiten und Ängsten wird in der Vorbereitung thematisiert. Erwachsene jeden Alters, die Interesse an dieser anspruchsvollen Tätigkeit haben und zudem etwa drei Stunden wöchentlich einem sterbenden Menschen zur Verfügung stellen können, erreichen die Koordinatorin Tamara Maier unter Tel. 65 66 17 80. Bereits seit 1996 verwirklicht der Malteser Hospizdienst die Hospizidee in der ambulanten Betreuung Schwerstkranker. Mehr als 120 Hospizhelferinnen und -helfer sind in Berlin derzeit bei den Maltesern ehrenamtlich tätig.

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Foto: Günter Wicker (Photur) Berliner Flughäfen

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Schlichten statt richten
In der 36. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 17. Dezember 2009 wurde für den Schiedsamtsbezirk Treptow-Köpenick 3 (Adlershof, Altglienicke) Frau Dr. sc.med. Gisela Große Grünauer Str. 4 in 12524 Berlin (Altglienicke), Tel. 672 83 28 zur zuständigen Schiedsfrau gewählt. Im September 1999 (AZ Nr. 65) hatten wir über die Aufgaben von Schiedsleuten informiert. Wir schrieben seinerzeit: »Schiedsmänner gibt es in Deutschland seit 1827. Der preußische König setzte sie ein, um Privatrechtsstreitigkeiten (z.B. Geldforderungen) und Streit aus dem strafrechtlichen Bereich durch einen Sühneversuch beilegen zu lassen. Das Schiedsamt gibt es in fast allen Bundesländern, in Berlin ist seine Tätigkeit im „Berliner Schiedsamtsgesetz“ im April 1994 nach 30 Jahren neu geregelt worden. Die Ausführungsvorschriften erschienen 1996 im Berliner „Amtsblatt“. Die in Berlin tätigen 93 Schiedsleute, die jeweils für fünf Jahre gewählt werden, können in vielen Fällen rechtsgültige Vergleiche streitender „Parteien“ abschließen. Im strafrechtlichen Bereich ist der Versuch, einen Vergleich zu erzielen, sogar vorgeschrieben, wenn es sich um Beleidigung, üble Nachrede, Hausfriedensbruch, leichte Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung oder Verletzung des Briefgeheimnisses handelt.« W.S.

Mobiles Krankenhaus für Haiti
Das Deutsche Rote Kreuz schickte am 21. Januar mit dieser Iljuschin 76 von Berlin-Schönefeld aus weitere Hilfe ins Erdbebengebiet nach Haiti. An Bord war ein mobiles Krankenhaus, in dem 700 Menschen am Tag ambulant versorgt werden können. Für die stationäre Behandlung bietet das Hospital Platz für 150 Patienten.

Lady’s Stammtisch zum Thema Rentenansprüche und -sicherung
Mit dem Thema Rentensicherung und Rentenansprüche der Selbständigen wird sich der erste Stammtisch des Lady’s Stammtisch e.V. in diesem Jahr beschäftigen. Am 2. März gibt es ab 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses Treptow in der Neuen Krugallee dazu Informationen und Hinweise für Unternehmerinnen und Frauen in freien Berufen. Für Mitglieder ist der Eintritt frei. Gäste zahlen 10 €. Weitere Informationen unter Tel. 53 02 67 12 und auf der website www.ladiesstammtisch.com

Hilfe für die Erste Hilfe
RTW- und Ambulanzfahrer haben bemerkt, daß beim Unfall die meisten Verwundeten ein Mobil-Telefon bei sich haben. Bei verletzten Personen, die nicht mehr ansprechbar sind, wissen die Einsatzkräfte aber nicht, wer aus den langen Adreßlisten zu kontaktieren ist. Ambulanzfahrer und Notärzte haben also vorgeschlagen, daß jeder in sein Handy-Adreßbuch, die im Notfall zu kontaktierende Person unter demselben Pseudo eingibt. Das international anerkannte Pseudo ist: ICE (In Case of Emergency). Unter diesem Zeichen sollte man die Rufnummer der Person eintragen, welche im Notfall durch Polizei, Feuerwehr oder Erste Hilfe anzurufen ist. Sind mehrere Personen zu kontaktieren, braucht man ICE1, ICE2, ICE3, usw. Gerade im Hinblick auf die derzeitigen Witterungsverhältnisse sollte man diesem Hinweis folgen. Bitte diese Meldung an Freunde und Bekannte weiterleiten, damit dieses Verfahren weltweit Anwendung finden wird!

Problematik Hundeauslaufgebiete kommt auf die BVV-Tagesordnung
Im April (AZ Nr. 180) hatten wir über die Aktion „Für ein sauberes Adlershof“ berichtet, die von Adlershofer Hundefreunden durchgeführt wurde, und im Juni (AZ Nr. 182) deren Bitte veröffentlicht, über den Einwohnerantrag zur Einrichtung von Hundeauslaufgebieten im Bezirk TreptowKöpenick zu informieren. Zu seiner Unterstützung waren die Unterschriften von ca. 2.100 Bürgern über 16 Jahren aus dem Bezirk nötig. Jetzt erfuhren wir, daß insgesamt 2.765 Unterschriften zusammengekommen sind, die dem Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Siegfried Stock am 28.1. übergeben wurden. Nun muß sich die BVV innerhalb von acht Wochen mit der Problematik Hundeauslaufgebiete befassen. W.W.

Beratungsstelle mit zusätzlichen Sprechstunden im Rathaus Köpenick
Die Beratungsstelle für behinderte und krebskranke Menschen hat ihr Sprechstundenangebot im Rathaus Köpenick erweitert. Jetzt steht jeden Dienstag und zusätzlich am Mittwoch jeweils von 9-12 Uhr im Raum 03 im Erdgeschoß des Rathauses Köpenick eine Sozialarbeiterin der Beratungsstelle für die Belange und Fragen der Bürger(innen) zur Verfügung. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Auskünfte sind auch unter Tel. 90297-2032 zu erhalten.

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Ein Leben in Adlershof – seit nunmehr 105 Jahren
Im Januar 2005 fehlten die Glückwünsche für Dora Laube zum 100. in der AZ. Man hatte uns übermittelt, daß sie diesen Tag nicht erlebt habe. Das war eine „Ente“! Dora Laube lebte und beweist den Spruch „Totgesagte leben länger!“ Sie beging jetzt am 4. Januar ihren 105. Geburtstag. Wenn sie inzwischen auch bettlägerig ist, lebt sie noch immer in ihrer Wohnung. Mitarbeiterinnen der Volkssolidarität versorgen sie. Diesmal durften wir auch ein Foto machen, wie sie sich über die Gratulationen aus dem Bezirksamt und vom Regierenden Bürgermeister sowie das dazugehörige Blumenbukett freute. Sehkraft und Gehör haben weiter nachgelassen, eine Lupe wird benutzt, das Hörgerät verschmäht. Trotzdem machte sie auf uns einen fröhlicheren Eindruck als vor fünf Jahren und die Pflegerin meinte: „Unser Dorchen macht noch ein paar Jahre!“ Wir sind gespannt. Für alle, die seinerzeit (AZ Nr. 130) unseren Beitrag über die am längsten in Adlershof lebende Mitbürgerin nicht gelesen haben, hier ein Auszug aus unserem damaligen Beitrag: „Dora Laube wurde 1905 hier geboren. Großvater Ernst Laube und Vater Gustav (beide Stukkateure) findet man schon im Adreßbuch von 1895/96 in der Hoffmannstraße, als es dort erst zwei Häuser ohne Hausnummer gab. Ihre Kindheit muß sehr entbehrungsreich gewesen sein. Die Mutter starb während des 1. Weltkrieges, einsatz“ (Granatenherstellung bei Kahlbaum) abkommandiert wurde, lag die Hauptlast der Erziehung des Bruders bei ihr. Der hatte ihr versprochen, sich im Alter um sie zu kümmern – und starb im 2. Weltkrieg an der Ostfront. Um ihn trauert Dora Laube noch immer. Da die ältere Schwester auch in jungen Jahren starb, blieb sie allein. Beruflich war sie zuerst Schreibkraft bei der DVL (Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt), später Sekretärin in verschiedenen Betrieben, für besonderen Einsatz ausdrücklich belobigt. Die mit dem Alter eingetretenen körperlichen Behinderungen nimmt sie gelassen hin, viel mehr bedrückt sie offenbar die häufige Einsamkeit. Ein Pflegedienst kommt dreimal täglich zu ihr in die modernisierte Wohnung, aber Zeit zum Gespräch bleibt da kaum …“ Wolf Will

Foto: Staneczek

Dora kümmerte sich um den acht Jahre jüngeren Bruder, der wie der Vater Gustav hieß. Auch wenn der Vater von der Front zum „Heimat-

Kirchliche Termine
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 10 Uhr zum Gottesdienst. Am 28.2. wird der Gottesdienst durch die Aufführung des Kindermusicals „Unterwegs mit David“ bereichert. Ein Konzert des Jugendgospelchores ist am 13.2. ab 19.30 Uhr zu erleben (s. S. 5). Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommt der Frauenkreis am 5.2. und 19.2. um 15 Uhr, der Männerkreis am 5.2. um 18 Uhr zusammen. Dort trifft man sich auch am 18.2. um 19.30 Uhr zu einem Gemeindeabend anläßlich des Weltgebetstages 2010 und am 24.2. um 18.30 Uhr beim offenen Gemeindekreis zum Thema „Vergebung – ich entschuldige (mich?)!“. Zum Haus-Gesprächskreis am 12.2. kann man sich bei Fam. Prinzler (Tel. 67 19 80 00) informieren. In der Christus-König-Kirche (Nipkowstr.) kommt die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr zur Hl. Messe zusammen. Beim „Kindersonntag“ am 14.2. treffen sich die Kinder bereits vor dem Gottesdienst um 10.30 Uhr und bleiben danach zum Kinderfasching zusammen. Die Hl. Messe zum Aschermittwoch beginnt am 17.2. um 19 Uhr. Die Freie evangelische Gemeinde lädt sonntags um 10 Uhr in die „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) zum Gottesdienst ein. Die Pfadfinder treffen sich am 12.2. und 26.2. jeweils um 16 Uhr. Die Senioren feiern ihren Gemeinschaftsnachmittag am 17.2. ab 14.30 Uhr. Der Frauentreff lädt am 26.2. um 19 Uhr zum Thema: „Weißt Du nicht wie schön Du bist?“ ein. Ein Gitarrenkurs für Anfänger findet donnerstags von 17.30-18.30 Uhr statt. Anmeldung und Infos: 677 56 65 oder www.lebewertvoll.de

„Det war’n Zeiten“ – Geschichten und Anekdoten aus Köpenick
„Det war’n Zeiten!“ lautet der Titel einer Neuerscheinung aus dem Wartberg Verlag. Autor Ulrich Stahr, DiplomRomanist, Studiendirektor und ehemaliger Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick, hat darin Geschichten und Anekdoten aus dem alten Köpenick zusammengetragen. Auch wenn ein geschichtlich weiter Bogen gespannt wird, sind mehr als die Hälfte der Beiträge aus der Zeit der DDR. Da ist u.a. von den Sieben Weltwundern aus Cöpenick, von einem VPEngel und dem „Haus der Sehnsucht“ (IFA-Autoauslieferungslager) zu lesen. Das 80-seitige Buch mit Schwarz-Weiß-Fotos ist für 11 € in Buchläden, z.B. im Boulevardbuch am Markt, erhältlich.

Weltgebetstag 2010: „Alles, was Atem hat, lobe Gott“
Am 5. März feiern um 17 Uhr in der Christus König Kirche (Nipkowstr.) – wie immer am ersten Freitag im März – evangelische und katholische Christen gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst zum Weltgebetstag. „Alles, was Atem hat, lobe Gott“. Unter diesem Thema haben Frauen aus Kamerun die Ordnung für den diesjährigen Weltgebetstagsgottesdienst zusammengestellt. Informationen über das zentralafrikanische Land, das wegen seiner geographischen, ethnischen und kulturellen Vielfalt häufig „Afrika im Kleinen“ genannt wird, gibt es bei einem Gemeindeabend, der am Donnerstag, dem 18. Februar, um 19.30 Uhr im Gemeinderaum Arndtstraße 12 stattfindet und bei dem auch Bilder aus Kamerun zu sehen sind. Ein Fernsehtipp: Bereits am Sonntag, dem 7.2, um 9.30 Uhr überträgt das ZDF einen Gottesdienst aus Wuppertal, der auf den Weltgebetstag vorbereitet. D.Q. „Lob dem Ewigen“ nennt Reine Claire Nkombo aus Yaoundé in Kamerun ihr Werk. Für die engagierte Christin, Diakonin einer Gemeinde der französischsprachigen Presbyterianischen Kirche Kameruns, war es eine Freude und eine Ehre, das Titelbild für den Weltgebetstag 2010 zu malen. In ihren Bildern hält die Künstlerin auf vielfältige Weise vor allem den Alltag von Frauen fest.
Quelle: „Ideen und Informationen“ – Arbeitsbuch zum Weltgebetstag Bildrechte bei: Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V

Februar 2010

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Herzliche
Auch in diesem Jahr geht im Februar die erste herzliche Gratulation am 28.2. an Gertrud Rocek zu ihrem 92. Erdenjubiläum. In den Kreis der 90jährigen tritt am 6.2. Elfriede Kemnitz. Beiden Jubilarinnen gelten unsere allerbesten Wünsche. Die besten Wünsche zu ihrem 85. Wiegenfest erhalten am 12.2. Maria Fache, am 16.2. Ruth Gröger, am 17.2. Frida Syring, am 26.2. Edelgard Erdmann und am 28.2. Lilly Großkopf. Wir wünschen alles erdenklich Gute!

Glückwünsche
Auf 80 Lebensjahre blicken Gerhard Gessele (7.2.), Ursula Bredow (8.2.), Margot Salzberg (11.2.), Ursula Matschuk (12.2.), Erika Sonntag (15.2.), Horst Szczepanski (17.2.), Lothar Klare (21.2.), Richard Saage (24.2.), Manfred Schnaack (28.2.) zurück. Wir gratulieren herzlich! Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren im weiteren Leben nur freudenreiche Tage, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Nach 66 glücklichen Ehejahren ist mein lieber Mann, unser Vater, Schwiegervater, Opa und Uropa nach langer Krankheit von uns gegangen.

Kurt Schalla
Schuhmachermeister
* 12.5.1921 † 13.1.2010

In stiller Trauer Lieselotte Schalla geb. Mühlner Dieter, Birgit und Tim Karin und Peter Steffen, Sabine und Stefanie
Die Beisetzung der Urne fand im engsten Familienkreis statt.

Künstler gesucht
Die Freiwillige Feuerwehr Adlershof sucht Künstler, die die Stirnseite ihres Wachgebäudes Selchowstraße 3-4 kunstvoll gestalten (Graffiti oder Malerei).
Interessenten melden sich bitte unter 0178/4788089 oder vorstand@foerderverein-fw-adlershof.de

Ein liebend Herz hat aufgehört zu schlagen. Wir hatten so sehr gehofft. Wir nehmen sehr traurig Abschied von meiner lieben Frau, unserer Mutter, Schwiegermutter und Oma

Ingrid Steffen
geb. Dangelat
* 13.7.1933 † 20.1.2010

Unsere Rätselecke
Aus den Silben aber - an - be - be - be - be - be - berg - den - dhal - dig - eig - ein - er fahrt - fin - gast - ge - ge - gen - gen - glau - gung - gung - ha - hei hung - keit - ken - kennt - kör - kro - lau - lei - ler - luft - mau - ne - ner - ni - nis - nö - nung - prenz - schlach - schlag - see - sen - senf - spie stät - stei - stein - sten - te - ten - ti sind Wörter folgender Bedeutung zu bilden: 1) Gegner, Kontrahent 2) herabstürzende Felstrümmer 3) Restaurant, Wirtshaus 4) First, Zinne 5) Grundlage für Mostrich 6) Geständnis, Konfession 7) Hinrichtungsart im Altertum 8) Schlauheit, Raffinesse 9) Stadt in der Uckermark 10) Bedarf haben 11) Berliner Ortsteil 12) franz. Schriftsteller (1783-1842) 13) Krediteinräumung gegen Pfand 14) Aeronautik, Flugwesen 15) Besitznahme, Beschlagnahmung 16) sich erinnernd 17) Wohlgefallen, Zufriedenheit 18) Einbildung, Mystizismus 19) dt. Atomphysiker (1901-1976) Rätselautor: Wolf Will Die jeweils dritten und sechsten Buchstaben ergeben von oben nach unten gelesen einen Ausspruch des römischen Dichters Ovid. Auflösung des Brückenrätsels in der Januar-Ausgabe: 1. Pilz; 2. Rost; 3. Ofen; 4. Saft; 5. Iglu; 6. Tanz; 7. Nest; 8. Eber; 9. Ufer; 10. Jagd; 11. Ader; 12. Horn; 13. Raum; Lösung: Mit Prosit Neujahr grüßten wir zum Jahresbeginn.

In Liebe und Dankbarkeit Konrad Steffen Dirk, Sabine und Erik im Namen aller, die sie liebten und schätzten.
Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, dem 5. Februar 2010, um 14 Uhr auf dem Friedhof Berlin-Adlershof, Friedlander Straße 156 in 12489 Berlin statt.

Keine „einmalige Tradition“
Uns wurde zwar noch beigebracht, einem Lehrer nicht zu widersprechen, aber wenn er sich irrt? Lieber Herr Kopittke, was Sie in der AZ Nr. 189 beschreiben, gibt es nicht nur einmal in Berlin, sondern sogar schon seit 1956 in Adlershof und Umgebung. Unsere Klasse mit vornehmlich Schüler(inne)n aus Adlershof, Altglienicke und Bohnsdorf verließ 1956 nach dem Abitur die Oberschule Baumschulenweg. Etliche „gingen in den Westen“, aber wir verloren uns nie aus den Augen und trafen uns seit Ende 1956 fast jährlich einmal in Berlin. Auch bei uns lag die (von 1961-1989 kompliziertere) Organisation in wenigen Händen. Nach wie vor wartet jeder im Herbst auf die Einladung und reist zum Treffen gern aus Hamburg, München, Stuttgart, Frankfurt/M., Dresden und gar Italien oder Kroatien an. Wer einmal nicht teilnehmen kann, schickt zumindest einen Brief. Zudem haben wir Zuwachs bekommen, denn einige Ehepartner, die seit Jahren teilnehmen, gehören praktisch schon zur Klasse. Zum 50. Abi-Jubiläum kamen wir nicht nur zu einem mehrtägigen

k]j P H] N SK
Programm in einem kleinen Hotel in Netzen bei Potsdam zusammen, es gab zudem wieder eine dicke „Abi-Zeitung“. Übrigens ... in Adlershof haben wir uns bisher in fast allen Gaststätten schon einmal getroffen. Inzwischen sind wir Rentner und die in Berlin Lebenden haben 2009 begonnen, sich zusätzlich z.B. zum Bildungsausflug nach Kaniswall, zur „Dampferfahrt“ oder zum Eisbein-Essen zu treffen. Die Begleitung auf dem letzten Weg beim ersten Mitschüler und dem verehrten Lehrer Helmut Hauthal gehörte ebenfalls dazu. Auch 2010 und in den kommenden Jahren werden wir unsere Traditionen hoffentlich weiterführen, uns dabei über das vielfältig Erlebte, über Kinder und Enkel unterhalten und vielleicht „unseren“ ersten Urenkel begrüßen können. Ingo Busch

Liebe Leser,
in der Rubrik „LeserWORT“ halten wir für Sie immer einen Platz bereit, um Ihre Meinungen, Kritiken und Wünsche zu veröffentlichen.

Schreiben Sie an Adlershofer Zeitung PF 1103 12474 Berlin

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erlebnisreiche und erholsame Winterferien !
Spiel und Spaß im „Grimau“-Club
Die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Julian Grimau“, Waldstraße 7, ist in den Winterferien (1. - 5. Februar) montags bis freitags von 12 - 19 Uhr geöffnet. Gemeinsam mit den Kindern wird von 12.30-14 Uhr Wunschessen gekocht. Der Unkostenbeitrag beträgt 1 €. Unser Offener Bereich mit vielen Aktionen lädt Euch herzlich zum Spielen ein. Je nach Wetterlage sind Ausflüge zum Rodeln und zum Schlittschuhlaufen geplant. Für die Ausflüge sind Anmeldungen erforderlich. Nähere Informationen zu allen Angeboten kann man unter der Telefonnummer 677 45 27 erhalten. Team Grimau

Zauberschloss im FEZ-Berlin
In ein Zauberschloss verwandelt sich das FEZ-Berlin in den Winterferien. Bis zum 7. Februar erscheinen in der Wuhlheide viele Figuren aus der Welt von Harry und Hermine zum großen Fantasie-Spiel. Nach der Eröffnungsparty am 30.1. wird am 2.2. die Wahl der Vertrauensschüler gefeiert, am 4.2. können die Zauberschüler ihre Prüfungen ablegen, das Quidditchturnier wird am 5.2. ausgetragen, am 6.2. findet die Abschlussparty statt und zum Großen Ball der Zauberer wird am 7.2. geladen. Eintritt: 3 € / Familienticket: 9 € / Feriendauerticket 10 € (Materialkosten für Bastelaktivitäten sind im Preis nicht enthalten!) Am 13. und 14. Februar laden König Stefan, die Königstochter und der Hofnarr zum märchenhaften Fasching ein. Zum Geburtstag der Königstocher werden Gäste aus aller Welt erwartet. Auch ihr seid eingeladen! Tanzt, spielt und feiert nach Herzenslust mit! Die schönsten Kostüme werden mit einem königlichen Orden prämiert. Das Filmwochenende „Klappe, die zweite! – Filmabenteuer aus Skandinavien“ am 20. und 21. Februar bietet Kinoerlebnisse für die gesamte Familie. Mit nur einer Eintrittskarte kann man an drei unterschiedlichen Orten Filme nonstop erleben, außerdem gibt es viele Mitmachangebote. Rund um den Modellbau von Autos, Schiffen und Eisenbahnen dreht sich alles am 27. und 28. Februar. Der Blick hinter die Kulissen ist an diesem Wochenende ausdrücklich erwünscht. Vom Bauen mit LEGO bis zu mit echtem Dampf betriebene Lokomotiven wird der Bogen gespannt. Eintritt an den Familienwochenenden: 2 € / Familienticket 6,50 €. Öffnungszeiten: Sonnabend 13 - 18 Uhr; Sonntag 10 - 18 Uhr Informationen unter 53 07 10.

METEUM lädt zu spannenden Entdeckungen ein
In den Winterferien vom 1. bis 5. Februar hält METEUM, der Technische Jugendbildungsverein in Praxis e.V. in seinen Räumen, Straße zum FEZ 2, spannende Angebote bereit. Der Wind bringt die Energie! Kinder ab 6 Jahren gehen auf Entdeckungstour im Windparkmodell des Lern- und Erfinderlabors. Die Kinder lernen Interessantes über die Energiebereiche der Zukunft kennen und können sich einen eigenen Windmesser oder eine Windmühle aus Holz bauen. Jeweils 10 bis 12 Uhr. Anmeldung erbeten! Zielgruppe: Kinder ab 6 Jahren Kosten: 3 € pro Tag/Person Tel.: 62201030, E-Mail: lern-erfinderlabor@tjp-ev.de Forscherwoche im METEUM METEUM lädt wissbegierige Forscher und Forscherinnen zu einer einwöchigen Entdeckungsreise in die Welt der erneuerbaren Energien ein. Wir vergleichen die Bedingungen und Nutzungsmöglichkeiten von Sonnen- und Windenergie. Ziel der Forscherwoche ist es, beide Energiesysteme kennen zu lernen und zu beurteilen. Jeweils 12 bis 16 Uhr. Zielgruppe: Jugendliche von 12 bis 15 Jahren Kosten: 10 € pro Woche/Person Tel.: 62201030, E-Mail: reservierung@meteum.de BIONIK – den Ideenreichtum der Natur nutzen In Millionen von Jahren hat die Natur Lösungen für Probleme hervorgebracht, die auch uns Menschen schon lange beschäftigen. Mittlerweile beginnen immer mehr Forscher und Entwickler auf diesen bislang kaum genutzten Wissensschatz zurückzugreifen. In der Forscherwoche gehen Jugendliche auf Entdeckungsreise durch diesen neuen und faszinierenden Zweig der Wissenschaft und Ingenieurskunst. Sie lernen dabei vom Baumeister Natur, gewinnen Einblicke in Nanowelten und studieren die Flug-, Schwimm- und Klettermeister des Tierreichs. . Jeweils 10 bis 16 Uhr. Zielgruppe: Jugendliche ab 12 Jahren Kosten: 10 € pro Woche/Person
E-Mail: reservierung@meteum.de

Zum Puppentheater im Winterwald
Auch im Februar widmet sich das Figurentheater „Grashüpfer“ im Treptower Park winterlichen Themen. Zuerst ist bis zum 7.2. „Der kleine Eisbär“ bei seinen Erlebnissen zu sehen. Nachdem für die Kleinsten ab 2 Jahren am 8.2. wieder die Frage „Wer versteckt sich vor dem kleinen Hund?“ beantwortet wird, kann man vom 9.- 22.2. „Frau Holle“ beim Bettenschütteln beobachten. Ab 27.2. wird dann Andersens Geschichte „Der fliegende Koffer“ aufgeführt. Schüler und Erwachsene sind am 12.2. und 26.2. herzlich zum Märchenabend am Feuer eingeladen. Weitere Informationen unter Tel. 53 69 51 50. W.W.

Foto: FEZ-Berlin

Berliner FamilienPass 2010
Der Berliner FamilienPass 2010 enthält viele Freizeit-Tipps für Ausflüge und Unternehmungen in und um Berlin. Mit dem FamilienPass erhalten Berliner Familien während des ganzen Jahres ermäßigten Eintritt bei Schwimmbädern, Eisbahnen oder Schiffstouren, bei Konzerten, in Kinos, Theatern, Museen, im Zoo, Tierpark oder Legoland sowie bei vielen weiteren Einrichtungen in Berlin und Umgebung. Insgesamt bietet der Pass 300 familienfreundliche Preisvorteile. Außerdem werden über den Pass Plätze für 150 Tagesausflüge, Führungen, Workshops und Bustouren verlost. Allein beim Besuch von Zoo oder Tierpark spart eine vierköpfige Familie 12 €. In Schwimmbädern oder Eisbahnen zahlen nur die Eltern, alle Kinder der Familie haben freien Eintritt. Speziell für Familien mit geringem Einkommen hat der JugendKulturService besonders preiswerte oder kostenlose Extra-Angebote aufgelegt: Günstig fahren mit BVG und S-Bahn, Konzertkarten zum halben Preis, kostenloser Ferienschwimmkurs in den Sommerferien. Den Berliner FamilienPass bekommt man für 6 € in Bibliotheken und Bürgerämtern, beim JugendKulturService und in allen Berliner Filialen von Getränke Hoffmann und vielen weiteren Verkaufsstellen.

„Die kleine Hexe“
Speziell für ihre jüngsten Besucher haben die Mitarbeiterinnen der Stefan-Heym-Bibliothek (Dörpfeldstr. 56) am 9. Februar das Berliner Puppentheater eingeladen. Um 9.30 Uhr und nochmals um 10.30 Uhr wird dort „Die kleine Hexe“ für einigen Trubel sorgen. Karten bitte zuvor unter Tel. 90297-5731 bestellen! W.S.

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Zwei Heimspiele für ABC 08 zum Rückrundenstart
Zum Auftakt der Rückrunde bestreitet die 1. Herrenmannschaft des Adlershofer BC 08 im Februar zwei Heimspiele auf dem Sportplatz Lohnauer Steig. Am 8.2. geht es um Punkte gegen das Team von Stern 1900 und am 20.2. kommt mit der 2. Mannschaft des 1. FC Union der souveräne Spitzenreiter der Berlin-Liga nach Adlershof. Beide Begegnungen beginnen um 14 Uhr. Nach Abschluß der Hinrunde nimmt der Adlershofer BC 08 mit 22 Punkten aus 18 Spielen den 9. Platz ein.

Auf Wandertour in nah und fern
„Entlang der Eiszeitrinne“ führt die Tour am 7.2. mit der freien Wandergruppe „Der Wanderfreund“. Treff: 10.30 Uhr S-Bhf. Julius-Leber-Brücke (11 km). Eine „Tagesfahrt nach Warnemünde/Rostock“ steht am 13.2. auf dem Programm. Treff: 7.45 Uhr S-Bahnsteig Hauptbahnhof (14 km). „Rund um den Müggelsee“ geht es am 17.2. Treff: 11 Uhr S-Bhf. Hirschgarten (11 km). Das „Winterliche Löcknitztal“ wird am 21.2. erkundet. Abfahrt 9.29 Uhr ab Ostbahnhof mit RE 1 in Richtung Frankfurt/Oder. (11 bzw. 14 km). Bei allen Touren sind die neuen Wanderpläne erhältlich.

Adlershofer Zeitung
PF 1103 12474 Berlin
medienbuero.ebner@t-online.de

Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58 Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Auflage 3000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich

Weitere Informationen zu diesen und anderen Wanderungen unter Tel. 656 07 34. L.E.

Bereits zum 25. Mal war Skat Trumpf
Zum 25. „Skatspiel des Jahres“ trafen sich 21 Herren und 6 Damen am 28. November gut gelaunt in der Gaststätte „Hermannsruh“. Nach 12 1/2 Jahren gemeinsamen Denksports sind wir – ehemalige Lehrer und Schüler der 10. Oberschule Berlin-Adlershof – schon so etwas wie eine Skatfamilie geworden. Der Wirt Mike Hüter hatte die Spieltische mit Süßigkeiten bestückt und auch für die „Eisbein-Spezies“ gut vorgesorgt. Neuling Henry Repkow fühlte sich gleich wohl in der Skatspielertruppe. Nach ca. drei Stunden hatten alle Damen und Herren ihre „Hausarbeiten“ erledigt und die Jury konnte mir ihrer Arbeit beginnen. Antje Spranger unterstützte als Schnellrechnerin Daniela Helmchen und Horst Gruel bei der Addition der erspielten Punkte. Bei den Damen belegte Karen Kopittke den 1. Platz und sieger wurde die Lehrerauswahl. Als Spieler mit den wenigsten Punkten konnte sich Jörg Hörnig über den großen süßen „Horstelorden“ aus Schokolade freuen. Unsere Sponsorin, Konditormeisterin Christiane Gebhardt aus Adlershof, hatte sich wie immer etwas einfallen lassen: Stollen für alle Damen und echte Skat-Pfefferkuchen für etliche Spieler. Für den nun 80jährigen Organisator hatte Dr. Tilo Rosenkranz noch eine nachträgliche Geburtstagsüberraschung parat: er überreichte eine besondere Urkunde, eine Bildmontage mit den Unterschriften aller Skatfans und einen Betrag für die nächste Erholungsreise, was Kopi freudig dankend entgegennahm. Das 26. Skatspiel des Jahres findet am 13. März um 15 Uhr wieder an der gleichen Stelle statt. Hermann Kopittke

Foto: privat

mit insgesamt 1.908 Punkten Platz 3 in der Gesamtwertung. Den 2. Platz der weiblichen Skatzunft belegte Irmgard Gessinger und Dritte wurde Daniela Helmchen (Foto). Unter dem Beifall der „Herrenelite“ nahmen die Erstplazierten ihre mit Süßigkei-

ten gefüllten Gläser entgegen. Die Gläser hatte wieder der Gastwirt bereitgestellt und für die Füllung sorgte Horst Gruel. Bei den Herren trugen sich Hermann Kopittke (2.263 Punkte), Burkhard Freier und Erik Hausmann in die Siegerliste ein. Mannschafts-

Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im März ist am 15. Februar

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Die Humboldt-Universität in Kuba – Geben Sie Dieben keine Chance!
historische Wurzeln und aktuelle Arbeit der Geographie
Vortrag von Prof. Dr. Kulke am 17. Februar in der Alten Schule Der Geograph Alexander von Schule (Dörpfeldstr. 54) behanHumboldt wird heute noch in delt. Dabei steht einerseits die beKuba als zweiter Entdecker des sondere wirtschaftliche Lage im Landes gefeiert. Im Unterschied Vordergrund. Kubanische Zigarzu den spanischen Eroberern führ- ren und Zuckerrohr sind ständige te er erstmalig eine landeskund- Images des Landes, die aber nur liche Bestandsaufnahme Kubas einen Teil der Wirtschaft reprädurch und trug damit auch zur na- sentieren. Seit dem Zusammentionalen Identitätsbildung bei. Seit bruch der Austauschbeziehungen damals bestehen zwischen Kuba im RGW erfährt Kuba eine Speund der Humboldt-Universität zu zialperiode; diese und die tiefgreiBerlin enge Beziehungen, die fenden wirtschaftlichen Probleme von Geographen auch heute noch seit den 1990er Jahren werden intensiv praktiziert werden. Es diskutiert. Andererseits wird die erfolgen ein Wissenschaftler- gegenwärtige Lebenssituation der austausch, Exkursionen mit Stu- Bevölkerung in Kuba beleuchtet, dierenden und die Durchführung von der das beliebte Photomotiv gemeinsamer Forschungsprojekte. Oldtimer nur ein Ausdruck ist. Erkenntnisse aus der ZusamKarten zu 3 € (erm. 2 €) für die menarbeit werden in einem Vor- Veranstaltung als weiterer Beitrag trag von Prof. Dr. Elmar Kulke des Zusammenwachsens von al(Geographisches Institut der tem und neuem Adlershof bitte Humboldt-Universität) am 17. Fe- zuvor unter Tel. 90297-5717 bruar um 19 Uhr in der Alten bestellen.

Die Polizei warnt und gibt Tipps zur Prävention

In den letzten Wochen kam es vermehrt zu Autodiebstählen, bei denen vor allem hochwertige Fahrzeuge entwendet wurden. Aber auch ältere Autos werden zur Ersatzteilbeschaffung von Straßen oder Parkplätzen gestohlen. Zumeist ersetzen die Versicherungen den Schaden. Jedoch kommen sie nicht für den Ärger auf, der mit einem Diebstahl verbunden ist. Die Polizei hat ihre Präsenz in den betreffenden Bereichen verstärkt. Dennoch sind wir auf die Hilfe der Bürger angewiesen. Diebe nutzen schnelle Gelegenheiten, also machen Sie es ihnen so schwer wie möglich! Unsere TIPPS: • Stellen Sie Ihr Fahrzeug an belebten und gut beleuchteten Stellen ab! • Lassen Sie keine Wertsachen (mobile Navigationsgeräte, Handys, Taschen o.Ä.) sichtbar im Fahrzeug liegen!

• Zündschlüssel immer abziehen, auch bei kurzer Abwesenheit (z.B. beim Tanken, am Kindergarten, beim Zeitungskauf)! • Lenkradschloss immer einrasten lassen! • Vorhandene Diebstahlwarnanlagen einschalten bzw. Lenkradkrallen o.Ä. immer nutzen! • Wurde Ihr Fahrzeug aufgebrochen oder kommt Ihnen etwas verdächtig vor (z. B. eine ausgelöste Alarmanlage, klirrende Geräusche, verdächtige Personen) informieren Sie die Polizei sofort über den Notruf 110! • Nehmen Sie nach einem Aufbruch keine Veränderungen am oder im Fahrzeug vor! Weitere Informationen zur Prävention erhalten Sie unter Tel. 4664-604250 (zu Bürodienstzeiten) oder im Internet unter dem Link www.polizei-beratung.de Ihre Polizeidirektion 6

„Endlich können wir mal machen, was wir für richtig halten“

Fotos: Ebner

Eine Gesprächsrunde über die Rolle des Fernsehens bei der Demokratisierung der DDR vom Oktober 1989 bis zur Abwicklung des Deutschen Fernsehfunks fand am 14. Januar in der Aula der „Alten Schule“ statt. Moderator Dr. Peter Strunk, Bereichsleiter Kommunikation der WISTA, (2. v. links) begrüßte dazu auf dem Podium die ehemaligen Fernsehmitarbeiter Harald Becker (Chefredakteur der Jugendsendung „Elf99“), Hans-Peter Urban (Leiter der Fernsehproduktionstechnik des DFF), Dr. Sylvia Acksteiner (Moderatorin des Spätjournals „Aktuelle Kamera“) und Reinhard Griebner (stellv. Chefredakteur des Deutschen Fernseh-

funks). Unter dem Motto „Endlich können wir mal machen, was wir für richtig halten“ berichteten sie über die aufregenden Monate vor nunmehr zwanzig Jahren, die beim Adlershofer Sender vor allem durch große Kreativität und erstaunlichen Mut geprägt waren. Bereits im September hatte im Rahmen der Veranstaltungen „20 Jahre Mauerfall“ eine Diskussionsrunde zu diesem Thema im Zentrum für IT und Medien an der Einsteinstraße stattgefunden (s. AZ Nr. 186). Auf Anregung der Adlershofer Zeitung gab es nun eine Neuauflage als „Brückenschlag“ im Kulturzentrum „Alte Schule“. L.E.

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